Folge Nr: 28

B2P027 Hans-Peter Schlegl vom Hofveitl – Boden- und Freilandeier und Direktvermarktung

Ein 25-jähriger Steirer begreift die Krise als Chance

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Über die Folge:

Hans-Peter ist zielstrebig. Mit nur 25 Jahren strahlt er ein Selbstbewusstsein und eine Sicherheit aus, die man bei einem so jungen Mann noch nicht vermutet hätte. Bei der Hofrunde sitzen die Sätze, die Info-Tafeln, die er am ganzen Hof installiert hat, erscheinen uns wie Bauer-Point-Folien. Und noch eines fällt sofort auf. Ordnung. Der Hof ist völlig auf Vordermann. Nichts liegt herum, alles wirkt neu, sauber und ordentlich.

Hans-Peter sieht sich selbst als Landwirt UND Unternehmer, möchte diese beiden Wirtschaftsweisen auch voneinander getrennt wissen. Auf der einen Seite ist er Landwirt und erzeugt mit seinen 14.500 Legehennen Eier in Boden- und Freilandhaltung.

Ursprünglich war es Peters (sein Vater) Plan, in Käfige zu investieren, so tat es damals jeder. Ein Berater mit einem guten Gespür für den Markt, überzeugt ihn aber, früh in die Bodenhaltung zu investieren. Ein Glücksfall, wie er heute meint. Später kam dann die Freilandhaltung dazu, was aufgrund der arrondierten, also direkt an den Hof angrenzenden Flächen gut möglich war. In der passenden Vollmontur dürfen wir mit Vater und Sohn auch die Ställe betreten. Fotos und Videos findet ihr auf (wenn ihr es nicht schon hier lest) auf unserer Website. Im Podcast erfahren wir also wieder viel über die Legehennen, die Haltungsformen und natürlich auch die Eier.

Was diesen Podcast aber auch sehr spannend macht, ist die Direktvermarktung, die Hans-Peter aufgebaut hat. Mit inzwischen neun Automaten in und rund um Graz vertreibt er eigene Produkte und Produkte lokaler Bauern und Produzenten. Auf die Frage, wohin die Direktvermarktung sich entwickeln würde, rück Hans-Peter auch mit seinem neuen Plan heraus. Als Landwirt ist er der "Hofveitl". Als Vermarkter plant er ein landesweites Netz aus Automaten aufzubauen, das dort, wo es ist, regionale Produkte vermarktet. Er nennt es "Hofeck". Das Konzept hat Ähnlichkeit mit einem Franchise-Konzept, Hans-Peter spricht in diesem Zusammenhang jedoch lieber von einem Verband regionaler Erzeuger. Er liefert die Dachmarke und sein Know-How, die Regionen betreiben die Standorte selbst. Ein mutiger unternehmerischer Schritt in eine sehr spannende Zukunft im Bereich der Direktvermarktung. Wir sind gespannt. Wer noch mehr erfahren möchte, hört einfach in den Podcast hinein. Nutzt zur Orientierung auch die Kapitelmarken.


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… und ein bisserl selbst gesungen
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle 

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Transcript - B2P027 Hans-Peter Schlegl vom Hofveitl – Boden- und Freilandeier und Direktvermarktung

Leute! Halt's zusammen! Sonst dauert's nicht mehr recht lang!

Auf einmal tut's einen Scheiben schön werden und dann kracht alles zusammen!

Bauer to the People, der Podcast für Perspektiven rund um Essen, Menschen und Landwirtschaft.

Weil nur durchs Reden kommen die Leute zusammen.

Was denn? Fangen wir an?

Ich glaub, wir sind auf Sendung.

Wie immer, gell?

Ja, wie immer.

Grüß euch!

Wir sind heute beim Hof-Feitel.

Genau, richtig.

Beim Hans-Peter.

Ja, hallo.

Was soll ich jetzt sagen?

Jungbauern.

Jungbauern.

Und mit am Tisch sitzt auch noch der Peter, der Papa.

Peter hat gesagt, er horcht nicht zu.

Wir schauen mal, wie lange er den horcht.

Ansonsten haben wir noch dabei, wie immer fast schon,

die äußerst charmante und kompetente Bianca Blauvel aka ...

Unter Willi.

Unter Willi.

Grüß euch!

Hallo, grüß euch! Freut mich auch, dass ihr jetzt da seid.

Danke. Danke für die Einladung.

Und ja, ich würde jetzt sagen, Hans-Peter.

Erzähl mal.

Erzähl mal, wo wir jetzt sind.

Beschreib mal kurz ganz grob, was macht ihr da?

Was ist das für ein Betrieb?

Und dann steigen wir so quasi ins klassische Gespräch wieder ein.

Ihr seid jetzt in einer wunderschönen Steiermark, also in der Nähe von Graz.

Wir haben einen Legehennenbetrieb da.

Wir halten 14.500 Legehennen.

Die Betriebsart ist bei uns konventionell.

Wir haben Bodenhaltung sowie Freilandhaltung.

Und vermarkten sehr, sehr stark.

Also wir haben unsere eigenen Produkte, Eiernudel und Kernöl.

Wir haben mittlerweile auch ganz viele verschiedene Produkte aus der Region.

Auch sehr viele Standarten, wo wir Lebensmittelautomaten, Lebensmittelregale betreiben.

Und sind da sehr, sehr stark aufgestellt in der Vermarktung.

Und das forcieren wir immer mehr.

Automaten und Regale.

Ich schreibe mal auf Regale.

Genau, also ich versuche mittlerweile ein bisschen weg zu dem Gen.

Also wir verkaufen ja Lebensmittel.

Und Automat, autonom, das hört sich alles eher maschinell an.

Und ich versuche das eben als Regal zu erklären.

Weil es ist ja was Schönes, wenn es ein 4-20-Stunden-Regal ist.

Und man kann das auch wirklich holen.

Die Maschine ist schon dort, aber das verkaufen wir.

Es klingt ein bisschen besser, wenn man Regal dazu sagt.

Hat ein bisschen was Persönlicheres.

Viel was Persönlicheres.

Wir verkaufen ja nicht irgendein Produkt, sondern wirklich ein regional erzeugtes Produkt.

Da steckt immer eine Person dahinter.

Und der, der das macht, der macht das meistens mit Herz.

Und da darf man ruhig die Verkaufsoberfläche ein bisschen schöner erklären.

So, das ist mal der Betrieb, grundsätzlich, wo wir jetzt sind.

Aber den gibt es ja erst nicht seit heute.

Der Betrieb ist ja, jetzt schrei ich schon ein bisschen zum Papa, der waschert das jetzt.

Den gibt es erst nicht seit heute, sondern der hat sich ja entwickelt.

Über die Jahre, Jahrzehnte.

Manchmal bei unseren Gesprächspartnern, über die Jahrhunderte.

Das ist echt spannend.

Erzählt uns mal ein bisschen was über die Geschichte vom Hof.

Wie es dazu kommen soll.

Dass es heute eben händeln soll.

Wie lange gibt es den Hof schon?

Jetzt schauen Sie sich an.

Ihr Ankommen hat es bei den Großeltern.

Oder schon viel vorher.

Aber eigentlich könnte es der Papa am besten erklären.

Also nutze, wenn du es magst.

Der Hof ist urkundlich seit dem 14. Jahrhundert erwähnt geworden.

Wir stammen eigentlich von der Herrschaft Larnach stammt ein Teil des Betriebs ab.

Im 14. Jahrhundert ist schon wieder so ein alter Betrieb.

Wahnsinn.

Wir haben einen, der hat studiert und hat in unserer Gemeinde ein Buch geschrieben.

Da ist das genau nomenlich erwähnt geworden.

Und darum haben wir die Daten so weit zurück.

Man muss ja dazu sagen, es ist früher ein bisschen mehr selbstversorgungsmäßig gewesen.

Die Betriebe, die Höfe hat es gegeben.

Aber das war immer ein bisschen kleinstrukturiert.

Da hat jeder auch seine Kühe gehabt.

Vom Viertel hat jeder seine Kühe.

Und das auch.

Das ist einfach selbstversorgend gewesen.

Und das bisschen, was man mehr gehabt hat, hat man da auch schon gehandelt.

Genau.

So wie es früher war.

Sehr kleinstrukturiert.

Die Gemeinde hat jeder an jedem gekannt.

Und oft waren auch viele miteinander verwandt.

Das ist ja mittlerweile ganz anders geworden.

Die Gemeinden sind sehr verstreut.

Da kennen sich Wenigere.

Aber wir sind dennoch eine kleine Gemeinde.

Der Name Hof-Feitel, wie hat sich denn der herausgebildet?

Ist das der Vulgo-Name?

Das ist der Vulgo-Name.

Das war Hof auf Feit.

Und dadurch ist das entstanden, der Hof-Feitel.

Der Hof-Feitel, wir haben ungefähr jetzt 28 bis 30 Jahre das Logo,

was wir entwickeln haben, lassen.

Und da haben wir den der Hof-Feitel als der dazugegeben.

Aber für Hof und Feit ist der Name Hof-Feitel.

Hof und Feit?

Hof und Feit.

Das waren einfach zwei Namen.

Oder haben die quasi auch so eine Bedeutung auch gemacht?

Auch Besitzer.

Auch Besitzer, ja.

Sie haben die Landwirtschaft gehabt.

Und das war von den zwei, die waren anscheinend irgendwie,

die was am Hof da bewusst gemacht haben.

Und durch die zwei ist der Vulgo entstanden.

Also ein Doppel-Vulgo.

Ja, wenn wir sind, wie die Vulgos entstehen.

Aber ich glaube, zwei Personen aus dem Namen,

ich glaube, zwei Personen aus dem Nachnamen,

der Spitznamen oder Vulgo-Namen entstanden.

Seit wann gibt es denn den Vulgo-Namen?

Wie weit geht der zurück?

Das müsst ihr jetzt raten.

Aber ich schätze mal, seit dem 16., 17. Jahrhundert,

so was um den Dreh herum.

Das müssen wir genau nachschauen.

Und euer Familie ist jetzt da am Hof.

Wie weit könnt ihr euch als Familie auf dem Hof zurücksehen?

Ja, dazu weg von den Großeltern.

Also Schlägel gibt es ein bisschen länger da.

Aber deine Großeltern waren da am Beginn an und haben

mit Mutterkuh-Haltung?

Ich weiß jetzt nicht genau die Anzahl.

Die Anzahl auswendig.

Aber meine Großeltern, meine Mutter stammt von Graz.

Sie ist da am Berg um als Tier praktisch im Dienst gewesen.

Und da hat sich der Großvater kennengelernt.

Und hat das geheiratet.

Und mein Vater hat im 60. Jahr übernommen.

59, 60 dürfte das sein.

Und bis 94 habe ich meine Frau und ich übernommen.

Monica und Peter.

1994 habt ihr übernommen.

Vater hat es im 60. Jahr übernommen.

Und wie war das in den 60er Jahren?

Der Sohn hat mir vorher erzählt,

die Großeltern haben auch viel probiert, glaube ich.

Mit Kühe mal, mit Schweinln.

Oder wart ihr das da?

Wie seid ihr dann über die verschiedenen Tiere

zu den Hähnen gekommen?

Was war denn da der Grund?

Im Prinzip habe ich einen Beruf gelernt.

Ich bin ein kleiner Mechaniker.

Dann war ich sechs Jahre im Krankenhaus im AB.

Ich habe eine schöne Zeit gehabt.

Ich habe viel gesehen.

Mein Vater hat immer gesagt,

die Kinder müssen raus.

Sie müssen was lernen.

Weil ich habe noch vier Geschwister.

Wir haben alle einen Beruf gelernt.

Und ich war immer mit Leib und Zollbauer.

Und meine Frau hat eigentlich nur die Landwiese,

die Haushaltungsschule gehabt.

Und hat noch immer gesagt, sie hat keinen Beruf.

Und dann habe ich gesagt,

ich mache einen Master.

Und sie ist ländliche Hauswirtschaftsmeisterin.

Und wie meine Eltern im Pensiongarten ist,

mein Vater hat gesagt,

entweder tut er verboten und er hört auf.

Und ich bin mit Leib und Zollbauer.

Und ich habe noch meinen Beruf aufgegeben.

Und bin von dort weg daheim seit 1993.

1993 kann man übernommen.

Und seitdem bin ich daheim.

Das ist jetzt auch noch gar nicht so lange.

Ich frage, wer jung mehr ist.

Weil ich gelangt habe, es ist vielleicht länger her.

Aber 1994 kann ich mich gar nicht erinnern.

Das ist ja gar nicht so lange her.

War bei dir eigentlich klar,

dass du das machst von den Brüdern?

Ja, ich habe einen Bruder.

Und es hat immer geheißen,

ich wäre eigentlich der Bauer.

Weil ich der Albreit bin.

Das war so.

Und es hat keiner recht so Interesse gehabt.

Und du hast dich auch nicht gewährt.

Ich habe mich nie gewährt.

Und mir hat das daheim immer fasziniert.

Mir hat die Landwirtschaft immer fasziniert.

Ich lebe mit der Natur.

Ich war im OP.

Ich war bei der Herzoperation.

Und ich war dabei.

Ich kenne den Körper ziemlich in- und auswendig.

Durch den, dass ich 6 Jahre drin war.

Ich kenne sämtliche Gipsverbände.

Mechaniker und im OP auch noch.

Ich habe einen Kurs gemacht.

Ich habe im Prinzip heute meinen blauen Mantel ausgezogen.

Morgen meinen weißen Mantel anzogen.

Und habe nebenbei meinen Kurs gemacht.

Und bin ausgebildet in der OP-Gehäfe.

Schau dir das an.

Und was war dir an der Landwirtschaft so fasziniert,

dass du dachtest, das mache ich in dem Hof?

Ich habe das in dem Krankenhaus gesehen.

Die Landwirtschaft war immer mein Bezug.

Und ich habe immer gerne in der Natur draus und alles gemacht.

Und das hat mich getaugt.

Und drinnen in dem Krankenhaus habe ich gesehen,

an welchen Seiten unser Leben eigentlich hängt.

Und mir hat das fasziniert.

Und wie der Vater gesagt hat, er geht in die Pension,

habe ich gesagt, für mich ist der Entschluss, ich werde Bauer.

Ich will nicht immer eingesperrt sein.

Ich will nicht immer das Nähenlicht sehen.

Oder das Milchglas.

Ich weiß nicht, ob es regnet oder schneit.

Und somit habe ich mich entschlossen.

Und wir haben mit 30 Stück Vieh übernommen.

Das waren 13 Kühe.

Meine Eltern haben mir Milch geliefert.

Und wir haben es noch so übernommen.

Nach drei Jahren haben wir es zuerst geachtet gehabt,

weil wir mit dem Übergeben nicht so einverstanden waren,

wie mein Vater das wohl hat.

Weil es ging um einen Erbteil eigentlich.

Das mit dem Übergeben ist immer so.

Das kennen wir schon ein bisschen.

Bis wir uns geeinigt haben.

Und dann hat es gepasst.

Wir haben drei Jahre gewirtschaftet.

Und dann haben wir gesagt, entweder übergeben wir jetzt,

und sonst gehen wir unsere Wege und suchen uns was anderes.

Und dann sind wir uns einig geworden.

Dann hat alles übergeben.

Und dann habe ich zu meinem Vater gesagt,

ich will einen Hirscher bauen.

Und so die Hühner sind wir gleich gekommen.

Und wie meine Frau den Master gemacht hat,

hat sie eine Schulfreundin gehabt oder eine Master-Kollegin,

die am Leck hin hat, aber für Bruteier.

Nicht für Lege hin, sondern die Bruteier,

wo die jungen Küken kommen.

Ich habe das nicht verstanden, dass man mit 3.000 Hühnern

unter einem Hektar oder zwei Hektar Obst leben kann.

Und so haben sich die Kontakte geknüpft.

Dann haben wir nebenbei schon morgen angefangen,

weil wir gesagt haben, wir müssen schauen,

dass wir einen Einkommen haben.

Und haben kleinerweise angefangen mit Kernöl, Eier

und ein bisschen Bratmarkt fahren.

Dann haben wir ein Asylsmus gemacht.

Das habt ihr euch schon gehabt, die Kernöl, Eier?

Ja, meine Eltern haben immer schon Kübes angebaut.

Zusätzlich habt ihr Gemüse, also ein bisschen in den Bereich.

Zuerst haben wir Gemüse probiert, und das hat noch nicht so.

Und wie meine Frau nachher die kennen gelernt hat,

habe ich gesagt, da gehen wir mal hinschauen.

Und somit haben wir noch angefangen.

Probiert einfach?

Ja, probiert.

Das, was wir gehabt haben, haben wir zum Markt gefahren

und haben geschaut, wie war die Nachfrage am Anfang?

Eigentlich waren die Eier immer zu wenig am Markt.

Und damals war noch ganz stark die Käfig-Haltung.

Da hat von Boden und Freiland gar keiner was geredet.

Da haben wir den ersten Käfig schon gemacht.

Den ersten Boden und Freiland, da hat der Käfig?

Da hat der Käfig, ja.

Das war, wann war das?

Das war 1994 gebaut.

1993, im Herbst haben wir noch mal 94 gebaut.

Das heißt, ihr habt euch eigentlich total abgehoben,

weil ihr keine Käfige gemacht habt, sondern gleich Bodenhaltung.

Und habt ihr das dann auch euren Kunden am Markt so gesagt?

Ja, genau.

Es waren damals drei stark Kakao-Mente-Sendungen

über den Tierschutz und über die Hähnen im Käfig.

Und wir haben zum Glück noch einen Vertreter gehabt,

das ist die Firma Janka.

Der ist gekommen und hat gesagt, wir dürfen keinen Käfig bauen.

Wir sollen komplett weg, wir sollen einen Bodenhalter.

Der Plan war fix fertig für den Käfig.

Wir haben eigentlich alles gehabt, kommissioniert alles.

Und haben müssen das kurzfristig alles umschmeißen

und haben eigentlich mit sehr viel weniger Tieren

die erste Bodenhaltung in der Steiermark gemacht.

Also der hat schon gewusst, dass die Haltungsform wahrscheinlich

gleich in die Richtung geht.

Das hat er nicht direkt gewusst, aber er hat gesagt,

die Argumentesendungen sind so stark, dass die so eingreifen,

dass man ja verzichtet aufs Geschäft,

wie es schon eine Bodenhaltung war.

Der hat das gespürt halt, der hat zwar einen Riecher gehabt.

Genau, und der hat sich wirklich bewusst auf den Betrieb

hineinversetzt und geschaut, was könnte für den besser sein.

Nicht nur geschäftlich gesehen, sondern auch wirklich gesehen,

okay, der Betrieb hat die Lage, da könnte man ein bisschen

mehr im Tierwohl investieren, das wird besser für uns passen.

Kennengelernt zur richtigen Zeit,

weil sonst war die Reise damals schon in eine andere Richtung gegangen.

Ja, sie wäre komplett in eine andere Richtung gegangen.

Und dann hat der noch gesagt zu mir,

kommst du aus auf Wien, gehen wir auf den Oschmarkt,

schauen wir, wo was für Eier verkauft werden,

wo die Leute zugreifen, wie das alles läuft.

Und wir haben noch wirklich gesehen, es hilft nichts.

Jetzt ist die, wenn wir bauen, ich baue nicht den Stahl für ein Jahr,

ich baue nicht für 15, 25 Jahre, bis er abgeschrieben ist eigentlich.

Und somit haben wir gesagt,

wir machen die Bauernhaltung.

Und haben dann wirklich die erste Bauernhaltung in der Steierung gemacht.

Die allererste?

Die allererste, ja.

Es ist noch gut gelaufen.

Und dann haben wir halt so sukzessive weitergemacht.

Dadurch, dass wir direkt immer beim Konsumenten sind.

Also, wir sind von Beginn an in der Vermarktung gewesen,

und da liegt es auch wirklich an Konsumenten.

Wo geht es hin? Und da muss man auch die Produktion,

weil wir es selber haben, auch darauf hinarbeiten

und gezielt auch Überlegungen machen für die nächsten Jahre.

Das heißt aber ganz kurz noch, zum Markt damals,

die Bodenhaltungseier waren damals 94.

Wir sind dann das erste Mal mit den Eiern auf den Markt gefahren.

Das war damals was Besonderes, oder?

Oder das hat man damals nicht so leicht?

Man hat die damals eigentlich gar nicht so viel anschauen müssen.

Freiland, Bodenhalter oder Käfig, das war jetzt erst nicht.

Da war der Tierschutz so aktiv dahinter, bis das noch gekommen ist.

Weil damals hat jeder Eier verkauft,

das waren einfach Eier.

Da hat man nicht so, Freiland, Eier, Bodenhalter, Käfig,

das hat keiner gesagt.

Die Unterscheidung hat es damals noch gar nicht so im Kopf der Konsumenten.

Am Bauermarkt gar nicht, im Lebensmittelhandel vielleicht schon.

Bisschen mehr.

Bisschen mehr, dass das wirklich gekennsehend war.

Am Bauermarkt hast du das mitgenommen.

Du hast dein Salat mitgenommen, was du anbaut hast.

Es hat keiner am Ei erstempelt und hat gar nichts, das war nicht.

Du hast es ganz provokant mit einem weißen Bickerl aufgeschrieben,

und fertig, da hat es keine wirklichen Etiketten gegeben,

Nährstoffkennzeichnung, das hat es alles früher noch nicht gegeben.

Wir reden von 94, oder?

Ja, von 94.

Das ist einfach nicht lang her.

Gut, du warst noch gar nicht auf der Welt,

wenn wir gelernt haben, gell, Wahnsinn.

Deswegen ist es irgendwie länger her.

Die ist wirklich lang her.

Wahnsinn, ich rede mir über was aus.

Okay, das heißt, ich hab's dann gestartet,

jetzt 94 mit den Eiern.

96 ist dann der Hans-Peter auf die Welt gekommen.

Wie hat sich das dann weiterentwickelt?

Was waren dann so die Schlüsselmomente,

die euch dazu gebracht haben, weiterzutun?

Wie soll ich nur sagen, wir haben den 94 gebaut,

und dann haben wir gesehen, es läuft.

Zuerst haben wir Zülleier gehabt.

Haben wir einen Partner, also wirklich die Firma Lugitsch.

Das ist ein Kopfbetrieb,

der immer noch als verlässlicher Partner ist,

der die Übermengen kompensiert und kompensiert hat.

Das heißt, die Vermarktung ist einerseits sehr wichtig gewesen,

aber auch wirklich ein Vertragspartner,

wo man die Übermengen,

was wir nicht verkaufen können, eher verkauft.

Das heißt, dann ist das ein Lebensmittel einzeln geschickt worden.

Das heißt, es ist ein bisschen ein Puffer,

braucht man auch, weil die Produkte...

Es ist interessant, man kann so einen Hähnestahl nicht anstellen.

Der produziert ja täglich.

Sie hören nicht auf zum Legen, nur weil du das wüsst.

Braucht aus Eierbetrieb, braucht man so einen Puffer, oder?

Ein Puffer ist in jedem Bereich, braucht es dann.

Es ist jetzt nicht, dass er konstant ist,

dass es von heute gleich ist wie morgen oder wie übermorgen

oder gleich war wie gestern.

Wurscht in was für einem Bereich, einmal geht mehr, einmal weniger.

Die Lebensmittelproduktion ist sehr langfristig geplant,

wie wir alle schon gehört haben.

Dass das nicht von heute auf morgen geht,

sondern oft ein halber Jahr, Jahre oder mehr Jahr Planung bedarf hat.

Und wenn man produziert, dann braucht man irgendwann einen Abnehmer.

Den kann man selber haben, aber einen Puffer braucht man.

Ob man das weiterverwertet dann und die Eier sagt,

man tut sie weiterverarbeiten zu Nudeln,

oder vielleicht, wie es in Australien zu Flüssigeier oder zu Pulver ist,

muss man einfach Möglichkeiten haben, dass man das nicht entsorgen lässt.

Eine Lebensmittel kannst du nicht in die Ecken hinstellen

und sagen, in drei Monaten brauche ich etwas.

Das kannst du vielleicht ein Baumaterial machen.

Auch wenn, dann musst du wirklich schauen,

dass du einen Markt erschließt oder irgendwie verwerten kannst

oder verarbeiten kannst das Produkt.

Das war bei uns damals, von Beginn an,

haben wir den Partner gehabt, die Firma Lugitsch.

Auch heute noch, und das ist wirklich ein verlässlicher und akzeptierender Partner,

weil es ist nicht immer so, wenn du jemanden hast,

der die Übermengen nimmt.

Das ist ja nicht selbstverständlich.

Wenn, dann hätten sie auch gerne eine konstante Lieferung,

kannst planen, aber mit ihm war das immer schon sehr gut möglich.

Er unterstützt uns in dem Sinne.

Mit den Legehennen, die Junghennen haben wir von ihm abgekauft.

Damals zu Beginn auch ein Futtermittel,

mittlerweile tun wir das selbstmischen,

bauen wir selbst die Futtermittel an.

Aber da ist ein Geben und Nehmen im Leben.

Und so war das eher bei uns bei den Übermengen der Eier.

Bei dir jetzt auch sagst, selber ein Futtermittel anbauen,

wie groß ist euer Betrieb?

Wir bewirtschaftigen derzeit 45 Hektar,

40 bis 45 Hektar, was wir selbst anbauen.

Da versuchen wir, eben mehrere Kulturen reinzubringen.

Das ist in der Steiermark natürlich auch der Ölkürbis,

aber Mais, Weizen, was als Futtermittel geht,

der Ölkürbis für die Kernproduktion.

Also ein spezieller Kürbis für das Kernöl?

Ja, es ist einfach ein Ölkürbis,

also der steirische Ölkürbis, der kommt daher,

da wo man auch Kernöl gewinnen kann.

Mais, Weizen, Ölkürbis?

Dann auch Dinkel, wie dann ja auch selbst Bratbacken.

Die Mutter, die Monika, die fahren ja auch beim Baumarkt hin

und verkaufen ein selbst backendes Brot.

Immer noch?

Immer noch, ja.

Also das gibt die Mama, glaube ich, nie auf,

solange sie kauen, dass sie es isst.

Und das mag sie gern machen, macht sie seit Beginn an.

Mir lebt man auch mit einem Zeitalter, das Brot kommt mir vor.

Also das Brotbacken ist wahrsten Sinn in aller Munde.

Definitiv.

Wir verkaufen ja nicht nur das Brot, sondern auch das Mehl.

Und die Leute finden wieder ein bisschen zurück.

Da haben wir jetzt ein bisschen mehr Zeit, sich Zeit genommen,

tun mehr selber backen und machen das Brot selber,

ist ja was Gutes, wenn du selber frisches Brot machst.

Es geht ja schnell, wenn man Zeit hat.

Wenn man es kann.

Wenn man es kann, ja.

Ja, aber vielleicht nochmal zurück zum Jahr 96,

da bist dann du, Wanspeter, auf die Welt gekommen.

Und wie ist dann weitergegangen?

Weil du hast mir vorher erzählt, du hast auch noch Geschwister.

Und warum hast du übernommen?

Und wie war das dann zum Beispiel zwischen euch?

Wie glaubt das?

Also ich war das dritte Kind.

Und zum Glück ein Bub hat es immer geheißen.

Zuerst war ich zwei Schwestern.

Und meine Eltern haben immer gehofft auf einen Buben,

dass sie den Betrieb übernehmen können.

Aber das hätte auch unsere Schwester gemacht.

Ja, ich bin die Jüngste.

Sie waren schon da.

Ich bin 96 auf die Welt gekommen.

Der Betrieb ist immer langsam gewachsen, als größer geworden.

Die Eltern haben es gern gemacht.

Und so wie ich herangewachsen bin, ist auch der Betrieb herangewachsen.

Gewachsen.

Gewachsen, ja.

Gräser geworden.

Gräser geworden, genau.

Und ja, also mittlerweile, es ist dann Step-by-Step gegangen.

Das heißt nicht wie in einer Anstahl, sondern wie mehrere Stallungen,

haben eben den Betriebswandel gemacht.

Von der Mutto-Kohaltung auf die Legerhennen

haben wir zwischendurch an die Eltern im...

Das war 94, gell?

Mutto-Fuhr auf Legerhennen.

Im 96 haben Sie die Kühe komplett aufgehört?

Betriebstall gekommen, best.

Genau, und haben Sie aber dann im Schweinebereich,

das heißt, Sie waren auch im Fleischsektor tätig?

Ja, wir haben zuerst direkt vermarktet mit Schweine.

Wir haben einen 94er Stall gebaut, wie ich schon gesagt habe.

97 haben wir den Mieschelag gebaut.

Und nach der Jahreswende 99, 2000,

haben wir noch schon einen ersten Freilandsstall gebaut.

Weil dann sind die Sendungen no mehr,

und dann war der Baunhalter auch schon.

Und wir haben das damals schon gesehen,

wir müssen da sicher was machen in den Schritt,

weil in einer Anstahl geht das nicht gut,

die Hühner zum Auslassen.

Spannend, 94 warst Sie die Ersten,

oder eine der Ersten mit der Bodenhaltung.

Du warst schon von dem Berater damals fast schon Visionär.

Und 99 war die Bodenhaltung schon wieder out, im Endeffekt.

Und es ist Richtung Freiland.

Aber du hast ja gesagt, 15, 20 Jahre ist so ein Stall vom Inwest.

Das heißt, ihr habt es zugebaut?

Ja, ich habe den alten Rinderstall komplett umgebaut.

Die Rinder haben wir in 96 Jahren weggetan.

Und dann haben wir zuerst vor 100 Mastplätzen gehabt.

Und was hinten da hinten war,

haben wir 4.000 Freiland-Hühner gemacht.

Das hat sich genauso ergeben,

das hat passt auch von der Lage her, vom alten Stallgebäude.

Und dann haben wir schon die Ersten Freiland- und Baunhalter gehabt.

Und dann habe ich mir gesehen, dass das so läuft,

dass die Tendenz noch einmal zur Freiland geht,

dass das Baunhalter immer schwieriger wird.

Das war schon ein Beginn an bei der Freilandhaltung.

Das hat es dann gegeben, dass das Stufenmodell entwickelt worden ist.

Die Bodenhaltung und Freiland.

Und mittlerweile gibt es ja auch die Bio-Freilandhaltung.

Aber das Stufenmodell hat sich entwickelt.

Und dass wir direkt am Konsumenten waren.

Der wurde dann vielleicht sogar eine zweite Auswahlmöglichkeit.

Ein bisschen mehr Tierwohl.

Und das hat sich dann schon langfristig verändert.

Also es war nicht von 94 auf 99.

Sondern die Freilandhaltung ist erst wirklich publik geworden die letzten Jahre.

Das wird da immer mehr.

Hat dann schon eine Weile gebraucht.

Und die Bodenhaltung ist ja nicht schlecht dagegen.

Die Tiere geht es gut.

Sie kriegen ein gutes Fura.

Sie sind im Stall frei.

Sie können sich frei bewegen.

Und die Freilandhaltung ist noch einmal ein Step höher im Tierwohl.

Das heißt, sie haben nochmal einen Auszuschar und haben die freie Möglichkeit,

hinauszugehen auf die freie Wiese.

Wir haben dann eh Fotos.

Also wir dürfen uns das ja eher anschauen.

Wir dürfen das eh dokumentieren.

Also das kann sich dann jeder anschauen.

Genau, so wie es bei uns ausschaut.

Schaut es bei den anderen Landwirten aus, dass sie einen Stall haben.

Mit einem Auszuschar und dann eine große Wiese, wo sie hinausgehen können.

Wenn sie wollen.

So, wenn einmal Wetter ist, wo es eher mehr Schnee macht oder Schnee fällt.

Oder wo es regnet.

Da gehen sie nicht so gerne raus.

Das ist wie bei uns.

Wenn es einmal nicht so schön ist, dann gehen sie nicht so gerne raus.

Bei euch ist es ja spannend, weil die gehen ja durch eine Unterführung um.

Auf die Wiesen.

Das heißt, die Kunden stehen ja unter bei der Unterführung auch.

Wir haben das dann erst auf die Fotos.

Das ist ein bisschen spannend bei euch.

Ja, aber das heißt, ihr habt eigentlich mit den Haltungsformen auf den Wunsch der Kunden reagiert, oder?

So wie du sagst, ja.

Also wie unser Ohr, das liegt wirklich auch am Konsumenten.

Weil wir am Baumarkt stehen und wir hören, was der Konsument sagt.

Dadurch, dass wir ein Familienbetrieb sind und selber verkaufen tun und den Betrieb führen.

Dann macht man schöne Überlegungen, wenn er einmal sagt, ich hätte sowas gern.

Und der nächste, der wieder einmal sagt, das wäre klasse, wenn es sowas geben würde.

Ihr seid ja, das haben wir jetzt noch gar nicht so rausgearbeitet.

Ihr macht es ja hauptsächlich direkt für den Markt.

Genau.

Wie hoch ist der Anteil von dem, was ihr über...?

Seit unserer schönen Pandemie, was wir mittlerweile sehr lange haben,

sind wir eigentlich reine Direktvermarkter.

Wir vermarkten alles, was wir selbst produzieren, direkt an den Kunden.

Wir haben sehr viele Verkaufsstellen, was wir beliefern.

Das heißt Bauernläden, privat geführte Kaufhäuser.

Da haben wir ein paar kleine Händler, aber unsere Eier gibt es auch in Wien.

Das heißt, wir haben einen Fleischvermarkter, der fährt nach Wien aus und nimmt unsere Eier mit aus.

Wo gibt es denn die in Wien?

Ja, ich glaube sogar in fünf Bezirken oder sechs.

Das kann man, gebe ich gerne in der Teile nachher, aber da muss ich mich nicht genau erkundigen.

Ja, können wir auf die Webseite stellen.

Und ihr habt jetzt relativ viele, wie viele sind es? Neun Automaten?

Ja, also wir haben jetzt neun Automaten.

Das heißt, ein Bereich geht ja auch direkt zum Kunden hin, wie wir gerade geredet haben.

Und haben dann wirklich vor mittlerweile fünf, sechs Jahren begonnen mit Lebensmittelautomaten.

Das ist ein bisschen mein Herzstück, was irgendwie auch so gekommen ist.

Ich habe dann auch ein bisschen kundenorientiert geschaut, was könnte man machen?

Was war eine Möglichkeit?

Und haben wir dann mit den ersten Eierautomaten angefangen.

Und nach einem halben Jahr hat man auch irgendwie gehört, es wäre klar, wenn es dann noch etwas geben würde.

Das heißt, von irgendeinem Bauern alles an einer Stelle.

Das ist ein Punkt, mehrere Produkte anbieten zu können.

Und haben dann uns gemeinsam überlegt oder ich habe mir überlegt,

das könnte eine gute Chance sein, mehrere Produkte dort anzubieten.

Ich bin dann zum Papagen und sage, du war das nicht eine gescheite Idee,

mehr Produkte zu vermarkten, nicht nur unsere Eier, unsere Cannel,

sondern wirklich von anderen regionalen Bauern die Produkte abzukaufen und die weiterverkaufen.

Aber da sind wir jetzt schon fast einen Sprung zu weit,

weil du warst ja schon in der Übernahme.

Da war ich schon fix in der Übernahme.

Da warst du schon fix in der Übernahme.

Da waren noch ein paar Schritte dazwischen.

Aber grundsätzlich, ich habe jetzt deswegen gefragt, auch wegen der Zirkusverwaltung,

haben wir nachher nicht noch einen großen Blog dazu,

weil das ja ein extrem spannendes Thema aktuell ist.

Aber ich habe gesagt, ich habe dieses Ohr am Konsumenten und an der Konsumentin,

dadurch, dass ihr direkt vom Markt ersetzt.

Genau.

Und deswegen, das hat euch dazu gebracht, dass ihr 1999 gesagt habt,

jetzt bauen wir den alten Stall um auf einen Freilaufstall, oder?

Ja, weil wir haben die Baunhaltung gehabt.

Wir haben aus 1997 den Mischerlag gebaut.

Und weil wir gesagt haben, eigentlich der Mais und das ist alles im Verkauf,

erzählt man keinen Preis.

Und ich muss das teile Foto zurückkaufen, auf Deutsch gesagt.

Und dann habe ich gesagt, dann habe ich einfach investiert, habe gesucht

und habe einen Mischerlag gebaut.

Und jeder hat gesagt, es rechnet sich nicht, es rechnet sich nicht.

Dann habe ich gesagt zu dem einen Lehrer, habe ich gesagt, rechnet sich ein Traktor,

das jeder Bauer heute kauft aus so einem großen.

Da hat er nicht gewusst, was er sagt.

Und ich habe dann gesagt, jetzt bauen wir einen Mischerlag,

weil das brauche ich 365 Tage.

Ich brauche 365 Tage ein frisches gutes Foto für mein Hirn.

Weil das macht das Qualität im Ei, wenn ich mein halfeigenes Foto habe.

Also da habt ihr früher aufs Foto gesetzt, mehr oder weniger.

Ja, ich habe aufs Foto gesetzt.

Weil ich habe immer auf die Sachen gesetzt, wo ich weniger Arbeit habe,

damit ich 365 Tage immer entlastet bin.

Ich brauche 365 Tage ein frisches Foto für mein Hirn.

Einen Traktor brauche ich im Winter zwei Monate nicht.

Einen kleinen vielleicht für den Wald, aber so nicht.

Was mir da so schön auserhört, ist, meine Eltern, mein Papa,

haben sich immer überlegt, was er als der Kunde gerne hätte

und dass er die Philosophie mitspielt.

Das heißt, die Futtermittel, die sie selber anbauen,

die sie selber angreifen, wenn sie es ernten,

die sie wirklich in den eigenen Hirn geben.

Das heißt, das kann man direkt füttern

und dass du den Kreislauf wirklich schließen kannst.

Was wir anbauen, das kriegen unsere Hühner zum Fressen.

Die Eier verkaufen wir persönlich zum Konsumenten,

natürlich auch mit einem starken Team,

aber man hat einen guten Kreislauf

und tut Kunden orientiert sich bewegen.

Und das war da definitiv mit dem Freilandstall,

dass die Nachfrage da war

und zu Beginn schon einen kleinen Stall umgebaut hat auf Freilandhaltung.

Wie viel Eigenversorgungsgrad habt ihr mit Foto bei den Händlern?

Wie viel anteilsmäßig müsst ihr da zukaufen?

Wir hätten fast 100% selber, aber durch die Fruchtfolge,

durch die neue Regelung, dürfen wir nicht mehr 100% Mais bauen.

Und jetzt müssen wir die Alternativen bauen wie Weizen und Kürbis.

Und jetzt kaufen wir für die umliegenden Nachbarn,

für die kleinen Bauern eigentlich noch Mais dazu.

Es ist nicht alle Jahr gleich,

das ist wie mit der Fruchtfolge zusammengekommen.

Man kann so circa sagen,

was wir selber anbauen, das sind die Hauptkulturen,

das sind so circa 50% der eigenen Futtermittel.

Wenn wir aber für unsere gesamten Hühner

mit einer guten Fruchtfolge, das ist Ocker...

14.000 sind es ungefähr momentan, gell?

Bitte?

14.000 Hühner sind es ungefähr.

14.500.

Das ist ein bisschen ein Zungenbrecher.

Und wenn man das wirklich sagt,

man würde da den Ockerbau wirklich schneller dazu betreiben,

dann würde man so circa 120, 150 Hektar brauchen,

weil der Soja z.B. weniger Trag hat,

wie der Mais, das musst du einfach auch ein bisschen weiter sehen.

Das heißt, da wäre eine gute Fläche im Hintergrund auch sehr wichtig.

Momentan ist es schon möglich,

dass ich mit den eigenen, der Mist,

der Kodosaanfall von den Hühnern,

der jetzt auf die eigenen Flächen zurückkommt

und nicht weiter wegfährt.

Also den kannst du 100% ausbringen.

Den bringen wir zu 100% aus,

der Kreislauf ist da,

den Rest tun wir mit Bauern aus der Region

als Futtermittel dazu kaufen.

Natürlich wäre es die Wunschgedanke,

dass man alles selber anbaut

und das selber verfüttern kann,

man schaut, ob es wirklich mal soweit ist.

Momentan setzen wir einfach auf gute, verlässliche Partner

und auch im Futterbereich.

Ihr habt ja das Soja auch aus der Steiermark.

Genau.

Steierer Soja quasi.

Ja, also in Österreich haben wir

den großen Mehrwert,

dass die gesamten Frischeier

mit Donersoja gefüttert werden.

Das heißt, der Soja kommt nicht irgendwas über sich,

sondern alle Frischeier,

die wir als Konsumenten einkaufen können,

egal wo,

sind zu 99%,

es gibt ein paar Ausnahmen,

die nicht im armen Gütesiegelbereich sind,

aber gefüttert mit Donersoja,

der kommt aus Europa.

Wir am Betrieb haben noch eine glückliche Lage,

weil wir einfach alles direkt vermarkten,

setzen dann noch mal Stufen mehr

und haben Soja aus der Steiermark.

Der Steierer Soja,

der kommt aus der Nähe von Feldbach,

ist unser verlässlicher Partner,

der verarbeitet den Soja

und wir kaufen ihm von ihm dazu

und unsere Hühner kriegen somit

zu 97% der Futtermittel aus der Steiermark.

97% aus der Steiermark,

also regional schon.

Das ist nicht nur in Österreich,

sondern regional.

Was kommt denn in so ein Futter

für so Hähner,

was kommt da sonst noch alles rein?

Wir haben vorhin darüber geredet,

wie man Hühnerfutter zusammensetzt.

Der Mais und Weizen,

das ist der Hauptbestandteil,

dann ist der Soja dabei,

das ist ein Eiweißfuttermittel,

sehr wichtig, weil wir sehr viel Energie brauchen,

damit die Hühner sehr große,

schöne Eier legen können.

Kalk, der ist für die Schale da,

das ist eine gute feste Schale,

damit wir das auch transportieren können,

die Hähne macht mit ihrem schönen Produkt

eine eigene Verpackung,

das ist die Kalkschale.

Dann gibt es noch

ein paar kleine Komponenten,

das ist der Mineralstoff,

Salz und Pfeffer,

die Spurenelemente, Vitamine,

das was man wirklich

wie ein Hochleistungssportler

immer brauchen wird.

Das sind die 3%,

die Mineralstoffe,

Spurenelemente, Vitamine,

das muss man dann noch separat

bei kleinen Mengen dazu geben.

Das sind quasi die Brause-Tabletten,

die ich nach dem Sport immer

übertrinken soll.

Ja, so ähnlich.

Das sind die Hauptbestandteile.

Man kann es individuell noch ein bisschen verändern,

je nach Betrieb kann das anders sein,

man kann auf mehrere

Arten setzen,

Mais und Weizen sind der Grundstein,

da kommt der Eiweißfuttermittel,

Soja, kann aber Sonnenblumen-Schrot sein,

Küwiskernkuchen,

da gibt es ganz verschiedene Eiweißfuttermittel.

Da haben wir auch selber Küwiskernkuchen

vom Kernöl, der Kalk eben

und die Mineralstoffe.

Für mich nochmal zum Verständnis,

die Weizensorten

haben welche Funktion im Vergleich

zum Eiweiß,

zu den Eiweißkomponenten?

Du brauchst Kohlenhydrate auch dazwischen,

es ist wichtig, dass du mehrere Komponenten hast,

das ist das Vergleich, wenn du es bei uns

zum Menü hernimmst,

dann solltest du jetzt auch nicht nur Schnitzleisen,

sondern vielleicht auch Kartoffelpüree

oder Erdepfelpüree

und ein bisschen Gemüse.

Also nicht viel anders als bei uns?

Nicht viel anders als bei uns, ja.

Eiweißkohlenhydrate, das gehört alles

zu einem guten Verhältnis dazwischen ein,

damit wir Leistung bringen können,

dass wir am Tag spazieren gehen können,

uns bewegen können, damit man Energie hat.

Das heißt Grundumsatz und Leistungsumsatz?

Genau, den Grundumsatz brauchen wir

Menschen ja auch, damit wir

weiterleben

und gesund weiterleben, und beim Handel

ist es im Prinzip der Server.

Damit sie die Leistung bringen,

die wir von ihnen wollen, in dem Fall ans Eier,

kriegen sie zusätzlich noch

Futter.

Wie viel Futter isst ein Handel so am Tag?

Was ist denn da so ein Wert?

Ja, so 120 Gramm,

das kann aber bis zu 130 Gramm

hinaufgehen.

Davon braucht sie eben für den Grundbedarf

die Hälfte circa, und die andere

Hälfte ist für den Leistungsbedarf da,

wie die Bianca jetzt schon gesagt hat,

dass er einlegen kann. Das Ei ist dann

ungefähr zwischen 60,

65 Gramm groß.

Das ist ganz unterschiedlich wie alte Henne,

also die jungen Henne fängt

einmal mit den kleinen Eiern an, und die

älter die jünger werden, umso größer werden die Eier.

Ah,

ich frage mich...

Die Eier werden nicht mehr kleiner,

solange sie die

Henne erlegt, bleibt sie gleich groß.

Aber jetzt

im Karton, Medium, Large,

X-Large,

das sind nicht andere Henne,

das sind die Henne in unterschiedlichen

Alterskategorien, oder wie komme ich denn

auf diese Eikategorien?

Kann man sagen, also das ist ja

ein Heer, das besteht ja meistens nicht aus einer

Henne, sondern aus mehreren, und wenn man

jetzt ein Heer nimmt, zum Beispiel ein Stahl von mir,

der hat jetzt 3000 Hühner,

das ist eine Heere, und wenn sie

jung sind, fangen sie immer klein an,

aber das heißt nicht, dass die 3000 Hühner

alle auch größer legen, und dass alles gleich ist,

sondern auch in der Heere, das ein bisschen

eine Verteilung ist. Manche legen

Medium, manche Large,

manche X-Large, und ein paar bleiben immer

bei kleinen Eiern und die legen kleine.

Das kann man gar nicht so genau sagen, das heißt...

Das kann man nicht so sagen, also es verändert

sich, das nennt man Durchschnittseigewicht,

das heißt, das verändert

sich schon, ein Verhältnis,

wenn er... Das

fängt eigentlich ein bisschen in der Genetik an,

also wenn die... So wie wir Menschen,

manch einer ist größer gebaut,

manch einer ist kleiner gebaut, manch einer ist

ein bisschen molliger gebaut, manch einer

ist ein Strich in der Landschaft, sagt man ab und zu,

wenn die

Henne jetzt eher ein bisschen kleiner gebaut ist,

dann legt sie kleinere Eier.

Wenn die

Henne einfach ein bisschen stärker gebaut ist,

dann baut sie, z.B. vom Grundauf auf,

größere Eier legen. Das kann man ein bisschen

mit dem Futter verändern in der jungenen

Aufzucht,

aber sonst ist es ziemlich gleich

immer, und je älter sie wird, die Henne,

umso größer, minimal wird

es dann als Ei.

Also man tut es auch nachträglich dann,

je nachdem, was halt an dem Tag gelegt wird,

wird es halt aussortiert, aber man kann jetzt wirklich nicht

sagen, ich kauf jetzt die raus, damit ich dann genau

L-Eier krieg, ne?

Nein, das war schön, das war schön, so wie

wir am Anfang gesagt haben, dass du es nicht

so dran kaufst, heute legst du keine Eier mehr

für die nächsten zwei Wochen, weil wir Urlaub fahren.

Nein, das geht nicht,

die Hühner legen immer

in einem ähnlichen Spektrum hin, die Eigröse.

Welche Rassen habt ihr am Hof für die

Bodenhaltung und welche für die Freilandhaltung?

Das ist die ganz gleiche Rasse,

d.h. es gibt eben

ein paar Zuchtfirmen, was die Rassen

machen, wir haben

eine Legehänge, d.h. eine Legerasse,

das ist jetzt die Lohmann

Braun, das ist einfach...

Das ist die verbreiteste

Rasse, glaube ich, oder?

Das ist die verbreiteste Rasse.

Gott sei Dank

sind die Forschungen darauf hingegangen,

weil es ist ja so, dass wir die Hühner

von wirtschaftlichen Aspekten halten,

damit wir Eier produzieren können,

dass wir Konsumenten wirklich

immer ins Geschäft gehen können und Eier

kriegen, und da ist es

auch wichtig, dass die wirklich

Eier legen. Das ist eine

Ein-Nutz-Rasse,

die nur Eier legt

und ein bisschen

Gewicht zunimmt, aber

in ihrem Lebenszeitraum

legt sie nur Eier, und das sind ungefähr

so 290, 300 Stück

im Jahr.

Und ob das jetzt

eine Bodenhaltung oder

Freilandhände ist, ist ganz egal.

Wir in Österreich haben z.B. mehr die

braunen Hühner, weil wir

die ganzen Leute, Konsumenten,

haben einfach gerne braune Eier.

Wenn man jetzt mehr in andere Länder schaut,

da ist es mehr das Weißei,

sonst das Weiße Händeln,

genau, und

dann ist es ein bisschen unterschiedlich.

Wir haben eher ein bisschen

alternative Haltungsformen.

Zu 90%

gibt es auf der Welt eher mehr Käfighaltung.

Ja, das haben wir schon gelernt, das ist

die Haupthaltungsform. Das ist die Haupthaltungsform

und auch zu 90% sind es eigentlich

Weiße Hühner.

Weil wir gerade bei dem Thema sind, die Frage, die da

vorhin schon war, was ist denn für euch,

ab wann ist denn ein Händelbetrieb groß?

Das bin ich eigentlich

immer ganz unverschämt und frage zurück,

ab wann ist denn bei dir ein Händelbetrieb groß?

Gute Frage.

Wir haben jetzt schon zu viele Leute gefragt,

wir haben jetzt schon so viele Antworten gehört.

Wir haben gehört von 10 Millionen, das ist wirklich

groß. Und

wenn du mich gefragt hast vor der ganzen

Sache, hätte ich wahrscheinlich

ab ein paar Hundert gesagt, das ist groß.

Weil ich keine Beziehung dazu habe.

Das hört man auch, wenn man sich so ein bisschen,

jeder ist ja im Prinzip ein Lebensmittelkonsument,

aber wenn man jetzt schaut,

wenn man die Leute fragt im Freundeskreis, wo sie sind,

für dich groß gerade bei Händeln,

dann kommt meistens die Antwort, ja,

100 mal 1000, das ist schon viel.

Und dann erklärst du das einmal und deshalb finde ich

die interessantere Frage und da sind wir

auch draufgekommen durch unsere Gespräche.

Du hast jetzt von einer Herdengröße

oder einer Gruppengröße von 3000

gesprochen.

Wo ist denn da

die Grenze, wo sie sich wohlfühlen?

Wie groß darf das sein?

Und ist das dann in den 3000 noch

unterteilt?

Es gibt gesetzliche Vorschriften, ab wann

es die Unterteilungen sind. Das heißt, es gibt

schon eine Mindeststallgröße.

Das ist als gesetzliche Regel, Gott sei Dank

für das gibt es ein Tierschutzgesetz.

Und in diesem Stall, dann sind

auch Teile. Das heißt, bevor

da was passieren sollte und irgendwie

vielleicht sogar im Freilandbereich

ein Fuchs daherkommt

und eine will in den Stall und die Hühner schrecken

sich und laufen alle zusammen auf einen

Bereich, dann ist das

unterteilt. Das heißt, dort

sind Abteile, damit sie sich nicht alle auf

einen Haufen zusammenfliegen könnten

und was größeres passieren könnte und sich

erdrücken würden. Das kann ja sein, weil

einfach eine Menge da ist.

Bei uns am Betrieb,

das heißt, wir haben eine

Stahl H3000, die sind nicht mehr unterteilt.

Das heißt, das ist eine Stahl, die haben keine Abteile

dazwischen. Das ist auch die Grenze für die

Abteile, oder? Oder wo linken diese Grenzen?

Hast du dir jetzt zu viele griffbereit?

Griffbereit habe ich es nicht, also da hast du mich

erwischt. Ich glaube, so ungefähr 3000,

also unter 4000 sind es, glaube ich.

Aber nicht darauf festnageln bitte, aber da gibt

es auch wieder, das ist genau geregelt, das ist

auch wichtig, damit eben ein größerer

Stall, weil wir jetzt sagen, der Stall hat

10.000 Hühner, damit er mehrere Abteile

hat. Damit sie nicht alle A-Härte sind, das ist ja

ein Wann-Was-Ist, nicht der Drucken, was wir so gehört haben,

das Wann einmal eine Barchika ausbricht

oder die in eine Richtung rennen, das ist nicht 10.000

in eine Richtung rennen, sondern viermal

zweieinhalb. Man kann uns überhaupt sagen,

man hat einfach ein Haus

mit mehreren Zimmern, das heißt,

da rein macht die Tür zu, in Wirklichkeit

ist die Tür dann wie eine Gitter,

das heißt, das ist eine Gittertür, man sieht

da durch. Also Gitter,

würde ich jetzt noch vorsichtig sagen, das heißt, das

ist nicht einsperrt, aber das ist eine

Abtrennung, ein Raumtrenner, und

wenn, dann kann die vom Raum 1

nicht zum Raum 2 hin,

weil im Raum 1 gerade irgendwie

einig ist, dann gehen alle nur an die Wand

zum Raum 2, aber da ist es safe,

da kann nichts passieren, das heißt, das ist

ein Raumtrenner, und das

tut man auch oft unter den gesetzlichen

Grenzen machen, damit es wirklich

stahlgerecht gemacht ist.

Und zurückkommen zu der Frage,

ob man für mich ein Stahl oder

eine Hühnerhaut hat.

Ich hab's ja gesagt, das ist uns doch noch.

Ja, sicher sag ich's.

Also meine persönliche Meinung ist mir

sehr wichtig, ich beschäftige mich natürlich,

aber in der Branche bin ich auch immer wieder damit,

und ich muss sagen, meine persönliche

Grenze ist so ein großer Betrieb,

das ist ganz individuell so betrachtet.

Das heißt, wenn der Betrieb zum Beispiel

40.000 Hühner hätte, die Zahl

ist für mich enorm.

40.000 hört sich viel an für mich auch,

aber wenn man den Betrieb genauer anschaut,

und das ist für mich das Wichtigste,

nicht nur irgendwie was hören und dann

denken, boah, das ist viel, sondern bewusst

nachfragen. 40.000, okay,

wie läuft denn das? Aber wie 40.000?

Wie 40.000, hat dort mehrere

Stallungen, und wenn der sagt, der hat

vier, fünf, denke ich mir, boah, cool,

der produziert echt

auf einem guten Niveau, macht mehr,

kann dann Nahversorgung, also Lebensmittelversorgung

sicherstellen, für wir in Österreich

und macht das da, und ich kann hinfahren

zu ihm, vielleicht heißt das Hepler oder

Frauen sage ich, du, wie machst du das? Er erklärt mir das

Ganze, hat zwar schon eine Menge,

aber macht das richtig cool

in einem ein bisschen größeren Stil,

und dann ist das für mich gar nicht mehr viel.

Wenn ich dann 10 Millionen oder

1 Millionen Hühner in einem Betrieb habe,

im Ausland, dann ist das klar, für mich

sehr, sehr viel, und vielleicht unter dem Begriff

sogar Massentierhaltung, aber eigentlich

habe ich noch gar keine Ahnung, wie der dort arbeitet.

Das ist ja nur irgendeine Zahl, ich

habe was, keine Ahnung, ob das stimmt.

Für mich ist es immer sehr, sehr wichtig, wie das dann tatsächlich

ist, und natürlich rede ich da

gern mit, aber im Endeffekt

machen wir gerne ein Bild davon. Und

das kam in Österreich mit uns in der Landwirtschaft

sehr gut, wir haben alles da,

und da darf auch ein Betrieb sein, der etwas viel

größer ist und vielleicht 40.000 Hühner hat,

aber ich kann dort hinfahren, kann mit dem reden

und der kann es mir erklären, wie es macht.

Jetzt haben wir ein bisschen über den Stahl

geredet, jetzt müssen wir über die Freiflächen

noch kurz reden.

Ihr habt ja auch den Freilauf,

die Freilaufhühner, das ist glaube ich die

Café Machine, oder? Ja, die Café Machine,

die haben wir auch schon getrunken, Gott sei Dank.

Sehr gut. Ihr habt ja auch den

Freilaufbereich.

Meine Frage ist, wie ist das draußen

im Freibereich mit

Beutegreifern? Was sind denn da so,

was habt ihr da für Herausforderungen

mit Fressfeinden?

Und B, wie ist das mit diesen

Überdachungen?

Ist das Herden unterschiedlich,

wie sie raus rennen?

Hängt das davon ab, wie viele

Bäume da draußen stehen, wie viel

Unterschlupf da ist? Vor was ist das

abhängig, dass so ein Hähn wirklich in das Freie geht?

Ich habe schon ein paar Mal gehört,

manche wollen da gar nicht raus.

Genau, weil du sagst, bei uns Menschen ist das auch so,

manch einer geht gern raus, manch einer geht

gern auf den Berg, einer tut gern Radfahren,

das ist ganz unterschiedlich.

Wenn wir zum Beispiel eine Herde haben,

die Herde ist bei uns 14 Monate,

zwischen 12 und maximal 15 Monate,

da kann sein, dass auch eine Herde

da sehr gern raus geht,

und das taugt sich, und da gehen

wirklich fast die Hälfte hinaus in die

Freiväse, und das ist immer draußen.

Und es gibt Herden, die uns sagen,

nein, das taugt sich nicht so,

da sind weniger draußen. Das ist immer

typisch ein bisschen anders.

Also das ist ja nicht rausgezüchtet,

weil das sind ja hochgezüchtete Rassen im Endeffekt.

Das ist dann,

trotz aller Zucht,

langjährigen Zucht, ist ja immer noch

so ein Unterschied zwischen diesen

Herden wahrnehmbar.

Man muss schon eins unterscheiden, und wenn man auf die

Zuchtvariante hingeht, ist es schon so,

dass wir eigentlich eine Hände haben, die was aus dem Urwald

kommt. Das heißt, das ist nicht eine

Hände, was da herumspaziert ist,

und da normal geht,

und in der Wiese reingelegt hat, und so

schön gelebt hat, wie man

sich das vorstellen könnte, sondern eigentlich

ist es ein Tier, das kommt

aus der Natur, aus dem Urwald, hat

Ängste vor Raubtieren, Raubvögeln,

was die natürlichen Feinde sind.

Und die brauchen schon

einen Schutz, und der Schutz ist im Stall.

Im Stall gibt es ein Futter, es gibt ein Wasser,

deswegen sind sie da sehr, sehr gern drinnen.

Natürlich gehen sie gerne hinaus, und ein paar

sind einfach, die wagen sich

ins Gefährliche, sind dann auf der freien Wiese,

da kann auch der Fuchs kommen,

oder der Greifvogel.

Deswegen suchen sie auch dort Schutz,

und das ist im Auslaufbereich sehr, sehr wichtig,

dass man das dann über Dachen tut,

mit Bäumen, oder mit Sträuchern,

mit künstlicher

Stellen, einfach so Dachflächen, wo man sagt,

man macht eine Holzkonstruktion.

Es gibt auch,

wenn man ein bisschen ins Modernere geht,

man macht eine Zweinützung und stellt

vielleicht Fotovoltaikflächen zur Verfügung,

und die Hühner können unterhalb spazieren gehen,

haben Schutz vor den Greifvögeln,

gleichzeitig einen Schatten.

Das muss man immer wieder speziell

schauen, wie das

ein Betrieb da ist, und was für

Möglichkeiten sind.

Wie ist es denn bei euch so der Erfahrungswert,

wie gerne gehen sie raus, weil du hast jetzt erzählt,

sie kommen aus dem Wald und suchen ihr Schutz,

sind eigentlich Fluchttiere.

Wie haben sie denn da bei euch die Möglichkeiten,

sie unterzustellen, zu verstecken,

und eben lieber rauszugehen?

Wir haben schon gehört, wir haben auch einen Tunnel

verbaut, das heißt bei unserem Betrieb ist

mitten im Hof, in die Unterführung,

und da haben wir Unterführung gemacht, damit wir da

nicht gar nicht mehr hinkommen zu unserem

Stall, sondern dass wir auch Zufahrt haben.

Da haben sie einen Tunnel, da gehen sie auch gerne durch,

gehen dann hinaus auf die

Freifläche, wir haben Bäume,

Sträucher und auch Krennpflanzen gesetzt,

wo sie sich im Sommer sehr, sehr gern

aufhalten. Das heißt, sie gehen

immer raus, haben einen Schatten,

sonnen sie auch gern,

aber sie sind im Winter sehr, sehr gern drinnen.

Wenn jetzt einmal

ein matschiger Tag ist, wenn Schnee liegt, das haben sie

überhaupt nicht gern, da sind sie schon gern drinnen.

Das heißt, im Winter, wenn wirklich Schnee

ist, dann gehen sie nicht wirklich

gerne hinaus. Weil es einfach

kalt ist, es ist nass, ein paar sind

immer schön frech und schauen, aber

wenn, dann sind sie nur kurz draußen und gehen

dann wieder gerne hinein oder im Außenschauraum,

der was ja zwischen dem Stall ist,

dann kommt der Außenschauraum, dann ist der

Auslauf und vergnügen sie dort,

im Stroh, in der Einstreu,

schauen dort, bicken umeinander.

Das heißt, im Winter gehen sie

eher weniger hinaus.

Und wie weit trauen sie die aus?

Wie viel Fläche braucht jetzt auch Freilandhandel

quasi

mindestens, die was ja quasi in

Wiesenfläche geben müsste, und das ist ja,

wir haben ja die Wiesen gesehen, die geht ja weit hinter.

Waren dann die wirklich

bis ans Ende der Wiesenmanke

Nutzen die den vollen Raum aus?

Ja, sie nutzen den Raum aus,

es ist Herde zu Herde verschieden.

Wir haben voriges Jahr Herde gehabt, da bin ich

Sonntag spazieren gegangen, da waren die

Hühner ganz beim Wolltraum.

Die sind schon 200 Meter da oben, oder?

Ja, die gehen schon 250 Meter.

Aber natürlich,

auch wenn nicht die pralle Sonne

da runter strahlt, sondern auch wirklich in der Früh

oder mehr am Abend. Dann sind sie ein bisschen

sicherer. Das frühe Vogel fängt

den Wurm wahrscheinlich, drüben beim Wald.

Die wollen gar nicht rein, die sind eher die Nachtschwärmer.

Die sind auch kurz vor dem Finster,

werden immer draußen auf der Wiese.

Und im letzten Moment, bevor das Stockfenster ist,

gehen sie erst rein in den Stall.

Das ist spannend, vom Verhalten her, in der

Gruppe, nicht so recht

viel anders, wie bei uns halt auch.

Das kommt mir vor, ein paar so, ein paar so.

Vor allem im Sommerzeit,

wenn es extrem warm ist,

gehen sie beim Tag überhaupt nicht. Da sind sie lieber vorne

im Schotten oder drinnen

im Stall. Die Leute gehen

in die Sonne und die Hühner

sind eher versteckt.

Die wissen genau und gehen eher am Abend

oder in der Früh.

Sie haben keinen Mantel zum Ausziehen.

Apropos,

im Sommer, es wird

immer wärmer, wir kriegen es mit.

Wie ist denn das bei euch im

Hühnerstall?

Wie tut es da, wenn es da heiß wird oder wenn es

kalt wird? Ist das irgendwie klimatisiert?

Ja, also die

Hühnerställe haben ein

Lüftungssystem verbaut.

Also aus der Lüftung, ganz grob gesagt,

das ist ein Ventilator,

der was einfach schaut, dass die Frischluft

hineinkommt und die

Luft,

die verschmutzte Luft,

weil die Hände einfach

ein Geruch erzeugt, das wieder hinauskommt.

Warum ist gerade beim Hühnerstall das

Lüft-Thema Lüften so wichtig?

Ich würde mal sagen, überall ist das Thema

Lüftung wichtig. Selbst bei uns

der, der irgendwo in einem Zimmer ist,

der muss irgendwann mal das Fenster aufmachen.

Spätestens, wenn der nächste reinkommt und sagt, wo ist denn da los?

Sehr gut, ein super Beispiel.

Wenn

viele Leute oder die Hühner im

Stall sind, da ist auch wichtig, dass da Frischluft

drinnen ist, dass es sehr gut geht.

Das heißt, das Tierwohl fängt dann schon

an im Stall, dass da frische Luft da ist,

dass da frisches Futter da ist,

dass sie Wasser da haben,

dass sie Beschäftigungsmaterial haben,

dass sie im Schauraum ein Stroh oder ein

Einstreu drinnen haben, dass sie sich

hin und her bewegen können, dass sie

nicht losen können, was sie den ganzen Tag wollen, und an einem Tag

können sie halt einlegen. Das machen sie auch freiwillig.

Wir zwingen sie nicht dazu. Und wenn eine nicht legt,

dann legt sie nicht. Wir können sie nicht beeinflussen.

Jetzt zwingt sie es nicht.

Nein, da sind wir ganz normal.

Das heißt, ungefähr ein Ei legt, und dieses eine Lied,

das du gibst, ich wünsche dich wie ein Huhn, etc.,

leg jeden Tag ein Ei. Also da ist schon

was Wahres auch drinnen in dem Lied.

Ja, das stimmt.

Sie legt nicht jeden Tag ein, aber

ziemlich gut, ja.

Ja, klingt ab, ich leg jeden Tag 0,8 Eier oder so.

Das singt sie so schlecht.

Ja, das stimmt.

Bei den Beutegreifern hast du jetzt

vorher gesagt, Fuchs einmal kurz,

und Greifvögel.

Ja, wir sind eher mehr auf die Füchse

spezialisiert. Die Greifvögel sind immer

wieder da, aber noch nicht irgendwie,

dass sie jetzt wirklich bewusst

angreifen. Der Fuchs ist da eher

mehr der, der hinaus.

Und danach der Marder.

Der Marder. Aber gut in den Stall auch?

Ja, wenn die Lucken nicht zugehen,

oder die Lucke geht zu früh zu, dass die

Hände wirklich nicht reingeht, dann

wenn sie vor der Lucken sitzt,

der Marder beißt den Schädel ab.

Der Fuchs holt die Hände, nimmt sie mit,

und der Marder nimmt nur den Schädel.

Das heißt, der Marder ist ein Blutsauger,

der ernährt sich von Insekten

und Blut, und wenn die Hände

jetzt einmal im Außen, also irgendwo draußen,

vielleicht sogar im Sommer sitzen bleibt,

kann es sein, dass ein natürlicher Feind kommt,

und dann ist es so wie es ist,

und kann passieren, dass es

als Futter annimmt,

beißt den Schädel ab, tut Blutsaugen,

der Marder, und die Hände stirbt sozusagen.

Der Marder saugt nur das Blut?

Genau. Der ist ganz klein,

der kommt in einen Blutrausch, kann man sogar sagen.

Wenn da 30 Hühner da sind,

der braucht eigentlich nur

eine Hände zum Fressen,

aber er muss alle nehmen, weil er in einen Blutrausch kommt.

In einer Nacht hat er 25 Hühner abgerissen.

Was kann man da machen?

Machen kann man gar nichts dazu,

das ist so wie es ist, die Natur ist da,

man kann einen Marder bekämpfen,

dass man ihn fangen tut.

Das heißt, es gibt Marderfallen,

oder wenn es beim Fuchs gibt,

gibt es einen Jäger,

der kann den Fuchs schießen,

da darf man nichts kaputt nehmen.

Für uns ist es

erstens ein wirtschaftlicher Faktor,

und für mich gehört die Wolle dazu,

dass ich die natürlichen Feinde bekämpfe.

Das heißt, ich muss den Fuchs auch erledigen,

das darf ich auch als Landwirt

und darf den Fuchs in meinem Hofbereich

sozusagen schießen wie der Jäger,

weil ich einfach die Hände davor schütze,

dass der Feind da ist.

Ich bin der Beschützer sozusagen.

Das darf passen.

Wie viel Schwund hat man?

Kann man das so pauschal sagen?

Gibt es da mal ein stärkeres Jahr für den Fuchs?

Schwund sage ich da ungern dazu.

Ich sage einfach, wenn man Glück hat,

dann kommt auch mal ein Jahr weniger,

ein Jahr mehr.

Wenn ich mehr nehmen wollte,

kann es natürlich sein, dass der Fuchs lieber kommt,

weil er einfach vom Wald hinauskommt.

Aber in Wirklichkeit ist das ganz

zu viel bedingt.

Wenn die Jäger fleißig sind,

oder lang nichts.

Es ist nicht ein konstantes Verhältnis,

was man sagt, so und so viel

haltet jetzt jeder Fuchs.

Man muss da schauen, dass man Bekämpfung macht.

Das ist wie überall in der Tour.

Wenn die Verhältnisse viel da sind,

dann muss natürlich auch

ein Ausklang da sein.

Wir versuchen eben, dass man bekämpft

den natürlichen Feind ein bisschen,

man distanziert den.

Ich gehe mit dem Hund spazieren,

schaue, dass der Hund einfach seine Vier markiert.

Dann ist der Fuchs einfach ein bisschen abgeschleckt.

Dass der Jäger den bekämpft.

Manch einer hat z.B.

mehr mit dem Greifvogel zu tun,

der muss sich mehr auf den Greifvogel-Bekämpfung

spezialisieren. Man muss sagen, ich tue was dafür,

damit der mich tagtäglich auch hinholt.

Und wenn das ein kleiner Betrieb ist,

das 300-400 Hühner hat,

dem tut das schon weh, wenn der

50-100 Ausfälle im Jahr hat.

Weil der Greifvogel dort sein

Mittagstisch hat.

Der kommt halt jeden Tag und will was Mittagessen.

Nur für den anderen, das kann eine wirtschaftliche

sehr, sehr massive Auswirkung haben.

Und es ist in jeder Region, je nach Ort,

der Beutegreifer dort auch anders.

Und entsprechend muss der Landwirt

den auch entsprechend darauf einstellen.

Genau, das ist einfach eine andere

Naturlage. Dann einmal ist der Greifvogel

mehr spezialisiert und dann ist der Fuchs

mehr spezialisiert.

Ich möchte noch dazu sagen, man greift

eigentlich schon die Bevölkerung,

wie wir Stadtnähe sind, es werden immer

mehr heißer. Man greift ein, wir haben

Vorschriften gekriegt, wir müssen die

DKV-Box haben. Was hat man früher gemacht?

Wenn man früher eine Hühne hängen hat,

dann hat es der Fuchs hullen können.

Oder wenn der Jäger ein Wild geschossen hat,

hat er einen Aufbruch gemacht, der hat das

im Wald gelassen. Man nimmt eigentlich die

Tiere heute fast alles weg.

Man macht eigentlich nicht, dass die

Vorschriften immer gut sind, aber fast

eigentlich zu viele Vorschriften.

Weil jedes Tier kämpft ums Überleben.

Jeder Vogel braucht sein Futter.

Wir brauchen unser Futter zum

Essen und der Fuchs oder der Marder

will ja leben. Er braucht auch sein

Futter. Und wenn wir heute das alles

in die Hühne brauchen zu sorgen,

der Jäger hat seinen Aufbruch auch in

die DKV-Box gehabt. Und das

kommt zu dir, Körperfeuer.

Das wird vielleicht noch verbrannt.

Oder irgendwie, weil für die Futter

darf man nicht mehr verarbeiten in Österreich.

Man muss da auch ein bisschen nachdenken

und schauen, was da eigentlich ist.

Dass man das eigentlich der Natur

entzieht, was eigentlich...

Wieso kommt denn der Fuchs zum Hof

oder der Marder zu mir

direkt im Hof rein? Er sucht

sein Futter. Man muss...

Was tun wir? Wenn wir nichts zum Essen haben,

suchen wir uns was.

Er will nur überleben.

Das ist sein Prinzip.

Wie gehen wir damit um?

Für uns ist es ein Schaden. Wir wollen

die Hühner beschützen. Auf der anderen Seite

sucht der Fuchs nur Futter, damit er

überleben kann.

Die Leute sagen immer, als Freilander

ist Freilander ein Spacerei. Man darf das ja nicht vergessen.

So gut mein Ei ist, so gut ich die Hände

füte, weil so gutes Essen wir am Tisch

haben, so können wir hinten noch arbeiten,

wenn ich körperlich arbeiten muss.

Geistig brauche ich auch.

Aber man darf das selber nicht

vergessen. Man muss denken, was man alles braucht.

Und was eigentlich auch die auch braucht,

das vergessen heute viele. Und sie sagen

immer, als Freilander, weil die Hühne auf

der grünen Wiese ist, nur weil sie vielleicht

zu zweiter wie immer da frisst, aber

was für Krankheiten sie kriegen kann,

das vergessen die Leute noch. Sie wollen es nur auf der Wiese sehen.

Und sie glauben, wenn zehn Hühner draußen

sind, das sind die guten Eier,

das macht die Qualität.

Mein Papa hat das jetzt wirklich schön beschrieben.

Mein Mais und mein Futter. Und das Ganze macht

das Qualität der Alkohol, was ich gebe.

Und das Frische, so wie wir den ganzen

haben. Wenn ich das, ich komme in den Stahl rein,

da rieche ich nicht ein Hühner Mist

oder die Hühner, sondern wenn die Fütterung

anläuft, da rieche ich das gut, wie wenn wir heute

ein Schnitzel am Tisch auf dem Tisch stellen,

wie gut das eigentlich riecht und wie man

gerne noch isst. Man darf das alles nicht vergessen.

Das sind so viele Faktoren.

Ihr wisst es,

als Konsument nehme ich das ja nicht wahr.

Das ist ja genau, vielleicht deswegen

reden wir ja auch darüber.

Was du jetzt sagst mit dem Geruch?

Also ich kenne ja

die Erzählungen von Hühnerställen.

Es ist immer nur, dass der Hühnerstall stinkt.

Aber dass es im Hühnerstall offensichtlich nicht

nur stinkt, sondern dass man das Futter

riecht, etc., das

kommt ja nicht durch.

Aber was machen wir? Wir gehen

jeden Tag schlafen, steigen in der Früh auf.

Wo ist unser erster Weg hin?

Das ist eigentlich ein bisschen früher und ein bisschen später aufs Klo.

Was machen wir? Wir machen das Fenster auf

und wir stinken aber auch.

Man soll das nicht vergessen.

Und das geht noch in die Klärlok und kommt

runter, weg ist es. Und ich bringe meinen guten

Mist für den Hühner am Okhaus und da

wird der Mais und der Getreide. Und das

kommt wieder die gute Frucht. Man darf das alles

nicht vergessen.

Das hat er wirklich sehr, sehr schön beschrieben, muss ich noch mal sagen, der Papa.

Die Kreislaufwirtschaft lebt

wirklich bei uns auch.

Und wir versuchen einerseits

den Anbau der Futtermittel, das Futter

selber, den Hühnern zu geben.

Und die Ohren

auf den Konsumenten zu haben. Aber

dennoch ist es uns wichtig, so wie ein

Papa, Mama oder mir oder einfach

die Philosophie von uns da,

dass wir den Konsumenten aufklären und sagen,

was wir da machen und warum wir das machen.

Das dauert sehr aktiv. Jetzt höre ich mal

bitte, was ihr da am Hof das

Angebot an den Konsumenten habt.

Ja, gern. Bevor muss ich noch

kurz darauf einschweifen.

Das ist nämlich die Freilandhaltung,

Biohaltung. Da wird viel

Werbung gemacht mit dem. Das ist eine Schenne, was

jeder sieht. Das heißt, mir ist Tierwohl

auch sehr, sehr wichtig. Nur das

Bodenhaltung oder Käfig

sage ich nicht, dass es schlecht ist. Ich sage

nicht, dass es gut ist. Wichtig ist

nur darum, der Henne geht es gut

und was für ein Ziel man herausbringt.

In der Freilandhaltung ermöglicht

mir der Henne mehr Platz, die Möglichkeit

hinauszugehen und

ihr mehr Tierwohl zu schaffen.

Im Endeffekt ist das Ei aber nicht schlechter

gegenüber einem Bodenhaltungsei.

Wenn es Futter passt,

wenn es der Henne von der Tiergesundheit gut geht,

das heißt, das ist ein gesunder Hen.

Wenn es eine gesunde Kuh oder

ein gesunder Schwein ist,

ist es immer

schlagausgebend, dass es ein gutes Produkt ist.

Dann kommt der Tierwohl-Gedanke dazu

und man sagt, man ermöglicht sie in

Kleinigkeiten. Was uns Konsumenten einfach wichtig

ist, dass ich sage,

die Henne muss die Möglichkeit haben, hinauszugehen.

Aber Fazit ist wirklich, dass das

Bodenhaltungsei

Minimum gleich gut ist wie ein Freilandei

oder wie vielleicht sogar ein biologisches

gefüttertes Ei.

Da geht es rein um das Futtermittel.

Ich würde nicht sagen, dass es so schlecht ist.

Wir selber machen einen Betrieb,

da dauert noch wirklich viel Arbeit, damit wir den Kunden,

den Konsumenten oder einfach

meinen Mitmenschen zeigen, wie die

Landwirtschaft wirklich ist. Ich versuche,

also vor Corona ist es noch

ein bisschen besser gegangen, dass man wirklich die Konsumenten

am Hof herbringt. Wir machen

Hofführungen.

Takto offenen Stahldür haben wir.

Da muss man sich vorher anwenden bei euch, oder weißt du das?

Ja, also bei den Hofführungen versuche ich

Gruppen zu machen, damit es

ein bisschen Schulgruppen sind.

Es waren schon mal eine Benzinistengruppe da oder die

Landjugend. Oder

takto offenen Stahldür direkt für

die Konsumenten, die was bei uns einkaufen.

Das sind noch ein Tag,

ein halber Tag, wenn man mehrere Hofführungen

macht. Und die Leute sagen,

erstens, wie wir da am Betrieb arbeiten,

was für Produkte wir machen.

Aber andererseits ist mir auch sehr, sehr wichtig,

dass ich auch zeige, wie die Landwirtschaft aktuell ist.

Weil

vielleicht manche, wir haben es gerade

durchgesprochen, dass

1.400.000 Hühner viel sind,

für manche. Und ich selber

erkläre, warum das für mich eigentlich gar nicht viel ist.

Ich sage mit voller Stolz darauf,

dass ich ein Mittel oder dass wir

als Familie ein mittelgroßer

Produzent sind, dass wir eigentlich

Produzieren können, damit wir

eine gute Versorgungssicherheit

darstellen können,

weil die Regionen und bei weitem nicht alleine

sind. Wir sind nur einer von vielen.

Und wir das in Österreich so nur schaffen

können, wenn viele Landwirte da sind

und die Produkte produzieren.

Und da kann jeder schauen kommen, wie es ausschaut.

Und wie ist das so, wie sind die Rückmeldungen

von den Leuten, die auf den Hof

kommen? Von bis, also natürlich

kriegen wir auch negative.

Also normal sollte man mit positivem anfangen,

aber ich sage mal negative.

Zwei ist anders.

Nein, es kommt immer wieder

negativ an.

Da gehe ich nichts einkaufen,

das ist auch voll legitim.

Ich sage immer, ich zeige es her,

mache eine Meinung drüber, aber grundsätzlich

bin ich nichts bös. Oder wenn auf

eins mich sagt, ich kaufe deine Eier,

dann sage ich, du wirst ja deine Gründe haben.

Wie geht man damit um? Ich finde das

viel spannend, weil uns sagen wir auch oft,

dass unser Podcast super ist. Mir wäre lieber,

wenn wir so etwas nicht verpasst, aber das sagt man nicht.

Da müssen wir noch einen reden.

Also wie geht man darauf um?

Also wie man im Wald

einbläht, so kommt es wieder zurück.

Wenn mich einer nur böbelt oder sonst was,

dann höre ich es mir an,

zurückböbeln wäre es nicht, er hat seine Beweggründe.

Die handelt er sehr wertfrei,

sage ich, er wird schon seine Gründe haben.

Mir ist es noch wichtig, damit er weiß,

wie ich wirklich arbeite und nicht irgendwas

Falsches wiedergeben sollte.

Liegen tue ich nicht, ich bin sehr ehrlich,

sage alles ehrlich her, wie es ist.

Ich will ihn aber nicht überzeugen,

dass er wieder zu mir einkaufen kommt,

weil mein Ziel ist einfach, dass er weiß, wie es abläuft.

Umgehen ist unterschiedlich,

ab und zu ist er emotional oder einer sagt,

dem gefällt das gar nicht.

Was sagst du dann?

Was sage ich dann?

Das ist eine gute Frage.

Ich versuche da sehr simpel einfach,

ihm das zu erklären und dann einfach

schauen, ob er es versteht oder nicht

oder ihm darauf hinzuweisen, warum ich das mache.

Einfach damit ich sage, wie

oder warum ich das mache.

Wenn er es versteht, dann fängt er an,

dass ich mehr wissen will, dann gehe ich mehr drauf ein.

Wenn nicht, dann kann ich nichts mehr machen.

Dann verschließt er sich selber.

Und wenn wir beim Positiven

sind, die kommen,

das sagen sie mir nachher auch,

die tragen das Ganze weiter, was wir erzählt haben

oder was sie gesehen haben, wie die Landwirtschaft ist.

Das erzählen sie auch daheim oder

bei der Familie, bei den Freunden.

Deswegen ist mir das wichtig, dass ich das schon mache.

Und auch meinen Mitkollegen

und die Landwirte,

was meine

Berufskollegen sind,

auch die sagen, Leute, bitte

wenn es wieder mal geht, ins Wirtshaus

und da schämen sie euch nicht, da erzählen sie

wie es ist, eure Leute, eure Freunde,

warum ihr gewisse Dinge macht.

Das hat alles einen Grund, warum wir es machen.

Warum, gell?

Warum ist das Wichtigste.

Und es hat alles ein Ziel,

dass wir sagen, wir können erstens leben

und wir betreiben eine Landwirtschaft.

Auf Basis von warum kann man auch diskutieren.

Ja.

Aber gibt es viele

Berufskollegen in deinem Alter

zum Beispiel, oder Kolleginnen,

die sich schämen oder die sagen, okay,

oder vielleicht Angst haben oder

nicht direkt mit den Konsumenten in Kontakt

treten wollen?

Ja, also ich sage immer,

dass

jeder Mensch ist anders

wie bei uns. Man kann, der tut

gerne Büroarbeiten, man kann also Verkäufer,

man kann

hat eigener Verkäufer

und der Vorener einen Schrein.

Jeder Mensch ist anders

und ein Landwirt ist ein jeder Landwirt

anders. Ich selber bin

ein, ich rede gern, ich helfe gern,

ich bin gerne Verkäufer.

Papa lacht zustimmend.

Und meine Kollegen, viele,

die sind einfach gern daheim, haben

Ruhe, gehen gerne ins Stall

rein, die sitzen eine Stunde

lang im Stall, beschäftigen sich mit

den Tieren und da bewundere ich genau

sie. Da denke ich mir,

boah, da steckt Energie

in seiner Landwirtschaft zu seinen Tieren

oder am Ackerbau, der

fährt extra nochmal am Sonntag oder nach dem

Gewitter oder nach

einem Regen

zu seinem Feld und schaut sich an,

wie weit ist denn jetzt das Pflanzl gewachsen?

Und der dann eher

mehr, wenn er privat unterwegs

ist, eigentlich dann nicht so gern davonredet.

Weil er einfach

das nicht so seins ist.

So wie jeder andere, also das Pauschalrezept

Landwirt, der geht raus und kommuniziert

über einen Betrieb, das gibt es so

einfach auch nicht. Das gibt es leider nicht.

Mir ist nur wichtig, dass ich ab und zu, wenn einer

einer ist, und es ist leider wie

es im Leben ist, der was am lautesten schreit,

den hört man einfach zu.

Weil der hat das lauteste Organ

und die anderen rücken dann eher in den Hintergrund.

Bewusst dann auch wirklich

einmal sagen, stopp, so ist das nicht.

Ich mach das so.

Ganz, wie der es einfach sagt,

nur der Freund sagt, du

fährst nur mit deinem Jauchenfaseln

und tust immer, dass alles stinkt.

Standardgeschichten.

Woher?

Ich tue da ein Jauchen oder einen Mist ausbringen

oder eine Gülle ausbringen, damit

meine Pflanzler, was ich ansetze,

wenn ich was auf dem Acker

anbaue, damit es dann Nährstoffe hat

und wachsen kann.

Und ich kaufe nicht einen

Wirtschaftsdünger. Also ein Handelsdünger

ist ja ein Kunstdünger, aber wir sagen

Handelsdünger dazu.

Das ist ein chemisch erzeugter Dünger,

der was als Luftstückstoff

erzeugt wird, den zur

Pflanze hinbringen. Sie ernährt sich auch davon.

Das ist jetzt nicht schlechtes,

aber es ist eben wieder woanders hergeholt.

Und ich sage lieber, ich habe einen

Wirtschaftsdünger, die Pflanze kann sie auch von dem

annehmen und es ist ein Kreislauf.

Der vier stinkt sauber. So wie der Papa vorher

erklärt hat, dass das was ganz Normales ist,

bei uns Menschen auch. Nur weil man einen

Raum hat oder einen kleinen

Klo hat und dort schnell

dort ist und dann wieder weg ist und man nichts mehr davon

mitkriegt.

Man sieht aus dem Augen aus dem Sinn, gell?

Nur wenn man es riecht,

dann heißt es wieder, wer ist ein Deutsch

Hult, gell?

Kann auch bei den Menschen ab und zu

sein, gell? Wer hat einen Deutsch

Hult, gell?

Es ist was ganz Normales.

Merkt ihr eigentlich auch, dass

ich schaue jetzt aus dem Fenster und bei euch

sind ja Wohnhäuser rundherum auch.

Merkt ihr auch, dass

zunehmend die Siedlungsdichte

schwieriger wird für die Landwirtschaft

quasi in dieser

Symbiose mit Wohn-

und Wirtschaftsgebäuden

zu leben?

Dass da einfach potenziell

mehr Konflikte entstehen können?

Es ist anders geworden.

Also ich sag einmal, früher

wie wir es heute auch schon gehört haben,

da hat sich jeder, hat jeden

kennt. Da war beim Dorffest

da bist hinkommen, da hat

jeder sich kennt und da ist austauscht

worden, was ist passiert, da bei den Kirchen.

Mittlerweile kommt einfach der Zuwachs.

Viele ziehen aufs Land.

Und dann ist es schon wichtig,

dass da ein bisschen Austausch denn noch passiert,

gell? Auf einer Seite ist das Verständnis

nicht immer da.

Die sind nur zum Wohnen.

Früher waren sie Teil der Gemeinschaft.

Ja, sie sind halt hergekommen

und jetzt hat sich die Gesellschaft verändert.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass es zum Schlechten

verändert hat, aber es ist anders geworden.

Muss es ja nicht werden.

Muss es nicht werden.

Das heißt, manchmal

fällt das Verständnis und dann ist es auch wichtig,

dass man es erklärt, warum es da stinkt.

Es ist jetzt nicht nur immer schön

oder es ist nicht nur immer die Sonne da

und die Schauhase auf dem Acker,

sondern es gehört dazu, dass ab und zu

ein Traktor oder ein Mähdresch

umeinanderfährt, dass Erntemaschinen

unterwegs sind, dass es Zeiten gibt,

wo in der Nacht wer unterwegs ist.

Wir machen das ja nicht wie Landwirte,

weil es uns langweilig ist.

Oder zu fleiß vielleicht.

Oder zu fleiß.

Ich muss auch mal sagen, ich habe immer schon

geglaubt, dass man das macht.

Genau, ich fahre immer zu fleiß hin an der Nacht.

Mitten in der Nacht fahre ich gern Traktor.

Und das ist dann auch oft,

wenn ich mit die Leute drehe.

Ich mache es gern, weil ich einfach der Typ bin,

dass ich auf Facebook,

weil ich mittlerweile ein bisschen Community habe,

hineinposte, Achtung,

jetzt, in den nächsten zwei Tagen

tun wir in dem Raum,

bringen wir Mist aus, gell?

Man kann sich freuen, cool,

der sagt mir jetzt Bescheid, ich tu mir

welche jetzt nicht waschen oder hänge es nicht hinaus,

weil das Wetter da schön ist. Wir versuchen

das auch gezielt zu machen, nur wenn es

wirklich regnet, dass wir es früher ausbringen

oder schnell einarbeiten.

Das heißt, wir tun schon Vorarbeit

leisten dazu. Versuchen wir

dennoch auch zu den

Mitbewohnern im Ort,

wo es dort auch ist, sehr wirklich zu

kommunizieren, dass da jetzt einmal kurz

ein bisschen was stinkt.

Das ist halt nicht für jeden Landwirt

die Möglichkeit da.

Und deswegen ist auch oft dann

so eine negative Gruppe da.

Das heißt, der fährt schon wieder, der stinkt schon wieder.

Das gibt es auch und mit dem versuchen wir

dann schon so zu agieren und zu reden.

Aber spannend, wie du das beschreibst,

das hab ich noch nie gesehen.

Das ist ja schon so,

wie du gesagt hast, früher war es halt

einfach eine Dorfgemeinschaft,

wo man sich halt auch getroffen hat und wo man

gewusst hat, warum eigentlich.

Und da jetzt,

wo natürlich viele Familien

heisen bauen am Land etc.,

man ist halt nicht mehr Teil dieser engen Gemeinschaft,

die man halt war, sondern man wohnt halt dort

und da wohnt halt der und der und der

und dann gibt es halt die Alteingesessenen und die Zuhörer,

wie es dann so schön heißt.

Da ist halt nicht mehr so viel Kommunikation

automatisch da. Genau, ich bin

ein Bauer, der kommt aus einem ganzen anderen Ortschaftl

und vor einmal hab ich dort einen Acker bekommen

oder kann den beachten, weil ich einfach ein Futtermittel

brauche und dann fahre ich halt einmal weiter.

Das sind 20 Kilometer, mit dem wir beim

Festl gar nicht zusammenkommen, weil der

mich einfach gar nicht kennt. Vielleicht geht

er woanders in die andere Richtung arbeiten

oder hat so einen Freieneskreis wo ganz anders.

Da steigt so viel dahinter.

Und

allein wenn man mit irgendjemanden redet und der kennt

wieder wen, das Netzwerk

anerkennt einen anderen und erklärt ihm das.

Wichtig ist einfach das Bewusstsein da zu schaffen,

dass wir das da nicht Jux machen,

wie wir gesagt haben und uns das zum Fleiß

ausbringen.

Jetzt muss ich noch einmal zurück

zu den Händln, bevor wir dann zur Direktvermarktung

rüber hüpfen. Die eine

Frage ist, wie lang sind die Händln bei euch

im Betrieb? Und

was passiert, wisst ihr was dann mit euren

Händln passiert? 12 bis 14

Monate, maximal 15 Monate,

sind sie da bei uns im Hof.

Das heißt, sie kommen eigentlich als Junghände.

Die sind dann schon

18 Wochen.

Das heißt, 4 Monate sind sie

Minimum alt, also

4,5 Monate. Die kommen da

vor einem Junghennenaufzug? Genau,

also anfangen sie ja bei der Legehände

oder beim Mausthändlhaar gleich. Also sie schlupfen

als Küken. Brüterei?

Brüterei. Und dann

Das weiß ich schon, gell? Ja, hast du erklärt,

ich bin jetzt stolz. Genau,

das ist ein kleines Wusel, sagt man dazu bei uns.

Also es ist ein kleines Küken.

Die Legehändenrassen kommen dann

in den jungen Händenaufzuchtstall.

Dort muss ich noch ein bisschen einhaken,

also dort ist eben auch die Geschlechtstrennung.

Wir können nur Damen haben.

Das heißt, bei den Legehänden

sind nur die Weiblichen, die was

einlegen können. Und die Männlichen

sind in dem Fall

müssen dort getrennt werden, also

aussortiert. Das heißt, man muss dann die Weiblichen

zu Männlichen trennen.

Das Thema Bruderhähne, oder?

Das Thema Bruderhähne, oder,

wenn ich noch kurz erwähnen kann, einfach, dass das

die jetzt nicht entsorgt

oder sonst was, aber sie sind für den

Wirtschaftszweig nicht da oder wirklich

zum Tragbar, dass man es wieder mitaufziehen kann

oder Fleisch mästen kann.

Es gibt zwar ein paar Projekte,

wie man sagt, oder auch wirklich Betriebszweige

schon, wo man den Bruderhahn mitaufzieht.

Das heißt, man macht, man zieht den

dann wirklich für eine

zwei Monate auf

und mästet den.

Aber das ist ein wirtschaftlicher Zweig,

was eigentlich gar nicht wirtschaftlich ist.

Das Küken

wird auf der einen Seite, das ist

ein ganz schwieriges Thema, deswegen versuche

ich das ein bisschen zu erklären, weil mir das auch wichtig

ist. Und ich sage, das

Küken wird auf der anderen Seite

als Futtermittel für

Raubtiere,

den Zoos oder sonst was wirklich

weiter verwendet.

Ein Produkt, wenn man so nennen will,

die wird nicht einfach nur weggeschmissen, wie es

oft, wie es ich erlaubt habe.

Ja, oder das brutale Herz

vom Schreddern. Also ich habe die Bilder auch

im Kopf. Also ich muss nicht liegen, wenn ich das noch nie

gesehen habe. In Wirklichkeit passiert so ein

Küken-Schredder nicht. Das gibt es nicht.

Ja, gut, okay, also in

Österreich gibt es das nicht. Bianca

gibt da vollkommen recht. Das gibt es nicht.

Aber das ist ein wertvolles,

ich sage jetzt nicht gerne ein Produkt dazu, für mich klingt

das persönlich nicht so gut. Ich sage lieber,

das ist für mich ein Futtermittel. Das

geht dann halt in einen Zoo oder in einen Tierhandel,

weil irgendwas muss die Schlangen

auch fressen. Die Schlangen,

die wir vielleicht daheim sogar

haben, weil irgendwer hat als Hobby gerne ein kleines

Haustier, das ist eine Schlange.

Oder soll es irgendwie ein anderes

Reptil sein als uns was? Das braucht auch Futtermittel.

Ich kann die Tiere nicht

sagen, ich tue die

zur Vegetarie erziehen. Wir haben das

daheim gemacht. Die Hühner sind ja eigentlich auch

Fleischfresser. Die

fressen wir immer Insekten

oder so. Wir sagen, na, wir tun sie

zur wirkliche Vegetarie machen.

Und das Küken-Schreddern ist

jetzt nichts, also das ist eben nicht

in Österreich der Fall, sondern wir sagen, das wird

als Futtermittel dann weiter

gegeben. Natürlich gibt es eben,

das ist genau, was wir vorher gehabt

haben, das Marketing, Tierwoll ist uns sehr wichtig.

Wir bringen kein Küken um,

sondern wir ziehen es dann auf und

haben in der Mesten den

Legehahn,

ist aber in Wirklichkeit nicht wirtschaftlich.

Das sind Zweige,

die werden refinanziert,

über einen anderen Bereich, über das Ei.

Und das ist ein wichtiger Punkt.

Wenn ich sage, ich will die

Philosophie und der Tierwoll ist mir wichtig,

dann sage ich, dass ich keine Futtermittel

verschwenden wäre. Und da

fängt es an, dass wir an Legehahn

Mesten anfangen.

Eine Einnutzungsrasse?

Eine Einnutzungsrasse, was eigentlich Eier legen sollte,

nur der Hahn kann keine Eier legen.

Da mache ich dann Mesten und nehme dort

wertvolle Futtermittel, was ich vielleicht

dann in der heimischen

Produktion wegnimmt und noch vielleicht mehr

von den anderen Ländern zukaufen muss.

Oder vielleicht sogar ganz

überhaupt gesagt Urwald gerodet wird.

Weil Urwald wird gerodet, damit wir

Futtermittel anbauen können.

Ob das sinnhaftig ist, und ich sage,

ich mache jetzt einen Hahn

Mesten und der hat dann nur Kilo 10

und aus dem mache ich Frankfurter, weil es

ein Händelfrankfurter ist, weil aus dem kann ich

nie ein Grillhändel bei einer Grillhändelstation

oder irgendwo ein richtig

schönes Hühnefilet

beim Lebensmittel einzeln haben. Das kriege ich nie

von dem, weil der das nicht hat.

Dann ist für mich die Sinnhaftigkeit

dahinter, was für mich fehlt.

Da sage ich lieber,

das Futtermittel, also das

Hahnenkücken, das

hat einen Sinn dahinter

und geht zum Raubtier und wird dort

gefüttert.

Ich glaube, ganz viele Leute

wissen das einfach nicht,

dass die Küken

für

Futterhandlungen etc. Raubtierfutter

sind. Und dass wenn es wir nicht

im Inland nutzen würden,

dass man es dann einfach

zukaufen müsste. Dann würde man das Problem

ja nur ins Ausland auslagern.

Man loggert es aus und so kommt es

eigentlich auf Futtermittel aus dem Ausland

und dann ist es sogar

ein totes Läh, also ein totes

Küken, kommt auf dem Ausland

und ich hier im Inland eigentlich

irgendwas machen, was eigentlich gar

nicht irgendwie wirtschaftlich ist, sondern ich eigentlich nur

mein Gefühl, mein Bauchgefühl

irgendwie beruhigen will und

irgendwie künstlich was her schaffen will, damit

ich mein Gewissen beruhigen kann.

Weil mein Gewissen ist, dass ich ein Tier

nicht töte. Im Endeffekt wird

der Hahn dann gemästet

und wird auch getötet.

Man darf es jetzt nicht irgendwie schön schreiben, weil das ist nicht so,

dass ich den Hahn dann mit

1,10 Kilo nach 2 Monaten,

das ist eine Zeit und eine Zahl,

dann sage ich jetzt, flieg aus,

lebe dein Leben draußen im Wald.

Spätestens dort kommt ein Fuchs und frisst und denkt sich,

ah cool, jetzt ist ein Hahn da.

Das Leben ist

in der Natur

gefressen oder nicht gefressen werden.

Das Leben ist lebensgefährlich. Du sagst das.

Ja, vor allem für einen Bruder Hahn im Wald.

Das ist nur

ein kurzer Auschwerf, was mir einfach wichtig war,

ein ganzer Brennhaarsystem,

was wirklich aktuell ist.

Die Sparte bewegt sich

dorthin. Und das hat auch wirklich

enorme Auswirkungen. Und dann musst

du Stallungen bauen, damit du

die Hahnenküken aufziehen kannst.

Da ist mir lieber, ich sage das

und erkläre es, wie es ist. Weil einfach

das Wissen, ich habe leider durch die Social

Media Kanäle auch die Videos

im Kopf hängen. Die hat ja jeder, weil

das siehst einfach schnell.

Ich finde auch, dass das ein wichtiges Thema ist

und das hätte ich gerne noch gefragt, aber dass das

vorweggenommen und wirklich sehr schön erklärt.

Das freut mich auch besonders.

So ein Gedanke und auch Entschuldigung, dass es

weggenommen hat. Perfekt.

Schön da drüben, die zwei.

Wunderbar. Und wisst ihr,

was mit den Händln, den ganz normalen

Legehennen dann passiert? Genau,

der Kreislauf schließt sie

und beginnt beim Küken mit den jungen

Händen und kommt dann zu unserem Hof.

Sie legt bei uns die Eier und ist dann

Lebensdauer, die 12 bis 15

Monate maximal bei uns.

Und ist dann, kommt sie

dann zu einer Suppen Henne, zum

Schlachthof. Das heißt,

die Eier,

sie legt dann kaum welche mehr,

das ist alles vorbei und

das tragt sie nicht mehr, weil dann legt sie

nämlich nicht jeden Tag ein Ei, so wie man es

im Lied hört, sondern nur jeden

zweiten Tag ein Ei und nicht nur

sonntag kann, sondern wirklich eben

dann wird es unwirtschaftlich

und dann ist das wirklich

das Wirtschaftsjahr sozusagen aus

und kommt dann zum Suppen Hennen

Schlachthof, wird dort auch

wieder... Ist das ein eigener Betrieb

oder? Sogar noch einen in Österreich, oder?

In Österreich haben wir Gott sei Dank noch einen Schlachthof,

der was das verarbeitet, das heißt

die alten Legehennen werden zu Suppen

Hennen weiterverarbeitet, da wird ja jedes

Teil, da wird auch wieder nichts wegschmissen.

Das ist auch ganz, ganz wichtig.

Es ist im Fachschulkauf

fast sozusagen

ein Produkt, da muss ich wieder Produkt

sagen, ein Lebensmittel,

was eigentlich kaum mehr nachgefragt wird

und nur in einem

Billigbereich ist, das heißt... Was? Suppen Händel?

Suppen Händel, ja. Also Ganze halt,

zum Suppen kochen. Ja, genau.

Wie oft... Weil jetzt für mich die Frage, wie oft

ist du Suppen Händel? Ja.

Oder wo hast du das jetzt mal, Suppen Händel zum kaufen

gesehen? Genau.

Stimmt, man sieht die Suppen Händel auch nicht

mehr oder ist auch nicht mehr bewusst

vielleicht, ich weiß es nicht, ja.

Ich bin auch da, also Suppen Händel,

da tust du Teile, da tust du

kochen, aber wirklich eine ganze Suppen Händel

oder so. Wobei so eine Hähnensuppe auch gut

ist, das ist schon... Ja, aber es

wird nimmer gemacht. Meistens ist es

ein Pulver, ne? Und das ist dann wahrscheinlich Variante 2

nach der Suppen Händel. Variante

2 und vor allem, was es auch wirklich

ist, wir haben viel zu hohe Mengen,

dass du sagst, soviel Suppen...

Soviel Suppen können wir gar nicht essen. Soviel Suppen können wir gar nicht essen,

weil ab und zu isst da gern was anderes

und da wird das einfach weiterverarbeitet

und dann geht es auch viel in die

Bettindustrie, also in die Tiernahrungsindustrie.

Das heißt, da wird Tiernahrung daraus gemacht,

aber auch viel

wird weiter in andere Länder gemacht.

Das heißt, das ist eher ein Lebensmittel,

was dann ins Ausland

kommt. Das heißt, man muss

auch international denken und nicht nur

auf Österreich spezialisiert, weil wir bei wichtigen

Produkten oder bei Lebensmitteln auch

abhängig sind vom Export.

Da werden die Suppen Händel gehen auf einen Teil

nach Spanien, weil dort die Nachfrage größer ist.

Oder vielleicht die Krallen oder sonst was,

vielleicht sogar nach China umgekommen.

Weil dort wird das gegessen und konsumiert.

Wegschmeißen tun wir

nix mehr. Weil es einfach auch ein

wirtschaftlicher Zweig ist. Und wenn nur ein bisschen

ein Löse da ist, es muss

verkauft werden, damit das alles tragbar

ist. Damit das Händelfleisch

den Preis

im Lebensmittelanschlag

hat, was er jetzt hat. Oder das Ei

so billig ist, wie es jetzt billig ist.

Wenn ich nur weniger Hühner

hätte und das alles in einer anderen Philosophie

arbeiten würde, müssten die

Lebensmittel viel, viel teurer sein.

Grundsätzlich will ich damit sagen

und auf den Punkt kommen, wir sind

jetzt nicht abgeneigt, dass wir jetzt

nur auf hohe

Holzstücke produzieren

und immer größer werden.

Wir sind sehr kundenorientiert

am Hof, aber generell die Landwirtschaft

ist sehr am Konsumenten hängend. Und der

Konsument bestimmt dann, was

er einkauft, wie er

zu was für einem Produkt hingreift.

Zudem verändert sich da auch der Markt

oder einfach die Landwirtschaft.

Aber wenn der Konsument jetzt irgendwann

auf einen Heide aufmacht und sagt, ich isse

kein Händelfleisch mehr, dann ist die

Folge da, dass irgendwann kein Landwirt

mehr gibt. Du hast Karte Bianca aktiviert.

Du hast mich gerade aktiviert. Ja, ich bin

bei dir, weil meine Idee

ist es ja auch irgendwie herzuzeigen,

wie das alles so funktioniert in der

Landwirtschaft. Und dass

das halt auch Spaß macht und das

Essen irgendwie leibend ist und Landwirtschaft

auch. Und das nicht mit dem Tutu-Finger, sondern

dass man halt daraus cooles Essen machen kann

und dass man halt auch irgendwie das Bewusstsein

hat, das Konsument wo es herkommt und

was man auch damit machen kann. Aber

wenn ich in den Supermarkt gehe, und

das ist einfach zum Beispiel in Österreich

meine Hauptbezugsquelle von Lebensmitteln

und da gibt es halt das, was es gibt,

welche Wahl habe ich dann?

Jetzt haben wir zu dir geneigt, also das

gefreut mir. Jetzt können wir dich

in die Diskussion angehen.

Ich will jetzt nicht sagen, dass es rein an

Konsumenten abhängt. Aber

das Ganze ist

viel, viel größer, was wir

jetzt gerade anschweifen. Einerseits

ist es die Landwirtschaft, was wir da haben.

Andererseits die in der Resonvertretung,

wie stark wir es haben. Die Landwirtschaft

ist der einzige Zweig, der was eigentlich

die Preisgebung abgegeben hat.

Wir sind

ein Unternehmen,

der was nicht mehr preisbestimmend ist.

Wir haben gesagt, wir produzieren und

der Rest übernimmt alles andere.

Das heißt Verkauf, Marketing,

die Verkaufsstellen, das macht alles

anders. Aber der Preis wird auch von

Venanas bestimmt. Wir haben das Glück,

dass wir einfach

wenig in den Export, in Bereichen

geschaut haben, dass wir eher mehr im Inlandversorgung

machen und Gott sei Dank durch

in der Resonvertretung sehr viele

Labels, was vielleicht oft auch einfacher wäre

für Konsumenten mit nur ein paar Labels

sein, aber dass wir österreichische Produkte

im Einzelhandel haben.

Und der Konsument hat schon eine kleine

Mitbestimmung. Natürlich will ich da jetzt

nicht nur die bestätigen und sagen,

der Konsument ist allein

bestimmender. Da hängt auch viel von den

Einkäufern ab und auch von

den Lebensmittelhandel, dass die wirklich

agieren und jetzt keine.

Nehmen wir es her, weil es so schön bei

uns mit den Kartoffeln aus

dem Ausland

einer kommt, aus Israel kommt, dort ist

gerade Kartoffelzeit. Dort muss man schauen,

dass die Kartoffeln verkauft werden. Natürlich

das wird angeboten. Der

Lebensmittel-Einzelhandel sagt, da kommt jetzt

eine Menge an Ware hinein, das ist der

Preis. Wie in Österreich haben wir noch ganz

viel auf Lager und müssen das auch

verkaufen, nur wir produzieren teurer

und da kostet der Kartoffel mehr.

Und dann sagt der, natürlich

ist es auch für den Lebensmittel-Einzelhandel

ein wirtschaftlicher Zweig und muss sagen,

da kauf ich billiger ein,

dort wird meine Rechnung besser

passen. Da ist ja wichtig, dass man

die richtigen Leute, wo richtig sitzen hat

oder dass man die richtigen

Leute dann dort anrufen

und sagen, Herr Einkäufer,

bitte schauen wir, unsere Lager

sind voll. Schaut zuerst auf uns.

Wir können da die Wirtschaft bestimmen

und nicht aus dem Ausland. Aber wessen Verantwortung

ist das dann? Weil ich finde das Thema super.

Es sind die Kartoffeln aus Israel oder

Ägypten, wo immer die herkommen,

billiger. Wieso

sollte der Handel jetzt die Verantwortung

darüber nehmen und die teuren

Verkauf? Das ist nicht seine Aufgabe.

Der Handel ist ein Händler,

weil er günstig einkauft und teuer

weiterverkauft. Der Konsument

geht einkaufen,

ich kauf auch noch einen Preis für.

Wer hat die

Verantwortung? Sind das die Rahmenbedingungen?

Müssen wir schauen, dass die Preise endlich das

widerspiegeln, was sie widerspiegeln sollen,

nämlich die Kosten?

Oder wie machen wir uns das aus?

Ich sag, das liegt bei uns allen.

Das fängt beim Konsument an.

Du kannst da bleiben.

Ich lass das da.

Endlich ist das Eis gebrochen.

Wunderbar.

Aber das liegt bei uns allen.

Wie kriegen wir es auf den Boden?

Wie kriegen wir es auf den Boden?

Ich glaub, dass man als Konsument sagt,

ich kauf bewusst ein.

Natürlich ist auch klar,

es ist nicht so, dass jeder

nur schauen kann und ich

spenden würde oder sonst was.

Ich muss gezielt noch einen Preis einkaufen.

In Wirklichkeit sind es nur ein paar Cent,

die das dann bewusst ausmachen.

Ich sag, die 10 Cent

bei der Packung

unterstützt die heimische Landwirtschaft

oder unser Sozialsystem.

Da hängt das Weiterdenken

viel mehr. Wenn der Konsument

einkauft, aber auch die Leute,

die an den richtigen Stellen sind,

sind auch Konsumenten. Da fängt es an.

Das heißt, alle wie wir sind.

Wenn der Politiker da

Entscheidungen trifft,

ist es wichtig, dass er die heimische Landwirtschaft

fördert, weil er mit der Landwirtschaft

eine gesamte Wirtschaft fördert.

Und so wie der sagt, das Sozialsystem

kann leben, weil wir in Österreich

einfach da alle miteinander uns gut geht

und die Produktion gut geht.

Jetzt sind wir beim Konsumenten wieder, oder?

Ich geh nicht moralisch einkaufen.

Ich will nicht bei jedem Einkauf

die moralische Last des Sozialsystems,

der kulturellen Verantwortung

und so 100 andere Aspekte

beim Kauf meiner Kartoffeln.

Ich bin vielleicht einmal bewusst und bin stolz

zu machen ein Posting, aber ich kaufe ja

100 Mal ein. Das will ich ja nicht jedes Mal

machen, oder?

Jetzt muss ich aber fragen, warum machst du das?

Alles gut, ich mach dir mal Gegenfragen, ich frag dir nichts mehr.

Warum machst du den

Podcast?

Genau deswegen.

Weil ich selber von mir weiß,

wie ich einkaufe. Ich mach mir selber keine Ausnahmen.

Genau deswegen mach ich ja den Podcast,

weil ich teils weiß, wie ich reagiere

und ich könnte natürlich jetzt die sozial erwünschte Antwort geben

im Fernsehenradio und Podcast und überall.

Ja mir ist das total wichtig beim Einkaufen.

Ich schau bei jedem Automaten,

überlege ich mir 15 Mal, wo sie herkommt

und wie es ausschaut. Ich tue das aber nicht jeden Tag

und ich gehe davon aus, dass

die wenigsten Leute

permanent machen.

So oft einkaufen, ich tue das nicht.

Und ich würde mir echt persönlich,

das ist meine persönliche Meinung,

wünschen, dass ich im Supermarkt

oder in jedem Geschäft, wo es halt Lebensmittel gibt,

auf dem Regal stehe und dass ich mir sicher sein kann,

dass die Lebensmittel,

die es dort gibt, so produziert sind,

dass es den Menschen gut geht,

die es gemacht haben, den Viechern gut geht

oder halt den Boden, je nachdem, was es ist.

Und dass sie das ausgeht.

Und dafür möchte ich Rahmenbedingungen

geschaffen bekommen, weil ich,

und das ist meine persönliche Meinung,

als Bianca, als Melange in Gummistiefeln,

nicht zwei Stunden im Supermarkt

stehen kann. Ich tue das.

Aber das ist irgendwie meine Lebensaufgabe

Das ist aber ihr Job.

Du hast die Entscheidung getroffen.

Genau.

Aber sie verdient damit Geld.

Darum geht es nicht.

Das soll nicht jeder müssen.

Das ist auch nicht jedermanns Aufgabe.

Genauso wie du sagst, es kann nicht jeder Bauer

kommunizieren können.

Und ich möchte für alle Menschen,

zumindest auf diesem Land oder auf dieser Welt,

dass sie in den Supermarkt gehen

und dass sie was kaufen können, wo sie darauf vertrauen können,

dass das passt.

Das muss ein Produkt das kosten,

was reinfließt. Und wenn es vom anderen

Ende, von der Erde kommt, kann das

nicht mehr kosten.

Das sagt der Hausfrau.

Es ist aber unlogisch.

Unser System ist unlogisch.

Auf der ganzen Welt, so wie es ist.

Aber da muss ich Danke sagen.

Ich habe mir ein bisschen

mein Spectrum geöffnet.

Das reden kommen die Leute zusammen.

Genau.

Ich glaube, ich habe das Problem

einfach abfertigen wollen und sagen

der Konsument ist auch wichtig,

dass er die Entscheidung trifft.

Aber wie ihr das schön beschrieben habt,

eigentlich wuts ihr das nicht.

Ich stelle euch als Konsumenten da her,

wie ihr Konsument bin.

Bianca hat die Entscheidung getroffen.

Ich habe die Entscheidung getroffen.

Wenn ich einkaufen gehe, dann schaue ich

schon gezielt drauf.

Ich habe das Glück, dass ich ein

großes Angebot habe und meistens bei

den regionalen Anbietern einkaufen,

weil ich das ja auch wieder verkaufe.

Aber selbst wenn ich in einem großen

Geschäft gehe, dann schaue ich

wirklich drauf. Gerade bei gewissen

Dingen, wenn es mal ein Fisch ist

oder mehr als Früchte,

das gibt es einfach nicht.

Da brauche ich nicht irgendwie

scheinreden und sagen, ich isse das

nicht. Das brauche ich nicht.

Das ist mehr als Früchte, das habe ich gern.

Dann schaue ich auch auf Zertifizierungen

oder sonst was.

Da bin ich einer der Ausnahmen,

wie ihr sagt, wenn du in einer Stadt

lebst, du wirst das nicht machen.

Danke, dass ihr mir die Sichtweise

dargestellt habt. Da bin ich bei euch

und muss sagen, das ist wichtig,

dass das jemand anderes für uns macht.

Für das haben wir eine Vertretung,

Politiker, die wirklich agieren

darauf und die Rahmenbedingungen

dann für uns das erschaffen.

Ich bin auf der anderen Seite

aber auch wieder ganz bei dir, weil du hast vorher gesagt,

es geht um uns alle,

es trägt jeder seinen Teil dazu bei.

Also die komplette

Verantwortung abzugeben und sagen, mach

es, das ist es auch nicht.

Ich darf im besten Fall

lernen in der Schule, fange

im besten Fall im Kindergarten mit der Bildung an,

wo es herkommt, wie das

gemacht wird und habe ein bisschen Ahnung

und habe als Konsument natürlich Verantwortung

auch, aber jeder in dieser Kette hat

Verantwortung, von dir als Bauer,

über den Verarbeiter, über die Gastronomie,

wie sie vielleicht einkauft, über den Handel,

über die Politik, die Interessensvertretung und am Ende

alle Leute, mit denen wir in Zukunft im Podcast

reden werden, deswegen machen wir das ja.

Also ich will meine Meinung jetzt nicht komplett abgeben

und sagen, ich habe das Recht und ich habe Unrecht.

Aber auch nicht. Und das will ich nur noch stärken.

Ich bin aber einsichtiger für eure Dinge

und was mir auch klar geworden ist,

was ich noch nicht erzählt habe, ist einfach, dass wir

die breite Masse,

die einfach noch im Preis einkauft

und zum Discounter geht, weil

sie es einfach vielleicht nicht leisten kann.

Ich bin die breite Masse. Du bist die breite Masse.

Ich bin das Ausreißer,

Silke, du bist ein bisschen...

Nein, das breite Masse. Wirklich?

Ja. Okay, danke.

Aber der, der was zum

Discounter geht, das ist ja ein guter

Recht, für das ist es da. Er kauft

Lebensmittel einsam essen, will

eine was gut schmecken, aber ist ihm eigentlich

komplett egal, wo es herkommt.

Nur dann, gerade bei D-Konsumenten, liegt es

dann, wie ihr sagt, dass es

wer anders sich vorschreibt oder einfach

die Möglichkeit gibt, dass das nicht

nur aus dem Ausland da rin und legt,

die Kartoffeln. Und wie ihr sagt,

es darf nicht so günstig sein und so billig sein,

das muss mehr kosten, das hat Transportwege

hinter sich. Nur leider ist in der

Realität so, dass die ganz anders produzieren

und wir in Österreich viel zu

teuer produzieren. Wir können kaum mithalten,

dass wir exportieren können.

Wir sind da ein kleines Land, wir haben

eine wunderschöne Landschaft,

die Landwirte sind da für die

Landschaftspflege. Und wir

produzieren auf einem kleinen Niveau,

die anderen Länder kennen es besser.

Das muss man einfach mal gesagt haben.

Sie können high scale besser, also

das heißt nicht, dass die Qualität besser ist,

das kommt drauf an. Das kommt drauf an,

wie du siehst, aber ich würde jetzt auch nicht sagen,

dass sie eine schlechtere Qualität haben.

Es gibt Länder, die machen wahnsinnig gute Qualitäten.

Oft gibt es

italienische Schinken, da ist bekannt dafür,

da würde jeder den Schinken kaufen, weil das

der beste ist. Natürlich kauft man emotionaler.

Es gibt aber heimischen, richtig guten Schinken.

Ich glaube, dass wir

gerne eine einfache Antwort hätten

auf diese Sachen und die Antwort

leider nicht. Aber vielleicht,

das hast du jetzt ein paar Mal gesagt,

der Preis, oder wir haben es jetzt

oft gesagt, und

dass die Landwirtschaft vielleicht die einzige

Branche ist, wo die Bauern den Preis

nicht selber bestimmen, weil sie halt

zum Verarbeiter weitergeben,

die einen Kundenkontakt direkt nicht haben,

aber bei euch ist das ja anders. Also,

wie bestimmt sich der Preis, den ihr dann

verlangt? Jetzt kommen wir in die Direktmarktanlage.

Jetzt kommen wir in die direkte Marktanlage.

Super, überlegt. Smooth.

Dann reden kommen die Leute zusammen,

jetzt haben wir gesagt. Danke,

Babbel hört noch.

In Wirklichkeit ist es eine

Preisgestaltung, da richtet sich alles

nach dem Markt.

Ich kann nicht eine utopische Zahl sagen,

das ist es wert.

Es gibt die Preisgestaltung

von einem Lebensmittel,

und da entscheidet sich massiv. Erstens

einmal die Produktionspreise,

dann kann die Miethineinrechnung,

Marketingpreise,

die Buchordnung für den Betrieb

noch dazu, die Verkaufspreise

und die Verkaufsfläche,

wo das verkauft wird.

Da sind sehr viele Kostenfaktoren dabei.

Und die eigene Arbeitszeit?

Ja, die sind in der Produktionskarte.

Das ist schon wichtig, dass die eigene

Arbeitszeit gerechnet wird.

Und nicht unter Lohn oder gar nicht

gerechnet wird, weil das passiert bei

vielen Landwirten.

Sehr, sehr viele.

Die arbeiten, da reden wir nicht von

40-Stunden-Wochen.

Die stecken mit Herz und Blut drin,

da haben wir aber geredet, nicht immer

ist Arbeit Arbeit. Manchmal geht es

gut, er arbeitet dabei, obwohl es ihm

Freit macht und ihm das Freizeit ist.

Weil er gerne auf die Wiesnase geht,

macht die Hühner reinträumt, bevor es der Fuchs holt.

Das ist mit Freit, da will keiner

die Stunden rechnen. Nur wenn

sie das alles zusammenzahlen, wird vielleicht

der Landwirt ein paar Euro verdienen in einer Stunde.

Ein anderer sagt vielleicht,

bei meinem Büro,

bei meinem Job, was ich mache,

das mache ich voll mit Freit, aber da

verdiene ich auch, das passt mir.

Da habe ich ein Haus, 5 Wochen Urlaub und alles.

Das heißt ja nicht, dass es schlecht ist.

Das will ich nicht sagen, die Realliation

ist da was anderes.

Und in der Landwirtschaft ist der Stundenlohn oft

richtig mau, weil es nicht mit reingerechnet

werden kann und die Produktionskosten

oft gar nicht das zu lassen.

Das ist alles viel,

viel längerfristig, was wir auch schon gehört haben.

Stellen werden auf 20, 25 Jahre abgerechnet.

Man kann,

ein Job, das ist für meine nächsten paar Jahre,

dann kann die Wechseln aufsteigen oder vielleicht

in die Sitzung nehmen, mache ich Auszeit,

das ist in der Landwirtschaft nicht möglich.

Die Landwirtschaft ist für mich

eine Lebenseinstellung, eine Lebensentscheidung.

Und da ist halt die Frage,

ob der Stundenlohn,

das ist ja ein ganz

klassisches Arbeiterkonzept.

Erst hast du mal den Stundenlohn,

jetzt will man sagen Maschinenlohn.

Aber dieses Lohn pro Stunde

geht bei einem Arbeitszeitmodell.

Aber wenn du sagst, das ist ein Lebensstil

der Landwirtschaft, gibt es Lebensstil,

Lohnkosten, Stundenkosten

oder sowas. Also ich frage, ob das

Konzept der Stundenlohn überhaupt...

Jetzt wird es philosophisch.

Aber,

sag bitte,

Landwirtschaft ist immer ein bisschen Philosophier.

Also man philosophiert schon sehr gerne über die Landwirtschaft.

Aber, was

bei euch spannend ist, und wir reden schon recht

lang, und wir haben das Thema jetzt nur,

also ich hab's vorher mal angestochen vor einer Stunde,

aber jetzt müssen wir ungefähr

voll drauf einsteigen, direkt vom Markt.

Ihr seid

entstanden

aus kleiner Betrieb, immer schon mit Kontakt

zum Kunden, ötern waren immer schon Marktfahrer.

Meine Eltern sind gar nichts.

Die Eltern

sind immer Marktfahrer.

Und uns hat es so

entwickelt, und so nach und nach, und inzwischen habt ihr

auch Automaten. Genau.

Wie hat sich das entwickelt?

Erzähl einmal ein bisschen, und

wie...

Ja, jetzt

haben wir schon viel gedratscht.

Kostenpunkt,

Zusammenstellungen sind wir gewesen, und jetzt gehen wir

zu uns, als Familienbetrieb,

warum sind wir auf die Direktvermarktung gekommen?

Das hat viele Gründe,

aber ich würde mal sagen, das war eine persönliche Entscheidung.

Sicher von meinen Eltern, gell?

Das ist immer eine persönliche Entscheidung, was ich mache,

oder wie ich es mache. Warum machst du den Job,

oder wirst du den Job wechseln?

Sie haben natürlich die geografische Lage,

was wir im Betrieb da haben, ist eine sehr Kunstlage.

Das heißt, so eine Betriebsform ist für uns

einfach sehr gut,

weil wir die Vermarktung schnell aufbauen

können, sehr nah am Konsumenten

sind, wir haben kurze Transportwege.

Also Umfeld von Graz.

Ich sage mal Speckgürtel.

Wenn wir nicht vermarkten würden,

und die Produktion...

Die macht die Eier im Speckgürtel.

Sehr gut.

Die Eier im Speckgürtel, ja.

Jetzt kriege ich fast Hunger.

Das heißt,

das ist nicht für jeden Landwirt

die Möglichkeit und die Chance,

zum Vermarkten.

Das ist wieder, wo ist er daheim?

Wie ist er persönlich? Da hängt so viel zusammen.

Ja, und wenn irgendwo der Einherr

daheim ist, da gibt es natürlich

eine Ortschaft, erst eine,

oder irgendwo mitten

im Feld ist und er sagt, er ist kein

Ackerbauer, dann passt das für ihn.

Aber wenn sein Bub oder sein Dirndl

oder der Nachfolger, man sagt,

für ihn ist das nichts mehr, das ist nicht mehr eine persönliche

Entscheidung. Ich selber habe mich auch persönlich

irgendwie darauf entschieden, ich verkaufe

gerne, ich tue gerne Direktvermarkten

und so bin ich auch im Bereich gekommen,

im Automatenbereich.

Was war da der Auslöser?

Die Idee ist einfach gekommen,

das ist jetzt nichts Neues, ich habe das Radl

nicht neu erfunden, noch nicht.

Das hat es schon gegeben

und ich habe einfach rechnen angefangen,

das habe ich von meinen Eltern schon immer gelernt, von Papa,

irgendwie muss ich das rechnen,

also die Philosophie ist wichtig,

aber es muss ja auszahlen. Und

irgendwann bin ich halt auf die Idee gekommen,

genau kann ich es nicht mehr sagen, warum.

Ich habe gesagt vor

6, 7 Jahren so etwas,

ist die Idee gekommen und dann immer

wieder da gewesen, nicht,

die in der Branche hat schon einige

gegeben, mit Automaten und vielleicht

ist es auch deshalb gekommen.

Ich glaube, das wäre für uns einfach eine Möglichkeit,

die Eier ein bisschen mehr zum Konsumenten hinbringen.

Die Kunden sollen immer zum Hof kommen,

wir arbeiten dabei, wir beschäftigen

so gerne damit und verkaufen so gerne,

aber man muss auch

Verkaufsfläche wirklich bieten und es wird halt

in so einem Bereich gut gegangen,

dass wir so einen Automaten

auch dann aufgestellt haben und das

gut angenommen waren. Und

ist dann eben,

der Kunde hat dann die Nachfrage gehabt,

warum gibt es da zum Beispiel das vom Nachbarn nicht

oder das wäre eine coole Idee, wenn es da noch mehr

Produkte geben würde, da könnte ich alles zentral holen.

Und dann einmal hinsetzt

oder hinsetzt, also

vielen überlegen, ist die Idee

dann wirklich

zusammengebaut worden, dass ich da

ein Konzept habe, dass ich da mehrere

Produkte verkaufe.

Und mittlerweile

haben wir jetzt derzeit

neun Standorte.

Das ist so nach und nach gewachsen,

von den reinen

Eierautomaten,

also mit Kernen und Nudeln,

was wir selber noch in Bayern ein bisschen machen,

ist die Idee dann gekommen,

ein gutes Sortiment, viel verdammt zu bieten.

Warum? Weil die Nachfrage eben

von den Konsumenten da war. Also die haben gesagt,

das vom Nachbarn oder Milch,

warum gibt es da kein Milch, kein Dämer brauchen,

war eine coole Idee.

Und natürlich, weil wir uns

geografisch eine gute Lage haben, sind viele

regionale Bauern,

die selber ihre Produkte auch verkaufen,

bei mir in der Region.

Dann habe ich mir ein paar ausgesucht

und die hat gefragt, wie schaut es aus,

hättest du was gern oder könntest du was

verkaufen, könntest du das mitverkaufen

und so

haben wir uns ein paar gesucht am Anfang,

dann ist ein kleines Sortiment entstanden.

Habt ihr da Kriterien, du sagst,

ok, das

muss der

Bauer,

das sind alles Bauern, die was da rein

dabei sind, oder? Das muss der mindestens

erfüllen, dass der da dabei sein kann

oder was

sind da deine Kriterien?

Das ist die von der Idee weg.

Also ich sage mal, die Idee war da,

dass man viele Produkte

in Automaten

verkauft,

ist jetzt mittlerweile eine kleine Vision

daraus geworden. Ich weiß das Herz jetzt

vielleicht ein bisschen groß

an, aber dennoch sage ich

erstens das, was ich in meiner Landwirtschaft lebe,

was ich sage,

wir produzieren da

mit den Eiern oder sonst was, ist jetzt

auch in der Verkaufsfläche, wir tun uns

kundenorientiert orientieren und ich sage,

jetzt kommt bei mir ein bisschen eine Marketingstrategie

dazu, wir

haben jetzt 24 Stunden Regale,

ich versuche das ein bisschen

weiter wegzugehen, zum modernisieren,

einfach anders

aufzuziehen und das Kriterium sage

ich immer, dass wir die Chance haben,

wir verkaufen regionale

Produkte,

ein vielseitiges Sortiment, das heißt

ich möchte auch bei unseren Konzepten

das, was wir selbst betreiben,

immer die Hauptprodukte

verkaufen, das ist eben

was der alltägliche Bedarf an

und für sich spricht. Grundnahrungsmittel?

Die Grundnahrungsmittel, genau so wie du sagst

und da

ist es aber ein bisschen wichtig,

weil wir nicht diese Verkaufsoberfläche haben.

Wir haben jetzt nicht einen riesigen Raum

oder vielleicht sogar

eine kleine Halle, wo man was verkauft,

was wie ein Lebensmittelhandel ist, wo

ich einfach sagen kann, von einem

Lebensmittel gibt es jetzt zehn verschiedene

Lieferanten,

sondern wir müssen dann gezielt

auswählen, was

verkaufen wir für wen.

Wir kaufen das schon, den Lieferanten,

ab und verkaufen das auf eigene Regie.

Aber grundsätzlich liegt das dann bei uns

oder bei mir, dass ich sage,

ich von der Vision,

dass ich regionale, bäuerlich erzeugte

Produkte verkaufe, nicht abkomme

und einfach sage, ich wäre gleich wie

ein Händler. Direktvermarktungsprodukt, das heißt

ihr kauft es nicht von Produzenten zu,

also in der Wertschaffungskette

weiterfahren, sondern direkt von Bauern.

Direkt von Bauern, das ist einfach

auch direktvermarktend dort, das heißt

ich bin einfach ein Kunde bei ihrem, ein

Wiederverkäufer in seiner Direktvermarktungsform.

Du bist dann der Händler quasi, aber es ist ein

Bauer, bei dem du die Produkte beziehst

als Bauer. Genau, richtig.

Ab und zu kann es sein, dass es auch vielleicht

einer ist, der vielleicht ein paar

Komponenten zukauft und den dann weiterverarbeitet

tut, weil das ein paar Produkte

sind, wo du einfach mehrere

Komponenten brauchst, die du zusammenfertigst.

Wir haben auch mittlerweile auch einen Fleischer

dabei, weil bei

gewissen Produkten der Kunde gerne

mehr in den Convenience-Bereich geht, aber ein

Bauer nicht mehr produziert.

Wir schweifen da schon massiv aus,

aber dennoch ist mir wichtig die Philosophie,

dass ich regionale Produkte

verkaufe. Aber

ich kann Brotbauern finden

da bei mir, der was sagt, er kann

mir das liefern und die Menge.

Die Logistik dahinter, da hängt

so viel dran, dass ich

eigentlich sage, ich bin Landwirt, ich produziere

selber ein Produkt, aber das Verkaufen,

das ist gar nicht so leicht.

Da denkst du einmal, hoppala,

ich will eigentlich die

Schuld, was eigentlich

ist, dass ich als Landwirt eigentlich gar nicht gut

verdienen oder sage, ich verlasse

mich darauf, dass was verkauft wird, ist gar

nicht so einfach. Das heißt, ich kriege

von beiden Seiten mit.

Und mir wird dann erst bewusst, dass ich

meine Vision habe und sage,

ich verkaufe andere bäuerliche Produkte,

weil es oft nicht so leicht ist, weil diverse

Produkte ich nicht kriege.

Der Konsument hält es gern und sagt, er will das

haben bei mir im Regal.

Und ich muss etwas anbieten. Und dann sage ich, wo

hört sich die Grenze auf? Und für mich ist das,

es muss ein regionaler Bäcker sein und ein regionaler

Fleischer.

Es gibt viele Fleischvermarkte, Direktvermarkte,

die ein gutes Angebot haben,

nur in manchen Bereichen

das nicht produzieren.

Das ist, ich habe einfach in der Stadt

ein Regal stehen,

das steht in einer Siedlung und da wird einfach gern

Essen im

Glas angenommen.

Das heißt, ein Fleischer, der macht jetzt nichts anderes,

der übernimmt das jetzt von einem

Schweinebauern, kauft das Schwein direkt

vom Bauern und

tut das weiterverarbeiten. Ich sage,

das ist für mich tragbar. Der hat einen Kontakt

zum Landwirt, der

macht nur einen Schritt mit der Verarbeitung

und tut das Produkt weiterverarbeiten.

Dann ist das in Ordnung für mich.

Oder dass der Bäcker

dann an regionalen Weizen kauft.

Weil es gibt ehrlich gesagt

wenig Bauern, die was wirklich

Brot backen, professionell

und das wiederverkaufen. Meistens

dann nur am Baumarkt direkt zum

Endkonsumenten, aber

nicht am Wiederverkäufer. Und dann

ist es aber schwierig und das gestaltet sich dann nicht

leicht. Deswegen ist meine

Philosophie regionale Produkte von Bauern

und auch, dass es in das

Ganze hinein passt, auch vom Fleisch

oder Bäckereien. Ist es noch tragbar.

Wichtig ist immer, dass ich mit dem Leben kann und

dass er wirklich ehrlich ist und so, nach

der Philosophie schmeckt.

Wie hat sich das entwickelt?

Wann ist der zweite Automat dazu gekommen, hast du gesagt?

So zeitlich ungefähr.

Wir haben 2015

mit den Eierautomaten

die Planung begonnen.

2016

habe ich dann den Betrieb

übernommen, den Teilbetrieb.

Das heißt, die Eltern sind auch noch voll fleißig dabei,

arbeiten auf einer Landwirtschaft, ich habe eine

Landwirtschaft. So

habe ich auch die volle Haftung. Das ist vielmehr

wichtig, weil die Verantwortung liegt bei mir

und die kann ich nicht abwärts am Ende des Tages.

Das gehört an mir. Ich habe dann in der Zeit,

die ich übernommen habe, zeitgleich den Verkauf

weiter ausgebaut und bin dann mit

2000... Verkauf hast auch

die Automaten. Auch die Regale,

ja. Danke.

Und auch so die Wiederverkäufe

im Eierbereich. Das heißt, das waren immer

im Verkauf direktvertrieben

von den Eiern, was wir selber produzieren.

Und auch Marktfahren und auch

Wiederverkäufe. Da kommt das Gleiche wieder,

was ich mit die Regale mache.

Wir bauen da mit dem Bauernladen.

Also du belieferst noch Bauernläden?

Wir beliefern Bauernläden auch, so wie Händler

oder auch die Gastronomie.

Das ist alles einer Tage. Das ist jetzt nicht

nur rein über die Grenzmittel ausgemacht.

Wie ist denn das prozentuell aufteilt?

Wie viel wird jetzt von den Eiern

über die Automaten verkauft und wie viel

über Gastro etc.?

Momentan haben wir

die Gastronomie, das ist das

einfachste Teil, ist ca. 20-25%.

Die ist aber

ein bisschen stagniert seit einem Jahr,

wie wir alle wissen, was uns alle antragen.

Das wäre ja schön, wenn das bald zu Ende ist,

aber das wissen wir ja nicht, was kommt.

Wir haben aber auch noch viele

Bauernläden,

die wir beliefern,

wie kleine Lebensmittelhändler

oder auch Lebensmittelgeschäfte.

So wie kleine Händler,

wie gesagt, wo es nach Wien geht.

Und ein Teil, also ich sage mal so ca.

10-20%, je nachdem,

was für die Saison ist,

schaffen wir über die Lebensmittelautomaten.

Das heißt, wir

schauen schon, dass es ein sehr

großer Zweig von uns wird,

weil wir einfach dann

die volle Wertschöpfungskette haben.

Das ist ja auch das Ziel davon.

Aber ich möchte nur dazu sagen,

dass die Automaten für mich

mittlerweile ein eigener Zweig sind.

Ich stelle mich selbst als Produzent,

aber auch als Lieferant dar.

Es ist mir wichtig, dass ich beides

auseinandergliedere.

Das mache ich von Herz aus, das tue ich gern.

Auf der anderen Seite bin ich aber nichts

anderes als Händler.

Du trennst das jetzt ganz klar?

Ich trenne es klar.

Du baust nebenbei unabhängiges Unternehmen auf,

das auf den Automaten auch passiert.

Das heißt, dir ist wichtig diese Unterscheidung.

Warum?

Mir ist wichtig die Unterscheidung, weil ich einerseits,

so wie ich da agiere, oder wie ihr das macht,

für eine andere Vorbildwirkung

vielleicht habe.

Oder vielleicht sogar eine negative Wirkung habe.

Als Landwirt oder als?

Als Händler.

Und da will ich die Vorbildwirkung als Händler

oder wenn ich die in dieser Branche,

in dieser Automatenbranche,

sage, ich kann das

alleinstehend machen oder kann da

Erfahrungen für andere herzusagen,

dann ist es wichtig, dass ich das nicht

vermischen anfange.

Als Landwirt ist mir wichtig, dass mich jeder

als Landwirt ernst nimmt und sagt, ich bin ein Landwirt.

Aber direkt in der Verkaufsoptik,

dass ich dann auch wirklich als Verkäufer da bin,

als Händler bin und dann,

wenn mich einer abstempeln will, dann sage ich aber

hoppala, ich mache meinen Verkauf doch

mit der Vision oder mit dem Ziel, dass ich

wirklich regionale Produkte verkaufe,

zu einem guten Preis, dass wirklich auch die Produzenten,

das was mir als

Bauer, als Landwirt wichtig ist,

dass auch meine ganzen Lieferanten den Preis

kriegen, den sie haben wollen.

Sie geben mir den Preis vor und ich sage,

ok, passt, um das kaufe ich es ein.

Um das würde ich es wieder

verkaufen, wäre das möglich. Was meinst du?

Was kannst du für deinen Bereich sagen?

Ist das überhaupt gut? Oder kann ich das

verlangen? Wenn er sagt, nein, das ist teuer,

ich gebe dir das doch ein bisschen billiger, weil

ihm ist das auch wichtiger, oder da ist der Marge

ein bisschen geringer, dann

reihe ich mich das mit sehr aus.

Das heißt, ich versuche jetzt nicht, mir als Verkäufer

da gleich zu agieren wie ein großer

Einkäufer. Ich schaue, dass ich

mit meiner, weil ich mittlerweile auch eine

kleine Warnstrom

verkaufen kann und wirklich eine

Nachversorgung mittels neuen

Standorte versorgen kann und das vielleicht noch

wachsen wird, dass

ich da wirklich beim Lieferanten,

beim Produzenten einen fairen Preis hingebe,

den noch kundenorientiert schaue, damit

der Gur das Sortiment abgibt.

Bäckereien oder Fleischereien kann auch dabei sein

oder regionale Bauern.

Da geht es wirklich

um viele Produkte und dass der

Konsument billig oder

wirklich um einen

korrekten Preis einkauft.

Wir haben ja jetzt Corona.

Seit

einer geräumten Zeit.

Jetzt merkt man in dieser

Zeit

extremes,

zumindest mir kommt das so vor,

einen extremen Zuwachs an

Hofläden, Automaten,

Regalen,

Selbstbedienungsläden,

etc.

Ein enormer Boom in diesem Bereich der

Direktvermarktung.

Jetzt wird automatisch,

das sehe ich jetzt einmal,

der Hofladen,

der Selbstbedienungshofladen, der Automat,

der vielleicht auch in einem Holtzittel drin steht,

assoziiert mit

Direktvermarktung, mit Bauern.

Jetzt boomt das aber so.

Jetzt ist das ein Trend. Jetzt werden sie wahrscheinlich

auf den Trend viele

drauffahren und sagen, da will ich jetzt

mitsingen, da ist jetzt Geld drin. Die Leute

kaufen anders ein.

Es gibt Alternativen.

Wie kann man

in der Instrumentensicht,

wenn ich da jetzt nur vorbei fahre,

unterscheiden, ob ich

dann wirklich

die Idee der Direktvermarktung

kaufe, oder ob ich dann vor einem

Automaten stehe, wo im Prinzip

wieder nur Handelsware

drinnen liegt, aber nicht die Direktvermarktung.

Wie wird sich das

auswirken auf so Betriebe wie euch oder

sonst, wenn da auf einmal

jeder,

im Automaten

gekauft hat? Das wird

dann auch im Preis drücken. Das fällt

dann auch wieder auf euch zurück.

Wie sieht sich die Entwicklung, wie geht

sie damit um? Was kann man da machen?

Das würde mich wirklich interessieren.

Das ist eine wunderbare Frage. Danke.

Das Corona,

was wir mittlerweile alle mitbekommen,

was wir haben, das hat

ein bisschen Bewusstsein geschaffen

für uns, was für Lebensmittel wir

einkaufen. Was uns wichtig ist,

die Gesellschaft hat sich

gewandelt, verändert.

Und so hat sich das auch verändert,

das Einkaufsverhalten und

das bewusste

Einkaufen hat sich schon im Vorteil gehabt.

Was wir vorher gesprochen haben, dass es eher

nicht so ist und man

schaut auf den Preis, dennoch ist

ein geringer Prozentsatz

hat sich darauf verändert und schaut

jetzt wirklich bewusst drauf, was kaufe ich ein.

Und ich kaufe ein bisschen mehr beim Bauern ein.

So ist es, wie du gesagt hast, entstanden,

dass viele einen Selbstfindungslohn

gemacht haben oder Automaten gekauft haben,

jetzt mehr in die Direktvermarktung eingestiegen

sind, auch in den Online-Handel eingestiegen

ist. Der Online-Handel ist explodiert.

Keiner hat geglaubt vor

zwei Jahren, dass sie

so viel online verkauft.

Jeder ist vielleicht mit geschlafen oder jeder macht

einen Online-Handel. Du merkst wirklich

jeder, der einen Online-Shop machen will,

das könnte das sein, das mache ich jetzt auch.

Das heißt, jeder will

neue Radler finden.

Es gibt ein Radl,

ich sage jetzt, dass der Branche,

ob es ein Online-Shop ist oder sonst was, findet

jetzt das Radl rein. Ich muss das extra

machen. Wie in Österreich,

glaube ich persönlich,

möchte ich das so sagen, dass

wir alle sehr

so denken, ich muss das auch machen

und alleinstehend machen.

Und da denke ich mir immer, eigentlich

ist er gescheit, man bündelt seine Kräfte.

Wird heißen?

Das wird heißen, ich sehe das jetzt

schon als ein bisschen Aspekt, das ist

eine Gefahr da. Das heißt, das ploppen viele

auf, es könnten viele

Lebensmittel verkaufen oder vielleicht

überhaupt, gibt es das auch in der Praxis

leider schon, verkauft einen

an den Selbstbedingungsladen eine Red Bull und

ein Mars und ein Snickers.

Dann gehe ich dort hin und frage sofort,

warum verkaufst du das zu den Betreibern,

Benützer oder den Bauern?

Je, weil es gut geht.

Je, weil die Nachfrage da ist.

Ich denke immer, bitte.

Da sagt er das einem Konsumenten.

Aber er selber, der Bauer sagt, weil es gut geht

und unterhalb hat er seine Eier oder seine

Nudeln oder sein Fleisch.

Ich denke mir, bitte tue das aus.

Das passt nicht zu dir, zu deiner Philosophie.

Du tust die Branche damit schädigen.

Glaube ich persönlich,

dass das nicht sinnhaftig ist, dass wir sagen,

wir werden nichts anderes wie ein großer

Lebensmittelhandel und ich tue mit alles schleudern.

Das ist nicht das Ziel.

Wie glaubst du der Konsument?

Der Konsument kommt sich verarscht vor.

Warum?

Ich glaube schon

und das armen kriege auch ich.

Ich habe das gezielt

über einen Standort von mir,

ein Produkt von einer großen Markerei

zu verkaufen. Das Omen hat es ein bisschen

gedauert, aber dennoch,

wir haben neben einem Bauern-Topf

von einer großen Markerei

einen Topf im Link gehabt.

Zum gleichen Preis wie der neben mir

so ein Einzelhandel, so ein Geschäft direkt.

Mir ist der Topfen

von der Markerei abgelaufen.

Für mich war das auf einem Standort,

wo es ein Versuch gab,

kein wissenschaftlicher Ort

darüber geschrieben zu sein.

Das sind deine Erfahrungen.

Und ich habe da gesehen, hoppala,

der kleine Prozentsatz an Konsumenten,

der was bei mir einkauft,

über meine Automaten, das ist nicht die Welt.

Nur bei uns sind in Österreich

mittlerweile ein Haufen Leute,

werden immer mehr. Und der kleine Satz,

der das Bewusstsein in Corona

oder das Einkaufsverhalten,

das sich verändert hat, der will dann hingehen.

Das ist ein Trend. Den Trend

können wir stärken, wenn wir die Leute nicht

verarschen und sagen, passt, ich bin jetzt ein

Bauer und verkaufe ein Red Bull damit.

Ich glaube persönlich, der Konsument will das nicht.

Wenn er will,

das Red Bull kaufen,

dann soll er bitte in den Einzelhandel gehen.

Aber nicht in einen Automaten- oder

Selbstfindungsladen, wo ich sage,

da ist der Landwirt nichts besser

als ein Händler.

Weil der sagt aber, ich gehe nur auf den Profit

und verkaufe das, was gut geht.

Warum ist er nachher was Besseres,

wenn er einen Selbstfindungsladen hat und

tut Red Bull verkaufen?

Red Bull und

Freilandeier sind jetzt ein krasser

Unterschied. Aber wenn Händler

und das passiert, habe ich das

Gefühl, wie ich gesagt habe,

es poppen immer mehr Automaten und

Selbstbedingungsgeschichten auf. Und da geht es

dann eher darum, wenn ich

dasselbe Produkt nebeneinander

stelle und das eine ist,

die regionalen Eier aus Graz,

aus Grazumgebung,

aus der Freilandhaltung. Und daneben liegt

der Backeleiher und das sind halt Eier

sonstwo. Oder in einem Automaten daneben

werden lauter Produkte verkauft, die zwar

landwirtschaftliche Produkte sind, aber du kannst gar nicht sehen, woher sie kommen.

Das wird dir

passieren oder es passiert wie?

Was tust du da, kann das der Konsument überhaupt unterscheiden?

Das meinst du, dass

irgendwo ein Automat ist, wo du einfach

das kein Bauermäß, sondern

ein wirklicher Händler ist?

Ausschließlich, dennoch muss es

irgendwie, das heißt,

er muss es deklarieren, wo es herkommt.

Wenn jetzt ein Freilanderer aus Österreich verkauft und

nehmen, ist das Selbstbedingungslohn von einem Bauern

und der

Bauer ist dort und hat so einen Freilanderer,

dann steht da sein Name an. Das wird er sicher machen.

Deklarieren muss der Bauer?

Deklarieren muss der Bauer und zumindest

verkauft, dass er Persönlichkeit tut mit.

Das Problem bei der Direktvermarktung, die werden ja schon so gut teilweise,

dass ihre Produkte, weil sie

professionell schon wirken, schon

immer unterscheidbar sind auf den ersten Blick

von den Produkten aus dem Handel.

Das heißt, da steckt ja ganz viel drinnen.

Meine Hypothese ist,

es wird einfach, wenn du außerhalb

des Hofbereichs bist.

Ich glaube, dass der Hofbereich, wir haben jetzt auch schon mit Leuten

darüber geredet, ganz, ganz wichtig ist

für den direkten Kontakt zum Konsumenten und

zur Identifikation des Produktes mit dem

Bauern selber. Aber wenn du

über den Hofbereich rausgehst, und ich habe es ja auch

die Automaten, deswegen ist ja bei euch eine interessante

Fragestellung auch, wenn es jetzt diesen

Hof aus Konnex-Geistigen nicht mehr direkt

zu greifen hast, und du nur noch der Automat

steht.

Wie unterscheide ich als

Konsument jetzt noch,

oder Konsumentin,

was da jetzt was genau ist?

Oder gehe ich dann wieder nur über den Preis?

Nein. Nein, und da ist die Verkaufsfläche

so, die ist viel geringer. Und da

bestimmen wir wieder das, was wir vorher geredet haben.

Wir, die Betreiber von so einem Regal

oder so einem Automaten,

der bestimmt das, was da drin ist.

Und da hängt die Philosophie noch ab, weil dann tue ich nicht

das billigste ein und sage ich, das verkaufe ich jetzt,

oder das, was gut geht, red bull,

sondern da verpflichte ich meinen Einkäufer,

er kann das regionale verkaufen, aber sonst nichts.

Weil da gibt es nichts zur Auswahl.

Genau das, was der andere vielleicht in Wien entscheiden müsste,

weil es halt die billigen Kartoffeln gibt,

und die heimischen Kartoffeln,

die vielleicht teurer sind oder gleichpreisig,

kann ja auch sein,

dann zwinge ich das auf, weil in meinem

Konzept dort, dann gibt es dort

nur regionale Produkte.

Und dann ist es mir eigentlich egal

und deswegen sage ich, ich mache die Trennung.

Ob ich jetzt ein Bauer bin oder ob das

jetzt der Maxl ist, weil der Maxl sagt,

er würde gerne das machen

und verkauft über 10 Standorte mittels

Selbstfindungsläden oder Automaten

seine Produkte,

da muss die Philosophie mitspielen.

Und der Konsument segnet es dann schon ab

und sagt dann, nein, ich gehe dort hin,

weil das ploppt jetzt auf, ich will die Bauern unterstützen

und ich kaufe jetzt bei den

regionalen Standorte ein und kaufe bewusst dort ein.

Das Produkt muss immer gekennzeichnet sein,

wo es herkommt. Und auch wenn es

aus Österreich kommt, das muss oben stehen.

Das heißt, bei Sakel Erdäpfel steht

obenher, also Ursprungsland.

Ja, aber wenn ich jetzt zum Beispiel,

ich bin jetzt die Bianca und ich finde, der

Hofweidel hat dann echt leibenden Automaten

und der schaut schick aus und ich mache das

ziemlich ähnlich in dem Stil,

ein bisschen anders, so das ist halt

auf meine Art Brande, aber es schaut genauso

schick aus. Kaufe aber halt

von überall ein, vielleicht sogar beim

Lebensmittel-Einzelhandel, kläscht das da alles rein,

schaut voll nett aus, schaut

suggeriert irgendwie Bauernladen.

Was ist dann?

Wie unterscheidet ihr das dann?

Der Konsument kannst leider noch nicht unterscheiden.

Genau, das ist der Punkt.

Wie kann man dem...

Ich bin selber jetzt eben und sage,

das ist ein Ziel von mir.

Und da ist es eben, ich habe noch nichts

als Rad erfunden.

Du hast ja schon kurz

das neue Rad angekündigt. Genau, und jetzt kommen wir auf das.

Das ist ja die nächste Frage, wohin geht die direkt

zur Marktung. Das heißt,

wir haben die Konzepte, da steckt viel

Herzensblut da drinnen. Das ist für mich

ein kleines Startup, das hat alles vor

Corona begonnen und da war das

noch alles anders. Die Leute haben

das regelangenommen, das war

noch nicht wirklich so. Das heißt,

das war viel viel geringer, die Verkaufszahlen

und nicht so wirtschaftlich.

Mittlerweile kann man aber sagen, das ist wirtschaftlicher

geworden, weil die Konsumenten bewusst

und mehr einkaufen. Und jetzt

bin ich jetzt nichts mehr anders

mit meinen neuen Prozentstandorten,

was ich habe.

Das heißt, wir wachsen auch dazu hin,

dass ich nichts mehr anders bin, wie eine Kette.

Das heißt, ich unterscheide

mich nicht mehr mit einer

Lebensmittelkette. Wie kann ich das

da wirklich sagen, ich

kann den Konsumenten, der aus der Einkauf garantieren,

dass das ein regionales Produkt ist. Wie

sieht er das? Ich sage jetzt,

ich gebe mir eine Marke Hofveitel auf.

Ich bin der Landwirt, bin ich der Hofveitel

da, wir produzieren Eier, das passt super.

Nur im Automatenbereich meine

Kette, weil wenn der

Standort von mir 30, 40 Kilometer

weg ist,

die Person kennt ihn nicht mehr.

Wir haben da keinen Verkäufer stehen.

Das heißt, ich kann ihm nichts erzählen.

Wenn er einkauft, 24 Stunden oder um 10

am Abend, weil jetzt würde er sich gerne noch

ein Mehlspeiser essen, weil Mehlspeisen verkaufen

wir auch, dann weiß er das nicht.

Ich kann es ihm nicht erzählen. Auf der Verpackung

steht es vielleicht, er liest es gar nicht.

Ich denke, er nimmt nur Service.

Wir sagen jetzt, wir verkaufen

die Konzepte, vertreiben das Ganze.

Ich versuche in der Branche das ganze Bild

zu stärken, mache jetzt den Namen

Hofegg. Das heißt, bei uns gibt es

die Produkte ums Eck.

Das sind wirklich regionale Produkte.

Ich versuche einen kleinen Verband

zu erzeugen, eine Marke

aufzuzeigen. Vielleicht, wenn

es möglich ist, österreichweit. Ich habe schon ein paar

mit hinein in den Verband.

Das heißt, ich verkaufe die Konzepte.

Das wird gleich aus, in einem ähnlichen Stil.

Spannend. Damit nicht nur ich damit

früchte. Das soll jetzt nicht ein neues

Label sein, was ich erzeugen will damit.

Die Frage wäre kommen.

Brauchen wir wieder Label. Wollen wir nicht.

Das will ich nicht. Ich will nur sagen,

passt meine Energien

und ganzen Erfahrungen,

was ich gemacht habe, gebe ich ein weiter.

Und das Ganze kann noch nur mehr,

der Verkauf kann noch wachsen und sagen,

das passt auch. Der Konsument richtet

sich nach dem, wenn er so einiges

macht. Wie die Bianca gesagt hat, wenn

ein Lebensmittelhandel sagt, der zieht das,

kauft das dort und dann Zentrallager

ein und verkauft das gleich wie ich.

Das zieht kein Konsument. Der zieht das

noch ein paar Mal und sagt, aber eigentlich

ist das auch gar praktisch, wo du gibst alles

und du willst lieber hin, weil das ist der

Hauptgrund, warum man einkaufen geht, damit er

alles an einen Stand hat gekriegt. Nur wie ich sage,

wir versuchen mit unseren Konzepten

erstens ich mit meiner kleinen Kette

und vielleicht noch mit ein paar anderen

Landwirtern und Betreibern, die was sehr

die Konzepte verkaufen. Oder in einem Bauernhof

oder dort verkaufen. Nicht meine, sondern

immer jeder tut selber. Nur von mir

die Ideen, das Franchise

ähnlich mitkriegt, aber er kauft

das ab und es einfach verpannt mitgibt.

Das ist Hof-Eck. Hof-Eck steht

für jede Kriterien,

die du hast. Genau. Und hat aber

sonst nichts. Er darf nur keine industriellen

Produkte verkaufen, wie der Bull oder das

Snickers. Wichtig ist, seine Produkte

und die regionalen, was er in seiner Region

hat. Ich verkaufe die Konzepte

schon zwei Wochen nach Braunau

ausgeliefert. Die sind dort

eine ganz liebe junge Vermüllete, die das

gleiche Philosophie leben wie ich. Und

sie sagen, wenn wir da ein gutes

Verkaufsfläche haben,

das gut professionell aufziehen,

das ist ein

Verkaufsweg, ein kleiner Bereich,

was vielleicht die Vermarktung

in Zukunft abhebt und das

Bauermarktsein ein bisschen zusätzlich

macht. Und vielleicht einfach

was das Grundziel wäre, von mir

so kleine Lebensmittelstandorte

generell schnell und flächendeckend

aufzustellen. Das heißt,

da gibt es jetzt nicht die Menge an Auswahl,

sondern da gibt es regionale Produkte in der Region

von den Betreibern vor Ort, der ist

dann dort, der

basiert da unter, zum Beispiel, wenn es der Franz

ist, unter Franzis Hof-Eck oder

unter Maxl Hof-Eck oder unter

Heidis Hof-Eck. Der Betreiber

dort hat einen persönlichen Touch und hat seine regionalen

Produkte. So versuche ich

dann wirklich ein Website zum Aufbauen und

sagen, da kann man nachschauen als Konsument

und dort kann ich nur regionale Produkte

kaufen.

Damit das Ganze ersichtlich wird, weil

momentan gibt es jetzt ein Chaos

in der Branche. Es gibt so viele Automaten,

Selbstbedingungsläden, nur keiner weiß

eigentlich, wo das Ganze herkommt.

Weil 10 Kilometer,

15 Kilometer, da weiß

der Kunde nicht, wo ich daheim bin

oder wie ich arbeite, außer

ich zeige das über Social-Media-

Kanäle oder

wo das hin zum Konsumenten. Und das

versuchen wir mit dem Verband einfach abzunehmen,

damit man, weil

ich selber bin ja eigentlich fast Social-Media

faul sozusagen, ich habe ein gutes Team und das

wird sich irgendwie aufbauen, da habe ich meine Leute dazu,

die was das machen, aber das muss

anliegen. Und der, was dann selber der Betreiber

das Social-Media macht, der macht das dann fort,

weil er das macht und wenn er es nicht macht, dann machen wir

es für ihn. Damit wir einfach sagen

können, wir können das stärken, wir können eine Branche

erzeugen, das schaffen,

dass es wirklich Hand und Fuß hat.

Also das ist schon, die Marke wird

Hof Egghausen, das Unternehmen wird dann

Hof Egghausen oder besteht das schon?

Das besteht schon.

Du hast Leute dafür schon, aber

ist das schon so richtig konkret?

Das ist richtig konkret, das gibt es ja

schon fix da, also die

Beginnzüge sind alle geschnallt.

Das heißt, du kannst da schon offen drüber reden?

Wir reden offen drüber, genau.

Unser erstes Konzept steht

schon, das ist jetzt auch von mir.

Meine neuen gesamten

Standorte werden unter

dem Leert gezogen, das heißt, ich versuche

mich als Landwirt zurückzunehmen.

Und das

nächste wird in Breding aufgestellt.

Das heißt, da haben wir

ein super Verbandsmitglied gefunden.

Wir leisten die Hilfestellung, der

hat sonst kaum Erfahrungen.

Der baut selber

einen Acker, aber hat sonst nicht wirklich

was, verkauft sich gerne. Und wir geben

ihm die Hilfestellung, was für regionale

Produkte er verkaufen kann, was gut wäre,

dass es wirtschaftlich ist, wie er das

vermarkten kann, wo er die Verpackungen

kriegen kann, weil er einfach keine Erfahrungen

hat. Warum soll er das Radl wieder neu

erfinden?

Das heißt, du bist jetzt,

wie kann man denn das jetzt am besten

verstehen,

es gibt ja einige Startups,

die jetzt quasi mit direkt

Vermarktungsprodukten etc. arbeiten.

Und du versuchst dir jetzt,

einen anderen Weg zu gehen,

weil ich denke jetzt gerade an

Markter zum Beispiel,

die das Zentral bündeln,

kommissionieren und dann versenden.

Das heißt, du wirst das

eigentlich dezentral aufstellen, sodass

die Logistik gar nicht stattfindet,

sondern dass du einfach dezentrale Hubs hast,

wo du einfach die Marke machst.

Also ein Franchise-Konzept.

Genau, es ist ähnlich.

Franchise will ich natürlich dazu sagen,

dass es kein Franchise ist.

Das Bound und das Mitglied,

das kann die Unterstützung davon kriegen,

aber in Wirklichkeit

ist der da dabei

und

kriegt die Hilfestellung von uns.

Das heißt, der verkauft das selbst dort

mit den regionalen Produkten,

tut das nicht über einen Zentrallager,

über ein Logistikcenter abregeln oder sonst was,

sondern er macht das vor Ort dort.

Der Markter macht das sehr,

sehr gut im Online-Bereich

und verschickt das. Das ist eine

Möglichkeit auch für viele.

Es ist ein ähnlicher Markt.

Nur ich versuche das wirklich,

dass ich sage, man kann Regionen beleben.

Weil einerseits ist es

ja nicht schlecht, wenn Produzenten

überall produzieren.

Es gibt aber überall Direktvermarkter, die

das gerne hätten und die dort

flächendeckend in 20, 30

oder vielleicht sogar in 40, 50 km

Verkaufsflächen anbieten können.

Aber dort sind eher

kleine Verkaufsflächen, wo nicht die Mengen gehen,

sondern die Hauptprodukte, die wir als Landwirt

produzieren. Weil wie ich vorhin gesagt habe,

im Kommunionsbereich habe ich wieder Fleischer.

Das produziert kein Landwirt,

weil es nicht seine Aufgabe ist. Aber der tut

vielleicht, sagt, da kann er ein Fleischer ergänzen,

weil wie viel Fleischer haben wir in der Ortschaft noch?

Meistens sind es ein, zwei Bauern und Fleischer

sind schon selten geworden.

Jetzt ist es super, dass wir da quasi

in der Geburtstunde deines Unternehmens mit

dabei sind. Dann möchte ich dir jetzt einfach die Chance

annützen, dir

die Frage

abzuringen.

A, wie weit würdest du mit

dem Unternehmen wachsen wollen?

Wo ist für dich die Grenze

des Dings, wo du sagst,

so groß irgendwo ist Schluss?

Oder ist das kein Limit

bei dir?

Und ja.

Scharfe Frage.

Das steht bei uns

aber fast immer auf dem Zettel drauf.

Wie wächst

und ist nicht alles? Ich muss das heute

wieder wiederholen.

Was ich da mache, ist Chancen.

Ich will einfach, ich habe in meinem

Leben, ich bin noch jung, aber habe dennoch sehr viele

Chancen bekommen. Wusste ob es von

meinen Eltern war, oder ob

von vielen Leuten,

die ich schon kennenlernen durfte,

ich kriege immer wieder Chancen in meinem Leben.

Und so will ich eine Chance erstens schaffen

für andere Landwirte und in

meiner Branche. Wenn das

angenommen wird, dann kann das

alles sein. Das können viel größere

Chancen sein, oder wenn es einfach in einem normalen

Level dahingeht und ich sage,

das passt für mich als Unternehmen,

dann ist es auch in Ordnung.

Für mich gibt es keine Falschen,

nur Wachstum ist alles.

Es kann viel mehr werden und da bin

ich ja ganz offen, wenn dann wirklich Mitglieder

dabei sind, die viel agiler sind und

viel mehr motivierter sind, dann soll ich

dabei sein, soll ich es herantreiben.

Das kann nicht alles mit mir allein passieren.

Der Haupt

Sprachrohr bin noch mal ich momentan.

Aber wenn da wirklich noch weitere dabei sind

und mehr Sprachrohre kommen,

dann profitiert das Ganze.

Profitiere nicht nur ich da, ich sehe da nicht nur,

dass ich da wirtschaftlich für meine

Standorte da mehr lukriere,

sondern einfach mehr wiedergebe.

Das heißt, ich will einerseits den Landwirten

mehr geben, die Direktvermarkter mehr geben,

weil ich kann nie eine Region

in Salzburg, Niederösterreich oder

in Tirol aufbauen. Das wäre nie die Logik

dahinter. Und so ist

eine Chance für kleine Direktvermarkter

gezielt eine kleine Region zu vermarkten,

weil alles was darüber hinausgeht,

wirklich über einen bis zwei oder

alles über einen Bauernladen und über vier,

fünf Lebensmittelautomaten,

da steckt schon viel, viel

mehr dahinter, wie nur ein bisschen Direktvermarkten.

Das ist schon ein eigener Zweig

dann oft. Und dann ist es nicht mal

ich mach das nur so nebenbei.

Das was wir da alles haben, wir sind sehr breit

aufgestellt, wir sind sehr groß, haben ein

großes Team, haben viele gute Leute

dahinter. Das geht nur,

wenn du das machen willst.

Und so glaube ich, dass es eine Chance

hätte groß zu wachsen und sehe

ich das auch, dass es österreichweit sein könnte.

Aber könnte auch sein, dass es

nur steinmarkweit ein paar Mitglieder

gibt. Aber je größer das wird, umso besser ist es,

umso mehr können wir gemeinsam schaffen. Das ist

das Wichtigste, was ich auf diese Frage

glaube ich antworten kann.

Sehr geübt.

Zweite Frage

dazu. Kannst du mir

heute, das ist jetzt

groß provokant. Kannst du mir halt garantieren,

dass ich bei dir in drei Jahren auch noch

kein Riegel

kaufen werde in deine Automaten?

Bleibt das Konzept so, wie du jetzt so sagst,

direktvermarkt und voran den Bauern?

Bist du dir da so sicher, dass

das so bleibt? Oder wenn die Nachfrage

dann kommt, weil du hast es heute auch schon gesagt, ich habe das

an den Konsumenten. Das hat der Handler.

Das ist so ein bisschen die Nachfrage.

Kannst du dir das heute schon rauszutun,

das heute sagen, in 3,

4, 5 Jahren, wenn der Druck noch so groß ist,

dass ich keine Dosen drin habe

und keinen Riegel?

Und kein XY?

Jetzt könnt ihr wieder fullfies sein gegen

Fragstein. Machst du in drei Jahren dann den Podcast.

Ich hab das Ziel.

Genau, und um das geht's.

Danke, dass du für antwortet, dass ich wieder so frech

sein darf. Das Ziel ist da.

Definitiv. Und vielleicht

ist es ein Riegel, aber regional erzeugt

ein Riegel. Es gibt mittlerweile einen Sprossenriegel,

das ist ja gerade momentan medial.

Game tut es alles. Nur

ich bin mir sicher und ich bleibe mir treu

und das versuche ich immer wieder

nahezuholen, diese Linie

einzuhalten.

Natürlich kann es es individuell leicht

verändern. Und vielleicht gibt es einmal

keine Freisparungen.

Du wolltest ein Zeitdokument schaffen.

Da muss ich noch

einen Punkt einwerfen.

Bitte.

Henry Ford hat gesagt, wenn ich auf die Konsumenten gehört

hätte, dann hätte ich schnellere Pferde gemacht.

Ich habe aber ein Auto gebaut.

Und mit dem möchte ich eigentlich

zu was anderem kommen,

wo wir heute schon waren. Und zwar

am Preis. Weil du hast gesagt,

also du bist Direktvermarkter

und du gestaltest aber

deinen Preis nach den

Konsumenten. Du könntest ihn doch selber

gestalten und damit quasi

einfach auch einen

anderen Weg gehen, als es vielleicht andere

tun, die nicht direktvermarkten.

Das ist ein sehr guter Punkt.

Ich habe mittlerweile

diese Konzepte schon weitergegeben

und habe da jetzt

nicht nur in meiner Region Betreiber,

sondern einen regen Austausch mit einem Betreiber,

der ist jetzt mehr im Bergland, also

in Bruck und Amur.

Und da

ist immer wieder Austausch da, wo er

in was für einem Preissegment ist.

Das muss man sich immer wieder individuell an Regionen anschauen.

Das ist auch regionensweise anders.

Jeder kann

eine eigene Philosophie leben.

Das Wichtigste ist mir dabei,

dass ich das vermittel und sage,

nicht unter Wert verkaufen.

Das ist meine Antwort dazu.

Der, was sagt, er will

mehr haben für sein Produkt, dann ist

das für mich in Ordnung. Dann sage ich, bitte

pass auf, es gibt Grenzen,

was viele Konsumenten sagen, sie kaufen da nichts

mehr. Das ist nicht mehr eine Preisschwelle,

wo einer sagt, das wird jetzt ansteuer,

da kaufen wir es nicht mehr. Es gibt zwar auch

noch das Regional billiger, wenn ich das Regional haben will.

Wir versuchen

in unserem Bereich, in unserem

Verkauf, die Mittelschienen

anzustreben. Das heißt, ich will

nicht, ich bin nicht der günstigste, aber ich

bin auch nicht der teuerste.

Und so versuche ich eine mittlere

Schicht zu fahren, also so eine Linie zu fahren.

Aber was mir am wichtigsten ist,

eben nicht unter Preis zu verkaufen.

Das heißt, wenn einmal so was sein

sollte, dann werde ich immer bei diesen Leuten lästig

sein und sagen, du, dein Produkt

ist mehr wert. Bitte verkauf es ein bisschen teurer.

Du musst es nicht um den Discounterpreis

oder sogar noch darunter verkaufen.

Nur weil du eben von

oder der Konsument oder

der Produzent vielleicht

von seinem Abnehmer

ein bisschen weniger kriegt

und er ein bisschen mehr verkauft, sage ich, du

tust aber nicht, du tust einen anderen

Bauern wieder weh damit. Wenn du jetzt so

unter Preis reinfährst, wichtig ist

wirklich zum allgemeinen Marktpreis

und dann nicht

unter Wert.

Jetzt muss ich noch

deine visionäre

Kompetenz

ein bisschen abfragen, bevor wir dann zu unseren

Abschlussfragen kommen.

Das dauert wie immer schon wieder lang, aber

wieder spannend.

Zur Direktverwaltung.

Du hängst existenziell

mit deinem Betrieb

in diesem Thema drinnen, deswegen lege ich da

Wert auf deine Meinung, weil du

was sagen musst,

du hängst ja mit drin. Das betrifft dich

wirklich unmittelbar. Wo siehst du

das ist jetzt eine allgemeine Frage, aber

wo siehst du die Zukunft der Direktverwaltung?

Wir haben jetzt Corona. Ich habe jetzt

auch mit Leuten geredet, die haben gesagt,

die Nachfrage ist so super, wann Corona

dann war im Sommer ein bisschen lockerer und die Nachfrage

war futsch.

Glaubst du, dass sich nachhaltig

jetzt nach Corona

in der Direktverwaltung

von dieser Veränderung der

Nachfrage was hält? A

B

Wie siehst du generell die Zukunft der

Direktverwaltung? Was siehst du dafür

für Bewegungen und für Tendenzen?

Also, die Bewegung

dahin, hast du immer am Ball bleiben.

Das ist eine stetige Veränderung.

Das ist die Direktverwaltung,

was wir heute haben, was vor 10, 15

Jahren war, die war anders. Und die wird

auch wieder ein 5 Jahr anders sein.

Wir müssen immer am Ball bleiben, wir müssen schauen, dass wir uns

laufend verändern, auch

kundenorientiert, klimafreundlich,

klimaneutral, dass wir Verpackungen ändern,

weil es einfach für uns wichtig ist,

dass wir in dem Bereich

tätig sind. Natürlich

gewisse Dinge nicht vergessen

und sagen, warum man das macht, oder man

entwickelt Produkte dahin und zeigt

den Konsumenten dann erst später,

dass es braucht. Das gibt es natürlich auch.

Man muss

schauen, dass man die Direktverwaltung, seine

Verkaufsoberfläche nicht verliert,

dass man sich da breit aufstellt

und nicht nur auf einen Pferd setzt.

Also, dem End vielleicht

ausbauen und

die Verkaufsoberflächen. Also, ich glaube,

das sind so Bereiche, wo ich mich

momentan darauf hin konzentriere,

die Qualität nicht zu vergessen.

Das ist wichtig.

Vielleicht nicht immer die Mengen,

sondern bewusst und schauen,

dass wir die

Qualität vor Quantität, dass man da wirklich sagt,

du kannst damit

leben, du bist,

das ist dein Produkt und wird immer deins bleiben.

Und du kannst damit

klinifizieren.

Wird sich das Produkt

durchsetzen?

Der Mensch, also die Geschichte

des Produktes durchsetzen?

Wird der Trend Richtung Regionalität

gehen oder wird es wieder abgelöst durch Lokalität?

Oder was sind, so glaubst du,

die wesentlichen Treiber

und Elemente der Direktverwaltung

in zwei, drei Jahren?

Momentan ist einfach die Sicht, dass es sehr regional

geht, dass der Konsument

will wissen, was es in der Region

gibt, kauft gerne regional ein.

Definitiv. Auch der

Lebensmitteleinzelhandel setzt auf die Regionalschiene

derzeit. Bewusst hat den noch

den irgendwie

seit Corona ist.

Nehmen es auch sehr in Angriff.

Das heißt, auch ihnen ist sehr, sehr wichtig,

weil der Konsument regional auch anstrebt

und wühlt, dass es aus Österreich kommt,

weil das Bewusstsein durch Corona geschaffen worden

ist. Und so muss es uns

auch wichtig sein, dass Direktvermarkter

das Ganze weiterzuleben und danach

sagen, wir setzen auf regional

und auf die Qualität.

Und da

führt kein Weg daran vorbei,

immer wieder ein Bild am Kunden, aber dennoch

schauen, dass man seine

Visionen, sich selbst

treu bleibt einfach. Das wäre

meine persönliche Antwort dazu. Ob es die

richtige ist, das kann ich nicht sagen.

Ob es in zwei Jahren anders ist, da hängt so

vieles mit ab. Ich hätte vor

zwei Jahren gesagt, dass es der Bereich

ist, den wir so massiv ausbauen,

durch Corona sind viele Chancen geschaffen

worden. Ich hoffe,

und das eben,

was du vorhin erwähnt hast, es

sind Chancen entstanden. In Corona hat es alles

zerrissen und die Direktvermarkter, man kann nicht

gewusst, was los ist. Das ist ein Online-Shop.

Wenn man das gezielt weitermachen muss,

muss man dort dran bleiben, am Ball dran bleiben

und das wirklich bewerben, auch eine Werbung

setzen oder wie immer, je nach Betrieb, wo

er dort ist. Vielleicht braucht er viel

Werbung, weil er ja abgelegen ist,

aber nicht nur sagen, das war in Corona da

und das ist dann verloren. Chancen sind kommen

und bleiben oft.

Die Frage, was mir in den Sinn kommt,

ist, sind die Nachfrage

während der Corona-Zeit,

sind das nicht zum Teil so ein bisschen falsche

Propheten, die

viel versprechen, jetzt viele Menschen dazu

verleiten,

Angebote zu erweitern,

einen Webshop zum Beispiel aufzubauen, zu sagen

ich jetzt investiere in meinen Hofladen, das geht

so gut. Und dann geht viel

Geld in Investitionen,

dann ist Corona vorbei und die Nachfrage

wird ja genau die gleiche wie vorher.

Und das in die Blasen,

in die man hinein investiert hat,

die platzt dann wieder. Siehst du die Chance?

Wie war für dich

der Sommer, war für dich der Sommer

Corona-Sommer?

Wie hast du Einschränkungen gehabt?

Eben nicht, aber

ich hab auch die Rückmeldungen gehabt, dass quasi

die Nachfrage in diesem Sommer, nicht

Corona-Sommer, der war eigentlich einer war,

wieder sehr stark zurückgegangen ist.

Da bin ich wieder ein Zahlenmensch,

wie stark es zurückgegangen ist,

in der Frage des Ganzen wieder.

Du hast ja deine Zahlen.

Ich hab meine Zahlen und wenn ich meine Zahlen

anschaue, ich bin so

froh, dass wir den Corona-

Monat oder den ersten Lockdown

Gott sei Dank wieder verloren haben.

Wir sind zwischenzeitig auf

zwischen 300 und 400 Prozent gefahren.

Wir sind in einer Radlgrenze, wir haben

einen irrsinnigen Leitzuwachs gehabt, das war

eine Zeit, die haben wir gerade und gerade bewältigen

können, die erste Lockdown.

Das

war für uns erst lustig,

aber irgendwann, das ist so eine Wachstum,

geht nicht. Das war ein Heidachmangel.

Das ist viel zu viel. Das schaffst

du nicht. Auf einen kurzen Zeitraum geht's, aber das war

einfach, Gott sei Dank haben sie aufgehört

und nach dem ersten Lockdown ist die

Beruhigung gekommen. Und die Märkte haben

dennoch einen Zuwachs gemacht.

Ein normaler Zuwachs

ist prozentuell immer

ein bisschen was. Doch Corona

hat uns geschafft, dass da wirklich um 10, 20 Prozent

vielleicht sogar Bereiche zwischen 50 und 100

Prozent sich verdoppelt haben. Das war

ein Tag, einzelne Bereiche haben sich verdoppelt.

Und sind da geblieben dann? Sind auch geblieben.

Rauchphase? Oder auch nur

auf 50 Prozent Zuwachs gewesen.

Aber ein Zuwachs von 50 Prozent

oder noch von 10 Prozent ist über

ein Jahr gesehen ein Wahnsinn.

Und wenn man sagt, der Zuwachs ist da

gewesen, das heißt, man kann noch 10 Prozent

die Steigerung machen.

Und nach dem Lockdown wird das immer wieder

sicher noch so sein, weil der Sommer war für mich auch kein

Corona-Sommer. Da hat jeder das

gemacht, was er wollen hat. Natürlich mit Abstand.

Aber die Gastronomie war offen.

Der Tourismus war da.

Zwar anders, aber

dennoch war es jetzt nicht so ein Lockdown

oder so eine Begrenzung, wie wir derzeit haben.

Und es ist

anders geworden.

Und ich glaube, diese Chance haben wir weitergehend

noch und diese Blase, wenn wir daran

arbeiten und wirklich bewusst drauf

schauen und auf den Markt achten,

dann haben wir diese Chance

und können uns verändern.

Und auch wirklich diese Chance nutzen.

Auch wenn man jetzt in die Direktvermarktung setzt

und sagt, man investiert dort.

Aber ich glaube, das ist jetzt die richtige

Zeit. In einer Krise wirklich

neue Wege zu gehen und wirklich dort

Mut hinein was Neues zu machen.

Und nicht auf alte Pferde zu setzen.

Das ist jetzt auch kein

negativer Aspekt. Aber jetzt

in der Krise bin ich definitiv

ein, der sagt, man setzt

auf neue Sachen. Und du hoffst da quasi

nachher tatsächlich dieser Trend

ein Teil davon? Ich hoffe nicht. Du bist

überzeugt davon.

Wunderbar.

Wir kommen

zum Abschluss.

Eh schon.

Bianca, du

wolltest doch noch was fragen, oder?

Stimmt. Du, Hans-Peter,

wenn du

in unserem Lebensmittelsystem

und

in einer utopischen Welt etwas

ändern könntest, was wäre das?

Genau, genau.

Super Frage. Danke.

In einer utopischen Welt,

wenn ich etwas ändern könnte,

dann wäre es mir derzeit wichtig, dass

jeder Mensch

sich wieder viel mehr interessieren

und einfach viel mehr was über die

Landwirtschaft. Aber das ist eine

utopische Frage, weil

ich merke selber an mir, ab und zu

hapert es einfach. Ich kenne mich in

meiner eigenen Branche nicht aus. Und deswegen

ist immer Wissen, Wissen ist alles.

Je mehr man weiß, umso gescheiter ist

man. Aber in einer utopischen Welt würde ich

mich gerne wünschen, dass einfach mehr

Wissen da ist für die Landwirtschaft.

Das, was ihr da macht, deswegen bin ich euch

auch dankbar. Und ich bin froh, dass ich bei

euch heute dabei sein darf. Oder wie bei

mir, das beruht auf Full-Of-Gang-Seitigkeit.

Dass wir heute die ganzen

Zuhörer, was wir haben,

da wirklich mehr

zu herzugenommen können oder mehr teilen

haben können, wie die Landwirtschaft bei mir da ist.

Und da einige Punkte, wie sie

aktuell in Österreich ist, in der

Legenhaltung ist. Weil jeder, der was

halt zuhört, der da ist gebunden und da ist meine

Frage, mein Ziel beantwortet.

Und die dürfen sich auch melden bei dir und nachfragen, oder?

Jederzeit, mit mir darf sich jeder melden.

So wie ihr gekommen seid,

ich berate euch.

Gut, immerhin hast du das ausgesprochen.

Und die 2,5 Millionen Hörerinnen und Hörer,

die sind regelmäßig heimgelaufen. Die werden

jetzt die Hälfte melden, also 1,2 Millionen.

Sturm!

Ja, es dauert halt beim Meld ein bisschen länger.

Sprechen und auf dem Antworten.

Du, Willi?

Du, Willi?

Du wolltest dann Hanspeter auch noch was fragen?

Ich wollte was fragen. Ah ja, genau.

Du, Hanspeter.

Endlich kann ich auch mal was sagen.

Was

finde ich denn bei dir, bei euch,

im Kühlschrank?

Ein Haufen an Lebensmitteln,

die lag auch mal im Kühlschrank.

War bis jetzt die kreativste Antwort, glaube ich.

Lebensmittel, oha!

Ja, wir, also

mir ist bewusst, auf was die Frage hingeht.

Das heißt, wir,

ich selber kaufe ja viele regionale Produkte,

weil ich meinen ganzen regionalen Partner habe.

Das heißt, wir kaufen bewusst ein

und ich versuche das auch immer wieder weiterzugeben.

Wenn wir einkaufen,

dann kaufen wir Fleisch beim Fleisch oder

beim Direktvermarktet, die Eier haben wir selber.

Ein Salat kaufen wir am Bauermarkt,

natürlich, wenn wir selber am Bauermarkt stehen.

Und wenn man wirklich ins Geschäft geht,

dann achte ich

wirklich auch drauf, dass man sagt, man kauft,

was man nicht beim Bauen kriegt

oder nicht immer gerade hat,

weil der Weg nicht passt,

dann auch wirklich heimisch,

dass man wirklich darauf achtet, weil

gerade wir, ich bin immer

überzeugt davon, dass wir als Landwirte

den ersten Schritt machen müssen

und wirklich heimisch, regional

die Lebensmittel kaufen müssen, was wir da in Österreich produzieren.

Und wenn es geht

oder wenn es aus Übersee kommt oder aus uns,

weil es

irgendwie so

Fische sind oder sonst was,

oder Meeresfrüchte, dann einfach auf Qualität achte.

Weil Qualität

ist mir wichtig, alles was ich essen tue, das muss einfach

Qualität haben, das muss schmecken,

das muss man gut tun, weil was ich mir reingib,

dann bringe ich auch mehr Leistung oder kann

mehr Wissen abgeben oder wie immer.

Aber das war

meine Antwort zu dem, was ich im Kühlschrank habe.

Danke, wir müssen nochmal

nachfragen, glaube ich.

Ja, stimmt.

Du, haben wir irgendwas

vergessen, was du uns noch unbedingt sagen möchtest?

Also mittlerweile

nach fortgeschrittenen Zeit, glaube ich.

Ich glaube, wir haben über alles geredet.

Über alles und über nichts.

Das habe ich aber gar nicht gemacht, er hat nichts von Bier gesagt.

Also das hast du gar nicht im Kühlschrank?

Genau, nein.

Das Bier ist ganz, ganz wichtig.

Das steht uns beim Bier auch, das steht im Kühlschrank auch,

aber ein bisschen ist auch nicht gekühlt.

Wenn mal was ausgeht, dass wir es noch kühlen können.

Das war

nachkühlen. Danke, das war alles.

Danke, einfach fertig.

Vielen Dank für die Einladung,

Hans, Peter,

Mama ist jetzt nicht da,

war echt cool.

Vielen Dank.

Fiete euch.

Danke, grüße euch.

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