Folge Nr: 26

B2P025 Martin Schrall und Familie – Von Eiern, Hühnern und dem Osterhasen

Eierproduzenten und Vermarkter - oder - Wie kommen die Eier zum Osterhasen?

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Über die Folge:

Eines vorweg: Die Frage, was denn nun zuerst da gewesen ist, die Henne oder das Ei haben auch wir nicht klären können. Wer also nur hier ist, um hierauf eine Antwort zu erhalten, den müssen wir leider enttäuschen. Dafür haben wir in diesem Gespräch so ziemlich alle, ok viele, Dinge über die Produktion und Vermarktung von Eiern und die Menschen hinter diesen Betrieben erfahren. 

In drei Generationen Entwicklungs- und Aufbauarbeit hat sich viel getan. War doch der Großvater einer der Pioniere der intensiven Produktion in Österreich. Bis in die 50er Jahre hinein ging die Eierproduktion in Österreich eher nebenher. Die meisten Bauern hatten auch Hühner, Hinterhofhaltung nennt es Franz. Sein Vater, Martins Urgroßvater, war nach dem Krieg in amerikanischer Gefangenschaft, in den USA, als Baumwollpflücker! Er beobachtete, wie dort Hühner gehalten wurden. Mit diesem Wissen kehrte er nach Ende seiner Gefangenschaft zurück nach Österreich. 

So hat alles begonnen. Nach ersten gescheiterten Versuchen, viel Unternehmergeist und ein paar glücklichen Fügungen begann das Geschäft zu laufen, bis heute. Später begann man neben der "Eierproduktion" auch noch zu veredeln, also einen weiteren Verarbeitungsschritt in der Wertschöpfungskette hinzuzufügen. So begann die Färberei. Heute stehen in der Färbehalle der Schralls vier Generationen von Maschinen, die alle noch in Verwendung sind. Eine alte Maschine, die noch mit der Wälzmethode arbeitet und drei Generationen nach der sog. Spritzmethode. 

Heute, lacht Martin, gibt es in Österreich ca. 98% G´spritze, Ostereier wohlgemerkt. Wir sprachen natürlich auch über die Haltungsformen und deren Entwicklung. Seit 2019 und mit dem Auslaufen der langjährigen Übergangsfristen, gibt es in Österreich keine Form der Käfighaltung mehr. Betrachtet man sich die Geschichte dieser Haltungsform mit den Augen der 70er Jahre, so war dies ursprünglich eine Maßnahme zur Tiergesundheit. Die Zeiten ändern sich, die Möglichkeiten und Perspektiven ändern sich auch. Österreich ist Käfig-frei! Weltweit ist es nach wie vor die häufigste Haltungsform und deren Eier wiederum, sind in vielen Produkten enthalten, auch in Österreich. Daher fordert die österreichische Geflügelbranche seit vielen Jahren eine entsprechende Herkunftskennzeichnung, hat man doch aufgrund der hohen heimischen Auflagen einen internationalen Wettbewerbsnachteil. 

Auch das ist ein Teil der Realität. Gleichzeitig ist man aber auch stolz, dass man in Österreich in Sachen Tierwohl internationaler Vorreiter ist. 25.000 ist gar nichts, meint Martin, 10.000.000, das sein groß, ergänzt seine Mutter Maria. 10 Millionen! Es drängt sich wieder die Frage auf, was denn eigentlich Massentierhaltung ist, was industrielle Tierhaltung? Das Gespräch zeigt auch das Spannungsverhältnis zwischen gesetzlicher Grundlage und öffentlicher Wahrnehmung. Als mit Beginn der 2000er Jahre zunehmend die Käfighaltung in die öffentliche Wahrnehmung gerückt wurde, begann gleichzeitig eine schwierige Phase für die Betriebe. Aber nicht nur die Betriebe spürten den Druck des Marktes, gerade auch die Familien hinter diesen Betrieben hatten keine einfache Zeit. In der öffentlichen Wahrnehmung war sie nun weit abgerutscht und auch im lokalen Umfeld fühlte man sich lange isoliert. Speziell für die Kinder ist es nicht einfach gewesen, generell als Bauernkind, speziell aber als Kind von Hühnerbauern. 

Das Gespräch hat 2,5 Stunden gedauert und es wurde wieder über viele Facetten gesprochen. Das hier sollte nur ein kleiner Begleittext sein, auch dieser artet bereits wieder aus. Um euch die viele Information in 2,5 Stunden Gespräch zugänglicher zu machen, haben wir Kapitelmarken erstellt, also eine Art detailliertes Inhaltsverzeichnis. Einfach auf die Stelle, die euch interessiert klicken und ihr seid mitten im Gespräch. Wo findet man diese Kapitelmarken? Verfügbar ist diese Funktion auf unserer Website direkt im Player, auf Apple Podcast, einigen anderen Podcatchern (so heißen die Podcast-Player).


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Transcript - B2P025 Martin Schrall und Familie – Von Eiern, Hühnern und dem Osterhasen

Bauer to the People, der Podcast für Perspektiven rund um Essen, Menschen und Landwirtschaft.

Weil nur durchs Reden kommen die Leute zusammen.

Welche Folge haben wir?

Keine Ahnung.

Keine Ahnung.

Wir haben schon so viele.

Ist auch egal.

Ich glaube, es ist 25.

Ich habe schon auf Aufnahme gedrückt.

Wir starten immer vor heutens auffällig in die ganze Runde hinein.

Neue Folge, neues Glück, neue Gäste.

Wir sind heute in Diendorf bei der Firma Schrallei.

Und wir sprechen heute mit Maria und Franz, quasi den Eltern von Martin.

Das heißt, wir haben heute drei Gäste.

Wir werden heute viel über Eier sprechen und wo das Ei herkommt.

Eine ganz wichtige Frage, die muss man heute unbedingt lernen müssen, aber vielleicht nicht gleich am Anfang.

Was war zuerst die Henne über das Ei?

Das hat wahrscheinlich noch nie gefragt worden.

Papa schaut skeptisch.

Eine ganz schwierige wissenschaftliche Frage.

Wir haben viele Forschungsarbeiten damit gefüllt.

Wenn wir das heute klären, dann haben wir mit Anschlag richtig viel Reichweite.

Vielleicht machen wir das.

Dann haben wir Podcast gewonnen.

Dann kommt vielleicht sogar ein Nobelpreis damit, wenn wir diese Frage endlich geklärt haben.

Dann machen wir das.

Ich würde sagen, wir machen das.

Und die charmante Stimme, die ihr jetzt auch schon gehört habt, wer ist heute noch dabei?

Es ist wieder unsere charmante Bianca Blasl aka

Melange in den Gummistiefeln unter den bunten Eiern.

Und was sind die Eier?

Gummistiefeln.

Keine Ahnung.

Grüß euch.

Einen wunderschönen sonnigen Vormittag.

Es ist sonnig.

Es ist quasi der erste oder zweite sonnige Tag in dem Jahr.

Es ist heilig.

Es ist gefühlt herrlich.

Zum ersten Mal vielen, vielen Dank, dass wir kommen dürfen.

Vielen Dank auch für das Vertrauen, dass ihr uns quasi einer laust, mit uns redet.

Freut uns sehr.

Und ja, wir werden das machen, wie wir es immer machen.

Wir wollen ein bisschen mit der Geschichte anfangen.

Wir wollen ein bisschen herausfinden, warum ihr das datt, was ihr datt, wie es zu dem Ganzen gekommen ist.

Wir haben vorher schon eine interessante Geschichte mit Amerika und mit dem Großvater gehört.

Und wollen uns dann einfach so nach und nach das Thema EI mit euch zusammenarbeiten,

wie ihr das seht, was ihr dazu zu erzählen habt.

Und ich würde einfach sagen, Martin, sag ganz kurz nochmal, wo wir sind, was ihr macht.

Vielleicht ganz kurz in ein paar Worten.

Und dann fangen wir vielleicht an, ja, wie hat alles begonnen mit der Firma Schralle?

Was sind so die historischen Zusammenhänge?

Warum gibt es euch überhaupt?

Was ist eure Geschichte?

Genau.

Ja, also was machen wir?

In erster Linie sind wir Eierproduzenten und Eiervermarkter.

Also wir produzieren die Eier selber von unseren eigenen Hühnern in unseren Stallungen,

haben aber auch Zulieferbetriebe, also Landwirte und der Vertrag,

die uns ihre Ware zur Verfügung stellen,

die wir dann über Handelshäuser, Gastronomie, wenn die offen ist natürlich,

in der jetzigen Situation durch Corona etwas schwierig.

Wir hoffen natürlich alle, dass die bald wieder öffnen dürfen

und uns alle samt der ganzen Bevölkerung wieder gute Speisen zur Verfügung stellen können,

wo auch unsere Eier drinnen sind.

Das kann ich nur unterschreiben.

Und was uns natürlich speziell auszeichnet, ist die Ostersaison,

wo wir einer von vier Ostereierfärbern in ganz Österreich sind

und ca. 10 bis 15 Millionen Ostereier im Jahr produzieren

und in ganz Österreich eigentlich mehr oder weniger vertreiben.

Das ist so ganz schnell einmal das Kernthema.

Wann gibt es denn Ostereier bei euch?

Also prinzipiell ist es so, dass wir natürlich über das ganze Jahr hindurch Eier kochen und färben.

Unterm Jahr sind es die gekochten und gefärbten Jauseneier und Salateier,

wie man sie im Handel zum Kaufen kriegt.

Und Ostern beginnt bei uns eigentlich am 6. Jänner,

also mehr oder weniger zur Heiligen Drei Könige,

der Nicolo oder die Weihnachtshochung mitten aus dem Geschäft hinaus

und das Osterei kommt ins Geschäft hinein.

Also wir haben immer so in den ersten Jänner Tagen

die Erstauslieferungen für die Handelshäuser mit den Ostereiern

und das geht dann bis am Karfreitag.

Somit wissen wir eigentlich immer ganz genau,

die Saison endet am Karfreitag, der Stress endet am Karfreitag

und dann beginnt das normale, ruhige Leben wieder.

Also die letzten 6 Wochen sind eigentlich immer sehr, sehr stressig natürlich,

weil da die großen Mengen verzehrt werden.

Die Vor-Saison ist natürlich ein wenig ein Zubrot, sagen wir es so.

Die Leute sind natürlich schon ein bisschen,

wenn die bunten Eier dann ins Geschäft kommen

und die Kinder mit der Mama oder mit dem Papa im Geschäft drinnen sind

und dann die bunten Eier in der Verpackung sehen,

sagen natürlich Mama, bitte nimm einen Packerl mit.

Da geht ein bisschen was, aber dann das große Geschäft

ist natürlich die letzten Wochen vor Ostern,

wo dann wirklich die Leute wirklich fürs Ostergeschäft,

die die Eier natürlich kaufen

und dann fürs Nestal zum Verstecken nehmen und zum Verschenken.

Wie viele Stunden schlaft man in der Zeit durchschnittlich?

Puh, wenig.

Also es sind rar gezellte Stunden,

die da verbracht werden im Bett.

Das sind halt zum Glück vier Wochen, fünf Wochen,

wo man wirklich einen sehr großen Einsatz dahinter steckt.

Aber wie gesagt, man weiß ganz genau, da kann man Freitag,

man kann die Tage zählen und am Kalender durchstrecken.

Neue Lage, so viele Tage.

Genau, neue Lage. Jetzt sind wir bei irgendwo 38 Tage.

Und somit weiß man ganz genau, da ist das Ende

und da beginnt dann wieder das normale Leben.

Aber das ist wirklich dann ein richtiger Cut?

Ja, definitiv.

Das ist ein Cut.

Die K-Woche an sich ist bei uns eigentlich schon relativ entspannt,

weil natürlich die großen Mengen werden

in der Palm-Sontag-Wochenende.

Eigentlich da gehen die letzten großen Mengen in den Handel hinaus,

weil bis das die natürlich das wieder im Geschäft drinnen haben,

dauert das auch wieder ein, zwei Tage.

Und dann müssen sie es verkaufen auch noch.

Also bei uns ist eigentlich der Montag, Dienstag

in der K-Woche ist noch ein bisschen ein Stress,

der letzte Osterstress.

Und dann ab Mittwoch ist es schon ruhig.

Das sind dann die letzten Kleinigkeiten,

wo dann natürlich auch die Konsumenten

auch direkt bei uns die Osteier kaufen können.

Und das auch sehr, sehr viele tun.

Also die kommen weit hergereist.

Wir haben Leute, die kommen aus Salzburg

und aus Wien und aus der Steiermark.

Und kaufen sie bei uns die Osteier,

weil sie bei uns den riesen Vorteil haben.

Sie bekommen die komplette Bandbreite

und kennen sie ein Ringel-Ei, ein Regenbogen-Ei,

ein rotes Ei, ein blaues Ei, ein Punkti-Ei.

Also wirklich alles heraussuchen, was sie wollen.

Das kennen sie natürlich.

Im Handel gibt es das fertige Zehner-Packen.

Das können sie nehmen und dann haben sie das.

Wenn sie direkt zu uns kommen natürlich,

dann kennen sie das schönste Ei,

was ihnen gefällt, heraussuchen.

Und diese Dominanz vom K-Freitag,

das war bei den Eltern auch schon so.

Das war immer schon so, dass quasi dieser Tag

euer Leben und euer Freizeit stark geprägt hat.

Ja, es war schon immer der K-Freitag ist aus.

Es ist der Mittwoch, es ist schon entspannt.

Dann sind nur noch Kleinigkeiten zu färben.

Es ist ruhig.

Es ist angenehm.

Auch die letzten Stresswochen.

Man muss ja die Ware im Haus haben,

dass ich sie färben kann.

Ich muss Verpackung, ich muss alles organisieren,

dass zeitgerecht der Handel beliefert wird.

Ja, weil wir gerade jetzt bei der Mama

und beim Papa vielleicht sind.

Wie war denn das?

Wie hat sich denn quasi,

wie seid ihr damals zum Eiermachen gekommen?

Oder wartest du das ja?

Oder war das schon die Generation vor euch noch?

Oder wie ist ein Schrallei entstanden?

Und wie war das damals?

Da muss man ein bisschen in der Vergangenheit zurückgehen.

Mein Vater war in Amerika in Gefangenschaft.

Baumwollpflücker.

Und da hat er natürlich viel gesehen.

Was war er?

Baumwollpflücker.

In Arizona.

Ernsthaft?

Ja.

Und da waren natürlich viele, viele andere

Kriegsgefangene, Kollegen auch dort.

Die haben natürlich über alles Mögliche diskutiert.

Was tun wir, wenn wir wieder nach Hause kommen sollten?

Wo es dann passiert ist.

Faulten, ja.

Gewiss weiß ich nicht.

1947 ist er daheim gekommen

und hat die Landwirtschaft

übereingekriegt.

Und hat dann einige Zeit

getan und getan.

Und hat sich dann mehr oder weniger

für eine Veränderung entschieden

im Betrieb.

Und ich kann mich noch gut erinnern,

wie ich ein Bub war mit

fünf oder sechs Jahren, oder sieben.

Da sind wir in die Schule gegangen

und da haben wir die Milchwirtschaft betrieben.

Und mit der war er gar nicht zufrieden.

Weil das finanziell nicht gepasst hat.

Dann hat er noch zwei, drei Jahre da

und dann hat er sich für die

Geflügelwirtschaft, Airproduktion

entschieden. Das war 1962.

1962.

Aber die Idee hat er von Amerika

mit nach Hause genommen.

Was hat er da gesehen?

In Amerika hat er eigentlich die

schon dort vorhandene,

unter Anführungsstrichen,

Airproduktion, die bei uns

eigentlich in der Art und Weise

Hinterhofhaltung gewesen ist.

Also was ist das, die professionelle?

Ja, genau. Also bei uns hat jeder

seine zwei ins Candle oder was gehabt.

Aber das war in Amerika drüben schon

wirklich professionell aufgezogen.

Und das hat er da drüben eigentlich gesehen.

Und das hat er dann

mit nach Hause genommen.

Aber er braucht natürlich auch Miethilfe,

um so etwas zu machen.

Und da hat es bei uns im Dönerfeld

einen pensionierten Polizisten

gegeben, der wollte ihn nach Arbeiten

und Geld verdienen und hat da einen

Airring aufgebaut. Das heißt,

der hat die Kupplung hergestellt

zwischen Produktion und Kunden

in Wien.

Ein pensionierter Polizist?

Ja. Und hat

begann, 15 Kilometer

von der Wecke

diesen Airring, wie so einen

Handel aufzubauen. Und der Vater

war da

gleich dabei.

Der hat gleich gemerkt, dass da

was entsteht.

Began mit 600 Höhnen

sich zu beschäftigen. Das heißt,

ich muss noch einmal zurückgehen.

Er begann schon

1957

sich mit Airwirtschaft

zu beschäftigen.

Hat damals

einen

Hühnerstall gebaut

für 300 Hühner, einen schönen

Hühnerstall, muss ich auch sagen.

Das war damals

groß, oder? Das war groß.

Und einen schönen, sauberen

Stall, da wirklich

Geld hinengesteckt.

Hat sich

kleine Küken gekauft,

hat sich aufgezogen und wie es

dann aufgezogen war, wie es in

den Liegen anfangen hätte sollen,

sind alle 300

alle weggestorben, bis auf 10

oder 12.

Ist er zum Tierarzt gegangen, hat er gesagt,

bitte Herr Tierarzt, jetzt habe ich das

gemacht und jetzt sind sie alle tot.

Was ist da?

Was soll ich da tun?

Hat der Tierarzt gesagt, Herr Schralich,

ich sage Ihnen etwas.

Es gibt 300

verschiedene Geflügelkrankheiten.

Ich weiß es nicht,

was ich tue, was ihr sagen sollt.

Ich weiß es auch nicht.

Somit ist der Anfang

der Idee

für meinen Vater

tot gewesen.

Die Händel waren alle hin.

Der Hühnerstall ist leer

gestanden.

Dann sind ein paar Jahre vergangen

und dann kam

Herr Hauslinger, das weiß ich heute,

nur mit seinem Airring. Aber damals

waren fünf Jahre enorme

Fortschrittsjahre.

Zwischen 1957 und 1962.

Da hat sich viel getan,

sprich Geflügelgesundheit.

Und seinerzeit sind da die

neuen Zuchtlinien von Amerika

gekommen.

Und

da hat man dann

angefangen, mit diesen

Rassen zu arbeiten.

Da hat er gleich

mit 500 Händeln begonnen.

Keine Nummer, Brügert.

Er hat sich nicht entmutigen lassen.

Wie ein Start-up heute.

Richtig, ja.

Der Airring hat sich auch zur Verfügung gestellt.

Das sind gesündere

Hühner, Zuchtmaterial

und Airring.

Das hat damals eigentlich

schon funktioniert.

Mit allen Problemen,

die es da gegeben hat.

Was war das damals für Stallformen,

mit denen man in die 60er

gearbeitet hat?

Na ja, selber baue die Bodenhaltung.

Aber es war

für die damalige Zeit

schon eine ganz gute Einrichtung.

Kodkasten,

Airnestern und

was dann laufend verbessert worden ist.

Und was damals mit den 300 Hähnen

war, das hat man dann

nie rausgefunden.

Es gab keine Antwort dafür.

Dann hat er die 600 Hähnen gemacht

und produziert und hat eigentlich ganz

gut funktioniert und dann hat er 1200

und dann 2500

bis herauf

1970.

Und dann begann die wirkliche

Airproduktion

in Käfigen.

In die 70er?

Ja, da war er auch gleich wieder

von der ersten Stunde weg dabei.

Und da hat es dann auch schon Firmen

gegeben in Österreich, die so

die Technik dafür

verkauft haben.

Ja genau, warum hat man damals die Käfige

also ist man von Bodenhaltung

auf Käfighaltung gegangen?

Weil die Bodenhaltung erstens

noch nicht ganz ausgereift war.

Wir haben in einer ganz anderen Zeit gelebt.

Man wollte sich modernisieren

und weiterkommen und vorwärtskommen

und damals hat man auch Gefühlkrankheiten

trotzdem noch gehabt und nicht

wenig.

Auch die Salmonellen-Thematik war natürlich

vorhanden. In die 70er?

Natürlich, die Salmonellen waren schon immer da.

Wir haben halt damals noch nicht gewusst,

was ist es.

Und dann begann sich

sich mit den Käfigen auseinanderzusetzen

und auch die Veterinärmediziner haben

gesagt, das ist das bessere System.

Damals?

Die Grundidee war vom Käfig

die Tiere

vom eigenen Kot rein.

Weil man da die Krankheiten vermutet hat

wahrscheinlich, oder?

Die Tiere in Kleineinheiten

von vier Tieren zu halten,

ihnen laufend frisches,

gutes Wasser

zu verabreichen

und ihnen

reines Futter

zu verfügen zu stellen.

Reines Futter heißt nicht mit

Kot

gemischt, also in der Bodenhaltung

sondern wirklich reines, gutes Futter.

Also das heißt

unter dem Strich eindeutig

eine hygienische Reproduktion.

Und die Eier, die sie

produziert haben, die sind

abgerollt vom Gitter

und waren weg von den Tieren.

Das haben sie auch nicht mehr kontaminieren können

mit negativen Allerarten.

Was hat alles im Grunde genommen?

Das war dann das Anbecken, das Brucheier hat.

Das war damals

der Fortschritt.

Und das war wirklich

der Hygiene

war der Hauptgrund,

dass man damals in den Anfang 70

das angefangen hat, umzustellen

oder generell die Industrie gesagt hat,

wir möchten von der Bodenhaltung weg

zur Käfighaltung wegen der Hygiene.

Die Tiergesundheit.

Es war eigentlich mehr oder weniger

hat man nicht gewusst, was man sonst

mehr machen sollte, damit man die Krankheiten

unter Kontrolle bringt.

Im Endeffekt ist heutzutage

mit Corona bei uns Menschen

genau das Gleiche passiert

mit den Lockdowns. Wir werden alle zuhause

eingesperrt um den Virus.

In dem Fall bei uns Menschen.

Bei den Händlern war es bakteriell

oder auch ein Virus.

Man hat es nicht gewusst und man hat es nicht mehr

unter Kontrolle gebracht.

Und hat dadurch gesagt, wenn man die Tiere

in kleinere Einheiten einsperrt,

dann kann das eine Tier vom anderen Tier

den Kot nicht mehr aufpicken,

wenn das eine krank ist.

Sonst hätte es natürlich über die Bodenhaltung,

wo diese Tausend Tiere

alle sich in einem Bereich aufhalten,

kann natürlich am ersten Tag

das erste Händl backen, beim ersten

kranken das auf, dann sind schon zwei krank.

Beim nächsten Tag sind es vier,

so wie unsere schöne exponentielle Kurve,

die man jeden Tag in der ZIP sehen,

mit Corona.

So ist es im Endeffekt da auch gewesen.

Und man muss natürlich dazu sagen,

heutzutage kommen solche Sachen

über...

Darum ist es dann auch wieder zurückgegangen

in den Anfang 90er,

2000er Jahre,

wo dann wieder die Alternativhaltung

wieder interessanter wurde, wo dann

Anfang 2000 das neue Tierschutzgesetz

gekommen ist, dass man wieder auf

Alternativhaltung eben umstellt.

Mit Impfungen,

was man jetzt auch beim Corona wieder,

mit Impfungen möchte man das Ganze

wieder in den Griff kriegen, mit Hygienemaßnahmen.

Bei uns sind es die Masken

und das Händwaschen. Bei uns im Stoi,

bei den Händln, ist es

die Hygieneschleuse, wo du sie umziehst,

damit du nicht zum Beispiel

Geflügelpest ist auch jetzt

wieder ein Thema in Europa.

Es tritt immer wieder auf.

Der Vogel, der Schwann, der zum Beispiel

über den Händlstoi oben drüber fliegt

und der verliert

einen Kot, der fliegt runter.

Sie treten mit dem Schuh hinein.

Sie gehen dann mit den nicht umgezogenen

Schuhen theoretisch in den Hühnerstoi

rein und ziehen den Virus

über ihren Schuh, wo sie den Dreck

drauf haben, in den Hühnerstoi hinein.

Auf das hat man in den 70er-Jahren

nicht gedacht.

Deswegen ist es wichtig, dass man

einen historischen Bogen hat.

Darum ist der Grundkummern

auf Käfighaltung, weil da hat man

die Tiere von kontaminiertem Material

getrennt, auf gut Deutsch.

Natürlich ist von 70

bis 2000

massive Entwicklungsarbeit geleistet

worden. Hygienestandards

usw. Man kann einen

Händlstoi heute nicht mehr vergleichen

mit einem Händlstoi-Verfrüher.

Die ganzen Hygienemaßnahmen, Impfungen,

was alles durchgeführt wird. Da ist

eine massive Entwicklungsarbeit dahinter

gewesen. Heutzutage werden die

Tiere gegen so viele

Virus, bakterielle

Erkrankungen, etc.

schon geimpft, damit man

viele, viele Krankheiten

schon im Vorfeld

durch die Impfung eliminiert.

Dadurch hat man

wieder die Chance bekommen, durch die

Impfungen und durch die

hygienischen

Maßnahmen, dass man die

Alternativhaltung

wieder aufbauen konnte.

Und jetzt eigentlich in Österreich sagen

kann, wir sind in Österreich wieder

käfigfrei.

Das ist de facto so, dass in

Österreich keine

Hühner mehr in Käfighaltung

gehalten werden.

Aber im europäischen Ausland

haben wir die Käfighaltung

sehr wohl noch immer vorhanden.

Die haben wir aber tagtäglich mehr oder weniger

versteckt in Produkten,

wo man es

nicht glaubt. Nudeln, Kuchen?

Bei den Nudeln ist es

mittlerweile oft schon so, und auch bei dem Kuchen,

bei den österreichischen Herstellern,

dass die sogar schon ausloben.

Speziell, wir haben die

Eier, die wir verwenden aus

österreichischer Bodenhaltung oder

Freilandhaltung oder auch bei der

Mayonnaise steht es auch schon drauf,

da ist österreichische

oder Freilandhaltung an sich generell

drin. Aber es gibt viele

Produkte, wo man gar nicht glaubt, dass da

ein Ei drin ist.

Oder ein Eipulver zum Beispiel drin ist.

Wenn Sie sich die ganzen Sneakers

maßregeln oder was einmal hernehmen

und einmal genau auf die Zutatenliste

schauen, da sieht man dann, dass da

ein Eipulver zum Beispiel

drin ist.

Steht aber nicht drauf, woher das ist.

Ich diskutiere damit in Herkunftskennzeichen,

einarbeiten Produkte, Gastro etc.

Jetzt wollte ich was fragen

und jetzt habe ich es verschwitzt.

Vielleicht noch zu den Käfigen.

Du hast gesagt, aus dem EU-Ausland

darf es natürlich noch importiert

werden. Grundsätzlich ist es

so, es ist in der EU seit 2012

die klassische Käfighaltung

auch verboten, aber es

gibt die sogenannten

ausgestalteten Käfige.

Bitte korrigiere mich, wenn ich einen Schaust dazu habe,

aber das ist im Prinzip nichts anderes

als ein Käfig mit einer Matte drin

und es ist aber trotzdem ein Käfig.

Der alte Käfig

war halt ein richtiger Käfig,

wie es vielleicht, wenn Sie

jetzt ein Gefängnis hernehmen,

der alte Käfig

war ein Gefängnis in

Bolivien, sagen wir es einmal

ganz banal.

Der neue Käfig ist ein Gefängnis in Österreich.

Im alten Käfig

haben die Händler im Endeffekt Futter

und Wasser gehabt, das war es.

Der neue Käfig,

wie Sie schon gesagt haben,

oder wie es du eigentlich schon gesagt hast,

wir sind ja bei dir eigentlich,

und der ausgestaltete Käfig,

wie er genannt wird,

ist so eine

Maßnahme, wo man sagt,

den Käfig gibt es

weiterhin,

aber man möchte in dem Käfig

die Tiere mehr oder weniger etwas mehr

zur Verfügung stellen,

wie eben diese Matte,

wo Einstreu-Material

aufgestreut werden soll, damit die Hühner

ein bisschen scharen und picken können.

Dann soll ein abgetrenntes

Legenest sein, wo es ein wenig verdunkelt ist,

damit die Tiere dort

mehr oder weniger in Ruhe legen können.

Dann müssen es

so krallen-schärfer

drinnen sein, wo die Tiere,

das ist im Endeffekt ein Blech,

wo sie die Krallen schärfen

und abnutzen können,

damit sie nicht ewig lang werden.

Der Käfig ist auch größer,

die Tiere messen pro Tier

mehr Platz als im alten Käfig,

aber es ist trotz all dessen

noch immer ein Käfig.

Er ist ja auch schon inzwischen in Österreich

seit letztem Jahr.

Seit 2019 ist er auch bei uns in Österreich.

Ende 2019

mit dem 31.12.

ist da diese Übergangsfrist

ausgelaufen. Du hast dazumals,

wie das Tierschutzgesetz

geschrieben wurde...

2009? 2004?

Nein, 2002.

Irgendwas mit 2000.

Genau, irgendwo 2000 herum.

Das ist ja auch schon bald 20 Jahre wieder.

Kann man googeln.

Der Papa war da oben.

Es war ja so, wenn du in Österreich

einen ausgestalteten Käfig

bis zum 31.12.2004

errichtest und

in Betrieb genommen hattest,

dann hast du diese Übergangsfrist

bis Ende 2019 gehabt.

Hast du ihn erst nachher errichtet, 2005,

dann hättest du genauso das

Verbot 2008 gehabt.

Die alten Käfige

oder auch Neubauten

ab 1.1.2005

waren dann eigentlich

im Moment

Ablaufdatum 2008.

Diese ausgestalteten, die vor 2005

gebaut wurden,

haben das Ablaufdatum 2019 gehabt.

Wie gesagt, in Österreich

haben wir sie nicht mehr, die Käfighaltung.

International ist sie

nach wie vor

die Standardhaltungsform,

die verbreitetste.

Man muss sagen, bei uns generell

in Europa ist eigentlich

die Alternativhaltung

alternativ fast

alternativ zum Käfig.

Bodenhaltung, Freilandhaltung,

Biohaltung, muss man auch sagen,

ist eigentlich am stärksten verbreitet

in den

deutschsprachigen und

englischsprachigen Bereichen.

Österreich, Deutschland,

die Benelux-Staaten,

Großbritannien, die sind zwar jetzt nicht mehr

in der EU, aber in Großbritannien

ist es zum Beispiel so, die haben zum Beispiel

das System

nur circa gesagt,

alles, was im Lebensmitteleinzelhandel

verkauft wird und so privat

drüber geht, ist Boden und Freiland.

Und alles, was in der Industrie ist,

das heißt, alles, was in die Gastronomie

geht und alles, was in die Nudelproduktion

und so weiter und so fort geht, ist Käfighaltung.

Also da hat man zum Beispiel

einen ganz extremen Gap,

die eine Seite ist Käfig,

was industriell ist, und alles, was irgendwie so

als Schal neu verkauft wird, ist Boden oder zum Großste

sogar Freilandhaltung in Großbritannien.

Weil die Wahrnehmung auf dem wahrscheinlich

stärker drauf ist, oder?

Ja, weil natürlich, wenn Sie ein Ei

im Geschäft kaufen, schauen Sie am

10er-Packel drauf, woher kommt das?

Was ist das für eine Haltungsform?

Da sind Sie bewusst drauf,

ok, das ist ein Ei und das ist jetzt ein Bio-Ei

und das ist mir wert und das will ich haben.

Aber wenn Sie sich eine Packelnudeln

kaufen oder wenn Sie sich

im Endeffekt

ein Tiefkühl-Schnitzel kaufen,

mit der fertigen Panier,

da denkt man nicht an das Ei,

da denkt man nicht an das Ei, dass da

in der Panier im Endeffekt ein Ei drin ist.

Oder wenn es zum Schnitzelplatzel

gängend, und Sie kaufen ja Schnitzelsäme,

da ist im Endeffekt,

das soll jetzt nix gegen irgendeine gastronomische

Kette oder was auch immer sein,

aber es ist im Endeffekt so, dass die

ein Fertigprodukt an

Voll-Ei kaufen,

in der Tetra-Packung,

das schütten Sie da in

eine Edelstahl-Wanne hinein, wo Sie dann das

Schnitzel planieren durften.

Und was da drin ist, sehen Sie als

Konsument nicht mehr. Und darum ist

eigentlich für uns, für die Geflügelwirtschaft,

von der Eierseite ja schon seit

mittlerweile Jahrzehnten

die Forderung

die Herkunft zu kennzeichnen.

Auch bei den verarbeiteten Eiern.

Also von unserer Seite,

von der österreichischen

Geflügelwirtschaft, wird das schon

ganz lange gefordert.

Und dann können wir unseren

österreichischen, wir haben ja, was das betrifft,

auch einen Marktnachteil

gegenüber den anderen europäischen

Mitländern, weil wir natürlich höhere

Standards haben. Was auf

der einen Seite ein riesen Vorteil

für uns Österreicher ist, weil

natürlich sie bekommen im österreichischen

Lebensmitteleinzelhandel

nur Eier aus österreichischer Haltung

am Agütesiegel gentechnikfrei

produziert mit Donorsäuer,

das heißt der Soja muss aus einem europäischen

Raum sein.

Das ist ein riesen Vorteil

auf der einen Seite, weil wir als österreichischer

Raum sich da ein bisschen abgrenzen,

aber auch ein Nachteil, weil

der Export ist natürlich dann für uns

erst wert, weil wir einfach

zu teuer sind. Teuerer produzieren.

Bei uns sind die ganzen

Stallungsgrößen kleiner

als wie in Deutschland, als wie in Polen,

als wie in Spanien.

Da gibt es riesen Betriebe.

Da hat ein Betrieb so viel

Hennung wie bei uns das

größte Bundesland

gesamt an Händln hat.

Das ist immer die Frage, was ist groß?

Das haben wir ja letztens auch gehabt.

Da beginnt schon die

Thematik, was ist Massentierhaltung?

Was ist industrielle Haltung?

Wo beginnt es? Sind 100

Händl Massentierhaltung? Sind es 1000?

Sind es 10.000? Sind es 100.000?

Wie segt ihr das?

Ich sage jetzt mal ganz

offen und ehrlich,

für mich ist so eine private

Hinterhofhaltung

so bis 50 Händln oder was

ist aus meiner Sicht, das ist private

bäuerliche Haltung.

Oder so wie es bei uns

im Gesetz, glaube ich, steht es irgendwie bis 300

oder 350 Tiere drinnen, wo du

dich eigentlich nicht registrieren musst.

Alles andere drüber

ist mehr oder weniger

eine

intensivere Tierhaltung,

weil industriell, ich finde das industriell

ist immer ein falsches Wort.

Weil das Industrie,

das hört sich immer so an,

du hast keinen Bezug mehr zu dem Tier.

Ich kenne zwar nicht jedes Tier

beim Namen persönlich, so wie es

oft in der Milkerwerbung gesagt wird,

die Renze und die

Mitze, und wie auch immer

bei der Kuh. Nur muss man sie

halt einmal bei Händln

vor Augen halten. Eine Kuh hat gleich mal

6-700 Kilo.

Im Vergleich, eine Händel,

ich brauche,

eine Händel hat im Schnitt

um die 2 Kilo, dass sie auf das gleiche

Lebens-Tiergewicht kommt, brauche ich 400

Händel gegenüber einer Kuh.

Ein großer Kuhbetrieb,

der 50-60 Kier hat, ist eigentlich

für uns in der Landwirtschaft, das ist

eigentlich schon ein großer Milchbetrieb.

Aber im Vergleich,

dass ich jetzt wieder auf

die Händel und das umlege, brauche

eigentlich das 40-Fache, dass sie

auf diese Lebendtirmasse irgendwo

wieder hinkommen. Aber beim Händel

hast du gleich, das ist Massentierhaltung.

Das sind 5.000 oder 6.000,

ich habe es jetzt auch nicht im Kopf ausgerechnet.

Aber eine deutlich höhere Stückzahl,

nur mit 50 Händln

im Vergleich,

reise ich nix. Weil eine Händel gibt

halt alle Tage irgendwo

0,9 Eier.

0,9 Eier,

die haben wir nämlich mit gehabt.

0,9.

Irgendwo im Durchschnitt.

Das heißt, es legt einen Huhn nicht

jeden Tag ein Ei? Nein.

Nein.

Das hängt im Endeffekt

mit dem Menstruationszyklus zusammen.

Das ist in der Natur, so wie bei der

Frau auch, im Endeffekt.

Die eine hat es alle 28

Tage genau, die andere hat es alle 30

Tage genau. Und bei den Händln ist es halt so,

die eine Hände hat wirklich alle 24 Stunden

im Zyklus und die andere Hände hat

alle 27 Stunden im Zyklus.

Ich kann das ad hoc nicht sagen, 0,9.

Die eine legt ein bisschen mehr,

die andere legt ein bisschen weniger.

Aber im Durchschnitt

von einer gesamten Legeperiode

von einem Tier,

legt sie 0,9 Eier irgendwo.

Der Willi hatte gerade seinen Aha-Moment,

das Eierlegen was mit einem Zyklus zu tun hat.

Das ist nie im Leben gehört.

Das ist so wirklich...

Das ist im Endeffekt der weibliche

Menstruationszyklus. Es ist nix anderes,

als wenn man da...

verkürzt.

Einsprung.

Einsprung.

Ich bin...

Ich hau mir jetzt wieder aus völlig ahnungslos.

Das ist...

Einsprung.

Genau. Wenn das

Hände...

Wenn die Hände im Endeffekt mit einem Hahn

zusammengekommen wäre

und die mit der Hände

sich vergnügt hätte,

dann hätte aus diesem

Ei

ein Küken kommen können.

Also wenn das befruchtet wäre,

dann wäre ein Küken

daraus gekommen. Und im Endeffekt

gibt es vor unserer Produktion

diese Elterntierhaltung.

Das heißt, wo diese Bruteier

produziert werden. Und da ist

nicht so wie bei uns im Stall, wo nur Damen

drinnen sitzen, da sind ein paar

Herren mit dabei.

Bei der Elterntierhaltung.

Genau, bei der Elterntierhaltung. Die haben es sehr lustig.

Weil die dürfen jeden

Tag.

Und im Endeffekt

wird genau dort das

Küken produziert, das wir dann nach

und dem im Stall drinnen haben.

Und im Endeffekt ist das die gleiche Produktion

wie bei uns. Eierproduktion.

Nur, dass das bebrütete Eier sind.

Und die werden dann in der Brüterei

eingelegt und daraus schlüpft

dann das Küken. Das wird dann aufgezogen

in einen

Junghennenbetrieb.

Und kommt dann mit

18-20 Wochen, Alter

ca., kann auch mit 17 Wochen schon sein,

in den Legehennenstall.

Und dann so irgendwo um die 20.

Lebenswoche beginnen die Herren

dann mit der

Eierproduktion.

Wir müssen die Feste immer so feiern, wie sie fallen.

Eigentlich, wir müssen mit Papa noch ein bisschen der Büge das

verschieben, kurz.

Das heißt, das erste Betrieb ist die Elterntierhaltung.

In der ganzen Wertschöpfungskette.

Es kommt ein Elterntierbetrieb,

dann kommt sie in die Brüterei, dort wird das

Eier ausgebrütet, mehr oder weniger. Und mit 17

Wochen kommen die dann

zu euch. Und du hast gesagt, mit 20 Wochen

fangen sie dann zum Eierlinger.

Es gibt noch einen ganz spannenden

Schritt davor, das habe ich nämlich in den letzten

Jahren gelernt. Es gibt einen

Zuchtbetrieb, man nennt das dann auch Großeltern-

Tierhaltung.

Großeltern, Urgroßeltern,

Urgroßeltern-Tiere.

Was die Zuchtlinien an sich dann selbst sind.

Genau.

Es gibt auch Firmen, die das machen.

Das ist Lohmann.

Das ist Lohmann in Deutschland draußen.

Das ist eigentlich international der

Zuchtbetrieb,

was Legehennen anbelangt.

Schlechthin, was eigentlich

die ganzen verschiedenen

Rassen, die weltweit eigentlich

am Markt vorhanden sind,

der produziert die eigentlich.

Anna.

Die Firma Lohmann. Und die machen

Großeltern-Tiere halt?

Genau, die haben die Großeltern-Tiere,

die Urgroßeltern-Tiere, die haben

die Reinzuchtlinien,

die dann miteinander

gekreuzt werden, damit man eben

diese Hybridhenne,

so wie es bei uns im Endeffekt ist,

dann haben wir.

Im Endeffekt ist es

die Zucht, was dahinter steckt.

Da werden im Endeffekt zwei Zuchtlinien

geführt.

Die eine Seite und die andere Seite.

Dann gibt es den Hahn

und die Henne,

wo dann diese zwei genetischen

Potenziale zusammengeführt werden.

Die sogenannte Hybridzucht

im Endeffekt. Und da ergibt sich aus

dieser Zucht dann der sogenannte

Heteroseffekt.

Und das ist dann das, wo wir auf der einen Seite

zum Beispiel bei uns die Legehennen

auf Eileistung trimmen,

dass die viele Eier legen.

Und dann gibt es auf der anderen Seite

die Masthähnchen, die ganz viele

Eier schnell Fleisch ansetzen.

Und das ist gegenseitig,

das vertraut sie nicht.

Also entweder viele Eier

oder schneller Fleischansatz.

Also die Zweinutzungsrasse,

die Klassik, die gibt es da jetzt.

Natürlich gibt es das auch. Aber

da habe ich heute Nacht, ich habe

nicht diese Menge an Eiern,

die ich aus der Henne rausbringe.

Und auf der anderen Seite habe ich nicht

diesen Fleischansatz, den ich haben möchte.

Das heißt,

wenn man wieder in die Richtung

zurückgeht, Zweinutzungshuhn

zu machen,

dann ist einfach der Faktor,

die Henne legt dann weniger Eier

und hat einen schlechteren Fleischansatz,

was im Endeffekt das Produkt

dann verteuert.

Ganz einfach am Punkt gebracht,

wir in der Landwirtschaft als

Produzierenden, wir Landwirte,

wir Bauern dahinter,

im Endeffekt ist es uns egal,

wenn man uns den angemessenen

Preis dafür zahlt, für das Produkt,

dann tarnen wir für den Konsumenten

alles. Das ist im Endeffekt,

ob wir auf Bio alles umstellen,

auf D-Meter, was auch immer,

der Konsument entscheidet.

Jeden Tag, wenn er im Regal zum

Produkt hingreift.

Die Sache ist halt immer, jeder spricht

immer nur von Bio, er kauft Bio ein

und er macht das alles nachhaltig und regional

und so weiter und so fort. Aber

was passiert dann wirklich, wenn Sie mit dem Wagerl

aus dem Geschäft rausfahren?

Der Großteil greift dann im Endeffekt

doch irgendwo zum günstigeren

Produkt, er kann es auch teilweise nicht

leisten, weil jedes Jahr

das iPhone ist wichtiger, das neue

iPhone. Ja genau, da haben wir

wieder die Connects mit rein.

Irgendwo muss man sich

ein iPod,

man nimmt es ja selbst auch nicht aus,

man kann immer die neuesten Sachen

haben, aber das, was wir eigentlich

jeden Tag in uns inne stecken,

da denken wir oft gar nicht nach,

wo steckt man uns überhaupt inne?

Und da ist glaube ich

schon sehr, sehr viel Potenzial.

Bei den Händln machen wir es nämlich genau umgekehrt.

Wir geben den Hühnern genau das

Futter, was sie brauchen,

für diese Produktion.

Genau diese Zusammensetzung an

Proteinen, genau die Zusammensetzung an

Energie, an

Ballaststoffen und so weiter

und so fort, das ist genau abgestimmt auf

die Tiere mit so und so viel Maisanteil

und Soja-Anteil und Weizen.

In unserem Futter zum Beispiel ist auch

Brot bröseltrennend, also weil es immer

heißt, das Brot wird alles weggeschmissen,

was beim Anker und wo auch immer über bleibt.

Nein, ganz so ist es nicht. Das wird

von unseren Futtermittellieferanten, wird das

zurückgenommen, wird dort

gebrochen und wird

ins Futtermittel eingebracht.

Es ist nicht so, dass das ganze Brot

immer weggeschmissen wird und wirklich

nicht mehr verwertet wird. Das Brot

wird sehr wohl wieder einer Verwertung

zugeführt und ist eigentlich ein sehr hochwertiges

Futtermittel für unsere Tiere, was natürlich

einmal in irgendeiner Tonne und angeschimmelt

ist, das geht nicht mehr,

keine Frage, aber das,

was wirklich in der Produktion tagtäglich

über bleibt und

frisch ist, wird sehr wohl wieder

verarbeitet. Aber jetzt hast du

das Futter angesprochen.

Was bekommen denn eure

Hühner zu fressen? Und

wo kommt das her?

Wir haben einen Futtermittellieferanten

aus Niederösterreich,

von dem wir unsere Futtermittel beziehen.

Gibt es in Österreich einige

Hersteller mit Fertigfutter.

Man kann aber auch selbst

mischen. Gibt es auch

viele Betriebe in Österreich, die das Futtermittel

selber mischen, also selber den Mais anbauen

und gewisse Komponenten dann dazukaufen.

Baut ihr selber was an?

Wir haben selber auch Ackerbau mit dabei,

aber das ist zu gering.

Das haben wir leider zu wenig.

Das geht nicht aus, dass du das

selber machst.

Im Endeffekt ist das mehr oder weniger

wie der Wissenschaft.

Ich konzentriere mich lieber auf die

Eierproduktion, die Vermarktung und das

Färben und überlasse die

Futtermittelproduktion an anderen

Spezialisten.

Was ist im Futter drinnen?

Es ist Mais drinnen,

ein großer Bestandteil, Weizen,

ein großer Bestandteil und Soja.

Das sind die

Getreide Hauptkomponenten.

Dann ist natürlich ein bisschen

Sonnenblumen schrot trennend.

Es gibt verschiedene Variationen

einer Mischung.

Ein ganz wichtiger Punkt

ist der Kalk für die

Schalenproduktion.

Das ist auch im Futtermittel

trennend, über Muschelgrit

zum Beispiel.

Also, dass die Schale fest wird?

Genau. Die Hennel brauchen

für die Knochen

und natürlich auch

für die Schale. Die brauchen jeden Tag

Kalk, damit sie das Ei

rundherum

mit der Schale ausgestalten

können. Und dann sind natürlich

Vitamin-Vormischungen,

also die

Vitamin A, Vitamin B und so weiter

und so fort in den

Mischungen mit drinnen und die ganzen Mineralstoffe,

Selen und so weiter und so fort.

Im Endeffekt genau das, was das Tier

braucht für die Erhaltung

der Grundbedarf,

wie es so schön

in der Landwirtschaft heißt,

wenn du in der Schule bist, der Grundbedarf,

damit das Tier überhaupt einmal

leben kann. Und dann

der Leistungsbedarf, der oben drauf kommt,

damit das Tier jeden Tag das Ei legen kann.

Genau das geben

wir den Tieren.

Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Gibst du ihnen mehr, dann hast du genau

das gleiche Problem wie bei Menschen zum Beispiel.

Gibst du ihnen zu viel Eiweiß,

dann ist die Leber

sehr stark bei Anspruch, dann

fettet die Leber. Dadurch

hast du dann ein Fettleber, so wie

bei uns halt gewisse Alkoholkonsumenten

dann ein Fettleber haben.

Die Leber wird dadurch kaputt.

Und

dann hast

natürlich das Problem,

dass du ein kranges

Viech im Endeffekt hast.

Bei Menschen ist im Endeffekt genau das Gleiche.

Wenn du zu viel für irgendwas konsumierst,

dann geht es dir nicht mehr aus.

Ja, genau.

Ich habe jetzt

kurz zum Futtermittel.

Ich habe heute gelernt,

dass wir tatsächlich da in Österreich ein bisschen

speziell sind, weil

wir nur Soja

aus europäischer Produktion

verfüttern. Ist das in ganz Österreich

so, ist das auch bei euch so?

Prinzipiell ist es

bei allen Armagütersilienbetrieben

definitiv Pflicht.

Das hat man sehr

lang ist das her.

Wir haben

5-6 Jahre

oder ist schon länger her, wo wir

sich in der Geflügelwirtschaft darauf

verständigt haben.

Der Papa deutet auf die Eierpackung,

wo drüben steht Donau-Soja und

gentechnikfrei, oder?

Genau. Also gentechnikfrei war schon vorher.

Das ist ca. 10 Jahre her,

dass wir auf gentechnikfreies

Futter umgestellt haben.

Im Armagütersilienprogramm

und dann

auf Donau-Soja umgestellt hat,

wo der Soja wirklich aus Europa kommt.

Also kein Übersehsoja aus Brasilien,

kein Übersehsoja aus Amerika.

Das ist wirklich europäischer Soja.

Das hat sich natürlich mit etwas höheren Kosten

natürlich verbunden.

Also beim Donau-Soja

ist es eben so,

dass wir da wirklich aus Europa

haben den Soja und

alles, was im Armagütersilienprogramm drinnen ist,

ist definitiv so gefüttert.

Bei allen anderen,

die Privatvermarkter

natürlich sind,

kann ich das nicht sagen,

wenn sie nicht zertifiziert sind.

Es gibt viele,

die haben es drinnen, sind nicht zertifiziert

und können es dadurch auch nicht ausloben.

Aber denen ist natürlich die Wahl

des Futtermittels frei überlassen.

Es ist keine Pflicht in Österreich,

gentechnikfreies Futter-

und Donau-Soja, also europäischer Soja,

zu verwenden.

Ausgenommen, du bist

im Armagütersilien.

Dann natürlich

musst du es machen.

Weil eben im Handel ist es

Vorschrift, die wollen es so haben.

Noch mal zur Nachfrage.

Wenn man jetzt im Arm von den Programmen drinnen ist,

wo einfach gentechnikfreiheit oder etc.

drinnen steht, dann muss man sich dran halten.

Grundsätzlich kann man aber auch in Europa,

ich glaube, das wissen auch viele nicht,

gentechnisch verändertes

Futtermittel auch verwenden.

Das ist möglich?

Ja.

Die Eier, die in Polen,

in Spanien immer produziert werden,

die verwenden brasilianischen

übers Soja oder amerikanischen.

Was da jetzt wirklich ist,

keine Ahnung,

ob das gentechnisch verändert ist

oder kein gentechnisch veränderte.

Das weiß man nur nicht.

Man weiß es nur, wenn man

ein entsprechendes Label, ein Siegel,

wo das eben gesichert ist.

Dann weiß man, dass es so ist.

Sonst weiß man einfach nicht, was es ist.

Kann sein, muss nicht sein.

Es wird auch dieses Armagütersiegel

und diese Standards,

wenn man in diesem Programm drinnen ist,

beim Armagütersiegel, gibt es eine Datenbank

und jedes Ei

wird gemeldet.

Jedes Ei.

Jedes einzelne?

Ja.

Und dass es nachvollziehbar ist.

Die nicht in der Datenbank sind,

die nicht

beim Armagütersiegelprogramm sind,

sind nicht in der Eier-Datenbank drinnen.

Es wird nicht kontrolliert

in dem Sinn.

Die Eier-Datenbank wurde vor einigen Jahren,

sechs, sieben Jahren, mehr oder weniger gegründet,

weil es ja immer wieder

diese Eier-Datenbank

im Endeffekt in dieser Eier-Datenbank

ist hinterlegt.

Armagütersiegel.

Es wurde leider nur auf Ebene

Armagütersiegel durchgesetzt.

Das hat nichts mit der Nummer zu tun.

Das hat schon etwas mit der Nummer zu tun.

Und zwar ist es auf www.eier-datenbank.at

Es ist immer so,

dass vor sechs, sieben Jahren,

ich schaue zehn Jahre her,

wurde diese Eier-Datenbank

gegründet, weil es ja immer wieder

diese Skandale gegeben hat.

Leider hat man es nicht zusammengebracht,

dass das wirklich eine

gesamte österreichische Lösung ist,

wo alle Tierhalter, also alle Legehennenhalter

mit hineinmelden müssen,

sondern nur die verpflichtet,

die im Armagütersiegelprogramm sind.

In dieser Datenbank ist hinterlegt,

wie viele Tiere ich in meinem Stall

halten darf.

Das ist hinterlegt.

Und dann muss die Packstelle, also der,

der die Eier vom Landwirten übernimmt,

muss in diese Datenbank

die Eier, die er täglich

oder wöchentlich von diesem Betrieb

abholt, muss er da hineinmelden.

Wenn ich jetzt 10.000

Hühner angenommen habe,

die Formel 0,9,

habe ich in einem Tag

9.000 Eier.

Das heißt, ich kann in die Datenbank

nicht hinmelden, dass ich heute

12.000 Eier habe.

Das geht einfach nicht.

Im Endeffekt zählt immer der Durchschnitt natürlich.

Das ist auch ein Unterschied,

durch in der Früh Eier rauszulassen

oder durch am Nachmittag Eier rauszulassen.

Dann hast du natürlich immer ein bisschen Schwankungen.

Aber im Durchschnitt muss das passen.

Ich kann nicht

über einen Durchschnitt von einem Monat

von 10.000 Hähnen an 12.000 Eier jeden Tag rauszulassen.

Ist das das, was man Mengenflusskontrolle nennt?

Ja, das ist so die Rückverfolgbarkeit.

Und im Endeffekt können Sie als Konsument

in dieser Homepage

auf www.eierdatenbank.at

hineingehen.

Und alle Betriebe,

die eben im AMA-Gütesiegelprogramm

mit drinnen sind,

sind auch in der Eierdatenbank

mit drinnen abgebildet.

Und wenn Sie dann die Nummer, die Sie am Eier sehen,

eingeben...

Das ist dann schon wieder per Sie, gell?

Ich habe eigentlich den Konsumenten als Sie in dem.

Den Konsumenten als Sie gemeint.

Dann finden Sie heraus,

von wem das Ei ist.

Wenn Sie zum Beispiel

unsere Nummer hineingeben,

dann finden Sie,

Firma Schreil in Diendorf

hat diese Eier produziert.

Also das heißt, wenn ich jetzt in einen Supermarkt

gehe, mir einen Backel Eier kaufe,

da ist überall eine Nummer drauf gesteckt,

mich vor den Computer oder vor Smartphone setze

und diese Nummer in die Eierdatenbank eingebe,

dann komme ich zurück

bis zum Landwirten, der das Ei produziert.

Müssen jetzt alle Eier in Österreich, die verkauft werden,

eine Nummer drauf haben?

Ja.

Alle, die als Vollei verkauft werden?

Also als Ei mit Schale?

Ja, genau. Schalenei.

Müssen die Nummer drauf haben? Ja.

Die Sache ist nur die.

Es gibt ja diese Registrationspflicht,

was ich vorher erwähnt habe,

bei 350, 360, 300 Tieren.

All jene, die drunter sind,

müssen nicht verpflichtet

die Eier stempeln,

weil sie keine Betriebsnummer

nicht bekommen,

weil sie auch die Tiere

nicht im Register

gemeldet haben.

An sich muss man ja generell

auf der Gemeinde jedes Tier melden,

was man hat.

Prinzipiell ist es Pflicht,

wenn du fünf Händln hast,

dass du auf der Gemeinde sagst,

ich habe fünf Händln.

90% haben das nicht.

Ja, genau.

Du messt auch jedes Schildkröte

und alles messt eigentlich Mötten,

wenn du ein Viech hast.

Beim Hund musst du auch ein bisschen Steier zahlen.

Aber diese kleinen Betriebe

haben keine Registrierungsnummer

und somit haben sie auch keine

Nummer, die sie draufstempeln können.

Aber dürften sie das Ei dann verkaufen?

Die dürfen.

Von Haus zu Haus.

In Nachbarn

dürfen sie es geben.

Aber sie dürfen es auf einen Markt

oder im Spar oder wo auch immer,

da dürfen sie es nicht mehr verkaufen.

Aber ab Hof dürfen sie es verkaufen?

Ab Hof direkt dürfen sie es verkaufen.

Aber der nächste Schritt

ist dann eigentlich,

ab dann muss alles

gestrempelt sein.

Wenn die Eier

in einen Handel verkaufen

oder auf irgendeinen Markt stängen,

ob dann ist es eigentlich

kennzeichnungspflichtig.

Und somit

ist eigentlich in jedes Ei

gestempelt.

Und bei den Osteiern,

um das nochmal kurz

zurückzuführen,

bei den Osteiern findet man hin und wieder

nicht.

Wir haben da gerade

ein paar Osteier neben uns stehen.

Und da sieht man jetzt zum Beispiel

ein Stempel durchscheinen.

Das hängt natürlich auch mit diesen...

Der scheint durch. Der ist nicht drauf, sondern der scheint durch.

Genau.

Wir sehen ein gelbes Ei mit einem grünen Stempel.

Genau. Also der Stempel wird

an sich eigentlich beim Legehennenbetrieb,

also beim Landwirten, schon aufgebracht.

Das heißt, die Eier, die ich bei mir

in die Packstelle, wo man die Eier

sortieren, dann herein bekomme,

da sind die Eier schon gestempelt.

Das ist auch zum Beispiel eine Vorschrift, die Mama Gütesiegel.

Alle Eier, die ich in die Packstelle

herein bekomme, müssen gestempelt sein.

Das heißt, die, die du von den Bauern

bekommst, von denen ihr auch Eier

betätigt? Richtig. Die müssen

gestempelt sein.

Und

beim Kochen und Färben

ist es dann so,

dass es passieren kann, dass

natürlich durch den Kochprozess

dieser Stempel verwischt oder

komplett runtergeht.

Dann sieht man ihn nicht mehr.

Das ist ein Lebensmittel echter Farbstoff

im Endeffekt.

Und wenn wir zum Beispiel

diese Eier mit einem

grünen Stempel versehen,

wenn wir jetzt das grüne Ei hernehmen.

Wir sehen hier eine Steige mit

Eiern. Dann sieht man natürlich keinen

Stempel mehr, weil grün auf grün

ist natürlich... Ah ja, das Grüne habe ich noch nicht

gesehen. Das ist natürlich Arsch.

Aber es ist eh dunkelgrün

auf hellgrün.

In dem Fall ist es ein weißes Ei, aber

hätten wir da ein braunes Ei, würden wir

es garantiert nicht mehr sehen.

Und die meisten Stempeln in Österreich

sind aber mit roter Farbe.

Das heißt natürlich, auf einem roten Ei

sieht man den Stempel auch nicht.

Aber das ist geregelt?

Genau. Das ist

geregelt und das ist natürlich

ein Rückverfolgbarkeitssystem,

das wir im Betrieb natürlich

haben. Und über diesen ganzen

Warnwirtschaftsströme,

über die ganzen Eierdatenbank

Meldungen, die wir ja da

machen müssen, sind diese Ströme

ja vorhanden. Da gibt es ja auch regelmäßige

Kontrollen von den Handelshäusern,

aber auch von

Amagütesiegel und also eigentlich

allen verschiedenen Institutionen,

die bei uns da die Kontrollen durchführen.

Und natürlich schauen,

okay, lieber Herr Schreil,

Sie haben jetzt 6 Millionen

Osteier verkauft.

Warum haben Sie noch 5 Millionen

einkauft? Was hat es da?

Dieser Konnex muss

natürlich vorhanden sein und das muss

passen. Die Warnströme,

also wenn ich 6 Millionen einkauf,

wenn ich 6 Millionen verkauf, muss ich ein bisschen

mehr als 6 Millionen einkaufen,

weil es werden ja auch, nein, nicht nur schwund, sondern

es werden ja ein paar beim Kochen kaputt.

Wenn Sie ins

Haus gehen, müssen Sie ja kochen auch.

Ja, Osteier ist grundsätzlich kocht.

Genau.

Und beim Kochen werden natürlich ein paar kaputt.

Das heißt, ihr kauft so einen Kochtopf?

Ja, das ist ein ganz großer

Kochtopf. Den dürfen wir uns so

nachher hoffen. Aber vielleicht

einen Schritt wieder zurück.

Ihr habt jetzt Bodenhaltung.

Genau, wir haben Bodenhaltung, aber auch

Betriebe unter Freiland

und vermarkten

aber auch Bio-Eier,

was die Osteier-Saison

betrifft,

vermarkten wir auch Bio. Das ist spannend.

Ihr seid ja quasi in der Wertschöpfungskette. Du hast

vorher etwas gesagt von der Backstelle.

Ihr habt ja mehrere Schritte

in dieser eigene Wertschöpfungskette

im Unternehmen.

Richtig, ja.

Aber ihr seid ja auch,

ihr habt ja Händel. Genau.

Jetzt gehen wir vielleicht ein bisschen auf eure

Händel. Das heißt, ihr habt Bodenhaltung,

da verstehe ich es ja ganz in der Nähe.

Welche Händel habt ihr

und wie ist euer Stall so aufgebaut?

Beschreiben wir mal ein bisschen den Steuer, was kann ich mir da

vorstellen?

Bodenhaltung, Steuerwesen, ihr habt es.

An sich haben wir

natürlich Lohmann.

Das ist eigentlich die einzig wirkliche

vorhandene Zuchtfirma.

Wir haben braune

und weiße Hühner.

Begründung natürlich, wir brauchen braune

und weiße Eier.

Aha.

Ja, da kommt schon die Frage.

Braune, weiße.

Wie heißt

ja?

Legen braune Hühner braune Eier

und weiße Hühner weiße Eier?

An sich ja.

Ja, klar ist ja.

Aber das heißt nicht,

weil bei mir die braunen Hähner und die,

die wir drin haben, braune Eier legen

und die weißen, die bei mir drin sind, weiße Eier legen,

dass das generell so ist.

Also diese.

Die braunen legen braune.

Und die weißen legen weiße.

Aber nicht alle braunen legen braune.

Mach es nur komplizierter.

Ja, es wird nur komplizierter.

Es liegt am Ohrläppchen.

Am Ohrläppchen.

Eiläppchen, Ohrläppchen.

Warte mal, Hühner haben Ohrläppchen.

Echte?

Ja, es liegt im Endeffekt,

gibt es schwarze Hähnchen,

die so,

oder sind die auch braun,

die so grünliche Eier legen.

Dann gibt es Hähnchen,

das sind braune Hähnchen, gerade im Bio-Bereich.

Die heißt Sandy, die Hähne.

Alle. Die heißen alle Sandy.

Im Bio ist z.B.

diese Sandy, das ist der Rassenname

im Endeffekt, sehr stark verbreitet.

Die legen so Creme vor bei den Eiern.

Also an sich

kann man es natürlich

der Rasse zuteilen,

was die für eine Eifarbe,

also die Schale

legen.

Und was ist jetzt mit dem Ohrläppchen?

An dem kann man es erkennen.

Hat das Ohrläppchen dann die Farbe vom Ei?

Das geht in die Richtung, ja.

Okay, ich glaube wir müssen dann doch in den Schal.

Das tut mir leid, das will ich sehen.

Man sieht es aber noch relativ schwierig.

Das wäre cool, ein Foto von einem Ohrläppchen.

Ich habe ja damit gewusst,

dass ein Hähnchen ein Ohrläppchen hat.

Ich sage halt jetzt,

das ist das Ohrläppchen.

Spannend.

Also eure braunen Hühner legen braune Eier

und die Weissen legen Weiße.

Und wie hassen die zwei Rassen?

Braun und Weiße?

Die Lohmann Braun heißt Lohmann Braun.

Und die Weiße

nennt sich

LSL.

Sehr technisch.

Und wie wohnen die?

Im Endeffekt ist es

ein großes Gebäude.

Wie kann man sich das am besten vorstellen?

In dem Gebäude

sind verschiedene Ebenen eingebaut.

Du hast da mal ganz unten

den Boden, der

mit Einstreu bedeckt ist.

Also wir machen das zum Beispiel

mit Hobelspänen,

wo dann die Tiere herumschauen können.

Ich habe aber zum Beispiel

bei meiner Masterarbeit,

habe ich mit verschiedenen

Spannenden,

ich habe auch mit

meiner Masterarbeit, habe ich mit verschiedensten

Einstreumaterialien ein wenig

herum experimentiert.

Mit Maisspinneln, mit Strohpellets.

Hast du vielleicht auch Bauern studiert?

Ja, genau, richtig.

Was hast du studiert?

In Wieselburg

hat es ja vor 3, 4 Jahren

mit der Zukunftsakademie

Mostviertel und

FH St. Pötten. Wir haben so ein Studienprogramm

ins Leben gerufen, ein Masterstudienlehrgang.

Agrar- und Technologiemanagement.

Und da war ich einer der

Pioniere.

Ist das Josefine Nunn?

Das ist die Schule?

Das ist die Schule, genau.

Das ist wie ein Hotel im Endeffekt.

Was halt Matura, eine landwirtschaftliche

Ausbildung mit Matura hat.

Und dann

weiterführend habe ich

Wieselburg habe ich 2007

abgeschlossen. Das heißt du warst in

Wieselburg in der Schule? Genau, ich war in Wieselburg in der Schule.

Dazwischen war ich kurzfristig

auf der WU.

Was hast du kurzfristig

vorbeigeschaut? 1,5 Jahre.

Dann bin ich aber heimgegangen auf den Betrieb.

Du hast es nicht abgeschlossen?

Ja, ich habe es nicht abgeschlossen.

Ich habe aber trotzdem gesagt,

irgendwas möchte ich schon noch mal weiter machen.

Ich habe dann meinen Geflügelmeister dazwischen gemacht.

Es gibt eine eigene Geflügelmeister-

Ausbildung in Österreich.

So wie ein Landwirtschaftsmeister oder ein Imkermeister

gibt es einen Geflügelmeister.

Den habe ich dann gemacht.

Und dann, wie gesagt, hat es eben dieses

Studienprogramm von

Zukunftsakademie Mostviertel,

FH St. Pölten und

Josefinum

mehr oder weniger in Kooperation gegeben.

Wo sie diesen Masterstudienlehrgang

gemacht haben. Mittlerweile gibt

es ja auch diese Landwirtschafts-FH,

was da

gebildet wurde in Wieselburg.

Wo du jetzt einen Bachelor machen kannst

und das Agrar- und Technologiemanagement,

was ich studiert habe, den Masterstudienlehrgang,

gibt es dann auch noch weiterhin.

Agrar- und Technologiemanagement.

Da braucht es schon sehr modernen

Management, Technologie.

Es war wirklich voll interessant.

Es ist nicht nur rein um die Landwirtschaft,

sondern wir haben auch einen Herrn

mit dabei gehabt von einer ganz großen

Papierindustrie,

der im Endeffekt nur unterwegs war,

weltweit,

und sich verschiedenste Technologien angeschaut hat.

Ein Scout.

Der einfach nur

wurscht, was das für eine Technologie gewesen ist,

ob das überhaupt eine Relevanz für

die Firma gehabt hat oder nicht,

der hat sich das einfach angeschaut.

Was, was in fünf Jahren vielleicht

auf uns zukommt.

Die ganze 3-D-Druck-Geschichte,

das hat der schon vor zehn Jahren gewusst.

Big Data und

alles, was man da für Schlagworte

alles gehört hat, höchst interessant.

Wo man sich denkt, das kommt bei uns

nie. Und in zehn Jahren haben wir genau das Thema

in unserem Bereich.

Ganz, ganz, ganz interessant gewesen

der Studienlehrgang und

das habe ich da in Wiedelburg gemacht.

Franz-Maria, was sagt ihr

zu der ganzen Technik,

wie das heute läuft und wie war das vielleicht

früher bei euch noch?

Und vom Thema Bodenhaltung

dann komplett wegzukommen und in zwei Stunden

wieder zurückzukommen.

Aber das ist halt unser Podcast.

Wie war das bei euch

oder wie hat sich das

entwickelt?

Wir sind in den 70er Jahren ausgestiegen

quasi am Anfang vom Gespräch.

In der Bodenhaltung

bis 1970 war das alles

in Einfax

gestaltet und

hat man da produziert. Und das war der Weg

immer eine Stufe

um die andere hinauf und dann ist da der Käfig

gekommen. Es war ja in Wirklichkeit

ein Quantensprung.

Damals in den 70er Jahren.

Um modern, effizient

und hygienisch zu produzieren.

Das ist dann gegangen bis 80.

Das wurde immer wieder modernisiert

und so weiter und so weiter.

Da ist viel investiert worden in der Zeit, oder?

Da war auch die Ehrennachfrage.

Die Hinterhofhaltung bei den

Bauern ist wohl weniger geworden.

Somit hat man

von der Produktion mehr braucht.

Warum ist die Hinterhofhaltung

weniger geworden?

Weil sich die Bauern im Allgemeinen

spezialisiert haben.

Die Hühnerhaltung ist in deinem Fall

verloren gegangen.

Und weniger sind wir halt auch geworden.

Das ist ein fortlaufender Prozess.

Die Landwirte

werden immer weniger.

Früher war im Dorf nur

Landwirtschaft.

Heute gehen sie in den kleinen Dörfern.

Es ist vielleicht auch Bauern noch

im Dorf. Dann ist es gut.

Was das betrifft in unserer Ortschaft,

wir sind eine kleine Ortschaft, aber wir haben

einen Händelbetrieb, einen Schweinebetrieb

und einen Rinderbetrieb.

Das muss man in einer kleinen Ortschaft

überhaupt finden, wo es alle

drei verschiedene Tierrassen gibt.

Habt ihr Fleisch auch noch?

Nein, das haben wir nicht. Aber nicht recht weit weg von uns.

Wir haben in unseren Hofladen

einen Speck,

Krammen und alles mögliche.

Wir haben da einen kleinen

Hofladen, Selbstbedienung gemacht.

Dann machen wir noch ein paar Fotos.

Genau.

Ein bisschen regionale Produkte

die wir in unserem Dorf haben bitten zu können.

Ich bin ja schon lange in der

Branche.

Ich persönlich.

Ich bin ein Jahrgang 53.

Und von der frühesten Kindheit

war ich dabei, sprich

1958.

Und dann 1973.

Ah, 1963.

Und dann, wie der intensive Käfig

gekommen ist, 1973.

Ich hab gute Eltern gehabt. Mein Vater hat mir

sehr viel Recht gelassen.

Ich hab damals schon ganz schön

das Reden gehabt.

Man hat auch von so einem jungen,

20-jährigen damals schon gehört.

Dafür bin ich heute noch dankbar.

War nicht standard, oder?

Weil Papa war einfach

offen. In dem Fall.

Mit wieviel Jahren Hof übernommen?

Oder von Vater übernommen?

Ich? Nein, lassen Sie mich heute.

Ja.

Dann ist dann 1973 bis

1980 das wirklich

intensiviert worden. Auch unser Betrieb.

Da sind wir dann von 3.000 Händlern

auf 25.000, glaube ich, gekommen.

In die 80er? Ja.

Das war ja schon was. Sogar auf 40.000.

36.000.

So, und

1982

ist mein

Vater verunglückt. Dürtlich verunglückt.

Dann hab das ich heute Nacht natürlich

hinhändeln und machen müssen.

Fahr einen Tag auf den anderen. Ja.

Für mich war das kein gewaltiger

Übergang, wie ich schon viel gemacht habe.

Aber offiziell

war es dann ich.

Und 1985

hab ich dann den Betrieb

übereignet bekommen.

Dann war ich

Eigentümer.

1987

haben wir

geheiratet. Gartin,

Maria und ich.

Und der nächste Schritt war

1988. Ich hab schon

einige Zeit nachgedacht,

was könnte man in dieser

R-Produktion

in diesem

R-Geschäft nachmachen. Und ich

wollte schon immer was

veredeln.

So einen Schritt weitergehen. Ja.

Und

hab da schon angefangen, mir

mit den technischen

Kollegen oder Menschen

eine R-Koch- und Färbeanlage

zu bauen. Zu bauen?

Ja.

Da haben wir angefangen

und in der Zwischenzeit ist da

ein Berufskollege, der

war mir R-Händler, der

hat das schon drei Jahre gemacht.

R-Koch und Färbe mit einer

technischen Anlage, mit einer gekauften.

Und ich hab's selber probieren wollen.

Und der ist dann leider

insolvent

geworden und hat gesagt, du, ich verkauf

die Maschinen, weil du sie kannst

hin und her. Da hab ich schon

50.000 Schillingen reingesteckt gehabt.

Die eigene?

Dann ist aber das gefallen

und hab mich dann entschieden

die Anlage zu kaufen

und hab da

ganz schön Kunden mitgekriegt, weil die aufgehört

hat. Und so begann

die R-Veredelung

1988.

Und warum hat der eine aufgehört?

Weil sie finanziell übernommen hat.

Das hat viele andere Gründe.

Das ist ja dann so gewesen.

Im Verlauf der Zeit.

Und 1988 ist was anderes Wichtiges auch noch passiert.

Ich bin auf die Welt gekommen.

Aber

das waren wir schon noch drauf gekommen wahrscheinlich.

Den geschichtlichen

Konnex herzustellen.

Der ist schon auf den Deckel gekriegt, weil ich vorgekriegt hab.

So, so begannen wir

1988

von der Stunde Nullweg, möchte ich mal sagen.

Eier zu kochen und zu schreiben.

Und das ist eigentlich

ab dem Jahrweg

ganz gut gegangen.

Oder wir haben das schon

viel eher gefärbt auf Anhieb.

Das ist dann gegangen bis

2005.

Dann haben sie schon andere dazu.

Nein, nein, 1995

gemeintest.

Wenn man denkt danach.

Entschuldigung. 1995. Du bist 10 Jahre spät jetzt da.

1995

gab es schon wieder eine weitere

Technik zu färben.

Die haben wir dann auch angeschafft.

Das ist diese Spritstechnik.

Es gibt dann sich die Weltstechnik

und die Spritstechnik.

Die Weltstechnik wird über so Schaumstoffrollen

aufgebracht. Das heißt du hast so ein

etwas marmoriertes Muster.

Das kennt man von...

Das ist nicht so gleichmäßig wie das jetzt.

Das ist gespritzt, so wie wir so einen Autolack

kennen, aufs Auto schön drauf gespritzt.

Das heißt, das wird nicht gemacht wie wir es daheim machen

beim färben. Also Topf, Farbe rein,

Wasser, Ei im gefärbten Wasser kochen.

Richtig, mit der Lackierpistole.

Wird das aufgebracht.

Und man muss uns dazu sagen,

bei uns in Österreich ist eigentlich

das gespritzte Ei das Standard

Ostei. Also gibt es eigentlich

95, 98 Prozent eigentlich

nur gespritzte.

Ja, danke.

Und ein bisschen was

gewälzt, weil wir haben eigentlich die

einzige Wälzmaschine in Österreich noch,

die am Markt vorhanden ist.

Und in Deutschland

ist es aber genau umgekehrt.

Die wälzen nur. Keine gespritzt.

Ein paar gespritzte haben es auch.

Aber an sich ist es einfach so,

die Technik des Wälzens

ist günstiger, als die

Technik des Spritzens.

Das ist einfach, das gespritzte Ostei

ist teurer, als das gewälzte.

Ich habe aber beim gewälzten den

Nachteil, ich habe eigentlich nur eine Möglichkeit,

das Ei zu färben.

Ja genau, auch Farbe.

So wie wir eigentlich auch da die gespritzten

für uns jetzt daheim, die auch einfärbig sind.

Aber ich kann zum Beispiel bei den

gespritzten ein Regenbogen

einmachen, wo ein Ei 4 Farben hat.

Also Rot, Gelb, Grün, Blau.

Ich kann auf das Ei

einen Ringel reinziehen.

Ich kann Punktis drauf machen.

Ich kann Wellen hinein machen.

Ich kann einen Zickzack hinein machen.

Es gibt verschiedenste

Farbevariationen,

die ich beim gewälzten einfach nicht habe.

Beim gewälzten hast du die Standard.

Rot, Grün, Gelb, Blau, Lila, Orange von mir aus.

Also alles, was die

Lebensmittelfarbstoffe hergeben.

An Bandbreite.

Und

das wars.

Einfach, was das betrifft, viel, viel, viel mehr

Spielraum

für Muster.

Und 95 ist die Spritzanlage

gekommen.

Das war die zweite Maschine.

Dann ist

2002

2001

die dritte Maschine gekommen.

Ach eine Spritzmaschine.

Leistungsfähiger,

moderner, wie es jetzt schon so ist.

Und

voriges Jahr 2020

haben wir nur eine Spritzmaschine

gekriegt.

Die kann natürlich, ist da alles, die ist

technisch ausgerätzt, mit noch mehr

Leistung. Können Sie sich das dann anschauen.

Das wäre bei uns das eher.

Wir haben jetzt 4 Maschinen.

Also eine Weltschiene.

Die haben es noch alle, die Maschinen.

Die sind nicht abgelöst worden, sondern die sind ergänzt worden.

Wir haben jetzt

4 Maschinen.

Eine Weltschiene, mit der wir begannen.

3 Spritzmaschinen.

Das ist der gegenwärtige Stand.

Das sind wir in Hochform, möchte ich mal sagen.

Kann alles, was

im österreichischen Markt so

herrscht an euren, die man mechanisch

färbt.

Das wäre die eher

Färbe-Geschichte.

Ein Erfolgsweg vom

1988 bis jetzt, muss ich schon sagen.

Wüsste nicht, was wir falsch gemacht haben.

Sehr, sehr viel investiert.

Nix. Ist vom ersten Tag

eigentlich.

Eigentlich auch.

Und vor allem, es ist

ein Produkt.

Das Ost-Ei

ist einfach ein bisschen mit

Emotionen verbunden.

Das Osterfest

mit bunten Eiern, das ist so

in jedem drinnen.

Zum Osterfest gehören bunte Eier dazu.

Und da ist das Ei nicht mehr einfach nur

ein Ei, sondern

die Farbe

ändert das Ei. Es macht das eigentlich nicht mehr

zu einem

Grund-

Lebensmittel,

sondern es macht es ein bisschen zu einem Luxusprodukt.

Es ist so ein bisschen, es hat

etwas Besonderes. Es hat einen speziellen

Flair. Das ist auch was,

in Amerika drüben, das kennen die nicht.

Ich war vor einigen

Jahren einmal auf der Internationalen

Ei-Konferenz zum Beispiel.

Ich bin da mit Amerikanern zusammengekommen.

Ich denke, die kennen das nicht.

Die haben sich das angeschaut und gesagt

What's that? What's that?

That's amazing!

Die waren ganz überrascht.

Dieses Eierfärben

gibt es eigentlich auch nur in

Mitteleuropa wirklich.

Im deutschsprachigen Raum.

Bei den Griechen gibt es das auch.

Die haben da auch was.

Eine Maschine,

soweit ich weiß, steht in Australien.

Eine Maschine steht

im Iran oder irgendwo.

Da haben sie aber

das Problem,

das Lösemittel

in dem

Eierschalenlack

ist Alkohol.

Und zu den Moslems unten

darfst du keinen Alkohol nicht hineinbringen.

Und somit haben die eine Maschine gekauft

und konnten die ja nicht

färben, weil sie den Alkohol nicht zum

Färben hineinbringen durften.

Nein, es gibt keinen Alkohol.

Nein, das geht nicht.

Du brauchst ein Lösungsmittel.

Und Alkohol ist das mehr oder weniger

einzige Lösungsmittel,

was lebensmitteltaglich ist.

Es gibt schon was anderes.

Aber das ist nicht lebensmittelrecht.

Mit der Pentin wird es schwierig.

Das ist auch immer die Thematik,

was wir oft haben.

Anfragen von

verschiedensten Firmen.

Wir sollen

ein Eier färben in einer Logofarbe.

Wo ich sage, wir sind

nicht begrenzt. Wir haben einen

Lebensmittelfarbstoff. Und da haben wir

halt nicht recht viel.

Das ist nicht so wie beim Autolack.

Es ist aber auch die Fensterfarbe

und die Fassadenlack.

Da kann ich mir eine Rallfarbe

aussersorgen. In der riesen Schablone.

1600 verschiedene Farben.

Oder 6000. Ich weiß nicht,

was da auf der Rallnummerkarte drauf sind.

Das geht nicht.

Wir haben eine gewisse Vorgabe

mit unseren Farbstoffen,

Lebensmittelzugelassene Farbstoffe.

Und da können wir uns bewegen.

Wir haben eine Variante,

wo wir sie spüren können.

Eine braune See und eine weiße See.

Das heißt,

auf eine braune See wird die Farbe

ein bisschen dunkler. Auf einen weißen

Ei ist es ein bisschen heller.

Wir machen es ganz gerne so,

dass man die grünen, die gelben,

die blauen auf

eine weiße See färben.

Weil die kräftiger sind.

Und ein rotes Ei zum Beispiel

dann auf ein braunes Ei färben.

Weil das ein kräftigeres Rot ist.

Weil wenn ich es auf ein weißes drauffärbe,

dann geht das ein bisschen ins Rosa.

Das machen wir natürlich für die

Damenwelt natürlich auch.

Auf weiße Eier das Rot zu

färben. Weil meine Freundin

zum Beispiel

fährt ganz auf die

rot gefärbten auf weißen.

Geschmackssache.

Ei ist sowieso immer

Geschmackssache.

Welcher Farb geht denn am besten?

Wie haben Sie denn die Farben nachfragen

nach Farben in der Zeit verändert?

Habt ihr da was mitgekriegt?

Der Klassiker ist noch immer rot.

Das rote Osterei.

Standardfarbe sind die 6

Farben, was du siehst.

Das heißt, wir haben 3x rot?

2x rot, 1x lila.

Das ist lila.

2x rot, lila.

Dann grün, blau und gelb.

Das sind an sich die Standardfarben.

Und alle in gleichen

Mengen produziert.

Das ist nicht so, dass mehr rote

wie blau ist.

An sich ist es immer bei der Färbemaschine

eine 6er Einheit.

So wie das gefärbt wird.

Und wir haben in dieser 6er Einheit

2x rote, 1x gelbe, 1x blau,

1x grün und 1x lila.

Das ist so

mega der Standard.

Man kann es auch mit einer Orange machen.

Aber an sich

das klassische Osterei

ist noch immer das rote.

Ich glaube, du bist bunt geworden.

Das rote hat mit Leben

zu tun.

Das klassische Osterei

ist das rote.

Das heißt, beim Ratschener

kommen rote Ohren zusammen.

Das heißt so ...

Ratschen, das ist das extrem laute ...

Genau, in der Karwochen.

Freitag, Samstag,

genau.

Das klassische ist

noch immer das rote.

Früher waren

nur die Farben eigentlich.

Ich sage jetzt in den 90er-Jahren,

wie der Baubau angefangen hat.

Aber in den letzten Jahren

hat sich viel verändert.

Es gibt auch goldene Eier,

es gibt silberne Eier,

Pastellfarben haben wir mittlerweile auch.

Haben wir schon gesehen.

Ja, haben wir schon gesehen miteinander.

Dann gibt es natürlich auch

ganz spezielle Sachen.

Schwarzen Farbstoff gibt es auch

für Halloween.

Dass man z.B. Schwarz mit Orange kombiniert.

Halloween-Eier.

Oder was wir auch schon gemacht haben,

Fußball-Eier, wo es einfach

ein weißes Ei mit schwarzen Punkten drauf hat,

wie man einen Fußball limitieren soll.

Oder wie die

Europameisterschaft gewesen ist.

Haben wir rot-weiß-rote Eier gemacht.

Aber das heißt,

die Maschinen spielen auch alle Stückchen.

Das kann man alles machen.

Das heißt, das Ergebnis ist offen.

Wenn es was Neues gibt,

dann kann man es versuchen.

Es gibt natürlich irgendwo technische Grenzen.

Aber an sich

möglich ist vieles.

Möglich ist sehr, sehr viel.

Aber die klassischen Farben,

die sind ...

Die sind der Running-Gag.

Der bunte Höcker,

wie wir ihn hier haben,

dieser 30er Höcker,

das ist bei uns

ein Standardprodukt.

12 rote,

5 gelbe ...

Entschuldigen Sie.

Auf dem 30er Höcker sind 10 rote,

5 gelbe,

5 blaue, 5 grüne

Das ist der Standard.

Die Verteilung ist über die Jahre

halbwegs konstant.

Aber es gibt natürlich auch

Kunden, die sagen,

ich hätte ganz gern

eine zweite Reihe

gelbe mit drinnen

und ich will keine lila nennen.

Dann machen wir das auch.

Was das betrifft,

Kunde ist König.

Und wir machen das,

was der Konsument will.

Was im Endeffekt mein Kunde möchte.

Was euer Konsument will.

Genau.

Wahnsinn.

Da sind wir ganz, ganz, ganz offen.

Wenn ein Kunde sagt,

ich hätte ganz gern

die lila Reihe nicht drinnen

und statt der lila Reihe

hätte ich ganz gern die goldene drinnen,

dann tun wir die goldene sein.

Da sind wir, was das betrifft,

sehr, sehr offen und sehr flexibel.

Darum sind da

was der Farbkombination betrifft.

Du hast jetzt was angesprochen,

tut mir leid, wo ich einfach einhaken muss.

Du sagst,

ihr seid total flexibel, wenn es ums Eierfärben,

ums Produzieren geht

oder ums Verpacken oder wie die Eier dann ausschauen sollen.

Aber jetzt habt ihr da einen Stall stehen

mit wie vielen Händln drinnen?

24.000.

Das ist in Österreich so ca. die Obergrenze

pro Stall.

Was im Mama-Gütesiegel

mehr oder weniger Vorgabe ist.

Genau.

Wie sehr könnt ihr da reagieren

auf was von außen

oder von der Konsumentenseite kommt,

wenn von heute auf morgen gesagt wird,

wir wollen keine Bodenhaltungseier mehr,

sondern haus noch mal was anderes.

Wie flexibel kann man da sein?

Relativ schwierig.

Mehr oder weniger

wenn du aus diesem Stall einen

Freilandstall machen möchtest,

dann brauchst du die Flächen um diesen Stall

herum, weil die Händln messen sich auf die Fläche

rundherum aus sich rein.

Das geht im Endeffekt

dann in dieser Form

auf diesen Standort nicht.

Weil die Fläche einfach da nicht vorhanden ist.

Die Fläche ist einfach rund um den Stall nicht vorhanden.

Das heißt, sollte es so sein,

dass einmal ein Bodenhaltungsverbot kommt,

dann ist dieser Standort tot.

Gestorben.

Ganz klar.

Ganz, ganz klar.

Dieser Stall halt.

Jetzt seid ihr breiter aufgestellt.

Ihr habt ja mehrere Staus.

Das heißt aber, sollte ein Verbot

und das ist ein bisschen das Thema, was wir gehabt haben,

mit der Käfighaltung, da hat es ja auch diese

Übergangsfrist gegeben, quasi.

Waren da vorher Käfighaltung gehabt,

das hast du so lange machen dürfen in der Übergangsfrist.

Das hieße...

Den konnte ich aber

umbauen, den Käfig Stall auf Bodenhaltung.

Weil das Gebäude an sich war da.

Das war ja da.

Und da kommen wir jetzt vielleicht wieder zur Aufstellung

und hier schaut es im Bodenhaltungsstall drinnen aus.

Nach ca. gefühlt einer halben Stunde.

Verpasst.

Da habe ich die Käfiganlage,

also im Fachjargon

nennen wir das die Aufstellung,

hat man herausgenommen

und hat eine neue Aufstellung hineingestellt

und das war dann die Bodenhaltungsaufstellung.

Und wie schaut so was aus?

Es gibt verschiedenste

Systeme natürlich,

aber bei uns jetzt

das sind verschiedenste Ebenen

und auf

den verschiedenen Ebenen können die Tiere

verschiedene Sachen machen.

Ganz unten,

wie gesagt, haben wir jetzt schon gesagt,

ist der Einstreubereich.

Wo wir

mit Hobelspänen oder Strobelets

arbeiten.

Die als Einstreu drinnen sind,

wo es Beschäftigungsmaterial für die Tiere ist.

Da können sie Nesterl bauen, da können sie scharen.

Also den natürlichen

natürlichen

tierischen

was halt die

Viecher so normaler in der Natur dann werden,

können sie dort nachkommen.

Und dann gibt es eben die verschiedenen Ebenen,

die mit

einem Gitterboden

oder einem Plastikgitterboden eben

sind,

wo die Tiere

ihre Futterbahnen drauf haben,

wo die Tiere ihre Wasserbahnen

drauf haben, wo die Tiere aber auch

die Egenäste haben. Und all diese Ebenen

sind immer

unterbei mit einem Mistband.

Das heißt, man tut die Tiere

in Kot verlieren,

dann fällt der Mist

nicht unten am Boden hin,

sondern

auf einen Mistbandel. Und das heißt,

man hat eben

das so weit gelernt, dass man

die Tiere, eben da zum Beispiel

Bodenhaltung auf Käfig,

die Tiere vom Mist trennen.

Dann haben wir wieder die technischen

und

einfach die Entwicklung der ganzen Zeit

in den letzten Jahrzehnten,

hat man das so zusammengebracht,

dass die Technik so ist,

dass man das Tier so gut

es eben möglich ist, vom Mist

trennt. Und das hat man eben

über diese verschiedenen Ebenen

geschaffen, wo unter einer jeden

Ebene dieses Mistband ist,

wo der Mist aufgefangen wird und

dann alle zwei, drei Tage

der Mist im Endeffekt aus dem Stall

hinausbefördert wird, damit

das Material,

der Mist, der Kot,

dass der rauskommt.

Natürlich,

wenn die unten schandern,

kotens natürlich auch ein bisschen was.

Du bist natürlich nicht 100%ig,

so wie in der Käfighaltung, vom Mist befreit,

ein bisschen was bleibt da.

Und wie gesagt, auf diesen

verschiedenen Ebenen haben es eben

verschiedene Angebote, was

Wasser betrifft, was die Legenester

betrifft, die Sitzstangen,

wo sie dann auf die Nacht aufsitzen,

wenn sie schlafen gehen, weil das

Huhn hatte das natürliche Verlangen,

eigentlich irgendwo nach oben

aufschutzsuchend zu schlafen.

Das wird im Stall eben

durch diese Sitzstangen, der Baum

mehr oder weniger imitiert.

Und draußen in der Naturwanne setzen sie sich auf einen Baum

auf, damit der Fuchs nicht da herkommt.

Das ist auch diese Voraussetzung in der Bodenhaltung.

Ja, genau.

Abgerechte Tierhaltung.

Wesensgerecht, Tierwohl.

Ja, genau. Das sind im Endeffekt

die gesetzlichen Normen.

Und diese gesetzlichen Normen

gelten aber für alle

Haltungsformen.

Das ist die Grundbasis.

Das sind die

Mindeststandards.

Und im Endeffekt im Stall drinnen

schaut eine Freilandhaltung und

eine Bio-Haltung

oft gar nicht anders aus.

Auch die haben die Aufstallung natürlich

drinnen, weil auch dort messen

die Händler, wo sie fressen und wo

sie trinken und irgendwo die Eier legen.

Und somit schaut im

Stall eigentlich das relativ

gleich aus.

Natürlich gibt es verschiedenste

Variationen, aber im Stall

drinnen schaut es relativ gleich aus.

Nur hast du dann im Bio

unter dem Freiland den Auslauf mit dazu

und im Bio hast du dann zusätzlich noch

die biologische Fütterung, die du haben musst.

Aber der Stall schaut gleich aus

beim Bodenhaltung wie bei der

Freilandhaltung.

Es ist je nach

Fabrikat von welchen

Herstellern man das Produkt kauft.

Aber im Prinzip ist es

überall gleich.

Du brauchst die Sitzstangen, du brauchst die Futter

Fressflächen, du brauchst

die Legenäste.

Entschuldigung, weil die Mama jetzt gesagt hat, ein Produkt.

Das heißt, man kauft den Stall

als Produkt mehr oder weniger.

Das ist quasi ein Stallanbieter,

der dir dazu geliefert.

Genau. Der plant mit dir

mehr oder weniger den Stall,

Lüftungsanlage, wie groß soll das sein.

Also die planen das

mit dir.

Und der verkauft dir dann die gesamte Technik

mit Computersteuerung, Lüftungssteuerung,

Sensoren sind da drinnen,

CO2-Messwerte,

also

CO2-Messsensor ist drinnen,

Ammoniak-Messgerät,

Temperatur,

Luftfeuchtigkeit, da ist alles drinnen.

Der wird in den Computer zusammengeführt,

da wird alles überwacht.

Auf wie viele Jahre wird so ein Stall

normalerweise finanziert?

In der

Landwirtschaft wird alles

15, 20 Jahre langfristig.

Das ist nicht so wie

in gewissen anderen Bereichen, wo du in 3 Jahren

die Produktionslinie

abbezahlt sein musst.

Papa hat die Literatur mitgebracht.

Sondern

in der Landwirtschaft ist immer alles

langfristig.

Das ist Bodenhalt.

Also wir haben hier gerade ein ZG-Journal

und ein Bild von

einem Bodenhaltungsstall,

wo wir jetzt sehen, wie sie leben.

Genau.

Und so schaut es bei euch auch ungefähr aus?

Genau.

Da auf dem Boden, da können Sie aufhören.

Und zwischen den verschiedenen Etagen

können Sie hin und her hupfen, fliegen

und so weiter und so fort.

Das ist ja auch natürlich etwas, das ich für nicht wissen

ist. Bei Bodenhaltung denken die Leute ja

quasi Boden.

Also Abboden.

Boden können mehrere Böden sein.

Ja, genau.

Die Tiere fliegen da drinnen.

Die haben eigentlich alles,

genauso wie ein Freiland oder ein Biohän,

nur halt nicht den Auslauf.

Und Bodenhaltung, also

bei mir so. Ich denke, ich habe bei Bodenhaltung

ja immer gedacht, nur Boden.

Und ich habe nicht in Böden gedacht.

Ja.

Ganz früher

war Bodenhaltung wie

am Boden.

Und das ist entwickelt worden,

weil die Bodenhaltung

ja auch nicht

gerecht war, weil sie ja

nicht herumfliegen konnte.

Und sie wollen ja irgendwo oben sitzen,

wenn man das hört. Das heißt, es ist ja ein Vorteil,

dass es mehrere Ebenen gibt, weil sie da einfach

hupfen, wechseln etc. können. Das ist etwas Gutes.

Ja, definitiv.

Die Aufstallung da drinnen

ist natürlich so gebaut, dass die

für die Tiere auch ein dementsprechendes

natürliches Verhalten

und Wohlbefinden natürlich haben.

Ganz, ganz genau.

Ich muss jetzt dazu fragen, weil wir

oft jetzt nicht nur bei

den Händln die Fragen gekriegt haben,

nach einer Herdengrenze.

Wir sind

auf unserem Facebook-Kanal immer wieder so Diskussionen

und Fragen gewesen. Was ist denn so die

natürliche Grenze? Weil dann kommt man ja auch bei einer

gewissen Herdengrenze, dann kriegen es an Stress

die Tiere und es gibt die optimale

Grenze. Gibt es sowas bei den Händln?

Man hat jetzt gesagt, 15 Händln.

Es gibt, ab einer gewissen Größe,

das ist irgendwo so bei 200, 300,

sagt man, beginnt

sich eine Hackordnung zu bilden.

Eine Rangordnung

bei den Händln, Hackordnung.

Ab dieser Größe kannst du eigentlich

sagen, da beginnt es, wo

...

Wo sie es halt ausmachen.

Wo sie es halt wirklich ausmachen.

Wo du halt die Chefs hast

und dann die untertarnen mehr oder weniger.

Also mehrere Böden, die die Chefs haben?

Ja, genau. Also die großen

Schwan-Chef-Tiere,

die sitzen ganz oben.

Echt jetzt? Ja, die beanspruchen.

Also das ist echt eine Hierarchie mit oben und unten.

Die großen Schwan

sind oben?

Ja, also

der König ist oben und die unteren

das Fußvolk ist unten.

Und so ist es dann

aber auch, wenn die Futterkette

sich einschaltet. Also die Tiere kriegen natürlich

den ganzen Tag Futter zur Verfügung.

Das ist Ad Libitum. Also

da gibt es keine Phase, wo die Viecher keine Futter

im Trog drinnen haben. Also dauerhaft

das Futter zur Verfügung gestellt.

Ad Libitum heißt das

ja, genau.

Also zur freien Verfügung. Das ist das,

wenn man es mit uns macht, dann wäre man platt, aber die Händln haben das im Griff.

Ja, genau, richtig.

Die fressen ja dann, wenn sie Hunger haben.

Genau.

Und so, wo

wollte ich jetzt eigentlich hin?

Der Hackordnung waren wir. Ja, genau.

Ich wollte sagen, das ist eine Hackordnung.

Ja, genau. Und da ist es zum Beispiel so,

wenn sich natürlich die Futterkette einschaltet,

als erstes gehen einmal die

Chefs hin, die Könige. Und dann

waren die dann einmal fertig gefressen.

Die Hühner sind natürlich

auch Selektierer.

Die selektieren das Futtermittel.

Wenn das Futter da vorbei

rennt, wo beckern sie als erstes hin?

Auf dem grobkörnigen Mais.

Das ist einmal das, wo sie als erstes hinfahren.

Das Beste. Das Bessere.

Aber sie sollen natürlich alles aufnehmen,

weil die Mineralstoffmischungen sind ja auch wichtig.

Darum

natürlich ist das

schön alles angemischt, aber

als erstes fahren einmal die Chefs drauf.

Das heißt jetzt seid ihr mit 25 oder 24.000

Händln leicht über

der Herdengrenze.

Welche Maßnahmen betreibt man denn

da, damit man mit dem umgeht? Oder ist das

bei diesen Händln auch schon ein bisschen außergezüchtet?

Nein, es ist schon so, dass im Stall

dann Abteilungen drinnen sind.

Also mit Gitter

abgetrennt.

Also das nicht wirklich der ganze

Stall, da sie komplett

irgendwie die furtesten Händen bis

ganz hinten marschieren kann, sondern du hast dann

so gewisse Gruppengrößen.

Im Amaküttesiegel ist die

maximale Gruppengröße eben bei

6.000. Wir haben

es eigentlich bei uns sogar

so um die 2,5 bis 3.000

so die Gruppengröße.

Weil es halt natürlich, wenn sie die

Tiere schrecken oder was,

oder alle in eine Richtung rennen oder in die

andere Richtung rennen, dass da

ein bisschen, ja, so wie es

halt bei den Leuten auch bei Demonstrationen oder

Festivals ist, wenn jetzt viele Leute irgendwo

drängen, dann fahren da welche ganz unten

und dann bei den Leuten, wir wissen, was da

damals in Hannover gewesen ist, bei

Love Parade und so, wo viele Leute gestorben

sind. Es war im Tunnel drin.

Im Endeffekt hast du es im Hennaus Stall auch

alle auf eine Ecke zusammengefahren, die wo

unten sind, ja.

Ok, deswegen ziehen wir da auch Grenzen

ein. Ja, genau, richtig. Darum ziehen

wir auch Grenzen ein und

wie gesagt, da

sind wir halt wieder bei dieser Thematik,

wo beginnt die

Massentierhaltung, wo

was ist die Definition,

ja, das ist...

Sondern wir in

Österreich mit unsere

Stalleinheiten

sind ja Kleintierhalter.

Aber trotzdem hört

es sich für einen, 25.000

oder 24.000 hört es sich für einen, der nicht

in der Landwirtschaft tätig ist, ja.

Hört sich viel an, ist so. Brauchen wir nicht diskutieren

drüber, ja. Aber...

Wir müssen nicht von Massentierhaltung

anfangen, weil da müssen sie in

anderen Ländern, wo

das wirklich...

Wo 10 Millionen Tiere auf einen

Standort stehen, ja. 10 Millionen.

Das heißt, da sind die

25.000 quasi

ein Lächelschatz. Richtig. Bitte, das ist nicht...

Da gibt es in Amerika Betriebe, da...

Wie gesagt, wir haben

eine ganz andere geografische

Verhandenheit, wir sind relativ

klein, was die Fläche betrifft, aber

viel Leute, ja. Waren sie jetzt

nach Amerika umgegangen, ja, und die waren schon

ein paar Mal auch drüben.

Du hast gewisse Länder, Texas und Arizona

und so. Da hast du ja...

Meilenweit

niemanden. Und dann

steht da irgendwann einmal eine Riesenfarm.

So. Und der New Yorker,

der jetzt oder der

der was aus L.A. ist oder wo auch immer

Miami, ja, der kommt

dort nicht hin. Aus der Großstadt.

Der sieht das nicht. Aber

wenn Sie von Wien rausfahren, aufs Land

und da sind Sie eigentlich in 10 Kilometern,

dann sehen Sie den Saarstall, den Herstall

und den Kurstall und die Landwirtschaft.

Also relativ gesehen ist das einfach

Kamlet. Genau. Und bei uns

ist eigentlich, und das ist schon eigentlich was Schönes

und ich glaube, das sollte man

irgendwie, ist es auch

für einen Wiener und für den Städter schön,

wenn man rausfährt und man sieht das Land und

da ist die Landwirtschaft da, man sieht es, ja.

Weil drüben in Amerika, da

ist noch weniger Bezug vorhanden,

als wie es bei uns ist, ja.

Und wir müssen eh schon schauen, dass wir den Bezug

bei uns auch wieder zum Konsumenten herbringen

und woher kommt die ganze Geschichte, ja.

Darum sitzen wir ja miteinander da.

Deswegen danke, ja, dass man das

erzählt so ein bisschen, wie ihr das seht.

Genau, das ist das,

was halt aus meiner Sicht, für mich

ich persönlich definiere, bei uns Österreich,

das was wir machen, das ist

keine Massentierhaltung, ja. Bei uns

steckt immer nur der Bauer dahinter, ja.

So wie es wir da da sind, ja.

Die Familie. Ja, genau. Ich bin jeden Tag

im Händelstall, ja. Der Papa,

wir sind jeden Tag dort.

Bei einem Großbetrieb, wie es da in Amerika

oder in Japan oder in China oder wo immer

ist, ja. Oder Polen, ja.

Da gibt es

große Betriebe, da gibt es

einen Chef oder eine Firma.

Angestellten Chef, Rechtsführer.

Der hat

10 Millionen legen können.

Wenn der einmal im Jahr

vielleicht in irgendeinen Händelstall drin ist,

dann ist das viel.

Das ist dann

industrielle Produktion, ja.

Das ist meine

persönliche Definition von industrieller

Produktion und Massentierhaltung, ja.

Jetzt muss ich eine provokante Frage zurückstellen.

Aber es sagt nur die

Zäune im Kopf. Habt ihr

nicht auch die Zäune im Kopf?

Oder was habt ihr sonst noch?

Für uns ist, als

Erster steht das Tier.

Wenn es dem Tier gut geht,

dann kann ich etwas

rausholen. Genau.

Ich tue das Tier nicht

absichtlich gewöhnen, weil wenn ich wenig gewöhne,

dann kann ich keine Leistung bringen.

Wir, also

wir und auch unsere Kollegen,

die rein von dieser

Tierhaltung leben,

steht das Tier im

Mittelpunkt. Einer, der was

da 200 Händel hat, der was hat,

für den ist das Händel

wurscht.

Aber nicht so

wichtig, als wie für uns.

Der hat natürlich auch nicht die fachliche Ausbildung dahinter

stehen und alles, ja.

Wenn das schief geht,

dann geht es schief, wenn dem da

die Händel kaputt gehen oder

was, er sieht wie viele wegsterben.

Der sagt vielleicht, ja, die werden

wir alle hin, aber es ist für

ihm nicht existenzbedrohend.

Wir müssen täglich

schauen, dass unseren Tieren gut geht

und wir sind bedacht

drauf. Das geht

und den Kollegen,

es geht, ein Schweinehalter

nicht anders, der was

professionell das

betreibt, ein Rinderhalter,

egal in welcher Branche.

Und es werden

die,

die mehr Tiere haben, immer in der

Gesellschaft,

die schlechten

hingestellt. Das was

eigentlich nicht der Fall ist.

Im Gegenteil. Die sind

sicher mehr bedacht

auf das Tier, als

wie einer, der was

das so nebenbei

mitlaufen lässt. Der lebt

vielleicht irgendeinen Beruf

hat, weil es ist jetzt groß in

Mode. Wir machen uns

diese Hühnerstelle, die kosten ja

irrsinniges Geld,

aber er lebt nicht davon.

Da geht irgendwo

ein Beamter oder

egal was er für einen Beruf hat,

aber er lebt nicht davon.

Und das Tier ist für

ihm

vielleicht,

es ist eine emotionale Sache, dass wir das machen.

Nicht unbedingt,

weil es ein Nutztier

ist für ihn, sondern es ist

halt jetzt Mode,

jetzt ist das der große

Renner. Es ist relativ einfach

an sich einen Handel zum halten.

Es ist keine großartige Wissenschaft.

Und wenn einer

ein wenig einen Grund hat,

dann steht er sich ein Hittl hier

vorbeibauen.

Es ist jetzt

ein moderner Trend.

Es ist ein moderner Trend.

Es ist zum Beispiel in Wien

seit wann?

2-3 Jahre.

Es gibt genug,

die was in Wien am Balkon

zwei Händeln holen.

Obwohl sie es nicht dürfen.

Dann haben die Krankheit

zum Beispiel

die Krankheiten,

die was auf die Leute

vielleicht übertragen.

Das ist überhaupt so ein Trend,

das Selbstversorgen ein bisschen.

Da kann man den Solo, den Handel

geben und dass die Kinder

spielen können. Wenn ich ihn

sein will, dann muss ich ein paar

Händeln haben.

Es ist halt so,

okay, möchte man die Händel selber halten,

weil da weiß ich, das ist

kein Problem. Da passiert denen

nichts.

Die Eierproduktion ist ja

immer wieder

medial

belastet.

Mit der Kehbehaltung.

Wie geht es Ihnen damit?

Habt ihr mit dem schon Erfahrung gemacht?

Auch natürlich.

Und mit der öffentlichen Meinung,

wie geht es Ihnen damit um?

Ihr redet ja mit uns, ihr wisst ja,

wir streuen das aus.

Du sagst, okay, wir reden mit euch,

weil ihr könnt ja sagen, nein, bloß nicht.

Was habt ihr dafür Erfahrungen gemacht?

Sehr negative.

Inwiefern?

Einbrüche natürlich. Dieses

klassische,

diese ganzen NGOs,

wo dann

medial Bericht erstattet wird,

negativ, du wirst verurteilt.

In den Medien,

in den

wie heißt es, in Internet?

In allen Medien, ja.

Und dann

kommen die Krimine

und dann das alles...

Hausdurchsuchung haben wir gehabt.

Hausdurchsuchung?

Im Endeffekt haben sie gesucht, ob wir

unterm Bett Händeln halten.

Wir halten ja viel zu viel Händeln.

Also alles.

Das ist das, was

oben passiert ist, aber was

heißt das für euch?

Wie geht es euch damit?

Das ist sehr schlecht.

Du kommst als Verbrecher vor.

Du hast nichts falsch gemacht,

du hältst dich an all die Vorschriften

und deinen Tieren geht es

gesund und dann musst du dir

diesen Leuten, geht es

ja darum, die holen da irgendein

Videomaterial, das ist vielleicht

von Frankreich

und dann kommt dann gerade

immer ein Hahn,

das ist ein Tonband, aber für

den, der was das sieht,

der sagt, das ist der Betrieb.

Und im Internet ist immer alles

für alle Ewigkeiten gespeichert.

Das ist der große Nachteil.

Und es ist für,

wenn du kleine Kinder hast,

es ist schwierig,

in der Schule,

es hat sich...

Was heißt das, die Kinder werden darauf angerät in der Schule?

Ja, und werden gemobbt.

Bist du gemobbt worden?

Natürlich, ja.

Das ist auch das, was

als landwirtschaftliches Kind, als Bauernkind,

hast du es jetzt in der Schule nicht unbedingt.

Leicht.

Generell meinst du das?

Generell, ja.

Wie das da bei uns gewesen ist mit NGOs und so weiter,

da war ich schon in einem Alter, da war das

schon kein Thema mehr.

Aber wie gesagt,

wovon, natürlich machen

NGOs eine wichtige Arbeit auch.

Es ist ja nicht so, dass wir

nur gegen diese Leute

sind, in keinster Art und Weise.

Es gibt auch gute Projekte mit den NGOs.

Diese ganze Donau-Säue-Sache

und so weiter, das ist ja auch

mit den NGOs gemacht worden.

Und man kann

mit denen eigentlich prinzipiell

dort und da ganz gut reden, aber es gibt

halt auch gewisse Extreme.

Es gibt immer Gruppierungen, die sind

in der Gesellschaft überall,

mit dem Terrorismus,

mit dem Islam, wenn man das alles...

Es ist überall

und die NGOs...

Genau, richtig.

Und die NGOs,

die waren total

auf die Geflügelwirtschaft.

Die sind ja

wie die Geier hingefahren.

Wann war das ungefähr, wo das so intensiv war?

Das war so um...

2000 bis 2010.

Das war die Zeit, wo es nicht echt oft negativ war

in den Medien.

Bis 2010, 2012.

Das war eben

die Umstellung Käfig auf Bodenhaltung natürlich auch.

Da war das sehr stark

im Fokus.

Und da hat halt einfach die...

Wann habt ihr eigentlich umgestellt?

2004 haben wir...

2004, 2005, 2006.

So, da in dem Zeitraum

haben wir umgestellt.

Wie seid ihr dann mit dem umgegangen?

Habt ihr da privat diskutiert?

Oder habt ihr euch am Abend...

Seid ihr noch aus?

Keine Ahnung.

Das sind keine schönen Erinnerungen.

Vielleicht etwas eingeegelt.

Man ist nicht so...

Es ist ausgegangen.

Man ist nicht so unter die Leut gegangen.

Man hat sich eingeengt gefühlt.

Also...

Ich wünsche das niemanden.

Es ist keine angenehme Situation.

Definitiv nicht.

Du warst ja noch jung, auch noch in der Zeit.

Zwölf bis 220.

Nein, nein, 20.

Irgendwo ist das

eine Vorverurteilung

von der Gesellschaft

einer Berufsgruppe.

Und vor allem das Schlimme ist ja

dann eigentlich das Einzelschicksal,

was dahinter steht. An sich möchte man

glaube ich diese NGOs

nur sagen, okay, die Käfighaltung,

die gehört weg. Aber genau

bei dem einen, was jetzt genau das Video

dran...

Was das für den persönlich ist,

das kann sich keiner vorstellen. Was für den

seine Kinder das dann in der Schule

jeden Tag bedeutet.

Was dahinter dranhängt,

und das im Endeffekt nur...

Es ist halt so,

NGOs messen über

ihre Aktionen, die sie setzen,

Spenden lukrieren.

Weil im Endeffekt

sie leben im Endeffekt von Spenden.

Und wenn ich natürlich irgendwas

massiv Schlimmes sehe,

und wenn die Kinder in Moria oder wo auch immer

sind, und ich mir denke,

das ist aber katastrophal, da möchte ich dir ein bisschen

Geld hergeben, dass es denen

besser geht.

Und im Endeffekt ist ja das

so auf Spenden aufgebaut.

Sie kriegen natürlich auch vom Staat

gewisse Förderungen und

Zuschüsse. Aber im Endeffekt leben

sie durch den Aktionismus.

Durch Aufregung.

Genau.

Und diese

Gruppierungen,

die sollen

sich nicht auf Österreich

konzentrieren,

sondern auf

andere Länder.

Wo es wirklich, das was von dort kommt,

einer importiert,

da machen sie vor die Grenzen

so einen Vorhang.

Wir sind

schon sehr weit oben.

In der Pyramide.

Im globalen Vergleich natürlich. Wenn du jetzt natürlich

sagst, leben Tier

gegen Veganismus,

grundsätzlich gegen

Tierhaltung,

auf der Seite ist natürlich,

du merkst das ja auf Social Media,

du kommst halt einfach

mit einer normalen sachlichen Botschaft.

Nicht weit.

Du musst immer mit Emotionen arbeiten.

Du kommst, wenn du es erreichst,

und wenn du es nicht erreichst, kannst du

eine Nobelpreisformel, wenn du es dir nicht

präsentierst, du kommst halt auch nicht durch.

Das ist echt so ein

Dilemma.

Der Veganismus. Und ich persönlich,

ich habe nichts gegen die Leute.

Jeder soll seinen Lebensstil so leben,

wie er ihn leben möchte.

Und wenn einer sagt, okay,

ich möchte kein Fleisch essen, dann ist das absolut in Ordnung.

Und wenn ein anderer sagt, er möchte ein Fleisch essen,

dann ist es für mich auch okay.

Jeder soll seiner Meinung nach

den anderen auch das zugestehen,

wenn der das will. Und miteinander reden.

Das ist so wie, der eine ist halt ein Rapidfan und der andere

ist Austrianer. Okay? Ja.

Rennt ihr miteinander?

Meistens treffen sie irgendwo

am Verteilergras.

Und, ja, da wird nicht viel geredet.

Muss auch noch mal wie ein Podcast machen, wahrscheinlich.

Aber,

im Endeffekt muss man halt auch eins einmal dazu sagen,

wie würde die

vegane Lebensweise,

wie würde die

Lebensmittelproduktion dahinter dann wirklich einmal

ausschauen, wenn es keine

Tiere nicht gibt? Oher kommt denn der

Dünger dann fürs Feld, wo dann der

Kugurts drauf wächst? Kunstdünger.

Wollen wir den Kunstdünger

dahinterstehen oder wollen wir Wirtschaftsdünger,

die Gülle, den Mist, das, was wir ausbringen

im Frühjahr, damit der Kugurts super

doll wächst, wo wir die Kreislaufwirtschaft

haben, wo wir das wieder in den Boden

zurückführen, was wir ihm weggenommen

haben?

Oder wollen wir das dann

künstlich was haben? Verstehe Leute,

wenn die sagen, sie wollen das nicht.

Aber, und das ist das,

warum wir auch beieinandersitzen, dass man auch dahinter

das versteht, was

eigentlich das für eine Reaktion eigentlich

auslöst. Und wir haben zum Beispiel jetzt

in der Legehennenhaltung haben wir das nächste

Thema, das

poppt immer wieder auf in den Medien,

das Küken

sterben. Das männliche, die männliche

Küken. Was passiert, das war eine Frage, die haben wir mitgekriegt.

Wo sind die Hähnen?

Genau.

Die werden

ist Tatsache getötet.

Im Biobereich

müssen sie ja mittlerweile

als männliche

Harnenküken aufgezogen werden.

Nur

das Fleisch,

was da produziert wird, wird mit

enormer Energieaufwendung produziert,

weil ja das eigentlich ein Hahn aus der

Legerasse kommt.

Das heißt, der hat nicht wirklich einen gescheiten

Fleischansatz. Das heißt,

das heißt, ich muss

im Endeffekt

sehr viel Futtermittel hineinstecken,

um überhaupt dort ein Kilo Fleisch

herauszubekommen. Also ökonomisch gesehen

wieder. Es ist ineffizient.

Am Punkt gebracht.

Es wird schon bezahlt,

aber

über das Ei.

Subventionieren muss diesen Hahn das Ei.

Das Bio-Ei ist dadurch teurer

geworden. Aber ich will eigentlich auf ganz was anderes

gucken und nicht auf Bio und Freiland

oder Bodenhaltung, sondern auf

ein ganz anderes Thema.

Und zwar diese

Harnenküken, die da

als Eintagesküken

sind.

Die werden ja nicht einfach nur daunenghaut

und irgendwo in die

Sarien, in die Tierkörperverwertung

enghaut und verbrennt. Die Tiere sind

für die Falknerei. Die Tiere sind für die

Zoos. Die Tiere sind für

verschiedenste Variationen als

Futtermittel.

Wenn wir das jetzt bei uns in Österreich, in

Deutschland verbieten, dann wird eine

Produktionsmaschinerie in der Ukraine

aufgebaut, wo diese

männlichen Küken oder auch weibliche

Küken produzieren, für diese

Zoos, für die

Falknerei und so weiter und so fort.

Also wir werden dann bei uns in Österreich

eine Produktion stühlegen, wo wir

eigentlich, oder in Deutschland,

wo man eigentlich

hohe Standards hat,

dann das bei uns stühlegen, weil wir wollen

das bei uns in Österreicher nicht mehr haben.

Aber wir brauchen das Produkt.

Das heißt, das ist ein Produkt. Das ist ein Produkt.

Das ist ein Produkt. Das wird einer

Verwertung zugeführt. Das ist nicht so, ich haue

das da an, in Miskübe, ja, blöd gesagt.

Dieses Produkt wird

gebraucht. Und wir importieren

in Österreich sogar

Harnenküken für

unsere Falknereis und Zoos.

Also wir brauchen eigentlich mehr,

als wir in Österreich produzieren.

Das zeigt wieder einfach mal,

wie komplex das Argument ist.

Niemand wird jetzt gegen das Ding

zufriedenstellen. Aber man sieht

einfach mal, wie das zusammenhängt.

Und wenn wir für unser gutes Gewissen

in Österreich quasi

Normen einführen,

dass zum Beispiel ihr das nicht mehr

machen dürft oder wer auch immer,

dann lagert ich

nur aus. Das heißt, in Österreich

lagert man es nicht. Aber wie der Klimawandel

ist auch ein globales Phänomen.

Und wenn ich für Tierwohl oder gegen

Tierleid bin oder sowas, dann

hört das ja auch, das fiege ich heute

auch nicht auf bei der Grenze. Und im Endeffekt

verlagern wir ja aktuell nur

den Status Quo nach

außen, weil

es ist ein Dilemma.

Wo nicht zu hohe Standards sind.

Auf niedrigere Standards

lagern wir aus.

Bei Turten wird das dann wieder mit einem Verfahren gemacht,

das bei uns schon seit 20 Jahren

verboten ist. Das ist genauso

bei uns in der Landwirtschaft

immer wieder über die ganzen

Spritzmittel,

wie sie ja immer angeprangert

werden. Ich sage eigentlich ganz

nicht gern Spritzmittel, weil

es ist eigentlich ein Pflanzenschutzmittel.

Und

bei uns sind so viele Mittelchen schon

verboten, die

in anderen Ländern der Welt im Biobereich

noch eingesetzt werden dürfen.

Bio ist nicht gleich Bio.

Bio ist nicht gleich Bio und

ich brauche nicht glauben, dass eine Bioavocado

aus Chile

dass

die den gleichen

Bio-Standard dahinter stehend hat, wie bei uns

ein Bio-Produkt aus der

Bio-Garantie.

Bio ist nicht

gleich Bio.

Da muss man immer

dahinter

was steckt wirklich dahinter.

Das ist ja auch oft das Problem,

ich bin ja in einigen Ausschüssen

mit dabei,

wo man oft

beieinander sitzt und sagt,

jetzt tut es halt das und der

Deregulierung und das soll verändert werden

und so weiter und so fort und dann sagt

man ja, das können wir fast nicht machen, weil

wie schaut das aus nach außen hin?

Dann haben wir diskutiert, wer war es

eigentlich jetzt aus der Legebranche, haben wir

dann geredet, na warst du jetzt

wie ist die Haltung bei Bio-Kälbern

genau?

Keine Ahnung.

De facto hast du in deiner Branche

kennst die Regularien, warst

genau wie wo es anrennt, aber vom

Nachbarn warst du schon immer.

Das ist alles so stark

reglementiert heutzutage

und alles so speziell.

In deinem Bereich kennst du dich aus,

wie überall anders da in der Industrie

oder im Gewerbe, du kennst

dich in deinem Bereich aus,

aber rechts davon und links davon

wird schon ein bisschen schwierig, dass du weißt, wie es da ist.

Hochspezialisiert. Ja, da musst du dann schon wieder

einlesen, da musst

nachforschen, googeln im Endeffekt

auch und selbst

das Googeln sagt

dafür, aber nicht alles. Auch dafür

gibt es unseren Podcast, sage es nur.

Das

Idyll vom

generalistischen Bauern, der

Experte ist in EOS,

quasi mit dem Gemüsegarten,

mit den Händln, mit den Schendln und rundherum,

das ist eigentlich

jeder Spezialist für sich,

so wie der Friseur und der Installater und der

Elektriker, sind alles Handwerker.

Aber es gibt nicht mehr den Handwerker.

Genau.

Jeder ist ein Spezialist.

Genau.

Genau so wie es den Bauern,

wenn man jetzt so sagt,

auch selten nur mehr gibt.

Ein jeder ist

irgendwo

in seiner Sparte

spezialisiert.

Dann möchte ich nur eines

einfügen, weil das gerade gesprochen wird.

Sich heutzutage

aus Landwirtschafts

Experte

zu bezeichnen,

der wirklich überall

mitreden kann.

Also

da muss man zuerst springen.

Das muss so

ein umfassendes Wissen haben.

Und Landwirtschaft ist sowas von

voluminös. Wenn es ums Wissen geht,

das nicht zu sagen.

Du arbeitest jeden Tag mit der Natur.

Ich bin schon 40 Jahre

in der Landwirtschaft, 45.

Ich traue mich nicht zu sagen,

viel zu wissen.

Was für ein umfangreich Landwirtschaft

das ist.

Wir lernen es gerade.

Aber die Landwirtschaft wird

eigentlich, das möchte ich schon

auch bedanken,

von der Gesellschaft

irgendwie

unterwärtiger.

Aber es gibt

einen guten Spruch. Es gibt keinen

Land im Land,

der so hoch ist,

dass er nicht lebt von Bauernhand.

Ja, alles dringend davon.

Leben dann so alle von uns.

Wie ich an der Wertschätzung

steigern würde. Die HC ist in den letzten

15 Jahren verbessert.

Das ja. Verbessert.

Aber wir sind lange nicht dort,

wo unser Platz war.

Wenn ich noch länger an meine

Kinder und an die

Ingrid, die ist 30

oder 31,

wie die bei der Schulhammerkammer ist,

bei der Volksschule

oder dann

bei der Hauptschule.

Ich will nur mal bei der Hauptschule reden.

Wie die da eigentlich

angepöbelt wurden.

Papa war nämlich nicht da, wie der

... Ja, über das haben wir schon gedacht.

Da warst,

wie sie über uns

denken. Und ich will mich

dazu denken, ich sage jetzt, es braucht

ein bisschen Zeit, aus einer Bauernfamilie

zu kommen,

weil gerade die,

denen steht es zu, in einen

ordentlichen Platz einzureimen.

Wo das hergekommen ist,

weiß ich nicht so recht,

aber sein Entwurzel. Und wie sicher

die gespürt ist heute noch,

wenn du irgendwo in der Diskussion bist,

die gespürt ist. Nein, ein Paar.

Was wisst ihr?

Erschauen nicht mehr wir.

Ich habe ein feines Gefühl.

Und woran liegt das?

Weil es aus der Vergangenheit

außer

ein niedriger Stand war.

Niedriger Stand. Viel arbeiten

haben wir müssen. Schwer arbeiten.

Keine schöne Arbeit.

Keine übertriebene Schulbildung.

Das sind so... Also blöd.

Im Endeffekt kommt

irgendwo aus der

Monarchie halt noch, wo du den König gehabt hast

und das unterste Volk war der Bauernstand.

Und irgendwo

hat sich das weitergezogen.

Obwohl die Landwirtschaft

ja nicht mehr so ist.

Du bist ja heute hochtechnologisiert,

wenn man sich heute einen Traktor anschaut.

Was da alles drauf

und dran ist.

Du brauchst fast schon einen Pilotenstein.

Genau. Und genauso auch die...

Das ärgert mich schon.

Ein Landwirt muss von

überall etwas wissen.

Er muss

von Landwirtschaft, also

von Ackerbau,

von Boden, von der Tierhaltung.

Er muss mit den Maschinen umgehen.

Er muss wissen...

Du musst ein Mechaniker sein,

ein Buchhalter sein.

Wie er alles

anwenden muss, seine

Pflanzenschutzmittel. Er muss alles

wissen. Das war's.

Jeder andere, der macht

seine Büroarbeit, der hat halt

seine Buchung

zu machen.

Von Montag bis Freitag.

Aber sonst nichts. Aber der muss so

vielseitig sein. Und der muss überall

das Wissen einsetzen können.

Und was könnte man denn dagegen

machen, dass quasi der Stand,

wenn man jetzt sagt, der Stand der Bauern

wieder

ein bisschen... Du hast gesagt,

ist es besser geworden?

In den letzten Jahre.

Ich frage mich heute immer,

ist es wirklich besser geworden oder hat man

nur eine gewisse Romantik? Ist der Bauer jetzt

ein bisschen noch anders geworden?

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Aber was kann man machen, dass das wieder besser wird?

Aus meiner Sicht genau das, was wir jetzt gerade machen, den Konsumenten, im Endeffekt

den Nichtlandwirten wieder näher zu bringen, was wir eigentlich dann, was steckt dahinter.

Das ist nicht irgendein Blech-Ober-Beam, das ist mit der Natur zu arbeiten, mit dem

wichtigsten, was wir eigentlich alle miteinander haben.

Es ist, in anderen Ländern wird die Landwirtschaft hochgehalten und das ist bei uns in Österreich

nicht der Fall.

In Amerika, ein Landwirt ist dort etwas, weil der ist für unsere Lebensmittelversorgung

nicht gelungen.

Das soll ich heroisch ein bisschen sagen.

Er wird als Unternehmer gesehen.

Als Unternehmer.

Er wird einfach als Unternehmer gesehen und nicht als Bauer.

Er ist ja Unternehmer.

Ja eh.

Aber bei uns.

Papa war ein Start-up damals.

Im Endeffekt.

Gross gehackt.

Genau.

Aber das ist genau das.

Heute heißt das als Start-up und so weiter und so fort, da ist halt der neue Name

früher als die Jungunternehmer Kassen oder wie man es genau genannt hat, aber ich

vergleiche das so nicht als Start-up oder Jungunternehmer, das ist so circa das

gleiche.

Aber wir gehen da in dieses englischsprachige ganze Slanging, das ist vielleicht eher,

was das betrifft, vielleicht ein richtiger Weg, aber bei uns kommt das einfach im Endeffekt

irgendwas der Geschichte heraus und die amerikanische Geschichte ist halt einfach

nicht recht lang.

Unsere Geschichte ist tausende Jahre alt in Europa.

Das waren ja die ersten Siedler-Bauern.

Ja genau.

Ja genau.

Aber in Amerika sind halt bei uns die Auswander umgegangen und da ist halt

relativ schnell die erste große Demokratie entstanden und da hat einfach der Landwirt

ganz einen anderen Stehenwert gehabt, weil er als Unternehmer gesehen wurde und nicht

so wie es in der Monarchie eigentlich gewesen ist, ok, du als Landwirt musst eigentlich

was angeben an uns, dass wir unsere Kornkammer füllen können, damit wir den Rest verteilen

können.

Ja, aber weil du sagst gesehen wurde, also das was wir heute machen glaube ich

ist wichtig, dass man wieder ein bisschen hineinblickt, was sind die Bauern für Leute,

wenn man es jetzt so pauschal sagt, weil es ist schon wieder zu pauschal, aber wahrgenommen,

das heißt man muss an der Wahrnehmung wieder schrauben und ja, was gibt es da

für Ansätze?

Also reden, sorgen, mehr kommunizieren vielleicht, so wiederherzugen, stolz sein

drauf, was man tut oder wie.

Es ist halt auch vielleicht ein bisschen das Problem, im Endeffekt in der Landwirtschaft

produzieren wir Grundnahrungsmittel, die Grundnahrungsmittel sind messen günstig

sein, weil es muss es ja eigentlich jeder irgendwo leisten können, ja, so, ja genau,

du räusperst dich, eigentlich ist es der falsche Ansatz, ja, aber, genau, aber,

wir stellen die Frage, aber, und das ist vielleicht so ein Thema, wir können

es uns im Endeffekt im Marketing Budget nicht leisten, im Fernsehen Werbung zu

machen.

Marketing Budget, ja?

Das geht nicht, unmöglich, ist nicht möglich, aber wenn ich mir zum Beispiel wieder iPhone

hernehme, ja.

Unternehmen haben ein Marketing Budget.

Bitte?

Unternehmen haben ein Marketing Budget, ja, für gewisse Sachen, ja, aber das ist

nicht so, dass ich im Fernsehen vor der Zipper Werbung schalten kann, ja, genau,

aber wenn ich mir jetzt zum Beispiel ein iPhone hernehme, ja, der hat ein Luxusprodukt

irgendwo, ich brauch's zwar auch, aber ich kann mir auch jetzt eine andere Marken

günstiger ist, ja, aber da zahlst du die Marke mit und das Marketing Budget bezahlst

du mit, ja, und somit kann es es dir leisten, dass er die Werbung macht.

Wir in der Landwirtschaft messen aber in Litern Milch im Endeffekt irgendwo zwischen

30 und 40 Cent an die Molkerei verkaufen, unsere Eier dürfen nicht mehr als 10 Cent

irgendwo roundabout, so irgendwo zwischen 8 bis 10, 12, kommt drauf an, was für

Größenklasse, was Verhaltungsformen und so weiter und so fort, ja, das ist aber

ohne Verpackung und und so weiter und so fort, ja, dann hast du eigentlich keine

großartige finanzielle Möglichkeit, großartiges Marketing zu betreiben in der gesamten

Landwirtschaft, ja, auch beim Mais oder wurscht wo das auch immer ist, eigentlich

mit dir in der Landwirtschaft wird der Preis vorgegeben, ja, wenn ich in Mais dreschen

tue, kannst du sicher sein, dass der Börsenpreis ganz unten ist, ja, nach der Ernte geht

er wieder in Tee, weil dann verdienen ja die ganzen Händler damit, ja, und auf

der Börse, ja, du bist da irgendwo immer, ja, in der untersten Grundproduktion und

hast eigentlich gar nicht die Möglichkeit, großartiges Budget zur Verfügung zu stellen,

so wie es eigentlich, ihr habt eigentlich auch noch keine großartige technische

Sache, ja, wo man sagt, ja, okay, ich kann mich da voll verausgaben und ich

habe da richtig Kohle ins Marketing ein, ja, und dann macht der Werbung massiv,

ja, und ich glaube, das ist so ein Punkt, der in der Landwirtschaft ein

bisschen fällt, die Werbung übernimmt für uns wie andere, zeigt Bilder, die

es eigentlich de facto in der Natur nicht wirklich gibt, ja, und dass uns dieses

Instrument eigentlich aus der Hand genommen wurde, dieses Instrument des

Marketings machen, der Werbung machen, ist auf eine andere Ebene verfrachtet

worden, eigentlich am Punkt gebracht, ja, und die eigentliche Ebene, die

eigentlich weiß, wie es geht, die hat gar nicht mehr die Möglichkeiten, dass

das macht, weil wir kriegen das Zeit, wo es das Produkt wert ist, eine

Kleinigkeit lassen sie uns verdienen, dass wir auch leben können, aber das war es,

recht viel mehr ist nicht drinnen. Ja, es ist so, ich sage auch immer, das ist, der Handel

tut das, was der Handel tut, er macht Werbung für seine Produkte und er ist ein

Verkäufer, deswegen tut er das, das, was wir immer auch sagen, und das glaube

ich kann man auch sagen, das ist auch nicht wertend in dem Sinne, ist einfach,

dass halt nebenbei der Rest, der halt auch noch damit zum tun hat, weniger

kommuniziert, jetzt ist natürlich das Büdel ein bisschen verschoben in die

Kommunikation des Verkäufers, ja, und ja, das ist auch die Frage, wie

kommuniziert man denn ein Grundprodukt, weil ihr habt das Ei, ihr habt nicht das Ei, gut, ihr habt es jetzt am Marken auch, aber es ist ein Grundprodukt, wir haben auch ein Grundprodukt, ein Ding wie der Sechse, dass das wieder einen

Stellenwert bekommt, wobei ich schon das Gefühl habe... Es geht gar nicht um

Sechse, Entschuldigung, der Handel macht sich ja eh so nicht, sondern es geht darum, dass die

Menschen wieder wissen, wo es herkommt, wo es herkommt, und wer soll denn diese

Geschichte erzählen? Ja, gut, wir, und es gibt ja noch andere Arte, die das machen, aber es ist

offensichtlich noch zu wenig, ja, die Frage ist jetzt, ich habe mal aufgeschrieben, wo

seht ihr jetzt die Zukunft von Eicherer Branche, weil es gibt jetzt

diesen Trend Richtung mobile Stelle und so weiter, das was noch

klar strukturierter wird, weil ihr sagt, wir sind eh schon klar strukturiert im

Vergleich, im globalen Vergleich, es gibt es bei uns innerhalb von Österreich,

innerhalb von Deutschland, Österreich, schätze ich mal, auch noch diesen Trend

noch klein strukturierter, mobile Stahlhaltung etc., wie

steht ihr zudem, wie seht ihr das, und wo seht ihr die Zukunft der Eibbranche,

des Eis in Österreich? Entschuldigung, aber ich darf mich verabschieden, ich hab noch was zum Arbeiten, nein, ich hab wenigstens einen, der was tut, nein, aber danke, danke, danke für's Kommen, für die Diskussion, aber ich muss jetzt, danke, danke für's dabei sein,

für die Zeit. Wir sind die heute schon wirklich lange, aber es ist echt ein extreme spannendes

Gespräch und ich bin mir sicher, dass es jetzt ausseilt.

Ja, die Thematik ist

natürlich vorhanden, was auch gewesen Probleme mit sich bringt, Punkt 1 natürlich.

gar nicht registriert, weil sie noch nicht unter die Registrierungspflicht mehr oder weniger fallen,

sind bei keine Standards dabei, ist nicht kontrolliert,

was ich jetzt so nicht hassen soll, dass es schlecht ist deswegen, in keinster Art und Weise, aber

es hat immer genug gegeben, die unter dem Deckmantel von vielen Gütesiegeln immer

mitgefahren sind. Die haben nie was gemacht,

aber sind immer schön brav mit einem Gütesiegel mitgefahren. Und das ist jetzt auch ein Problem, was sich in den letzten

Monaten durch die Corona-Krise natürlich gezeigt hat.

Wir haben unsere tollen Programme, Amakütesiegel, Gentechnik-Freiheit, Donau-Soyer und so weiter und so fort, wo wir einen Großteil

der Legewirtschaft oder der Eierbranche drinnen haben, aber dann gibt es auch die Privatvermarkter

und die es eh schon immer gegeben hat.

Und dann gibt es jetzt auch diese neuen, was dazukommen ist, mit diesen Mobilstallungen und Hinterhofhaltung, wo es wieder ein bisschen mehr wird, mit 5-6 Händln.

Und da muss man halt eins sagen,

diese ganzen sind in den letzten Jahren sehr, sehr gut gefahren, haben die Ware in der Gastronomie anbracht und von Haus zu Haus und auf Märkten und so weiter und so fort.

So, und jetzt ist die große Corona-Krise gekommen oder Pandemie weltweit eigentlich gekommen und das hat natürlich

für viele Branchen massive Einschnitte mit sich gebracht, auch für die Eierbranche.

Und zwar muss man eins definitiv sagen,

all jene, die irgendwo im Amakütesiegelprogramm mit drinnen gewesen sind,

haben eigentlich einen relativ guten und sicheren Absatz gehabt, weil die Leute haben trotzdem Eier konsumiert,

aber die haben es im Geschäft gekauft

und nicht mehr im Schnitzel gegessen, was sie beim Wirten gekauft haben.

Weil das hat es nicht mehr gegeben.

Und das hat natürlich nicht 100 Prozent kompensiert werden können. Zwar der Handel hat ein bisschen mehr verkauft,

aber wir dürfen uns nicht vergessen, wir sind ein sehr stark touristisches Land. Wir haben jeden Tag viele, viele

Mitbürger der Welt bei uns, ich will nicht sagen Ausländer, ich finde das Wort nicht schön,

mit Touristen in unserem schönen Österreich.

Und die konsumieren tagtäglich.

Ich sage jetzt nur, eine Chinesin, die sich in Wien aufhält, eine Woche lang,

ist dreimal am Tag mindestens

irgendwo in der Gastro. In der Frühe tut er frühstücken, da hat er sein Frühstück, jetzt ist er aufs Ei bezogen.

Zum Mittag ist Schnitzel, da ist auch wieder ein Ei drinnen.

Auf die Nacht ist ein Kaiserschmarrn.

Und dazwischen geht er vielleicht am Nachmittag um drei noch auf einen Kaffee mit einer Sacherdurten.

Das ist auch wieder ein Ei drinnen. Und genau das fehlt uns. Und im Moment bleiben uns circa, im Monat hat es

Berechnung gegeben, weil uns circa 10 Millionen Bodenhaltungseier

übrig.

Die sind einfach zu viel am Markt. Die werden einfach nicht verkauft, weil die Gastro und der Tourismus nicht da ist.

In welchem Zeitraum? Pro? Monat. Pro Monat. Genau. Die sind einfach jetzt zu viel da.

Wir haben immer in der Eierbranche gesagt, wir messen die Gastro viel stärker für uns gewinnen und so weiter und so fort, haben wir auch eine Erhebung,

die die EZG und die ZAG gemacht. Wo wir eigentlich drauf gekommen sind, eigentlich 80 Prozent der Gastro haben wir schon in österreichischer Hand,

was eigentlich ein positives Signal ist, aber jetzt in der Corona-Krise eigentlich

eine negative Geschichte ist, weil wir jetzt eine massive Überproduktion natürlich haben. Was man nämlich auch so sagen muss, man kann so einen Stall nicht einfach abschalten.

Genau. Du kannst dem Händl nicht sagen, jetzt ist es vorbei. Es ist mit massiver Vorlaufzeit natürlich mit einer massiven Vorlaufzeit bedacht,

weil, wie wir zuerst schon geredet haben, ich kriege den Händl mit 20 Wochen. Davor sind sie aber in der Brüterei. Davor muss das

Ötern, die einmal das Ei legen, das Brutei. Das heißt, im Endeffekt ist meine Planung mindestens ein halbes Jahr vorher, in Wahrheit ist meine Planung schon drei Jahre im Voraus,

wie stalle ich wann meine Hühner ein, wann ist Ostern, wann ist Weihnachten. Also Weihnachten ist immer zum gleichen Zeitpunkt, aber Ostern ist natürlich immer ein bisschen verschoben.

Aber weil sich natürlich auch die Absatzströme verändern. Im Sommer wird weniger Ei konsumiert als wie im Winter.

Da ist mehr Eis.

Ja, genau.

Weil weniger gekocht wird, wenn es heiß ist.

Genau. Und Kuchen und Keks backen. Vor Weihnachten, jeder tut Keks backen, da brauchen wir Eier dafür. Im Sommer tun wir alle draußen miteinander grün.

Da ist wieder auf der anderen Seite die ganze Schweinewirtschaft, Rinderproduktion und so weiter. Da ist einfach grün das Thema.

Und so ist es bei uns in der Eierbranche. Vor Weihnachten ist das große Frisch-Eier-Geschäft und vor Ostern ist das große Oster-Eier-Geschäft.

Und da sind die großen Eiermengen, was man braucht. Und man versucht ja eh eigentlich über diese Ausstallungen und Umstallungen über den Sommer die Produktion runterzufahren.

Und über den Winter dann natürlich in Vollproduktion mehr oder weniger auch zu sein. Dass man da das eh steuert, dass man nicht eine Überproduktion zu extrem hat.

Nur durch die Corona-Krise war es einfach jetzt so, dass einfach die Mengen, die da in der Gastro verbraucht werden, nicht gebraucht wurden.

Und was passiert mit dem?

Ja, diese Eier sind zu viel da, gehen in die Industrie, stehen in große Kühlhäuser, werden gelagert.

Man kann sie ja lagern.

Aber Lagerflächenkosten nachgehört.

Kosten natürlich Geld.

Wir wissen natürlich, Angebot und Nachfrage bestimmt den Preis. Die Nachfrage ist nicht da.

Das Angebot ist überschüssig. Dementsprechend, das Preis geht dementsprechend nach unten.

Und die Industrieware, da spricht man von Industrieware, ist ja nicht nur in Österreich, sondern die Polen stocken ja extrem auf.

Was glaubst du, die kommen alle mit den Eiern rein?

Also mit der Industrieware.

Industrieware Frischei oder ist das ein Pulver?

Im Endeffekt ein Ei, das vom Datum her bei mir nicht mehr möglich ist zum Vermarkten nach den Vermarktungsnormen, wenn das vom Datum her abläuft als Frischei, dann geht das Industrieei weg.

Das heißt, es gibt dann eine Produktionsfirma auf andere Firmen, die schlagen das Ei auf.

Dann das dann pasteurisieren.

Dann das dann z.B. trennen in Eiweiß und Eigelb oder Vollei, wo es gemischt ist.

Und das geht dann zu den großen Kuchenmachern, Nudelmachern oder auch eben z.B. in gewissen Handelsketten, dass du das als Tetrapack kaufen kannst.

Eine fertige Eierspeise, einen fertigen Kuchen und so weiter und so fort.

Wichtig ist, das Ei ist nicht schlecht, weil es das Frischei ist, sondern es ist einfach eine andere Form, wo die was nachgelagert ist und genauso zulassen ist.

Richtig, es ist nichts Verwerfliches, nichts Verbotenes.

Aber es ist einfach ein Verwertungsweg.

Genau, es ist ein Verwertungsweg, den wir auch brauchen.

Auch mit den Lebensmitteln werden immer mehr verarbeitete Lebensmittel.

Ich kann das nur sagen, in der großen Gastronomie, wenn du mit vielen Eiern arbeitest und fängst an, Eier aufzuschlagen,

die Leute, die die Zeit haben, die haben das für Eier.

Deswegen kaufen wir auch die Eier in Flüssigform.

Man braucht sogar, um das dazu zu sagen, wenn man Lebensmittel herstellt, wo Eier enthalten sind,

wenn man ein frisches Ei verwendet, dann einen eigenen Raum aufgrund von Hygienemaßnahmen, wo diese Eier aufgeschlagen werden.

Richtig.

Genau, so wie ein Menge Flügelfleisch.

Und so hängt das halt alles zusammen, warum es diese Eiformen gibt.

Und die sind per se, wenn man weiß, warum, dann kann man es zumindest erklären, dann kann man immer noch dafür oder dagegen sein.

Es wird ja auch pasteurisiert dann dieses Ei, also erhitzt.

Und somit die Keime dann abgetötet.

Aber es ist wichtig, dass österreichische Eitorten verwendet werden und nicht die billigen Eiprodukte von irgendwo her.

Weil man preislich wahrscheinlich auch mit diesen Produkten nicht theoretisch oder praktisch konkurrieren kann.

Aber wenn der Konsument sieht, da ist ein Käfig aus Polen drinnen, wird er es vielleicht nicht kaufen, das Produkt.

Und das ist wieder die Herkunftskennzeichnung, wo wir hinwollen.

Da schließt sich der Kreis wieder ein bisschen.

Das Thema zurückzukommen, wo wir eben gerade gesagt haben, dass so viele Eier im Moment am Markt übrig bleiben aufgrund der Corona-Situation.

Es ist halt jetzt zum Glück so, dass Ostern relativ gut läuft, muss man sagen.

Es ist, nachdem wir voriges Jahr eigentlich einen Einbruch vor 30 Prozent gehabt haben, nach dem 14. März, glaube ich, haben wir eine Lockdown-Verkündung gehabt.

Da war eigentlich das Ostergeschäft einen Monat vor Ostern beendet, mehr oder weniger.

Also es war tot.

Das war schon mehr Routine.

Ja, dieses Jahr haben wir mehr Routine.

Und vor allem, es ist eins, muss ich persönlich sagen, man hat damit irgendwo umgehend gelernt.

Und es fehlt uns trotzdem die Gastronomie und der Tourismus.

Ich möchte nicht sagen, dass die Ostersaison genauso gut ist wie 2019 oder die Vor-Saison 2020.

Das ist sie nicht.

Aber im Vergleich zu dem Zeitpunkt Lockdown letztes Jahr bis Ostern, muss ich sagen, bin ich eigentlich sehr positiv im Moment gestimmt, wie die Ostersaison läuft.

Weil voriges Jahr war das einfach zum Schluss hin, ja, es war der Lockdown vor Ostern.

Alles haben wir daheim gesessen und wir durften nichts machen, wir durften niemanden treffen.

Es hat kein Osterfest gegeben.

Wir hatten allein Panik, in den Supermarkt zu gehen.

Richtig.

Mittlerweile ist alles ein bisschen anders.

Wir haben den dritten Lockdown hinter uns.

Wir sind es gewöhnt.

Wir sind es gewöhnt.

Man hat gelernt, mit dem irgendwie umzugehen und man hat Möglichkeiten gefunden, gewisse

Sachen durchzuführen.

Wie es zum Beispiel auch bei uns gewesen ist mit den Sternsingen.

Man hat das halt so gemacht, die sind gekommen, die sind bei uns bei der Kapelle gestanden,

Da hat es Aussendungen gegeben bei WhatsApp, wer kommen will, kann dort hinkommen an dem

und dem Tag um die Uhrzeit, natürlich mit dem nötigen Abstand, das ist halt im Freiden

passiert.

Maske und alles natürlich getragen worden, so wie die Corona-Regeln halt sind.

Und dann hat man das Fest gefeiert.

Und davon bin ich auch überzeugt, dass es heuer zu Ostern so sein wird.

Dass die Leute einen Weg finden werden, so wie es bei uns am Landen in Ratschna

zum Beispiel ist, wird man die Möglichkeit finden, dass die Kinder wieder die roten Ohren

aushaben können in der Ortschaft.

Dass die Eltern wieder den Kindern Osternestal macht, dass mit den Großeltern wieder gefeiert

wird.

Also es ist einfach mittlerweile, man hat Wege gefunden, gewisse Sachen einfach

zu machen.

Man kann damit umgehen.

Aber zurückzuführen vielleicht, der ganze Wohlstand, was wir alle haben, ist ja auf Kosten

der Landwirtschaft gegangen.

Weil vor 30, 40 Jahren haben wir über 50% unseres Einkommens für Lebensmittel ausgegeben.

Also da braucht man nur in die Ammer, die haben die genauen Zahlen.

Und heute tun wir, glaube ich, nicht einmal mehr 10% ausgeben.

11% sind es und 17% mit der Gastro insgesamt.

Und das ganze Geld, das da über bleibt, kaufe ich mal an Fernseher und die verschiedensten

Sachen.

Und die Landwirtschaft hat immer weiter hinuntergehen müssen mit den Preisen.

Wenn ich mir was leisten will, wird das auf Kosten der Nahrungsmittel.

Egal.

Das ist aber keinen bewusst.

Das ist so teuer, die Lebensmittel.

Wenn man hört, das ist so teuer, dass der Landwirt eigentlich, dass jeder Städter

aufs Land fahren kann und sich die schöne Landschaft anschauen kann, das ist auf die

Landwirte zurückzuführen.

Weil sie das pflegen, weil sie eine Tierhaltung haben, sie dann da Früchte ernten, Tierhaltung

der Kreislaut.

Aber der Städter ist nicht nur der Städter, auch schon der Landmensch.

Der hat keinen Bezug zur Landwirtschaft.

Der sieht nur das Schöne.

Er weiß nicht, warum das so ist, wie es ist.

Und wenn es dann vielleicht einmal ein bisschen duftet, weil gerade halt die Zeit ist, dann

regt das sich auf.

Aber wenn in Wien …

Er macht das Mistführen.

Aber wenn es in Wien rumped und pumped und es stinkt vor irgendwas, das macht nichts.

Aber am Land ist alles schlecht.

Wenn man da jetzt nicht die Hühnerdreihändler sieht, sondern was sie wie viele, ist das

schlecht.

Ja, das haben wir eh einmal gehabt.

In einem Podcast war das auch das Thema, das Verständnis dafür, warum der Bauer

jetzt auch mit dem Mist fahren muss und dass es halt einmal stinkt.

Und es ist halt verloren gegangen, das Wissen um das Warum.

Warum tut das das?

Warum schaut das so aus?

Woher kommt die Milch?

Und das ist genau die Mission, die wir heute auch haben, dass dieses Wissen, das

Wissen um, dass wir das wieder zurückbringen, weil dann versteht man es auch.

Und dann … es ist wie ein Geschmack, den kannst du lernen.

Wenn du weißt, warum was schmeckt, dann ist es vielleicht gar nicht mehr grausig,

weil du weißt, dass es so gehört.

Und so ist es halt auch bei der …

In der Landwirtschaft.

Genau.

Und wenn ich in die Stadt hineinfahre und will irgendwo backen, muss ich zahlen.

Der darf zu uns rausfahren, der kann da in der Gegend fahren, zahlt keinen Cent

dafür.

Aber er kann sich die schöne Natur anschauen.

Das, was der Landwirt hegt und pflegt.

Kulturlandschaft.

Kulturlandschaft.

Genau.

Jetzt habe ich noch eine Frage, eine letzte, bevor wir dann zu unseren letzten zwei Fragen

kommen.

Wir haben ganz vergessen, wie lang sind denn die Händln bei euch?

So eine Durchschnittsüberlegung.

Und wie viele Eier legt denn so ein Hähn?

Was ist mit der Arbeitszeit?

Was ist mit der Arbeitszeit?

Also, wir haben die Händln zwischen einem Jahr bis eineinhalb Jahren bei uns.

Werden ca.

1,5 bis 2 Jahre alt, wenn wir natürlich die Junghände wieder dazu rechnen.

20 Wochen bis sie zu uns kommen.

Und sie legen so um die …

Mal 0,9.

Bitte?

Mal 0,9.

Also sie legen so irgendwo um die 300 Eier jetzt im Jahr.

Im Durchschnitt jetzt hochgerechnet.

Und da muss man gewisse Phasen eben ausklammern, wenn sie ganz jung sind, fangen sie erst

an.

Also irgendwo so, das ist so ein Durchschnittswert mit 300 Eiern im Jahr.

1,5 Jahre sind es da, das heißt so 450 Eier.

Ja, oder 420.

Das wird dann weniger natürlich.

Je älter sie werden, desto weniger Eier die Leistung geht zurück.

Und da kommt halt leider wieder auch der wirtschaftliche Faktor dazu.

Wenn die Leistung irgendwo runterfällt dann …

Genau.

Das zweite Thema, es ist nicht nur die Leistung ein Thema, warum man oft auch Hühner wechselt,

sondern auch die Schale ist ein Thema.

Weil wenn sie ins Geschäft gehen und sie kaufen Eier, wo drei brüchige drinnen sind,

weil die Schale schon so dünn ist, dann sind sie angefressen.

Und je älter sie werden, desto brüchiger wird die Schale.

Ja, genau.

Desto schlechter wird die Schalenqualität.

Darum kennen wir zum Ostereier färben auch nur Eierverwenden von jungen Hühnern,

wo eine sehr dicke Schalenqualität oder eine sehr gute Schalenqualität …

Weil die was mehr aushalten müssen.

Weil die was mehr aushalten müssen.

Weil wenn sie Eier kochen dann in der Früh, mir geht es selber auch so.

Dann zerreißt es.

Wenn ich es im Kochtopf drinnen mache, bei fünf Eier zerreißt es mir zwei.

Der Prozentsatz ist viel zu hoch.

Wir machen das natürlich über die technischen Maßnahmen der Aussortierung in der Parkstelle,

dass dann wirklich nur die allerbesten Eier mit einer schönen dicken Schale zum Färben bereitgestellt werden.

Dann beim Färben natürlich der Prozess des Kochens an sich so professionalisiert und perfektionalisiert ist,

dass wir da, wenn wir perfekte Ware zur Verfügung stellen, dass man unter einem Prozent Bruch liegt oder kommen kann.

Das ist ja lieb bei euch.

Drüben im Shop gibt es einen Bruch.

Ja, genau.

Wenn wirklich alles ganz perfekt läuft, kommt man da drunter.

Da muss man sich schon sehr gut zubetasten und eine perfekte Ware natürlich auch haben,

dass man das so hinbringt.

Und da ist auch wieder das Thema Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung.

Wenn ich da eine alte Ware nehme, im Endeffekt mit dem Bruch ein, kann ich nicht mehr viel anfangen.

Das hast du auch nicht.

Entweder Tierkörperverwertung oder Biogasanlagen kannst du das im Endeffekt nur verwerten.

Sonst kannst du mit dem nichts mehr tun.

Das ist dann halt, mit einem Bruch Ei als frisches Ei, also wenn es noch flüssig ist,

das kann man verwerten.

Aber ein gekochtes, da ist es vorbei.

Das ist innerhalb von kürzester Zeit.

Da kannst du auch keine mehr machen.

Genau, und innerhalb von kürzester Zeit, wenn du es in den Kühlschrank hinne tust,

ist das, vor kürzester Zeit fängt das in den Schimmel an.

Weil das ist bei den Ost-Eiern wieder mit einer Schutzschicht überzogen.

Der Lack ist wieder ein Schutz.

Wie lange halten so Oster?

Theoretisch.

Ich hab das schon ewig gegessen.

Wir machen das mit den Armagütesiegel-Vorgaben.

Da ist es so, dass wir maximales MHD-Datum von 42 Tagen draufgeben dürfen.

Ab dem Produktionsdatum.

Theoretisch halten sich die Eier länger.

Das ist immer eine Mindesthaltbarkeitsdatum.

Nicht tödlich abnehmen.

Es kommt halt immer auf die Lagerung drauf, wo es der Konsument lagert.

Das ist klar.

Genau.

Frage da an dem, weil sonst haben wir das nicht gestört,

und dann kriegen wir das sicher Ding.

Was sind damit die Händel?

Wenn es bei euch jetzt quasi in Pension gehen, was passiert?

Dann kommen sie zum Schlochthof.

Was passiert damit auch noch?

Abgesehen davon, dass sie geschlachtet werden?

Die kommen dann natürlich an eine Tierfutterverwertung.

Immer unterschiedlich.

Also die kannst du nicht essen oder es wird kein Suppenhändel draus?

Es wird verschiedene Teile werden.

Ein Händel hat ja verschiedene Teile.

Die Knochen, das Fleisch.

Es wird zum Teil gekocht.

Es gibt verschiedene Verarbeiter wieder.

Zu verschiedenen Jahreszeiten.

Es gibt welche in Deutschland draußen,

die dann Händelsuppen draus auskochen.

Also die gibt es auch?

Ja, genau.

Suppenpulver wird da draus.

Ja, genau.

Da kannst du im Packerl die Suppen mehr oder weniger kaufen.

Es gibt aber auch die Verwertung fürs Tierfutter.

Es gibt verschiedenste Verwertungen.

Das wird nicht weggeschmissen.

Das ist, glaube ich, mal wichtig.

Das ist wieder ein Rohstoff für eine andere Verwertung.

Durch die Wertschöpfungskette arbeiten wir uns dann wahrscheinlich nach und nach eh durch.

Dann haben wir dann den 1300. Podcast.

Mit der Wertschöpfungskette.

Ich hoffe schon.

Aber es ist im Endeffekt, alles hängt irgendwo zusammen.

Irgendwo ist ja jedes Abfallprodukt wieder ein Rohstoff.

So wie wir es zuerst gehabt haben, das Brot, das weggeschmissen wird,

weil es zu viel ist, ist wieder ein Rohstoff für das Händelfutter.

Und die Alteine ist wieder ein Rohstoff für Tierfutter oder Händelsuppen oder was auch immer.

Das ist irgendwo ein Rohstoff.

Was steht bei euch jetzt in Zukunft noch an mit Expansionsschritten und so weiter?

Oder seid ihr jetzt einmal so gesetzt wie ihr seid?

Im Moment natürlich durch die ganze Situation, die jetzt vorherrscht, natürlich ein bisschen abwarten.

Schauen wir mal, wie geht die ganze Geschichte wirklich weiter.

Wann dürfen wir wieder ein normales Leben haben?

Wann dürfen wir wieder reisen?

Wann dürfen wir unsere Touristen wieder in Österreich empfangen?

Weil das ist für uns Österreicher...

Schon ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Der wird wichtigste Wirtschaftszweig.

Der Wirtschaftszweig Nr. 1.

Irgendwo vorne nachgelagert hängt verdammt führend an Tourismus in Österreich.

Das ist so, das ist auch ein touristischer Land.

Weil es ist ein schönes Land.

Für mich das schönste Land der Welt.

Aber gut, wenn du mal in gewissen anderen Erdteilen gewesen bist,

und du warst schon in Vietnam und Ukraine und war auch immer,

aber du weißt erst zu schätzen, was du bei uns in Österreich hast,

wenn du mal in Turden gewesen bist,

und wenn du da eine Lebensmittelvergiftung eingefangen hast,

in einem Land, wo 300 km die Straßen so beieinander sind wie bei uns,

eine ganz, ganz schlechte Welt.

Da fährt man auch schon, wie eine Lebensmittelvergiftung anfängt.

Richtig, richtig.

Und dann du in der Spitale, wenn du da vorbeigefahren bist, das gesehen hast, nicht sehen willst.

Und mir ist so gegangen, ob es eine Lebensmittelvergiftung oder was auch immer war,

ich weiß es nicht, ich bin nicht hingefahren in die Spitale, zum Glück habe ich das nicht gebracht.

Aber mir ist massiv dreckig gegangen.

Also richtig, richtig schief gewesen.

Und da habe ich mir schon gedacht, okay, gut, wir zahlen zwar viel Steuern in Österreich und das und das,

aber die andere Seite ist das, was wir für einen Standard in Österreich haben,

den musst du mal woanders auf der Welt haben.

Auch in westlich entwickelten Ländern.

Also das muss da mal alles haben, was wir in Österreich haben.

Und ich glaube, wir können sehr, sehr glücklich schätzen, dass wir da geboren worden sind, wo wir geboren sind.

Bianca, Teil 3.

Nachdem wir jetzt quasi Teil 1 und 2 wieder mal fließend ineinander verwoben haben

und das, was wir uns vorgenommen haben, irgendwie gemacht haben,

aber nicht in der Reihenfolge, wie wir es vorgehabt haben,

jetzt die abschließenden zwei Standard-Bauer-to-the-Bible-Fragen.

Liebe Bianca, Frage Nummer 1.

Wenn ihr irgendwas an dieser Lebensmittelwertschöpfungskette verändern könntet, was wäre denn das?

Puh, gute Frage.

Danke.

Wenn wir was verändern könnten, dann würde ich ganz offen und ehrlich das eine sagen,

den Landwirten einen fairen Preis für die Produkte zahlen,

dann brauchen wir nicht die Förderungen.

Wir wollen keine Förderungen.

Wir wollen einen gescheiten Produktpreis, dann brauchen wir keine Förderungen.

Wir sind nicht darauf angewiesen,

weil dann wären wir auch nicht in dieses mediale Licht immer reingestellt.

Die Bauern kassieren eh immer die Kohle vom Staat.

Brauchen wir nicht.

Einen gescheiten Produktpreis, dann brauchen wir keine Förderungen.

Wo es weg ist, hat es.

Für das iPhone zahlt auch jeder das Geld, was auf dem Preisschüttel drauf steht.

Und das ist weit mehr als das, was es in Wahrheit in der Produktion kostet.

Ehrliche, faire Preise.

Ehrliche.

Nicht geschönte.

Also auch keine Förderungen.

Keine Förderungen, ja.

Es sollen die tatsächlichen Preise auch bezahlt werden.

Und nicht immer der kommt billiger und der nächste nur ein bisschen billiger,

sondern das Produkt ist das Wert und das soll auch bezahlt werden.

Wo es weg ist, hat es.

Genau.

Und nicht über irgendwelche Umwege und Umschichtungen da Geld verschieben.

Auf der einen Seite dann mal Steuern einheben,

damit wir dann den Bauern das Geld wieder zukommen lassen können.

Weil das Lebensmittel muss ja billig.

Auf der anderen Seite, es ist ja nur ein Schein, der drückt.

Im Geschäft kostet ein Liter Milch nur einen Euro.

Aber über die Steuern, wo sie eingekommen werden,

zahlt das ja eh wieder im Hinterrucksumme.

Das ist so, wie man den Ökostrom-Hinterrucksumme

über irgendwelche Ökostromabgaben im Stromnetz nachhand zahlt.

Oder wie auch immer.

Also ich bin selbst Ökostromverfechter.

Wir haben unsere ganzen Hallen und überall Photovoltaikanlage.

Unser ganze Wärme beziehen wir aus einem Hochschnitzelherzwerk.

Was das betrifft, versuchen wir sehr, sehr ökologisch.

Das haben wir heute noch gar nicht drauf gehört.

Soweit es irgendwie nur möglich ist,

versuchen wir unseren ökologischen Fußabdruck

so positiv wie möglich zu gestalten.

Wir produzieren z.B. über unsere Photovoltaikanlage

mehr Strom, als wir im gesamten Betrieb verbrauchen können.

Das heißt eigentlich sind wir, was das betrifft, autark.

Wir speisen sogar noch ein. Energie positiv quasi.

Ich habe es mir einmal so durchgerechnet.

Es ist natürlich wieder keine Zertifizierung vorhanden.

Aber ich habe es mir einmal durchgerechnet.

Ich produziere mit der Photovoltaikenergie,

die ich auf Dach habe, mehr Energie,

als was ich in meinem ganzen Betrieb

nicht nur als Stromenergie verbrauche,

sondern auch die Energie, die in meine Fahrzeuge steckt.

Wir wissen, ein Liter Benzin hat ca. 10 kW drinnen.

Wenn ich das auch wieder hochrechne,

was ich für einen Diesel- und Benzinverbrauch

mit meinen Fahrzeuge usw. habe,

dann bin ich auch hier noch immer klimaneutral

mit der Photovoltaikanlage.

Die Energie, die wir benötigen,

die produzieren wir irgendwo auf unsere Dachflächen

und in der Hochschnitzelheizungsanlage selbst.

Dann müssen wir nochmal einen Podcast machen

Den machen wir aber nicht mehr heute.

Jetzt kannst du einleiten.

Ach so, das vergesse ich immer.

Bitte will ich die finale Frage.

Oh, danke.

Genau, die finale zweite Frage.

Ich weiß zwar nicht, wo ich wohne,

aber wo ich wohne,

wo ich in der Küche einen Kühlschrank aufmache,

was finde ich dort?

Mit Garantie Eier.

Milch, Schinken, Kass, Salat, Paprika,

Marmelade, Butter.

Wo ist das Bier?

Das Bier ist in den Getränkekühlschrank.

Das Bier, der Wein,

das ist in den Getränkekühlschrank.

Extra gekühlt.

Habt ihr auch noch eine?

Ja.

Wie gesagt, wir haben einen kleinen Hofladen,

wo wir auch versuchen,

aus der Region die Landwirte

eine gewisse Plattform zu bieten,

wo sie ihre Sachen vermarkten können.

Wir haben da für einen kleinen Fleischhocker

bei uns in der Gegend was drin,

für einen Milchproduzenten was drin,

also Nudeln,

was auch immer.

Wir haben auch ein kleines Hofladen,

wo wir auch versuchen,

aus der Region die Landwirte

Nudeln haben wir auch mit drin.

Wir versuchen da eine kleine Plattform.

Der Hofladen alleine für die Eier

ist vielleicht dort und da ein bisschen zu wenig.

Darum haben wir gesagt,

da können wir ein bisschen mehr rein,

24 Stunden,

da kann man ja Selbstbedienung drin machen.

Alles mit Scanner und Barcodes versehen

und Bankomat und Barzahlung möglich.

Eine kleine Plattform da zu bieten,

weil ich finde es persönlich auch ganz

gut aus der Region zu kaufen.

Muss nicht immer aus Amerika drüben sein.

Kann ruhig auch mal von da sein.

Das Zitat zum Abschluss muss ich leider einbringen.

Ich hoffe, dass es so schön passt

und weil das ein Spruch ist,

der mich seit gefühlt 100 Jahren verfolgt,

obwohl ich erst 40 Jahre alt bin.

Ein Binzgauer-Spruch.

Zu allem sagt der Binzgauer Ei.

Nur zum Ei sagt der Ohr.

Grüßt an alle Binzgauer.

Euch vielen, vielen Dank,

dass ihr uns eingeladen habt

für die vielen offenen Worte.

War echt spannend, was wir heute gehört haben.

Bianca, danke.

Ich bin total glücklich.

Sie ist glücklich.

Also mit dem Gut-Ei.

Bye-bye.

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