Folge Nr: 61
B2P050 Peter Höpler – Erinnerungen eines Gutsverwalters
... aus zwei Jahrhunderten
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„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
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Transcript - B2P050 Peter Höpler – Erinnerungen eines Gutsverwalters
Peter: Von guten Mächten wunderbar geborgen. So,
Peter: So, so sehe ich meine Vergangenheit.
Intro_Outro:
Einleitung: In dieser Folge von Bauer to the People haben wir mit dem Beta Höpler gesprochen. Der Schreibtisch war hübler, aber man sagt.
Einleitung: Das erklärt er uns eh im Podcast.
Einleitung: Es ist wieder eine weitere Folge in unserer ja sagen wir Sonderedition, Erinnerungen an die Zukunft.
Einleitung: mit äh Mitteljungen äh Bäuerinnen und Bauern, Produzentinnen und Menschen, die was mit Essen zu tun haben, reden und ja, den Bogen der Zeit groß aufspannen von
Einleitung: Ganz früher bis in die Gegenwart und auch in die Zukunft
Einleitung: Wir Herren vom Beter ja über seine Stationen in seinem Leben als Gutsverwalter, Oberverwalter und Direktor auf verschiedenen landwirtschaftlichen,
Einleitung: ja und die obligate Sache in eigener Sache ist heute,
Einleitung: Ja, wieder mal ein Hinweis äh auf Bauer to the People in unserem Podcast und zwar,
Einleitung: Mir gefällt in letzter Zeit die Metapher ganz gut äh unsere langen Podcasts a bissel wie ein Buch zu sehen,
Einleitung: das liest man, wenn's weniger dicker ist und unser Podcast dieses Jahr ein bisschen länger,
Einleitung: Von vorne bis hinten durch, also ja, man frisst halt einmal eine Burch, sondern man liest ein paar
Einleitung: legst dann wieder weg und ja, dann nimmt man's wieder zur Hand. Deswegen haben wir für euch die Kapitelmarken gemacht äh und auch die Möglichkeit im
Einleitung: Podcast nach Stichwörtern zu suchen. Äh selbst im Podcast waren euch hin und wieder zu lange, ihr seht's nur einfach wie a Buch.
Einleitung: Anfangt zum Lesenweg liegt und dann drinnen weiterliest.
Einleitung: Das war's für heute schon wieder gewesen ähm mit meiner Ansage und jetzt viel Spaß mit dem eigentlichen Podcast.
Willy: Test.
Bianca: XX. X.
Willy: Ja passt, wir sind äh wann, wann alles woah, sind wir wieder auf Sendung?
Willy: Jetzt sind wir live. Ja. Und äh wir sind das erste Mal live seit einer gefühlten Ewigkeit. Ähm weil nach äh,
Willy: äh wie soll ich sagen, der Winter hat uns auch ein bisschen niedergeschlagen. Wir mussten einige Podcasts absagen und wir sind so froh, ein bissel eingekrustet zu haben, aber ziemlich froh, dass wir wieder on air sind,
Willy: Wir sind äh ja wir wo san mer denn heute? Wie hast denn die Ortschaft? Ich.
Peter: Sehbaren.
Willy: Seebaren. Seebaren. Wir sind beim.
Peter: Sebanna am Wahlraum nicht, da gibt's ja ein zweites Seban auch in Balkoneburg. In dem sind wir aber net. Da sind wir nicht.
Willy: In dem sind wir aber net. Da sind wir net.
Bianca: Wir sind beim Peter. Wie noch?
Willy: Danke. Ich habe aber mir net sicher gesagt, Höpler oder sagt man Höpler? Höbler sagt.
Peter: Höpra. Hör auf. Aber trotzdem mit einem P.
Willy: Beschreibt's anders, aber man sagt's richtig, ne? Ja. Ja, ähm wir werden heute mit dem Beter ähm ja vielleicht ein bissel eine Zeitreise machen. Ähm du bist ähm,
Willy: doch relativ früh im vergangenen Jahrhundert kann man schon fast sagen, auf die Welt gekommen, neunzehn.
Peter: Vierunddreißig.
Willy: Neunzehnvierunddreißig. Ja, das ist doch ein gewisser Zeitraum, den du inzwischen überblicken kannst,
Willy: Und ja, über diesen Zeitraum wollen wir heute mit dir ein bissel reden, ähm deine Erinnerungen und auch deine Wahrnehmungen zum Thema Landwirtschaft und zu deinem Leben und bevor wir das tun, sage noch mal kurz, wer wir heute wieder sind, äh,
Willy: oh Wunder.
Bianca: Immer wieder eine Standardbe.
Willy: Charmant, prägnant, imposant und hin und wieder ein bissel gefährlich, weil i am Blödsinn red, die liebe Bianca Blasel aka.
Bianca: Gummistiefeln. Hallo Willi.
Willy: Hallo,
Willy: Grüß dich. Ja Peter, ähm unsere Gespräche fangen immer gleich an, nämlich in der Vergangenheit und bearbeiten uns dann meistens über die einzelnen Stationen der Person,
Willy: in die Gegenwart vor und dann schauen wir ein bisschen in die Zukunft miteinander,
Willy: und ja, ich würde jetzt einfach wie immer anfangen mit dir ganz, ganz am Anfang in deiner Kindheit ähm wo bist du geboren und in welcher Zeit wurdest du hineingeboren und wo wie hat alles begonnen bei dir.
Peter: Also ich bin geboren nicht zufällig, sondern dadurch, dass mein Vater dort tätig war in das sagt den meisten was, weil dort die geboren werden,
Peter: Er war dort auch schon Landwirt, nicht nicht der Gestütsleiter, sondern der Landwirt im Fieber und deshalb bin ich dort halt auf die Welt gekommen und äh dieses,
Peter: diese Pferdegeschichte hat sich bei mir durch mein ganzes Leben gezogen. Mhm. Was hat in den Hobbys geendet und die mache ich immer noch.
Willy: Das haben wir uns aufgeschrieben. Der Kummer, der Kummer, der Kummer, dann da kommen wir dann noch drauf, ja? Ähm der Papa war schon Landwirt. Ja. Okay. Was hat der was war das für ein Landwi.
Peter: Er war aber eigentlich mehr er hat immer gesagt, er war 18 Jahre in Gestüten, aber er war eigentlich mehr in der Forschung,
Peter: für Tierhaltung und da war also dann während des Krieges, während der bestimmten Zeit war ja Leiter des Instituts für Tierhaltung des Reichsnähstandes. Jetzt war so das wird auch nichts sagen, ne.
Willy: Reichsnähe stand.
Peter: Des Wortes eigentlich äh das das Landwirtschaftsministerium,
Peter: der Nord des Dritten Reiches.
Willy: Der Nährstand.
Peter: Reichstenerstand ja. Okay. Das war die Bezeichnung dieses Betriebes und das wollen in roten Haus bei Wiselburg,
Peter: Deswegen bin ich dort zum Beispiel in die Volksschule gegangen. Aber von da an nehme ich die Aktivitäten in der Landwirtschaft wahr. Und das war,
Peter: Ende 40, also man war schon im na so während des Krieges schon und da habe ich schon die Landwirtschaft erlebt als Kind.
Bianca: Aber das heißt, du bist so richtig in die Landwirtschaft durch deinen Vater hineingeboren und erzähle ein bissel, wie, wie, wie war Landwirtschaft damals? Wie war das für dich? Wie hast.
Peter: Na ja, das war dort war es eine Zeit, wo es nur weil es eine eine äh öffentliche Stelle war, gab's schon auch einen Traktor,
Peter: aber das meiste wurde alles noch mit Tubtieren gemacht, mit Pferden und Ochsen,
Peter: und die ganze Feldarbeit hat sich händisch abgespielt.
Bianca: Und hast du da bist du da als Kind drangekommen auch.
Peter: Jahr später dann. Das war dann die nächste Stufe war ja dann ab fünfundvierzig, 64 sind wir in der Steiermark gewesen, in Neumarkt, in der Steiermark und dort habe ich die Landwirtschaft wirklich von,
Peter: von Kindesbeinen angelernt und habe dort noch mit der Sense gemäht und mit mit die Kühe, mit der Hand gemolken,
Peter: und die Schweine mit einem Kasperl gefüttert. Wissen sie was das ist? Die Kasperl. Es waren die Küchenabfälle.
Willy: Nein. Ah.
Peter: Heute schon längst verboten.
Willy: Ja, ja, ja. Eine Saudrogen, ne?
Peter: Unterm Sauerdruck, ja ja. Ja und so habe ich also die die ganze Landwirtschaft, auch den Ackerbau,
Peter: Flugarbeit und von der Ecke und vom Heurichen und,
Peter: Geräte, die man heute nur mal als Museum oder ausm Kreuzworträtsel kennt. Die Ecke wird immer gefragt im.
Willy: Klär mal bitte, was ist denn, was ist die Ecke.
Peter: Die Ecke.
Willy: Für viele.
Peter: Ein Gerät, das früher,
Peter: zum Wichtigsten gehört hat, denn nach dem Flug hat man die Pferde die Erde erst feinmachen müssen und das wurde mit der Ecke gemacht,
Peter: mit dem man ein oder einmal oder mehrmal drüber gefahren ist und so die Oberfläche zerkleinert und geglättet hat,
Peter: Dazu gab's dann auch noch die die Waldsee und und das wurde damals alles mit Pferden gezogen.
Willy: Gab's da müssen wir damals, wir sprechen jetzt von einem seit neunzehnvierte, vierziger Jahre. Ja. Gab's keine Faktoren damals noch oder waren die für einfach noch exotisch? Die Aktoren, ja.
Peter: Traktoren, wo in der breiten bäuerlichen Landwirtschaft hat begonnen in den 50er Jahren,
Peter: 1ten Steuertraktoren, die dann nach dem Krieg gebaut wurden, waren der berühmte Steier fünfzehn oder dreißig und so hat so hat's begonnen und das hat dann allmählich äh die die Zugtiere,
Peter: gelöst.
Willy: Mhm. Das heißt.
Peter: Und da ist aber am Anfang der Anfang des Traktors war ein Zuggerät,
Peter: Da sind die landwirtschaftlichen Geräte gezogen worden, sowohl vorher von den Pferden, dann von den von den Traktoren und erst allmählich haben sich dann Anbaugeräte wie der Flug auf dem auf der Hydraulik oder,
Peter: oder ähnliche Geräte. Allmählich hat sich das dann entwickelt erst.
Willy: Weil sozusagen ja oder in die Halle, ähm wie viele Tiere hatten da so ein durchschnittlicher Bauernhof damals gehabt und du hast ja eigentlich einen Storch nur für die Zugtiere braucht dann, oder?
Peter: Na ja sicher, ja ja,
Peter: Auf den Betrieben im Rattenhaus hat's sicher acht Gespanne gegeben oder acht mal zwei, aber vom bayerischen Betrieb waren mindestens ein Pferdegespann,
Peter: für den Größeren war es auch zwei oder zusätzlich noch ein Ochsengespann und äh das ist dann alles abgelöst worden.
Peter: Und die der ganze Transport ist natürlich auch mit diesen Fuhrwerken passiert.
Bianca: Ein bisschen wie wie war deine Kindheit auf diesem Bauernhof in der Steiermark? Wie hast du's da erlebt? Was hat's für Tiere gegeben? Wie wurde gearbeitet?
Peter: Also dort gab es einen einen äh Zuchtbetrieb für das Kärntner Blondvieh. Gibt die Rasse gibt's heute nur mehr als.
Willy: Aus.
Peter: Nur mit Buschkarten und dem Museum und äh das war ein ein Zuchtstall und mit mit Milcherzeugung. Und,
Peter: Dann gab's Schweine, dann gab's auch Schafe, die allerdings dann auf der Alm waren,
Peter: und dort gab es also zwei Pferdegespanne, ein Kaltblüter, also Anoriker und ein Hauflinger Gespann und,
Peter: im in der Flugsaison war dann auch noch ein Ochsengespräch. Jochochsen.
Willy: Jochochsen.
Peter: Zwei Ochsen. Ja. Mit einem Joch verbunden daher unter einem Joch.
Willy: Heißt dieses dieses Holz,
Willy: Waren wirklich mit einem Stück Holz zusammengespannt.
Peter: Ja, die waren am an der Stirn befestigt, über die Stirn. Ja. Das war eine eigene Kunst, ist ein,
Peter: Die haben ein Polster auf den auf die Stirn gekriegt zwischen die Hörner und äh das wurde dann mit Riemen äh ans Joch befestigt,
Peter: und in der Mitte zwischen den beiden Tieren war dann eine Anhängvorrichtung für einen Wagen oder für ein Pflug oder für ein was immer.
Willy: Haben die das mit dem Kopf gezogen? Also war die Anhängevorrichtung an dem an der Kopf?
Peter: Am Kopf, ja.
Bianca: An der Stirn vorne.
Willy: Ah, die haben kein Sottelzeug oder keine Ahnung, wir müssen.
Peter: Ja, es gab dann, gab dann später und in anderen Ländern gab es auch das Kümmert,
Peter: Hals des Tieres, sowohl beim Pferd auch um den Hals gelegt worden. Das waren dann dem Pferdegespann ähnlich,
Peter: die Ochsen oder Tiere haben den Kopf bewegen können.
Willy: Welche Tiere hat man denn für Tätigkeit verwendet? Also Jochochsen, ich denke mir jetzt, die haben die haben ordentlich.
Peter: In der Regel Ochsen. Ja. Und in der Regel kastriert die Tiere, ne? Äh und äh aber in manchen Gegenden hat man die sogenannten Schnitzkeimern gehabt,
Peter: weibliche Tiere. Die haben waren besonders beliebt, weil sie einen schnelleren Gang gehabt haben, aber,
Peter: Und die hat's besonders in der in der in der im Murtal gegeben. Dort hat's die erste Teil oder.
Willy: Na es ist interessant, weil weil ich habe mir jetzt wirklich sogar ganz allgemein gefragt, ob man äh die Ochsen jetzt genommen nur in einem Teil von Österreich oder hat man Ochsen eher für a spezielle Tätigkeit genommen, dann die Pferde wieder für andere Tätigkeiten
Willy: hat da jedes Jesus seinen speziellen Tätigkeiten gehabt oder war das eher, was man gehabt hat, das soll er halt sagen.
Peter: Ja der der Ochs ist,
Peter: In manchen Gegenden äh nur zum Flügen und zur Feldarbeit, also zum zum verwendet worden. Aber in anderen Gegenden haben sie den Transport auch gemacht. Das,
Peter: Dort ist regelmäßig der der Wirt vorbeigefahren, der der ist Bio von von,
Peter: oder von der nächsten großen Ort gebracht hat. Und der ist da vorbeigefahren und mit seinem Stier ganz gemütlich,
Peter: einstimmig und sonst gibt's das auch zweispinnig ja,
Peter: Und wenn man das heute sehen will, muss man nach Ungarn fahren, da findet man auch noch die Langhornrinde mit den mit Joch, aber die haben einen Nacken Joch. Das ist wieder was anderes. Das ist und den Nacken gelegt worden. Die haben nur mit dem Nacken gezogen.
Bianca: Die Bilder nachliefern, weil heute hängen ja diese Holzöcher und diese Anspannvorrichtungen ganz oft in irgendwelchen als.
Peter: Ja, ja, ja, ja, ja.
Willy: Naja dann nutzen wir doch die Gelegenheit bei im Podcast, dann schickt's uns einfach die Fotos oder teilst das einmal, das wäre interessant, ja,
Willy: Genau. Ähm aber am am Feld waren ja jetzt nur Ochsen, nur Ochsen unterwegs. Weinheim fährt nur Ochsen äh zum aus Zug. Tiere unterwegs oder hat man da Pferde verwendet? Da haben die.
Peter: Auch Pferde, Pferde genauso, ja. Pferde genauso,
Peter: und wir haben den Flug gezogen und haben die Ecke gezogen, denn die Heurichen, das waren die, in Deutschland sagt man, Hungerhaken, kennen wir nicht, den Auszug,
Peter: ein Pferd davorgespannt worden und hat dann so schwarz abgelegt, ne?
Peter: Nun gab's den sogenannten Gabelwender, der das Heu,
Peter: locker gemacht hat zum Trocknen. Das wurde auch von einem Pferd gezogen und als als,
Peter: 12-jähriger habe ich das schon bedienen dürfen. Geschäft schon.
Willy: So in Anführungszeichen dürfen. Also hat man schon am docken müssen.
Peter: Ja freilich.
Bianca: Aber war es für dich ein Müssen oder hast du's gern gemacht oder.
Peter: Das war für uns so selbstverständlich. Ich bin von der Schule nach Hause gekommen, also ich war hier im Internat danach, war ich ja nur in den Ferien da, aber dann als nächsten Tag ist losgegangen. Alles.
Peter: bis zum dreschen und also vor allem zuerst, da war ja im Sommer war ja vor allem die Getreideernte,
Peter: zum Teil zum großen Teil noch mit der Hand gemacht wurde, mit der Sense gemäht und dann Gaben gebunden und da haben wir als Kinder, das erste Geschäft war das sogenannte Bundle machen,
Peter: wurde aus Stroh, wurden Bänder gemacht und das wurden die Gaben gebunden,
Peter: Eine hat auch vier Leuten bestanden, also ein Meer, ein Bandemmacher, ein Gabenaufheber und und Gabenbinder und dann haben sie's oft zum Handeln gestellt.
Willy: Hat jeder seine Funktion gehabt. Das war das war so a Team, die waren so.
Peter: Und dann am, wenn der zum Abend haben dann alle die Gaben zusammentragen und dann sind Mambo gebaut worden. Die Docken haben sie dort gesagt.
Willy: Zu ducken und war das als Familienmitglieder oder waren das Mitarbeiter, die bei euch im.
Peter: Einen Mitarbeiter waren und wir als Kinder mit die,
Peter: Wir waren ja zu zu acht Geschwister, aber die jüngste ist die Margret ist die erst später geboren, aber wir waren alle dort im Einsatz. Die älteste Schwester war hat die Küche gemacht.
Bianca: Ah ja.
Peter: Ja und so sind wir alle dran gewesen.
Bianca: Und was waren so für dich die die Momente in dieser Zeit in deiner Kindheit und auch die Menschen, die dich ähm am meisten geprägt haben?
Peter: Das waren so die da gibt's einen hat seinen alten Sepp gegeben, das war so ein Vorbild der der ein,
Peter: der Gradlinik war. Er hat zwar nix gehört, aber der ist strukturärisch. Hat ganz laut mit ihm reden müssen, aber der war da,
Peter: der Großknecht, kann man sagen, der Kutscher, der der ist mit den mit den Pferden gefahren und der hat auch mähen können und Sensiten, wisst ihr was das ist?
Peter: das Denken ist das das Klopfen da da musste also musste jeden Tag musste die diese Sense wieder breit geklopft werden Messe heißt das.
Willy: Schmieden oder wie? So.
Peter: Ja da gab's so eigene Denkelstück. Ja. Und wo man wo man sich hingesetzt hat und dann tackt.
Willy: Also die die die Hacker-Auserkate, wo's eingekommen san durch.
Peter: Ja die ja die Schneide wurde wieder breiter gemacht, also und schmaler, dünner und die hat man dann gewetzt. Das war dann der Wettstand, ne.
Willy: Ah, zwei Arbeitsschritte denken und dann wetzen.
Peter: Und das habe ich auch das habe ich alles miterlebt und und gelernt und dann kam also das Dreschen,
Peter: Äh wurde also die die das vom Feld hereingebracht und in die Dreschmaschine gehabt. Das war eben eine sehr staubige und weniger lustige Arbeit, aber.
Willy: Und was war das prägendet oder was war das beim beim Sepp oder warum ist äh beim alten Sepp so in Erinnerung geblieben?
Peter: Die hat also alles perfekt gemacht hat und sich kaum beeinflussen hat lassen, weil das alles gehust hat,
Peter: wenn mein Vater, der ja von der Wissenschaft kam, irgendeinen neuen Vorschlag äh brachte, hat der alte Sepp gesagt, ah, das ist wieder was vom Pirkle,
Peter: ja sonst schon auch ich wollte auch schon auch andere Leute, die man nicht vergessen kann. Es waren damals das war kurz nach dem Krieg, da waren kroatische,
Peter: Leute, die äh dort gestrandet sind und die sind natürlich nicht nach Kroatien zurückgekommen. Die haben dort in verschiedenen,
Peter: Branchen gearbeitet und so haben wir auch zwei davon gehabt und die haben haben anderen haben in der Zimmerei gearbeitet und,
Peter: da waren sehr viele damals. Ich war in der Kernten Steiermark waren ja die die dabei, ne? Ihr wisst was oft.
Willy: Nachfragen, was ist, weil's kommt.
Peter: Die Osterschar war eine kroatische deutsch-freundliche,
Peter: Nicht Abspaltung, sondern der Gegensatz zu den Partisanen. Mhm. Und die haben mit den Deutschen mitgekämpft und konnten natürlich nach dem Krieg nicht zurück in ihre Heimat.
Willy: Mhm. Ah, okay, ja, ja.
Peter: Und die die waren also dort sehr und dann war auch ein sehr interessanter Mann dort, der,
Peter: der Arm amputiert war, also ein Kriegsverletzter und der hat sich dann freiwillig zu den Kosaken gemeldet,
Peter: Der ist mit den Großakten mit und der hat also der hat Weiler eben nicht großartig war. Oder diese Katastrophe von Milchstadt und Judenburg überlebt, ne? Das kennt ihr, ne?
Peter: Na ja und das war auch schöner, ein wilder Hund.
Willy: Hat's früher mehr würde ein Hund gegeben wie heute,
Willy: hat früher mehr wilde Hunde gegeben wie heute?
Peter: Solche ich weiß anders.
Willy: Oder so gestandene äh äh die was alles äh halt mehr oder weniger beherrsch.
Peter: Die haben alles also auch zum Holz führen, ne? Das Holztransport im Winter, das war ja spannende Sache. Aber da war ich einfach perfekt. Von dem habe ich auch viel gelernt.
Willy: Wahrziert damals jetzt ähm weil man vorher noch übern Papa geredet haben, war das eine große Landwirtschaft, die sich hier damals betrieben habt, ähm war das eigentlich seine Landwirtschaft oder hat er die.
Peter: Es war ein Familienbetrieb äh zu dem, in dem wir, das war eigentlich für uns äh Sommerferien noch vorher,
Peter: dann war's halt unser unser Fluchtort, weil wir aus der Dienstwohnung damals heraus mussten und da sind wir dorthin,
Peter: Das war eine Familienbesitz, das heißt es hat nur ein Viertel mein Vater gehört, der Rest im Bruder und so weiter und da waren wir dann bis bis 55 waren wir dort und,
Peter: Damals war das ein ein Gutsbetrieb,
Peter: mit 120 Hektar oder sowas, war für diese Gegend sehr groß, aber nach heutigen Begriffe ist das eine ein Einbahnbetrieb.
Bianca: Die damalige Zeit war das schon wirklich.
Peter: Du wolltest viel Geld beschäftigt.
Bianca: Das heißt ihr ihr müsstets äh durch den Krieg äh weg aus der Dienstwohnung, weg vom Gestüt und seid so in in der Steiermark äh angekommen. In dem Gutshof, der aber der Familie, deiner Familie.
Peter: Ja, ja, ja, ja.
Willy: Dann aber schon aufgeteilt war quasi über die von den Großeltern an die Öttern.
Peter: Nein, nein, nein, die haben äh wenn sie so genau wissen wollt's,
Peter: mein mein Vater und mein Vater und sein Bruder haben das im Jahr 36 gekauft als Geldanlage eigentlich.
Peter: und äh Vorgeschichte ist noch noch komplizierter, jedenfalls. Äh,
Peter: das war ein ein Betrieb, der dort zu haben war, sechsunddreißig, war sicher, hat niemand ein Geld gehabt und die haben halt eins gehabt und die haben das gekauft,
Peter: und inzwischen gehört es den Enkeln dieses Onkels.
Willy: Ja. Aber wann waren olles Landwirte oder ist man dann damals 36 mehr oder weniger.
Peter: Nein, der Bruder der Bruder war war ein ein gut situierter Anwalt in Wien. Also mein Onkel,
Peter: und mein Vater war der Landwirt eigentlich und der hat sich also dann dort äh eine Zeit lang ausbreiten können, bis er dann.
Willy: Die Landwirtschaft lernt oder? Das wissen.
Peter: Er hat auf der studiert in den zwanziger Jahren.
Bianca: Dein Vater hat auf der Boko studiert. Ja, das.
Peter: Ja, aber ich auch dann. Aber eher spät.
Willy: Die hat's damals auch schon gegeben, die.
Bianca: Na ja sicher, die feiert heuer das hundertfünfzig.
Peter: Ja sicher, hundertfünfundzwanzig oder hundertfünfzig, ja, ja, ja, ja.
Bianca: 150 Jahre. Ich habe ja auch auf der Buku.
Willy: Was ist das jetzt? So ein Alumnitreffen, oder?
Bianca: Ein bissel bei uns ist das jetzt ein Alumni-Treffen.
Peter: Ach so.
Bianca: Auch ein.
Peter: Das hat's ja damals net gegeben. Die haben halt mit dem Nebenfach gehabt. Das war ja damals allgemeine.
Willy: Damals studieren an der Broko in die also der Papa vielleicht damals in den zwanziger Jahren und tu dann auch später in die fünfziger, 60.
Peter: Vierundfünfzig bis achtundfünfzig. Aber damals war noch Inskription Landwirtschaft. Mhm. Und da gab's die haben natürlich haben wir alles mögliche gehabt,
Peter: aber nicht die Unterteilung in in Tierhaltung und in und in betriebswirtschaft und so weiter. Eine andere Zeit.
Bianca: Aber das heißt, wie bist du dann? Jetzt haben wir ein ein Stückle ausgelassen. Das heißt, ähm wir sind noch am Hof in in der Steiermark und wie ist es dann weitergegangen für dich?
Peter: Na ja, dann habe ich also vierundfünfzig,
Peter: und bin dann gleich im Herbst auf die gegangen. Aber war vorher schon im Jahr 53 habe ich bin ich habe ich eine Praxis gemacht in in Deutschland,
Peter: Saatucht betrieben. Habe mir meinen Vater hingeschickt durch seine Beziehungen. Saat Zucht.
Peter: und da bin ich mit dem Radl hingefahren nach in die Nähe von von Mannheim und in die Nähe von Celle oder in in der Lüneburger Heide. Da war ich den ganzen Sommer unterwegs mitm Radl.
Willy: Minrabo. Von der Steiermark.
Peter: Von Dymarkt aus, ja.
Bianca: Halleluja. Das ist aber ein Stückel.
Peter: Keine Radwege, alles Landstraße.
Willy: Warum in Radl? Ja.
Peter: Sicher.
Bianca: Aber ich meine, also für mich, wie ich es jetzt höre, ist es ja nicht typisch, dass jetzt ein
Bianca: Landwirt, wie dein Vater einer war, ähm sein Kind auch auf ein Praktikum schickt in der Zeit und B dann auf die Poku studieren. Warum war das so bei dir?
Peter: Also mein Vater hat gesehen, dass ich mich dafür interessiere und möglicherweise auch bewähren könnte und obwohl wir letztlich acht Kinder waren,
Peter: habe ich als einziger studieren dürfen,
Peter: Es war also schon was Besonderes. Meine Geschwister haben alle nach der Natur soweit sie Natur gemacht haben. Äh,
Peter: Beruf gegangen.
Willy: Und warum hat man grad die geschickt studieren oder hat man die bewusst geschickt oder hast dich du entscheidend dir von ihm gesagt, du gehst jetzt studieren, da fährst du auf.
Peter: Na, ich habe das schon. War mein Wunsch, ja. Ja. Ja, ja, ich wollte Bauer werden. Hey dort, wollte dort Bauer werden. Aber das hat dann natürlich der Vater gesagt, jetzt erst musst du's lernen.
Willy: Aber fangen wir einmal ganz ganz basic, warum wolltest du dann nach der Matura oder
Willy: Bauer werden. Was war so, das gibt so Schlüsselerlebnisse, wo du dann gesagt hast, das ist das Wirre und ich will nix an, ich will nicht in die Installateur oder Techniker oder sonst was, sondern ich wir Bauer.
Peter: Habe wirklich in dem Fall nichts anderes wollen. Allerdings im Hintergrund hat natürlich mein Vater gesagt, na ja das das dein Wunsch sei mir,
Peter: auf Befehl, aber er hat geträumt oder dass ich irgendwo auf Gutsbetriebe komme, auf größere Betriebe,
Peter: während des Krieges er war also ein damals noch ein Verehrer, nicht vom Hitler, aber von diesem System,
Peter: Hat er gesagt, ja meine Söhne werden einmal Bauern in in der Ukraine. Mhm. Am Schwarzboden, Schwarzerdeböden, ne?
Peter: Traum für für nicht nur für Deutschland überhaupt, das war da waren die besten Flächen und die Katastrophe heute,
Peter: und ja und aber das vorbei aber dann habe ich also von dort,
Peter: während dem Studium habe ich dann ein Praktikum in Himberg gemacht, das ist zwar damals die Mia gesagt, niemanden mehr was in Wien.
Willy: Mir.
Peter: Milchindustrie, Milchindustrie und Agrargesellschaft. Das war die größte Privatmolkerei in Wien, aber wird das net alles sagen? Das schneit.
Willy: Aber wir sind berühmt und berüchtigt dafür, dass unsere Podcasts meistens ein bisschen länger dauern, weil die leider was zum Sagen haben und uns Fleiß san mer net schneiden, ja? Also wer sich jetzt wieder, ich tu nur das Mikro a bis.
Peter: Ja und.
Willy: Wir sind da flexibel bei dem, passt, ne? Die Miak.
Peter: Bei der Miak habe ich dann mein erstes Landwirtschaftspraktikum in in äh Österreich gemacht,
Peter: Das war also noch antwortlich nach dem ersten Semester, nach dem zweiten Semester.
Peter: und äh dann war ich, da habe ich das Praxissemester, damals wusste es gegeben, das vierte war Praxissemester von März bis Oktober bin ich nach Deutschland gegangen,
Peter: dort auch wieder auf Tierzucht betrieben und auch allgemeine Landwirtschaft und dort habe ich,
Peter: ersten Mähdrescher habe ich in Kärnten gesehen. Ende,
Peter: vierundfuffzig, dreiundfuffzig. War der erste Mähdrescher. Den habe ich dort gesehen. Aber,
Peter: 1956 war ich also dann in in der Nähe von Hannover, Institut und da hat's auch einen Landwirtschaftsbetrieb gegeben bei bei Lübeck und dort habe ich also die Ernte mitgemacht,
Peter: und dort wurde ich als als Praktikant auf einen ganz neuen kleinen Mähdrescher gesetzt,
Peter: Ein Meter fünfzig breit, Schnittbreite. Ein selbst ein selbstfahrender Mähdrescher.
Willy: Wer hat denn.
Peter: Selbstfällender, fallender Mähdrescher mit einem VW-Motor drauf. Und der hat einen Meter fünfzig breit geerntet,
Peter: die anderen die die gezogene Mähdrescher haben zwei Meter sieben war net viel größer.
Willy: Mhm. Das war damals so der Standard. Zweimal.
Peter: Standard, ja,
Peter: und das war schon was Besonderes, weil der der dortige Verwalter hat gesagt, ja wenn ich meine Leute draufsetze, also werden die eifersüchtig sein, weil das jeder soll, das will jeder haben.
Willy: Draufgeguckt, damit die anderen.
Peter: Mit meinem zweiten Praktikant und wir haben uns da abgewechselt. Da habe ich also den dann kennengelernt,
Peter: Ah ja, ein Jahr, ein Sommer war ich auch in Schweden, richtig sogar vergisst. In Schweden habe ich auch von dem auf einer Landmaschinen äh Station von einer Schule gearbeitet. Da war ich auch drei Monate.
Willy: Wie kannst du dir das vorstellen? Aus heutiger Sicht war das äh ja gut, bist du da vom Mähdrescher gesessen? Du bist damals auf die neuesten Geräte gesessen, die es am Markt grad gegeben hat, oder.
Bianca: Aber war das für dich prägend? Das wirkt irgendwie so.
Willy: Ist das so.
Peter: Ne, das war schon ein Schlüsselerlebnis, freilich, stimmt schon, weil man,
Peter: net weil wir das jetzt machen durften, sondern das war einfach ein ein,
Peter: ein der Einstieg in die Landtechnik und das hat ja bei mir sich dann später auch so abgespielt,
Peter: Ich sollte ja nach Wunsch meines Vaters, beziehungsweise Freund in einen Schweinezuchtbetrieb nur Schweine,
Peter: das allein will ich nicht, die will ja die Landtechnik auch erleben und das war eigentlich die Landtechnik war eigentlich meine,
Peter: mein Ziel.
Willy: Jetzt habe ich so, jetzt ist mir grad so a Frau geschossen, jetzt hätte die Frage auf den Zettel geschrieben, sondern die haben eh schon wieder auf Zeiten gelegt ähm,
Willy: aber weil du das sagst, äh äh die Landtechnik hatte damals äh fasziniert. Jetzt war er in der Zeit noch ein noch einen zweiten Weltkrieg äh äh
Willy: Aufbauzeit äh durchkommen, das sind die Mineraldünger, sondern äh stärker kommen. Die Technik hat sie entwickelt
Willy: äh beschreibe mal diesen diesen Übergang. Was wie hat sich das damals,
Willy: wie wie diese Technik gekommen sind, wie die Dünger gekommen sind, dass die dass mehr wie hat man das damals, was ist da kommen und wie hat man das damals so generell in der Landwirtschaft und halt du persönlich, wie hast du das wahrgenommen? War das äh,
Willy: danke jetzt Kungbus. Jetzt haben wir das Problem gelöst oder wie hat man das wahrgenommen.
Peter: Also ich habe den den ersten Dünger eben,
Peter: schon viel früher erlebt, aber das das waren ja meistens Betriebe, Tiere, die auch Tierhaltung hatten und das war so ein ein Schlüssel, dass man eine Großvieheinheit, eine GVE pro Hektar haben soll,
Peter: um vom Dünger her weitgehend autonom zu sein.
Willy: Also das ein Großvieheinheit würde dann einen Dünger liefern.
Peter: Das ist ein Großfernheit, ist ungefähr ein Rind. Ja. Und wenn einer 30 Hektar hatte, dann sollte er 30 Großtiereeinheiten haben.
Peter: um mit seinem mit dem Düngerangebot über die Runden zu kommen. Und das war meine Zeit, wo die Ernteerträge bei Weizen,
Peter: zweitausend, 2.500 Kilowatt am Hektar beim Roten noch weniger und so ähnlich,
Peter: und durch die durch die äh Mineraldünger, ich sage absichtlich nicht Kunstdinger. Das dann tue ich im Mineraldinger, ist natürlich,
Peter: eine wesentliche Ertragssteigerung gelungen.
Willy: Jetzt muss es natürlich nachfragen, warum sagst du jetzt bewusst net Kunstdünger?
Peter: Was heißt Kunstdinger? Das ist das ist kein kein Kunststoff.
Peter: Mineral wird aus Mineralien hergestellt und Nitrat ist auch ein Mineral, beziehungsweise es ist schon künstlich erzeugt, aber es ist ein Mineral.
Bianca: Was waren denn? Ich meine, wir haben angefangen in deiner Erzählung bei bei Pferde und Ochsengespannen und sind jetzt schon bei bei Mineraldüngern und und Mähdreschern, was waren denn so die
Bianca: die wichtigsten oder prägendsten Ereignisse in dieser Zeit, die in der Landwirtschaft, die da was verändert haben.
Peter: Die,
Peter: Die Personaleinsparung war natürlich ganz wesentlich. Dass man,
Peter: Wie gesagt, wir waren zu viert mit äh bei einer Sensenpartie.
Peter: Später ist dann ein sogenannter Schwadmeer oder ein Me ein eine Mähmaschine gekommen, die das Getreide auch so in,
Peter: abgelegt hat. Da ist der der mit der Sense oder vier solche Mäher sind eingespart worden. Aber das Gaben machen wir immer und dann die nächste Stufe war, das gab's in bayerlichen Betrieben aber wenig,
Peter: der sogenannte Bindemeer, der hat gemäht und Gaben gebunden,
Peter: auch noch aufstellen und trocknen musste. Und erst dann kam der Mähdrescher und das sind natürlich Personaleinsparungen,
Peter: ohne Ende.
Peter: und deshalb, ich habe gesagt, auf diesem Betrieb waren ungefähr 20 Leute beschäftigt. Das macht so einen Betrieb macht halt der Nachbar,
Peter: mit seiner Geräteausstattung, ne.
Willy: Braucht man dann nur mehr Personen.
Peter: Die Antwort ist glaube ich noch nicht ganz angekommen, oder.
Bianca: Na, wie hast du die Zeit erlebt, insofern, was waren so die die prägenden Dinge, die sich wirklich verändert haben in der Landwirtschaft und wie hast du das empfunden? Also war jetzt der Mineraldünger für dich, was positives, was Negatives.
Peter: Das war durchaus positiv, weil man hat für die selbe Arbeit einen höheren Ertrag gehabt, ne und man hat äh,
Peter: für 200 Kilo am Hektar genauso viel Handarbeit oder Ernte eins oder so Maschineneinsatz gehabt wie für einen doppelten Ertrag und für heute dreifachen Ertrag,
Peter: Also das ist die große Arbeitseinsparung und Ertragssteigerung gleichzeitig, ne.
Willy: Wie hat denn damals.
Peter: Und natürlich der Beginn des Dünger des des Mineraldüngers war von Hand. Der wurde mit der Hand ausgestrahlt und dann allmählich kamen erste Geräte dann an, zwei Meter oder drei Meter war und heute strahlen die sechsunddreißig Meter.
Peter: heute.
Willy: Ähm es ist ja oft so, dass man ähm Tätigkeiten in Vergangenheit oft mit den Augen der Gegenwart sieht. Ne? Und jetzt,
Willy: Einsparung äh Wahnsinn, wegen der Nachhaltigkeit et cetera. Ähm wie ist sind diese Entwicklungen, ne? Die die Technik ist gekommen, man hat Arbeitskräfte eingespart, ned. Keine Arbeitskräfte. Jetzt werden zu viele Leute Arbeitslose vielleicht, ja?
Willy: Mineraldünger, Thema Nachhaltigkeit. Wiesn hat man damals so die
Willy: die öffentliche Reaktion auf diese Entwicklungen, war das reiner
Willy: Optimismus, der da stattgefunden hat, hat damals auch schon kritisch Stimmen gegeben, die gesagt haben, na, das ist jetzt, wenn die Böden nicht so ideal. Wie wurden damals die die der Zeitgeist und die Stimmung ein bisschen?
Peter: Ja, natürlich hat solche Stimmen ganz marginal auch gegeben, aber entscheidend war ja,
Peter: dass man die Selbstversorgung im Lande dadurch ermöglicht hat. Man muss ja wissen, dass man bis in die 70er Jahre Österreich ein Importland war, ein so ein Getreide im Portland,
Peter: erst dann hat es begonnen durch die Ertragssteigerung, durch die nicht genetische, aber durch die züchterische Arbeit,
Peter: die Erträge hinaufzubringen, höher zu bringen. Und das wurde natürlich insgesamt positiv gesehen,
Peter: Preisentwicklung hinkt ja auch damit zusammen bis in die 70er Jahre wurden,
Peter: die Importe preislich abgeschöpft. Das heißt, für jedes Kilo importiert importierter Weizen oder Mais wurde was abgeschöpft, um den Inlandsproduktion zu stützen.
Peter: und erst in den 70er Jahren hat sich das allmählich umgedreht inzwischen sind wir haben wir eine Überproduktion an Getreide.
Peter: und sind Gott sei Dank mindestens selbstständig. Ist das Land, ne? Und das das wurde schon insgesamt positiv gesehen. Die.
Peter: Feinde oder Ablehner des Düngers sind ja nicht so alt. Das ist ja,
Peter: jetzt bei dem Preissteckerraum das doppelte im Vergleich zum Vorjahr. Wird sich zeigen, wer die wie die Erträge zurückgehen.
Willy: Oh ja, das heißt, äh grundsätzlich ist die hat sich die.
Peter: Das wurde, das ist das war von hoher Akzeptanz. Das schon.
Willy: Wie hat sich denn das auf die Struktur, bevor man dann auch wieder auf die Biografie a bissel zugehen, wo du deinen nächsten Schritte waren? Wie hat sich denn damals durch diese Entwicklung die die Struktur der Landwirtschaft,
Willy: verändert, weil heute redet man ja merkt man ja oder hört man immer wieder, dass grad die Kleinstrukturierten Landwirtschaften ähm sich schwer tun, also dort verschwinden die meisten Bauernhöfe statistisch gesehen ähm
Willy: Wie hat sich denn diese diese Entwicklung würde jetzt mal sagen Technisierung mit mit den Geräten Traktoren auf der einen Seite unter Mineraldünger auf der anderen Seiten?
Willy: wie hat sich denn das auf die Struktur der Landwirtschaft äh ausgewirkt in den fünfziger, 60er Jahren? Was ist da.
Peter: Äh damals,
Peter: waren die großen großen Veränderungen ähm die die Flächenstruktur, das war die Zeit, wo die sogenannten Kommasierungen oder Flächenzusammenlegungen,
Peter: Kommasierung, Kommassion.
Willy: Was ist das? Kannst du das kurz erklären? Weil das ist halt.
Bianca: Flächen zusammenlegen.
Peter: Zusammenlegen, ja Flächen zusammenlegen, indem man gemeindeweise Katastalgemeinde weise äh versucht hat,
Peter: das in einen Topf zu werfen und dadurch größere Flächeneinheiten zu schaffen.
Willy: Ersttreu die Einheit.
Peter: Sehr gestrahlte Struktur, das war also Gegenweise verschieden aber im Burgenland war's ganz arg, im sogenannten Realteilungsgebiet. Das das heißt,
Peter: Damals wurden von einer Generation zur anderen jedes Feld geteilt. Und so sind die,
Peter: Kirstenfeld ist so ähnlich. Dann Realteilungsgebiet und da waren die wurden die Felder immer schmäler bis ein Mähdrescher nicht mehr fahren konnte.
Willy: Warum wurden die gewählt oder was führt ihr zur Teilung? Zu dieser.
Peter: Drei Geschwister oder fünf und dann wurde jeder Acker durch drei geteilt. Ne? Okay. Das Realteilung.
Willy: So hat sich das Ganze dann irgendwann mal zum Fleckerlteppich auf auf vererbt quasi, ne.
Peter: Ja ja und dann da kam dann die Commerzierung, wo man dann einiges wieder zurückgedreht hat,
Peter: und natürlich allmählich die Erkenntnis, das hat keinen Sinn, äh dass auf fünf zu verteilen, sondern das hat auch viele Betriebe umgebracht, weil sie die Geschwister auszahlen mussten.
Peter: und nicht konnten, ne,
Peter: na ja, ne bei bei einem Erbgang. Ja. Es sind ja sind ja alle Geschwister gleich erdberechtigt,
Peter: Wie macht das ein ein Bauer? Entweder er verkauft die Ecke und gibt ihnen das Geld,
Peter: oder er hat so gute Erträge, dass er dass er anteilig auszahlen kann, was natürlich auch wieder den Haken hatte,
Peter: das ist ja da der Einheitswert, der da die Basis für die Teilung ist. Der Einheitswert ist im Vergleich zum Verkehrswert in der Regel wesentlich niedriger und,
Peter: da haben natürlich die weichenden Erben gesagt, ja ist ja ganz schön, aber das ist ja viel mehr wert,
Peter: und der sagt's zu auf, gab's die Auflösung des Betriebes.
Willy: Und das war speziell eben du sagst in den.
Peter: Nicht nur in nicht nur das wollen über überall war's so,
Peter: hier in der Gegend hat man nicht, hat man nicht real geteilt jeden Acker, sondern hat man eben äh von den zehn Eckern, die einer hat, einer hatte, 2D und 3D und,
Peter: wurden die Betriebe auch immer kleiner.
Willy: Ja, ja, okay.
Peter: Ja und bis dahin,
Peter: haben die Bauern doch gewurstelt, so gut sie konnten und haben sich durch Zupachtung,
Peter: eben noch den viel größer erhalten, aber heute ist es wieder anders. Ich bin ja jetzt mehr als 20 Jahre in Pension. Er hat sich unglaublich in dieser Zeit schon unglaublich viel getan. Es sind zwar noch,
Peter: Bauern nennen sich so, aber sie haben,
Peter: entweder an die, die es die Maschinen haben oder sie lassen sich über Maschinenring und über Gemeinschaften, eine Arbeitsmaschinengemeinschaften, die Arbeiten machen,
Peter: eine Sache, die zu meiner aktiven Zeit vor zwanzig, 25 Jahren noch nicht so nicht denkbar war. Heute ist der Nachbar, den wir, von dem wir gesprochen haben,
Peter: ruft den Gutsbetrieb in Grafeneck an und sagt, geh, mach mal den Anbau von die 20 Hektar und fertig. Hat braucht keine Maschinen.
Bianca: Hat quasi einen Lohnunternehmer, der ihm das macht.
Willy: Würdest du.
Peter: Das Herz hat zu meiner Zeit nicht gegeben. Ein Bauer ist damals nicht zur Herrschaft gegangen und um sich das machen zu lassen,
Peter: auch nicht tot wird. Sie haben's doch können. Die haben doch selber die Traktoren gekauft, relativ gerne da waren viel zu große, wo's dann wieder für den Einzelnen bedeutet hat,
Peter: wenn ich mal eine Maschine auslasten muss, muss man sie zupachten oder für einen anderen auch was machen, ne? Lohnarbeiten.
Willy: Würdest du weil äh äh Landwirt aus aus aus Vorarlberg der Martin Hager,
Willy: bewusst einmal den Unterschied gesetzt hat zwischen Bauer und Landwirten,
Willy: ja? Ähm wird jetzt die erstens mal fragen, ähm weil es eine Frage ist bei uns im Aha-Moment immer, was ist denn für dich ein Bauer, wie würdest denn du ein Bauern beschreiben, was ist ein Bauer und würdest du einen Unterschied machen zwischen einem Bauern begrifflich und einem Landwirten.
Peter: Also mir ist Bauer der mit Begriff. Weil was der Landwirt ist, also ich bin ja auch einer, aber ich habe nie einen Bauernhof gehabt, ne. Also,
Peter: Was ist wie kann man den Bauern heute definieren? Also ein Unternehmer, ein Unternehmer schon,
Peter: Selbst wenn er das in Lohnarbeit vergibt. Ist er immer noch. Er trägt er trägt die Verantwortung für seine für seinen Betrieb.
Bianca: Und was unterscheidet jetzt so einen, nennen wir's Bauern, weil dir der Name lieber ist äh vom Landwirt, ja, was unterscheidet, wo ist da der Unterschied für dich?
Peter: Also das ist eine schwere Frage. Weil es ist ein beinahe philosophisch.
Willy: Hin und wieder passieren bei uns, ja.
Peter: Weil,
Peter: also vielleicht könnte man so abgrenzen. Ein Bauer äh lebt davon,
Peter: also er bewirtschaftet seine Flächen und lebt von dem Ergebnis. Vielleicht können wir's so abgrenzen,
Peter: Mit Anna jetzt bei der Karma angestellt hat und ist unter einen zu Hause einen Betrieb hat ist er für mich kaum ein Angestellter und hat heute auch am Bauernhof.
Peter: und als solcher bezeichnete sich dann als Landwirt. Aber das ist meine Definition.
Bianca: Die wollten wir wissen und wenn man wir haben ja den genau.
Willy: Wir haben ja den Raum zum laut nachdenken. Das ist das ist völlig völlig in Ordnung.
Bianca: Wenn wir uns jetzt einen Bauern vorstellen in deiner Definition, was unterscheidet einen Bauern vor 50 Jahren, von einem heute.
Peter: Ein, ja, damals, also vor 50 Jahren,
Peter: hat war das nicht, war jeder Bauer nicht nur Familie, sondern es gab Angestellte, Knechte und Mägde,
Peter: also für den laufenden Betrieb da waren. Für die für die Tierhaltung jeder Bauer auch hier in der Gegend,
Peter: Tierhaltung gehabt. Daher hat er auch für die Arbeit leut gebraucht, ne. Hat er einen Knecht gebracht oder groß war oder sogar Zweiknechte und,
Peter: gehabt,
Peter: und das das war damals der der Begriff des Bauern und heute muss ja der Bauer alles selber machen, allerdings ohne Muskelkraft. Das ist der große Unterschied. Die Muskelkampf ist unnötig geworden.
Willy: Also der Bauer war früher äh Arbeitgeber, also wichtiger, wenn du sagst, jeder Bauer hat mindestens einen.
Peter: Sicher.
Willy: Arbeitsrechts weiß ich jetzt nicht ähm und es hatte früher viel mehr Bauern gegeben wie heute. Deutlich mehr, ja. Das heißt, es war ja kein unwesentlicher Arbeitsgeber.
Peter: Natürlich, natürlich, ja, ja, ja,
Peter: Wenn man dieses Dorf die Seebahn anschaut, da hat's 40 Bahnen gegeben einmal, 40 Leute sind noch nennenswerte.
Peter: Solche, die nur davon leben, gibt's nur drei.
Bianca: Moin Marin.
Willy: 40 Bauern geben und wie viele Leute haben da gewohnt? Weil du gesagt hast, jeder Hof et cetera, das heißt das hat dann deutlich mehr Menschen ergeben, die da gewohnt haben.
Peter: Ja ganz sicher, ja ja, aber über die Einwohnerzahl kann man da net gehen, weil das äh die meisten Häuser ja auch irgendwie anders bewohnt sind. Also die Anwohnerzahl wird ziemlich ähnlich sein, aber die wenig.
Willy: Wie viel Leute da gearbeitet haben.
Peter: Die wenigsten sind noch leben noch von der Landwirtschaft.
Bianca: Ja wir wenn wir jetzt uns alle als Gesellschaft anschauen ähm wie hat sich denn,
Bianca: das Image oder sagen wir der Stellenwert vom von dem Bauernbäuerinnen verändert in seitdem du mein Kind warst.
Peter: Thema Geruchsbelästigung.
Bianca: Okay, beschreib mir das näher.
Peter: Die Landluft hat ja war ja nicht nur gute Luft, sondern hat immer Nebengerüche gehabt von der Tierhaltung vor allem.
Willy: Nebengerüche.
Peter: Von der Tierhaltung her und das hat war natürlich vor 50 Jahren selbstverständlich hat Kanake drüber,
Peter: Nachbarn geholt hat, hat bedingt, dass die Kühe gestunken haben oder die Rinder, die Schweine.
Peter: Und heute, wenn einer in so einem geschlossenen Bauerndorf,
Peter: Vom Schweinen stinkt, dann wird er bekämpft bis er aufhört. Ne? Oder aber Pferde nicht. Pferde stinken auch.
Bianca: Und warum werden Pferde nicht bekämpft und schweine schon.
Peter: Nicht so viel gibt. Wenn der Pferdebesitzer ein netter Mensch ist, dann wird er geduldet und wenn er dann noch was Blödsinn macht, dann.
Bianca: Aber aber warum ist das so? Warum hat sich das so verändert und warum wird da der Bauer, der wie du sagst, nach Schweinestall äh riecht heute bekämpft und früher war's ganz normal. Warum ist das so? Glaubst du?
Willy: Hat sich verändert.
Peter: Die Einstellung der Menschen, die die zwar aufs Land ziehen wollen, aber keinen keine Geruchsbelästigung haben wollen.
Willy: Mhm,
Willy: Ja was braucht's aus deiner, es gibt ja jetzt auch mehr Nicht-Land wie Frieda sage ich mal die fuffziger Jahre hat's ja ich weiß jetzt die Zahlen net aber fuffzig Prozent waren nur Landwirte glaube ich. Also gesellschaftlich gesehen.
Bianca: Sind's zwei.
Peter: Hier waren's mehr, hier waren's mehr. Wenn auch, auch wenn einer wenn einer einer äh Schmied war, hat er auch gerne Landwirtschaft begabt und wenn unter der Wagnummer ist da auch, der hat da gerne lautet.
Willy: Aber dann wirklich mehr gestunken und aber es war jeder gewohnt. Muss ich jetzt äh kann sich daraus ableiten, jetzt gibt's nur noch zwei Prozent Landwirte und 38 Prozent net Landwirte,
Willy: Pech gehabt jetzt müssen's jetzt müsst's muss man sich als Landwirt einfach danach richten, weil es san ja nur noch so wenig und die anderen wollen ja wohl wohnen. Oder wie geht man denn mit dem Konflikt, der da jetzt oft einsteht vielleicht?
Willy: aus deiner Sicht um am sinnvollsten oder was würdest du da wie würdest du da aufs Mediator auftreten.
Peter: Bin ich, da bin ich ein gebranntes Kind, weil ich habe in in äh Himberg einen der interessantesten Schweinebetriebe aufgebaut,
Peter: bin also absichtlich aus der Ortschaft hinausgegangen und,
Peter: habe dort äh mit der Gemeinde einige Schwierigkeiten gehabt, umso mehr wo die Siedlung dran gebaut wurde.
Willy: Sind die gefolgt mit der Siedlung.
Peter: Näher gerückt ist, näher gerückt ist und die haben dann geschimpft, ja und dann,
Peter: Geruchsbelästigung, nach und nach und das äh nächste ist dann,
Peter: dann war ich ja hier in und da hat uns die Kultur vertrieben,
Peter: Nicht die Nachbarn, auch die Nachbarn haben gesagt, da waren acht Schweine,
Peter: und dann die die Kultur groß geworden und inzwischen sind die Schweine dort,
Peter: auch verschonen.
Willy: Mhm, okay.
Peter: Aber aber das passt nebeneinander nicht, das ist ganz klar.
Willy: Aha, ja zumindest.
Peter: Und zuletzt war ich dann habe ich einer der größten Schweinebetriebe geführt und da haben wir uns dann die vier Pfoten das Leben schwer gemacht.
Willy: Okay? Du hast uns jetzt eine Steilvorlage wieder geliefert? Nein, nein. Aber na, bissel weg von dem von dem allgemeinen äh
Willy: Frage ein bissel äh zu zum Thema Landwirtschaft hin wieder zu deiner Biografie und äh zu diesen drei Stationen, die du uns jetzt quasi so Art,
Willy: auf auf aufgeschlüsselt hast. Ähm du bist vorher noch in Schweden auf einem technisch neuen landwirtschaftlichen Gerät gesessen, was mir ausgestiegen san wieder aus seiner Biografie. Und äh das ist die Frage
Willy: du bist dann hat uns auch deine Enkelin geschrieben, ähm,
Willy: gut verwalter geworden, ja ähm hast für quasi das Gut, das landwirtschaftlich gut für andere verwaltet und hast dich dann auch tatsächlich landwirtschaftlich betätigt,
Willy: Erzähl doch einmal bitte, wie du von Schweden dann ähm sage ich mal jetzt noch Himberg gekommen bist, was war da Wichtiges dazwischen und wie ist es dann weitergegangen mit dir?
Peter: Ja also in Schweden habe ich äh war das Interessante, dass diese Maschinenstation, das war in Schweden damals schon bekannt, hier hat's es noch ergeben, dass die,
Peter: im Lohn. Die Maschinenstation hat den Lohn für verschiedene Bauern erledigt,
Peter: Rapsmähen, da haben wir die ganze Nacht durchgemäht und dann dreschen und,
Peter: Strohpressen und all diese Dinge. Drei Monate lang beschäftigt. Und das Interessante, was wir das wir da jeden Tag auf einer anderen Betrieb war und mit den Leuten Kontakt hatte,
Peter: das wie der das machen, ne. Tut der eine Betrieb zum Beispiel da waren eine eine akademische,
Peter: Besitzerin mit ihrem Vater. Die haben eigentlich nur zugeschaut und haben mit einem kleinen Hebegerät die gedroschenen Säcke auf ihren Anhänger geladen. Das war ihre Tätigkeit,
Peter: Es war ja damals nur Absackung gehabt. Waren ja nur Insekten alles, ne?
Peter: ja das das war das war dort das Interessante und natürlich auch das äh das andere Denken, die also Schweden hat ja war nicht im Krieg, ne. Die haben ja diese Entwicklung.
Willy: Am Rande miterlebt.
Peter: Gut und da bin ich also zurückgekommen und habe im nächsten Jahr dann in Himberg praktiziert.
Willy: Also wie der Praktikum, du warst noch an der damals, ne, ne? Hm? Drittes Jahr.
Peter: Ja ja, da war ihm zweiten Semester, war ich dort auf der Praxis,
Peter: und habe da also auch die ganze Palette mitgemacht von vom Schweinehaltung Kühe, Rinderhaltung und vor allem draußen im im am Feld, ne,
Peter: auch noch die Rübe,
Peter: von 30 Leuten händisch bearbeitet. Da war ich also nur im Hintergrund dabei, aber,
Peter: da ist noch sehr viel Handarbeit gemacht worden und die ganze Feldarbeit wurde von gepflügt und mit Traktoren schon. Pferde haben wir dort keine.
Willy: Du bist schon quasi mit dem Wissen aus Schweden gekommen, mehr oder weniger das Wissen um die Technik hast du schon im Gepäck gehabt,
Willy: wieder die so a bissel zu den Schritt davor noch.
Peter: Ja, ja. Ja, ja.
Peter: Ja und äh da das wollte ich ihm sagen, damals hat man für 30 Hektar, also für 70 Hektar rüber, 30 Leute ganzjährig gebraucht. Von Mai bis Dezember.
Bianca: Wahnsinn. Das ist halt.
Peter: Und heute? Kommt der Vollernter, macht die 70 Hektar in zwei Tag,
Peter: Und wir haben wirklich die die Rübenernte hat gedauert vom 1. Oktober bis Mitte Dezember,
Peter: immer von Hand, alles jede Rübe abgehabt und so und dann händisch aufgeladen und so weiter. Das sind Arbeitsgänge gewesen, die man sich heute überhaupt nicht vorstellen kann,
Peter: oder oder beim Mais, Maisernte,
Peter: Wir haben damals fünfundfünfzig, wie ich praktiziert habe, war das noch gar nicht. Das kam dann später. Der Mais,
Peter: Der Anfang war, dass wir einen Einreihigen Mähdrescher hatten, der im Tag ein Hektar bis eineinhalb gemacht hat,
Peter: Das war's. Mehr hat er nicht können. Und heute ja gut und.
Peter: Ja, also in dem an dem Jahr, also das dort in der Praxis ja das Spannende war,
Peter: es gab also Getreide sowieso, Rübe und Luzerne für Heu machen und es gab Pflückerbsen,
Peter: Also die Erbse wurde damals einzeln gepflückt und zwar von vielen Kindern und Frauen oder,
Peter: die da kamen und in Säcke gefüllt und zum Markt führt. Da gab's noch keinen keine Erderbsenerntemaschinen.
Peter: Entwicklung habe ich dann ein paar Jahre später durcherlebt und also das das war auch spannend. Da war nach fünfzig, 60 Leute, die zum Pflücken gekommen sind, dann ist ein LKW gekommen, hat die Säcke auf den geführt.
Willy: Landwirtschaft, wo einfach wirklich ein Arbeitgeber ein riesiger Arbeitgeber, der.
Peter: Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja. Ja, ja.
Willy: Ja, okay. Aber dann warst du ja also Himberg zurück von Schweden, du hast noch die Ausbildung gemacht, Uni.
Peter: Ja und nach der äh bin ich auf Kostensuche gegangen, das heißt ich habe mir's noch aussuchen können.
Willy: Also du wurdest quasi noch abgeworben fast, oder?
Peter: Entbruch bei Harrach vorgestellt. Und da sollte ich eben die Schweine machen, nur die Schweine und da habe ich gesagt, was soll ich net,
Peter: und bin so am auf der Heimfahrt dann in Himberg vorbeigefahren bei der Miak,
Peter: Mercedes von meinem Vater,
Peter: und bin dort vorbeigefahren, um die zu besuchen und die haben gesagt, ha so ah Gott sei Dank, der Schäuferl ist grad verunglückt, kannst schon anfangen im Jena.
Bianca: Das war der ehemalige Gutsleiter nehme ich an.
Willy: Was ist was ist denn das? Das klingt wie was dramatisches.
Peter: Ändert jung, ja das ist der Anfang, das ist die Karriere bei der Landwirtschaft, dass man als at Jung beginnt,
Peter: ad jung, das kommt vom Joch. Hat Jüngere zusammenspannen, ne?
Willy: Wo hat man denn A Jugend hingespannt oder mit was.
Peter: Na, das war der der Unterstützer des Verwalters. Es gab einen Verwalt.
Willy: Ah, den hat man eingespannt. Also mhm, mhm. Ah.
Peter: Und und wir haben ja Entschuldigung der der Verwalter hat also meist also dort in das war ein Betrieb mit 600 Hektar ungefähr und da waren zwei Adjunkten,
Peter: zwei oder drei schaffen.
Bianca: Sind dann noch unter den.
Peter: Ja den die die noch nicht Hand angelegt haben, die haben nur auf Personal auf sich.
Willy: Aber der war eher der schafft ein Schaffer im Sinne von oder? Na, schaffe.
Peter: Ein Schaf und der ist auch ein Schafe, ja.
Willy: Ja. Ach so, dann war er aber drüber über eine Art Jugend, oder?
Peter: Also die in Großbetrieben warst Oberverwalter und Verwalter und ad Jungt und und Schaffer.
Bianca: Schaffen wäre heute wahrscheinlich der Vorarbeiter oder sowas, ja. Aber sag du hast gesagt 600 Hektar wem hat das gehört?
Peter: Es war eine Pachtung, so eine Pachtung, die Miak äh war ein Molkereibetrieb,
Peter: und hat äh sich interessiert für die Landwirtschaft unter anderem deshalb, weil sie einerseits eine eine Milchviehbetrieb haben wollten, um,
Peter: die eigene Milch zu verarbeiten. Eine Kleinigkeit war das ja nur im Vergleich, was sie alles gebraucht haben. Und zur Verwertung der Molke,
Peter: Wolke ist klar.
Willy: Es kommen zu den Schweinen, ne, langsam.
Peter: Äh die die Schweinehaltung. Und äh das war die Basis für diese Landwirtschaft dort,
Peter: und also eine davon und äh diese Molkeverarbeit, Molkeverwertung war ach deswegen hat sie einen Schweinebetrieb gegeben.
Peter: Ja und warum noch? Die Landwirtschaft, ja die Miac hat sich dafür interessiert und und war Pech da und hat gepachtet von Wünsche, Dreher. Sagt das was?
Peter: Das ist ein eine Dreher heißt schon, das ist die Bierbrauerei ursprünglich gewesen, in in Schwächert,
Peter: heute schon. Oder Braunion natürlich und Dreher, das waren eigentlich äh ungarische,
Peter: Großindustrielle, die sich äh rund um Wien also speziell Südost durch Wien schwächert, Himberg,
Peter: Flughafen, ÖMV, das war alles, das war alles,
Peter: und dort war die die Miak einmal Pächter in einer Zeit, wo die nach dem nach dem nach den Russen waren in die Betriebe alle leer oder kaputt und wünsche nicht so viele Betriebe auf einmal,
Peter: wieder in Schwung bringen können und deswegen haben sie einen Teil verpachtet. Und das das waren wir.
Peter: Achtung ist gelaufen bis aber ich bin vorher schon weggegangen.
Willy: Aber du bist quasi mit dem Mercedes des Vaters da vorbeigefahren unter tragisches Ereignis ist in genau zu der Zeit gestorben und die waren auf der Suche nach einem Zweitaktjung, weil es gibt ja einen zweiten hat sie noch gegeben, hast du gesagt,
Willy: und äh und du hast gesagt, passt.
Peter: Ja, ich kenne mich aus da. Ja. Die mögen mich. Es hat mir gefallen und fertig.
Willy: Und im Jänner bist du dort geworden. Und wie ging's dann weiter?
Peter: Ja, das mein Glück war, dass die Miak auch expandiert hat. Die haben einen zweiten Betrieb im im gepachtet und da ist einer meiner Kollegen der eine Bad Jungt dort hingegangen, das war dann Einundsechzig,
Peter: 60 oder 61, ja und ein Jahr später kam noch ein Betrieb,
Peter: Pachtbetrieb im Burgenland, Gartendorf und durch mein Verwalter weggegangen, dort hingegangen, weil das der größere und interessanter Betrieb war. Und ich bin dadurch hinaufgerutscht und bin.
Willy: Warst dann vorweg.
Peter: Relativ relativ schnell dann Verwalter geworden.
Bianca: Wie alt warst du da? Ich rechne gerade für Mitte dreißig. Na, Mitte zwanzig?
Peter: Da war ich.
Willy: Vierunddreißig auf einunddreißig sieben.
Peter: Sechsundzwanzig, siebenundzwanzig.
Bianca: Und schon gut's Verwalter. Ja. Und was was sind die Aufgaben eines Gutsverwalters? Was was war dort deine Arbeit?
Peter: Finde ich gut, war ich um 7 Uhr fertig. Eingeteilt und fertig.
Peter: Na, na, na, na ja, die ganze die Planung, den Einkauf, den Verkauf, die Arbeitseinteilung sowieso und den.
Willy: Mitarbeiter hattest du dabei.
Peter: Dort waren damals mit den mit den sogenannten Saisonarbeitern waren es 70 Leute.
Willy: Mit 7undzwanzig mehr oder weniger warst du dann dort vor Ort am Hof mehr oder weniger da.
Peter: Ja, wird das gewohnt.
Willy: Warst roter Chef, du warst der oder? Du war.
Peter: Ja ja ja ich habe nur einem Chef hinterm Zentrale gehabt, in der Miak, in Wien.
Willy: Vor Ort warst du mehr oder weniger Standortleiter kommen.
Peter: Ja, ja, ja, ja. Okay.
Willy: Bauer eigentlich dann, oder.
Bianca: Aber gut so weiter hast du dann blöd gefragt mit mit der landwirtschaftlichen Arbeit. Ich äh bewege gerade meine Hände, also mit der Arbeit am Feld und dem Stall eigentlich noch was zu tun gehabt oder hast du nur noch, heute würde man sagen, gemanaged.
Peter: Ja ja und schauen, dass alles funktioniert, weil allein wann waren zwölf Leute im Kuhstall, die die Wolken haben, ne und im Schweinestall waren auch zehn Leute und.
Willy: Und du warst nur mit Führungs, mit Führung. Und womit warst du was war so dein deine Ziel und was hast du in der Zeit auch erreicht und und umgesetzt, weil du hast ja auch erzählt, äh da war dann eine Schweinezucht relativ zentral, glaube ich, auch in deiner.
Peter: Ja, okay. Der Schweinezucht war also, dass,
Peter: Verkauf sowieso, aber auch die Beschaffung von Suchtmaterial, ne? Dass man also die Linien, die Zuchtlinien verbessert und und so und da haben wir,
Peter: Importe aus Norddeutschland gehabt und so ist und die muss man auswählen und die Kontakte pflegen.
Bianca: War's damals dort so ähm bei der dass ihr die Schweine gezüchtet, die Ferkel aufgezogen, gemästet und geschlachtet habt oder war das war war's nur masse.
Peter: Und dann hat's den Fleisch auch geholt.
Bianca: Aber davor war alles an einem.
Peter: Ja ja, ja, ja.
Bianca: Und wie kann man sich das damals vorstellen? Wie haben die Schweine gelebt?
Peter: Gute Frage, ja, weil das damals war das noch sehr die die Zucht,
Peter: die waren die die Sauen waren die Mütter waren in in Einzelboxen und haben dort ihre Ferkel großgezogen und dann wenn sie keine Ferkeln gehabt haben sind sie in Gruppen, in größeren Gruppen, in Auslauf gewesen.
Peter: und die Mast äh die Mast hat damals in den vorhandenen Scheunen in den Gebäuden mit Stroh stattgefunden,
Peter: immer Stroh nachgefüllt werden und zweimal im Jahr ist das dann mit mit Handarbeit mit den Saisonarbeitern dann ausgemistet worden,
Peter: einige Strahlungen hat, mussten auch täglich ausgemistet werden,
Peter: aber ja, das war also damals auch noch sehr handarbeitsintensiv, weil dieselbe, da waren auch elf Leute bei den Schweinen beschäftigt und wie ich den Neuen gebaut habe,
Peter: für dieselbe Zahl sogar etwas mehr Schweine, waren nur mehr zwei Leute. Durch die,
Peter: durch die äh Modernisierung der Haltung spalten Boden beispielsweise.
Willy: Ist er damals gekommen? War er in der Zeit noch nicht? Wie viele Schweine waren jetzt auf die elf Leute oder wie viel.
Peter: Ja dort.
Willy: Ungefähr.
Peter: Jo. Also waren vielleicht 500 Maßschweine und und äh,
Peter: achtzig, 80 Sauen waren's. Mütter, achtzig Mütter und fünfhundert Maßschweine waren dort und im nächsten Wochen waren's dann größere.
Willy: Ja, aber da waren elf Leute ungefähr.
Peter: Ja, ja, ja, ja.
Willy: Relation auch hat ähm,
Willy: Und dann hast dir du diesen diesen ersten Innovationsschritt, den du vorher gesagt hast in dieser Abfolge von Himberg, Grafeneck und dann noch was. Ähm du hast die dann in die in die Wiesn eingebaut und bist weggezogen mit deinen Schweine. Wie bist denn auf das kommen, was war denn.
Peter: Ja, das war das Interessante dort war,
Peter: wir haben dort aus einen der wenigen SPF-Betriebe aufgebaut, spezifisch, patogenfrei,
Peter: eine eine Geschichte, die eigentlich aus der Labor Tierzucht kam,
Peter: Der Sinn des Ganzen war, dass man Schweine,
Peter: äh nicht gerade keimfrei, aber infektionsfrei aufgezogen hat. Die die Ferkel kriegen ja am natürlichen Geburtsweg,
Peter: ihre Infektionen wie sie aufm Stall fallen.
Peter: Da gibt's dann damals praktisch nicht bekämpfbare Krampfkrankheiten oder schwer bekämpfbar. Äh die sogenannte Ferkelgrippe,
Peter: und unten die Schnüffelkrankheit. Das haben die gesehen, gell? Das sind,
Peter: da hat sich der Nasen äh den die Nasenscheidewand gekrümmt. So die haben so schiefe Nase gehabt und dadurch wenig Luft gekriegt, ne. Das war also ein ein Leidensweg und das haben wir umgehen wollen, indem wir,
Peter: über Hysterektorie, das ist Kaiserschnitt,
Peter: die Ferkel zur Welt gebracht haben und und nicht von der Mutter aufziehen haben lassen, sondern äh es war der Anfang dieses Betriebes, ne. Sagen wir mal damals mit,
Peter: 30 Sauen, wo man das gemacht und die Ferkel im Labor aufgezogen und dann von null gestartet in einem äh camefreien Umgebung. SBF Betrieb.
Willy: Mhm.
Bianca: Und damit wolltet ihr die Keime und diese Krankheiten wegbekommen.
Peter: Wir den Neustart gehabt und damit damit ist eine ein Minimum an medizinischen oder heterenärmedizinischen Aufwand möglich geworden.
Willy: Also es hat funktioniert.
Peter: Es hat funktioniert, ja. Aber das war ein ein ich musste sich jeder, der hineingegangen ist, umziehen und desinfizieren und so weiter. Masken haben wir noch nicht gehabt,
Peter: Aber aber sowas, die haben eigene Stahlkleidung gehabt und niemand anderer hat ihn rein dürfen.
Willy: Ah okay, das hat man halt einfach die ist so die um von der Umwelt isoliert in der Hoffnung, dass einfach weniger Keime.
Peter: Ja und von dem Betrieb äh haben wir dann eine Zeit lang exportiert, auch nach Griechenland,
Peter: also solches Material und ein großer Stahl in Österreich hat auch seine Basis von dort gekriegt,
Peter: Aber es hat sich in in der breiten Landwirtschaft äh nicht äh bewährt. Das haben wir gehofft,
Peter: weil es für den bayerlichen Betrieb vom Aufwand her,
Peter: nicht zu machen war. Die haben das nicht, hätten das nie geschafft.
Willy: Weil was war da die Investitionskosten zu hoch oder.
Peter: Na ja, man man musste ja doch isolieren und und und man dürfte ihnen keine Versteigerung, was sie für Tierhalter ganz wesentlich ist,
Peter: der Auftritt bei einer Versteigerung oder oder das Zusammenkommen bei Zubesprechungen, das waren ja wesentliche Wohlfühlteil.
Willy: Es hat für die kleinstrukturierte Landwirtschaft hat's nicht gepasst. Das war eher Ansatz für für eher große große Einheiten, Arbeitsteilige Einheit.
Peter: Ja, ja, ja, ja, ja. Okay. Und so hat die Landwirtschaftskammer eigentlich auch nicht, ist nicht unterstützt.
Bianca: Das heißt, das das hat sich dann wieder aufgehört mit diesem SPF-Betrieb.
Peter: Der war in sich war er geschlossen die längste Zeit, bis sie ganz aufgehört haben, aber aus anderen Gründen. Weil zum Beispiel keine Molke war.
Bianca: Die konnte man nicht von mehr äh verwerten, weil die waren nicht keimfrei.
Peter: Nein, das nicht. Die Molke war schon, die war also in dem Sinn schon keimfrei, aber die Molkerei hat aufgehört.
Peter: die hat geschlossen.
Willy: Okay, ihr werdet.
Peter: Und die Wohlgefütterung hat also ein Drittel der Futterkosten eingespart. In weniger Getreide füttern müssen, ne?
Willy: Importieren können oder kaufen, zukaufen können abhängig von der lokalen äh.
Peter: Weil weil in es hat ja in Wien äh zehn Molkereien gegeben,
Peter: gibt's alle nimmer. Die werden heute in oder in Oberösterreich oder in der Steiermark und da wird gefällt keine Molke mehr an, ne.
Willy: Aber wieso seid ihr damals mit diesem äh das war ja der Stall, der dann mitten in der Wiesen gestanden ist, mehr oder weniger. Warum seid ihr da mitten in die Wiesn gegangen damals?
Peter: Und die Geruchsverlästigung für den Ort zu vermeiden. Das war damals schon die ja ja ja.
Willy: Das war damals schon die die Intention. Mhm. Und der sich dann nach und nach wieder nachzogen der Wart, oder wie?
Peter: Ja ja gut. Aber der mein Name ich bin ja dann bis 74 war ich dort. Mein Nachfolger hat dann noch dazu einen Hühnerstall, Legehennenstahl gebaut,
Peter: und das alles weg. Alles vorbei. Aber aus Kostengründen auch nicht mehr so machen. Mache ich seit dem Osten billiger.
Willy: Aber der Fokus ist jetzt eigentlich am das war jetzt sozusagen dein erster großer Arbeitgeber, deine erste große Bewährungsprobe,
Willy: und der Fokus dort, wo er zum einen hast du gesagt, warst Manager schon eigentlich, also Landwirt in dem Sinne, ja ähm und und und der Fokus ist aber auf der Schweinemastung gelegen oder? Das ist so ein bissel so dein dein Steckchenpferd an Worten, oder?
Willy: kommende Saison.
Peter: Zumindest ein Schwerpunkt ja. Ja ja ich habe das kam ja dann dazu, ich bin ja dann nicht nur Verwalter, sondern auch Oberverwalter geworden für die beiden Betriebe im Burgenland.
Willy: Ah
Peter: Dort waren schon auch Verwalter, aber einer einer musste halt oben drüber stehen.
Willy: Verwaltungsverwalter.
Peter: Ja und das das war also da das war Schwerpunkt waren schon die Schweine, aber ich habe mir eben die anderen Sachen auch auch kümmern müssen.
Willy: Warum hat man sich für dich entschieden als Oberverwalter? Was war was hat dich ausgezeichnet.
Peter: Also,
Peter: Damals war, dass der Akademiker äh noch äh für solche Positionen reserviert,
Peter: Heute ist es nicht mehr so, nicht nicht mehr so wichtig. Man war damals hat man irgendwo Unterscheidung gehabt und die die beiden äh Verwalter, die in und Gartengolf gesessen sind, waren halt Mittelschüler.
Peter: aber und meine Chefs sind da hinter mir zwar hat man also damals noch noch ein bissel gepflegt ja.
Willy: Ja, ja, ja. Und das hat bis neunzehnvierundsiebzig.
Peter: Du bist vierundsiebzig.
Willy: Was was ist in der Zeit noch passiert und warum was ist dann passiert? Man kann Ga.
Peter: Dort in Himberg ist also da das war wurde zum eben weil die Molkerei eigentlich zu Ende ging,
Peter: und ja die personelle Konstruktion hat mir nimmer gepasst und,
Peter: dort mich verabschiedet im guten im Guten bin ich gegangen und habe eine Angebot gehabt in Grafenegg.
Willy: Muss ich eine Art Frage zwischen ich bin jetzt historisch nicht wann, Schweinehaltung war da ein Thema, wann ist der Schwartenboden gekommen? Das wollte ich noch. Wolltest du.
Bianca: Das wollte ich noch fragen, weil weil du hast du hast erzählt ähm also ihr seid's noch in Himberg rausgezogen ausm Ort und dort kam dann ein moderner Schweinestall. Was heißt denn das? Wie war der der.
Peter: Ein Arbeitssparender, das ist das Entscheidende gewesen. Unter Spaltenboden ermöglicht,
Peter: eine eine Flüssigmist-Düngung Flüssig-Mistung. Das heißt, durch den Spalten treten die Viecher selber und den ihre ihren Kot durch,
Peter: damit ich sie tägliche Mistarbeit nicht mehr gegeben.
Willy: Du vorher gesagt hast, zweimal im Jahr hat man hat man dann wie richtig das das Eintreten aus den Stellen raus und wie viel Arbeit hat man sich da Sport? War das so viel?
Willy: Entschuldigung.
Peter: Stroh, das das waren diese sogenannten Tiefstallungen. Ja. Die haben unglaublich viel Strom gebraucht, Stroh gebraucht.
Willy: Dass man nach und nach.
Peter: Immer wieder nach, je nachgestrahlt, immer wieder nachgestrahlt und,
Peter: irrsinnig Fisch da hineingegangen. Es hat soweit geführt, dass ich neunzehnneunundfünfzig, wie ich also jung begonnen,
Peter: haben wir von weiß Gott wo herrscht erholen müssen, weil da war ein schwaches Getreidejahr davor und wir haben für die Tierhaltung Rinder genauso,
Peter: zu wenig hat's damals gegeben. Heute weiß man nicht wohin willst du, ne? Beziehungsweise haben die Bauern gelernt mit dem Stromzu.
Willy: Nach und nach aufgefüllt und dann irgendwann zweimal im Jahr halt richtig ausgemistern,
Willy: okay, okay und wie viel Arbeit haben Sie denn, war das jetzt, wenn man versprochen wurden, weil's auch ein sensibles Thema ist,
Willy: diese diese Übergänge wirklich spannend sind,
Willy: Wie was war das damals die Einführung vom Sport? War das so der die die Erlösung für für die Schweine so danke das ist jetzt echt ein tolles System mit Intention abseits der sag ich mal der Arbeitserleichterung,
Willy: eingeführt worden damals und wie schnell ist das aufgenommen worden?
Peter: Also die die Arbeitseinsparung war natürlich ganz entscheidend, aber für die Haltung der Tiere,
Peter: äh war der Bodenboden auch eine Erlösung. Es gab den mussten nicht mehr in ihrem eigenen Dreck liegen,
Peter: Sie sind im Trockenen gelegen. Und wenn einer halt sagt, die Schweine brauchen einen Schlamm, das stimmt ja nicht. Das stimmt nur, wenn's zu heiß ist, dann gehen sie auch im Freien in in Gautsch.
Peter: die Wildschweine gehen net in den Dreck,
Peter: nur dann wenn's heiß ist. Und wenn Sie wenn Sie die Läuse plagen oder die Viecher, dann wälzen sich da drin aber aus fertig. Aber sonst liegen sie viel lieber in der Sonne. Und also,
Peter: das hat sehr gut funktioniert und natürlich ist für mich als Wirtschaft der Landwirtschafter die entscheidende, ob die Tiere zunehmen, ob sie schnell genug,
Peter: Ihre 100 Kilo kriegen und gesund bleiben,
Peter: und äh wenn er noch zu falten Boden sagt, dass dass das Tieren schadet, das stimmt einfach nicht.
Willy: Und wie war's davor? Also du sagst, äh es war auch für die Tiere eine Lösung. Waren die die Haltungsbedingungen vorher,
Willy: bei mir entsteht oft der Eindruck, mit dem Spaltenboden sind auch die die Haltungsbedingungen für die Tiere schlecht worden. Ähm,
Willy: so oft so im im Umkehrsatz so früher war's besser. Hams ist die Tiere da.
Peter: Der große Unterschied ist natürlich dass das Platzangebot beim Tiefst mit dem Stroh,
Peter: wesentlich größer war. Ne, die haben viel mehr herumlaufen können und äh im Spalt, also bei dem neugebauten Spaltenboden, hat man gesagt, na ja,
Peter: ein Quadratmeter vor Tür müsste genügen. Und früher haben sie zehn Quadratmeter gehabt. Und der Laie sagt sich, ja die können ja nicht herumlaufen und,
Peter: herum. Und war warten aufs nächste Futter. So aus, sage ich jetzt.
Peter: Also die Platzeinsparung ist eine Kostenfrage, net? Weil wenn er einen neuen Stahlbauer ist, ob ich einen Quadratmeter pro Schwein oder ob ich zehn habe, ne.
Bianca: Also heute wäre ja das Argument ähm gegen den Spaltenboden, dass man
Bianca: Ähm ganz toll abgesprochen. Die Schweine können dort keine Schweinedinge tun. Sie sind ja sehr intelligent und sie wollen draußen sein und verbringen die meiste Zeit ihres Lebens mit wühlen und Futtersuche und so und all diese Dinge können sie dort ähm
Bianca: nicht ausleben konnten sie das äh in einem Tiefstreulstall wie damals schon oder.
Peter: Sie haben Stroh knabbern können, ja auch solange es frisch war, aber dann sind sie im Gaza rumgetreten.
Bianca: Und sie war nur drinnen, auch früher, nur drinnen.
Peter: Nur drinnen, ja, ja, ja.
Willy: Hätte ähm wenn man, wenn man mit deiner den Zeitraum, den du überblickst jetzt ähm,
Willy: und wenn wir jetzt die Mathe schon wieder jetzt beim Schwein a bissel hängengeblieben sind, ähm das Thema nehmen wir das Thema Tierwohl. Die die ganze Tierwohl, äh Debatte ist auf dir sicher zu beobachtest das sicher bin ich mir sicher. Ähm
Willy: wie siehst du das ähm Thema Tierwohl wie es heute ähm ähm diskutiert wird und gelebt wird,
Willy: aus deinen unterschiedlichen,
Willy: verarßen der Landwirtschaft heraus, wie stehst du da dazu? Ist dieser Fortschritt aus deiner Sicht, ähm dass man dass man jetzt mehr drauf schaut, äh wie Tiere auch natürlich äh leben, ob ihre Bedürfnisse sind oder sagst du, dass man da schon
Willy: keine Ahnung einen Schritt zu weit auch geht und dass man das auch das Thema vielleicht auch schon wieder übertrieben ist. Wie siehst du das?
Peter: Oh.
Peter: Natürlich das Tierwohl, wenn man, wenn man also das Wohl an den Vordergrund stellt, dann darf man überhaupt keine Tiere messen und schlachten.
Peter: Ich werde die logische Konsequenz. Das heißt Schnitzel verzichten und so weiter. Und,
Peter: weil das Tierwohl ich habe mich immer wieder damit äh äh auseinandergesetzt,
Peter: Das Tier fühlt sich nur dann wohl, wenn's wenn's wächst und gesund ist,
Peter: wächst. Das heißt, wenn's ordentlich frisst,
Peter: jeden Tag einen halben Kilo zunimmt oder so ähnlich, dann fühlt sich das Tier nach meinen Begriffen wohl, aber das kannst heute nicht mehr sagen. Mein Neffe sagt, so langsam wachsen. Warum?
Peter: ja, wenn er sich's leisten kann, soll er,
Peter: Und all diese Bestrebungen wir können uns ja beobachten es hat einmal Schweinefleisch Export gegeben und zwar einen nicht geringen Mengen,
Peter: das geht immer weniger. Es wird immer mehr importiert. Woher? Aus Intensivtierhaltungen,
Peter: Und wenn das Viech einmal am Schwarz am Haken hängt, steht da nichts mehr drauf, ob intensiv oder nicht. Aber das.
Bianca: Wie weil du gerade gesagt hast, wenn wenn wir sagen, wir wollen Tierwohl, dann dürften wir's gar nicht halten und schon gar nicht schlachten.
Bianca: wie soll denn in in in deiner Vorstellung in einer idealen Welt ähm,
Bianca: bleib mal beim Schwein ein Schwein leben, wenn wir's denn halten und schlachten.
Willy: Hirsch.
Peter: Da kommen alle möglichen Themen zusammen,
Peter: ich sage nur ein Beispiel, bei diesem Stahl, den ich da gebaut habe in Himberg, haben wir ja zuerst äh,
Peter: natürlich die die Abferkel bucht, die ist sehr eng, da kann sich die Mutter nicht umdrehen, sondern nur hinlegen, ob er uns hoch und so so hinlegen, dass die Ferkel nicht erdrückt werden. Das war technisch alles perfekt,
Peter: Und aber die übrige Zeit, waren die Sachen dann in Gruppenhaltung.
Peter: wenn sie nicht, wenn sie wieder trächtig waren und da haben wir die größten Verluste gehabt von Sauen,
Peter: weil die aufeinander herumgeritten sind, weil das geht nur, die Gruppenhaltung geht nur, wenn du viel Platz hast,
Peter: Und deshalb kam es nicht nur zum Spaltenboden, sondern auch zur Einzelzwangsbuch.
Bianca: Einzeln drinnen.
Peter: Oder ist Viecht ist ganze Jahr in einem Käfig drinsteht,
Peter: das für für Tierschützer ist es eine Quälerei, verstehe ich, aber geht ohne Verletzung.
Bianca: Ha.
Peter: Ohne Tierverluste, ne.
Bianca: Ja, sie sind ein wirtschaftlicher Faktor und vielleicht auch ein Faktor des des des Tierwohls, wie du sagst, aber wie,
Bianca: Wie könnte man denn wenn man jetzt bei den bleiben die halten dass sie sich nicht gegenseitig verletzen und dass sie nicht das ganze Jahr einzeln eingespeiert sind, ohne dass sie sich.
Peter: Nur ein Weg ist die ist die Freilandhaltung. Da können uns weiß Gott wohin herumrennen.
Bianca: Und kannst du dem was abgewinnen? Warum?
Peter: Weil die ich kann kann dem nichts abgewinnen. Man stelle sich vor, wie viel Platz man da braucht, wie viel Fläche nicht verbetoniert ist, sondern auch verbraucht,
Peter: Ich habe dir das in England gesehen und auch hier gab's ja solche kleinen Versuche der Freilandhaltung, der Offenhaltung,
Peter: die Sachen ihre Arbeitsaufwand,
Peter: vom Wirtschaftler her kann ich mir überhaupt nix abgewöhnen und ich find's auch unnötig. Und die konsequent ist ja wie wie der Bauer gesagt hat, er möchte es fangen, dass er in zwei Jahren fährt oder drei Jahren,
Peter: dass er nichts Faltenboden will, sondern Strohhüter, der hat in drei Jahren zumindest spätestens der Sohn hört auf. Das will keiner mehr,
Peter: diese tägliche Stallarbeit.
Bianca: Momentan also hat man das Gefühl, dass viele wieder ähm,
Bianca: dorthin zurückgehen eben mit dem Argument äh Tierwohl et cetera und äh wir kennen das jetzt von einer äh befreundeten
Bianca: Bäuerin, mit der wir auch schon einen Podcast gemacht haben. Das ist ganz witzig, weil die ist so alt wie wir, also Anfang dreißig. Äh Entschuldigung, Willy ist so weit wie ich.
Bianca: und ähm die hat auch eine eine Großmutter, die ist äh um die neunzig,
Bianca: Sie haben jetzt sind von den Vollspaltenböden, bauen sie gerade um wieder Richtung Auslauf und Stroh und die Oma sagt auch.
Bianca: könnt ihr net machen und die ganze Arbeit und so, weil ihr seid's ja nur zu zweit, wie wollts ihr das machen? Und äh langsam verstehen wir, warum auch durch deine Erzählungen.
Peter: Die hören sich auf demnächst. Die machen das eine Zeit lang, dann hören sie auf. Spätestens der Sohn sagt dann auch, so wie die Oma jetzt deppert.
Bianca: Warum glaubst du, wegen des Arbeitsaufwand,
Bianca: Mhm. Spannend.
Willy: Arbeitsaufwand wahrscheinlich bei gleichbleibender Tieranzahl.
Peter: Ja, so ist es, ja, ja.
Willy: Richtung ist ähm,
Willy: irgendwie Position, aber die Diskussion geht ja in die Richtung auch einfach weniger Fleisch essen. Dann hat dort der Betrieb keine 5hundert Schweineln, sondern Hausnummer hundert, ähm die halt dann anders denken. Da fehlt natürlich wie das Fleisch deiner.
Peter: Ja
Willy: Nimmer so viel, gibt man halt das Geld, was man was man hat, wann man's warmers hat und ausgeben will für weniger Fleisch, für für teure Sauce. Das ist ja auch eine Möglichkeit, wie man dem, sage ich mal, mit dem erhöhten Arbeitsaufwand, der dann käme, entgegenwirken kann, oder? Oder,
Willy: Siehst du da in die Richtung irgendeine Entwicklung auch.
Peter: Ich sehe die Entwicklung, dass die ins Ausland abwandern, wo die Tierschutzbehinderung in den Ortschaften kann sich leider keiner mehr Schweine halten, aber eben Geruchsbelästigung.
Peter: die wenigen, die das außerhalb machen können? Das geht nicht ewig.
Willy: Okay, äh neunzehnhundertvierundsiebzig.
Bianca: Hundertvierundsiebzig.
Willy: Arbeiten uns halt durch die Biografie und zwischendrin bleiben wir dann wieder auf welchen Fokusinseln hängen und da da diskutieren wir dann ein bissel umme. Wir schauen, wir sind jetzt äh neunzehnvierundsiebzig, du hast jetzt aus diversen Gründen, wie du gesagt hast, aufgehört.
Willy: in Himberg und bist dann irgendwie mit dem Mercedes weitergefahren oder oder wie ging's dann weiter?
Peter: Na, da bin ich mit dem damals mit dem VW her nach Cafenneck gefahren.
Willy: Ja und da warum bist du hängengeblieben.
Peter: Wo?
Willy: Grafenneckt dann oder? Das war die nächste Station.
Peter: In Grafeneck wollte mich schon zehn Jahre vorher haben. Die haben einen Nachfolger gesucht für den damaligen Oberverwalter oder was,
Peter: und äh Betrieb war für mich verlockend, weil es ein Eigenbetrieb war, keine Pachtung. Ob das eine und dann eine heute eine neue Herausforderung größer war der Betrieb auch und,
Peter: Zehn Jahr vorher, also 4undsechzig hat der damalige Oberalter gesagt, also der Chef, der meint dann, ich wollte, dass er dass ich dass er einen Nachfolger kriegt,
Peter: Gespräch hat mit der nur gesagt ja ich möchte noch so acht bis zehn Jahre bleiben und da habe ich mir gesagt nein,
Peter: Ich bin schon Verwalter, ich muss nicht noch einmal erdungt werden. Und da habe ich's nicht gemacht,
Peter: und zehn Jahre später ist aber für mich dann,
Peter: dort nicht mehr so gemütlich gewesen in Himberg und da habe ich mich dann auch äh auf Umwegen angeboten und da habe ich's mir sofort genommen.
Bianca: Man dich fragen, warum's nicht mehr so gemütlich für dich war in Himberg.
Peter: Na ja, das die Cheffe da schaut sich wesentlich verändert und das Ende der Molkerei war absehbar. Und das war eigentlich der Kern,
Peter: und mein damaliger dem habe ich das gesagt, weil ich gekündigt, ne, eigentlich oder mir gesagt ja und die Abfertigung kriegen's trotzdem.
Bianca: Das ist.
Willy: Glück gehabt, ne? Okay und äh der der neue Oberverwalter hat in der Zwischenseite 200 Jugend aufgebaut, aber der wollte dann auch nimmer oder wie.
Peter: Den ich hier abgelöst habe.
Willy: Na in in Grafenneck dann, ne? Also der hatte gesagt, vor zehn Jahren ich würde gerne in zehn Jahren, du wolltest dann.
Peter: Hat gesagt, in zehn Jahren und zehn Mal waren wir waren wir zu lang. Und dann äh bin ich also dann ist er wirklich fällig gewesen, nämlich auch gesundheitlich und dann,
Peter: habe ich ihm die Hand. Wir haben uns die Türschnalle gegeben und abgelöst.
Willy: Dann warst du äh das war ein Betrieb von von der Familie.
Peter: Metern nicht, schauen durch Meternich, schauen da höher.
Willy: Und äh was war da der Aufgabe? Warum ist dort gegangen dann? Er schmuselt.
Peter: Verlockend oder reizvoll war für den dortigen Gutschein, dass ich mit Schweinen mich befasst habe.
Peter: der hätte auch so gerne wie viele wie andere Großbetriebe, Arrach und Metternich und Hardeck und andere Betriebe, die haben alle ihr Heil in der Schweinezucht gesucht.
Willy: In der Zeit oder ja.
Peter: Auch aufbauen und damit habe ich mich eine Zeit lang befasst, aber da waren noch viele andere Dinge auch äh ein Betrieb mit auch mit drei Standorten und,
Peter: Oh. Eine Grünmailerzeugung,
Peter: also Luzerne und aus wurde getrocknet, Luzerne getrocknet und,
Peter: das wurde so als Futtermittel vertrieben. Luzerne, Grünmehl und Spellets oder Mehl und das war 74 war Ölkrise, ne,
Peter: Das war alles mit Öl beheizt und da musste man eine Lösung finden. Also.
Willy: Ah okay.
Peter: Das hat sich dann sehr bald aufgehört und da hat eben der Meta nicht gemeint, ja dann Schweinestahl,
Peter: Da habe ich mich also damit befasst und ich habe gleich von vornherein gesagt, sowas kennt, man kann in dieser Zeit nur mehr nur machen, wenn man,
Peter: Zucht äh Zuchttiere produziert und dazu braucht man die Zusammenarbeit mit der Kammer,
Peter: Und ich habe zwar schon ein Projekt gehabt und auch wieder außerhalb der Ortschaften,
Peter: und habe also dann die Frage mit der Kammer diskutiert und habe dort da eigentlich nur Ablehnung bekommen und da habe ich dem,
Peter: Metern nicht gesagt,
Peter: Unter diesen Voraussetzungen, bei der Preisentwicklung kann ich nicht, würde ich das nicht machen. Es war nämlich so,
Peter: von 19 von den 40er Jahren bis in die 70er Jahre konnte man beim Schweinepreis genau wissen wie's weitergeht,
Peter: dass immer gestiegen.
Willy: Das war so eine Zeit der Sicherheit.
Peter: Daraufhin darauf haben viele gebaut. Deswegen haben auch viele,
Peter: Geld in die Hand genommen, um Stallungen zu bauen.
Willy: Wirklich gebaut im wahrsten Sinne des Wortes, ne?
Peter: Und da habe ich gesagt, dass ich würde es nicht machen, ne und dann war natürlich, er hat genau gesagt, das ist aber ein HK Hakiri,
Peter: Das hätte eigentlich sein können, dass er mich rausschmeißt. Er wollte mich ja dafür. Aber.
Willy: Jetzt hat ihm imponiert.
Peter: Na ja, er war im ersten Moment wie sage ich das, meinen Adeligenfreunden? So so ungefähr, ne? Äh Schwarzenberg wollte mich auch haben dafür. Der wollte in in Murau an an Schweinebetrieb aufbauen,
Peter: Man hört ja kein Foto. Ich kann eine Futterbasis.
Bianca: Oh
Peter: Holz kann er die net füttern. Na gut, aber,
Peter: war dort äh aber auch anderes zu tun, zum Beispiel den die Modernisierung der Getreidelagerung.
Peter: habe ich eine sehr schöne in den alten Südkasten eine sehr schöne Händleranlage einbauen können, die heute noch, das war,
Peter: 77 habe ich die gemacht, die funktioniert heute noch einwandfrei und meine Nachfolge auch noch dabei sind alle zufrieden.
Peter: Heute passt sie auch nicht mehr dorthin, weil alles Kultur ist. Und jetzt hat aber hier, Meta und ich hat inzwischen nach Lang nach meiner Zeit,
Peter: hier in am freien Feld eine riesige Siederanlage gebaut,
Peter: ganz andere äh nicht nur Struktur, sondern auch ein ganz anderes Denken und ganz andere Philosophie dahinter, weil der,
Peter: den Lagerbetrieb, dem Lagerhaus abgenommen hat, praktisch. Lager und Trockn.
Willy: Also du selbst jetzt nur noch auf einen Teil der ganzen Wertschöpfung, also nur noch auf die Lagerung und und und. Okay. Okay. Ist eigentlich keine Landwirtschaft. In dem Sinne sollen nur noch quasi eine Dienstleistung.
Peter: Der Macht hat die Landwirtschaft macht er auch, aber.
Bianca: Warum haben grade so Großgrundbesitzer zu der Zeit so stark auf auf Schweinehaltung gesetzt?
Peter: Weil manche damit Geld verdient haben. Stimmt, hat ja gestimmt. Die meiste Zeit. Ja, aber aber eben diese Preisentwicklung ist vorbei gewesen dann. Bis dahin hat's ja funktioniert.
Bianca: Aber ihr habt's trotzdem in einem einen Schweinestall dort investiert? In Grafeneck.
Peter: Nein, nein, eben nicht. Im Stall, also es war einer vorhanden. So dass in in den Gebäuden dort.
Willy: Aber nicht ausgebaut.
Peter: Waren nur Maßschweine, Maßschweine, die sind gelaufen, aber er wollte einen Gesamtbetrieb auch außerhalb und und mit Zucht und Mast, ne.
Bianca: Dem hast du, den hast du ihm eigentlich ausgeregt.
Peter: Dort war nur Mast. Das habe ich mir ausgehalten.
Willy: Wie lange warst du dort in Grafene,
Willy: dreizehn Uhr. Und in dieser Zeit hast du jetzt gesagt, ist äh ist sehr spannend, weil es heißt ja Agrikultur, Agritur, aber das ist die eine Kultur, dann nach und nach in Konflikt mit äh anderen Kultur gekommen.
Peter: So ist es ja. Ja, ja, ja, ja, ja.
Willy: Wie ist das dann, was ist da geschehen oder wie erzählt er.
Peter: Na ja, es waren ja hinter dem Gebäude über kennen, oder?
Willy: Man kennt.
Peter: Ja, das war nur so mittendrin, die Schweineställe überall, ne. Und dann sind diese Konzert haben da begonnen und die Geruchsbelästigung, das kann man nicht brauchen,
Peter: haben wir aufgehört damit, ne? Dann letztlich.
Bianca: Aber wie, wie ist die Kultur, also die andere, die Konzerts und und Veranstaltungskultur dort eingezogen und warum.
Willy: Haben wir gewusst, dass das stinkt. Wieso gehe ich dann dort hin.
Peter: Na ja dann hat das hat man schon gewusst die werden wir schon loswerden die.
Willy: Mhm. Aber der Standard war so attraktiv oder warum.
Peter: Aktiv eine tolle Sache geworden, ne? Und da ist ja das Land dahinter, das hat ja nicht weiter nicht gemacht,
Peter: Das hört ja die großen Investitionen hat das niederösterreichische Land gemacht, ne? Und der Rudolf Buchfinger wird die ehemalige Reitschule wird jetzt,
Peter: Buchbindersaal. War in den letzten Zeitungen, weißt du? Ist alles schon drin.
Bianca: Alles schon drin.
Willy: Überflogen, glaube ich.
Peter: Na gut.
Willy: Ja. Aber das ist alles in deiner Zeit gewesen, oder?
Peter: Ich bin bin also dort bis 7undachtzig gewesen, da war's schon Kultur. Ne, aber nur in der Reitschule und im Schloss und,
Peter: und im Schloss Hof waren waren wunderbare Konzerte, aber dann hat man erst diese große Geschichte gebaut, das.
Willy: Es hat sich abgezeichnet in deiner Zeit schon zu dieser Verdrängung oder hast.
Peter: Ja ja, ja. Mit den Schweinen aufgehört, noch zu meiner Zeit. Das war zu war zu Ende.
Willy: Die Stimmung oder wie habt.
Peter: Und da war natürlich meine meine Job auch nicht mehr ganz ausgelassen, ne und da habe ich mich in der Zwischenzeit und das ist eigentlich mein mit ALAL Technik her, mein zweites Lieblingsthema die Bodenbearbeitung.
Peter: Und da würde ich also nach da würde ich noch gerne was dazu sagen, weil da in der Zwischenzeit auch ein großes Umdenken passiert ist. Äh,
Peter: meine Kindheit und meine längste Zeit in der Praxis hat sich ja abgespielt mit Pflug,
Peter: und Ecke und mit sehr viel,
Peter: Energieaufwand, wird das Pflügen kostet ja viel Geld vom Diesel her.
Peter: Und es war aber notwendig. Es ging nicht anders. Man man hat technisch nichts anderes gekannt. Man hat immer versucht einen,
Peter: blanken, also einen störungsfreien Boden zu haben,
Peter: Maschinen sollten sich nicht verstopfen mit den Ernterückständen, mit den Strohristen und das sollte also ein schwarzer Boden sein und damit die Folgegeräte schön arbeiten,
Peter: Und da hat sich äh sehr viel getan, kann noch,
Peter: noch mit meiner Zeit und dann weiter noch viel mehr dass man in Richtung minimalboden, also pfluglos und mini Ballboden, minimal Bodenbearbeitung haben.
Willy: In der Zeit.
Peter: Ja, schon, ja, da haben wir schon begonnen.
Bianca: Es war in den Achtzigern, oder.
Peter: Ja, in den Achtzigern, ja, haben wir begonnen.
Willy: Entwicklung wieder.
Peter: Mit der sogenannten das Erste war die Frässaat. Ja, sie versteht was davon.
Willy: Ahnung.
Bianca: Das ist eh gut, weil so holen wir beide Zielgruppe.
Willy: Ich lese von meiner Ahnungslosigkeit.
Peter: Und äh da das war schon ein großer Schritt. Da hat man mit der Fräse einen Seekasten draufgebaut und hat in einem Arbeitsgang,
Peter: nach der Maisernte,
Peter: Die Bodenbearbeitung und die Saat gemacht. Das war eine enorme äh Kosteneinsparung. Wenn man will, auch Zeiteinsparung. Und damit,
Peter: Und das war so ein ein äh ich habe ja hier mit der Bodenkultur auch Vergleichsversuche gemacht äh mit also wurde ja fluglos wurde ja verdammt,
Peter: ganze Hobbies davon und Lobbies die Flugweltmeisterschaften, also das geht ohne Flug nicht, ja?
Willy: Meisterschaft sicher net, ne.
Peter: Gut ja und damals war ich ja so vielleicht einer der Pioniere dafür, dass man diese Frässaat vorantreibt, aber das war nur der Anfang. Das es ging dann weiter in,
Peter: eine also jedenfalls nicht mehr pflügen,
Peter: und die großen Zweifel kamen natürlich äh dass man damit nicht mehr machen kann, weil das muss braucht einen tiefen Boden, hat sich alles überlebt heute, wird,
Peter: die neuesten Geräte arbeiten mit.
Peter: Ganz seicht grober, höchstens, höchstens achtzehn Zentimeter, die nur leicht vom untermischen und keinem Flug mehr dann, der das umdreht alles und,
Peter: danach dann mit neuen Geräten, die es zu meiner Zeit noch gar net gegeben hat,
Peter: direktsaat. Also die in den in den Boden wo wo die Ernterückstände und die Strohreste im in der Oberfläche,
Peter: liegen. Das hat natürlich vor den wichtigen Effekt, dass durch Sauerstoff, Zugriff tritt die Verrottung viel schneller geht, als wenn man das Stroh vergräbt, wo es folgt,
Peter: Das ist alles vorbei damit. Und wenn man heute durch die Landschaft fährt 80 Prozent der Fläche wird heute so bearbeitet.
Peter: Und Großbetriebe überhaupt. Naja, vielleicht nicht gegen weise verschieden.
Bianca: Ja, ich glaube, es ist tatsächlich Gegentweise verschieden, weil wir wundern uns immer wieder ähm über die Erdschollen, die man immer noch gepflügt sieht. Aber es hat jetzt möchte ich schon wissen, erstens warum,
Bianca: Macht man das mit der Minimalbodenbearbeitung und warum war und ist dir das ein Anliegen, das so voranzutreiben.
Peter: Das ist wichtig. Äh äh die Arbeitseinsparung ist das eine, aber,
Peter: Will man weiß, dass durch jede Bearbeitung des Bodens jede Bearbeitung,
Peter: nicht nur Wasser verloren geht, sondern auch Humus. Der Stickstoff ist als Luftzufuhr für den Boden, heißt Humusabbau, das heißt Kohlenstoffversetzung.
Bianca: Mineralisierung im Fachchinesisch. Ja.
Peter: Gut. Und das kann man durch den Verzicht des Fluges und dieser ganzen Folge arbeiten, minimieren,
Peter: dieser CO2 aus also CO2 Freisetzung ist ein Nebeneffekt, der Humusabbau und das wird die wenigsten äh nehmen das ernst, aber das ist es,
Peter: todernst, wenn man ein Grünland erste Mal umreist,
Peter: sinkt der Humusgehalt im ersten Jahr um 30 Prozent.
Bianca: Also ich habe noch gelernt, dass äh Grünland ähm eine größere CO2-Senke ist als jeder Wald. Was auch von den meisten wissenschaftlichen Quellen bestätig.
Peter: Ja ja, stimmt. Und das ist also ganz kommt da dazu noch äh die Unkrautbekämpfung. Das könnts ihr hineinnehmen oder auch nicht,
Peter: und die das Glyphosat.
Bianca: Was spielt denn Glyphosat ähm für eine Rolle in dem kommt.
Peter: Also meine erste, ich habe das Glyphosat das erste Mal schon in in den siebziger Jahren, Ende der 70er Jahre verwendet,
Peter: zur Ungarnbekämpfung von besonders hartnäckigen Dingen.
Peter: Heute wird es großflächig eingesetzt.
Peter: Und ist eigentlich nicht mehr verzichtbar. Wenn man solche Großbetriebe anschaut,
Peter: die Spritzen lassen das kommen,
Peter: einmal drüber und dann kommt früher hat man das durch X mal Bodenbearbeitung, Ecken hacken und und so weiter hat man nicht nur das also das einigermaßen,
Peter: vergraben, aber Humus vernichtet,
Peter: und das spricht für mich für das Glyphosat und meine erste Information damals mit mir mal ein ein Freund das gebracht hat war damals noch von,
Peter: ja und sie hat gesagt, das Glyphosat kannst du trinken,
Peter: Das ist kein Gift. Und es wird in Verbindung mit dem Humus sofort abgebaut,
Peter: Und wenn heute das so groß aufgespielt wird, so liegt das nur an der an den Möglichkeiten, da der Untersuchung,
Peter: Dass man also auch im Bier noch einen Rest von Glyphosat findet. Das ist nur die Untersuchungsmethoden sind so perfektioniert.
Bianca: Also was ich gelernt habe in dem in dem Kontext, wir,
Bianca: haben wir auch gerade ein ein Buch zu Ende geschrieben und äh wenn man über Ackerbau nachdenkt, kommt man ja heute schon gar nicht mehr um dieses Thema Minimalbodenbearbeitung herum und,
Bianca: dann darf man aber nicht und das war das, was mich fast auf die
Bianca: Goschen Karte, dann darf man das Thema Glyphosat nicht auslassen. Ähm weil das in dem Bereich einfach, weil man nicht mehr ähm den Boden bearbeitet oder nur minimal muss man trotzdem irgendwas gegens Unkraut machen und deshalb wird großflächig Glyphosat
Bianca: eingesetzt und ich habe dann von einem Biobauern gehört ähm wir dürfen diese Dinge nicht,
Bianca: pauschal verteufeln, sondern müssen ähm uns überlegen, wo ist der Kompromiss, weil Landwirtschaft ist immer ein Eingriff in die Natur und wie können wir den geringstmöglich halten, deshalb müssen wir schon auch nachdenken, äh wie wir mit dem Thema umgehen und das hat,
Bianca: mich zum ersten Mal richtig nachdenken.
Peter: Das hat ein ein Biobauer gesagt, ja ja wäre gut.
Willy: Man muss man muss, ich glaube, was was du auch sagen willst, ist, man es gibt halt keine Schwarz-Weiß-Antworten meistens, speziell bei komplexen Wechselwirkungen und äh ja im besten Sinne als sinnvoller Dialog,
Willy: sachlich geführt. Äh ähm ist ist schadet nie. Zu welchen Themen auch immer. Ich meine, das ist ja quasi so a bissla.
Bianca: Nach diesem Motto leben.
Willy: Ähm die wir die wir da haben. Ähm ja also,
Willy: Bodenbearbeitung sagst du jetzt, Minimalbodenbearbeitung, war das damals äh schon in Grafen-Nega-Thema, ist da schon gestartet oder ist es dann erst nachher.
Peter: War so eine die ersten Versuche. Ja. Ne? Ja. Und in in wenn wir an der nächsten Stelle ho.
Willy: Das war jetzt Überleitung, siehst du? Was war die nächste Stelle? Wie kam's da dazu?
Peter: Mit einiger Mühe habe ich mich mit 52 noch hoch beworben und äh auf Umwegen habe ich auch Glück gehabt, weil ich nach nach 52 Bewerbern der 53. war und,
Peter: Das war das Fürst Lichtensteinen in im Weinviertel.
Willy: Dem Adel verpflichtet sozusagen, ja.
Peter: Na ja und äh das das Schöne dran war, dass mein Vater 1921 dort praktiziert war.
Bianca: So schließt sich der Kreis.
Peter: Aber das nur nebenbei,
Peter: daher bestand die Verbindung. Ich kannte meinen Vorgänger und dessen Vorgänger auch, weil mich mein Vater schon als Student dort äh hingebracht hat,
Peter: und äh mein Vorgänger war eigentlich noch nicht alt genug, aber er war krank,
Peter: Und deshalb haben sie sehr bald einen Nachfolger gesucht und deswegen bin ich in dieses Loch in hineingekommen und,
Peter: Für mich noch einmal eine Herausforderung, weil dort wieder die Schweinefrage eine große Frage war,
Peter: eine der modernsten Stelle, der also mein Vorgänger gebaut hat und kam der Weinbau dazu, was für mich.
Willy: Schweinehaltung im Weinbau.
Bianca: Schwein und Wein.
Willy: Mhm. Schwein.
Peter: Schwein und Wein. Habe ich Schwein gehabt, ja und.
Willy: Und wenn.
Peter: Habe ich also das, was ich bisher schon wusste, fortsetzen können,
Peter: und äh weil ist ja der größte Landwirtschaftsbetrieb von 3000 Hektar Lichtenstein, ne,
Peter: sehr verteilt, sehr auf one wie ich's erste Mal dort war vor vielen Jahren waren das elf Höfe. Ich habe noch vier oder fünf vorgefunden und meine Aufgabe war war auch das das zu,
Peter: reduzieren.
Peter: die Gebäude zu reduzieren. Ne und.
Willy: Was du da wieder Oberverwalter.
Peter: Direktor direkt.
Willy: Direkt da schon.
Peter: Gut. Dann hat's Hierarchie das war das war überhaupt sensationell es waren fünf Oberverwalter dort.
Willy: Die man direkter braucht, oder?
Peter: Ja und äh die hat jeder hat seinen Hof geführt und eigentlich waren sie damals schon nicht wirklich ausgelaste,
Peter: aber das war eine gewachsene Struktur,
Peter: abwarten musste, zum Teil, zum Teil durch härtere Eingriffe, aber das eine war dort dann neun Jahre und am Ende waren es nicht mehr fünf Höfe, sondern nur mehr,
Peter: nennenswert drei, aber nur mal ein Verwalt,
Peter: nach mir unter mir, ein Verwalter mit mit zwei Adjunkten und früher waren war eine irrsinnige personell übertrieben ne.
Bianca: Aber war es deshalb übertrieben, weil's schon die Maschinen gegeben hat, die die Arbeit gemacht haben oder warum wurde da so reduziert über die Jahre.
Peter: Na ja man man hat man hat äh zum Beispiel jeder Hof hat auch Schweinemast gehabt,
Peter: bis der neue Stahl gebaut wurde, dann wurden diese externen Stallungen alle gesperrt oder aufgelöst, aber,
Peter: Hierarchie ist erhalten geblieben. Die die dortigen.
Willy: Mhm. Ja ja, das ist so. Ja. Mhm.
Peter: Ja? Und das hat sich keiner drübergetraut, dass und ich habe mich auch net wirklich drüber getraut, habe das so übernommen, aber das Beste draus gemacht und.
Willy: Ja, gewachsene, sozial und äh Strukturen sind schwer zu durchschauen und oft auch schwer zu zu.
Peter: Im Lauf der Zeit hat sich das eben durch Pensionierung und.
Bianca: Aber mit 3000 Hektar reicht's, wenn's dann einen Verwalter gibt. Wie viele Leute haben, wie viele Leute arbeiten heute auf diesen 3000 Hektarn?
Bianca: Wie viele waren's damals hast du dort angefangen hast.
Peter: Da waren noch Schweine dabei. Das lasse ich jetzt weg. Werden sicher gewesen sein.
Willy: Aber das heißt ähm wenn ich mir.
Peter: Es waren allein 30 Angestellte.
Peter: Die Werkstattleiter waren alle Truck, waren alle Angestellte. Man, das war heute, das war damals übrig, dass man die Werkstätten hatte. In jeden jeden Hof hat's Werkstätten gegeben,
Peter: bis ich einmal in Deutschland zu einem Freund gekommen bin und der hat mir seine Werkstatt gezeigt, die war blitzblank alles sauber,
Peter: Wo ist da die Arbeit? Sagt sie, ich habe hier alle weg. Die haben mir viel zu viel gebastelt,
Peter: Naja, ja, aber das sind solche Schritte, die man die man äh viel zu langsam angeht.
Willy: Mhm. Und äh beim auf diesen 3000 Hektar hast du dann a die Möglichkeit,
Willy: die Möglichkeit gehabt, zum einen die dein Thema mit der minimalinvasiven äh äh Landwirtschaft äh äh vorzu.
Bianca: Minimalboden bearbeitet.
Willy: Entschuldigung, Minimalboden bearbeiten Landwirtschaft fortzuführen und bis dort auch in diesem Betrieb dann in Pension gegangen, oder,
Willy: ja? Ähm ich frage mich jetzt nur, weil jetzt zusammenfassend und das rückwirkend du hast begonnen in einer Zeit,
Willy: der Landwirtschaft, wo wo die Höfe voll waren mit Arbeitern, Knechten, Mitarbeiter,
Willy: Stationen und die Geschichte, die du erzählst, ist eigentlich von von Station zu Station, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt äh eine Geschichte der Effizienzsteigerung,
Willy: ja? Ähm und das das äh immer mehr mit immer weniger Menschen äh zu bewerkstelligen. Also totale,
Willy: Geschichte der der ja Effizienzsteigerung kann man sagen und
Willy: siehst du jetzt diese Geschichte der Effizienzsteigerung. Siehst du, da so weiter oder
Willy: siehst du diese diese äh Einsparung jetzt bei an einem Ende angekommen oder sind wir da jetzt nur so vom Mittelpunkt und wird das noch effizienter werden oder,
Willy: haben wir jetzt effizienter wird's nimmer. Wie wie siehst du das jetzt.
Peter: Also was seit meiner, ich bin ja schon fast 25 Jahre oder 23 Jahre in Pension, äh was ich seither getan hat,
Peter: hat sich vor allem auf der Digitalisierungsseite abgespielt und in der in der äh,
Peter: Intensivierung kann man net sagen, sondern äh,
Peter: Geräte, die Traktoren werden heute gesteuert auch über Satelliten,
Peter: und da da früher ist der Mähdrescher halb so gefahren, nicht? Und heute fährt er,
Peter: schnurgerade lässt keinen Zenter frei und früher ist man zur Sicherheit weggelassen und,
Peter: Und also da tut's, hat sich seitdem schon sehr viel getan und ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wie das weitergehen soll,
Peter: es noch weitergehen soll,
Peter: Es es kommen alle möglichen Entwicklungen dazu in der Effizienzsteigerung aber die spielen sich auch im Innenbetrieb ab, also in der Lagerung und in der und im ja Transportwesen und so.
Willy: Mhm. Jetzt ist ja wir sind jetzt mehr oder weniger fast schon in unseren Trends und Zukunft äh Abschnitte. Wir haben eben schauen ja immer ein bissl
Willy: die Zukunft, aber wir schauen noch an Punkt. Ähm es gibt da so Dinge, die die äh die es heute nimmer gibt
Willy: weil man's einfach nicht mehr braucht äh gewisse Technologien haben das einfach abgelöst, ja. Ähm und gewisse Sachen kommen dann auch wieder, wie zum Beispiel ich denke jetzt spontan ans ans Hand machen bei bei,
Willy: Kühe wieder. Ähm aus deiner Sicht und aus dieser schönen langen Zeitspanne, die du überblicken kannst, welche Dinge sind gut, dass es nimmer gibt,
Willy: ja? Und welche Dinge innerhalb der Landwirtschaft äh sind a unnötigerweise verschwunden?
Peter: Hm. Psychologie. Ist das na ja.
Peter: Also gerade für die Großbetriebe ist ist meine und mein Job zuletzt schon vor allem Manager gewesen,
Peter: das habe ich auch meinem Nachfolger, der eigentlich Forstwirt ist, gesagt, er hätte noch gern landwirtschaft zustudiert, sage ich, lost das.
Peter: los das. Das ist eine Manager-Aufgabe und,
Peter: Ja, also das hat nicht die Antwort auf die Frage.
Willy: Aber wir nähern uns eine Antwort.
Peter: Äh was ist verloren gegangen?
Peter: Ja, die Gefahr besteht schon, dass man nicht mehr so genau hinschaut,
Peter: kann man auch nicht. Wer welcher Landwirt geht halt noch mit dem Spaten übers Feld und schaut sich den Untergrund an,
Peter: sondern er lässt sich die lässt sich das über die,
Peter: Kamera, wie nennt sich das? Im Drüberfahren.
Bianca: Eine Drohne.
Peter: Aber von den Traktoren haben sie's ja auch solche Drohnen auch auch da und ja mit die die können das heute alles beobachten, wo Unkraut wächst und wo nicht.
Peter: Das hat man früher mit dem Drübergehen gemacht, ne. Früher noch ist man geritten, das war ja überhaupt daher.
Willy: Mhm.
Peter: Und ich bin noch mit der Kutsche.
Willy: Die Kutschen kommen auch noch. Ja.
Peter: Und unter Glaube daher mehr gesehen zu haben, aber es Drohnen ist ein Thema, das mit Sicherheit sehr interessant ist.
Peter: und das ist so und dann die Koppelung mit der mit der geteilten Düngerstreuen, weil das das sind schon tolle Sachen,
Peter: dass der von Meter zwo Meter äh das Unkraut erkennt und entsprechend,
Peter: die Spritze steuert und den Dünger genauso. Das sind Entwicklungen, die hochinteressant sind und da geht sicher noch einiges weiter,
Peter: Das stimmt schon. Aber in den Boden schauen nicht mehr sehr viele hinein. Also das nur die Auswirkungen sieht man.
Willy: Versuche es jetzt mit einer Metapher zum Schreiben, was du uns als jetzt äh gesagt hast, das ist so ein Navigationssystem im Auto ist zwar echt praktisch, wenn man wirklich überall hinfinden und keine Umwege mehr fährt aber man lernt irgendwie,
Willy: die die Orientierung verliert man dann auch, weil man so mal, wann's amal nicht funktioniert oder.
Peter: Völlig richtig. Völlig richtig.
Willy: Das ist so ein bissel so,
Willy: in dem dass das so drinsteck.
Peter: Ja ja. Also da aber es funktioniert trotzdem, das meiste.
Bianca: Was funktioniert denn nicht? Was was.
Peter: Na ja manche Details haben wir das wahrscheinlich kann man das vernachlässigen mit den neuen Techniken.
Willy: Weil ich's grad gelesen habe die Frage jetzt grad. Was würdest denn du jetzt einem äh jungen Landwirten jungen Landwirtin,
Willy: oder Bäuerin, Bauern, je nachdem wie man sie jetzt sieht,
Willy: raten. Die jetzt grad davor steht, den Hof zu übernehmen, sich für oder gegen die Landwirtschaft zu entscheiden. Äh so a pauschaler Ratschlag, was würdest du da jetzt auf Basis deiner Erfahrung,
Willy: spontan sagen.
Peter: Das ist.
Willy: Das ist die nächste schwierige Frage, ge.
Peter: Ja ja schon schwierige Frage, nämlich um um also wirklich selbstständig davon leben zu können braucht es schon eine inzwischen sehr große Fläche,
Peter: ohne Tierhaltung. Diese Bauern haben ja alle keine Tiere mehr.
Bianca: Im Osten muss man dazu sagen, je westlicher man.
Peter: Ja ja, ja, ich meine, ja, ja, ist klar. Da da ist schon anders. Ohne Tierhaltung,
Peter: braucht man heute im im hier im östlichen Gebiet 50 bis 300 Hektar je nach Intensität, was man macht. Wenn man nur Getreide und Mais macht, kann's no mehr sein,
Peter: und Raps, ja und so, aber wenn man in Gemüsebau geht oder womöglich in den na vor Kurzem habe ich gehört, einer befasst sich mit den französischen Pflanzen, mit den hübschen.
Willy: Rosen? Na, Entschuldigung, ich sage.
Bianca: Lavendel.
Peter: Duften, die duften Lavendel. Da macht einer 300 Hektar Lavendel.
Peter: Ja, aber nicht auf einem Fleck, sondern hat verschiedene Arten. Aber das ist das sind so Spezialkulturen.
Peter: Ja. Wenn einer konventionell, also nur das macht, braucht er Fläche. Wenn er die nicht hat, muss er in Kooperationen das machen und,
Peter: oder ein Nebenerwerb oder umgekehrt den Nebenerwerb zu Hause hat. Da gibt's viele. Die haben die meisten Bauern, also viele Bauern, viele heute noch Wirtschaftenden, haben einen,
Peter: und machen das am Wochenende. Das ist die Möglichkeit, wenn einer das will, wenn einem das freut, ist das sehr schön.
Willy: Also du hast jetzt drei, drei Themen aufgemacht. Entweder konventionell oder klassisch, Fläche, groß. Dann hast du so eine Kooperation, also im Arbeiten in einem Netzwerk und das Dritte war Spezialisierung, also wirklich schauen, was was gibt's am.
Bianca: Geht.
Willy: Ähm jetzt kommen wir zu deinem Lieblingsthema, glaube ich. Zu auch zu deinem zu deinen Spätwerk, wann man das so will,
Willy: Wir haben und ich möchte so ein bisschen wir haben Veränderungen, weil dieses Format speziell, wenn man mit den
Willy: Mitteljungen äh Menschen spricht, äh ist ja Erinnerungen an die Zukunft und da geht's viel um Veränderung von Betrachtung früher,
Willy: und heute. Und dein jetzt stecken Pferde im wahrsten Sinne des Wortes schon fast, sind ja Pferde, alte österreichische Pferderassen und Kutschen,
Willy: ich habe jetzt äh und du bist da äh Mitglied in diesen in diesen ähm sagen wir's nochmal, im alt ist im Verein für wie heißt.
Peter: Alte österreichische Pferde raus.
Willy: Alt ist und da gibt's auf der Webseite steht da habe ich mir auch so geschrieben, weil er einfach so schön ist und dann.
Peter: Doku-Zentrum. Ja. Ja. Hast du jetzt gefunden, ja.
Willy: Da steht drauf genau, Dokumentationszentrum für.
Peter: Alte österreichische Pferderasse.
Willy: Pferderassen. Da steht auf der Titelseiten, ich zitiere jetzt, ja? Die Pferderassen, Altösterreichs waren den Menschen der riesigen Doppelmonarchie ähnlich.
Willy: besonders auffällig, aber von einer gewissen Eleganz,
Willy: selten hervorragende Athleten, aber von zäher Ausdauer. Manchmal von Sturem oder aufbrassendem Temperament, aber nie grundschlecht,
Willy: in der Lage aus der jeweiligen Situation das Beste zu machen. Ja wirklich äh schmunzeln müssen, wie ihr das gelesen habt,
Willy: Ja. Was hat es damit auf sich und san wir heute auch noch so? Haben wir uns auch verändert.
Peter: Das hat der Text stammt äh von einem leider schon Verstorbenen, lieben Freund,
Peter: auch Freund meines Vaters noch, der sich also,
Peter: intensivst mit dieser Frage beschäftigt hat. Diese altösterreichischen Pferderassen gibt's ja in Österreich nicht mehr,
Peter: sind in den alten Monarchieländern, also Ungarn, Slowakei, Rumänien,
Peter: auch servieren, also in all diesen Ländern gibt's die Rassen noch, einschließlich Lippizaner, also speziell die Gladober, sagt das was?
Peter: Das ist eine eine Pferderasse, die die äh für die äh die Anspannung, die käserliche Anspannung. Also sie wagen, Pferde waren das.
Willy: Anspannung. Ach so, die hässliche.
Bianca: Für die Kaiser dich an.
Willy: Okay, ja.
Peter: Und dieser dieser Hans,
Peter: hat wirklich die alle wirklich gekannt. Es ging soweit, dass die Rumänen noch in den neunziger Jahren, äh wenn sie eine Abstammung von dem und dem Pferd gebraucht haben, zu ihnen gekommen sind.
Peter: Er hat den Überblick gehabt und genau gewusst, wo das geht. Und der hatte so gerade im Vergleich zu den Hannoveranern, so also den großen deutschen Pferden gesagt, unsere Pferd,
Peter: Das ist diese belastbar. Die haben Ausdauer und so weiter. Der hat also drauf geschworen und hat es auch da in diesen Text hineingebracht.
Willy: Oder gewisse Parallele zu den zu den zu den zu den äh Menschen rund um die Pferde auch gesehen ne,
Willy: Je länger ein Hund hat, desto ähnlicher schaut's wieder heute ein bissel an. Ja.
Peter: Ja, ja. Ja gut und also ich bin dort hineingezogen worden vom Fahren her, vom die die dortigen Mitglieder sind ja,
Peter: hauptsächlich äh,
Peter: Retter oder Pferdefreunde fahren und wie aller wenigsten, aber da haben sie mich hineingenommen und deswegen kümmere ich mich auch international oder wurd werde gefragt international bei solchen,
Peter: bewerben und da war ich also schon unterwegs in England, Frankreich und in.
Willy: Also du kommst eher vor die Kutschen.
Peter: Kutschen. Da gibt, da gibt es eine eine äh internationale Vereinigung für Traditionsfahnen,
Peter: A, T heißt das und da bin ich also so ein erweitertes Mitglied und daher.
Willy: Oberverwalter. Oberverwalter oder Direktor.
Peter: Da bin ich bestenfalls halt Jungt.
Peter: Ja und darum kümmere ich mich und wir wir versuchen da auch a bissel was,
Peter: in Österreich zu machen, mit mit weniger Erfolg, aber wir haben zwei zweimal in Bad Ischland so ein ein äh Traditionsfahrttreffen gemacht, da waren im ersten Jahr,
Peter: 60 Gespanne,
Peter: vier Spänner, zwei Spänner und und Volksshow waren's nur fünf achtundzwanzig. Aber das soll jedes zweite Jahr wieder fortgesetzt werden und heuer wollen wir in Ebersdorf,
Peter: in Planung wahrscheinlich am 1ten Juli Wochenende in Verbindung mit einem Polo-Turnier eine.
Willy: 1. Juni, liebe Hörerinnen und Hörer, 1. Juni.
Bianca: Wie kommst du zum Thema Kutschen?
Willy: Ja, das war haben wir bis jetzt noch net so wirklich am Ra.
Peter: Ja, wie komme ich dazu? In in den Neumarkt um. Also erstens einmal Piva. Ich meine, Geburtsort.
Peter: aber damit hat's ja wenig zu tun, aber in und in wo ich also während des Krieges war, hat's noch kein Auto gegeben,
Peter: Mein Vater hat sein Dienstfahrzeug, war ein eine Kutsche. Und am Wochenende sind wir mit der Familie.
Willy: Mercedes ist erst später gekommen, ne? Ja. Ja.
Peter: Und äh das das sind wir mit Kutschen eigentlich zum Bahnhof gefahren oder ja.
Willy: Du bist echt noch in deiner Kindheit, war Kutschen tatsächlich an Verkehrsmittel. Alter.
Bianca: Kurze Zeit äh zu der Zeit Anfang der dreißiger Jahre wurden die Straßenbahnen in Wien von Pferden gezogen.
Peter: Ja ja eben, freilich.
Willy: Ist ja so schwer, also es ist es ist so furchtbar schwer, sich aus einer als Mensch, der das nie gesehen hat da sich da reinzuversetzen einfach.
Peter: Mein Vater hat ihm im Jahre vierundvierzig glaube ich.
Peter: ganz am Ende hat er einen Steier 50 bekommen. Das war ja das Auto damals, der 50 und er hat sich also gemüht damit zu fahren. Aber bis zum Ende gab's Dinge den Kutscher,
Peter: Ein Russe war das sogar ein russischer Gefangener hat uns da gutiert, hat uns zum Bahnhof nach Kämmelbach gebracht oder Sonntagsausflüge hat's auch gegeben und auf auf die aufs Feld ist der Vater mit denen gefahren.
Willy: Mir geht er jetzt schon wieder Licht.
Peter: Daher, daher kommt das, ne.
Willy: Ich frage mich immer, warum warum grad die alten,
Willy: Leit, sage ich mal, ja. Die Älteren immer so diese Kutschenbezüge gehabt haben und hier zur habe ich vielleicht einen Ansatz zum Verstehen, weil net weil die Kutschen so so so schee oder sonst was, sondern weil das so,
Willy: Es waren noch Verkehrsmittel in der Zeit.
Bianca: Ihr seid's damit.
Willy: Der Bezug, der da könnte ein Grund sein und vielleicht ist nur für mich jetzt gerade aber.
Peter: Und dann und dann in ein Bischof, also da in in der Steiermark,
Peter: waren die Pferde auch das einzige Verkehrsmittel Auto, nicht daran zu denken,
Peter: sind wir abends äh am Wochenendmittag mit der Kutsche gefahren und meine älteste Schwester hat dort noch geheiratet, da waren ab zu der Hochzeit waren fünfzehn Kutschen und eine davon habe ich gut jetzt.
Willy: Und der Umstand, dass du dich damit jetzt beschäftigst, dein Zugang ist so das,
Willy: ist es a romantischer Zugang, den du hast in die in die Zeit willst du noch Kutschen gefahren bist als Verkehrsmittel oder hat das einen pragmatischen Zugang, dass man das net vergisst, dass das einmal so war oder was ist für dich dein Zugang, dich damit zu beschäftigen?
Peter: Also dort war es täglich vom Holz führen und halb einfahren und Getreide anbauen und alles war so die Arbeit und am Wochenende halt,
Peter: sind wir auch geritten und äh auch Ausflüge mit Pferden gemacht. Das war Verkehrsmittel haben und,
Peter: später als ich dann im Büro war, sobald ich mir das leisten habe können, habe ich mir ein Rennpferd angeschafft,
Peter: Und das Reiten hat mich nie so gereizt, wie das Fahren und ich habe dieses Pferd dann sehr bald eingespannt.
Willy: Ah ich sehe schon, ja ja ja.
Peter: Und dann habe ich also den den Kindern habe ich danach das den das Pferdeleben beigebracht und habe immer mehr und dann ein,
Peter: kein zweites Pferd für die Kinder gehabt und dann habe gezüchtet und dann haben wir kutschiert, keine Fotos und dann sind wir auch Turniere gefahren und dann kam das Kutschen sammeln dazu.
Bianca: Sammeln.
Peter: Das war also eine Zeit lang noch sehr günstig. Da habe ich noch um fünfhundert Schülern,
Peter: eine fahrbare Kutsche erstehen können und durch einem anderen einen Wirt habe ich den abnehmen können, einen auch noch relativ günstig fünftausend Schülern,
Peter: einen Lander, sagt das was? Etwa die Kutschentür in der in der Stadt fahren. Das sind diese gut und,
Peter: dann habe ich die auch restauriert,
Peter: das Basteln war dazu noch und dann hat mit mein Sohn hat dann eine eine Kutsche gebaut mit unserem Schmied zusammen,
Peter: so ist das weitergegangen und dann Turniere gefahren damals bin ich gefahren, einmal der Sohn und so schauen wir das weiter gepflegt.
Willy: Mhm. Und so wurde ein ein ein lang.
Peter: Diesen Hof haben wir hier das das Haus haben wir hier, aber da dann hat meine Frau erzählt hat beim Tor reingeschaut und und das war ganz entscheidend, dass wir die Pferde unterbringen. Ich habe ja dann dann und die Kutschen auch.
Willy: Ne?
Bianca: Wie seid ihr denn dann schlussendlich äh hier gelandet? Und warum.
Peter: Von Grafen Eckhaus haben wir gesagt, ist eine Dienstwarnung irgendwann. Und da haben wir was gesucht und das haben wir hier in der Nähe gefunden, Gott sei Dank.
Willy: Und seither seid's da.
Peter: Na ja, 87 bin ich dort weg äh nein. Vierundsiebzig, wie war das.
Willy: Wir haben's aufm Podcast.
Peter: Wir haben äh,
Peter: Von Grafeneck bin ich siebenundachtzig weg und war 85 da war ich 50 haben wir den Hof gekauft,
Peter: und gesagt, da wird jetzt hergerichtet und mit den Kindern alles angegangen und mit vielen Helfern haben wir das alles umgebaut,
Peter: geändert. Pferdestall gebaut.
Bianca: Gebaut aber.
Peter: Die Räume waren ja da.
Bianca: In dem in dem Kontext soll der Willi vorher gefragt hat ähm die die Kutschen und die Pferde, ist das für dich, was sentimental ist oder hat das einen pragmatischen Wert? Was würdest du jemanden jetzt sagen, der meint früher war alles,
Bianca: Früher war ois besser. Was würdest du dem sagen.
Peter: Noch besser war's net anders,
Peter: so was nicht. Das war man natürlich in der Nachschau, sagt, ah, das waren schöne Zeiten, ja, aber das war anders.
Willy: Das wird unser Zitat für die Sendung glaube ich besser, wo's net erwähnt hast.
Bianca: Das musste ich jetzt noch äh zwischenfragen.
Willy: Wolltest etwas zwischenfragen, bevor du zu deiner Babykundenhit ewig, ich habe das Gefühl, es gibt einige Themen, die was man noch reden können, aber wir haben ja noch Zeit, nur in Zeit, sondern Bianca, du wolltest nämlich unbedingt eine eine, die eine Frage stellen.
Bianca: Lieblingsfrage.
Willy: Die eine, die eine Lieblingsfrage.
Bianca: Eine Lieblingsfrage äh ja,
Bianca: in einer utopischen Welt, wo du dir alles wünschen kannst, wo Geld und äh Wirtschaft, Ökonomie und Ökologie alles äh keine Rolle spielt, was würdest du in der Landwirtschaft oder in unserem Lebensmittelsystem ändern?
Peter: Nein, ich da reicht meine Fantasie nicht aus, muss ich ehrlich sagen. Und ich träume nicht. Ich habe nie geträumt,
Peter: tut mir leid, das habe ich habe ich keine erschöpfende Antwort.
Willy: Du bist in guter Gesellschaft, das ist uns schon mal passiert. Die Antwort, die Antwort.
Bianca: Diese Antwort ist uns schon passiert.
Willy: Wir versuchen's mit was mit was äh pragmatisch empirischere, naheliegenderen im wahrsten Sinne des Wortes. Was finde ich denn bei dir im Kühlschrank.
Peter: Am Wein ist immer da.
Willy: Das haben wir schon.
Peter: Die Milch. Die die Milch ist da. Bissel ein Käse, bissle a Schinken. Also Gemüse auch a bissl. Aber.
Willy: Mhm. Ja Gemüse auch ein bisschen.
Peter: Womit ich sagen wollte, wollte ich ich esse nach wie vor Fleisch.
Peter: Nur weil ich kein, weil ich nicht vegan. Das ich habe nix gegen bio, wenn sie glauben, dass das gut geht, aber ewig geht's ihnen nirgends. Gut.
Willy: Gell? Ähm.
Peter: Noch im Kühlschrank, was haben wir da noch? Nachdem meine Frau Gen immer gut ist, gibt's Fertiggerichte für alle Fälle.
Bianca: Das ist gut, fertige Gerichte für alle Fälle braucht's manchmal.
Peter: Ja
Bianca: Es ist ähm ich möchte, darf ich deine Frage dranhängen, die mir persönlich äh sehr wichtig ist in dem Kontext, nämlich welchen Stellenwert hat der Essen denn äh als du ein Kind warst und wie hat sich der verändert bis heute?
Willy: Demnächst ja sofort. Wir haben gesagt, das ist keine Prüfung heute, aber es fühlt sich an wie eine grad.
Peter: Also was ich nie mochte und wo ich konsequent eigentlich dabei bleib, sind Schwammerl.
Peter: Inzwischen wenn sich schön vermischt sind, merke ich's nicht, aber,
Peter: das hat eine eigene Geschichte. Es gab dort in,
Peter: Wisselburg gab's also sehr viele Champignons. Und die Champignons wurden also mit Vergnügen gegessen und,
Peter: hoffen wir's gesammelt und ich habe sie auch sehr gesammelt, gerne gesammelt, aber immer und abgeliefert unter Bedingung, dass sie nicht essen,
Peter: Die eine Geschichte, die andere Geschichte ist die,
Peter: Wir haben einem am Hof einen Wagner und Tischler gehabt, also ein Zimmermann, alles Holzarbeiten und zudem bin ich sehr gerne hingegangen. Unter anderem auch deshalb,
Peter: weil er so eine köstliche Jason gehabt hat jemand, der es auf seiner Einzelbank,
Peter: So, kann ich euch zeigen. Äh und da ist er drauf gesessen und hat seine seine Speck so so runtergeschnitten und das habe ich ja so mit Größenvergnügen mitgegessen. Und am Freitag habe ich ihm gesagt,
Peter: Nein, meine Mutter hat gesagt, ich darf das nicht,
Peter: der Hintergrund war, da hat's Käse gegeben. Am Freitag hat er kein Fleisch gehabt. Hat Käse gegessen und das habe ich nicht mehr,
Peter: Gut, aber ansonsten welche war die Frage?
Bianca: Generell ähm von damals und heute, wie hat sich denn der Stellenwert die Wichtigkeit vom Essen verändert? Wie hast du das miterlebt.
Peter: Ich bin nach wie vor beim ernähren,
Peter: Ich vergesse immer, was ich gegessen habe. So sehr zum Leidwesen meiner Frau, was kann? Ja, nein, nein, leider bin ich da ein Ernährer.
Bianca: Ernähre. Also du du isst, um zu leben.
Peter: So kommen wir's kurz fassen, ja. Ich bin kein Gourmet.
Bianca: Das finde ich auf eine Weise sehr sympathisch, muss ich sagen.
Willy: So hört man's aushalten, gell, gell. Na, aber ich glaube, was die Bianca äh meint ist, ähm ähm,
Willy: die Bedeutung von Essen generell in der Gesellschaft, sagen wir jetzt mal in Österreich oder in dem dem Umfeld, wo du wo halt äh äh dich bewegst, hat sich die Bedeutung von Lebensmitteln, die Bedeutung von Essen
Willy: seit ich jetzt sage ich mal deiner Kinder über die Jahrzehnte halt auch hat sich das heute in die Gegenwart hinein verändert ähm oder.
Peter: Ja, die die Vielfalt auf jeden Fall, ne? Ich meine, ich habe Gott sei Dank auch in dieser Kriegs- und Nachkriegszeit nie wirklich gehungert, aber ich war ja acht Jahre im Internat,
Peter: da war das schon manches sehr knapp. Wir sind ernährt worden, aber Feinheiten,
Peter: der Vater Pater hat gesagt und wenn's nicht schmeckt, der soll ins Gasthaus gehen. Hat uns geschmeckt.
Peter: also ja also wirklich da bin ich bin ich ein bissel natürlich kein Fehler glaube ich.
Bianca: Also es ist Ernährung.
Peter: Ernährung.
Bianca: Spannend.
Willy: Ja aber,
Willy: Das passt schon. Das ist wir sind da der Abwiegerpottka, so hätten wir uns auch nennen können. Ähm ja, das ist äh,
Willy: Wir fragen das äh seit ein paar Episoden immer wieder. Ähm wenn du,
Willy: und äh du hast jetzt empirisch schon, du kannst da vieles zurückblicken. Ähm was würdest du in deinen eigenen Nachruf schreiben? Was sollte da deiner Meinung nach und deiner Ding auch drinnen stehen?
Peter: Nachruf.
Willy: Ja. Ja, was soll da drin entstehen oder was würdest du dir wünschen, was sollte man was sollte über bleiben, so die die die.
Peter: Da ist eigentlich das das Wichtigste, die Familie. Das Berufliche.
Peter: Ja das geht so auch weiter, aber Familie scheint mir das Wichtigste, dass der Friede in der Familie erhalten bleibt und und sich alle gern an mich erinnern.
Willy: Das ist schön. Und äh wenn wir da jetzt äh mittendrin sind, das letzte, die letzte Frage versprochen, ähm,
Willy: möchtest du uns, unseren Zuhörerinnen und Zuhörern äh ein Zitat mitgeben? Gibt's irgendeinen Spruch, ein Zitat, wo du sagst,
Willy: das sollte man zumindest kennen, das ist wichtig für mich.
Peter: Ne? Da könnte ich nur ins Religiöse gehen.
Willy: Ja, das ist was für die wichtig ist, ne.
Peter: Moment. Von guten Mächten wunderbar geborgen. So,
Peter: So, so sehe ich meine Vergangenheit.
Willy: Dankeschön. Vielen Dank für das.
Intro_Outro:
