Folge Nr: 35

B2P034 Thomas Reisecker – Ackerbau, Schweinmast und ein nachdenklicher Landwirt

Ein Lebenswerk im Wandel der Zeit

Podcast

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Über die Folge:

Thomas Reisecker sitzt uns am großen Familien-Esstisch gegenüber. Hinter uns auf der Kuschelecke liegen die drei Kinder. Sie werden im Laufe des Gespräches mehrmals einschlafen. Am Ende des Tisches sitzt seine Frau Martina und ist sichtlich gespannt, was auf ihren Mann zukommt. Thomas blickt noch einmal zu Martina, wir drücken auf Aufnahme. 

Thomas ist gut vorbereitet. Vor ihm liegen Statistiken in einem Klarsichtumschlag und die aufgeschlagene Meisterarbeit der Landwirtschaftsschule. Zwei Stunden später wird er feststellen, dass er nicht einmal hineingeschaut hat. 

Wir haben natürlich über den Hof gesprochen, der seit 1772 ein Erbhof der Familie Reisecker ist. Vulgonamen gibt es auch, „Niedermeier“. Neben der Entwicklung des Hofes haben wir auch über den Ackerbau, die Schweinmast und sehr spannend, die Kosten der Schweinemast gesprochen. 

Als wir auf das Thema Tierwohl und Vollspaltenböden zu sprechen kommen, merken wir, wie Thomas mit sich zu ringen beginnt, nach den richtigen Worten sucht. Die letzten Jahre und die Diskussionen, vor allem auf Social Media sind nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Nach und nach erkennen wir dann auch die vielen Dimensionen, die für Thomas damit einhergehen. 

Der Betrieb ist sein Lebenswerk. Ein Vermächtnis seiner Eltern, die ihn bereits sehr früh in ganz wesentliche Entscheidungen für seine Zukunft eingebunden hatten. Er hat den Betrieb selbst geplant und zusammen mit seinem Vater um- und aufgebaut. Eine Investition für ein ganzes Leben, wie er erklärt, laufen doch die Abschreibungen für einen großen Umbau gerne mal über 30 Jahre. Mit Mitte 40, Anfang 50 nochmals alles niederreißen? Damit würde er nicht nur einen neuen Hof, sondern in erster Linie seinem Nachfolger (einem seiner drei Kinder) die Freiheit verbauen, über ihrer Zukunft selbst zu entscheiden. So wie er es einst selbst konnte. Mit seinen 40 Jahren muss er bereits jetzt darüber nachdenken. Seine Argumente klingen nachvollziehbar. 

Gleichzeitig wiegt sein eigenes Lebenswerk, auf das er so gerne stolz wäre, immer schwerer. Wir sehen ihm an, dass es in ihm arbeitet, dass er nach einer Lösung sucht. Wenn man über den Betrieb geht, erkennt wird auch klar warum. Alles hat seinen Platz, sogar die „Arbeitsmäntel“ der Kinder sind beschriftet und im betrieblichen Hygienekonzept integriert, auch die Gummistiefel. Alles, von der Tastatur beim Computer bis zu den Globuli und dem Kräuterextrakt für die Schweine, ist durchdacht. Er liebt seine Tätigkeit und seine Tiere. Gleichzeitig belasten sie ihn. Wir erleben, wie sich die Sichtweisen mit der Zeit verändern, wie aus Gewissheit Unsicherheit entsteht und wie das innerhalb nur einer Generation geschieht. 

Wir lernen aber auch einen Optimisten kennen, der nicht nur mit sich und seiner Aufgabe ringt, sondern vor allem auch nach Lösungen sucht. 

Schaut bzw. hört selbst hinein, wie das Gespräch auf euch wirkt. Wir freuen uns über eure Kommentare und Sichtweisen. 

Am Ende des Podcasts waren dann übrigens alle Kinder wieder wach, was jedoch ganz sicher nicht am Kuchen lag, der schon am Tisch stand. ;-)


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„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner

„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
 
… und ein bisserl selbst gesungen
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle 

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Transcript - B2P034 Thomas Reisecker – Ackerbau, Schweinmast und ein nachdenklicher Landwirt

In dieser Folge geht es um das Thema Schweinemast. Wir haben dazu mit dem

Thomas Reisäcker gesprochen über seinen Betrieb, was alles dazugehört und vor

allem auch darüber, wie sich die Branche über die Jahre verändert hat und was

das natürlich auch für ihn persönlich und für seine Familie bedeutet. Auf

unserer Website www.bauer2thepeople.at könnt ihr uns unterstützen, damit wir

auch weiterhin möglichst viele Menschen und Perspektiven zusammenbringen

Folgt uns auch auf Facebook und Instagram, diskutiert es dort mit, teilt unsere

Beiträge, liken nicht vergessen. Jetzt viel Spaß mit der Podcast-Folge und möge

der eine oder andere Aha-Moment mit euch sein.

Bauer to the People, der Podcast für Perspektiven rund um Essen, Menschen

und Landwirtschaft. Weil nur durchs Reden kommen die Leute zusammen.

Nein, ich bleibe da. Geht schon los jetzt?

Jetzt haben wir schon wieder gedruckt.

Bauer to the People, Folge XY.

Z, aus dem schönen Oberösterreich.

Wir sind beim Thomas Reisäcker.

Grüß dich.

Schön, dass wir da sind.

Danke für die Einladung.

Wir sind, wie immer, quasi in der Doppelsetzung, die charmante und

kompetente Kollegin Bianca Blasl, aka.

Das Kompetent hat er erst seit letztem Mal hinzugefügt.

Und der Willi.

Servus.

Grüß dich.

Die ganze Family schaut dazu.

Der Druck ist groß.

Thomas Reisäcker.

Genau.

Wo sind wir da heute genau und was machst du zum Einstieg in ein paar Worte?

Wer bist du? Wer seid ihr?

Was macht ihr da?

Also wir sind da im Herzen des Innviertels, quasi in der Mitte des Innviertels.

Das ist quasi ein Viertel von Österreich.

Das ist ganz an der Grenze zu Bayern.

Also wir haben, sagen wir, ein Kilometer vielleicht, dann sind wir in Deutschland.

Aber wir sind...

Also so nah?

Genau.

Man sieht fast ein Inn und da über ein Inn drüber und dann sind wir in Bayern.

Schau, schau, schau.

Also wir sind grundsätzlich natürlich in Österreich und wir sind auch Österreicher.

Das haben wir mal gehört.

Genau.

Und ja, das Bezirk kreiert und die Gemeinde heißt, dass wir es noch weiter runterbrechen, St. Georgen.

Und die Ortschaft heißt HUB.

HUB?

Wie beim Auto?

HUBen.

Nein, weiches B.

Ja genau, HUB.

Das schneiden wir auch so.

Wir schneiden das, Willi.

Und wir sind da quasi auf unserem Hof.

Also ich bin sehr glücklich verheiratet.

Ich muss nur sagen, diese Frau sitzt direkt daneben.

Die Martina sitzt daneben.

Mit der Martina.

Und wir haben drei wunderbare Kinder.

Die Valentina und der Jonathan und die Paulina.

Genau.

Und wir haben 2019 einen Hof übernommen.

2019? Wieso noch nicht so lange her jetzt eigentlich?

Nein, das ist eigentlich noch nicht so lange her.

Das hat auch den Grund, weil ich Gott sei Dank relativ junge Eltern habe.

Und die natürlich auch gesagt haben, ja bist du annähernd zur Pension.

Wir haben uns noch als Betriebsführer übergeben.

Aber indirekt haben wir schon ein bisschen früher übernommen, weil der Papa relativ viel unterwegs gewesen ist.

Und so haben wir quasi schon ein bisschen unseren eigenen Style da im Hof einbringen können.

Wie alt bist du jetzt?

Ich bin jetzt 40.

40?

Also relativ spät erst den Hof übernommen.

Offiziell.

Arbeiten, also arbeitstechnisch übernommen, wie lange ist das jetzt ungefähr her?

Ich sage dir mal, das ist sicher um die 2000.

Doch schon.

Genau, 20 Jahre.

Genau.

Und eingebunden war ich eigentlich nur ein Früher, weil ich habe ja, wie ich Landwirtschaftsschül gemacht habe,

also ich habe mir relativ bald entschieden, dass ich Landwirtschaftsschül machen möchte.

Und dann hat es sich für mich eigentlich schon ein wenig so, da hat man sich eigentlich schon überlegen müssen, wo ich in welche Richtung gehe.

Weil es sind ja, die Landwirtschaftsschül auch schon ein wenig, quasi, es gibt eine für Kühebauern,

dann gibt es eine Landwirtschaftsschül für die Ockerbauern und für die Schweinebauern.

Und da gibt es halt verschiedene Schwerpunkte auch in den Schulen schon.

Und da habe ich mich dann quasi schon ein wenig für das entschieden, wo ich ein wenig hingehen möchte.

Aber war für dich von Anfang an klar, Landwirtschaft oder war es so,

eigentlich dachte ich ja gerne was anderes, aber irgendwie muss ich es machen, oder war eigentlich immer schon klar, ich werde der nächste Bauer?

Du übernimmst das.

Also ich bin der Älteste von vier Kindern, also ich habe drei Geschwister.

Und bin quasi der Erstgeborene.

Und wollte eigentlich in der Volksschule Koch werden.

Koch?

Na ja, Koch. Das war so mein, denke ich Koch auf einem Schiff.

Und das war so quasi, ja, das war mein Traum.

Das geht da in der Gegend schlecht, das war schon ein bisschen verbunden.

Genau, das ist ein bisschen schwierig.

Aber es ist dann schon relativ bald eigentlich, habe ich das dann auch realisiert, dass das in der Gegend ein wenig schwierig ist.

Und habe mich dann schon sehr für die Landwirtschaft interessiert und wollte das unbedingt machen.

Was hat dich fasziniert damals, was war da?

Einfach so das Arbeiten daheim, das war eigentlich der Hauptgrund.

Und weil meine Eltern einfach eine Freude gehabt haben, oder Freude haben mit der Landwirtschaft.

Das war eigentlich für mich, weil man denkt ja, das ist eigentlich cool.

Und ich habe dann eigentlich das Glück gehabt, dass mein Bruder gesagt hat, wenn er einen Hof kriegt, dann verkauft er ihn.

Also der hat eigentlich überhaupt kein Interesse gehabt.

Und meine Schwester hat auch noch nicht so gezogen.

Und die jüngere Schwester war eigentlich noch zu jung, also die ist 8 Jahre jünger wie ich.

Und da haben sie die Weichen eigentlich schon gestellt gehabt.

Das war eigentlich nie so dann die Diskussion, dass man sie auch unbedingt haben möchte.

Also war das klar, das heißt du hattest keine großen...

Genau, ich habe keine Konkurrenten gehabt.

Und das war für mich schon gut, weil wenn jetzt von meinen Geschwistern auch jemand unbedingt einen Hof möchte,

dann ist das gar nicht so einfach.

Auch für die Eltern nicht und für mich auch nicht.

Und ja, dann fangst du...

Jetzt muss man sich mal ausschnapsen oder Wolfgeilung und was halt auch da für Möglichkeiten gibt.

Aber sag mal Thomas, was macht ihr denn da jetzt eigentlich am Hof?

Genau.

Am Hof haben wir es.

Genau.

Was machen wir am Hof?

Wir machen in erster Linie Schweinemast und Ockerbau.

Also Ockerbau machen wir quasi auch deswegen, dass wir Futter haben für unsere Schweine.

Ich sage mal, ungefähr 80 Prozent von Futter haben wir selber.

Das ist meist Weizen und Gerste.

Und wir fädeln dann quasi das Futter in sehr hochwertiges Schweinefleisch.

Genau.

Und was wir jetzt quasi neu angefangen haben, das macht hauptsächlich meine Frau Martina.

Das ist quasi die Direktvermarktung mit Spezialitäten, also mit ganz besonderen Sachen.

Also wir haben da Fruchtleder und so Cracker und Wachtel-Eier.

Und wir haben jetzt vor kurzem noch mal Wachteln gekriegt.

Und ja, ein paar Ziegen haben wir auch.

Und was haben wir noch am Hof?

Mal kurz.

Und zwei Hähner.

Die Hähner haben uns schon begrüßt vor der Haustür.

Genau.

Die sind, wie wir gekommen sind, die auf der Veranda gesessen.

Genau.

Und völlig entspannt.

Ja, man kann sagen, wir haben Schweine.

Für die Wiederkäuer haben wir dann die Ziegen.

Und dann haben wir noch die Geflügelhaltung und dann die Wachteln.

Aber so euer Hauptding sind ja die Schweine oder die Schweinemast.

Und warum ist das so geworden?

Haben das deine Eltern schon gemacht?

Und wie ist das alles so entstanden?

Genau.

Der Papa hat 1980 einen Hof übernommen.

Und das ist vielleicht auch ganz interessant, dass der Papa ist am Hof Herzung.

Und hat dann einen Namen von der Mama übernommen.

Das heißt, meine Mama hat drei Mädels.

Und quasi die Mama hat einen Hof gekriegt.

Und der Papa ist dann am Hof Herzung.

Und hat dann einen Namen von der Mama übernommen.

Also Reiseger ist der Name deiner Mutter.

Genau.

Das ist untypisch.

Genau, das ist total untypisch.

Und der Papa ist quasi geboren in Költingen.

Und hat, das war eh damals, sagen wir mal so in die 1980, quasi haben sie übernommen.

Und das war gar nicht so einfach.

Das ist quasi für die Eltern auch vom Papa.

Dass da jetzt quasi der Name da nicht weitergegeben wird.

Der Papa hat fünf Geschwister.

Fünf, ja.

Und da hat quasi sein jünger Bruder einen Hof daheim übernommen.

Das ist jetzt der Weinbauer.

Ah, okay.

Da ist der Hof weitergegangen.

Genau.

Aber der Papa hat quasi von der Mama einen Namen.

Weil wir haben einen Erbhof.

Seit 1772.

Erbhof ist normal.

Erbhof heißt, dass quasi immer der Name am Hof geblieben ist.

Also quasi von einer Generation zur nächsten.

Das waren immer quasi meine Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern.

Und immer die Reiseger.

Immer Reiseger.

Genau.

Immer Reiseger.

Und deswegen hat dann der Papa das ...

Ich glaube jetzt nicht, dass das eine Riesendiskussion war.

Aber deswegen hat er das dann übernommen.

Und wie sie das dann übernommen haben,

haben SEM gehabt schon oft.

Und ich glaube, Hähner haben es gehabt.

Genau.

Und ja, und ein paar Säue.

Also es war schon ein bisschen ein Mischbetrieb.

Und es ist dann relativ schnell so die Spezialisierung.

Die Betriebe spezialisieren sich ja auch in einem gewissen Bereich.

Welcher Zeitraum war das?

Und warum ist die Spezialisierung da gekommen?

Also 1980.

Wenn man jetzt sagt, wir haben Säue, Hähner und Schaf.

Das ist quasi so ein bisschen der Mischbetrieb.

Und sie haben dann 1989, also ein neun Jahre später,

haben sie dann quasi den ersten Saustür dazu gebaut.

Da hat der Opa die Schafe noch gemacht.

Und sie haben quasi dann ein wenig die Hähner gemacht

und nur ein Saustür dazu gebaut.

Das heißt, da ist 1989 eigentlich schon der Grundstein gesetzt worden,

dass man sagt, ja, wir gehen eh in Richtung Schweinehaltung.

Was wollte er auslösen?

Die Freude an die Schweine.

Schon?

Ich weiß es nicht.

Aber ich glaube schon.

Das ist ja nicht...

Und dass man sich vielleicht auf eines spezialisiert.

Dass man das dann wirklich gedanklich halt,

dass man sich dann da der Spezialist wird.

Das konnte ich mir auch so vorstellen.

Weil wenn ich sage, jetzt habe ich da Kier und Schaf

und Hähner und das auch noch,

dass ich mich mit jedem so intensiv befasst,

dass ich das quasi super mache,

ist, glaube ich, schwieriger, als wenn ich dann auf eines gehe.

Das war um 1989, 83 Jahre?

Ja, genau.

Und dann ist...

Dann haben die Hähner mal hergegangen.

Und dann ist der Opa gestorben.

Und dann haben sie mit den Schafen aufgehört,

weil das war eine Opa-Geschichte.

Weil die sind am Opa?

Ja, genau.

Und dann hat man 1995...

Also 1991 haben sie dann wieder einen dazubaut.

Und 1995 dann wieder.

Also es sind dann sukzessive,

immer wieder so quasi im Gebäudeverbund

haben dann immer wieder Schweine dazu gekommen.

Also es ist dann nach und nach einfach gewachsen?

Ja, genau.

Die Stallfläche von heute war damals noch gar nicht gegeben.

Das heißt, es ist nach und nach einfach ausgebaut worden,

aufgebaut worden, die Kapazität?

Genau.

Die Räumlichkeiten waren schon da,

aber sie waren halt noch anders genutzt.

Anders genutzt, ja.

Genau.

Das war halt so ein Lagerraum und eine Garage

und solche Sachen, genau.

Aber eigentlich erst viel später, das war 2099,

haben wir dann erst das erste Gebäude dazubaut.

1999 meinst?

1999.

Genau.

1999 haben wir dann zwischen der Scheune und dem Stall

haben wir dann noch so ein kleines Gebäude eingebaut.

Genau, da haben dann nochmal 130 Plätze dazugekommen.

Also man kann sagen, wir haben wirklich ganz langsam gewachsen.

Wie groß ist der Betrieb heute?

Wie viele Schweine sind da?

Und wie viele rundherum?

Also wir haben jetzt knapp 1000 Plätze für Schweine.

1000 Mastplätze, oder?

Mastplätze, genau.

Und wir sind aber, wir haben nie ganz viel.

Weil natürlich immer verkauft werden und dann ist wieder mal was leer

und dann stellt man wieder mal ein.

Also im Schnitt sind ungefähr so 900 Schweine am Hof da.

Genau.

Also wenn wir jetzt rausgegangen haben, wir zahlen jetzt Schweine,

dann haben wir ungefähr 900 Schweine.

Ungefähr, genau.

Und Flächen habt ihr dann dazu?

Genau.

Wir haben 45 Hektar Eigenfläche.

Das heißt, das ist schon immer am Hof da.

Es ist leider nicht viel dazugekommen, aber auch großartig weggekommen.

Und wir haben 15 Hektar in Bochtfläche.

Plus 15.

Sind das jetzt, wie sagt man, orientierte Flächen?

Haben sie gleich direkt beim Hof oder sind die gut von da?

Also die haben eigentlich, die weiteste Fläche ist ungefähr 1 km weg.

Das ist die weiteste.

Also total in der Nähe?

Also total rund um den Hof eigentlich.

Und direkt am Hof auch?

Also direkt am Hof habe ich 40 Hektar.

Also richtig rundum?

Genau.

Und dann 5 Hektar habe ich noch einen Grund.

Das ist vielleicht 500 Meter weg.

Und 1 km weiter weg habe ich dann die restlichen Bochtflächen.

Und das ist eigentlich ein Riesenvorteil.

Und wir nutzen das auch so.

Also dass wir schauen, dass wir eben Gülle ausbringen und so weiter.

Dass wir das dann mit dementsprechender Technik machen.

Und was baut sich da an?

Was wächst da überall auf den Flächen?

Also bei uns wächst eigentlich immer so.

Also wir brauchen nicht die ganze Fläche fürs Futter, für den Schweinl.

Jetzt bauen wir eigentlich Mais, Weizen und Gerste.

Es ist immer, wenn wir jetzt mehr Fläche hätten,

dann täten unsere Alternativen ein wenig reizend.

Wir haben früher mal angebaut, Mohn oder Kartoffeln.

So Raps in die Richtung.

Aber es ist jetzt so quasi, weil wir immer sukzessive

die Schweinehaltung ein wenig vergrößert haben.

Ich würde einfach das Futter für die Schweine von uns selber haben.

Das heißt, du brauchst einfach die Flächen fürs Schweinefutter?

Genau.

Und es ist relativ schwierig, dass man eine Fläche dazu kriegt.

Das ist gar nicht so einfach.

Kaufen oder backen?

Also es gibt ganz wenig zu kaufen.

Und wenn es zu kaufen gibt, dann ist es natürlich preislich oft ganz schwierig.

Dass das nur in einem Rahmen ist, das was man sich leisten kann.

Als Landwirt.

Weil dann oft Unternehmen dahinter stecken, die was halt,

zum Beispiel jetzt wieder ein riesen Glashaus bauen

und die können dann einfach mehr zahlen pro Quadratmeter.

Weil mehr Erträge da sind?

Genau.

Wie hat sich denn, beschreibe ich mal ein bisschen,

die Landwirtschaft in der Region in den letzten,

oder seitdem du da bist oder ihr da seid,

wie hat sich das entwickelt in der Region?

Also wenn ich vielleicht, wenn man als Region ist, unseren Ort sehe,

dann ist es eigentlich bei uns im Ort schon so,

dass wir sehr viele Landwirte haben.

Und die was auch weitermachen.

Also das ist, wir haben viele junge Motivierte.

Also es wird auch ziemlich viel jetzt investiert in die Landwirtschaft.

Auch in Tierhaltung.

Einer baut einen Schweinestoi, einer baut einen Rinderstoi.

Also da wird relativ viel gemacht.

Und es ist da eigentlich eine sehr ländliche Gemeinde

und die Höfe laufen super weiter.

Also die Jungen sind voll motiviert da, dass sie da weitermachen.

Also es werden wenig Höfe geschlossen?

Genau, bei uns wird ganz wenig geschlossen.

Das ist spannend, weil im Rest von Österreich ist ja eher der Wandel so,

dass immer weniger werden, dafür die, die bleiben, immer größer.

Das ist auch nicht so ein Thema.

Nein, also bei uns im Ort nicht.

Ich sag mal, wenn man jetzt ein bisschen größer die Säge,

dann spürt man schon, dass das weniger werden.

Aber wir sind, sein Jahr hat es 600 Einwohner.

Also wir sind jetzt nicht der Riesenort.

Aber wir sind sehr ländlich strukturiert, sage ich jetzt mal.

Genau. Und auch schon immer,

so die Landwirtschaft hat da extrem hohen Stellenwert im Ort.

Ja, was bedeutet denn das Bauer sein für dich persönlich?

Freiheit, irgendwie, in einer Richtung.

Also dass ich selber, dass ich nicht am Top,

also der, was mir jetzt die Arbeit da schafft.

Wir schauen gerade Richtung Martina.

Nein, das ist so, wir stimmen sich da gut ab, sage ich mal.

Es ist nicht so, dass immer, nein.

Also das ist, finde ich, das ist mal was, was ich extrem schätze.

Und das, was anbauen und dann das Ernten.

Also das ist, finde ich, das ist einfach ein Wahnsinn.

Das macht so viel Sinn.

Also das ist einfach eine Arbeit für mich,

das was so viel Sinn macht.

Das heißt, ich bau was an auf dem Feld,

und das wächst dann, und dann kann ich das ernten.

Und das ist dann so, das ist erstens mal greifbar,

und es ist einfach, ich produziere Lebensmittel.

Und das ist doch, es gibt da nichts, sage ich mal,

was mehr Sinn macht.

Also sage ich mal, als Berufssinn jetzt.

Also das ist für mich so, ich weiß es auch nicht,

ich habe beim Ernten, für mich ist die Ernte,

das ist eigentlich nicht so, das ist so ein Stress und so.

Das ist das Schönste.

Du hast uns ja erzählt, dass du über deinen Zivildienst

zu einer Tischlerlehrkommunität bist.

Wenn du es jetzt vergleichst, das Tischlern,

mit der Landwirtschaft.

Was macht einen Unterschied aus deiner Sicht zum Handwerk?

Ich habe grundsätzlich einen Betrieb gehabt,

wo ich mein Lehr gemacht habe,

was, sagen wir mal, arbeitsklima-mäßig,

ich sage mal, es war jetzt nicht voll schlecht,

aber es war ein bisschen schwierig.

Medium.

Genau, es war ein bisschen ein Zeitdruck da immer,

mein damaliger Chef hat dann aufgehört

und sein Bruder hat das übernommen

und es läuft jetzt super.

Ich sage, es war jetzt nicht schlecht,

aber es war ein bisschen ein Druck zum Gespieren da.

Und das hat mich schon immer ein wenig gestresst,

dass ich da ständig so einen Druck habe,

dass ich das tun muss und es muss alles schneller gehen.

Und das habe ich in der Landwirtschaft nicht.

Ich habe jetzt nicht unbedingt den Druck so da,

dass ich quasi, wenn jetzt am Feld etwas zu tun ist,

dann habe ich schon einen Druck, dass ich das tun muss,

aber ich habe nicht von oben oder so, weiß ich nicht,

ich kann es halt selber nicht ein.

Und das ist für mich der größte Unterschied eigentlich.

Also selbstbestimmt.

Genau. Und wenn es daheim einmal traurig ist,

dann denke ich halt zurück auf die Zeit

und dann ist es auch schon nicht mehr so tragisch.

Hilft auch wieder.

Wie schaut denn so ein typischer Tag bei dir aus?

Oder bei euch?

Also, Martina steht meistens ein bisschen frier auf mich.

Und ja, also quasi ran zu den Kinderleins.

Und ich stehe meistens so um ein, ich sage mal,

sieh mich ungefähr auf.

Ach, das ist ja fast schon.

Ja, das ist, also das ist auch...

Das legt mich jetzt irgendwie ein bisschen innerlich.

Für mich ist das auch eine Lebensqualität, sage ich mal.

Und ja, dann Frühstücken.

Und dann gehe ich aus und dann gehen wir ins Stall.

Und weil wir haben schon quasi so ein modernes System im Stall,

dass quasi die Schweine schon gefuttert sind.

Und dann gehen wir in die Stallrunde.

Und dann schaue ich halt, dass da alles sich passt.

Und dann haben wir halt Sachen am Hof zum Erledigen.

Ein wenig zusammenräumen oder am Ocker.

Und schauen, dass genug Futter da ist für die Schweine.

Und quasi so...

Das ist ein bisschen schwarz zu sagen,

weil das ist jeden Tag eigentlich anders.

Dann ein bisschen Wald haben wir dabei,

wo es auch ein wenig was abgibt.

Und ja, dann ist eh...

Also Mittag ist es und am Nachmittag arbeiten wir wieder ein bisschen draußen.

Und abends gehen wir dann nur mal ins Stall.

Und ja, meistens arbeite ich bis um halber 7, 7.

Genau so.

Aber dann machst du ja so einen ganz gezielten,

bewussten Cut, dass du sagst, okay...

Du bist zwar dein eigener Boss oder ich eure,

aber man könnte ja immer was tun.

Das hört ja nicht auf.

Aber du sagst ja, okay, bist dahin und dann ist Feierabend.

Genau. Also das ist...

Ja, je nachdem.

Also wenn es jetzt mal zum Ernten ist, dann fahre ich schon länger.

Also wenn ich jetzt sag, jetzt hab ich irgendwie was zu tun am Feld

oder es ist im Stall irgendwas,

dann arbt man schon länger.

Und dann ist auch die Zeit egal.

Also es ist nicht so, dass ich sag, jetzt um 7, jetzt tu ich nix mehr,

jetzt hab ich Feierabend.

Es ist ja öfter, dass ich weiß ich nicht,

dass ich bis Mitternacht am Traktor sitze

oder dass ich, wenn in der Nacht irgendwie im Stall irgendwas ist,

dann geh ich natürlich auch raus.

Das ist nicht ganz klar.

Nein, geht nix.

Aber grundsätzlich hab ich schon eine Arbeit

und hab auch Freizeit.

Und das ist mir schon...

Ja, ich sag immer, ich mach mir viel Freizeit,

aber dann letztendlich, ja, fügt man's dann doch irgendwie wieder auf.

Aber es ist ja die Frage, was ist jetzt Arbeit und was ist Freizeit?

Weil man nicht sagt, jetzt tu ich Rosenmeier,

ist das jetzt Freizeit oder ist das Arbeit?

Was ist denn Freizeit für dich?

Also ich find, Arbeit ist grundsätzlich das,

was man mit dem Betrieb zum Teil hat.

Und Freizeit ist das, was halt...

Ja, ich find das Rosenmeis eh vielleicht ganz ein guter Beispiel.

Rosenmeis für mich dann schon irgendwie,

woanders muss das auch in der Freizeit zu tun.

Das ist schon für mich auch Freizeit.

Und wir haben einen Klassen-Rosenmeertraktor, das ist eigentlich...

Okay, es ist definitiv in der Freizeit, ja.

Das hast du da rumgeschoben, ja.

Mir streint es eigentlich fast rum, wer Rosenmeier darf.

Also das ist eigentlich recht lustig. Also das tu ich gern.

Und das ist schon, das ist für mich dann auch...

Ich tu auch gern Traktor fahren und so,

aber das ist für mich so, das ist halt die Arbeitszeit und das andere ist halt...

Ich vergleich's nicht mehr, wenn mir ein Arbeiten geht.

Was muss der daheim dann noch tun?

Das ist halt für mich auch nicht...

Das rechnet ja nicht zur Landwirtschaft dazu.

Ich hab zwar mehr Gelände und vielleicht größere Gebäude,

aber das sind trotzdem Arbeiten, die muss jeder machen.

Und warum sollte ich...

Ja, weil es ist oft die Gefahr, dass ich dann so viel einstecke da,

quasi in die Freizeit arbeite.

Weiß ich nicht, oder irgendwie so...

Weiß ich nicht, ja.

Irgendeinen Zaun wo machen, also quasi jetzt im Garten.

Und ja, ich...

Mir fallen jetzt keine konkreten Sachen rein.

Wo das dazu passt.

Aber habt ihr ja die Möglichkeit, dass ihr mal Zeit am Stück,

dass ihr wegfahrt, habt ihr die Gelegenheit,

dass ihr auf Urlaub fahrt oder so,

haben wir längere Zeiträume,

oder müsst ihr euch eurer Freizeit anders einteilen?

Also, wir haben Zeit, weil meine Eltern sind noch recht jung und rüstig.

Das heißt, da habt ihr die Mühe.

Genau, da haben wir eigentlich die Möglichkeit,

dass wir, quasi wir fünf fortfahren

und meine Eltern raten sich dann an den Hof.

Und ich sag mal, vier Wochenende,

wenn man jetzt sagt, wir fahren gemeinsam mit den Eltern fort,

dann hab ich wenig vom Ort,

der was mir dann um die Schweinele umschaut.

Ich weiß nicht mehr das auch genau.

Wann sind denn bei euch im Jahr, aufs Jahr gesehen,

weil die Schweinele sagen das ganze Jahr um,

da gibt's ja keine Ruhephase, oder?

Nein.

Wann sind denn die Stoßzeiten bei euch?

Also wann ist bei euch so richtig...

Arbeitsspitzen quasi.

Arbeitsspitz, wann geht's so richtig zu?

Also bis Mitternacht bei der Ernte hast du gesagt.

Wann ist das so vor den Monaten her

und was sind das für Phasen?

Also ich glaub, die erste Phase ist so im April.

Da wo man dann quasi Mais aussieht

und das erste Mal dann das Getreide quasi behandelt.

Da ist einmal, sag ich mal, eine Woche,

wo es so ein bisschen eine stressige Phase ist.

Und dann im Herbst wieder.

Also im Sommer ist für mich jetzt die Erntezeit jetzt nicht so der Stress.

Weil ja, da ist sowieso um 8,5, 9 ist da Ruhe,

weil dann kommt der Dau, dann geht's dreschen nimmer.

Man kann vorher mit, da kann man auch nicht anfangen.

Also da ist man ziemlich gebunden.

Aber im Herbst ist dann die Maisernte.

Da kannst du quasi ganze Nacht durchfahren, theoretisch.

Und wir ernten relativ viel in der Nacht,

weil es einfach kühler ist für die Temperaturen.

Und da kommt der Köder ins Silo rein.

Also es macht Sinn.

Da kommen wir jetzt wieder eigentlich in das Thema,

wenn du jetzt andere einen hast.

Nein, das passt gut.

Warum fährt man in der Nacht?

Weil der Mais sonst zu heiß ist?

Er ist nicht zu heiß, aber es ist besser für ihn.

Ich glaube schon, vor allem haben wir jetzt in den Trockenjahren,

da wird der Mais früher reif,

weil er nicht so viel Wasser hat.

Und dann haben wir schon eine Phase gehabt,

wo wir quasi im August, das war, glaube ich, vor zwei Jahren war das,

zwei, drei Jahren ist das her,

da haben wir Ende August schon was am Mais gelernt.

Und da hat es ja im Tag noch, weiß ich nicht, 20, 25 Grad

und da heizt sich das Kerl auch auf.

Und wenn ich es dann ins Silo rein tue,

dann ist das nicht so gut.

Weil es ist viel besser, wenn das Kerl kälter ist.

Also quasi, ich weiß es irgendwie auch nicht so,

ja, so infektiös ist oder so.

Das findet sich die ganzen Krankheiten und so weiter.

Ah, und deswegen fährt man lieber in der Nacht,

oder hat man den Kühl?

Genau.

Deswegen fahre ich in der Nacht, da ist es kühler.

Und dann haben wir immer Glück,

weil ich habe Nachbarn, die was da sehr verständnisvoll sind

und fahre jetzt nicht direkt voll bei den Heißerhebeinen.

Aber das ist zum Beispiel der Grund.

Man fährt nicht zum Spaß in der Nacht,

sondern in dem Fall hat es die Temperatur vom Heiß.

Also ich fahre auch lieber am Tag.

Also es ist nicht so, dass ich sage,

ja, super Klasse, jetzt stehen wir um drei in der Früh auf.

Und es ist dunkel.

Und es ist finster.

Ich tue es lieber unter dem Tag.

Und ich glaube, dass das bei vielen Sachen ist.

Wie Landwirte möchten auch am fünften Feierabend haben.

Es ist nicht so, dass ich folge, dass ich mir das so tue,

dass ich jetzt zwei bis um zehn auf die Nacht arbeite.

Das ist halt, weil es jetzt Zeit muss

und weil man halt anders einen Schaden hat.

Also April, Sommer, Frühling und im Herbst.

Genau, weil da ist dann die Maisernte

und dann wird das Getreide wieder gesät.

Also eh so, wie man es jetzt ungefähr erwarten würde.

Genau.

Und über den Winter ist es halt ein bisschen leiser.

Und tut man im Winter, wenn man dann Zeit hat?

Oder hat man da überhaupt Zeit?

Oder macht man da das, was man ganz einfach hat?

Ja, ich hab ja schon mal gesagt,

ich hab eigentlich in den ruhigen,

laumwirtschaftlichen Phasen mehr Stress.

Für mich ist dann die Laumwirtschaft schon ein bisschen Ausgleich.

Nein, ich engagiere mich ein bisschen

mit jungen Schweinehaltern, also quasi im Verband.

Das sind so quasi, wo sie Schweine bauen,

zusammen daheim und gemeinsam Schweine vermarkten.

Und da engagiere ich mich.

Und ja, und so habe ich meine Stabilität

und im Gemeinderat und ganz viel.

So Fortbildungen mache ich gern.

Also Seminare und...

Gibst du oder machst du den News Hotel?

Ich nehme ihn bei mehreren Teilen,

aber ich halte ab und zu einen Vortrag.

Wo halten wir denn dann?

Also z.B. Schweinetage.

Und da rede ich halt dann entweder von meinem Betrieb,

dass ich den dort vorstelle,

oder ich rede über Kommunikation.

Wie können wir Schweine bauen, versuchen,

dass man unsere Produktion...

Die Arbeit dort vorstellt.

Genau, motivieren dazu.

Ein Vortrag ist doch eine super Gelegenheit.

Ja, genau.

Aha.

Und da mache ich halt verschiedene...

Ich habe z.B. einen Kommunikationsseminar gemacht

mit Sextalk.

Und das, was ich halt gelernt habe,

bringe ich halt dann in Arbeitskreise

und in verschiedene Sachen.

Das gibt es viele.

Aber sag mal Thomas,

wie ist denn das jetzt mit den Schweinen?

Erklär mal, wie funktioniert so eine Schweinemast?

Was ist Schweinemast?

Ich kriege die Ferkel.

Die sind ungefähr 12, 13 Wochen alt.

Die haben da so 30, 31 Kilo.

Die kriege ich.

Die kommen zu mir am Hof.

Von wem?

Da ist der Markus.

Das ist quasi mein Ferkel...

Ferkel-Dealer des Vertrauens.

Ja, genau.

Ich finde das Wort Produzent ist immer so ein bisschen so hart.

Also bei ihm wären die Ferkel geboren.

Wie heißt die?

Ferkelaufzucht.

Genau.

Und ich habe zu 100%...

Ich habe jetzt Ferkel, was bei mir im Stall steht,

ist bei ihm geboren.

Und das kriege ich so mit 31, 32 Kilo.

Und das verbringt dann ungefähr 4 Monate

bei mir am Hof.

Da wird es dann gefüttert.

Und dann kommt es zum Schlachthof.

Vier Monate ist es da.

Und wie schwer sind es dann, wenn es bei dir wieder...

Genau, da haben es dann ungefähr 120 Kilo.

Also 90 Kilo quasi nehmen sie zu.

90 Kilo?

In vier Monaten?

Ja.

Und was...

Ich weiß.

Ich habe den Willi angeschaut.

Ungefähr dasselbe Gewicht am Ende.

Mast-End-Phase.

Machen wir weiter.

Was ich eigentlich fragen wollte ist,

was fressen Sie jetzt alles?

Du hast schon erzählt, ihr habt ja Mais,

ihr habt ja Getreide, das kriegen Sie.

Und was kommt noch dazu?

Genau.

Also der Hauptbestandteil,

wenn man sich in Prozent ein bisschen oberbricht,

in der ganzen Rezeptur, ist Mais.

Und 20 Prozent,

ich komme dann noch dazu, das Getreide,

das ist ein Weizen- und Gerste, der Schrot.

Und dann haben wir noch 20 Prozent Sojaschrot,

das ist quasi so die Eiweißkomponente.

Und dann haben wir noch so, ja,

50 Prozent, das sind dann Mineralstoffe,

Vitamine und ja, genau.

Und bei uns kriegen Sie auch noch das,

also ein Kräuterextrakt.

Das ist, ich sage mal, ein wenig ein Guzi.

Das tut einem gut, da bleibt es vital.

Das ist ein wenig ein ...

Kräuterextrakt.

Kräuterextrakt, ja.

Da werden Kräuter fermentiert.

Und ...

Schweinekumpuffer.

Genau, das ist was Gesundes.

Das kommt ganz normal ins Futter dazu, oder wie?

Genau.

Da kommt pro 1000 Liter Futtersuppe

kommt da ein Liter dazu.

Also das ist ja fast homöopathisch, oder?

Na ja, aber es hat eine Wirkung.

Ja, es hat eine Wirkung.

Ich habe schon die Fragen gemacht,

dass ich auch, ich finde,

dass es einfach sehr vital ist.

Und es ist ja,

vom Geruch her macht es was aus.

Es ist ja dann, wenn ich dann ...

Von der Gülle?

Genau, von der Gülle, genau.

Dass im Stoi, dass ich nicht so

den sticherten Geruch habe.

Das ist das Ammoniak, glaube ich.

Das Ammoniak, genau.

Und dann natürlich auch,

wenn ich Gülle aufs Feld ausbringe,

ist es natürlich auch super,

wenn man das dann eigentlich nicht riecht,

dass man jetzt Gülle gefahren hat.

Für uns selbst gut und für die Nachbarn auch.

Ist das ein großer Unterschied

vom Geruch her?

Ich glaube, also ich habe schon

die Erfahrung gemacht, ja.

Und es kostet schon ein wenig was,

aber ich finde, das ist voll wert.

Mit Akt ist es voll, ja.

Also ich halte einfach was davon, ja.

Aber vielleicht,

das muss halt viel zusammenpassen.

Das kann vielleicht bei mir gut passen,

weil das rundherum oder irgendwie so,

dass genau das, der eine Putzelteil

noch gefällt hat,

dass man sagt, hey, und jetzt funktioniert es.

Und bei einem anderen hilft das aber nicht.

Bei einem anderen Betrieb.

Das ist nicht so, es gibt jetzt nicht,

dass ich sage, jetzt habe ich da mein,

wenn du sagst, du möchtest anfangen,

ein Schweine im Westen, dann kriegst du mir einen Zell

und so und so und so und so machst du das,

dann funktioniert das 100%.

Nein, das nicht. Aber die Mineralstoffe

sind speziell für mich gemischt.

Genau, das schon. Aber das

Kalterextrakt, das gibt es quasi

vier, Ulli. Und

ja, also es gibt das Schema

F gibt es nicht. Also es ist einfach,

der spielt so viel mit.

Aber wir haben so halt die Putzelteile

zusammengestoppt und

jetzt ist es eigentlich, läuft es jetzt

ganz gut, ja.

Und wo kommt bei euch

das Soja her?

Also bei uns kommt

Soja leider nicht aus Europa,

sondern aus Übersee.

Ich würde aber gerne natürlich europäischen

Soja füttern. Und wo ist

der, warum

ist es nicht so? Ja, es

ist eine Preisfrage.

Also ich habe mir das ausgerechnet.

Wenn man jetzt

zum Beispiel, das schwankt auch ein bisschen

preislich, aber wenn man jetzt sagt,

jetzt aktuell, kostet

mir das am Hof

50.000 Euro.

Wenn ich jetzt umstehen darf.

Mehr pro Jahr.

Genau.

Wenn es zum Beispiel Donnersoja

oder auch nur Soja aus Europa ist.

Genau. Das sind ungefähr so 16,

17 Euro pro Schwein.

16, 17 Euro pro Schwein.

Was ziemlich essenziell

ist, wenn dir am Ende des

Schweinelebens 20 Euro überbleiben,

wie du gesagt hast. Genau. Wenn wir am Ende

so im Durchschnitt 20 Euro überbleiben

und dann muss ich für die 20 Euro 16, 17

für den Soja hergeben.

Dann bleiben halt noch 2, 3 Euro über.

Das geht sich aber nicht

aus dann. Und wenn jetzt, weil jetzt

wird ja diskutiert, dass

zur Bedingung,

als der Teilnahme am Armagütesiegel,

dass das Gensoja aus Übersee

verboten wird, sonst

darf es nicht mehr beim Armagütesiegel

dabei sein. Was würde das jetzt

für dich bedeuten?

Ich bin ja selber Armagütesiegelbetrieb

und

wenn ich das jetzt

die Mehrkosten nicht ersetzt

kriegen würde,

dann muss ich vom Armagütesiegel

aussteigen.

Das Armagütesiegel ist so freiwillig.

Ich kann ja sagen, okay, ich bin dabei oder ich bin nicht dabei.

Und weil es

das geht sich

nicht aus. Also unmöglich.

Ich kann jetzt nicht, wenn ich das

mit 2, 3 Euro

am Schwein kann ich nicht

unsere Familie ernähren.

Ist das ein realistischer,

diese 20 Euro, was du gesagt hast,

ist das ein realistischer Preis für, was man ungefähr

pro Schwein, das man heutzutage mästet,

verdient? Genau, das ist ein Durchschnittswert.

Dass man eine gewisse Vorstellung hat,

was kriegt man eigentlich heute noch für einen Schwein?

Genau, das ist das.

Es ist nicht so, dass mir jetzt der Schlachthof 20 Euro

gibt.

Aber ich habe ja, wenn man

mal ganz pauschal rechnet, der Schlachthof gibt mir

zum Beispiel 180 Euro für einen Schwein.

Und für die 180 Euro

gebe ich 100 Euro

oder 90 Euro

dem Ferkel.

Für das Ferkel.

Genau, und dann habe ich

60 Euro fürs Futter.

Was mir quasi das Futter kostet.

Insgesamt über die ganze Zeit. Genau.

Und dann

bleiben nur 30 Euro und für die 30 Euro

kommt man dann ungefähr 10 Euro weg.

Das nennen wir die sonstigen Kosten.

Das heißt, wenn ich jetzt einen Steuer fahre,

dann brauche ich ja Gas.

Wenn ich jetzt...

Futter anbau, dann brauchst du einen Traktor und einen Sprit.

Nein, das ist...

Futter ist ja quasi

auf dem Ocker zuzuschreiben.

Also das trennen wir schon.

Also ich kaufe mir

jetzt

ein gedankliches Futter vom Ockerbau.

Also quasi...

Weil wenn ich jetzt den Ocker nicht

hätte und ich würde die Schweine holen, dann muss ich mein Ausfutter kaufen.

Ich habe jetzt Futter selber. Ich verdiene mir halt dann

ein gewisses Geld

mit dem Futter natürlich.

Weißt du, dass du selber hast und nicht verkauft.

Aber ich muss jetzt für die Schweinehaltungsfutter

schon als Kostenpunkt einrechnen.

Das ist aber in diese 60 Euro,

was du da hast. Da ist das drinnen.

Im Prinzip ist das... Genau, ich verkaufe

den Ockerbau, verkaufe ich den Schweinebaust.

Das ist super.

Aber das ist eine super Ausstellung, nämlich für die Leute, die jetzt nicht

aus der Landwirtschaft kommen, dass man ein Gefühl kriegt.

Also 180 Euro ist so

ein gemäßiges Autonwert.

Da kommt man diese Positionen weg.

Du hast jetzt gesagt, 90 Euro für das

Ferkel, 60 für das Futter, 10 Euro

für das 20. Und dann bleiben

ungefähr 20 Euro pro Schwein

ungefähr über.

Die genauen Dinge sind jetzt auch nicht so wichtig, aber nur, dass man eine Vorstellung

kriegt. Und jetzt käme...

Aber dass ich vielleicht...

Wenn man das noch gar nicht ergänzen darf,

bei den 20 Euro, die was da jetzt

überbleiben, muss ich halt

schauen, dass ich meinen Stolz

Fütterung...

Das ist dann nicht dabei, bei den sonstigen Kosten.

Weil sonstigen Kosten habe ich dann noch

quasi die Tierarztkontrollen,

wenn ich ein bisschen Medizinalfutter

brauche, dann die prophylaktischen Sachen.

Das habe ich da reingerechnet bei den 10 Euro.

Aber mit den 20 Euro

muss ich dann quasi den Stolz zahlen.

Das ist quasi... Also Abschreibungen?

Als Abschreibung. Und

quasi dann meine Arbeitszeit.

Also das ist dann... Die

Arbeitszeit kommt da noch weg.

Und dann will man

irgendwie ein bisschen Kapital aufbauen.

Weil ich will halt... Irgendwann wieder

investieren. Genau. Wenn es ist, ja.

Genau. Und da sage ich, da sind die 20 Euro,

wenn es drunter ist,

wird es extrem eng.

In Gesamten...

Ich sage...

20 Euro ist okay, aber

grundsätzlich nach außen, sagen wir,

25 Euro brauchen wir.

Ich finde das einfach ein super Beispiel,

das wir jetzt gerade haben, weil es ist gerade diese

Ankündigung, dass eben Plannen

bei AMMA eben

gentechnikfrei ist,

Soja aus Europa zu verwenden.

Nein, als

Verpflichtendes Kriterium

um, dass man es beim AMMA-Gypto

weiter liefern kann. Und du sagst,

wie hast du gesagt, 16 bis 17 Euro

würde das pro Sau dann mehr

kosten. Genau. Und auf

Basis der Rechnung kann man jetzt sehen, warum

wahrscheinlich jetzt nur auf Basis der Ankündigung

dessen einfach der Aufschrei wahrscheinlich

den Bauern zum Teil groß war,

wirkt jetzt

unrealistisch. Was müsste da passieren

aus deiner Sicht, dass man mit dem

dann arbeiten kann, weil

so wie du es gerechnet hast,

verstehe ich jetzt, dass es nicht ausgeht.

Genau.

Die Frage ist, wie machen wir das,

dass man das hinbringt.

Ich habe es mal

runtergerechnet, wenn man sagt,

man rechnet es auf eine Portion

auf einen Schnitzel runter. Was würde

das dann mehr kosten, wenn wir jetzt sagen,

wir wollen jetzt da, dass

die österreichische Bevölkerung

möchte. Es ist leicht einmal gesagt,

dass ich sage, ja, wir wollen das.

Rechnen kann man es einmal. Genau.

Aber dann

dazu stehen. Und dann durch

Oli-Ketten, das heißt, dass

Lebensmittelhandel und Gastronomie und so weiter,

dass die das mit tragen. Da

beim Kotelett sind wir bei 25 Cent,

was das mehr kosten müsste.

Das Stück.

Genau, ein Kotelett müsste

so haben wir es einmal

grob einmal ein wenig runtergerechnet.

Und diese Preiserhöhung, die du jetzt gerade gesagt hast,

am Futter,

quasi. Genau.

Dann gehen sie das

aus.

Und es ist beim Armagüttersiegel

hat es ja natürlich auch noch

die Schwierigkeit ein bisschen, weil ja nicht

jedes Schwein Armagüttersiegelschwein ist.

Das wird genau geschaut, wieviel

Magerfleisch hat das, wieviel

Muskelfleisch hat das. Das sind ganz genau Kriterien.

Ganz genau Kriterien.

Und im Schnitt fallen so 70

Prozent oder 60 Prozent der

Schweine, die sich liefert, fallen ins Armagüttersiegel

rein. Und wenn ich jetzt sage, muss ich

aber gehen. Ich kann nicht sagen, jetzt

Futtert ich die Armagüttersiegel. Das weiß ich ja vorher noch nicht.

Welche sind das? Welche sind das?

Das kommt erst am Schlachthof auf.

Das heißt, ich muss Oli-Schweine das geben.

Und ich kriege aber nur, wenn

wir es jetzt über das Armagüttersiegel zum Beispiel

abrechnen würden, nur den Zuschlag

der Armagüttersiegel-Schweine. Das geht ja auch wieder nicht.

Dann muss ich natürlich den Zuschlag dementsprechend erhöhen.

Weil dann brauche ich die

30 Euro für die Armagüttersiegel-Schweine,

dass mir Oli-Schweine dann zahlt sind.

Und das ist irgendwie...

Das ist ja dann eine größte Dimension,

wo dann halt viele sagen, nein, das geht

damit gar nicht mehr.

Angenommen, das wird nichts mit der

Preiserhöhung. Welche Alternativen hast du dann

noch? Sollte das jetzt einfach so

kommen? Ich gehe davon aus, es gibt

Übergangsfristen etc. Aber nehmen wir mal an,

um jetzt einfach, was für Alternativen

hast du dann oder habt ihr dann

noch als Betrieb

dazu

wirtschaften?

Also, ich

kann, glaube ich,

nicht mehr im Armagüttersiegel bleiben.

Das wäre eine Möglichkeit?

Das wäre eine Möglichkeit. Was heißt das?

Das heißt, dass ich quasi

ich mache

ein AAA

zertifiziertes Schwein.

Das ist, wie es AAA heißt,

in Österreich geboren, in Österreich

gemästet und in Österreich

geschlachtet. Ist aber nicht

quasi kontrolliert

von seitens der Arma.

Die Arma kommt ja bei mir laufend

und kontrolliert meinen Betrieb,

ob das den

Arma-Kriterien entspricht.

Und das ist ja quasi...

Sie schauen darauf,

dass das gescheit gemacht wird.

Und das ist ja super grundsätzlich.

Und das, ich fahre halt

dann da raus. Ich war halt dann da nicht mehr dabei.

Was heißt das? Das Fleisch wird dann nicht mehr

kontrolliert oder?

Das wird dann von der Arma nicht mehr kontrolliert.

Aber es wird von

die jetzt natürlich zweimal mehr kontrolliert.

Also es ist trotzdem...

Man braucht sie nicht runter.

Ich sage jetzt nicht, das Arma ist gut

und die anderen sind alle schlecht. Das ist gar nicht.

Aber die Arma bietet halt

das an, dass quasi nur mal

quasi so eine

Es ist halt eine Zertifizierung.

Und da gibt es halt

strengere Richtlinien.

Also wenn ich jetzt nicht bei Arma bin,

die ich da einhalten muss.

Zum Beispiel die Wartezeit bei

Medikamente und

da gibt es halt verschiedenste

Sachen, was die Arma sagt, das ist uns wichtig.

Das setzen wir.

Aber es gibt eine Alternative dazu. Das heißt, es ist nicht so,

dass du jetzt quasi, wenn es jetzt kommt,

du morgen keinen Absatz mehr hast und du musst

genau, es gibt eine Alternative.

Aber es ist natürlich

das Aus wahrscheinlich für das Arma-Güte-Siegel.

Generell, was die Schweine

anbelangt.

Also mit dem Arma-Güte-Siegel gibt es

quasi das Basismodul.

Das sind quasi meine Schweine.

Und dann haben sie noch zwei

Module drüber. Das ist das erste.

Das Tier wohl 60 nennen sie das.

Das heißt, die Schweine haben 60%

mehr Platz.

Und

da haben wir dann quasi Stroh drinnen.

Und dann

gibt es noch das Tier wohl 100.

Da haben wir quasi 100% mehr Platz.

Und die haben dann auch den

Langschwanz und

Auslauf und Stroh und

quasi

sehr nahe beim Bio-Schwein.

Also quasi die drei Stufen

gibt es im Arma-Güte-Siegel.

Und der Konsument kann

sich grundsätzlich entscheiden, was er für Stufen kauft.

Also wenn ich jetzt sage,

dass die Tiere 60% mehr Platz haben,

dann kostet das mehr.

Und dann,

ja, aber wir bieten das schon an.

Also die Schweinebauern bieten das

an. Und es wird halt natürlich,

dass wir nun mal zum Soja zurückkommen,

wenn das

wirklich kommen würde, dann kommt man das

eventuell durch den Mehrpreis,

was es jetzt schon gibt. Beim

TW 100 glaube ich sowieso,

dass die jetzt schon einen europäischen Soja

fordern. Und beim 60,

glaube ich, ist großteils auch,

dass da schon der gehen

und sagen wir dir was dann ab, das

ist umsetzbar

mit den Mehrkosten. Weil das können wir

jetzt schon über den Markt umsetzen. Aber das heißt,

wenn die Arma oder das

Vermarktungsprogramm, das Qualitätsprogramm euch

mehr,

entsprechend mehr, dann für das

Schwein oder das Kilo zahlen würde,

dann würde sich das wieder ausgehen. Dann könnte man das

kompensieren. Voll, genau.

Wenn man jetzt sagt, der Lebensmittelhandel

sagt, ja, wir wollen das,

wir wollen jetzt, dass in Österreich

das Arma-Gütesiegel-Gene freigefüttert

wird, dann

geht die

Lebensmittelhandel zur Arma.

Die Arma sagt dann, jawohl, wir

machen das. Das ist, wir brauchen da

so und so viel Zuschlag.

Das wird mit den Bauern abgestimmt.

Das wird nicht, dass man sagt,

dass wir da jetzt dann den Riesen über

gewinnen. Also es ist einfach das, was das kostet.

Das wollen wir einfach haben.

Und das wird dann abgesprochen und dann gibt es da

eine Zahl, dass man sagt, jawohl,

das kostet mehr. Und wenn der

Lebensmittelhandel sagt, ja, passt,

machen wir, dann wird das morgen umgesetzt.

Das geht relativ schnell und relativ

einfach. Das heißt, wenn der

Handel sich abstimmen würde, das mit der

Arma besprechen würde

und die das gemeinsam bei der

Marktkonzentration von glaube ich 90%

die vier großen ungefähr haben, dann

würde es einfach, ich sage jetzt mal,

ein bisschen mehr kosten im Handel.

Und ja, der Preiserhöhung insgesamt?

Wobei, ich glaube, das wird da ja

irgendwie eine Stufe drüber sind, weil das

ist ja ein politischer Rahmen, der

da gefasst wird und der müsste

dann quasi weitergegeben werden an

handelarmer Bauern.

Dass man sich quasi

als ein ganzes abspricht.

Das ist der optimale Weg.

Momentan wird es ja politisch

diskutiert, dass die Politik sagt, wir

wollen das. Und vielleicht

schauen wir, vielleicht können wir es über

ÖPOL oder über Förderung

finanzieren.

Das ist halt

grundsätzlich eine Art der Möglichkeit,

dass ich sage, der Staat

zahlt mir das dann über eine Förderung.

Dass wir

dann genfrei fördern können.

Hat aber aus meiner

Sicht den riesen, riesen Nachteil.

Erstens einmal, dass eine weitere

Förderung ist und Förderungen natürlich

schwer zu kommunizieren sind.

Und das Zweite, was eigentlich nur der

restliche Fall ist, dass, wenn dann eine

neue Regierung kommt, wieder mal,

und es gibt wieder neue Wahlen und es

kommt wieder neue,

oft früher als was man

meint,

aber dann

sagen die, nein,

die Förderung geben wir nicht mehr her.

Und dann haben wir das aber schon

einmal gemacht. Dann haben wir schon

genfrei. Dann wird es ganz, ganz schwierig,

dass wir dann sagen, na okay, dann

fühlt man halt nicht mehr den

Nachteil. Dann fühlt man sich von überall

wieder um. Das wird dann noch schwieriger,

dass wir dann da wieder

zurückgehen.

Wie willst du das dann noch erklären?

Aber

also das ist wirklich, finde ich, der Soj

ist einfach, das

gerät relativ einfach.

Also das ist wirklich was, wo ich sage, ich brauche nicht

Umbauen und

mir ist das grundsätzlich, mir wäre es

viel lieber, einen europäischen Soj zu

füttern. Aber wenn ich mir das da so

sage, es muss halt wert zahlen.

Unterm Strich heißt es muss

wert zahlen. Entweder zahlt man es

über Steuern, Förderungen etc.

oder direkt an der Kasse

beim Konsum. Genau.

Also irgendwo fallen die Kosten halt an.

Weil der Bauer wird es, es geht sich einfach nicht

aus, den Bauern.

Wir können, wir reden nicht auf so ein Niveau,

dass ich sage, ja, ich kriege

eh, verdiene eh 60, 70 Euro pro

Schwein und wenn ich da jetzt 14

Euro weniger habe, dann ist das kein Problem.

Also wir sind ja so weit unten,

dass ich sage,

entweder ich kriege das, was ich jetzt

kriege, dann ist es okay.

Aber wenn ich weniger kriege, dann geht es sich nicht mehr aus.

Ja, das haben wir eh gehört. Das haben wir ja diese grobe Rechnung gemacht.

Aber das ist eh belastbar. Jeder, der hört,

kann das natürlich dann feedbacken,

kritisieren und sagen, das ist ganz anders, aber

dem, dem du da mittendrin bist,

sind es sicher auch belastbare

Zahlen. Du sagst, Soja ist einfach.

Was ist denn schwer?

Das gehen wir zum schwierigeren Thema wahrscheinlich.

Jetzt ist es ja so, ich meine, wir

haben es mitgekriegt und wir diskutieren

glaube ich seit Jahren darüber, der Druck

der Gesellschaft steigt. Dinge wie einen

Vollspaltenboden kann man quasi

nicht mehr erklären, weil das so

weit weg von dem ist,

was sich jetzt am Mensch darunter vorstellt,

wie ein Schwein gehalten wird oder

gehalten werden soll.

Jetzt sind es aber immer noch die weitverbreitetsten

Haltungsformen in Österreich. 60%

der Schweine stehen auf Vollspalten

und das Verbot wird aber diskutiert.

Nicht erst seit gestern und diese Stimmen

werden immer lauter.

Was sagst du da dazu und was wird es

für dich bedeuten, wenn dieses Verbot tatsächlich

kommt?

Also,

grundsätzlich,

dass man das Verbot kommt,

die Frage ist,

wie

verbieten wir es?

Wenn ich jetzt lese in der

Zeitung, ob nächstes Jahr darf ich

meine Schweine nicht mehr auf Vollspaltenböden

halten, dann habe ich ein

massives Problem,

weil ich kann jetzt nicht von heute auf morgen

mein ganzes System umdrehen.

Also, meine Schweine stehen alle auf.

Jetzt machen wir dann so 100% auf Vollspaltenböden.

Genau.

Das hat sich auch so entwickelt.

Erklär mal, wie sich

die Haltungsform bei euch

im Betrieb entwickelt hat.

Wir haben 1980

die Schweine auf einen sogenannten

Teilspartenboden gestanden.

1980.

Genau.

Das ist quasi, das heißt,

ich sage immer,

statt Vollspaltenboden sage ich gern

perforierter Boden. Das ist quasi

ein Boden mit Loch,

mit Löchern. Es ist ja nicht mehr,

weil der Begriff Vollspalten

ist irgendwie so extrem,

so negativ in die Krümpfe drinnen.

Das ist immer ein wenig schwierig.

Aber

ein Teil war perforiert

und der andere Teil war quasi

zu.

Und da

haben dann die Schweine gehalten worden.

Und dann ist mir

die Zeit gekommen, wo man gesagt hat,

okay, probieren wir sie mal mit Strohhältern.

Wir haben dann auch im Betrieb

einen Tierflachstall gebaut,

das heißt Tiefstroh.

Das sind quasi zwei Ebenen.

Auf einer Ebene fressen die Schweine

und dann müssen sie über zwei Stufen

runtergehen, auf die

Spürebene oder

Spüreebene.

Und die wird quasi eingestreut

mit Stroh.

Und wenn das Stroh quasi dann

an dementsprechend Schmutzgrad hat,

natürlich durch Urin und Kot

verschmutzt ist, dann tut man wieder Stroh drauf.

Und quasi durch das,

dass die Schweine mit Stufen nach unten

gegangen sind, hat man immer wieder Stroh drauf da.

Genau. Und wenn die Schweine dann

wieder rausgekommen sind, dann hat man das ganze

aussergerannt. Das heißt,

die Stufen drauf. Und wir haben das so gemacht,

dass mit 30 Kilo sind die Ferkel gekommen

und dann auf dem Stroh gewesen.

Und dann haben wir bis mit

50 Kilo, musst schon jeden

Tag so viel Strohmenge rein tun,

dass das noch irgendwie

hygienisch oder irgendwie sauber

holzt. Weil du hast da unten

immer quasi, wenn man sich

in die Büder so das Strohbett

vorstellt, dann wird das

extrem schwierig, umso öder die Schweine werden.

Weil umso mehr Kot und

Chlorin natürlich produzieren, ist eh klar.

Und dann wird das

natürlich immer extrem schnell

trickig. Und das

würden wir dann auch nicht.

Und deswegen haben wir es dann so gemacht,

dass man zwischen 30 und 50 Kilo am Stroh

gehabt hat. Und mit 50 Kilo haben wir es dann

quasi in den anderen

Stell da. Also mit

perforiertem Boden.

Und ich finde,

dann ist irgendwie so die

Entscheidung so gekommen,

da haben wir jetzt mit dem,

wie geht es grundsätzlich weiter, bauen wir

mehr so Tierflachstelle. Und da

haben wir aber gesehen, dass das einfach so vom Handling

und von der Hygiene einfach extrem schwierig

war. Und du musst ja,

das habe ich zuerst vergessen, beim Stroh,

du musst das Stroh einmal heimbringen.

Du musst das Stroh dann am Feld

dreschen, dann musst du das Stroh am

Feld auseinanderbreiten, damit er

zusammenhängt, dass es schön drücker ist.

Dann musst du es pressen, dann musst du es heim. Dann brauchst du

eine riesen Lagerhalle daheim, wo ich das

Lager lagert. Dann muss ich schauen, dass ich in den

Stroh, das Stroh in den Stroh reingebringen.

Dann muss ich schauen, dass ich vielleicht sogar

noch entstauben. Weil das hast du dann

eine extreme Staubentwicklung.

Das wollen wir ja auch nicht. Und das ist also

extrem, ich sage jetzt, ist es nicht nur, dass ich

sage, ja, tu ich dir das Stroh rein oder nicht.

Also das ist ja, es sind extrem

viele Stufen, die da zusammenhängen.

Und es ist ja dann,

das System hat sich so entwickelt,

dass man gesagt hat, okay, gehen wir von dem

Teilspalten auf einen vollperforierten

Boden. Also das heißt, dass man überall

einen Schlitzanteil hat.

Und das hat

natürlich dann das ermöglicht,

dass man von der

Besatzdichte natürlich

auch dementsprechend dann

ein wenig runtergeht. Das heißt,

ich kann dann, wenn ich jetzt vollperforierten

Boden habe, habe ich die Möglichkeit, dass ich

natürlich mehr Schweine halte.

Weil ich kann, wenn ich jetzt einen Teilperforierten

Boden habe, dann muss ich, wo das

quasi, dann darf das Schwein da

quasi nicht hinkoten.

Und da brauche ich halt dementsprechend

weniger Stück muss ich da rein da,

dass es ausgeht. Und beim vollperforierten

kann ich halt mehr Stück rein da.

Das ist ja nicht uns in Österreich eingefallen.

Wir haben ja dann zur EU gekommen

und andere Länder haben da schon

Vorreiter gewesen. Und das ist halt dann,

hat sich halt der Markt dann so entwickelt.

Das heißt, die können dann

quasi mehr Tiere halten in einem

kleineren Raum.

Ob das jetzt gut ist,

ja, aber es hat sich halt so entwickelt.

Und du

stehst halt dann in Konkurrenz.

Ich muss halt dann schauen,

dass ich meine Tiere,

dass du den Markt bestehen kannst.

Du musst halt zudem,

ich kann jetzt auch nicht sagen, ich möchte

40 Euro für meinen Schwein, wenn ich nicht

20 Euro verdiene.

Ich muss jetzt quasi eine Nische machen,

dass ich sage, ich mache direkt vom Markt.

Dann ist das ein ganz anderes Thema.

Aber für die breite Masse, für die Versorgung,

glaube ich,

muss man da grundsätzlich mit

ja, ich nenne es jetzt mal

mit, na, Trend ist eigentlich

das falsche Wort, aber mit der Entwicklung

mitgehen. Weil

wir haben ja, bei uns fordert alles

automatisch. Und wenn ich sage, nein,

der Papa hat früher Handtische

fordert, das wäre viel gescheiter

noch gewesen. Wir fordern alles die Handtische, weil

dann hast du noch mehr Bezug zum Tier und dann gibst du ihm jeden Tag

sein Futter.

Wenn der Betrieb so weiter

war, dann ging sich das jetzt nicht mehr aus.

Weil ich kann vom Einkommen her

Arbeitstechnisch geht sich das nicht aus,

weil dann brauche ich Angestöde, die

die Menge Schweine füttern,

dass ich dann am Ende des Tages so

viel Einkommen habe, dass ich meine Familie

ernähren kann.

Und warum habt ihr euch damals

für die Vollspaltenböden entschieden?

Weil, du hast mir mal gesagt,

das war damals State of the Art,

das hat sich eben so entwickelt, es war eine

Arbeitserleichterung. Und weil wir

vorher beim Soja waren und du gesagt hast,

ok, das war einfach umzustellen,

wie ist das jetzt mit der Haltungsform?

Also mit der Haltungsform ist man

extrem eingeschränkt,

weil ich habe ja quasi

so ein, wir haben ein Vierseithof,

die sind vier einzelne Gebäude, die

nicht verbunden sind.

Genau.

Und da ist es so, dass quasi,

wenn ich dann

in dem Gebäude, das habe ich ja nicht

gebaut, das hat ja mein Opa

gebaut, damals.

Und ein Gebäude hat

der Papa gebaut, also die Gebäude sind ja da.

Und ich habe ja in dem Gebäude

bin ja grundsätzlich gebunden

mit die Wände.

Und ich kann jetzt nicht sagen, jetzt tue ich da die Wand

weg, außen, und mache das jetzt

alles viel größer.

Und das ist, ich kann es nicht,

weiß ich nicht, sagen wir,

die neuen Tierwohlställe, die es so schon gibt,

die haben,

das ist ein ganz anderes System.

Das heißt,

das in den Stall einzubauen, ist extrem

aufwendig. Das ist, da kommt die fast

an den reichen Stallbau. Und

ich weiß,

ich glaube, das tue ich nicht.

Also ich tue jetzt nicht, das ist

wenn von meinen Kindern, wer sagt, er möchte am Hof

weitermachen, er möchte die Schweine heulen, und er will das

in dem neuen Stallsystem machen,

dann tue ich das

für die

Kinder so umbauen. Aber für mich

selber, ich habe das damals, ich habe den

Strohstall, quasi den Tier-Slafstall

dann rausgekriegt und habe da auch von Spalten

reingemacht, auch wirklich mit

bestem Wissen und Gewissen. Und es

ist ja schon so, ich meine,

es geht in der Landwirtschaft schon schon

an. Ich sage ja nicht, dass

das schlecht ist, ja. Aber es wird

dort, wirst du unterrichtet,

wie man Schweine haltet.

In der jetzigen Zeit,

wie es jetzt quasi aktuell ist,

so wird das unterrichtet. Und das war

halt vor 25 Jahren,

war es halt so, dass man gesagt hat,

das ist quasi

Vollspalten-System mit Kurzdruck

oder Langdruck oder gibt es halt verschiedene Sachen.

Aber so

sollte man, wenn ich jetzt einen Stall baue,

so sollte man den bauen. Das ist irgendwie so,

das ist halt

das, ja, ich weiß es nicht,

das, ich sage

jetzt nicht,

State of the Art, es war

damals war halt das, das

Gang und Gehwe. Das hat man so gelernt.

Das hat man so gelernt, ja. Das ist Schweinehaltung,

man muss das machen, weil du machst direkt schon

wie du vorher gesagt hast. Oder

wenn du in die Menge gehst,

dann machst du es so. Genau, so wird es

gelernt. Und der Papa

hat das schon entwickelt und daheim habe ich es auch so

gesehen. Und das war irgendwie so.

Es war einfach so.

Und jetzt hat sich aber

quasi in der Gesellschaft was geändert,

sagen wir es weiterhin,

in State of the Art. Das hat sich geändert

und du hast dich geändert. Wie würdest du es heute

machen?

Ja,

das ist ein bisschen

schwierig zu beantworten, weil

wir haben Zeit.

Also ich,

ich würde,

ich weiß nicht, ob ich

mit dem, wenn ich jetzt

sage, jetzt habe ich, was ist die

Ausgangssituation?

Also mein Papa hat das entwickelt

und man lernt ja viel für die Eltern auch.

Und man hat das als gut empfunden.

Und ich habe das dann weiterentwickelt

und habe das auch bis auf,

bis vor sechs,

sieben Jahren auch noch als gut empfunden.

Und wenn ich sage, wie mache ich das jetzt?

Ist das extrem schwierig, weil

ich grundsätzlich von dem

überzeugt war, wie ich es

gemacht habe. Aber es

wird nicht mehr so akzeptiert, als wie es

jetzt ist. Und das ist vielleicht eh gut so,

dass wir da ein wenig an Werte

wandeln kriegen. Aber

ich darf jetzt nicht meine ganzen

Gebäude niederreißen.

Nein, ich weiß es nicht.

Ich bin da so reingewachsen.

Ich habe jetzt nie die

Dings gehabt, dass ich sage, ich habe nichts.

Und dann mach was draus.

Es ist irgendwie so,

es ist so ganz, ganz, ganz langsam

gewachsen. Und ich habe das so

lang mitbestimmen können.

Ich habe da eigentlich keine Antwort.

Es ist jetzt so, die

gesellschaftliche Wahrnehmung und Entwicklung

ist ja im Prinzip dahingehend, dass man sagt,

okay, mit diesem

System sind wir aus Gesellschaft

nicht mehr so einverstanden. Wir möchten das

eigentlich ändern. Heißt, bist du

mit dem Aufwachsen, bist du quasi mit

dieser öffentlichen Meinung

oder mit dieser Veränderung konfrontiert,

weil du musst das ändern. Wir hätten es gern anders.

Aber du bist jetzt damit konfrontiert,

dass das du ändern solltest.

Oder vielleicht hättest du das auch

genannt.

Natürlich hast du vor 25

Jahren anders gedacht. Haben wir alle wahrscheinlich.

Ich habe vor 25 Jahren anders gedacht, wie heute.

Wie hat sich deine Einstellung verändert

und wie ist das aus deiner Sicht? Weil du bist

unmittelbar betroffen, weil du musst

dir ändern. Ich muss ja nur was anderes kaufen.

Als Konsument fordere ich dir nur,

ich hätte das gerne aus dem und dem Grund.

Du bist jetzt der, der was umsetzen muss.

Beschreib das mal ein bisschen,

wie es dir damit geht

und was das für dich heißt.

Was es mit dir macht, das ist das, was

wir auch gerne erfahren möchten.

Grundsätzlich

baut sich für mich

ein Druck auf und

eine Selbst-Hinterfragung.

Das heißt, wenn ich

jetzt anders in die Strecke gehe, als wenn ich

vor zehn Jahren in die Strecke gegangen bin.

Weil ich jetzt irgendwie

wenn ich da auf die

sozialen Medien dann

Kommentare lese,

wo ich sage,

wo es mein Beruf stand

oder wo ich mich auch angriffen fühle,

wenn sie es nicht direkt mir ansprechen,

aber wenn es jetzt die Schweinebranche

angesprochen wird, dass man sagt,

da ist Massentier halt noch das wenigste Problem.

Also da geht es

teilweise so tief runter, wo ich mir dann

selber eigentlich denke,

ist das richtig,

was ich mache.

Und das ist

irgendwie, das beschäftigt

mich jetzt seit

den letzten fünf Jahren.

Der Gedankengang.

Und jetzt habe ich schon

die Motivation, etwas zu verändern.

Auf jeden Fall. Aber ich will jetzt nicht

die Gebäude, die

von der Substanz super sind,

wegschieben

und wieder etwas Neues

machen, wo ich sage, jetzt baue ich da komplett

etwas Neues auf.

Und dann bin ich mir auch nicht sicher, ob in zehn Jahren

das von der Gesellschaft so gesehen wird,

dass man sagt, okay, das passt jetzt.

Weil das ist schon ein wenig das Problem,

dass ich sage, es ist doch nicht lange her,

wir reden ja jetzt nicht über

Generationen hinweg.

Das hat sich jetzt in der letzten Generation so

entwickelt. Und jetzt haben wir das da.

Und jetzt passt es nicht mehr.

Und ich bin ja jetzt quasi jetzt

noch 20 Jahre sage ich jetzt

ganz grob, auf jeden Fall noch, dass ich

etwas tun möchte in der Landwirtschaft.

Und das System,

das ich habe, das geht ja noch lange.

Aber ich habe jetzt wirklich ein wenig

die Sorge, dass ich sage,

das passt jetzt nicht mehr, was ich mache.

Das ist nicht mehr akzeptiert und dann geht es mir selber nicht gut.

Und ich

hinterfrage es selber auch.

Und was tue ich jetzt?

Ich möchte jetzt quasi das verbessern.

Dass es für mich selber wieder passt.

Und da sind wir jetzt

mit der BOKU und mit

den Kundenstern da. Jetzt machen wir das

als Erforschungsprojekt, wo man sich genau so

anstellt, wie ich es habe.

Wie ich glaube, das ist gesagt, dass so

60% der Schweine halt daheim.

Was können wir da drinnen machen?

Dass wir das verbessern.

Aber jetzt nicht, dass ich sage,

dass ich das ganze Gebäude gleich wegschieben muss.

Und weil ich habe das,

das ist noch gar nicht so lange her, dass wir das investiert haben.

Und so Kredite, die laufen mir gleich mal

22, 25 Jahre. Und das muss ja,

ich kann jetzt nicht sagen, okay, du

machst den Schwein weg. Und machen wir 100% mehr Platz.

Dass es den Schweinen besser geht.

Aber dann geht es in meine ganze Rechnung.

Das geht ja dann halt öfter nicht mehr aus.

Da bräuchte es dann halt die 100%

auch Preisaufschlag.

Genau, dann ging das. Aber das ist

einfach auch schwierig. Aber in erster Linie

will ich jetzt einmal für mich selber.

Und ich glaube, dass vielleicht

andere Schweine halt da so geht.

Einfach Lösungsvorschläge erarbeiten.

Dass man sagt, hey, mach

das und das und das und das.

Wenn es dem Tier besser geht, dann geht es dir auch gut.

Und dann,

ja,

das ist schon irgendwie, dass man

für sich selber einfach das macht.

Weil für die Leute,

ich glaube, für die Extremen wird es nie passen.

Also die wird es nie passen.

Also sage ich mal, wenn da nicht drei Schweine

nur draußen auf der grünen Wiese

miteinander reinrennen, das geht noch.

Aber dann ist da ziemlich zusammengeräumt.

Das ist einfach so das, ich glaube,

ich weiß auch nicht, ob ich jetzt sage, ein bisschen ein Auslauf dazu.

Ich weiß nicht, das reicht halt jetzt noch.

Aber ob das in zehn Jahren

noch reicht, das weiß kein Mensch nicht.

Und das ist immer so das,

weil auch für die Jungen,

ich beschäftige mich viel mit jungen

Schweinebauern, wenn der jetzt sagt, hey,

ich möchte gerne einen Schweine-Stall bauen,

was soll ich jetzt für einen Stall bauen?

Was darfst du mir empfehlen?

Also ich darf ihm schon empfehlen, dass er auf jeden Fall in die

Tierwollschiene geht.

Auf jeden Fall mehr Platz.

Aber dass in so einem Rahmen ist,

wo ich sage, er kann irgendwie

ein bisschen jonglieren.

Er kann vielleicht sogar irgendwann mal Bio machen

oder er kann auch, wenn es ist, weniger machen.

Dass er einfach flexibel ist ein bisschen.

Ich würde vielleicht meinen

Neichen stellen, wenn ich jetzt, sage ich mal,

ich baue einen.

Dann würde ich es so bauen,

dass ich quasi auf jeden Fall,

ich mache auf jeden Fall einen Auslauf,

dass einfach die Leute wieder die Schweine sehen.

Die Leute die Schweine sehen.

Ja, ich finde bei den Kias

ist das schon eine Riesengeschichte,

weil da sind, die sind auf der Alm,

die sind auf der Wart und da hast du

einfach einen Bezugspunkt.

Das ist bei den Schweinen nicht so.

Wie so, das sieht man nicht.

Und sonst sind die

quasi in die Stelle drinnen.

Und wenn die Leute

vielleicht das Schwein

beim Vorbeigehen oder sehen,

dann ist das vielleicht auch

in der Kommunikation und in der Wahrnehmung

vielleicht wird das ein bisschen, dass es

wieder ein wenig einfacher wird.

Aber ich, also ich

dare einfach das System so bauen,

dass ich, ja,

mehrere Möglichkeiten habe und adaptieren kann.

Also quasi, dass ich sage,

ok, wenn Bio gefordert wird,

oder Nürnbergblatt oder dies,

dass ich das machen kann.

Gäbe es in dem Szenario noch Spalten

oder ist es dann reine Nichtspalten?

Was ist denn das Gegenstück zu Nichtspalten?

Wieder auf den Hüllboden?

Also ich glaube,

ich finde, dass beides braucht.

Also ich finde jetzt den perforierten Boden,

wo zum Coten

und auch, ich sage mal,

wenn es heiß ist, zum Liegen.

Also das ist ja

die

Dackzammschweinhöder, auf dem

perforierten Boden zum Liegen, als wie in der Strah,

weil es einfach kühler ist und angenehmer ist.

Aber es

braucht natürlich auch so planbefestigte

Fläche, wo ich sage, da kann eine Beschäftigung

eine da, da kann ich was zum wühlen, eine da.

Das braucht es auch. Das ist so,

die Struktur, dass man sagt,

ok, da darfst du wühlen,

da darfst du liegen, da darfst du fressen,

da darfst du Coten. Dass man so

die Struktur eingebringt.

Und da wird schon ganz

geforscht und ganz viel gemacht.

Und das geht in eine ganz klasse Richtung.

Weil man

hat das Gefühl,

die Schweinebranche tut nichts,

ganz im Gegenteil.

Und wenn du jetzt weggehst von

die Leid der Gesellschaft, von der wir reden,

von den Preisen von allem,

und du das außen vor lässt, wie würdest du dir

für dich, nur für dich wünschen,

wie deine Schweineleben

gehalten werden, wie auch immer?

Das sind gar keine, das sind direkt

schwere Fragen.

Sonst wäre es ein Faden.

Ja, ich meine,

wir haben drei Ziegen, die sind auf der grünen Wiese.

Das ist schon cool zum Zuschauen.

Ich meine, grundsätzlich ist das schon glas.

Aber das ist,

das ist vielleicht noch,

reden wir von Nutztieren

oder reden wir von Haustieren?

Als Schwein.

Das ist tatsächlich die Frage. Aber ich würde jetzt von Nutztieren sprechen.

Die, die wir halten und messen

und dann schlachten, um sie zu essen.

Also ich glaube, dass

das

einen Bereich braucht,

also ich glaube schon,

das Optimale ist, wenn es

verschiedene Bereiche hat, das Schwein,

wo es sich aussuchen kann.

Das heißt, wie ich es zuerst gerade beschrieben habe,

ich glaube, dass das das Beste wäre.

Weil,

ich habe es nochmal so verglichen,

es ist, dass man jetzt sagt,

einer, der

in einem Einfamilienhaus an einem See wohnt,

quasi ein Riesengrundstück hat

und im Wald, so quasi Panorama,

wie man sich das so vorstellt,

dem muss es nicht direkt

besser gehen, als wie einem,

der quasi in der

20 Quadratmeter Wohnung

in Wien,

im größten Hochhaus, irgendwo drinnen wohnt.

Es kann ja sein, dass dem auch besser geht.

Es heißt ja nicht immer nur,

dass quasi die Bodenbeschaffenheit

und

das Rundherum

einig, für das

verantwortlich ist, ob es mir

jetzt gut geht oder nicht.

Ich glaube, dass da schon noch ganz viel mehr

mitspielt. Und ich finde,

als Schweinebauer ist es einfach wichtig, dass ich

das Tier als Tier sehe und nicht

als Produkt Fleisch.

Und dass ich

da einen Bezug habe zu den Tieren.

Das finde ich, das ist,

ob das jetzt ein Bohnen ist,

der was jetzt, weiß ich nicht,

eine Perforation hat oder keine Perforation,

sicher ist es

wichtig, aber es ist nicht

essentiell. Also ich finde,

wenn ich einen Bezug habe zu den Tieren

und dann steige und mich dann

kommuniziere und

ich

traue mich schon an zu sagen, dass ich

das ein wenig

spüre, ob es den Tieren wirklich

gut oder schlecht geht.

Das kenne ich bei den Eierwaschen schon.

Wenn die ein Test hängen,

dann ist es schon mal gut, wenn sie ein wenig so

gut sind, dann sind sie nicht gut drauf.

Und da schaue ich irgendwie,

ich weiß es auch nicht.

Aber man merkt, man hört

so richtig dein Hadern in der

Stimme, dass dir das Thema einfach

nicht wurscht ist. Also dass du da wirklich

ringst mit dir.

Du hast gesagt, vor fünf Jahren hat das angefangen.

Oder? So ein bisschen.

Was war damals

der Auslöser?

Oder warum seit

fünf Jahren?

Ja,

ich glaube, dass es das Internet ist.

Also ich glaube, für mich

ist es rein die sozialen Medien.

Dass das schon irgendwie

damals

wirklich

da ist es mir wirklich

mal voll schlecht gegangen.

Und also die

Darstellung. Man kann jetzt sagen,

man braucht so einen Anstoß,

dass man etwas verbessert. Meistens

ist es ja so. Ich sage mal, wenn

alles super ist und alles gut ist,

dann hast du halt den

Kick auch nicht, dass du sagst,

ok, und jetzt sitze ich hier.

Hin und wieder brauchst du diesen Impuls.

Genau. Aber ich finde,

der Impuls ist ja

eh schon gegeben worden.

Das ist für mich selber, ist der vor fünf Jahren

oder vielleicht sogar noch ein bisschen früher,

ist der Impuls gekommen.

Und dann sage ich, ok, jawohl, da ist einmal

ein Impuls da. Da kann es auch mal

ein bisschen hart runtergehen. Das ist ja kein Problem.

Aber was jetzt das Problem ist, finde ich,

dass immer,

dass ich das Gefühl habe,

es gibt mir

jeden Tag einen Impuls.

Und teilweise auf eine Art und Weise,

wo es mir einfach

nicht mehr

klasse ist.

Ich sage mal,

ja, ich habe dann schon mal aufgehört,

dann las ich halt das mit dem Facebook und

mit den ganzen sozialen Medien. Schauen wir uns halt nicht mehr an.

Aber dann halten wir es doch wieder nicht aus.

Dann schaut man halt doch wieder mal.

Und dann kriegt man aber wieder 100

Impulse, dass man sagt,

man muss alles verändern.

Und ich finde, die

Impulse, die sind gegeben worden und die sind auch

in der Branche angekommen. Zu 100 Prozent.

Und es bewegt

sich gewaltig viel. Und es wird

da wirklich, da sind vollfindige

Leute, die was machen, Projekte

werden gemacht und

Außenglebersteller werden gebaut

und was weiß ich was alles. Und da passiert

so viel. Und wir tun es ja aber so schwer,

dass wir das dann so weit

durchbringen zur Gesellschaft,

dass man jetzt

mal gesagt, ja, wo ich das auch nicht tue, wir haben

den Impuls gesetzt. Und jetzt tun

wir es, und jetzt lassen wir es mal machen.

Aber ja, bitte.

Ja, vielleicht ich als Konsument oder

ich, ich bin ja immer der

Ahnungslosere von uns zwei.

Aber aus Konsumentensicht,

man kriegt das,

du sagst, es wird viel gemacht. Die Forderung

nach Tierwohl ist da.

Das einzige, was man mitkriegt, sind

eher die Aufdeckungen, dass

nichts gemacht wird. Das Skandal

kommt dann. Aber

ich kriege ganz ehrlich wenig mit

von Positivbeispielen, wo

jetzt ein Betrieb von selber umstellt. Weil man hört

dann immer nach dem Skandal, die Betriebe sind dann umstellt.

Das ist ein Jahr später, zwei Jahre später,

machen sie dann Gemeinwohl. Ja, da sind es dann

Gemeinwohlbetriebe oder Tierwohlbetriebe, nicht

Gemeinwohlbetriebe. Und

aber man hört nichts

von Betrieben, die von selber gesagt haben,

ich stelle hier zu. Es gibt sowieso die Direktvermarktungsbetriebe,

die es jetzt schon so machen, wie man es im

Idealfall vorstellt.

Aber so, man kriegt nichts mit,

dass Betriebe außerhalb von Direktvermarktung

und Skandal,

das sind die meisten, aber

glaube ich, da kriegt man aber nichts mit.

Also woher soll ich,

ich sage jetzt, woher soll ich das wissen, dass

sich da was tut?

Das ist eigentlich das Riesenthema in der Landwirtschaft

und das Riesenproblem, was wir

jetzt denken, weil wir das,

ich glaube, erstens, wir haben es,

ich würde jetzt auch nicht die, man hat gesagt,

nein, man hätte schon früh, früh anfangen sollen, dass man das

alles kommuniziert, dass man es erklärt,

wie es ist und was man tut. Aber

es war nie notwendig. Es war in der

Landwirtschaft nie notwendig. Es war lange nicht

notwendig, ja. Genau. Zu sagen,

so machen wir es und den

Weg gehen wir jetzt und so weiter. Und

wir haben das auch nicht gelernt. Es ist in der,

wenn jetzt auf die Landwirtschaft schon zurückdenkt,

da ist Kommunikation ist null

Thema. Das ist kein Hauptfach,

das ist kein Nebenfach, das ist

nichts null.

Und wir können, also wir haben es nicht gelernt,

wir haben es nicht müssen und wir können

es auch nicht. Und deswegen glaube ich, muss

man jetzt anfangen, dass man sagt,

lernen wir es und dann,

und tun wir es dann auch.

Wer? Der Landwirt selber?

Der Ortsverband?

Oder wer kommuniziert denn dann?

Ja, ich glaube, dass,

ich sehe schon

eine Riesenchance in die Verbände,

weil die Verbände finde ich, sind wirklich

der Draht zum

Bauen, ich selber. Und

was

früher war, das waren die Landwirtschaftsschüden,

also waren wir in der Schule,

in der Ausbildung,

da wirklich massiv

das Thema eingebringt, das darf extrem

viel helfen. Ich weiß noch, in meiner Meisterausbildung

da hat man schon eine Kommunikation

und, aber das ist so,

da habe ich dann mit den anderen Kursteilnehmern geredet

und das ist alles nicht wichtig.

Das wird einfach so als Randthema gesehen.

Pflanzenbau ist wichtig,

Tierhaltung ist wichtig.

Es ist halt heute echt so,

das gute Produkt, bei dir

ist es dann halt das Schweinefleisch,

wird vorausgesetzt tatsächlich.

Aber,

dass man jetzt drüber reden muss

und selber kommunizieren muss, das ist irgendwie neu.

Und du sagst selber, irgendwie

der Druck von außen, bei dir waren es

die sozialen Medien, haben ja eine Veränderung,

ein Nachdenken, also vielleicht auch eine positive

Veränderung angeschlossen.

Aber was braucht es denn dann im

Nachklären quasi, damit

man auch zu Lösungen kommt?

Also, wir machen da jetzt im aktuell

das e-Best-Projekt,

quasi das Ideen für bestehende Ställe, sage jetzt

einmal, wo man sich selber von der Branche

aus was überlegen, dass wir jetzt

im Stall drin was verbessern.

Und da ist ein wesentliches Kernthema,

dass wir drüber reden.

Erstens einmal,

wie geht es den Menschen dabei?

Also, wie geht es mir jetzt

mit meinem Hausbauer-System?

Das Projekt hat zwei Teile, das Tier

und der Mensch. Weil man vergisst

schon, glaube ich, auch oft

bei den sozialen Medien, dass man

über etwas schimpft, über ein Haltungssystem,

dass da immer ein Bauer dahinter steht,

dass da immer ein Mensch dahinter steht, der was

mit dem Tag täglich arbeitet.

So wie du. So wie ich.

Genau. Und

da ist eben, dass man sich auch den Menschen

anschaut und

dass man dann auch versucht, dass man das lernen.

Wie können wir den

Fortschritt des Projektes von

Anfang an kommunizieren?

Weil, das eine ist, dass man sagt,

zu machen ein Projekt, normal rennt es

oder man macht ein Projekt und dann ist das fertig

und dann gibt es einen Bericht, der ist 50 Seiten

lang, den lässt sich vielleicht einmal der eine

oder andere durch, aber eher nicht.

Das interessiert mich als Konsument, der das fordert,

Banane wirklich. Genau.

Und dann mache ich noch bei Schweinetage

die Vorstellung, das ist zum Beispiel

in der eigenen Bubble

und dann ist das gewesen.

Das ist für mich ein gutes Beispiel.

Die Bewegungsbucht ist entwickelt

worden, gemeinsam mit NGOs,

mit der Forschung. Das war ein riesen

Projekt und ist extrem

erfolgreich gewesen.

Keiner weiß es.

Wie kann man aus deinen Augen

aus der Blase raus und

wenn der Wille der Konsument

ist, dass er das weiß, dass er,

wenn er darauf hinhaut,

schon wenigstens im

Rücken irgendwie hat, ok, da passiert was.

Ja, ich glaube,

wir müssen kommunizieren,

lernen und wir müssen es tun.

Ich glaube, es geht, der Johann

Wolfgang von Goethe hat einmal gesagt,

Erfolg hat drei Buchstaben

und das ist tun.

Und ich glaube, dass es an dem noch scheitert.

Ich glaube, wir müssen Ressourcen

in die

Kommunikation investieren.

Also massiv.

Ich sage jetzt nicht, die AMA macht schon gute Arbeit,

aber die AMA macht Werbung

für das Produkt

und die macht jetzt nicht

in erster Linie Werbung für das

System oder für die Landwirtschaft.

Das System

hält man ja im Druck.

Genau.

Und die Werbung ist jetzt gut

und alles.

Aber das ist auch vielleicht nicht

die Kernaufgabe, aber die

Landwirtschaft glaube ich, muss

Ressourcen schaffen

und die müssen sich dann, ich weiß nicht, Profis,

müssen dann

anfangen

zu den Konsumenten durchzudrängen.

In Form

von Podcasts

wie Bauer to the People oder

dass man jetzt nicht in der

Bauernzeitung drin steht, sondern dass man in der

Kronenzeitung steht. Und dass man

dann, ich meine, beim ökosozialen Form

wird jetzt quasi was aufgebaut,

das sind dann so Agrarscouts, nennen sie das.

Das heißt, das sind einfach Landwirte,

die was dann zu verschiedenen Themen immer

Stellung nehmen.

Wenn irgendwie was diskutiert wird,

dann wird der Landwirt gefragt und der nimmt

dann dort Stellung.

Das ist zum Beispiel schon ein super Schritt in die

Richtung. Aber wir müssen es tun

und wir müssen kommunizieren

und mit

solchen Medien, die

die Bevölkerung lässt.

Aber das ist halt,

ich mache eine Reportage von meinem Betrieb

und dann zeige ich den Stall her,

dann weiß ich nicht,

was dann quasi, ich kann nicht

gleich von, ich weiß gar nichts, wie das da

ausschaut, zu,

das ist zu weit.

Da sind wir genau bei dem Punkt,

du bist, sagst du jetzt auch,

du kannst es ja nicht vollkommen ohne Kontext

herzeigen, weil wir haben schon den Bezug

zueinander ein bisschen verloren und wir wissen

gar nicht mehr, wie es auf voll spaltem Boden ausschaut.

Und es wird auch, da gibt es ganz coole Studien

von der Uni Göttingen, die haben herausgefunden,

du kannst es einfach nicht mehr so kommunizieren,

wie es ist, weil es der Mensch nicht versteht und auch nicht so will.

Sondern du kannst sagen, so ist es,

so wie du es zum Beispiel auch tust, so ist es,

so war es vor 20 Jahren, so ist es mir vor 5 Jahren

noch gegangen und das

hat den und den Grund, aber ich sehe,

ok, das macht was mit mir, das macht was

mit euch, das macht was mit den Schweinen

und auch diesen Veränderungswillen

irgendwie zu kommunizieren und auch zu sagen, ok, Leute,

das geht nicht von hart auf morgen, dazu braucht es

das und das und das und das

und einfach miteinander wiederreden

und also mir ist es jetzt ganz oft schon passiert,

dass ich mit Landwirten spreche,

gerade in die haltenden Betrieben,

die sagen, sie haben einfach Angst, das herzuzeigen,

weil sie Angst haben und keine Lust haben,

angefeindet zu werden, weil ihnen das weh tut.

Ich frage mich, was ist denn, machst du das,

was du jetzt angenommen hast auf dem

Facebook-Kanal oder hast einen, ich weiß es jetzt gar nicht,

und du postest dieses Foto,

du gehst jetzt einfach in den Stall rüber, machst ein Foto,

kein Kommentar, kein Photoshop,

nichts, und dann postest du das und sagst,

das ist es, reden wir drüber.

Was glaubst du oder was ist

deine Erwartung an

die Kommunikation?

Glaubst du, das funktioniert?

Nein, ich glaube nicht, dass das funktioniert.

Zumindest funktioniert es, glaube ich,

nicht, weil

wenn jetzt,

weil erstens wird dann vergessen,

dass ich da dahinter stehe, ich glaube,

das ist immer das erste Ding, da sehe ich jetzt nur

den Bohnen und den Schwein

und ich sage mal, dann wird vielleicht

die Fotos, was man dann so sieht, da sehe ich ja nur

einen Schwein im Hintergrund, alles Fenster

und den Boden ganz kurz

oder ein bisschen, wo ich sage, das ist

alles, da hast du überhaupt keine Weite

und nichts. Also,

aber ich,

vielleicht zur Diskussion,

ich,

ich glaube,

ich täte es nicht, weil ich

lese mir die Kommentare durch

und das,

ich glaube nicht, dass ich das,

dass man das gut tut, mir tut es nicht gut.

Das ist, du machst das Posting,

du liest dann die Kommentare, weil es ist

dein Betrieb, dein Post,

das hält man nicht aus, oder?

Ich mache ein

Posting,

was kritisch ist, sage ich mal,

wo ich gespannt bin,

was kommt

und anscheinend tun wir es auf jeden Fall.

Ich glaube, ich glaube nicht, dass es aushält,

dass ich es nicht anstehe,

ich stelle es nur ein und diskutiere,

ich schaue mir das nicht an.

Ich glaube, schade, dass ihr mitleset,

aber ich glaube,

wenn ich dann sage, ich bin jetzt nicht der Typ,

ich habe ab und zu schon mal was

gepostet und das lasse ich dann

der Martino nachschauen und dann schicke

ich es meinem Papa noch und dann

überlege ich mir zehnmal noch, ob das

mit dem Text, ob das so passt und

dann irgendwann, genau,

tu es dann halt drei Mal drüber und tu es

ein und dann bin ich halt gespannt,

was kommt und das ist so

und das kostet so viel Zeit und so viel

Energie und wenn dann

kommt irgendwas,

das muss nur ein Ding sein.

Also es bringt dir die erste Kritik schon

quasi ein bisschen.

Ich finde es halt, es ist halt nicht

auf Augenhöhe.

Man kann gern wieder

kritisieren, der was mich anschaut

dabei, aber

ich finde es halt immer irgendein

Name,

der Hans irgendwas

und der schreibt etwas ein, den

kenne ich nicht, der kennt mich nicht,

das ist relativ schnell mal

kritisiert.

Und zu was führt das dann?

Oder was löst das dann aus?

Ich gehe jetzt mal davon aus,

ich lege das jetzt quasi in den Mund und mache

ein zweites Posting, oder?

Nein, ich mache dann kein zweites nicht.

Und das heißt,

die Öffnung, die was stattgefunden hat,

ist dann wieder weg, das heißt,

reden wir lieber nicht drüber?

Reden wir lieber woanders, oder?

Was wäre dann die Reaktion drauf?

Oder ist die Reaktion drauf?

Also ich glaube, dass

für mich selber

ja,

ich will es ja

grundsätzlich kommunizieren.

Darüber reden.

Ja, darüber reden.

Aber es ist jetzt einfach für mich schwierig, dass ich das System,

das ich jetzt habe, glaube ich, das schaffe ich nicht.

Das kann ich nicht kommunizieren.

Das habe ich zuerst schon gesagt, dass es nicht mehr geht.

Und das weiß ich auch, das ist mir bewusst.

Deswegen, glaube ich, kommt es zu dem Schritt gar nicht.

So jetzt frontal.

Das passt, wenn man das über euch,

wenn man da was macht, und das ist super.

Aber dass ich da jetzt frontal

quasi da hingehe und das mache,

das glaube ich auch, weil ich auch weiß, dass man das schafft.

Und jetzt, jetzt komme ich vielleicht

noch mal kurz zu einem Projekt,

und wenn ich das Projekt, das mache ich jetzt,

und wenn ich das, dann muss ich mir das echt gut

überlegen, wenn ich das dann herzeuge.

Wie ich es dann sage, dann passt es für mich,

dann zeige ich das her.

Und wenn es dann aber für die Leute nicht passt,

dann glaube ich,

dann werde ich über kurz oder lang

aufhören mit der Scheinhaltung.

Also das hast du schon ausgedacht?

Also wenn ich das jetzt neu hebe,

wenn ich sage, jetzt baue ich es so um,

dass es für mich, dass ich sage, okay,

die Schweine sind dann nicht

auf der grünen Wiese.

Und ich kann vom Hof, ich kann jetzt nicht

in den Hof ein oder so, ich kann,

es ist extrem schwierig, dass ich das dann

auslaufen mache. Aber ich will in

meiner Kammer drin was verbessern.

Und wenn die Verbesserung dann

überhaupt nicht akzeptiert wird.

Es kann sein, dass der Schritt, den du dann machst,

quasi im Rahmen dessen, den das möglich ist,

quasi im bestehenden System, dass der zu klein

ist, um in der Wahrnehmung

wirklich eine

Weiterentwicklung, dass ich sage,

jetzt machen wir zwei Jahre Gedanken,

dann machen wir ein Projekt, das dauert vier Jahre,

ich setze da extrem viele Ressourcen

und Zeit und hier und schon mal jetzt eine

und mache dann was

und dann veröffentliche

das. Und dann reicht es nicht.

Und dann bin ich

kein Ding, dann ist kein

Ding besser.

Ich glaube, das, dann hat

für mich, also die Schweinehaltung,

glaube ich,

eine ganz schwierige Zukunft.

Weil dann habe ich

was aufgebaut, wo ich selber

überzeugt war. Dann kriege ich,

Hans, dann kriege ich den Klick,

dass ich jetzt was, dass das nicht so,

dass man was verbessern muss. Dann verbessere ich

was. Und dann

passt es aber wieder nicht.

Ich glaube, dann

wird es...

Also wenn du dir die aktuelle Dynamik

anschaust, wie

das Thema ist in Bewegung und du hast

auch vor fünf Jahren und es wird ja nicht

aufhören, quasi jetzt die Bewegung,

es wird ja nicht langsamer, nicht weniger.

Es ist jetzt

ein Gedanke von mir. Ich glaube,

wenn du jetzt einen kleinen Schritt machst und jetzt zehn Jahre Ferien denkst,

weil es ist ja wieder verbunden mit Investitionskosten

und dem ganzen Thema,

dann ist jetzt ein kleiner, mittlerer

Schritt für die Sklave

in zehn Jahren. Und dann ist in zehn Jahren

definitiv,

der sich dann wahrscheinlich wieder zu wenig.

Es wird, wahrscheinlich

wird es so sein. Aber dann hat,

dann ist trotzdem für mich,

hat es dann keine Zukunft.

Also weil ich nicht,

ich habe schon,

ich bin aufgewachsen und habe

dann schon mal eine Investition für mein Leben

gemacht. Das muss man sich mal so

quasi vorstellen. Ich habe das schon, ich habe

den Betrieb schon so aufgebaut,

ich weiß noch genau, da habe ich

ein Seminar gemacht und da habe ich dann

zehn Jahre als Plan gemacht. Wo will ich

in zehn Jahren sein? Zehn Jahre ist jetzt

nicht so, aber das ist relativ lang.

Das war genau da zwischen 22 und

30. Also von unserer heutigen Zeit,

wo wir denken, wir wechseln alle drei, vier Jahre

den Job, das ist ein langer Zeithorizont.

Genau, da haben wir das

wirklich intensiv

überlegt. Und dann haben wir den Betrieb,

hat dann der Papa, hat den so

geplant, wie er ihn haben wollte.

Nach zehn Jahren haben wir dann

die Zählen angeschaut und genauso wie

ich es mir vorgeschaut habe,

so ist es geworden. Das ist eins zu eins auf

alles auf der Messe. Genauso.

Und das haben wir gemacht.

Und dann habe ich den Betrieb da,

mein Wunschbetrieb,

dann habe ich ihn da,

genauso wie ihn haben wollte.

Und dann wird mir vor allem

angeführt, okay, das ist eigentlich

so, wie du es gemacht hast,

passt eigentlich nicht so gut.

Und dann sage ich, okay, passt,

dann verbessere ich etwas. Aber dass ich dann

sage, alles noch einmal

nieder und alles komplett anders,

weil es einfach dein Ding ist, dein Lebenswerk,

das noch einmal umhauen

mit der Flasche oder so, das noch einmal hinstellen,

genau. Und dann stelle ich es nämlich

hin und dann bin ich mit 50 vielleicht

fertig, dass ich es hingestellt habe.

Das geht auch nicht von heute auf morgen.

Und dann habe ich noch zehn Jahre

und dann ist aber das, so ein Gebäude

oder so ein Stall, den rechne ich

einmal auf 30 Jahre. Dann hat

meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger

von den Kindern

den Stall da

oder 20 Jahre

lang und vielleicht wollen die gar keine

Schweine nicht halten. Das weiß ich ja

jetzt noch nicht, genau.

Dann sie vielleicht auch nicht.

Genau. Und

deswegen

ist das auch keine Motivation,

dass ich alles niederreiße und alles

noch einmal reiche. Aber das ist so ein,

ich bin da so, und deswegen habe ich

so eine Hoffnung auf das Projekt.

Aber irgendwie, wenn

ich Angst habe, und ich glaube,

dass, ich sage mal,

für gewisse

Gruppierungen, nenne ich es jetzt einmal,

wird es tausendprozentig nicht

reichen. Die werden sicher

sagen, hey, komplett tun wir

sonst. Gut, aber das sind vielleicht die,

die man nie damit erreichen wird. Die werden wir nie damit

erreichen. Aber wenn der Willi jetzt als Konsument

sagt, ich merke überhaupt

nicht, dass da irgendwas passiert, und du als

Landwirt sagst, es ist jetzt so,

wie es ist, ich möchte da was verändern.

Eigentlich will ich ja, dass es die Leute reicht,

dann wäre jetzt meine Idee dazu,

die Menschen da einfach auf diesen

Protest mitzunehmen. Genau. Und

das herzuzeigen tatsächlich auch, also das wäre

einfach mein Zugang bis jetzt ist,

zu erklären, warum. Weil das tun

wir hier und heute ja auch.

Und nicht aus dem Kontext

mit dir, mit euch, je nachdem, wie ihr das

wollt, und auch herzuzeigen, was

sind die Ideen, die man anders machen kann,

und die Leute mitzunehmen. Was sagt ihr dazu?

Ja, mir schießt jetzt auch,

es ist eigentlich sehr gescheit.

Nämlich bevor es bei uns die Leute fragen,

wie wir es

wahrnehmen. Weil wenn es dann durchsteht,

und die Investition gemacht ist,

dann ist es spät. Und einfach auch herzeigen.

Schaut's, Leute, so schaut's aus, so ist es.

Das ist mein Lebenswerk.

Ich tät's total gern für die Schweine, für uns,

wie auch immer, verbessern. Reicht euch das?

Nein, nicht reicht euch das. Nein, nein, nein.

Was sagt ihr? Was sagt ihr dazu?

Und ich hätte die Idee gehabt,

in dem Projekt zerbrechen

wir uns gerade das Hirn über, keine Ahnung,

das Spielmaterial und

was auch immer. Und einfach

das herzeigen. Und dann

miteinander reden. Und dann diskutieren.

Geht das oder geht das? Warum?

Dann kriegt ihr die Stimmung mit. Geht sie das aus

in der Wahrnehmung oder kommt ihr eigentlich

trotz all dem, was wir vorschlagen, mehr Kritik

und Zustimmung? Und dann weißt ihr eh schon,

wo die Tendenz hingeht, oder?

Ja, weil wir haben ja die letzten Jahre tatsächlich

damit verbracht, uns zu überlegen,

wie kann man Landwirtschaft, so wie sie wirklich

ist, kommunizieren,

sodass sie bei den Menschen ankommt. Und dass

man es versteht, dass man es behirnt. Und dass

man vielleicht, dass man irgendwie Begeisterung

wieder findet und einen Bezug. Und wir haben

alles mögliche probiert,

von irgendwelchen Fotos

im richtigen Winkel, mit dem

richtigen Text, irgendwie schön darzustellen.

Ja, auch all das ist wichtig. Aber auch mal

herzuzeigen, wie es ist,

in Dialog zu treten und auch zu sagen, es ist

nicht immer alles lieb. Und es ist nicht immer, dass

natürlich Schweinchen das durchs Feld springt.

Das ist gut wie nie, wahrscheinlich.

Selten. Sondern es schaut halt

so und so aus. Und wir

sind uns bewusst, okay, da muss jetzt vielleicht

etwas weitergehen. Und ihr wollt es anders, wir wollen es anders.

Ja, dann machen wir halt was.

Aber es gibt eben die und die Probleme in der

Umsetzung, dessen das könnte man machen.

Wie ist jetzt ihr das?

Aber wer ist wir?

Also wenn ich jetzt sage, okay,

das machen wir so.

Mit wem rede ich dann? Also ich kann jetzt

nicht, wir haben in Österreich, ich kann jetzt

nicht, wer redet, pressen.

An wen denkst du jetzt so spontan? Wo würdest du

das machen?

Ich würd's mit euch machen.

Mit kurzer Einschreitung, wir haben

nix dafür gegeben, wir sind nicht

abgesprochen. Gute Idee.

Er hat uns Lasagne gegeben,

die Martina hat uns Lasagne gegeben, das war

alles geplant. Wir haben eigentlich umgekehrt, das würde eigentlich sein.

Aber das ist

ganz schwierig, weil

das ist, wer repräsentiert

jetzt sagen wir mal so

den Großteil, dass ich sage

ja, okay, ich sitze mich mal zusammen.

Wer repräsentiert das?

Das sind ja mehrere Stufen, oder? Das bist du

als Thomas und die Martina, ihr seid

die Bauern, ihr darfst es da am Betrieb.

Gut, dann ist die nächste Stufe vielleicht

der Verband, in deinem Fall die jungen

Veredler, und die nächste Stufe ist dann

vielleicht die Bezirksbauernkammer und die nächste, und und und.

Nein, in der

Bubble ist es mir schon klar, in der eigenen.

Das ist mir schon klar, aber wer ist

quasi, wer von Anfang an sagt, wer ist

nicht die Bubble, wer sagt, okay,

wir sollen so mit den Leuten zusammensitzen,

also quasi mit den Bürgern und

diskutieren oder wir wollen das damit bringen und

einbinden, wer repräsentiert

die Bürger? Und alle anderen.

Und alle anderen, weil es gibt ja,

sage ich mal, ich weiß nicht, wieviel

Prozent der Leute, aber ich sage mal, ganz

viele Leute gibt, die was sagen,

Österreich, Top-Lebensmittel

passt, es ist eh okay,

wie es ist. Und ich kann, ich habe

immer was zu messen,

das setzen sie mit, die wollen,

die haben andere Themen. Also ich

habe gestern, ich weiß nicht in welchem Kontext, das

war doch, wir sind

gesessen und wir haben genau dieses Thema

angesprochen in einem anderen Kontext und da war so

quasi die 20 Prozent, die du erreichen kannst,

die begeistert sind, sind dann die, die

anderen 80 Prozent mitzahnen.

Das war so die Idee.

Aber es fängt halt

im kleinen Kreis an und das ist natürlich die Frage,

die wir uns auch immer stellen,

wie, aber man muss,

genau wie du sagst, man muss einmal anfangen,

tun.

Also wenn wer Ideen draußen hat, bitte

schreibt es uns an.

Ja und nicht nur das, es ist halt wirklich, dass uns

auch mal in der Bubble vielleicht

oder dass der Bubble bewusst wird,

jedem anders, dass man halt

ruhig kommunizieren kann und da auch

ehrlich sein kann und den Dialog suchen

und dass auch wenn Kritik kommt,

weil das macht was

mit einem, das passiert uns genauso und

ich muss da oft sehr schlucken

und das tut mir oft sehr weh und manchmal

renn ich schrein im Kreis und hasse die ganze Welt,

aber es gibt einen Unterschied,

ich will nicht ein Lied davon singen,

es gibt einen Unterschied zwischen

Kritik, die ernst gemein ist, wo man

dann in Dialog treten kann

oder quasi einer

Bösartigkeit oder einem Urteil, wo

man eigentlich nicht viel machen kann.

Da antwortet man dann vielleicht und versucht

immer sagen, man muss den,

da versucht man den anderen von seinem Standpunkt

zu überzeugen und hört auf zum Zuhören.

Genau, das ist mir so ein bisschen ungeheilt.

Oder es spricht halt sein Urteil und

durchs Reden kommen die Leute, nicht durchs Schreien

aber genau das ist es, Kritik ist

eigentlich das und der Willi

kritisiert mich sehr oft und ich ihn,

aber das ist das, wo wir tatsächlich

wachsen, wo

man weiterkommt und es ist zwar

oft nicht einfach, weil es einem was vor Augen

führt, was man vielleicht irgendwo weiß oder

schon gespürt hat und dann liegt es am Tisch

und man heißt sich Arsch.

Aber meine Frage,

ich würd gern jetzt, du hast vorher gesagt,

wir hören mal auf.

Mit der Schweine heute.

Hängt euer Herz

an der Landwirtschaft oder hängt euer

Herz an den Schweinen?

Ist für euch eine Alternative zu den

Schweinen denkbar?

Wenn jetzt,

wenn die gesellschaftliche Meinung

generell weniger Fleisch

oder gar kein Fleisch mehr, die Tendenzen

zeigen ja ein bisschen in der weiteren Zukunft

in diese Richtung.

Was könntet ihr euch vorstellen,

ganz was anderes zu machen innerhalb

der Landwirtschaft? Oder hängt euer

Herz tatsächlich an den Schweinen?

Also,

mein Herz hängt schon an den Schweinen.

Das Herz von der Martina glaube ich.

Das müsst ihr selber sagen.

Aber ich glaube schon, dass

ich,

vielleicht,

vielleicht

meine Zukunftsstrategie

war nicht

deswegen

hab ich das auch sagen können, dass ich quasi,

dann haben halt keine Schweine mehr.

Ich möchte das schon

ein bisschen so machen, wie es

mein Vater gemacht hat.

Und zwar

hat es, und Mama natürlich auch,

also meine Eltern,

sie haben mich extrem

bald quasi einbunden

in die Landwirtschaft.

Hast du einfach mitarbeiten lassen?

Nein,

dass man komplett frei in die Ideen ist.

Das heißt, dass ich immer so,

wenn ich gesagt hätte damals,

hey, Kühe würden wir tragen,

oder Schafe oder Hähner oder irgendetwas,

dann hätte sich der Betrieb sich in die Richtung entwickelt.

Das war aber ganz,

das ist schon ganz, ganz, ganz bald angegangen.

Wie alt warst du da?

Da war ich Ritzlhof

15, 14.

Also wirklich bald? Ja, finde ich schon bald.

Dass man dann den Betriebsentwicklung

dann da schon ein bisschen

und

das ist auch quasi

die Zukunftsstrategie,

dass man jetzt,

vor den Kindern, es schaut jetzt einmal ganz gut aus.

Kinder sind wieder

alle da, aber alles läuft.

Das ist okay.

Die Valentina

ist quasi die Ältere, die kommt jetzt

dann nächstes Jahr nach Ellenberg

in der Landwirtschaftsschule

und wird dort auch

ihre Ideen und Erfahrungen sammeln

und sie ist motiviert,

in einem Hof was zu machen.

Das ist dann schon meine Automation,

dass ich quasi, wenn jetzt

die Valentina dann

einen Hof übernehmen möchte,

dass sie dann ihre Ideen verwirkliche,

sage ich jetzt einmal.

Das heißt, wenn sie sagt, sie möchte Pferde,

sie möchte Schafe,

sie möchte Hähner oder was auch immer,

dann machen wir halt einmal ein bisschen weniger Schweine

und dann halt einmal Pferde rein,

zum Beispiel, oder was auch immer.

Und dass sie dann einmal sieht,

das ist so, und dann habe ich da die Pferde.

Aber es ist grundsätzlich, das Einkommen

des Betriebes ist noch gesichert,

weil wir ja quasi

die Schweine haben.

Also du legst ein bisschen in die Hände der Zukunft

die Entscheidungen dann mitzutragen,

die sie dann in ihrem Lebenswerk verwirklichen möchte.

Genau, so wie sie auch gehabt hat.

Das heißt, wenn sie dann einen Betrieb übernimmt,

dann sollte der Betrieb

im besten Fall so dastehen,

wie er sie haben möchte.

Das war bei mir auch so, der Betrieb war

genauso, wie ich ihn haben wollte.

So ist er dann, wie ich ihn übernommen habe,

so ist er dann da gewesen.

Und ich will nicht, dass ich jetzt etwas investiere,

groß, und sie dann

quasi, ich belasse sie dann

mit dem, was ich gemacht habe.

Sie kann ja nicht entscheiden, was sie noch in deinen Schulden drin haben.

Genau, und deswegen ist,

dass ich jetzt sage, okay, jetzt brauche ich,

wenn ein Tier sagt, ja, sie möchte jetzt

einen Tierwohlstahl haben,

mit Auslauf und Strohhaltung

und was weiß ich, dann mache ich das.

Dann reiße ich das Gebäude nieder

und baue sowas hin.

Wenn sie das haben möchte.

Wenn sie jetzt zum Beispiel sagt, ich möchte gerne eilen.

Oder Fischtanks in den Schweine stellen.

Nein, es gibt keine Grenzen.

Nein, aber es gibt...

Es gibt keine Grenzen.

Die einzige Grenze ist aus meiner Sicht,

dass man einfach klein anfängt.

Aber den Betrieb weiterführt.

Aber den Betrieb weiterführt.

Aber dass man quasi sagt,

jetzt darf mich das interessieren,

auch wenn sie zum Beispiel Algen sind.

Dann machen wir halt einmal

eine kleine Test.

Schauen wir mal, wie rennt das,

und dann kann man das sukzessive vergrößern.

Das ist genauso bei uns, es ist langsam gewachsen.

Ich reiße es nicht alles nieder

und baue da eine Algenhalle hin.

Und da funktioniert es nicht.

Genau.

Valentina ist jetzt 13.

Und das ist in 2, 3 oder 4 oder 5 Jahren

gibt es vielleicht schon Tendenzen.

Wenn Valentina einen Betrieb übernehmen mag.

Ich sage jetzt nicht, dass der Jonathan

oder Paulina nicht...

Es ist noch nicht niedergeschrieben,

dass man Paulina kriegt.

Aber die Tendenz geht jetzt einmal...

Jetzt sind alle wieder Montag.

Deswegen dahin, weil Valentina

schon mal Landwirtschaft schön macht.

Das freut mich viel.

Das ist das Schönste.

Das ist quasi die Zukunft

so ein Betrieb.

Ich will nicht weinen,

was hinsetzen, mit dem

ich dann was tun muss.

Für mich ist das schon sehr interessant,

weil du bist jetzt 41.

Bald, ich bin 41.

Du bist 40.

Ich bin noch nicht alt, hoffe ich.

Es hat ja reale Auswirkungen.

Wenn du jetzt investierst,

hat es reale Auswirkungen

auf die Übergabe in die nächste Generation,

wenn es eine große Investition ist.

Du musst jetzt schon anfangen.

Wenn es 30 Jahre ist...

Und 30 Jahre ist jetzt nicht...

In der Landwirtschaft,

hier in Neichs Gebäude,

ist 30 Jahre eigentlich ein und zu wenig.

Man schreibt es auf 30 Jahre ab.

Du wirst ja auch Geld damit verdienen.

Dann ist es abgeschrieben.

Und dann reißt es auch nicht wieder weg.

Das heißt, wenn du jetzt was machst,

dann im großen Stil,

dann muss das für die nächste Generation passen.

Meine Eltern haben das bei mir nicht da.

Und wir wollen das bei unseren Kindern auch nicht,

dass man wenn wo reinträgt.

Weil ich finde, das ist nicht lustig.

Da hast du wenig Perspektive.

Genau. Und deswegen glaube ich,

haben wir teilweise Betriebe Probleme,

wenn man zu Hause etwas im Betrieb übernimmt.

Weil es einfach...

Vor allen Dingen nicht der Tatsachen hat.

Genau.

Es gibt schon so Ausnahmefälle,

wie Twicky zum Beispiel.

Die Victoria Erich.

Die, die zuerst etwas anderes gemacht hat,

und dann halt am Hof zurückgekommen ist.

Was halt selber gar nicht geplant hat.

Aber das, dass ich jetzt sage,

jetzt baue ich ein 30er Gebäude an mir

und baue ich einen Sauster hin.

Und dann hoffe ich,

dass das vielleicht dann passiert,

dass dann der oder die Hofnachfolger

das dann machen mag.

Mit Freude.

Das ist ein Risiko.

Und das Risiko, das haben wir gesagt,

das gehen wir nicht ein.

Wir wollen einfach die Kinder komplett frei

in ihren Dings lassen.

Und den Hof dann für sich selber

so entwickeln, wie sie ihn haben wollen.

Und dann haben sie auch Freude.

Ein Blick auf die Kinder, ob sie ihn haben können.

Super.

Wo geht denn generell die Zukunft

jetzt in der Landwirtschaft?

Wo ist denn die Schweinebranche generell

speziell und Landwirtschaft im Allgemeinen

so von der heutigen Perspektive aus gesehen?

Ich glaube, dass wir

von der Technik her

auch wieder weitergehen.

Also das ist ja,

es muss immer eine Weiterentwicklung sein.

Ein Landwirt, der was jetzt nicht

eine Weiterentwicklung hat,

das kann ich nicht machen.

Entweder ich mache eine Weiterentwicklung

oder ich höre auf.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Das ist hundertprozentig so.

Ich bin ja auch selber ein Unternehmer

und ich kann ja jetzt nicht

was machen in Zukunft, was ein Rückschritt ist.

Das ist ja nicht logisch.

Das tut ja keiner.

Jeder versucht für sich selber, wenn er ein Unternehmen hat,

dass es weiterentwickelt.

Und nicht, dass ich jetzt sage,

jetzt habe ich ein Unternehmen

zurück.

Jetzt fahre ich

plakativ die Sau wieder Händisch.

Das tue ich nicht.

Das ist die automatische

Weiterentwicklung.

Das ist so ein Unternehmerische.

Deswegen glaube ich auch, dass in Zukunft

für die landwirtschaftlichen Betriebe

eine Weiterentwicklung brauchen.

Es muss einfach

etwas besser werden.

Und es wird eher so diskutiert,

ja, gehen wir eher

so nehmen, so die teilweise auch wahr,

so die idyllischen

Landwirtschaft, dass man sagt,

ja, und so eher Richtung

Direktvermarkter.

Das boomt extrem.

Ein Bekannter von uns hat jetzt

gerade wieder angefangen zum Teil zu testen

mit der Handzmöcheln.

Weil die Nachfrage nämlich da ist.

Das ist das, was du jetzt sagst.

Du wirst niemals den Schritt zurückgehen.

Aber die Nachfrage scheinen wir da,

dass zumindest einige Betriebe jetzt wirklich

überlegen, die Kühe wieder mit den Händen

zu melden. Und dementsprechende Preise auch zu verlangen.

Und dementsprechende Preise auch zu verlangen.

Das ist dann wieder kein

Rückschritt, oder? Das ist kein Rückschritt.

Wie beschreibst du das dann?

Ein Rückschritt ist für mich,

das jetzt für mich heißt zum Beispiel,

ich muss jetzt schauen, dass ich ein Stroh reintue,

und Gregor

quasi für das nicht mehr zahlt, zum Beispiel.

Das ist für mich, dass ich sage,

ich hab mehr Arbeit, ich tu mir mehr Arbeit

dann, ich hab vielleicht mehr Probleme,

was ich vorher nicht gehabt hab.

Es wird alles schwieriger.

Ich hab aber dann keinen Mehrwert.

Für mich ist das dann ein Rückschritt,

weil ich hab schon mal Stroh gehabt,

und geh wieder zurück, so bis es frier war.

Es war ein Strohstandard.

Genau.

Das ist eben so das Beispiel jetzt gesagt.

Generell glaube ich,

die Landwirtschaft wird sicher noch moderner werden.

Ich glaube, dass man

zum Beispiel am Feld,

der wird noch weiter zurückgehen.

Es wird dann so vielleicht,

beim Mais, den man es gut versteht,

gibt es sogar schon so Ideen,

wie die Rosenmeerroboter,

die fahren dann Tag und Nacht am Maisfeld hin und her

und reißen dann das Unkraut aus.

Also so in die Richtung, glaube ich,

da kommt ganz, ganz, ganz viel.

Und es wird auch noch weiterhin,

dass man jetzt mit Drohnen, gibt's auch schon,

über die Felder drüber fliegt und schaut,

wie ist der Entwicklungsstand des Getreides,

dass er netter ist, das Getreide düngt,

der die Drohne schickt, ist dann zum Streuer

und ich fahre nicht drüber und der macht Aufzug.

Das heißt,

ressourcenschonend,

also quasi auch düngerschonend,

umweltschonend und da passiert

extrem viel.

Wie ist es mit Sensoren direkt bei den Tieren?

Tut sich da viel? Also Big Data dann quasi?

Im Rinderbereich schon.

Da tut sich schon viel.

Im Schweinebereich ist das noch nicht so.

Es war einmal das Thema die elektronische Ohrmarke.

Das heißt, dass ich

die Daten vom Schwein in der Ohrmarke habe,

dass ich quasi jetzt mit einem Scanner

schauen kann, ok, wann ist das geboren

und so weiter.

Also Daten auslesen.

Aktiv Daten erheben, weil wir beim Markus Kruber waren,

glaube ich, Milchviehbetrieb,

die haben Sensoren,

wo die die Kaugeschwindigkeit

oder die Wiederkaugeschwindigkeit messen

und von dem kann man dann draufschließen,

wie es dem Tier gerade geht,

wie genau, weiß ich jetzt nicht,

aber so richtig, wie mit

einer Sporttour, Bulls messen und so weiter.

Schaut jeden Tag in der Früh auf die Uhr,

aber schon tot. Also im Schweinebereich

war es jetzt diesbezüglich

noch nicht so aktiv.

Ich glaube, es gibt schon so Kameras,

die quasi von oben

die Schweine erheben

und dann schauen wir, wie weit geht das

und wie viel geht das und wenn ein Schwein

ein wenig weniger geht, dass man da was erkennt.

Aber da geht die Reise

definitiv um Digitalisierung,

Automatisierung.

Und es ist halt jetzt schon

ein Ocker,

dass du mit den Lenksystemen

nicht mehr lenken brauchst.

Der Traktor lenkt sich vorher alleine

und irgendwann werden wir wahrscheinlich

nicht mehr umsitzen.

Der fährt dann alleine umeinander.

Was ich aber eigentlich schon finde

und das für mich,

man verliert halt ein wenig den Bezug dann.

Also wenn ich jetzt sage,

jetzt tue ich nicht quasi im Büro, sage ich jetzt,

okay, heute ist es zum Wärtsanbau

und fährt dann raus und baut das an,

ist grundsätzlich effizient, weil ich Arbeitszeit spare,

aber ich verliere halt den Bezug

und das ist halt

zum...

Früher hat man halt

therapeutisch ausgeräumt.

Das ist halt so der Widerspruch dann.

Und das ist schon irgendwie...

Die Frage haben wir auch ein bisschen

hin und wieder mal gehabt.

Wo ist die Grenze?

Wie viel

Mensch braucht die Landwirtschaft noch,

dass die Landwirtschaft bleibt,

oder kann man es eigentlich den Menschen

irgendwann mit guten Sensoren etc.

komplett ausrationalisieren,

also dass der Mensch

eigentlich nicht mehr notwendig ist,

weil der Boden wird berechnet,

die Sensoren wissen wie der Boden ist,

im Prinzip brauche ich keinen

Fachmann,

keine Fachfrau mehr, sondern eigentlich nur

vielleicht tut es und dann mal wenn der

einen Schalter umlegt.

Oder braucht die Landwirtschaft

den Menschen?

Braucht der Mensch

die Landwirtschaft?

Hätte ich auch gemacht.

Das möchte ich

vielleicht so beantworten, dass

die Landwirte

nicht halt jetzt nur

das sind. Also ich sage mal,

wenn jetzt zum Beispiel Schaubern bei uns

im Ort, waren es da

bei den Vereine

und so, oder

die was halt irgendwie

für andere auch was tun, die was das Ortsleben

prägen und so,

das sind schon auch oft Landwirte.

Und ich sehe es zum Beispiel, wenn ich

bei der Musee aktiv bin, wenn man da

eine Begräbnis-Spielerei hat, weil

wer gestorben ist, dann hast du halt die

Landwirte, die kommen halt und spielen da.

Weil die können halt weg von

daheim, die können sich das Seid ein, dass sie dann da

sind. Einer der was arbeiten geht

und sagt, du, jetzt hätte ich da eine Spielerei,

kann ich da jetzt,

das ist ganz ganz schwierig,

das ist nur eine Kleinigkeit.

Und da gibt es aber glaube ich schon

mehrere so Sachen, wo ich sage,

die Landwirte

tun auch so für

die Kulturpflege, sage ich jetzt mal.

Das ist jetzt für mich wieder ganz was,

wie so ein leichter

Haar-Moment, vielleicht hat man mich denken gehört, aber

es ist wirklich,

dass ich sage, der Landwirt

kann, ist ein Verband,

oder muss ich, fühlt ja

in der Gemeinde, muss halt immer

spontan mal einspringen,

d.h. der Landwirt hat einfach mehr Zeit,

sich diese Zeit einzudellen, und wenn ich da von

rein bis irgendwo heim gehe, oder vielleicht

nur auswärts bin, kann ich das ja nicht

machen. Aber das Begräben ist halt

dann, oder sonst,

oder ich feier.

Okay, also ich würde mir

eine Frage stellen, weil ich so erkennte,

d.h. es sind ja

oft die Landwirte

in der

Bergrettung ist das Ding, oder bei der

Muse, oder da, das geht auch deswegen,

weil ich mir das vielleicht besser einteilen

kann, ist das wirklich ein Gesamt?

Ich brauche nirgends Fragen,

oder bei der Feuerwehr z.B., wenn

ein Unfall passiert, das kann

immer sein, wir haben im Ort

Gott sei Dank ein Unternehmen, wo die

Leute dann weg dürfen, das ist eine

Firma, aber das ist, wo ist denn das schon,

und ich brauche nirgends Fragen, ich

gehe einfach, der Tier, und

hilft da, und es ist schon so,

ich habe das Gefühl, dass die Landwirte

von,

ich würde sagen, dass die anderen nicht

haben, aber das Soziale,

das ist schon ein wenig

das Zusammenhelfen, und das Gemeinsame,

das ist in der Landwirtschaft, das ist extrem,

z.B. wenn ich auf der

Straße fahre, mit dem Traktor,

dann teilt man sich einfach,

wenn da ein Bauer gegenüber fährt.

Das kann ich beim Radfahren aber auch.

Aber es ist schon so,

aber ich glaube,

oder motoral fahre die Tandis auch.

Bergwanderer.

Aber ich glaube schon, dass das auch für

ein Ort oder so, dass das extrem wichtig

ist, und auch für das ganze

Leben miteinander.

Aber weil es auch möglich ist,

aufgrund der Arbeitsstunde, die du hast,

und wie du gesagt hast, du musst keinen fragen, du kannst

einfach gehen, wenn es ist.

Okay, ich nehme das jetzt noch als Gedanken

hin, und schick das da vielleicht auch ein bisschen

wenn man drüber nachdenkt, was eigentlich die

Funktion der Bauern ist, über

das Produzieren von Lebensmitteln hinaus,

und wie sich auch die Veränderung der

Bauernschaft oder der Gesellschaft

mit verändert, wenn auch weniger Bauern

sind, einfach dass man das ein bisschen

im Kopf hat. Jetzt waren wir aber vorher

noch bei der Zukunft, wo das hingeht. Jetzt haben wir

gerade über die Landwirtschaft vielleicht im

Allgemeinen. Wohin,

glaubst du, geht die, wird

wahrscheinlich der Fleischkonsum gehen.

Worin entwickelt sich die?

Die Schweinehaltung oder Tierhaltung.

Tierhaltung generell.

In Österreich, oder?

Ja, du kannst das auch global sagen, weil irgendwann,

früher oder später kommt alles nach Österreich,

meistens ein bisschen später, wir sind in Amerika,

oft die Trends sind.

Wie du willst, beantworte die Frage,

wie ist dein Kind?

Ich ziehe es nicht auf Fleisch

insgesamt, sondern auf Schweinefleisch.

Also,

es wird extrem,

jetzt ist es so eine richtige

Zeit, wo

in fünf Jahren wissen wir, wo es hingeht.

So hat es damals ganz grob gesagt.

Wir sind jetzt

gerade in einer Zeit, wo wir nicht genau wissen,

gehen wir in die Richtung, gehen wir da hin,

wie geht es weiter?

Unsicherheit.

Und ich glaube, dass in Österreich,

es wird immer so das Jahr

2033 genannt, in der Schweinehaltung,

2033,

da ist quasi

die erforschte Bewegungsbucht,

was damals,

haben wir das im Protokoll gekriegt?

Du hast immer etwas von einer Bewegungsbucht gesagt,

du hast mir nicht erklärt, was sie ist.

Da haben wir ein Forschungsprojekt,

das da gemacht wurde, gemeinsam mit NGOs

und Oli miteinander,

das haben wir, glaube ich,

zuerst gekriegt.

Und es ist ein super Ergebnis

rausgekommen, und das wird jetzt,

2033 wird das tragend, das heißt,

da müssen dann Oli Schweinebauern

das Umbau haben. Alle. Alle Ferkel

produzieren. Das heißt, das ist quasi,

wo das Ferkel auf die Welt kommt,

wo die die...

Ja, genau. Und da wird quasi

die Box,

muss man da größer machen, gesetzlich.

Und

die Box hat grundsätzlich

auch Vorteile,

auf jeden Fall hat man sich auf das geeinigt.

Und jetzt habe ich mit Markus

schon geredet, wie er das angeht,

weil er muss das auch noch umbauen bis 2033,

er sagt, er kann in dem Bestehen das,

ja, er muss das neu bauen.

Und das heißt, er muss ein neues

Gebäude bauen, dass er die Bewegungsbucht

wieder, dass er den Betrieb

so weiterführen kann. Und

Markus macht das, aber wie viele Betriebe

machen das? Das heißt, wenn ich dann,

sage ich mal,

die Hälfte von den Betrieben verliert,

dann

haben wir quasi

nicht nur über die Ferkelversorgung in Österreich.

Das heißt, wir müssten die

Ferkel, die wir zusätzlich brauchen,

wieder importieren. Genau. Das ist einmal so,

sagen wir, in Österreich. Da entscheidet

sich halt dann. Dann kann ich sagen, als

Mäster, okay, wenn ich keine österreichischen Ferkel kriege,

dann interessiert mich die Most auch nicht mehr,

weil wir quasi so das gestoßene System haben

in Österreich. Also das gibt

ein bisschen so einen

Strukturwandel, wird das gehen.

Da in zehn, gute zehn Jahre.

Also das ist, glaube ich, jetzt vorprogrammiert quasi.

Genau, das wissen wir jetzt schon.

Und wir wissen jetzt schon, dass die Bauern

motiviert werden müssen, diesen Schritt

umzuwenden und umzubauen. Und da

und Motivation

heißt halt, stärken in dem,

was man tut. Und nicht

sagen, du bist schlecht

und du bist schlecht und das geht nicht so, wie wir die,

sagen wir mal, wie es jetzt

vor kurzem diskutiert worden ist. Aber ist

das dann ein gesetzlicher Rahmen

und bis zu dem und dem Zeitpunkt muss das so sein?

Genau, die Übergangsfrist war eh lang.

Also von dem abgesehen,

es ist die, was neu gebaut haben, alle schon so gebaut.

Aber die Bestehenden müssen

umbauen. Und es wird wenig neu gebaut.

Und

das ist halt, sagen wir mal, in Österreich

ist es so, wenn wir sagen, zehn Jahre,

da wissen wir es dann, wie es aussieht

mit der Schweinehaltung. Und

ich glaube, generell wird es extrem

viel in Tierwohl investiert.

Also in das quasi 60

Prozent oder 100 Prozent mehr Platz.

Und

ja, es kann auch sein, dass wir sagen,

in Österreich wollen wir nicht noch die Tierwollschiene haben.

Dann importieren wir halt das

das, sagen wir mal, das günstige Fleisch.

Weil ich glaube, das ist ein Lebensmittelhandel.

Ich habe mal vor kurzem mal was gelesen

oder gehört, die wollen auch in Zukunft

ein günstiges Fleisch haben. Weil es gibt ja

Leute, die sich das

da rein nicht leisten können. Und die wollen

es halt auch quasi versorgen.

Und ist eh legitim, ja. Aber

ich glaube, dass man das,

das muss man jetzt schauen, ob man das in

Österreich halten kann oder nicht. Und der

nächste Schritt muss man schauen, ob man das in Europa halten kann.

Weil es ist ja in allen Ländern

ja, das fällt zu, dass eher weniger,

mehr Platz, weniger

Tiere und so weiter.

Das heißt, wenn wir in Europa das dann

verlieren, dann kommen die Chinesen.

Weil die Chinesen, die geben Vollgas.

Also die bauen...

Dann holen wir das Fleisch von China.

Ja, genau. Aber nicht mehr,

sagen wir mal,

Österreich wird in 10 Jahren, wenn sie das so

ungefähr entscheiden, wie es weitergeht.

Es wird immer Fleisch geben in Österreich.

Immer Schweinefleisch. Aber wir haben jetzt

nur 2%, glaube ich, Selbstversorgung.

Und wenn wir nicht nur

50%, dann ist halt die Frage, dann

importiert man halt das günstige Fleisch.

Es ist so wie, weiß ich nicht, Schweden zum Beispiel,

die haben, glaube ich, noch 60% Selbstversorgung.

Schweinefleisch. Die importieren halt dann.

Wenn wir sagen, okay,

wir wollen das so haben, dann ist es

halt auch so, ja. Oder wir essen halt

nur das Fleisch, das da ist.

Genau. Oder wir essen

50% weniger Fleisch und nicht dann nur

das, quasi von der Tierwohlstätte.

Glaubst du eher, dass wir die ...

Aber das wird nicht passieren.

Dass wir eher bei uns die Fahrzeuglandwirtschaft,

sage ich jetzt mal plakativ oder pauschal,

etablieren und dann quasi das, was wir

bei uns nicht haben wollen,

importieren und die Haltungsbedingungen

auslagern. Was eigentlich keine Lösung

ist, sondern nur Problemverlagerung.

Genau. Aber ich bin mir ziemlich sicher,

dass das passieren wird. Weil ich glaube nicht,

dass man die Konsumenten

so weit bringt,

dass sie nur noch das kaufen.

Das teuer nicht, sage ich jetzt mal.

Und dass sie dann sagen,

okay, ich habe da jetzt das günstigere Fleisch da,

das, was vielleicht nicht anders

schmeckt. Dann ist man das

... Dann dürfte es vielleicht

einfach nicht mehr daneben liegen.

Das ist natürlich,

aber das geht nicht, weil wir haben einen freien

Markt, das geht nicht.

Also das

ist mir erklärt worden, dass das ganz schwierig

ist, dass das geht. Und das

finde ich dann extrem schade,

wenn wir in Österreich die Produktion

verlieren und dann

kommt es quasi mit der Drohne

von China und dann fällt mir das

Schweinebackel runter. Das ist mir extrem

schade. Bei China,

wenn man das ein wenig in die Berichte

und so, wenn man das ein wenig lest, die

bauen da Hochhäuser und da geht es Vollgas. Und da

wühlt der Staat und die wollen da jetzt wirklich,

die wollen die Welt versorgen, mit

Schweinefleisch. Weil der Wohlstand

steigt, die Menschen steigen. Was passiert da genau?

Weißt du da was genauer ist oder wie?

Vor ein paar Wochen haben wir da mit der

afrikanischen Schweinepest relativ viele

Probleme gehabt, die

kleinen Bestände alle ausgerottet

worden sind. So die Haus-Schweine-

Haltung. Da gibt es eine Familie,

die haben drei Säue.

Und das waren aber so viele Familien.

Ganz viele Familien früher. Genau.

Und die haben aber alle ausgerottet

worden durch die Pest, weil das natürlich

Null-Biosicherheit oder irgendwas.

Und jetzt bauen es quasi Hochhäuser,

es sind so 10, 12, 15

Stück und da wird

alles in dem Gebäude

abgewickelt. Du hast vor

eben schon mal mit dem Baum

Hochhäuser. Schweinehochhäuser.

Schweinehochhäuser. Schweine-Stade, 10-stöckig.

Nein. Gibt es in Europa

auch. Tatsächlich? Ja.

Hab ich noch nie gehört.

Da ist dann alles im Verbund und

die haben dann, jetzt hab ich gelesen,

ich weiß eh nicht, ob alles stimmt, was man

liest, aber ich hab gelesen, da

wollen sie quasi einen Hochhaus bauen,

das ist quasi die, das macht einen

Hochhaus, macht so viel Produktion

quasi, wie Österreich, quasi

halber zu Österreich. Was jetzt?

Schweine. In einem Hochhaus. 2,5 Millionen

Schweine. Genau.

Das ist quasi herunter die Zuchtsauen

oder oben ist es dann egal, aber

sagen wir, oben sind die Zuchtsauen, dann kann man die

Ferkel, die Stieffahne, und dann herunter

ist nur der Schlachthof. Das ist alles

quasi einzeln, ist alles ein

kleine, weiß ich nicht, also

Verbund und da machen sie das dann.

Beim Willi blinkt gerade die Kostenwahrheit im

Hirn auf. Genau. Und da schaut aber,

ich sag einmal, da schaut aber jetzt

nicht die ganze Welt drauf.

Das ist dann noch weiter aus dem Blick, weil wir bringen

ja eh schon bei uns die Betriebe quasi

ein bisschen weg von dort, wo

man halt drauf schaut, wo

man halt als Konsument beim Spazieren vorbeigeht.

Du hast selber gesagt, man sieht

da keine Schweine mehr.

Ganz selten. Aber das ist

dann halt natürlich noch viel weiter, weil

China oder irgendwo ein anderes Land ganz

weit weg ist, kann man nicht außerhalb der

Wahrnehmung. Und es ist kein

Problem, Produkte von China nach Österreich

zu bringen.

Das wird noch ein spannendes Thema, das

werden wir ein paar mal noch thematisieren, hoffentlich, weil das

interessiert mich jetzt sehr.

Schweinehochweiser ist

für mich jetzt seit heute ein neuer Begriff, da werde

ich dann bald einmal Google anwerfen.

Und dann ist es halt schräg, wenn ich dann

meine Familie im Betrieb sehe, wo ich

sage, das ist mein Hof

mit meinem Grund dazu und wir

machen das. Und ich bin aber, ich fühle mich

selber als das Letzte.

Also die Diskussion

Fleisch oder Gorkafleisch, das

ist du jetzt für die nächsten

10, 15 Jahre gar nicht so

sehr.

Es ist halt der Hype bis jetzt da, dass man weniger

Fleisch isst. Und es

wird schon ein bisschen weniger werden, aber

es wird nicht so wenig werden.

Weil das war jetzt die letzten Jahre schon so

massiv zurückgegangen.

Und jetzt wieder

von der Zukunft ein bisschen in die

Gegenwart und vielleicht auch ein bisschen Zukunft von euch

trotzdem. Ich habe es gesagt,

ich habe es direkt

vermarktet. Ich habe es ein bisschen

angefangen, quasi wieder die bunte

Vielfalt mit Wachteln, Hühnern,

Ziegen, Schafe, was hast du gesagt?

Ziegen.

Da einzuführen, habe es

einen Hofladen aufgemacht, einen kleinen.

Das eine sind 1000 Mastschweine,

irgendwie, was man jetzt in Österreich

groß ist. Wo man jetzt sagt,

das ist ein großer Betrieb, konventioneller

Betrieb, groß. Und auf der anderen Seite

jetzt wieder direkt vermarktet.

Warum?

Wie geht das

zusammen?

Warum und was war da euer Intention,

dass da jetzt wieder anfangen zu

hintumme

in die Vieltiererei da hineinzugehen

oder in die Vielfalt?

In die Vielfalt, ja.

Ja, es ist

gut, also ich sage mal,

das ist, wenn

zwei Leute kennenlernen, so wie meine Frau,

dann kommen da zwei verschiedene Perspektiven

zusammen.

Und ich habe halt meine

Perspektive und Martina hat ihre

Perspektive. Und das ist der riesen

Vorteil bei so einem Hof,

dass jeder seine Perspektive dann auch

dementsprechend ausleben kann.

Dass der Platz da ist. Und dass du das machen kannst.

Und für mich geht es

schon irgendwie zusammen.

Ja, weil beides hat was mit

Landwirtschaft zu tun.

Und ich finde,

es passt jetzt nicht so schlecht her.

Und Martina macht das voll gut

und voll gern. Und das ist ihr

Standbein. Und sie hat sich

da verwirklicht am Hof.

Ich habe quasi

aus Kindheit schon den Hof

mitgestaltet. Und dann ist der Hof da.

Und dann quasi

habe ich eine Frau

kennengelernt. Ich habe keine

Beirin kennengelernt. Ich habe eine Frau gesucht.

Und Martina hat dann

verschiedene Sachen auch ausprobiert.

Und

hat es dann für sich selber

ein schön hässliches wie am Hof was machen.

Und hat das jetzt mit der

Direktmarktung gemacht.

Wie lange schon?

Zwei Jahre. So ungefähr.

Seit zwei Jahren hat es so richtig

den Dings gehabt. Das mache ich jetzt.

Kannst du sagen, jetzt ist es gerade nicht da?

Was der Auslöser war dafür?

Ich glaube,

sie hat, naja, ich weiß es nicht.

Wir müssen jetzt fragen.

Ist sie nicht da?

Wir werden es

schon wieder finden.

Aber müssen wir es fragen.

Ich glaube, dass

sie gerne einfach

am Hof was machen wollte. Und sie ist dann

kurzzeitig in der Arbeit gegangen.

Und hat dann in der Arbeit

gesehen, dass das erstens mal

Stress war. Und dann quasi wieder weg

und wieder im Hof. Und

mit den Kindern.

Sie rannten sich einfach gewaltig

um die Kinder. Nehmen sich voll viel Zeit

für die Kinder.

Und dann hat sie

einfach gesehen, sie will gerne am Hof was machen.

Und dann

hat sie das so entwickelt.

Und dann habt ihr nach und nach den Hofladen aufgebaut.

Sind das alles eigene Produkte?

Oder habt ihr quasi so ein bisschen

alles aus der Nachbarschaft?

Na ja, das ist quasi so

ich sage mal, es ist ein kleines

Geschenkeladen. Das heißt, wenn

du jetzt sogar

nachdenkst, ah jetzt brauche ich noch ein Geschenk,

dann kannst du bei uns ein kleines Geschenk mitnehmen.

Ich weiß nicht, wenn jetzt

ein Kind auf die Welt kommt. Oder wenn du

eingeladen bist.

Und dann überlegst du,

meistens nimmst du Flaschen Wein oder so mit.

Oder das Flaschen

oder das Flaschen, das du gerade mal wieder geschenkt kriegst,

das kriegst du in der Pokale, die

Leute immer geschenkt kriegen.

Also es gibt halt da besondere Produkte

und da kann man sich halt dann

was mitnehmen. Das ist so die Idee vom Laufmann.

Genau.

Und das fangst du schon zum Laufmann?

Also wir haben ihm jetzt

die Wachteln auch gekriegt. Wir haben eine Wachteln da.

Und mit dem macht es dann so dekorative Sachen.

Und wir warten jetzt

gerade noch, also wir müssen den Kunden

morgens legen anfangen. Also sobald sie legen,

quasi sperren wir offiziell dann auf.

Ah, den sperrt ihr jetzt auf?

Ja genau. Wir haben jetzt quasi jetzt die

Wachteln geschafft. Wir haben jetzt quasi schon die

Werbetoffe ist schon fertig.

Aber wir stören es halt erst auf,

wenn die Wachteln liegen. Also wenn es gestern

geklickt hätten, dann hätten wir heute schon offen.

Also wir warten,

das heißt die Wachteln sind so frisch bei euch

im Hof. Genau.

Also das fängt jetzt erst an, weil es jetzt

bestätigt wird direkt vom Markt nachzugehen.

Ja genau. Also wir haben früher auch schon direkt

vom Markt nachgekommen, aber nur mit Schnaps, mit

Brände und Liköre. Was wir

ein wenig abhoff gemacht haben.

Meine Mama macht eben die Liköre und

wir beraten uns ja auch ein wenig am Schnaps.

Und so haben wir das im Prinzip,

es haben wir jetzt, ja,

auf eine neue Firs gestellt.

Und es gibt halt Brände und Liköre gibt es weiterhin.

Aber es ist halt jetzt auch das Design,

auch das Etikett, alles ein wenig.

Wärt ihr dann

ein Fleisch im eigenen Hof auch haben?

Wärt ihr dann ein Speck machen?

Nein, das ist aktuell

kurzfristig nicht. Ist nicht auch noch.

Apropos, wie ist denn das?

Weil das Schwein wird dann bei euch,

um nochmal zu den Schweinen zu kommen,

das Schwein wird ja bei euch gemästet

und bis es 120 Tage alt ist, oder?

120 Tage ist es da.

Genau, in 120 Tagen.

Und wie geht es dann weiter mit dem Schwein?

Wo kommt es dann hin? Oder wer verarbeitet?

Wie geht es dann weiter mit der Reise des Schweins?

Also wir haben das Glück,

dass wir quasi in der Region

einen Schlachthof haben.

Der ist 10 Minuten weg von uns.

Und das ist natürlich super,

weil extrem kurze

Transportwege sind.

Und ja,

es ist so, dass im Prinzip

wir haben so einen 14-Tages-Rhythmus.

Das heißt, alle 14 Tage verkaufe ich Schweine

und kriege ja wieder kleine Schweine.

Und wann das dann haltet,

quasi der Großvater,

dann

kommen wir zum Schlachthof, da werden sie dann

geschlachtet und

zerlegt.

Ähnlich wie beim Berger.

Und dann

haben wir quasi einen

Mark-Gütersiegel-Betrieb.

Und dann wandert es in Mark-Gütersiegel-Produkte.

Zum Tand zum Beispiel.

Also was der Spar dann vermarktet.

Also überall, wo ein Mark-Gütersiegel drauf ist.

Also so richtig dann

deine Schweine liegen dann quasi im Supermarkt?

Genau.

Das heißt, ich kann dann auf den Code nachvollziehen,

ob der Schinken jetzt von deinem Hof kommt?

Nein, in dem Fall ist das extrem schwierig

zu machen.

Weil ja, es werden die Hälfte der Schweine

in Österreich ungefähr

ein Mark-Gütersiegel.

Und das werden dann

2,5 Millionen Schweine.

Das ist zurück auf den Betrieb.

Weil es geht gar nicht?

Naja, es ist

in der Frischtfleisch-Tecke

wird es noch eher gehen. Aber bei den

verarbeiteten Produkten ist es gar nicht mehr.

Weil da ist ja quasi, da ist ja teilweise auch

in der Frischtschicht und da hast du Rindfleisch und Schweinefleisch

und das ist dann so...

Du hast ja nicht das einzelne Stiegelfleisch faschieren,

sondern das wird ja gemeinsam faschiert, deswegen ist es schwierig.

Dann hast du halt 5 Betriebe

in einem faschierten drin.

Ja, macht Sinn.

Bei der Frischtfleisch geht es noch bei den ganzen Stiegel nicht?

Da geht es noch, genau.

Aber momentan aktuell

ist es jetzt nicht...

Man weiß, dass das ein Mark-Gütersiegel ist.

Man weiß, dass das von Großfurtner ist.

Aber man weiß jetzt nicht, dass das ein anderes ist.

Genau.

Siehst, ich habe mir gedacht, das geht.

Nein, bei Eiern geht es.

Bei den Eiern geht es.

Weil da tut der Landwirt einen Stempel drauf

und dann ist das...

Das ist der Betriebsstempel.

Da sieht man aber auch, dass ich noch nie geschaut habe, wirklich.

So viel zu.

Und jetzt kommen ja die Ferkel zu dir

und dann sind sie eine Zeit bei dir

und dann gehen sie wieder weg.

Warst du jetzt schon nochmal

am Betrieb von Markus z.B., der vorher die Ferkel gebracht hat

und hast dir das angeschaut?

Ja, also wir machen

quasi...

Jetzt mit Corona war es ein wenig schwieriger,

aber sonst machen wir es normal, dass ein Jahr

sie uns einladen und ein Jahr wir sie einladen.

Und dann

tauschen wir uns ein wenig aus

und ein wenig Grillerei.

Auf jeden Fall ist das ganz...

haben wir da ein gutes Netzwerk.

Genau.

Und das funktioniert eigentlich auch sehr gut.

Apropos Netzwerk,

magst du uns vielleicht kurz erklären,

was die jungen Veredler sind?

Super Überleitung.

Die können wir nicht ganz auslassen.

Ja, genau.

Also die jungen Veredler sind

die Jugendorganisation

der Schweinehalter,

sage ich mal.

Ist natürlich relativ,

was man jetzt jung sieht.

Du haust den Schnee da ein bisschen auf, oder?

Ja, genau.

Aber du schaust ja immer aus wie die jüngeren.

Ich glaube, dass der Thomas viel jünger ist.

Auch weil er so jung ausschaut.

Ich könnte sagen,

die jungen Veder dürfen so alt sein, so alt wie ich bin.

Nein.

Also wir haben jetzt mal gesagt,

so ungefähr bis 45 Jahre.

Dann habe ich jetzt im Prinzip

noch grundsätzlich meine Arbeit

mit den Schweinen vor mir.

Also wenn ich jetzt 55 oder 60 bin...

Dann wird das irgendwann unglaubwürdig.

Ja, genau.

Und wenn ich mich jung fühle,

dann ist die Haltung wichtig.

Wir haben jetzt nicht gesagt,

bis dahin geht es und dann nicht mehr.

Und wofür ist der Verband gut?

Also die jungen Veder sind für das,

dass sie sich selbst austauschen.

In Österreich haben wir das

vor vier, fünf Jahren gegründet.

Und haben ganz klein angefangen

mit der WhatsApp-Gruppe.

Genau.

Und dann haben wir gesagt,

da tauschen wir uns zwar ein bisschen aus

und dann ist nur wieder zu der WhatsApp-Gruppe dazugekommen,

bis dass wir dann auf einmal

253 waren in der WhatsApp-Gruppe

und dann bei 254, glaube ich,

oder irgendwie so ist es nicht, da geht es nicht mehr.

Also es gibt eine Begrenzung.

Und dann haben wir gesagt,

was tun wir jetzt?

Jetzt haben wir zweite gemacht.

Jetzt gibt es quasi zwei.

Jetzt haben wir 360 Mitglieder in Österreich

in zwei WhatsApp-Gruppen.

Junges Schweinebau?

Genau.

Es sind noch eine dabei, die noch in der Schule sind,

die sind jetzt nicht alle Betriebsführer.

Es sind auch noch eine dabei, die in die Schweinhaltung investieren wollen.

Also ganz unterschiedliche Schweine.

Rundumsschweine, genau.

Aber von der Zucht

über Ferkel bis hin zu der Mast.

Also die ganze Bandreite.

Alle in einer Gruppe.

Aber nicht die Verarbeitung?

Nein, die Verarbeitung nicht.

Da ist dann die Grenze.

Das gibt es quasi in Oberösterreich

in der Art und Weise.

Und wir haben dann gesagt, wir machen quasi das

in Niederösterreich weit.

Die Jungen Fedler Österreich.

Und da haben wir dann in der Steinmark gibt es die Jungen Styraprit.

Die haben auch quasi so eine junge Truppe,

die zusammenkommen und sich austauschen.

Und die haben wir da quasi

als Ärzte dazugekommen.

Und in Niederösterreich gibt es quasi die Jungen Fedler Niederösterreich.

Da ist eben die Wiki dabei.

Also das wird immer größer?

Genau.

Und jetzt haben wir quasi so ein österreichweites Netzwerk.

Die wirklich stark

Schweinebundesleute.

Schweinelastig.

Die Bundesländer sind im Oberösterreich, Niederösterreich

und Steinmark.

Und was ist so das Ziel von euch?

Das Ziel ist grundsätzlich, dass wir

die Meinung der Jungen bündeln

und dann auch in die

gewissen Gremien vertreten.

Das heißt, dass man neue Perspektiven da reinbringt

und Visionen und Ideen.

Der Vorteil ist ja,

dass wir das dann nicht direkt

verantworten müssen.

Weil wir es ja nicht entscheiden müssen.

Aber wir können Denkanstöße geben.

Das heißt, dass wir dann

quasi so sagen, so und so

und so in die Verbände,

in die Gremien da und die was quasi

über die Zukunft der Schweinehaltung diskutieren.

Und war das auch der

Netzwerk?

Wäre es auch das Netzwerk,

das dann quasi aus der Babel rauskommuniziert,

wäre das dann so?

Es gibt auf die drei Bundesländer,

wenn man das ein bisschen runterbricht,

dann gibt es in Oberösterreich den VLV.

Das ist der Verband Landwirtschaftlicher

Veredelungsproduzenten.

Und

dann gibt es in der Steiermark

das Dürrebrit. Und in

Niederösterreich gibt es das Gut-Streit-Dorf.

Das ist quasi überall ziemlich

ähnlich von der Struktur her.

Und vielleicht

ich erkläre es jetzt anhand von Oberösterreich.

Da gibt es einerseits

den Ferkelring.

Der kümmert sich quasi um die

Ferkelbetriebe wie ein Markus.

Der, wo es einfach schaut,

dass die eine gute

Weiterbildung haben, gut beraten sind

und

vertritt die auch dann

aus Sprachrohr. Und das

gleiche gibt es auch für die Mooszeiten.

Genau.

Das ist dann die Schweinebörse.

Also Schweinebörse heißt es eigentlich.

Der Papa von der Wicke

hat uns das erklärt.

Das ist die Schweinebörse.

Okay, nicht die Regionale,

sondern die Schweinebörse Österreich.

Genau, wo quasi alle Bauern sich zusammen

daheim und gemeinsam die Schweine vermarkten.

Und der Ferkelring ist auch österreichweit?

Das ist quasi Ferkel und Schweine.

Das gibt es in Oberösterreich.

Und das gibt es genau das gleiche in der Steiermark in Niederösterreich.

Und dann, die alle gemeinsam,

sind dann der Verband

der österreichischen Schweinebauern.

Die Föss.

Das wird sehr kompliziert.

Nicht die Föss?

Genau.

Das ist quasi überall die Geschäftsführer

und die Open-Männer

von den einzelnen Verbänden.

Da haben sie zusammen

und haben dann quasi den großen Verband

der österreichischen Schweinebauern.

Und das sind dann die,

die Presseaussendungen machen

und die was quasi in Wien

ein Büro haben und da dann quasi die ...

... die Öffentlichkeitsarbeit machen

oder das Lobby.

Genau.

Okay.

Das heißt, jeder kann eigentlich selber ...

Also, kann man nicht nur die Föss ...

Ist das so abgesprochen, dass eigentlich nur die Föss

nach außen in Auftritt oder können Sie jetzt quasi

als Veredler eure eigenen ...

Das können wir machen.

Genau, das können wir machen.

Es ist halt grundsätzlich immer gescheit, wenn es abgesprochen ist,

weil da kann man Kräfte bündeln, oder?

Genau. Und es ist aber nicht verpflichtend,

quasi für die Bauern da dabei zu sein.

Es sind auch nicht alle Bauern dabei.

Aber ich finde das einfach sehr sinnvoll.

Und ...

Ja.

Alle Bauern, die was da jetzt zuhören, da die animieren,

dass da zugehen.

Weil es einfach Sinn macht, finde ich.

Also alle Schweinebauern und ...

Aber es ist ...

Ich bin ja nirgends das Beste, was nicht dabei ist.

Freiwillig.

Genau.

Bianca?

Du solltest noch einen Schluck Wasser trinken.

Und mit

neu geölter Kehle

frage ich dich nach deiner Frage.

Und bitte dich darum.

Ja, wir stellen ja am Schluss immer die Frage.

Und ich mag sie besonders gerne,

weil jeder sie ganz anders beantwortet.

Es schaut so aus, wie es dir nicht voraus jetzt kommt.

In einer ...

In einer Welt,

wo du dir alles wünschen kannst,

wo alles geht.

Was würdest du in unserem

Lebensmittelsystem,

so wie sie es jetzt ändern wollen?

Äh ...

Ich hab mir da

extrem viele Gedanken gemacht über die Frage.

Weil ich das schon gewusst hab,

dass das kommt. Weil es ja immer kommt.

Und ich bin ...

extrem geschwankt.

Also das ist quasi ...

Mir ist das halt gefallen und ich dachte,

na, das ist eigentlich wichtig. Und es ist eigentlich

ganz schwierig

zu sagen.

Ich hab mir sogar was aufgeschrieben,

aber jetzt hab ich das nicht mehr.

Die Zukunft muss warten,

der Zettel ging verloren.

Nein, also ich ...

Was würde ich ändern?

Ich würde das ändern,

dass wir alle ...

Weiß ich ...

Gemeinsam ...

Ja,

in eine Richtung gehen.

Also das ist, dass wir einfach,

wenn wir jetzt sagen, ich brich's

mal runter kurz auf Schweinefleisch,

wenn wir sagen,

ja, wir wollen in Österreich alle

jetzt das Tierwohlfleisch

mit Stroh einstreuen,

dass wir dann wirklich alle gemeinsam den Weg

gehen. Also das würde ich wünschen,

dass man sagt, okay,

die Konsumenten wollen das,

die Landwirte machen das,

der Lebensmittelhandel verkauft das,

und alles quasi für alle fair.

Miteinander.

Miteinander.

Aber das ...

Das würde ich wünschen.

Also dass wir einfach ...

Weil ...

Momentan kommt mir zuvor,

die Leute wollen das,

aber sie kaufen es halt dann nicht.

Also weil ...

Und es muss irgendwie so,

wenn man sagt, wir bieten es eh schon an,

bitte kauft es, dann machen wir mehr,

und dann kriegt es so einen Zug.

Das geht relativ schnell.

Das ist ...

Ich finde, der Wein

ist da ein extrem gutes Beispiel.

Die haben das geschafft.

Die haben das geschafft. Die haben den Wein so

alles ...

Das ist so gut, und ich habe

einmal einen Hillinger,

der Sende-Mädchen ein wenig,

den kennt man eh, gehört,

bei einem Vortrag, und da hat er gesagt,

dass er

sein Wein ...

Er ist in die Lokale gegangen,

und hat überall noch sein Wein gefragt.

Ob sie

einen Hillinger Wein haben.

Und dadurch ist der so groß geworden.

Weil er quasi überall,

und da hat er Leute gezahlt und so,

die was immer, die was einfach,

dass die Marke Hillinger da so durchkommt.

Und ich glaube, da wollen wir das im Lebensmittel

Business auch schaffen.

Dass wir quasi, dass die Leute

zum Wirt gehen und sagen,

hey, hast du ein

österreichisches Strohschweinfleisch,

zum Beispiel?

Dann werden die Wirt

sukzessive umstellen,

und im Geschäft ist das genau das gleiche.

Wenn ich keinen sehe, dann sage ich,

hey, ich möchte aber Strohschwein haben.

Zum Beispiel jetzt. Oder Thibaultfleisch.

Oder wie auch immer.

Dann geht das innerhalb

kürzester Zeit hoch.

Und dann gibt es das.

Weil wir bieten das an, und wir können das.

Ist das ...

Ob das passt?

Ist das die Antwort zu der Frage?

Also eigentlich würde ich dir jetzt

gern au trau und das als Schlusswort

stehen lassen. Das kann ich natürlich

nicht machen. Also es war sehr schön.

Und deshalb, Willi, möchtest du deine

letzte Frage stellen?

In eurem Fall, soweit ich das jetzt mitkriegt

habe, leicht adaptiert die letzte Frage.

Wenn ich jetzt da um mich gehe,

zu euch am Kühlhaus.

Diese Familie hat ein

Kühlhaus in der Wohnung.

Und dort die Tier aufmacht.

Ich rede von einer Tierpersonengröße.

Was finde ich denn da drinnen?

Nicht, dass ich schon reingeschaut hätte.

Und Kühlschrank hab's wahrscheinlich auch.

Also da findet man mal

Milch für Milch.

Wir brauchen extrem viel Milch.

Also unsere Kinder trinken, lieben gerne Milch.

Also ich trinke nicht so gerne Milch.

Aber wir brauchen extrem viel Milch.

Dann

ist natürlich alle Orte von

Fleisch- und Wurstprodukten.

Da schauen wir auf das Amakütte-Siegel.

Ich schau drauf.

Und natürlich

Obst und Gemüse

je nach Saison.

Fleisch und Obst und Gemüse.

Genau. Und Kuchen,

den was man jetzt dann essen kann.

Die Kuchen nehmen wir lang.

Mit diesen Worten

brechen wir natürlich da jetzt ab,

weil es gibt jetzt Kuchen.

Danke Thomas.

Danke schön.

Tschüss.

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