Folge Nr: 256
B2P-Live „Ackerdemics Edition“ – Die Wirtschaft pflanzen?!
Unternehmertum auf dem dünnen Eis der Veränderung (Gast: Nadina Ruedl)
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Und vor allem geht es hier auch um Perspektiven und Fragen der jungen Studentinnen und Studenten, die mit uns am Tisch sitzen.
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B2P105 Nadina Ruedl – Vom Gustl und der Mitzl und dem veganen Schnitzl
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„Power to the People“ – Junior Kelly
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… und ein bisserl selbst gesungen
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
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Transcript - B2P-Live „Ackerdemics Edition“ – Die Wirtschaft pflanzen?!
Willy: Essen, Menschen, Landwirtschaft. Heute
Willy: machen wir einen Live-Podcast im Live-Podcast. Von für Miet und Tour.
Nadina: Wo was du noch Bibel?
Willy: Was, wer? Wo was Bibel? Und alle und alles dazwischen und rundherum.
Willy: Los geht's. Wo was du noch Bibel? Tag auf das Nicken.
Willy: Wunderbar. Dann würde ich sagen, wir starten wieder mal in einem Bauer-to-the-Bibel-Live-Podcast
Willy: in der Academics, also Academics-Edition.
Willy: Wie ihr alle wisst und die das hören, ich stehe auf schlechte Wortwitze oder
Willy: vielleicht ist er sogar ein guter.
Willy: Academics ist ein Spezialformat, das ich mir überlegt habe hier für die Lehrveranstaltung
Willy: an der Wirtschaftsuniversität Wien. Lehrveranstaltung ist jetzt eine Übung.
Willy: Neben mir sitzt mein heutiger Gast, die Unternehmerin Nadina Ruedl.
Willy: Nadina Ruedl von der Pflanzerei. Also vegane Hausmannskost, wenn ich es kurz vorwegnehmen darf.
Willy: Danke erst einmal, dass du dir heute Zeit genommen hast, dass du hergefunden
Willy: hast. und schön, dass du da bist.
Willy: Und für die Leute am Hörer und die Leute hier im Raum, die Nadina war schon
Willy: zu Gast bei uns im Langformat, beim Bower to the People Langformat.
Willy: Und den Link zu der Folge, den findet ihr natürlich in den Shownotes.
Willy: Ja, und 30 gute Gründe, warum wir heute hier sind, sitzen uns zwei da gegenüber.
Willy: 30 Studentinnen und Studenten am Anfang ihres Studiums, welches sie in den kommenden
Willy: Jahren in viele unterschiedliche Bereiche des Wirtschaftslebens tragen wird.
Willy: Konkret handelt es sich um eine Vorlesung und eine Übung, wo wir heute drin
Willy: sitzen, zum Thema zukunftsfähiges Wirtschaften des Departments für Sozioökonomie.
Willy: Und das Ziel ist es, Einblicke in unterschiedliche Bereiche von Wirtschaft und
Willy: Gesellschaft zu geben und so zu einem vielseitigen Verständnis von Wirtschaft
Willy: beizutragen und ganz einfach, und das ist das Wichtigste, finde ich,
Willy: Lust darauf zu machen, Perspektiven einzubringen, Lust darauf zu machen,
Willy: nachzudenken und vor allem eigene Fragen zu stellen.
Willy: Also, Nadina und ich, wir diskutieren das ganze Thema jetzt an.
Willy: Wir lernen sie jetzt in den ersten Minuten ein bisschen besser kennen.
Willy: Und dann würde ich sagen, sind eure Fragen, Perspektiven und Sichtweisen erlaubt jederzeit.
Willy: Und ich würde sogar sagen, nicht nur erlaubt, sondern sogar sehr, sehr erwünscht.
Willy: Mit dieser Einleitung, die hoffentlich nicht so lang war und alles gesagt hat,
Willy: was notwendig war, würde ich jetzt gerne einmal mit dir anfangen, liebe Nadina.
Willy: Pflanzerei, da sind wir jetzt noch nicht, wir fangen jetzt, wie man es gewohnt
Willy: ist, ein bisschen feuern, wer bist du und woher kommst du und wie kommt man
Willy: dann über viele Schritte vermutlich zur Pflanzerei und zur veganen Unternehmerin in Österreich?
Nadina: Also, grüß euch, ich bin die Nadina und ich herz' aus vom Dialekt,
Nadina: ich bin keine Wienerin, sondern ich komme aus Salzburg.
Nadina: Ich bin aber seit zehn Jahren schon in Wien.
Nadina: Ich bin auch vor Jahren schon an der WU gesessen, weil ich mit Dissertation
Nadina: angefangen habe in Wirtschaftsinformatik beim Herrn Brandstetter,
Nadina: den ich nachher noch besuchen werde.
Nadina: Ich habe aber durch die Pflanzerei, und das war das Einzige,
Nadina: was ich beendet habe, oder was sich nicht mehr ausgegangen ist,
Nadina: die Dissertation abgebrochen und mich wirklich auf die Pflanzerei konzentriert.
Nadina: Warum konzentriert man sich auf ein Start-up? Und ich nenne es einmal Start-up,
Nadina: weil es ist immer so, bist du eine Unternehmerin, bist du eine Gründerin?
Nadina: Was genau bist du? Bist du ein Start-up? Bist du gebootstrapped?
Nadina: Das sind so viele Worte, die bei uns
Nadina: umeinander fliegen. Gerade ihr als Betriebswirt, die kennt das ja alles.
Nadina: Ich habe gegründet mit einer Idee und es war immer geplant, dass es ein Unternehmen
Nadina: wird. ein Unternehmen dahingehend, dass ich es nicht verkaufen will.
Nadina: Was sehr atypisch ist für ein Startup eigentlich, weil man es relativ schnell
Nadina: aufblast, ihr kennt es ja auch, und dann verkauft.
Nadina: Ich bin klassisch und das sagt euch sicher, was gebootstrapped.
Nadina: Das heißt, ich bin ganz atypisch.
Willy: Was heißt das?
Nadina: Gebootstrapped ist, ich bin eigenfinanziert. Ich finanziere mich,
Nadina: was total arg ist in der Startup-Welt, über Geld, das ich verdiene.
Willy: Darf ich mal was zwischenfragen? Warum sagt man eigentlich nicht mehr selbstfinanziert?
Willy: Warum heißt es jetzt immer gebootstrapped? Ist das schon...
Nadina: Ihr seid die Studenten, was hat man euch gesagt, warum? zu hast.
Nadina: Ihr studiert jetzt gerade Betriebswirtschaft, ihr seid näher dran in der Forschung
Nadina: wie ich. Was ist der Unterschied?
Willy: Ist da wirklich ein Unterschied auch da? Nein.
Nadina: Ein klassischer Begriff. Ich habe das auch am Anfang nicht verstanden.
Nadina: Die Startup-Szene schließt sich oder grenzt sich ein bisschen ab durch Begrifflichkeiten,
Nadina: die wir nutzen. Irgendwann bin ich da genauso eingefallen.
Nadina: Aber im Grunde genommen ist es atypisch, dass ein Startup nicht relativ schnell
Nadina: Investoren kriegt, wächst und verkauft. Das ist so eigentlich der Lebenszyklus.
Nadina: Wie du anfängst, es kann sein, dass du bootstrappst, das heißt eigenfinanziert wie ich.
Nadina: Ich habe meine 50.000 Euro erspart gehabt und habe mir gedacht,
Nadina: okay, aber wenn ich mir jetzt für mich ein Worst-Case-Szenario ein Auto kaufe,
Nadina: das ich gegen die Wand fahre oder ein Start-up mache, wo ich wirklich das leben kann,
Nadina: was mir Freude macht, war für mich ein Spülgeld, in Anführungszeichen.
Nadina: So ehrlich muss ich sein, ihr wisst, wenn es weg ist, ist es weg.
Willy: 50.000 Euro waren es.
Nadina: 50.000 Euro waren es, genau 50.000 Euro sogar. Andere machen es über Familie,
Nadina: also das ist klassisch so der Weg der ersten Phase. Und mit der ersten Phase
Nadina: geht man dann eigentlich in eine Investitionsrunde.
Nadina: Und jetzt bin ich ziemlich weit nach vorne gesprungen.
Willy: Du bist, du prescht immer, weil du hast jetzt Stichwort Familie nämlich gesagt.
Willy: Wir wollen ein bisschen wissen, was bist du für ein Mensch? Wo bist du aufgewachsen?
Willy: In welcher Schülerin oder welcher Jugendliche warst du? Wie würdest du dich selber beschreiben?
Nadina: Also ich komme aus einer klassischen Arbeiterfamilie. Das heißt,
Nadina: dass ich jemals an der WU eine Dissertation anfange, war überhaupt nicht klar.
Nadina: Muss man so sagen, auch dass ich jemals ein Start-up mache, war überhaupt nicht klar.
Willy: Die erste Akademikerin in der Familie?
Nadina: Die erste Akademikerin in der Familie und eigentlich auch überhaupt nicht so,
Nadina: dass mein Papa beispielsweise erzählt seinem Freund immer wieder,
Nadina: dass ich meine Autoraffen wechseln kann.
Nadina: Da ist überhaupt nicht der Fokus auf sie, sie ist Unternehmerin und sie hat
Nadina: studiert. Das war nie eigentlich ein Wert.
Willy: Auf das ist er stolz?
Nadina: Auf das ist er stolz. So, dass ich jemand bin und das war ein Satz,
Nadina: der mir relativ schnell gesagt hat,
Nadina: er hat jahrelang im Qualitätsmanagement bei Bosch gearbeitet und war viel in
Nadina: der Produktion und ich weiß, dass er sich sehr aufgeärgert hat über seine Vorgesetzten,
Nadina: die noch nie was getan haben, händisch. Und dann erklärt haben,
Nadina: wie die Welt funktioniert.
Nadina: Und er hat mir immer gesagt, ich möchte nie, dass du jemand wirst,
Nadina: der wohin geht, andere Leute, was er gehört hat und keine Ahnung hat, von dem, was er sagt.
Nadina: Und deswegen auch berufsbegleitend studieren. Ich habe nie Vollzeit studiert
Nadina: und wollte den Weg auch nie gehen, weil ich der Meinung bin,
Nadina: dass man einfach was parallel gemacht haben sollte, bevor man in die Welt rauskommt,
Nadina: weil man sonst relativ wenig Ahnung hat, was da draußen passiert.
Nadina: Bildung nicht unbedingt dazu beitragt, dass man von der Praxis eine Ahnung hat.
Nadina: Also ich würde das gleich mal so in den Raum werfen, unbedingt schauen,
Nadina: dass irgendein Jobfensternehmer, Praktikum macht und wirklich anschaut,
Nadina: ob das, was ihr da lernt, auch wirklich in der Praxis passiert und immer gegenchecken, wo ist dieser Gap.
Nadina: Genau, das heißt, ich habe studiert, ohne dass da die große Begeisterung meiner Familie da war.
Willy: Was heißt das? Die Begeisterung war nicht da. War es eine Abwesenheit von Begeisterung
Willy: oder war es eher die Anwesenheit von aktiver Nichtbegeisterung?
Nadina: Die Anwesenheit von aktiver Nichtbegeisterung.
Nadina: Es war eigentlich, in dem Fall, egal, weil ich es selber finanziert habe.
Nadina: Ich sage es, ich habe mein Matura selber finanziert, ich habe das Studium selber
Nadina: finanziert, es war auch keine finanzielle Abhängigkeit da, als man jetzt gesagt
Nadina: hat, dass jetzt meine Familie für mich was zahlen hätte müssen.
Nadina: Von dem her habe ich die Entscheidung gehabt, es selbst zu machen.
Nadina: Ich habe ja damals in Graz angefangen, mein Matura zu machen,
Nadina: wo ich in Salzburg aufgewachsen bin.
Willy: Mit welchen Interessen? Was waren so deine ersten Interessen?
Willy: Wo du gedacht hast, das will ich mal werden, wenn ich dann groß bin?
Nadina: Das habe ich nie gehabt. Das muss ich jetzt echt sagen, das habe ich nie gehabt.
Nadina: Ich wollte immer, was ich will, ich wollte immer im Sinn von Unternehmerin,
Nadina: ich wollte immer selber was aufbauen.
Nadina: Ich wollte nie jemanden, jemals einen Vorgesetzten haben, wo ich zuarbeiten muss.
Nadina: Und das hat sich in der Realität auch sehr, sehr bewahrheitet,
Nadina: dass du entweder in einem System bist, dass du dein Vorgesetzten recht machst,
Nadina: weil du die ganze Energie einbringen musst, damit wer anderer sich positionieren
Nadina: kann im Unternehmen, oder du gehst selber her und baust selber ein Unternehmen
Nadina: und nimmst die ganze Energie, die du hast, und veränderst den Markt.
Nadina: Und das war für mich immer schon dieses Spannende. Ich wollte immer so dieses
Nadina: Gestalten, ich habe nie Grenzenmengen, ich war immer schon so,
Nadina: meine Mama hat immer gesagt, so eine Grenzgängerin.
Nadina: Immer so, wenn man siebenmal als Kind schon gesagt hat, greif nicht auf die
Nadina: Herdplatten, habe ich so lange getan, bis ich einfach selber verstanden habe.
Nadina: Das ist ein blödes Beispiel, aber es ist so.
Willy: Das kann man auch nachlesen, wenn man recherchiert. Hast du wirklich auf die
Willy: Herdplatten gegriffen? Ja, ja, es gibt Fotos,
Nadina: Wo man immer wieder mit irgendeiner verbrannten Hand sieht, also ich habe es
Nadina: einfach nicht glauben wollen, dass das nicht funktioniert bei einer gewissen
Nadina: Temperatur, wo man mal runtertrat, dass das nicht so wehtut.
Nadina: Ich bin immer so der Typ, ich mag solche Sachen selber machen,
Nadina: als Kind anscheinend schon. Wie meine Mama Jahre später erzählt hat,
Nadina: Was aber dennoch extrem wichtig war in meiner Familie, war, dass meine Mutter
Nadina: gesagt hat, du musst unabhängig sein. Ganz wichtig, unabhängig von einem Mann.
Nadina: Du musst dich selber finanzieren können, du musst selber schauen können,
Nadina: dass du glarkommst. Das war so ein Wert, den sie uns immer mitgegeben hat.
Nadina: Egal, was du machst, sei unabhängig.
Willy: Weißt du, warum das so wichtig war für deine Mutter?
Nadina: Das kann ich nicht beantworten, das weiß ich nicht, warum mir das wichtig war.
Nadina: Ich war meine Schwester als Volksschullehrerin, also sehr einen sicheren Job, hat zwei Kinder.
Nadina: Genau im Gegenteil, ich bin meine kleine Schwester, das heißt,
Nadina: es ist für mich alles abgehakt, ich brauche jetzt keine Kinder,
Nadina: muss nicht mehr heiraten, ich kann da, was ich will,
Nadina: es wird nicht mehr diskutiert, mein Wapport fuhr, ich weiß nicht,
Nadina: ein paar Jahre Weihnachten haben wir gesagt, es ist jetzt vollkommen in Ordnung,
Nadina: wenn du keine Kinder kriegst und nicht heiratest, was am Land in Salzburg ziemlich...
Willy: Du kannst Reifen wechseln, damit das eigentlich färben ist.
Nadina: Das Leben erledigt. Also wie gesagt, eigentlich sehr bodenständig und sehr bodenständige
Nadina: Werte, die mir als Kind schon vermittelt worden sind.
Nadina: Also es war nicht wichtig, ob ich Akademikerin werde oder nicht.
Nadina: Es war wichtig, dass ich etwas tue, wo ich nicht nur rede, sondern weiß,
Nadina: was ich sage und dass ich das, was ich tue, mich selber finanzieren,
Nadina: ohne dass ich abhängig werde.
Nadina: Das waren Werte, die ich von Anfang an mitgekriegt habe. Also ihr seht,
Nadina: es ist keine Unternehmer.
Nadina: Sicher auch relevante Werte fürs Unternehmertum, aber eher persönlichkeitsformende Werte, genau.
Willy: Weil das jetzt ein Thema aufkommen ist, was man nicht aufgeschrieben hat,
Willy: aber was jetzt irgendwo so ein bisschen explizit du eigentlich gesagt hast,
Willy: du hast dich im Prinzip, du hast dich gegen Familie und für das Unternehmen
Willy: ein bisschen entschieden, oder?
Willy: Ich habe es ein bisschen so in den in der Recherche ich habe wieder recherchiert,
Willy: neu recherchiert, ich habe dich neu kennengelernt quasi, da steht auch in ein paar Artikel drinnen,
Willy: das geht Familie und Unternehmertum geht sich nebeneinander nicht aus. Wie siehst du das?
Nadina: Also ich bin skeptisch. Die Pflanzerei ist gegründet worden,
Nadina: oder habe ich gegründet, das Einzelunternehmen am 1. Oktober 2021.
Nadina: Also Juni 2022 ist die GmbH gegründet worden, aus dem Grund,
Nadina: weil ich eine Listung im Lebensmitteleinzelhandel gekriegt habe und du dann
Nadina: eigentlich mit einer GmbH, aus rechtlichen Gründen, die aufstößt.
Nadina: Und seit daher ist eigentlich nur Aufbau, Aufbau, Aufbau, Aufbau, Aufbau.
Nadina: Es ist nicht, du fokussierst. Also ich habe nie nebenbei einen anderen Job gemacht.
Nadina: Ich habe immer meinen Job gekündigt. Ich war jahrelang Kommunikationsleitung
Nadina: jetzt bei Landschaft Leben, bei Donau-Säu-Vereinen, die sich eigentlich mit
Nadina: der Lebensmittelproduktion und auch mit dem Wert von Lebensmitteln beschäftigen.
Nadina: Ich komme aber selber nicht aus der Lebensmittelbranche, sage ich gleich einmal.
Nadina: Ich habe nicht, wie gesagt, Betriebswirtschaft, wie ihr studiert.
Nadina: Ich habe davor keine Ahnung gehabt, was ich da eigentlich nicht mache,
Nadina: sondern natürlich wächst eine, aber ich habe jetzt nicht den Background gehabt.
Nadina: Und davor habe ich jahrelang an der FH und Unis Marketing und Vertrieb unterrichtet.
Nadina: Ich habe eher diesen Fokus gehabt, Kommunikation, Vertrieb und irgendwann dann
Nadina: halt Landwirtschaft und wie sie funktioniert und die Lebensmittel,
Nadina: die rauskommen. Also das war so...
Willy: Und das Unternehmen zu gründen, ist einfach so derartig
Nadina: Gerade im Klaren. Genau, und dann aus dem Aussagen, es ist jetzt hart,
Nadina: wenn ich sage, es geht beides nicht.
Nadina: Ich glaube, im Aufbau ist es extrem schwierig und es fordert die einfach Montag bis Sonntag.
Nadina: Also zu sagen, dass man jetzt nebenbei noch eine sehr viel Zeit meine Schwester
Nadina: mit der Erziehung meiner Nichten investiert.
Nadina: Und die sind ein Jahr auseinander, das heißt, die sind fünf und sechs oder jetzt
Nadina: sechs und halb, also super viel Aufwand und super viel Energie und ich investiere
Nadina: das halt einfach in die Pflanzerei.
Nadina: Also man muss auch sagen, wenn man natürlich einen Partner hätte,
Nadina: was ich jetzt in dem Fall nicht habe, ist natürlich die Situation auch was anderes,
Nadina: weil vielleicht würde er Vaterkarenz machen, gibt ja viele Möglichkeiten.
Nadina: Sehr situationsabhängig, noch nicht in Österreich, aber kann ich gleich mal
Nadina: so sagen, liebe Mädels, Schlusslicht beim Flachvaterkarenz ist das heißt,
Nadina: in der EU haben wir es ganz weit nach unten geschafft. Wir haben eine systemische
Nadina: Ungleichheit zwischen Mann und Frau.
Nadina: Uns wird es extrem schwierig gemacht zu gründen. Wir kriegen kaum Geld.
Nadina: Wir kommen auch kaum in den Vorstand. Ich glaube, Volkswagen haben jetzt alle
Nadina: mitgekriegt, was mit der lieben Vorstände passiert ist.
Nadina: Also uns wird es richtig hart gemacht. Und wenn du etwas erreichen willst,
Nadina: gerade im Lebensmittelbereich oder in der Landwirtschaft, wo ich bin,
Nadina: ich bin meistens die einzige Frau.
Nadina: Das kann ich euch auch gleich sagen. Das heißt, mir wird am Anfang unterstützt,
Nadina: dass ich keine Ahnung habe von dem, was ich tue.
Willy: Ihr kennt euch bitte. Nur einen kleinen Zwischenruf. Wenn irgendwer etwas sagen
Willy: möchte, die Hand heben, schmeißt sich bitte den Würfel zu und steigt bitte jederzeit
Willy: in das Gespräch mit euren Fragen ein, wenn ihr Lust drauf habt.
Nadina: Also ich kann gleich einmal diese Aussage, du musst doppelt so gut sein,
Nadina: wie jeder Mann stimmt, du musst dreimal so gut sein.
Nadina: Und du brauchst dreimal so gute Kontakte und du musst die dreimal so bewiesen haben.
Willy: Was heißt das konkret? Was heißt das konkret? Man hört das immer wieder,
Willy: du musst als Frau mehr machen, du musst dich mehr anstrengen.
Willy: Was heißt das? Arbeitst du einfach mehr Stunden? Musst du lauter sein?
Willy: Musst du weiter aus deiner Komfortzone rausgehen? Das ist so ein abstrakter Begriff.
Willy: Wenn mir jetzt konkret wer fragen würde, ich wüsste jetzt aber auch nicht,
Willy: wie ich hätte keine Antwort drauf, weil ich noch nie gehört habe.
Willy: Was heißt das, man muss härter?
Nadina: Was muss härter sein? Also beispielsweise, ich produziere mit Metzgern.
Nadina: Glaubt ihr, dass ich jemals, das ist die Frage jetzt, wie viele Metzgerinnen
Nadina: glaubt, so habe ich keiner gelernt?
Willy: Nicht viele.
Nadina: Sagt zur Zahl. Einfach, sagt zur Zahl.
Willy: Schreit sie es, dann hört man sein Mikrofon so hoch einwegs zumindest.
Nadina: Nein.
Willy: Null? Ja.
Nadina: Also ich habe nur mit Metzgern zu tun. Es gibt keine Metzgerin.
Nadina: Das heißt, die wissen überhaupt nicht, was mit mir anfangen.
Nadina: Die sehen mich, denken sie, Veganerin, keine Ahnung vom Handwerk.
Nadina: Und am Anfang war das sicher auch so.
Nadina: Nur mittlerweile arbeite ich mit meinem vierten Metzger zusammen.
Willy: Ein Gestudierter.
Nadina: Genau, ein Gestudierter kommt auch noch dazu. Du musst dich einfach wirklich
Nadina: lange Zeit beweisen. Das meine ich damit.
Nadina: Du musst dich nicht einmal beweisen beim ersten Metzger, sondern beim zweiten
Nadina: Nummer, beim dritten Nummer.
Nadina: Wenn ich mit dem vierten Metzger heute rede, dann weiß der, weil ich einerseits
Nadina: in einer Kolumne über Lebensmittelproduktion geschrieben habe,
Nadina: gearbeitet habe, weil ich Rezepturen entwickelt habe, nicht nur eine,
Nadina: sondern mittlerweile 30, dann reicht es irgendwann einmal aus,
Nadina: dass man sagt, der traut mir einmal zu, dass sie das, was sie sagt,
Nadina: auch weiß, das, was dahinter steht.
Nadina: Also, um ein Vielfaches, wenn sie Männer, die sind es auch gewohnt,
Nadina: wisst ihr, was ich meine, die arbeiten immer mit sich untereinander.
Nadina: Die sind das gewohnt. Die kommen in einen Raum, kennen sie schon.
Nadina: Die Metzger sind in dritter Generation, in vierter Generation.
Nadina: Die kennen sie. Da kennt sie der Papa, der hat mit dem Golf gespielt,
Nadina: wahrscheinlich was anderes gespielt. Keine Ahnung, was Metzger spielen. Große Frage des Tages.
Willy: Was spielen Metzger? Ich habe keine Ahnung.
Nadina: Also ich weiß nicht was. Aber wisst ihr, die sind schon in einer Gruppe und
Nadina: kennen sie und ich bin halt so ein Fremdkörper.
Nadina: Also man muss auch sagen, das ist systemisch gesehen. Hätten die schon mit ganz
Nadina: vielen Frauen vorher getan gehabt, wäre das sicher was anderes.
Nadina: Aber das ist halt einmal nicht der Fall. Das heißt, du musst erst einmal ein
Nadina: Bild erzeigen, wer du bist.
Nadina: Und dann irgendwann können sie mit dir was anfangen.
Nadina: Aber zum Beispiel für meinen ersten Metzger, dass überhaupt wer für mich produziert
Nadina: hat, das hat ein Jahr lang gedauert, dass ich überhaupt einen gefunden habe, der angefangen hat.
Nadina: Obwohl die Idee, also jetzt holen wir mal aus, ich mache vegane Fleisch- und
Nadina: Wurstprodukte und habe mit einem Leberkäse angefangen. Deswegen erzähle ich
Nadina: immer die Metzger-Geschichte.
Willy: Mit dem Gustl.
Nadina: Mit dem Gustl, genau. Mit dem Gustl, österreichisches Wort, damit man diese
Nadina: feindseligen vegane Begriffe nicht verwenden braucht.
Nadina: Das heißt, ich habe mit dem Gustl angefangen, habe damals eine Rezeptur gehabt
Nadina: und mein Ziel war, und für mich war das eigentlich etwas, wo ich mir denke, da trifft man sich.
Nadina: Also ich wollte bewusst mit einem Metzger zusammenarbeiten, damit man nicht
Nadina: immer dieses Thema hat, auch die Veganer.
Nadina: Sondern, dass man sagt, man kann gemeinsam etwas schaffen. Also die Idee war
Nadina: etwas Verbindendes zwischen einer Welt, die sehr pflanzlich ist und einer Welt,
Nadina: die typisch österreichisches Handwerk ist.
Willy: Aber verkörpert nicht ein Metzger genau das Gegenteil von dem,
Willy: was du mit dem, was du tust, eigentlich erreichen möchtest? Provokante Frage.
Nadina: Was denkt ihr? Sante, ist es so unterschiedlich?
Willy: Denkt an den Würfel.
Nadina: Vielleicht habe ich ja zu wenig erklärt, bisher zwei sind, dass ich recherchiert habe.
Willy: Man werfe den Würfel und versuche, die Kamera nicht zu treffen.
Willy: Also es gibt ein paar so Herausforderungen. Keinen Kaffee treffen,
Nadina: Keine Kamera treffen. Den habe ich schon abgestellten.
Willy: Brav.
Nadina: Also ich würde sagen, dass es auf jeden Fall sie nicht widerspricht.
Nadina: Es ist einfach ein Beweis dafür, dass ein Metzger seinen Beruf nicht verlieren
Nadina: muss, nur weil sie ihre Gesellschaft ändert. Vollkommen richtig.
Nadina: Vollkommen richtig. Ich hätte es nicht so gut ausdrucken können.
Willy: Plus? Ich schreibe da gleich mal Plus.
Nadina: Es geht darum, dass man, wir wissen, wir essen weniger Fleisch.
Nadina: Die letzten acht Jahre ein Kilo pro Person im Durchschnitt.
Nadina: Die Fleischindustrie feiert sich gerade, weil in diesem Jahr haben sie zum ersten
Nadina: Mal mehr Fleisch verkauft.
Nadina: Aber wenn sie es auf die letzten acht Jahre sieht, haben sie es ziemlich verloren.
Nadina: Das heißt, der Fleischkonsum geht zurück.
Nadina: Das heißt aber für Österreich nicht, dass das Handwerk verloren geht.
Nadina: Wisst ihr, was ich meine? Wir haben eine Landwirtschaft, die ist klein strukturiert.
Nadina: Wir haben ganz viele Landwirte, die Rohstoffe anbauen. Wir haben super Verarbeitung
Nadina: und nur weil man weniger Fleisch isst, heißt das nicht, dass das verloren gehen muss.
Nadina: Und das war eigentlich, wie du sagst, das war der Grundgedanke,
Nadina: das Handwerk in Österreich zu erhalten, das heißt Metzger in dem Fall,
Nadina: schauen, dass man mit österreichischen Rohstoffen arbeitet.
Nadina: Das heißt, ich verwende für den Gustl, Rode, Ruhm, Zwiebel, Kaffiol und Erdäpfel
Nadina: und Erbsenprotein, damit eine nette Diskussion angeht, Soja-Bashing.
Nadina: Also wirklich was, was du sagst, da habe ich auch nicht die Diskussion,
Nadina: da ist jetzt das Soja drin, da ist Weizen drin, also Glutenthema,
Nadina: sondern es ist ein Produkt, das jeder essen kann.
Nadina: Gemacht von einem Metzger aus der österreichischen Landwirtschaft.
Nadina: Also unabhängig, ob ich vegan bin oder nicht, spricht was dagegen,
Nadina: ist die Frage an sich von der Idee. Nein.
Nadina: Das war so der Grund, die Grundidee der Pflanzerei beim gesamten Produktsortiment.
Nadina: Also du hast vollkommen recht, es spricht an sich nichts dagegen.
Willy: Wir haben da hinten eine Frage.
Nadina: Du weißt, ich, warum begann? Warum begann?
Willy: Wann hat das angenommen? Das erklärt so ein bisschen deine Reise.
Willy: Danke, das ist so, wir gehen wieder ein bisschen zurück von der Pflanzerei und
Willy: kommen eigentlich dann einmal auf deine...
Willy: Was war das für ein Lebens- oder war das ein Prozess- oder war das ein Ereignis?
Nadina: Also ich lebe vegan seit mittlerweile fünf Jahren. Und angefangen hat,
Nadina: und das muss ich eigentlich sagen, damals habe ich für gemeinnützige Vereine,
Nadina: für Donaussäure und Landschaftsleben gearbeitet.
Nadina: Das heißt, immer schon im Lebensmittelkontext. Aber für mich war es unvorstellbar,
Nadina: muss ich echt sagen, dass ich auf Fleisch verzichte. Also ich habe mir das überhaupt
Nadina: nicht vorstellen können.
Nadina: Ich habe genauso diese Bio-Geschichten erzählt. Wenn ich einkaufen gehe,
Nadina: kaufe ich Bio-Fleisch, schaue auf Tierwohl.
Nadina: Genau das, was man immer hört von Fleisch essen, habe ich genauso gesagt.
Nadina: Der bewusste Konsument, der Fleisch ist. So hätte ich mich eingeschätzt.
Nadina: Und ich weiß noch, und das ist so diese private Geschichte dahinter,
Nadina: ich weiß noch, ich habe jemanden kennengelernt.
Nadina: Um zwei in der Nacht in der Battle-Oim war es damals.
Willy: Wer kennt die Battle?
Nadina: Ich glaube, die kennt man.
Willy: Kein paar, okay.
Nadina: Und das ist so ein richtiger, du weißt nicht, wo du hingehst und gehst am Abend
Nadina: noch kurz was trinken, so in die Richtung.
Nadina: Auf jeden Fall habe ich dich dann kennengelernt und wir haben uns verabredet
Nadina: ein paar Tage später und sind schön rund spazieren gegangen.
Nadina: Warum erzähle ich das? Weil wir so vor der Klariette stehen und alle Mädels
Nadina: wissen, wie romantisch sowas ist, so ein Herbstspaziergang.
Nadina: Und du denkst, der ist voll intelligent, der ist humorvoll, weil er war ein
Nadina: Deutscher, das hat man nicht annehmen können.
Nadina: Er war echt humorvoll und dann, ich weiß nicht, wie wir darauf gekommen sind,
Nadina: frage ich ihn, was sein Lieblings-Eis ist und er sagt dann, das grüne Cornetto,
Nadina: wisst ihr, was das grüne Cornetto ist?
Nadina: Gibt es das noch? Das gibt es noch, ja. Ich habe es nicht gewusst und dann sagt
Nadina: er, das vegane und ich denke mir, oh mein Gott, oh mein Gott,
Nadina: der ist vegan, was tue ich mit dem jetzt eigentlich?
Nadina: Und ich weiß noch, da hat es für mich dann angefangen, dass ich mir jede Studie,
Nadina: er war schon acht Jahre vegan zu dem Zeitpunkt, ich habe mir jede Studie durchgelesen,
Nadina: die ich irgendwie gefunden habe, habe mir jedes Buch angeschaut,
Nadina: habe, keine Ahnung, jedes YouTube-Video, die ganzen grauseligen Schlacht-Videos
Nadina: angeschaut, damit ich halt mit ihm auf Augenhöhe diskutieren kann.
Willy: Also du hast es damals für ihn gemacht? Ich habe es eigentlich gemacht,
Nadina: Damit ich mich auf Augenhöhe mit ihm unterhalten kann, er aufhört vegan zu sein.
Nadina: Ich wollte, dass er aufhört vegan zu sein, dass ich ihn argumentativ überzeigen
Nadina: kann, dass ich vollkommen recht habe, Fleisch zu essen.
Nadina: Genau, und durch das, dass ich mich dann damit beschäftigt habe,
Nadina: ist eigentlich das passiert, dass ich irgendwann vom Kleiderschrank gestanden
Nadina: bin und geschaut habe, wie viele Bötze ich da drinnen habe.
Nadina: Weil, ich meine, Bötze-Industrie kennt man, Leder-Industrie kennt man und auf
Nadina: einmal ist mir aufgefallen, okay, also das braucht es einmal für mich nicht,
Nadina: diese ganzen tierischen, die tierischen Kleidungsstücke. Dann haben meine Freunde
Nadina: dann groß beschenkt worden.
Nadina: Dann bin ich kurz drauf vom Kosmetikstrang gestanden, Tierversuche habe ich
Nadina: mir gedacht, okay, auch ein bisschen eine schwierige Situation,
Nadina: mache ich auch nicht mehr. War super einfach.
Nadina: Nur, was schwierig geworden ist, war vom Kühlschrank.
Nadina: Es war richtig schwierig, den Kühlschrank aufzumachen und meine Sachen da drin
Nadina: nicht mehr zu finden, die ich esse.
Nadina: Und auch, wie gesagt, ich gehe gerne weg, am Abend um zwei in der Früh bei der
Nadina: Würstelbude, wo es da vor allem die für mich nicht geeigneten Falafelgritzstörner-Käsekreiner.
Nadina: Also für mich war das unvorstellbar.
Nadina: Und ich habe aber mich damals so für diesen Lebensstil entschieden gehabt,
Nadina: dass ich mir gedacht habe, ich will kein Fleisch mehr essen.
Nadina: Ich will nicht verantwortlich sein dafür, dass dort ein Viech eingesperrt wird,
Nadina: damit ich dann die Kleidung oder Tierversuche passieren mit ihm.
Nadina: Also ich will das, was ich vermeiden kann, vermeiden.
Nadina: Praktisch möglich. Also wenn ich ins Krankenhaus komme und ich habe mir die
Nadina: Hand gebrochen, frage ich den Arzt nicht, ob das Medikament jetzt ein Tier ihm
Nadina: versucht. Also das ist für mich praktisch nicht möglich.
Nadina: Aber alles, was ich durch den Konsum vermeiden kann, habe ich umgestellt.
Nadina: Genau, das war so der Anfang meiner eigentlich Geschichte, wo ich selber dann
Nadina: zu dem Thema gefunden habe. aber auch gleichzeitig gemerkt habe,
Nadina: dass ich diesen Lebensstil so nicht führen will mit diesem Essen im Kühlschrank.
Nadina: Dass das nicht funktioniert für mich ohne meinen Leberkäse. Und deswegen auch der Metzger.
Willy: Ich habe mir gerade eure Website angeschaut und ich muss sagen,
Willy: die Produkte sind ja teilweise auch etwas teurer als jetzt normales Fleisch.
Willy: Und ich wollte fragen, ob sie der Meinung sind, dass man etwas wohlhabender
Willy: sein muss oder mehr Geld haben muss, um jetzt vegan zu sein,
Willy: nachdem es ja vom Preis her mehr ist. Vielen Dank.
Nadina: Also, nein, sage ich jetzt einmal, die Pflanzerei. Wir produzieren alles händisch.
Nadina: Das heißt, dieser Leberkäse wird in geringen Mengen händisch gemacht.
Nadina: Das Schnitzel wird händisch geluchtet.
Nadina: Das Ganze, das wir jetzt beim Landmann haben, wird mit einem Knochenimitat das
Nadina: österreichische Buche gepresst.
Nadina: Es wird eine Haut draufgepinselt. Jedes Stück per Hand.
Nadina: Und du bist, wenn du jetzt sagst, der Preis, den du vergleichst,
Nadina: ist er relativ, sagen wir mal, günstiger, weil man das Gefühl hat,
Nadina: Fleisch ist günstig eigentlich.
Nadina: Das ist das Grundproblem. Fleisch hat nicht den richtigen Preis.
Nadina: Das Problem ist, dass Fleisch stark subventioniert wird und der Konsument,
Nadina: die Konsumentin das Gefühl hat, jeder hat das Recht auf sein Schnitzel.
Nadina: Teilweise um 2,99 bei Möbelhersteller.
Nadina: Und dieses Suggerieren ist falsch. Ich bin nicht zu teuer, sondern Fleisch ist
Nadina: zu billig, weil man die Warenkosten ja nicht kennt. Ich stehe bei Schweinebauern,
Nadina: ich kenne durch Landschaftsleben Vollspalten, Schweinehaltung,
Nadina: ich kenne Teilspalten, ich kenne Tierwohlhaltung.
Nadina: Wenn ich jetzt hergehe und sage, ich habe eine Tierwohlhaltung beim Tier,
Nadina: dann hast du genau den gleichen Preis.
Nadina: Du vergleichst nur jetzt gerade ein billiges Fleisch mit handgemachten,
Nadina: und da reden wir jetzt trotzdem von regionalen Produkten, wo ich sage,
Nadina: Rode, Ruhm, Zwifel, was kostet ein
Nadina: Kilo Tomaten, was kostet ein Kilo Schweinefleisch? Versteht ihr es jetzt?
Nadina: Das ist das Problem. Das Problem ist, dass Gemüse teuer ist,
Nadina: Proteine, teuer sind pflanzliche, tierische günstig sind.
Nadina: Das ist eher das Problem, das wir als Gesellschaft haben, dass uns suggeriert
Nadina: wird, dass Fleisch, dass es ein realer Preis ist.
Nadina: Aber stellt euch einmal ein in so einen Vollspalten-Schweinestall,
Nadina: da brennen euch die Augen. Also ich bin regelmäßig dringestanden,
Nadina: ich möchte dort nicht sein.
Nadina: Und meine Gemüsebauern, meine Metzger diskutieren nicht wegen dem Preis.
Nadina: Ich habe noch nie wegen dem Preis diskutiert, jetzt auch nicht keiner.
Nadina: Aber wenn ich hier gerne sage, machen wir 100 Kilo, dann macht er das nicht,
Nadina: weil er mit mir in Anführungszeichen am Anfang den Riesenmarkt siegt.
Nadina: Den siegt er sicher mittelfristig, sonst machen er das nicht.
Nadina: Aber das sind alles klar strukturierte Produzenten, klar strukturierte Landwirtschaft.
Nadina: Du vergleichst meistens Billigfleisch mit sehr hohen veganen Produkten.
Nadina: Wenn du jetzt die Eigenmarken vom Biller fangen, genauso. also ich möchte jetzt
Nadina: Kapillerwärmung machen, die Eigenmarken vom Lebensmittel einsam, fangen sehr günstig an.
Nadina: Das ist oftmals ein Öl, da ist ein Wasser drinnen und es ist 3% Protein.
Nadina: Und ganz viele zusätzliche Sachen, das brauchst du, damit das Ganze stabil wird.
Nadina: Hat übrigens Fleisch auch drinnen, also es ist nicht schlechter, nicht besser.
Nadina: So kannst du günstig produzieren. Wenn du, wie ich jetzt hergehst und sagst,
Nadina: du möchtest hochwertige Produkte, die frisch produziert werden,
Nadina: jede Bestellung, die bei uns reinkommt...
Willy: Was heißt frisch?
Nadina: Frisch, das heißt am Sonntagabend sammelt ich alle Bestellungen um 10 Uhr am
Nadina: Abend, ob es ein Online-Shop ist, eine Gastronomie ist, ob es ein Catering ist,
Nadina: und die werden am Montag um 4 Uhr frisch produziert.
Nadina: Werden also 10 Schnitzel bestellt, werden 10 Schnitzel frisch gemacht.
Nadina: Das heißt, es wird 10 Mal die Maschine gestartet, also es wird die Maschine
Nadina: für 10 Schnitzel gestartet, wird gemacht, wird gereinigt, das müsst ihr euch
Nadina: denken, diese ganzen Vollkosten müsst ihr einerechnen. Ich brauche als Betriebswirt
Nadina: dir nicht sagen, was das heißt.
Nadina: Wenn ich da jetzt Millionenschnitzel mache, ist das natürlich günstig.
Nadina: Aber die machen die ja nicht per Hand.
Nadina: Gangen da irgendwo bei uns gar nicht. Das heißt, dieser Wert,
Nadina: dass was handgemacht ist, dieser Wert, dass es regional ist,
Nadina: dieser Wert, dass es frisch ist, das ist das und, was noch dazu kommt,
Nadina: wir machen halt österreichische Schmankerl.
Nadina: Ich meine, jetzt mache ich jetzt beispielsweise, wir haben eine Gansel gemacht,
Nadina: wir machen jetzt eine Wüthlinie.
Nadina: Niemand im veganen Bereich greift eine Wüthlinie an. Warum denn?
Nadina: Das ist sowas typisch österreichisches.
Nadina: Wir haben jetzt Mütragut beispielsweise. Wir haben ein Wildmedaillon.
Nadina: Wir haben, das muss ich sagen, ich liebe Kaspress-Gnedeln.
Nadina: Das erste Mal Kaspress-Gnedeln, also pflanzliche.
Nadina: Ja, aber das kriegst du halt so nicht. Wisst ihr, was ich meine?
Nadina: Das heißt, wir reden von einer ganz starken Nische österreichische Hausmannskost
Nadina: und wir reden von den ganzen Werten, die du jetzt noch gesagt hast.
Nadina: Plus natürlich österreichische Rezepturen.
Willy: Jetzt muss ich kurz intervenieren.
Nadina: Entschuldigung, jetzt habe ich ausgehört. Aber das ist eigentlich der Grund,
Nadina: warum du das preislich, glaube ich, oder ganz schwer vergleichen kannst.
Nadina: Würdest du das im Fleischbereich vergleichen, bist du genau im Gleichen.
Willy: Kurze Intervention. Ich würde mich jetzt fragen, du sagst, du machst zehn Schnitzel.
Willy: Es ist Handarbeit, das ist wichtig. Das Ganze wird mit der Hand bepinselt.
Willy: Jetzt geht das bis zu einem gewissen Grad weiter.
Willy: Kann ich mir das vorstellen. Erstens mal treibst du die Preise oben,
Willy: weil du viel Handarbeit drauf hast.
Willy: Zweitens mal würdest du das auch machen, wenn jetzt die Nachfrage enorm steigen würde.
Willy: Du bist ja immer noch quasi in der Nische. Du bist eher hochpreisig,
Willy: weil ich habe ja auch angeschaut, die Kleberkäspreise im veganen Bereich,
Willy: die gehen dann bei 15 Euro ungefähr so als Kilo.
Willy: Bis auf so um die 42 Euro. Also das ist eine ziemliche Range.
Willy: Vielleicht können wir dann auch noch erklären, was das erklärt.
Willy: Aber würdest du nicht auch dann irgendwann einmal anfangen automatisieren?
Willy: Oder wenn du jetzt die Nachfrage nach 10.000 Gasen im Monat hast,
Willy: Würdest du wirklich jetzt Leute hinstellen und würdest du die Gansel weiterhin
Willy: auch mit der Hand bepinseln?
Nadina: Ja, ich glaube, das ist der USP.
Willy: Also Commitment.
Nadina: Definitiv Commitment. Was soll ich sagen? Ich habe eins, danke.
Nadina: Ja, nur ist das Einzige, wo sich der Preis reduziert, ist über die Rohstoffe,
Nadina: über die Einkaufspreise.
Nadina: Wenn du jetzt vom Gansel redest beispielsweise, da ist Soja drin,
Nadina: da ist Erbsen drin, da ist Weizen drin.
Nadina: Wenn wir eine große Bestellung kriegen, kaufen wir natürlich ganz andere Mengen ein.
Nadina: Das ist jetzt marginal, weil im Lebensmittelbereich redet man von sehr geringen
Nadina: Margen. Ich bin ja nicht in der Immobilienbereich.
Nadina: Aber der Preis geht eigentlich aber über die Rohstoffe und der Preis geht aber
Nadina: über diese ganzen Reinigungsthematiken.
Nadina: Das ist so ein Riesenproblem.
Nadina: Und du wenig Produkte machst, du hast trotzdem die ganzen Fixkosten auf die
Nadina: wenigen Produkte drauf. Wisst ihr, was ich meine?
Nadina: So hast du halt zwei Menschen, die das machen. Aber im Endeffekt steht die Pflanzerei fürs Handgemachte.
Nadina: Wir haben zum Beispiel sieben Tage, wo die Kunden warten müssen,
Nadina: wenn es größere Bestellungen sind, auf die Lieferung.
Nadina: Einfach, weil wir dann zwei Leute brauchen, die das Produkt machen.
Nadina: Also wir haben keine Dreitaglieferung. Das geht bei uns nicht,
Nadina: weil bei tausend Gantln stehen da zwei Leute.
Willy: Wir haben noch eine kurze Zwischenfrage.
Willy: Es kann ja alles sein, dass es frisch ist oder handgemacht oder bio.
Willy: Trotzdem will ich nicht 40 Euro dafür zahlen. Trotzdem bin ich als Studenten
Willy: 500 Euro zur Verfügung und muss da jetzt möglich denken und sparen,
Willy: wie ich das Geld am besten ausgebe, was ich esse und was ich nicht ausgebe.
Willy: Wenn ich mir überlege, jetzt muss ich 40 Euro oder mal 30 Euro für ein veganes
Willy: Leberkitz ausgebe, dann frage ich mich, wieso?
Willy: Wo ist da diese Grenze zwischen Moral und Eigenkosten? Und wo ist der Sinn dann?
Nadina: Also ich bin der Meinung, wenn ich mir das anschaue, die Haushaltsausgaben für
Nadina: Lebensmittel waren noch nie so gering.
Nadina: Das muss man jetzt auch dazu sagen. Wir haben noch nie so wenig Geld für Essen
Nadina: ausgegeben im Durchschnitt in Österreich. Ich glaube, wir sind aktuell bei 11%.
Nadina: Und jeder von uns hat aber ein iPhone, jeder von uns hat das eine oder andere,
Nadina: wo man vielleicht auch sagen könnte, gar nicht billiger, die Frage stellen wir uns nur nie.
Nadina: Die Frage stellen wir uns nicht. Beim Lebensmittel ist dann egal,
Nadina: was wir in uns einstecken.
Nadina: Das ist so ein bisschen diese Wertigkeit. Das sieht ja keiner,
Nadina: ob du das billige Produkt siehst oder nicht.
Nadina: Es sieht dann am Ende des als der Arzt, weil das, was du reinsteckst,
Nadina: in dich natürlich einen Unterschied macht.
Nadina: Es macht einen Unterschied, ob ich Sport mache, ob ich mich bewege,
Nadina: ob ich gute Sachen isse oder ob ich einfach was günstigeres isse.
Nadina: Das ist einfach die Frage. Ich glaube, das ist generell eine Wertigkeit.
Nadina: Ich muss da sagen, wenn ich schaue, wer bei uns im Onlineshop bestellt,
Nadina: dann sind das im Durchschnitt 25- bis 40-jährige Menschen.
Nadina: Ich fasse es jetzt großweit, müssen wir uns die Auswertung anschauen.
Nadina: Aber es gibt sehr, sehr viele junge Leute, die sich wohl Wert darauf legen,
Nadina: dass nicht jedes Mal einen veganen Leberkiss von uns essen, aber ab und zu.
Willy: Wobei, ich muss schon zur Verteidigung des jungen Herren quasi antreten mit einem knappen Budget.
Willy: Es ist schon, ich stelle das immer, ich mache jetzt fünf Jahre den Podcast Und
Willy: ich habe mit vielen Menschen geredet, die in Nischen produzieren,
Willy: die wirklich tolle Lebensmittel produzieren, zu einem wirklich hohen Preis teilweise.
Willy: Und die Frage, die ich immer stelle, es ist eh schön, wenn man das macht,
Willy: mit Tierwohl drinnen und fair und alles, nur zu kosten, die sich dann wieder
Willy: nur ganz, ganz wenige Menschen leisten können.
Willy: Die Frage ist schon, was er stellt, wie komme ich denn mit solchen Ideen?
Willy: Handwerk, wo wir uns alle einig sind, das ist wichtig und wir sollten das Handwerk bewahren.
Willy: Jeder nickt, wenn du das sagst. Wie komme ich denn damit in die Masse?
Willy: Weil wenn ich einen Hebel haben will, brauche ich ihn doch in der Masse.
Nadina: Gehen wir mal zurück in die Betriebswirtschaft. Es gibt was für Möglichkeiten
Nadina: der Positionierung. Über Preisführerschaft, über Qualitätsführerschaft.
Nadina: Gehen wir mal her. Und ich bin halt klassisch Qualitätsführerschaft.
Nadina: Das heißt, mein Produkt ist halt nicht für jeden. Das muss man einfach so sagen.
Nadina: Nicht jeder ist bereit oder kann, und da gebe ich dir vollkommen recht, sich das leisten.
Nadina: Nur für mich als Nadina, die natürlich Betriebswirte nicht so wie ihr,
Nadina: Wenn ich wenig produziere, ist der Preis hoch. Und ich habe da eine ganz starke
Nadina: Nische, habe eine Positionierung.
Nadina: Und da, wo ich bin, reichen mir vom Markt sehr wenige Leute,
Nadina: die mein Produkt kaufen.
Nadina: Wenn ich in die Masse gehe, habe ich ein Riesenthema, wo ich eine Riesenabhängigkeit habe.
Nadina: Das, was du sagst, heißt in Österreich, du belieferst in Lebensmittelhandel.
Nadina: Dann funktioniert eine Preisführerschaft.
Nadina: Das heißt aber, ich habe ein Riesenthema. Was ist, wenn mir der wegfällt?
Nadina: Was ist, wenn der weniger zahlen will?
Willy: Wobei du ja auch gelistet bist.
Nadina: Wobei ich gelistet bin, aber nur in ausgewählten Filialen. Also das muss man
Nadina: einfach einmal ganz klar, das ist ganz eine starke Positionierung,
Nadina: die ich einfach bewusst wähle.
Nadina: Du hast vollkommen recht, wir fangen jetzt zum ersten Mal an,
Nadina: weil sich der Markt ändert, auch Produkte anzubieten, die die Preisführerschaft haben.
Nadina: Wir haben jetzt Fleisch-Patties, was definitiv kein österreichisches Produkt ist.
Nadina: Wir haben Nuggets, die können wir günstig in der Masse herstellen.
Nadina: Die können wir so günstig herstellen, dass wir mit einem Handelspreis mitkommen.
Nadina: Nur über das brauche ich mich nicht positionieren. Ich brauche mich nicht zu
Nadina: Eicher sitzen und sagen, ich habe das Billigste, ich hätte.
Nadina: Weil dann kommt der Nächste. Und wenn es gut funktioniert, macht es den Handel selber.
Nadina: Also du brauchst eine ganz scharfe Positionierung und du brauchst eine Marke.
Nadina: Und wenn du die zwei Sachen hast, dann erreichst du ganz klare Zielgruppen.
Nadina: Oder Zielpersonen würde ich sogar mittlerweile sagen. Da brauche ich gar keine...
Willy: Gegen, gegen oder...
Nadina: Ich glaube, da ist es gar nicht gegen. Ich gebe dir ja vollkommen recht.
Willy: Würdest du im Allgemeinen sagen, dass die vegane Ernährung im Durchschnitt teurer ist?
Nadina: Nein, würde ich überhaupt nicht sagen. Würde ich nicht sagen,
Nadina: weil du kannst in den Supermarkt gehen und kannst dir die Sachen – gestern war
Nadina: wieder ein Beitrag – du kannst es um den gleichen Preis kaufen.
Nadina: Das sehe ich überhaupt nicht. Die Frage ist halt, was ist drinnen?
Nadina: Die Frage ist halt einfach, wie ist es gemacht, wer produziert es am Ende des
Nadina: Tages und du kannst jedes Produkt im veganen Bereich, denke ich,
Nadina: zum gleichen Preis kaufen.
Nadina: Die Frage ist halt nur, willst du konventionell billig oder willst du halt dann
Nadina: ein Tierwohl-Schnitzel?
Nadina: Beispielsweise, wir waren beim Kickerleiner gelistet mit unserem Schnitzel.
Nadina: Da war die Schnitzel von uns angeboten, also angeboten hat der Kickerleiner um 5,99.
Nadina: Ich weiß, um welchen Preis ich es einem eine verkauft habe. Also sehr schwierig.
Nadina: War insofern schwierig, weil es Fleisch-Schnitzel glaube ich 3,99 oder 4,99 gekostet hat.
Nadina: Wäre ich zum Lutz gegangen, die haben eine Tierwohl-Schnitzel gehabt um 13,99,
Nadina: wäre das perfekt gewesen für meine Positionierung und für mein Produkt.
Nadina: Und es wäre ein guter Preis gewesen für das richtige Produkt.
Nadina: Die Frage ist immer, mit was vergleichst du das? Weißt du, was ich meine?
Nadina: Würde es jetzt einen Begriff für Tierwohl im Veganen geben, dann wäre wahrscheinlich
Nadina: ich das pendant dazu. Auch vom Preis her.
Nadina: Weil dieser Leberkäse, den du jetzt mit 40 Euro siehst, ich meine,
Nadina: der billige Leberkäse hat Glutamat drinnen.
Nadina: Das muss man gleich mal sagen. Das heißt, Unmengen an Geschmacksverstärkung,
Nadina: damit die etwas hinkriegen. In Österreich ist das Glutamatland Nummer eins.
Nadina: Leberkäse war früher das, wo du alles eingeschmissen hast, was da übergeblieben
Nadina: ist. Und ich habe in einem Markt ein Premium-Produkt gemacht.
Nadina: Weißt du, was ich meine? Das ist einmal schon ein Unterschied.
Nadina: Es gibt der Leberkäse Peppe, der verkauft seinen Leberkäse um 7,99.
Nadina: Da sind wir sogar günstig dagegen.
Nadina: Weißt du, wie ich meine? Die Frage ist immer, mit wem vergleiche ich es.
Willy: Du machst das pro 100 Gramm dann, oder wie? Ja.
Nadina: Ich war jetzt am Rathausplatz beispielsweise. Oder ich war jetzt mit dem Hanno
Nadina: Setteler in einer Dokumentation, da haben sie einen Biberleberkäse gehabt.
Nadina: Ich meine, der Biberleberkäse ist auch so teuer wie der Gustl.
Nadina: Sogar teurer. Pferdeleberkäse, gleich teuer. Die Frage ist halt,
Nadina: mit was Vergleich ist und was habe ich für Mengen dahinter und wer produziert?
Nadina: Und wir haben halt auch noch sieben Sorten aktuell. Jetzt kannst du dir vorstellen,
Nadina: wie breit der ganze Wahnsinn wird.
Willy: Da drüben war noch eine Frage. Ja, genau. Also du hast ja vorher selber gesagt,
Willy: du warst früher diese ethische Fleischkonsumentin.
Willy: Sagst du, ist es möglich, ethisch Fleisch und tierische Produkte zu konsumieren
Willy: und gibt es eigentlich das gleiche Pendant auch in der veganen Ernährung, dass ich
Willy: auch bei der veganen Ernährung darauf schauen muss, wo kommen meine verarbeiteten
Willy: Produkte her und dass ich auch da nicht quasi zum... Also Pflanzenwoll-Label oder sowas. Ja, genau.
Willy: Weil wir ja sagen, in der veganen Ernährung, das vegane Schnitzel ist so hoch
Willy: verarbeitet und ob ich da auch
Willy: schauen muss, wo kommt das her, wie wird das zubereitet und ob es da quasi auch
Willy: diese Cleverschiene gibt oder kann ich da Marken nennen? Die hast du gerade gemacht.
Willy: Also clever und ja natürlich, ob es das auch in der veganen Ernährung gibt.
Nadina: Ich glaube, deine Frage, ich meine, das war nicht sehr viel,
Nadina: bitte erstelle ich die Fragen dann nochmal dazu, wenn ich sie jetzt nicht alle beantworte.
Nadina: Ich glaube, es gibt zu jedem Produkt ein Podant, muss man jetzt einmal dazu
Nadina: sagen. Das gibt es definitiv.
Nadina: Ich bin nicht der Meinung, also weil du sagst, ethisch kann man ethisch Fleisch
Nadina: essen, das war, glaube ich, die erste Frage.
Nadina: Also ich bin nicht der Meinung, dass wir schaffen, dass wir alle vegan werden.
Nadina: Das wird nicht meine Vision sein, das ist vielleicht das, was ich mir wünsche.
Nadina: Ich glaube, was man anregen kann, ist einfach, dass man bewusster konsumiert.
Nadina: In dem Fall, dass man sich wirklich denkt, okay, das, was ich zu mir nehme,
Nadina: macht einen Unterschied für das Tier in dem Moment gerade, wie es gehalten wird,
Nadina: wie es gefuttert wird, wie es getötet wird.
Nadina: Es macht einen Unterschied für die Umwelt. Es macht einen Unterschied für meine Gesundheit.
Nadina: Also das ist einmal dieses, wo ich sage, da kann man einen Beitrag leisten,
Nadina: dass man mehr Transparenz liefert.
Nadina: Deswegen auch das Thema, du findest bei uns auf der Website,
Nadina: meine ganzen Metzger werden mittransportiert, die Rohstoffe werden mittransportiert.
Nadina: Wie es verarbeitet wird, siehst du, wie ich angefangen habe,
Nadina: war das Riesenthema. Bist du wahnsinnig, du kannst ja nicht ins Fernsehen gehen
Nadina: und sagen, wie wir die Produkte machen.
Nadina: Dann habe ich gesagt, doch, weil es sollen viel nachmachen.
Nadina: Es sollte viel geben, die genauso den Anspruch an die Art und Weise der Produktion,
Nadina: an die Zutaten stehen, weil dann steigt das ganze Level.
Nadina: Und das war so der Grundgedanke, halt klassisch als an einer Non-Profit-Organisation,
Nadina: wo du nicht Marketing, sondern Bewusstseinsbildung machst, weil du möchtest,
Nadina: dass Menschen mehr über Lebensmittelproduktion wissen, über Lebensmittelzutaten wissen.
Nadina: Das heißt, das war so der Grundgedanke der Pflanzerei.
Nadina: Das heißt, ich bin eigentlich schon mal betriebswirtschaftlich komplett in die
Nadina: falsche Richtung gerannt, wenn du das so siehst. Normalerweise machst du eine
Nadina: Rezeptur, kaum zorgst du es und du schaust, dass es möglich ist.
Nadina: Das ist mir dann erklärt worden von Betriebswirtschaft, von Lebensmitteltechnologen.
Nadina: Normalerweise kommt ein Unternehmen und sagt, ich will genau für das Produkt
Nadina: 30 Cent zahlen. Machen wir das.
Nadina: Ich bin hingegangen zu meinen Lebensmitteltechnologen und habe gesagt,
Nadina: ich möchte, dass ein Rote Ruhm drin ist, ein Zwiebel drin ist,
Nadina: ein Erdäpfel, Kaffee drin ist. Ich möchte gern, dass es nur Erbsen ist, keine Allergene.
Nadina: Du, da ist der Preis einmal gleich gestiegen. Da ist die Preisfrage nicht aufgetaucht,
Nadina: sondern die Preisfrage war dann da, was der Produzent verlangt.
Nadina: Und am Anfang war er nun teurer, der lieber Käse, weil da haben wir die Gastronomie
Nadina: nämlich auch noch dazwischen gehabt.
Nadina: Wenn Sie sich vorstellen, die Rote Ruhm muss ja gekocht und angeschüttet werden.
Nadina: Das heißt, wir haben beim Bauern eingekauft, haben das dann über die Gastronomie
Nadina: gespült und dann ist erst zum Landwirt gekommen.
Nadina: Nur damit du verstehst, was dahinter liegt. Das interessiert,
Nadina: Entschuldigung, ein Leberkäse im Handel null.
Nadina: Da ist drei Prozent von mir aus Protein drin, da ist billiges Rapsöl drin und Wasser. That's it.
Nadina: Und das kannst du nicht vergleichen mit der Geschichte, die ich dir gerade versuche
Nadina: zu erzählen. Das ist der Unterschied. Aber das muss dir halt was wert sein.
Nadina: Das heißt, dass wir alle vegan werden. Ich persönlich ich muss auch sagen,
Nadina: ganz wichtig, wenn man seine Ernährung umstellt, man muss sich damit beschäftigen.
Nadina: Es bringt nichts, wenn du von heute auf morgen sagst, ich werde jetzt vegan,
Nadina: aber ich interessiere mich eigentlich null für meine Mikronährstoffe,
Nadina: interessiere mich null für das, wie mein Blutbild ausschaut.
Nadina: Ich habe den Vorteil gehabt, dass ich jemanden gehabt habe, der mir geholfen hat.
Nadina: Aber auch ich habe nach drei Monaten.
Nadina: B12-Mangelerscheinung gehabt, dass man eine Mangelerscheinung gehabt hat,
Nadina: dass ich mich nur angeschaut habe.
Nadina: Warum? Weil ich nicht gewusst habe, dass der weibliche Körper auf Braun,
Nadina: also auf Grünalge nicht reagiert.
Nadina: Das heißt, ich habe schauen müssen, dass ich meine Supplemente anpasse an meinen Körper.
Nadina: Wisst ihr, was ich meine? Das heißt, diese Umstellung heißt halt wirklich,
Nadina: sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen.
Willy: Und da kommen dann viele Argumente, die dann sagen, das ist eine unnatürliche
Willy: Ernährung, weil man dann mit
Willy: Tabletten im Hintergrund oder Landsegänzungsmögliche substituieren muss.
Nadina: Genau, wo wir auch bei dem Thema sind, wenn du die Futtermittel anschaust,
Nadina: da ist das B12 drinnen, da sind diese ganzen Sachen drinnen.
Nadina: Das heißt, wenn du Fleisch isst, nimmst du das halt über das Tier auf.
Nadina: Das Tier, die Alge hat deswegen Omega-3, also der Fisch hat deswegen Omega-3, weil er Alge isst.
Nadina: Ise meine Alge selber in einer besten Qualität.
Nadina: Ein Schwein beispielsweise isst Soja aus dem Regenwald, obwohl es armazertifiziert
Nadina: ist, es ist vollkommen in Ordnung.
Nadina: Das heißt, 80 Prozent von dem, was überhaupt zu einem Soja geht,
Nadina: geht einmal in die Futtermittelindustrie.
Nadina: Das heißt, es kriegt eine Kraftfutter, die es indirekt du wieder isst.
Nadina: Ich isse aus Nicht-Gentechnik Soja, teilweise, so kurz geht es regional.
Nadina: Das heißt, ich schaue einfach, was ich isse und schaue, dass ich das hochwertig
Nadina: beziehe. So isst es halt das Tier.
Nadina: Das muss man einfach so sehen. Und da kannst du aber gestalten.
Nadina: Aber wenn du natürlich heute auf morgen sagst, ich her auf und ich glaube,
Nadina: dass ich das mit einem Löwe von Leinsamen hinkriege, rate ich davon ab.
Willy: Jetzt muss ich da ganz kurz einmal eine Zwischenfrage stellen,
Willy: weil was vorher die ganze Zeit so ein bisschen auch im Raum gestanden ist,
Willy: wir brauchen halt nur darauf schauen, was drinnen ist und müssen uns dann eigentlich
Willy: als Konsumenten endlich einmal dafür entscheiden, das Richtige zu...
Willy: Jetzt höre ich das Argument schon, seitdem ich aus Podcasts denger kann.
Willy: Glaubst du wirklich, dass es der Konsument richten wird mit seiner Kaufentscheidung?
Willy: Wir sagen immer, jede Kaufentscheidung ist eine Wahlentscheidung und wir müssen
Willy: doch nur gescheit einkaufen, und dann wird sich irgendwie das System dahinter ändern.
Willy: Ich sehe dieses Argument seit Ewigkeiten. Ich sehe seit Ewigkeiten Konsumenten.
Willy: Gendert hat sich jetzt so...
Willy: Signifikant viel noch nicht. Also wird es der Konsument richten?
Willy: Wenn ja, wie? Wie soll er es richten oder sie?
Willy: Und wenn nicht, wer soll es denn richten?
Willy: Dass mehr von den Produkten, die du sagst, in den Vordergrund kommen.
Nadina: Also wer wird es richten? Jetzt habt ihr es eh mitgekriegt, man darf vegane
Nadina: Produkte ja nicht mehr als veganes Schnitzel, als veganes, irgendwas bezeichnen
Nadina: mit dem Argument der Fleischindustrie, dass irgendein Konsumenten ihre Führung ist.
Nadina: Also wenn du mit dem Verbraucherschutz in Österreich sagen, dass es in den letzten
Nadina: 20 Jahren keinen einzigen Anruf oder E-Mail von einem Konsumenten gegeben hat,
Nadina: der gesagt hat, ich bin verwirrt, ich habe statt zu einem Tierschnitzel zum
Nadina: Sojaschnitzel gerufen.
Nadina: Es ist einfach sehr viel Lobbyarbeit, die jetzt passiert auf EU-Ebene,
Nadina: um den Markt der Fleischindustrie zu schützen.
Nadina: Das ist jetzt einmal der Vorwand, wie man mehr Transparenz schaffen will.
Nadina: Also die Antwort ist einmal ganz klar die Politik in dem Fall.
Nadina: Ganz wichtig, dass ihr überhaupt dann zu den Sachen greifen könnt,
Nadina: ist, dass ihr das verstehen müsst, was ihr da kaufen könnt.
Nadina: Deswegen ist die Aufgabe, und das hast du zuerst so schön formuliert,
Nadina: auch von Unternehmen, dass sie Bewusstsein schaffen, dass sie euch auch vermittelt,
Nadina: was in diesen Produkten drinnen ist. Weil du hast vollkommen recht,
Nadina: warum ist der Leberkirche so teuer?
Nadina: Klar, warum ist er so teuer? Weil es an den Zutaten, an der Art und Weise,
Nadina: an der Herkunft der Lebensmittel liegt. Und weil die Fragen,
Nadina: die du zuerst gehabt hast, ja
Nadina: beantwortet werden müssen, damit die Differenzierung klar ist zum Markt.
Nadina: Das heißt, die sind sehr wohl relevant, weil du hast den Kollegen zuerst gehört,
Nadina: wie er gesagt hat, warum ist das so teuer?
Nadina: Er braucht die Informationen, damit er für sich eine Entscheidung treffen kann.
Nadina: Wenn er auf der Website schaut, danke für dein Feedback, war es scheinbar nicht
Nadina: gescheit genug kommuniziert.
Nadina: Das liegt an uns anscheinend. Wir müssen es besser kommunizieren,
Nadina: damit es einfach klarer umkommt, warum entsteht der Preis.
Nadina: Und man muss noch eins sagen, schaut euch einmal, wenn sich die Produkte umdreht.
Nadina: Wenn ich jetzt ein Verschirz, was steht denn da drauf?
Nadina: 30% Schwein, 50% Rind, oder?
Nadina: So was steht irgendwie drauf. Und dann noch 20% irgendwas anders. Wenn man es handelt.
Nadina: Und beim Veganen, der Logik nach, muss ich jede Zutat aufschreiben.
Nadina: Jede Zutat, die ich verwende.
Nadina: Das heißt, im Umgekehrten Sinn, müssen die eigentlich, wenn das Schwein,
Nadina: was sie kriegt, Antibiotika, Aber B12, warum schreibt die Fleischindustrie das
Nadina: nicht so auf, wie es wir müssen?
Nadina: Das heißt, die Fleischindustrie macht es sich ganz leicht und sagt,
Nadina: die Einheit ist Schwein, die Einheit ist Rind, die Einheit ist das Tier.
Nadina: Und bei uns musst du jeden einzelnen Zutat aufschlüsseln bis ins Klärnste.
Willy: Naja, bei den Erbsen oder so steht auch nicht dabei, mit was würden die Erbsen gedüngt.
Willy: Das wäre im Endeffekt dann auch, was ist auf das Feld ausgebracht worden, oder?
Nadina: Das wäre dann die Analogie dazu. Da gehst du jetzt aber insofern zu weit,
Nadina: weil am Ende des Tages, wenn ich jetzt hergehe, sage ich, beim Tier Antibiotika
Nadina: kann ich das ja in einem Produkt nur nachweisen zum Beispiel.
Nadina: Du hast natürlich recht, man kann in dem Fall genauso beim Pflanzen nicht so
Nadina: weit gehen, aber die Logik ist einfach, dass das Fleisch halt einfach als Fleisch
Nadina: gekennzeichnet wird, obwohl das Tier gewisse...
Nadina: Zutaten gekriegt hat oder eine gewisse Ernährung gehabt hat.
Nadina: Und als vegan lebender Mensch habe ich das. Und ich bin überhaupt kein Fan von
Nadina: kurzen Zutatenlisten, weil ich kann kurze schlechte Zutatenlisten machen.
Nadina: Mir ist es lieber, ihr habt von uns lange Zutaten und dann seht ihr aber auch, was da drinnen ist.
Willy: Wobei in einem Interview habe ich gelesen, du möchtest schauen,
Willy: dass die Zutatenliste möglichst kurz bleibt.
Nadina: Ja, das hat sich geändert. Das hat sich geändert.
Willy: Das interessiert mich, mein Geschwänz von gestern.
Nadina: Nein, das hat sich insofern geändert, weil, wie gesagt, das Thema,
Nadina: und der Kollege hat es eh gesagt, das aufzusorgen, was drinnen ist.
Nadina: Wir verwenden jetzt zum Beispiel Wacholderbeeren, Lorbeeren,
Nadina: die siehst du natürlich eigentlich, aber man kann es auch hinten draufschreiben,
Nadina: obwohl es von der Menge so gering ist, dass du es nicht musst.
Nadina: Das heißt, es geht einfach auch darum, kommuniziere ich, was in einem Gewürz
Nadina: drinnen ist, oder tue ich es nicht?
Nadina: Natürlich mache ich es jedem anderen leicht, das nachzumachen dann,
Nadina: aber auf der anderen Seite hast du halt die Transparenz und siehst genau, was drinnen ist.
Willy: Also, Entschuldige, ich habe dich gesehen, aber man muss nicht alles draufschreiben,
Willy: was in einem Produkt drinnen ist?
Nadina: Nein, unter einer gewissen Grenze nicht.
Willy: Was ist da die Grenze?
Nadina: 3% bei Gewürzen. Müssen ich dir jetzt anlegen? Weiß ich nicht.
Willy: Aber es ist nicht unbedingt alles ausweispflichtig, auszeichnungspflichtig,
Willy: was in einem Produkt drinnen ist?
Nadina: Nur wenn du vorn draufschreibst, wie viel Tasse es drinnen ist,
Nadina: musst du es hinten erwähnen, wie viel Prozent drinnen sind.
Nadina: Aber Gewürze zum Beispiel sind in zu geringen Mengen drinnen,
Nadina: dass du es nicht aufschlüsseln musst. Ist ja auch ein Geheimnis, in Anführungszeichen.
Nadina: Wenn ich euch aufschlüssel, was drinnen ist, kannst du wie andere nachmachen
Nadina: und in der Regel hast du nicht die Absicht.
Nadina: Die geheime Gewürzmischung.
Willy: Da hinten noch eine Frage.
Willy: Kurze Frage. Merken Sie eigentlich, da Sie so offen umgehen mit Ihrem Vorgang
Willy: und mit der Produktion, dass die Konkurrenz im Premium-Segment steigt?
Nadina: Und momentan gehen es eher ins Event.
Willy: Okay. Und wie machen Sie das, dass Sie nicht insoweit gehen? Durch die Marke schon?
Nadina: Das ist jetzt voll die arge Antwort. Aber ich habe von Anfang an gelernt,
Nadina: Geld zu verdienen mit der Pflanzerei.
Nadina: Das ist so ein Sout, den Herst in der Start-up wird sehr selten.
Nadina: Die meisten haben gelernt, Förderungen zu beantragen.
Nadina: Die meisten haben gelernt, Geld von Investoren zu grönen.
Nadina: Ich bin mit 20 Tagen damals bei zwei Minuten zwei Millionen gestanden und habe
Nadina: eigentlich eine Rezeptur und einen Niederleberkäse gehabt.
Nadina: Und mit dem Ganzen sind wir 100.000 angeboten worden.
Nadina: Damals wollten sie 12%. Ich meine, die Firma war 800.000 wert und war 10,
Nadina: Entschuldigung, 20 Tage, weil ich weiß noch, weil ich dort einen Geburtstag gehabt habe.
Willy: Das habe ich mir als Frage aufgeschrieben.
Nadina: Am 1. Oktober 21. Oktober gegründet und am 20. Oktober bin ich dort gewesen.
Nadina: Und dann ist es so wie so eine Zuckerlfabrik, wo sie da viel Geld anbieten und
Nadina: du gar nicht checkst, dass es eigentlich kein Geld ist.
Nadina: Weil 12% für 100.000, das ist eine Werbekampagne, irgendwo Anzeigestrecken in
Nadina: der, keine Ahnung, wo ist das Geld weg?
Nadina: Und ich weiß noch, ich habe damals ewig umeinander überlegt,
Nadina: soll ich das tun, soll ich das nicht?
Nadina: Und ich habe dann gesagt, oder beziehungsweise habe ich damals,
Nadina: das ist ganz wichtig, ein Mentor, das war der Heinrich Brock,
Nadina: für mich, der eigentlich aus dem Handel kommt, der mir einen Ratschlag gegeben
Nadina: hat und gesagt hat, Nadine, du schaffst das auch lang.
Nadina: Und das war die Aussage, die mich eigentlich in dem gestützt hat,
Nadina: dass ich gesagt habe, geh auf den Cashflow.
Nadina: Also ich bin bis heute, wenn ich ein Produkt ein Produkt entwickelt,
Nadina: dann, es wird nie diese Regel geben mit einem Euro, sondern Es wird ein gutes
Nadina: Produkt geben, es wird ein Faktor drauf geben und das ist.
Willy: Was ist die Regel mit dem 1 Euro?
Nadina: Was ich aus der Lebensmittelindustrie gelernt habe, ist, dass du eigentlich
Nadina: einen Zielpreis hingibst und die entwickeln das Produkt auf einen Preis hin.
Nadina: Sowas mache ich nicht, weil ich entwickelte ein Produkt auf Nährwerte und Zutaten.
Willy: Also du rechnest die Kosten zusammen und dann machst du einen Preis und nicht vom Preis runter.
Nadina: Genau, die gehen dann hin und sagen, ich will Schnitzel und ich will für Schnitzel
Nadina: 30 Cent zahlen. Und so entwickelt der Lebensmitteltechnologie ein Produkt.
Nadina: Und ich gehe her und sage, ich möchte die und die und die Zutaten und so entwickle
Nadina: ich ein Produkt mit, in Anführungszeichen, am Ergebnis dann.
Nadina: Aber das heißt, auf deine, auf deine, noch einmal ganz kurz, was war deine Frage?
Willy: Wie es mit der Konkurrenz ausschaut. Und ich würde dir gerne noch hinzufügen,
Willy: wie berechnen Sie dann den Aufschlag circa? Gibt es da eine Mauer, die Sie anzielen?
Nadina: Nein, das kann ich auch nicht sagen. Das kann ich nicht sagen,
Nadina: weil da kriege ich ein Riesenproblem mit unterschiedlichen, du im Lebensmittelbereich,
Nadina: wenn du das Chat über die fragst, gibt es eine Antwort und die Antwort stimmt.
Nadina: Also könnt ihr es nachgoogeln, wenn ihr wollt. Nach Chatschi bedienen, Entschuldigung.
Nadina: Es sind ganz normale Auf... Es sind bei uns genau die gleichen Margen wie bei
Nadina: anderen, nur haben wir natürlich einen anderen... Also wenn ich mir jetzt anschaue,
Nadina: den Leberkäs, der im Handel verkauft wird, da kaufe ich nicht einmal ein.
Nadina: Also wenn ich zu meinem Metzger gegangen und sage, ich möchte einen Verkaufspreis,
Nadina: der im Handel ist, kriege ich den nicht. Der lacht mir aus.
Nadina: Und sage, ja, dann tun wir gleich einmal das Gemüse raus.
Nadina: Dann tun wir gleich einmal drei Tonnen produzieren und dann lagern wir die zwei Jahre.
Nadina: Dann tun wir einen Haufen Haltbarmacher rein und dann kommst du auf den Preis.
Nadina: Dann geht es schon hin, aber dann ist komplett das Ziel verfeuert und dann sind
Nadina: wir bei der Frage der Positionierung.
Nadina: Was bin ich denn da und ich kann die Insolvenz haben?
Nadina: Also sehe ich nicht als Zielführer. Ich sehe eher, mein Gedanke war zu sagen,
Nadina: dass das jetzt eine Premium-Positionierung geworden ist, ist,
Nadina: weil der Markt sich so entwickelt hat.
Nadina: Natürlich hätte ich etwas wollen, was sich jeder leisten kann und wo jeder sagen
Nadina: kann, ich isse das regelmäßig.
Nadina: Nur Dann brauchst du einfach einen anderen Zugang, wie du die Lebensmittel produzierst,
Nadina: wo du das beziehst, wie du das verarbeitest.
Nadina: Dann brauchst du einfach andere Entscheidungen in dem Bereich,
Nadina: dann kannst du sowas machen.
Willy: Wir haben da hinten eine Frage und dann da ganz vorne. Ich wollte auch fragen,
Willy: eh passend zu dem jetzt, weil Sie ja gesagt haben, dass Sie auch ein Startup sind.
Willy: Und ich meine, Sie haben jetzt Eigenkapital, das ist vielleicht nicht so der Druck zum Wachstum.
Willy: Aber von dem, wie Sie sagen, Sie haben ja eigentlich in Ihrer Branche so das Premium-Produkt.
Willy: Aber ist das für ein Startup dann nicht begrenzt skalierbar?
Nadina: Ja, voll. Ist begrenzt skalierbar. Ist definitiv begrenzt skalierbar.
Nadina: Ich muss jetzt sagen, Evox, was überhaupt so im Startup-Bereich ist,
Nadina: von Jahr zu Jahr, ich darf es gar nicht sagen, Jetzt sind es 10%.
Nadina: Also ich habe ein sehr, ich sage einmal, für mich gutes Wachstum.
Nadina: Wir wachsen kontinuierlich und ganz wichtig, ich habe mich nicht.
Nadina: Da passiert die Skalierung auf einem Vertriebskanal entschieden.
Nadina: Die Startups, die im Lebensmittelbereich in den letzten Jahren gewachsen sind,
Nadina: sind über den Lebensmittel Handel gegangen.
Nadina: Die sind rein über den Handel gegangen. Über Menge.
Nadina: Ich habe von Anfang an, ich habe das eigentlich das allerschlimmste Pech oder
Nadina: Glück gehabt, was es geben hat. Gott, ich bin relativ schnell mit dem Gustl
Nadina: nach 2 Minuten 2 Millionen in den Lebensmittelhandel gekommen. In die heiße Theke.
Nadina: Das war damals der erste pflanzliche Leberkäse, der doppelt so teuer war,
Nadina: dreimal so teuer war, doppelt so teuer war 40 Euro gegenüber 20 Euro,
Nadina: doppelt so teuer, denn du dort an der heißen Theke hast kaufen können.
Nadina: Das war ein riesen, für mich ein riesen Erfolg. Wisst ihr, was passiert ist?
Nadina: Ein riesen Shitstorm ist passiert.
Nadina: Es ist passiert, dass an der heißen Theke Beschwerden gegeben hat,
Nadina: dass vom Leverkäs abgeraten wurde, weil der ist ja vegan.
Nadina: Solche, also der Leverkäs...
Willy: Also dynamisch zwischen den Leuten, oder?
Nadina: Genau, da sind die Sachen nicht aufzufinden worden in den Filialen vor Ort,
Nadina: die Mitarbeiter das wirklich umhändeln, umgeringt haben.
Nadina: Es ist einfach passiert, dass der Markenbotschafter, der dort war,
Nadina: eigentlich fast meine Marken kaputt gemacht hätte.
Nadina: Das heißt, ich habe relativ schnell gemerkt, Finger weg von einem Vertriebskanal.
Nadina: Weißt du, was ich meine? Ich habe relativ schnell gemerkt, wenn ich den Weg
Nadina: gehen will, habe ich den in der Hand.
Nadina: In der heißen Theke ist es ja noch viel schlimmer wie im Regal.
Nadina: So ehrlich muss man sein. Im Regal bist du noch ein bisschen sicherer.
Nadina: Aber im Regal muss trotzdem sagen, wenn du einen Anruf kriegst,
Nadina: weil dein Produkt gut läuft, sie ja Eigenmarken in Anführungszeichen machen, bist du weg.
Nadina: Und du bist abhängig. Und deswegen scheitern jetzt auch viele Startups, die das gemacht haben.
Willy: Die Eigenmarken gibt es ja inzwischen, oder? Genau.
Nadina: Es werden immer mehr Eigenmarken, wenn du in die Regale schaust,
Nadina: von den Billigprodukten.
Willy: Eigenmarken ist jeden klar? Ja.
Nadina: Und ich bin dann hergegangen und gesagt, okay, ich belieferte weiterhin,
Nadina: beispielsweise ein Biller, aber im Pflanziller, im Onlineshop. Warum?
Nadina: Weil meine Konsumentin, meine Konsument ja über einen Onlineshop kaufen.
Nadina: Ich gehe aber über einen Gurkerl parallel, ich gehe über einen Alfie,
Nadina: ich gehe über Bio-Vegan, ich gehe über ganz unterschiedliche Schienen.
Nadina: Parallel baue ich mir ein Catering-Geschäft auf, das heißt, dass ich mit großen
Nadina: Caterer zusammenarbeite, die meine Produkte verwendet.
Nadina: Ich gehe selber in die Gastronomie, das heißt, ich habe Partner,
Nadina: wir sind jetzt im Christkindlort, im Spittelberg mit dem Leberkäst,
Nadina: übrigens um, glaube ich, 6 Euro, also ich finde den okay. gegenüber der tierischen Großzeitwürz.
Nadina: Wir waren jetzt bei der Wiener Wiesn beispielsweise.
Nadina: Das heißt, und wir haben einen Direktverkauf. Du kriegst das Gesamtsortiment
Nadina: ausschließlich bei uns. Das heißt, die Marke immer bei mir,
Nadina: Das heißt, ich habe mich superbrat aufgestellt und bin eigentlich unabhängig.
Nadina: Wann irgendein Kanal mir wegbricht, hebt es mir mein schwächster Kanal und das
Nadina: ist bei mir der Onlineshop.
Nadina: Ich wollte immer, dass der schwächste Kanal meine Fixkosten trägt.
Nadina: Und da ist mir am Anfang erklärt, das funktioniert nicht mit einem Onlineshop,
Nadina: das wirst du nie schaffen im Lebensmittelbereich, natürlich schaffst du das.
Willy: Warum ist Onlineshop so schwierig?
Nadina: Weil natürlich du riesengroße Marketingbudgets dahinter brauchst.
Nadina: Du hast Tages-Adbudgets, ist, damit du verkaufst zwischen 100 und 500 Euro,
Nadina: je nachdem, was du für ein Produkt und wie schwierig das ist,
Nadina: dass du die Zielgruppen erreichst.
Nadina: Und an manchen Zeiten ist es natürlich schwierig, dass du überhaupt durchkommst,
Nadina: dass du ihn erreichst. Ich sage mal, die Frage ist immer, was hast du für ein
Nadina: Marketingbudget auf dem Kauf?
Nadina: Deswegen auch die Entscheidung, dass wir ein möglichst breites Produktportfolio
Nadina: haben, damit viele Leute hoch einkaufen können, den Warenkorb hochhalten,
Nadina: damit du verkaufen kannst.
Nadina: Deswegen auch diese Entscheidung, die eigentlich der Handler sich gewünscht
Nadina: hätte, ein Produkt und da für einige und da Preisführerschaft,
Nadina: habe ich gesagt, viele Produkte und Qualitätsführerschaft.
Willy: Viele Produkte, viele Kanäle.
Nadina: Genau, viele Produkte, viele Kanäle und deswegen, du wirst die anderen Produkte,
Nadina: du wirst in meinem veganen Bereich nicht so viele Anbieter finden,
Nadina: die so viele Kanäle bedienen wie ich.
Nadina: Also du wirst jetzt keinen finden, der auf dem Christkindlmarkt am Ding steht.
Nadina: Wir waren in Münchner Wiesn, waren wir schon vor drei Jahren.
Nadina: Du wirst trotzdem in die Feinkost läden. Also mittelfristig wird es auch ein
Nadina: Franchise-Konzept von der Pflanzerei geben.
Nadina: Einfach weil das Portfolio sich dazu eignet mittlerweile.
Nadina: Selbst da haben wir dann nochmal einen nächsten Vertriebskanal.
Nadina: Das heißt, ich habe mich eigentlich so entschieden, dass ich weniger auf die
Nadina: Eskalierung im ersten Schritt gehe, sondern eigentlich auf ein gesundes Portfolio
Nadina: an Produkten und eine möglichst unabhängige Vertriebsstrategie.
Nadina: Ganz wichtig, eine Magdalena-Vertriebsstrategie. Wenn du bootstrappen willst,
Nadina: ja nicht von einem abhängig machen. Ja nicht.
Willy: Wir haben da eine Frage.
Nadina: Also es ist tatsächlich keine Frage.
Willy: Oder eine.
Nadina: Sondern, genau. Ich bin nämlich... Ein bisschen näher. Ich bin selber 2020 vegetarisch geworden.
Nadina: Und in diesem Jahr habe ich dann den Übergang ins Vegane gemacht.
Nadina: Und in dem ist mir auch aufgefallen, wie unbewusst man eigentlich mit seiner
Nadina: Ernährung umgeht und dass vegan eben auch einfach sein kann.
Nadina: Natürlich, wenn man irgendwelche Allergien hat oder Essstörungen,
Nadina: ist es wesentlich schwieriger.
Nadina: Das habe ich auch selber gemerkt.
Nadina: Aber es ist relativ leicht zu sehen, okay, gut, dieses Produkt hat kein Fleisch drinnen.
Nadina: Das ist mal der erste Schritt. Und durch das Milch und Ei beides Allergene sind,
Nadina: kann man relativ schnell sehen, indem man einfach schaut, hey,
Nadina: was sind die fettgetritten Begriffe hinten,
Nadina: hat man auf einen Blick, ist das jetzt ein veganes Produkt oder nicht.
Nadina: Und auch durch das, wie unbewusst man mit der Ernährung umgeht,
Nadina: verliert man sehr schnell aus dem Blick, was ich erst durch den Übergang geschafft
Nadina: habe, zu realisieren, was alles sowieso von Haus aus vegan ist und was vegan
Nadina: überhaupt wirklich bedeutet und was jetzt einfällt oder nicht.
Nadina: Und das muss nicht so schwierig sein, wie man es sich vorstellt.
Nadina: Und es ist auf jeden Fall leistbar. Meine Lebensmittelkosten sind nicht hochgegangen dadurch.
Willy: Sie nicht?
Nadina: Nein. Also ich habe, als ich noch vegetarisch war, circa gleich viel gebraucht wie jetzt.
Willy: Welche Kosten sind gestiegen? Welche sind vielleicht gesunken?
Willy: Kannst du das irgendjemand sagen?
Nadina: Also zum einen bin ich, also ich übertrage Laktose nicht. Das heißt,
Nadina: ich habe sowieso schon mit Milchersatz gearbeitet, der aber vergleichbar zu Milch ist.
Nadina: Also es ist nicht teurer, man muss ja ein bisschen durchprobieren, was einem schmeckt.
Nadina: Aber da gibt es mittlerweile Alternativen, die von Milch kaum zu unterscheiden
Nadina: sind. Das sind wirklich minimalste Unterschiede,
Nadina: die erst recht an seinen Produkten drinnen sind, nicht auseinanderzuhalten sind.
Willy: Kaufst du, wenn ich frage, den 40 Euro Leberkäse oder den um 15?
Nadina: Guacan.
Willy: Guacan.
Nadina: Das liegt daran, ich muss sagen, mir hat Fleisch generell noch nie so stark geschmeckt.
Nadina: Das heißt, das hat es mir leichter gemacht.
Nadina: Allerdings hat mir auch Gemüse nie so stark geschmeckt.
Nadina: Und für mich hat Veganwerden auch gehasst, dass ich mehr Gemüse ausprobiere
Nadina: und mehr Lust drauf kriege und dass ich meinen Horizont in die Richtung erweitere,
Nadina: was ich ohne dem nicht gemacht hätte.
Nadina: Und generell ist es so, dass man mit beispielsweise Soja-Granulat,
Nadina: sofern man Soja verträgt, oder eben auch Tofu, schon extrem viel machen kann.
Nadina: Sofern man es verträgt, kann man mit Seitan extrem viel machen.
Nadina: Also man ist ja nicht zwingend auf die Fleischalternativen angewiesen,
Nadina: um eine ausgeglichene Ernährung zu machen.
Nadina: Es ist vielmehr eine Hilfestellung, würde ich sagen. Darf ich da auf drei Sachen ganz kurz?
Willy: Drei gleich. Drei gleich.
Nadina: Erstens einmal auf deine Frage hin, preislich. Die Kollegin hat jetzt gerade
Nadina: was gesagt, von wegen die Milch.
Nadina: Pflanzliche Milch wird besteuert mit 20 Prozent, gegenüber der Kurmilch mit 10 Prozent.
Nadina: Das heißt, jemand, der sich pflanzlich ernährt, wird eigentlich nur diskriminiert,
Nadina: obwohl es ein Grundnahrungsmittel ist für die Kollegin.
Nadina: Das heißt, wir sind sogar günstiger im pflanzlichen Milchbereich.
Nadina: Ist ja der Milchbereich, der am stärksten wächst im pflanzlichen Bereich.
Willy: Das gehört Kollegen.
Nadina: Das muss man einfach einmal dazu sagen. Und das heißt, da haben wir schon lange
Nadina: Preisparität. Wenn man nicht steuerlich, sagen wir wirklich Steine, in den Weg legt.
Nadina: Also da haben wir mal politisches Rat, wo wir dran müssen, damit das besser funktioniert.
Nadina: Genau, also mit 10% aufgrund Nahrungsmittel, ob pflanzlich oder tierisch.
Nadina: Dann das Nächste ist, wer kauft, eurer Meinung nach, vegane Produkte?
Nadina: Wer kauft diese Fleischalternativen, die ich produziere?
Nadina: Sagt es euch aus. Wer kauft es?
Willy: Laut schreien.
Nadina: Oder heben wir die Hand, kaufen es Veganerinnen?
Willy: Eine halbe Hand, zwei halbe Hand.
Nadina: Wer kauft uns Veganer? Sind vegane Produkte für Veganer?
Willy: Drei halbe Hand.
Nadina: Wer glaubt, dass vegane Produkte für Vegetarier sind?
Willy: Gleich ein bisschen mehr. Ich kommentiere ein bisschen mit für die Leute, die nur zuhören.
Nadina: Wer denkt, dass vegane Produkte für Fleischreduzierer sind?
Willy: Die meisten.
Nadina: Das heißt, wenn die Kollegin sagt, sie isst es nicht, ist es für mich überhaupt keine Überraschung.
Nadina: Es gibt 70.000 vegan lebende Menschen in Österreich.
Nadina: 30% der vegan lebende Menschen mähen überhaupt keine Fleischalternativen,
Nadina: weil sie kein Fleisch mähen.
Nadina: Es ist total einfach, vegan zu sein, wenn es dir nicht kusst.
Nadina: Ich liebe Fleisch. Für mich ist Weihnachten ein Albtraum, weil ich gerne mal
Nadina: Rindsuppen esse, weil ich gerne meinen Leberkäse esse, weil ich gerne mal Schnitzel esse.
Nadina: Für mich ist es ein Albtraum, so zu leben ohne diese Produkte.
Nadina: Aber ich gehöre jetzt zu diesem 70%. Es ist aber so, dass 85% aller veganen
Nadina: Fleischalternativen von Fleischreduzierern gekauft werden.
Nadina: Das heißt, die, die reduzieren wollen, kaufen sie.
Nadina: Beispielsweise, meine Oma, die Weihnachten kocht, geht zum Metzger,
Nadina: dort kauft die Kalbsbrust für die Familie und für mich kriegt sie nichts.
Nadina: Und natürlich möchte sie für mich auch was Gutes. Das heißt,
Nadina: meine Oma ist eigentlich einmal in der blöden Situation, dass sie was finden
Nadina: muss, freut mich, die mich zum Essen einladen.
Nadina: Leute, die generell sagen, weil die Kinder auf einmal vegetarisch und vegan
Nadina: sind, ich brauche irgendwas.
Nadina: Das ist die große Zielgruppe hinter dem Produkt. Du kannst nie ein Business-Konzept
Nadina: schreiben auf vegan lebende Menschen. und du hättest überhaupt keine Grundgesamtheit.
Nadina: Du brauchst sie in der Markenbildung, aber du brauchst sie von... Es geht sie nicht aus.
Nadina: Es geht sie nicht aus. Also Vegetarier mit 15 Prozent, vegan mit 5 Prozent in
Nadina: Österreich, 3 bis 5 Prozent.
Nadina: Wir sind Vorreiter in der EU aktuell, gemeinsam mit Deutschland beispielsweise.
Nadina: Das heißt, wir werden immer mehr. Und es werden immer mehr, man braucht jetzt
Nadina: nicht Angst haben, aber es werden halt immer mehr, die gerade in der Generation,
Nadina: die jetzt noch jünger sind, wie ihr seid.
Nadina: Da sind wir schon bei 15 Prozent vegan lebender Menschen. Also es werden immer mehr.
Willy: Wer lebt vegan hier im Raum?
Nadina: Ja, aber wir sind schon zu zweit und sind eigentlich sieben Prozent dann in
Nadina: dem Fall. Sagen wir mal so. Auf Grunde.
Willy: Auf Grunde von zwei.
Nadina: Irgendwer out sie wahrscheinlich gerade.
Willy: Okay, ja.
Nadina: Genau, das waren die zwei Punkte, die ich noch gerne ergänzen wollte.
Willy: Ah, da wieder ganz hinten. Jetzt hätte ich fast meine eigene Kamera gerufen.
Willy: Ich wollte fragen, weil sie auch gemeint haben, so im Supermarkt und so,
Willy: dass dann die Mitarbeiter zum Beispiel das auch einfach so von der Mundpropaganda
Willy: schlecht geredet haben oder das scheinbar sehr negativ stigmatisiert ist,
Willy: das Vegan-Sein in Österreich zumindest,
Willy: ist es auch an sich möglich, dass man zum Beispiel Fleischprodukte einfach ergänzt
Willy: mit zum Beispiel ihren Rezepturen.
Willy: Also dass man vom Grundprodukt nicht macht, Fleisch verzicht,
Willy: jetzt negativ gesehen, sondern sozusagen das Fleisch erweitert mit anderen Sachen.
Willy: Weil die Grundidee ist ja vermutlich nicht, dass jetzt die Leute vegan werden,
Willy: wie Sie gesagt haben, sondern dass die Leute weniger Fleisch essen.
Willy: Wäre es dann nicht vielleicht einfach sinnvoller, um bei der Bevölkerung anzukommen, auf dieses Prinzip,
Nadina: Fleischproduktion zu geben. Kennst du Rebel Meat? Rebel Meat hat genau das gemacht.
Nadina: Das ist ein Unternehmen, die haben jetzt gerade verkauft.
Nadina: Ich sage mal, es gibt noch ein Produkt, das am Markt ist, das Grundsortiment nicht mehr.
Nadina: Die haben genau das gemacht. 50 Prozent Schwammerl und 50 Prozent,
Nadina: oder ich glaube 30, 70 oder 50, 50 Edelpilze auf der einen Seite und Gemüse
Nadina: und auf der anderen Seite Fleisch. Es ist halt die Frage.
Nadina: Ich verstehe, was du meinst, aber es gibt es auch sonst nicht wirklich am Markt.
Nadina: Also es hat sich nicht durchgesetzt.
Willy: Die 50-50-Produkte.
Nadina: Die 50-50-Produkte haben sich nicht durchgesetzt. Es hat dann Einzelhandel-Initiativen
Nadina: gegeben, die genau das Gleiche gemacht haben, hat sich auch nicht durchgesetzt.
Nadina: Also an sich ist es wahrscheinlich, der größte Teil, die sich für ein Leben
Nadina: ohne Fleisch entscheiden, ist eine ethische Komponente.
Nadina: Und das darfst du trotzdem nicht übersehen, weil die fallen da schon mal weg,
Nadina: weil die rühren das alle nicht an.
Nadina: Und die Frage ist halt, ist der Markt groß genug für die Kategorie?
Nadina: Und die Antwort hat sich aktuell gezeigt, dass es nicht ist.
Nadina: Dass die Nachfrage nicht da ist nach dem. Also du hast viel mehr Wachstum beim
Nadina: Veganen. Vegetarisch geht auch zurück.
Nadina: Also Hybrid hat gar nicht und wenig funktioniert. Vegetarisch verschwindet am
Nadina: Markt, weil die veganen Produkte so gut sind.
Nadina: Und der vegane Bereich hat aktuell Erwachstum von 7,2 Prozent,
Nadina: wo du ungefähr bist in Österreich.
Willy: Vegetarisch verschwindet am Markt, weil die veganen Produkte diesen Platz einnehmen.
Willy: Was ist da der Hintergrund?
Nadina: Dass die Qualität der veganen Produkte einfach gestiegen ist.
Nadina: Und dass es teilweise einfacher ist, gleich vegan zu sein wie vegetarisch.
Nadina: Weil es ist eigentlich nur das Ei, das meistens ein bisschen ein Problem ist, das du ersetzt.
Nadina: Die Milch ist überhaupt kein Problem mehr zum ersetzen.
Nadina: Es ist meistens das Ei, das merkt ihr beim Kuchen machen, beispielsweise.
Nadina: Oder wir haben jetzt einen Kaiserschmoren, den ich kaufe den meisten,
Nadina: weil sie sagen, ich bringe es nicht gescheit hin mit dem Ei,
Nadina: dass es mir fluffig wird.
Nadina: Du kannst jetzt beispielsweise, was ich immer nehme, ist von Leguminosen,
Nadina: Also von Erbsen beispielsweise, die Flüssigkeit, die du aufschäumst.
Nadina: Chiasamen, die du länger stehst. Also es gibt Möglichkeiten,
Nadina: aber es ist nicht ganz so einfach, ehrlich gesagt.
Willy: Da hinten noch eine Frage? Ja. Ah, nee. Geht es sich mehr um die Umwelt,
Willy: Gesundheit, Tierwohl oder mehr ums Geld?
Nadina: Mir?
Willy: Ja, beim Unternehmen.
Nadina: Mir geht es darum, dass die Leute weniger Fleisch essen. Also wenn ich ganz
Nadina: ehrlich bin, ich habe noch nie so wenig verdient wie jetzt.
Nadina: Ich habe noch nie so viel gearbeitet wie jetzt. Also wenn ich nicht selbst vegan wäre,
Nadina: Ganz ehrlich gesagt, dann würde es das Unternehmen in dem Fall nicht geben.
Nadina: Wenn ich nicht selbst so stark dahinter wäre, dass es diese Produktvielfalt
Nadina: gibt, dass ich selber bei euch sitze.
Nadina: Ich möchte wissen, ob sich ein Konzern her sitzt, der nur Produkte macht und
Nadina: mit euch über das Thema diskutiert.
Nadina: Wie kann man vegane Produkte mehr in die Masse bringen? Also ich glaube nicht,
Nadina: dass ihr da einen sekt, der sich her sitzt zu euch.
Willy: Aber du bist nicht gegen Geld verdienen.
Nadina: Es ist ein bisschen Nachhaltigkeit. Nein, das geht es nicht.
Nadina: Nachhaltigkeit basiert auf drei Säulen. Da sind wir uns einig, oder?
Nadina: Auf einer sozialen, auf einer ökologischen und ökonomisch. Es funktioniert umweltschützend,
Nadina: soziale Gerechtigkeit nicht, wenn ein Unternehmen es nicht schafft,
Nadina: auch Geld damit zu verdienen.
Nadina: Das geht nicht. Ich habe Mitarbeiter.
Nadina: Wie sollte ich meine Mitarbeiter zahlen, wenn ich nicht ein bisschen was verdiene am Produkt?
Nadina: Und ich habe genug, und das möchte ich auch sagen, Jobangebote, die ich kriege.
Nadina: Sei es aus dem Unternehmertum oder aus der Politik, wo ich viel mehr verdienen
Nadina: würde. Nur der Hebel der Pflanzerei ist einfach größer.
Nadina: Um das geht es mir. Ich sitze nicht da, weil ich jetzt da mit meinem Porsche
Nadina: heimfahre, sondern ich habe ein Klimaticket von dem und so gesehen.
Nadina: Meine Kleidung ist second hand, meine Einrichtung ist second hand.
Nadina: Ich liebe es so, wie ich lebe. Mir taugt das, weil ich jeden Tag aufstehen kann
Nadina: und das machen kann, wo ich voll den Sinn dahinter sehe.
Nadina: Für mich ist es einfach eine Lebensentscheidung, weil ich selber vegan bin,
Nadina: weil ich meine Landwirte kenne, weil ich meine Produzenten kenne,
Nadina: weil ich auch meine Kunden mitunter kenne, weil ich selber bei Events stehe.
Nadina: Das ist das, was mir taugt. mir taucht Zeit bei euch zu sein und mit euch über
Nadina: das Thema zu diskutieren.
Nadina: Das ist das, warum ich das mache. Ich mache es nicht, weil ich am Ende des Tages...
Nadina: Wenn ich Geld allein mache, ganz und gar nicht.
Nadina: Da hätte ich ganz andere Entscheidungen getroffen in den letzten Jahren,
Nadina: die man, wenn es mir um das geht, wo man ganz was anderes, wo ich ganz was anderes geschaffen hätte.
Nadina: Nur, was hätte ich am Ende des Tages erreicht für mich?
Nadina: Oder wie es sehr die Sache ist, immer man sucht einen Job mit Sinn.
Nadina: Aber jemand, der da nur sagt, als Unternehmerin, ich mache das als sozialer
Nadina: und nur ökologischer, also nur ökologischer, das ist kein Unternehmer.
Willy: Das geht nicht. Aber wo waren für dich die Kompromisse, die du eingehen würdest,
Willy: wenn es wirtschaftlich jetzt eng wird?
Willy: Also wo würdest du Abstriche machen? Das hast du mich schon einmal gefragt.
Willy: Es ist ja eine valide Frage, weil man muss am Ende, am Ende muss man Geld verdienen,
Willy: sonst ist man weg aus Unternehmen.
Willy: Man kann nicht nur, deswegen dieser Spruch, Schäkstamm ist auch tot,
Willy: das bringt halt auch nichts, wenn man es vor lauter gut aufhört man weg tut,
Willy: erreicht man auch nichts. Wo würdest du Abstriche machen?
Nadina: Also, ich würde einmal, die Pflanzerei hat aktuell ein Sortiment von 50 Produkten.
Nadina: Das heißt, viele von diesen Produkten existieren, weil es ich mag.
Nadina: Viele von diesen Produkten sind vom DB her nicht so interessant.
Willy: Deckungsbeitrag.
Nadina: Ja, Betriebswirte sind da jetzt angehend. Genau, also ich hoffe,
Nadina: dass Deckungsbeitrag für jeden ein Begriff ist.
Nadina: Das heißt, wenn ich jedes Produkt jetzt messe, rein nach dem,
Nadina: ob es was bringt, dann müsst ihr die einige streichen davon.
Nadina: Aber weil am Ende des Tages der Österreicher dann zum Überzeigen ist,
Nadina: wenn er am Tisch das Produkt kriegt, was er mag, was sein Lieblingsessen ist.
Nadina: Und da sind wir Österreicher im Fleischbereich so gebrat.
Nadina: Das ist unfassbar. Wenn du grillen, wenn du machst, wir haben eine Grilllinie,
Nadina: da haben wir 17 Grillprodukte.
Nadina: Vom Ripperl angefangen, über Käsegräner in drei Varianten, über Spieß, über Schneckenspieß.
Nadina: Es ist irre, wie viel der Österreicher einen Spieß allein macht.
Nadina: Wildlinie. Fünf Produkte brauchst du, damit du die Wildlinie überhaupt abdeckst.
Nadina: Der österreichische Gaumen ist so broad und du möchtest ja eigentlich jeden
Nadina: erreichen. Deswegen bleiben diese Produkte.
Nadina: Würde ich finanziell nur die Entscheidung der Betriebswirtin in mir habe,
Nadina: dann sterben wir mal ein Teil von dieser Produktlinie und es gäbe schon längst eine Billiglinie dazu.
Nadina: Das gibt es. Das hätte es schon längst gegeben.
Willy: Es gäbe eine Billiglinie.
Nadina: Es gäbe definitiv eine Billiglinie dazu.
Willy: Und wo würdest du, weil die Frage war jetzt nicht, wo würdest du die Produkte
Willy: wegtun, verstehe ich natürlich mit dem Deckungsbeitrag betriebswirtschaftlich,
Willy: aber bei der Nachhaltung, bei Pflanzenwohl, wenn man das vorher so gehabt hat,
Willy: wenn man das begriffen hat, wo würdest du Abstriche machen?
Willy: Welcher dieser Nachhalt der sozialen und ökologischen Faktoren,
Willy: die da jetzt auch so wichtig sind in dieser Drei-Säulen-Logik,
Willy: wo würdest du sagen, da würde ich am ersten...
Nadina: Industrielle Fertigung, wir vorraten über Maschinen. Das heißt,
Nadina: es stammt, was geht nur mit den Menschen, die notwendig sind,
Nadina: um die Maschinen zu bedienen. Automatisieren. Automatisierung wäre die Antwort.
Willy: Also das, was wir vorher gesagt haben, mit dem Gänselbeinseln.
Nadina: Genau, dieses Produkt würde sofort sterben, gab es in dem Fall nicht.
Nadina: Es würde wirklich maschinell produziert werden, soweit es geht,
Nadina: realistisch muss man sein, das sind trotzdem die gleichen Produzenten.
Nadina: Du würdest auch den Proteinanteil reduzieren. Du würdest nicht,
Nadina: wie ich, mit Erbse arbeiten, was das teuerste Protein ist.
Nadina: Du würdest mehr mit Weizen und mit Soja arbeiten, wo die Allergene dann auftauchen,
Nadina: weil natürlich nicht jeder es vertragt.
Nadina: Du würdest natürlich auch mit dem Wasseranteil spülen, weil jetzt schaue ich,
Nadina: dass der Wasseranteil gering ist, damit die Nährstoffdichte hoch ist.
Nadina: In dem Fall würde ich genau an der schrauben. Und die Frage ist,
Nadina: wer produziert und wo produziere ich?
Nadina: Und was ist die Haltbarkeit von dem Produkt? dann habe ich nämlich eine Haltbarkeit
Nadina: von einem halben Jahr oder sagen wir mal ein Jahr oder sonst etwas im frischen
Nadina: Bereich, weil es pastorisiert.
Nadina: Oder ganz viel Inhaltsstoffe nimm, die mir erlaubt, dass es lang hält.
Nadina: Weil der Konsument will zwar alles selber frisch, aber er möchte,
Nadina: dass es drei Monate im Kühlschrank hält.
Nadina: Ich würde genau das machen und dann diese Schrauben tragen.
Nadina: Und die machen ein Produkt dann in dem Fall auch günstiger. Und das wäre die
Nadina: zweite Linie. Aber klar kommuniziert.
Nadina: Wichtig ist, im ersten Schritt war es für mich wichtig, eine klare,
Nadina: starke Positionierung im Gesamtsortiment.
Nadina: Indem, dass du sagst, du holst die Österreicher ab. kommt es jetzt,
Nadina: und da kommen wir hundertprozentig hin, also die Frage, wird sich die nächsten
Nadina: Monate stehen, weil der Markt einfach extrem sich bereinigt,
Nadina: aktuell auch im veganen Bereich, es war noch nie so stark, dass die Unternehmen
Nadina: insolvent gehen bei uns,
Nadina: Und aufhören einfach auch?
Willy: Weil die Kostostruktur einfach so...
Nadina: Weil du gar nicht mehr einkaufen kannst. Beispielsweise, jetzt müsst ihr euch
Nadina: vorstellen, wie ich angefangen habe, habe ich natürliche Aromen um 20 Kilo einkauft.
Nadina: 20 Kilo natürliches Aroma vom Schwein beispielsweise.
Nadina: Jetzt muss ich nehmen 200 Kilo.
Nadina: Das heißt, du kannst als neues Unternehmen gar nicht mehr in den Markt rein.
Nadina: Du kannst gewisse Mengen gar nicht mehr machen.
Willy: Was ist ein natürliches Aroma?
Nadina: Dass du den Geschmack hinkriegst, beispielsweise vom Schwein,
Nadina: da hast du natürliche Aromastoffe, mit denen du arbeiten kannst.
Nadina: Genau, beispielsweise, und da musst du aber einkaufen. Nur die Mindestmengen
Nadina: waren am Anfang sehr gering, genau wie das Rapsöl, was ich in 10 Kilo gekauft
Nadina: habe, wo ich jetzt Tonnen kaufen muss.
Nadina: Du kommst gar nicht mehr im Markt rein. Und jemand, der jetzt gerade aus dem
Nadina: Markt zurückgeht, kann in diese Mengen nicht mehr einkaufen.
Willy: Da bist du aber auch wahrscheinlich an der Grenze, oder?
Nadina: Durch die große Produktvielfalt nicht, weil wir es ja verteilen können auf 50 Produkte nach wie vor.
Nadina: Aber wäre das jetzt nicht der Fall, oder was ich tue, ist einfach,
Nadina: ich schaffe Synergien mit anderen Marken, wo wir gemeinsam einkaufen.
Nadina: Wir haben zum Beispiel Einkaufsgemeinschaften und solche Sachen,
Nadina: die du auch brauchst im Hintergrund.
Willy: Sorry, ich habe es gesehen, aber wir haben doch noch eine Perspektive.
Nadina: Ich wollte mir was zum Ei ergänzen. Und zwar der vegane Eiersatz kann man in
Nadina: ein bisschen größeren Packungen kaufen.
Nadina: Und ich habe das mal verglichen. Ich bin, wenn ich mich richtig entsinnt,
Nadina: darauf käme, dass das tatsächlich nur die Hörfte von dem kostet,
Nadina: wie wenn man das gleiche in tatsächlichen Eiern kaufen würde.
Nadina: Weil man von dem eben nur 5 Gramm braucht, das man mit Wasser zusammen mischt
Nadina: und dann aufquillen lässt.
Willy: Du hast recherchiert, gell?
Nadina: Nein, ich habe nicht recherchiert, das sind tatsächlich nur Stichworte für mich.
Nadina: Und dass auch der vegane Käse vergleichbar ist mit dem nicht-veganen Käse preislich,
Nadina: geschmacklich muss man sich ein bisschen durchtesten, das muss man dazu sagen.
Nadina: Und dass der größte Unterschied darin liegt, ob man würzen kann oder nicht.
Nadina: Das ist natürlich, man tut immer beim Fleisch so, aber du isst das Fleisch auch
Nadina: nicht ungewürzt in der Regel.
Nadina: Du tust automatisch Salz, Pfeffer und Gewürz drauf. So tust du mit dem Tofu
Nadina: eigentlich auch. Und wenn du die Logik einmal rauslust.
Willy: Fleisch schmeckt danach nichts, wenn du es nicht würzt.
Nadina: Genau, das geht es. Ich wollte eh auch gleich ansetzen beim veganen Käse.
Nadina: Das ist lustig, weil ich habe eine Zeit lang, wo ich probiere, doch vegan zu sein.
Nadina: Ich habe auch mit Freundinnen darüber geredet, die Ähnliches probiert haben.
Nadina: Und zum Beispiel im Käse war so ein Punkt.
Nadina: Wir haben irgendwie nichts gefunden, was wirklich irgendwie gleich schmeckt.
Nadina: Teilweise ist es so gummig oder teilweise wirklich schmeckt es einfach überhaupt nicht gut.
Nadina: Das hätte mich auch interessiert. Ist das irgendwie schwieriger nachzustellen
Nadina: oder so, als jetzt zum Beispiel Fleisch oder so, Fleischersatz?
Nadina: Käse meinst du jetzt? Ja, Käse. Also, je nachdem ich es selber vegan bin.
Nadina: Nein, ich verstehe deinen Käse wirklich. Der Käse war das Allerschlimmste für
Nadina: mich auch zum Aufhören. Butter? Nein, Butter ist wurscht, aber Käse ist ganz schlimm.
Nadina: Ich habe ewig lang gebraucht. Ich habe angefangen, wie gesagt,
Nadina: mit der Leberkäselinie und Und nach dem klassischen Leberkäse war für mich das
Nadina: Wichtigste der Käseleberkäse.
Nadina: Und es war so schwierig, einen Käse zu finden, einfach weil ich privat schon
Nadina: nicht gewusst habe, was ich für einen isse.
Nadina: Und dann natürlich im Produkt auch. Und jetzt müssen wir uns vorstellen,
Nadina: im Veganen hast du diese Aggregatzustände, die du auch noch wechseln musst.
Nadina: Das heißt, der muss funktionieren kalt und der muss funktionieren,
Nadina: wenn es ihn bei 80 Grad beispielsweise erhitzt.
Nadina: Da darf der nicht die Farbe verlieren. Das kennt ihr sicher,
Nadina: dann wird er auf einmal blass oder ein Rind oder ein Dehnsehnen.
Nadina: Das ist dann noch mal eine Komplexitätsstufe.
Nadina: Und ich weiß noch, das war wirklich ganz, ganz ein Riesenglück.
Nadina: Ich habe einen Käse gefunden, der von griechischen Klarbauern produziert wird.
Nadina: Der wird in Griechenland im Regal angeboten als nicht-veganer Käse,
Nadina: weil nur wenn du die Zutatenlisten siehst, siehst du, der ist vegan.
Nadina: Der passiert auf einer Olivenölbasis.
Nadina: Das heißt, in Griechenland hast du Olivenbauern, die nur das Extrakt der Oliven verwenden.
Nadina: In Österreich hast du das Thema, du hast in Österreich klimabedingt auch schon
Nadina: Olivenbauern, nur die verwenden die gesamte Olive und verkaufen auch die gesamte
Nadina: Olive. Wir haben Olivenbauern mittlerweile, genau.
Nadina: Genau, und in Griechenland ist es aber üblich, dass du Olivenbauern hast,
Nadina: in einer großen Menge, und die, die Oliven auch so extrahieren,
Nadina: dass du nur den Geschmack kriegst.
Nadina: Bei veganen Produkten hast du den Billigkäse, basiert auf Palmöl in der Regel,
Nadina: das muss man sagen. Das ist einmal das Billigprodukt.
Nadina: Dann hast du Kokosöl, das ist die nächste Geschichte, oder du hast ganz so chemische,
Nadina: technische, irgendwie das verstehst du gar nicht, was da steht im Käse. Das sind so die dritte.
Nadina: Palmöl haben wir nirgends drin, in keinem Produkt. in das Veganleben der Mensch
Nadina: sieht Palmöl nicht so kritisch vom Ertrag und auch wenn es nachhaltig anbaut
Nadina: ist es nicht, also ich kann diese Hetzerei gegen Palmöl nicht nur verstehen genauso Soja,
Nadina: es geht gut und geht schlecht, wenn du es zertifizierst,
Nadina: auf jeden Fall,
Nadina: der basiert auf 2,3% Kokosfett,
Nadina: Und der Rest ist Olivenöl-Extrakt. Und die Olive schafft leider Gottes dieses Warm-Kalt nicht.
Nadina: Deswegen brauchst du eins von diesen drei, ich sage einmal, kritischeren Rohstoffen in meiner Augen.
Nadina: Und die Olive holt aber den Geschmack.
Willy: Dass es fest wird.
Nadina: Genau, das macht das Kokosöl. Und der Geschmack, dieser Off-Flavor,
Nadina: den man kennt eigentlich besonders von der Erbse, weil es so komisch schmeckt,
Nadina: wenn du nicht irgendwie geschmacklich was machst, das hat die Olive in dem Fall nicht.
Nadina: Also wir haben diesen Käse dann glücklicherweise für den Leberkäse verwendet
Nadina: und weil der so gut angekommen ist, ist er jetzt auch in der Käsekreiner drinnen,
Nadina: ist im Käsegarambleu drinnen, wird auch als Käse allein verkauft,
Nadina: weil, und da sind wir wieder betriebswirtschaftlich,
Nadina: mit den Griechen zu arbeiten ist ein Riesenchallenge.
Nadina: Ich traue mir das jetzt gar nicht,
Nadina: dass ich da sage, aber das ist richtig schwierig. Sagst du aber trotzdem?
Nadina: Ja, das ist richtig schwierig. Das ist eine Lebensaufgabe manchmal,
Nadina: dass du das kriegst, was du bestellt hast, in der Qualität und in der Menge,
Nadina: was du bestellt hast, und den Preis, was du bestellt hast, da gibt es ganz viele
Nadina: Variablen, die herausfordernd sind.
Nadina: Aber nachdem wir uns den Wahnsinn schon andern, verkaufen wir es auch mittlerweile in die Gastronomie.
Nadina: Also der Produkt ist so gut, das ist aber einer der wenigen Käse,
Nadina: wo ich der Meinung bin, dass es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und es
Nadina: hat eine verhältnismäßig gute Zutatenliste. Käse ist immer kritisch.
Nadina: Also Käse ist definitiv, was den Eiweiß-Gehalt betrifft, aber das ist kritisch.
Nadina: Aber probieren wir uns an, der ist gut.
Nadina: Schleichwerbung.
Willy: Sagt die Unternehmerin. Dann haben wir da noch eine Frage.
Nadina: Ja, beim Podcast mit dem Willi vor einem Jahr haben Sie jemanden den Namen gehört.
Nadina: Er war nicht fertig. Plus, plus, plus, plus lang. Nein, der war wirklich lang.
Nadina: Aber Sie haben eine 17-Seiten-Liste gehabt mit Anforderungen für Ihr Unternehmen.
Nadina: Sind da Punkte dazugekommen? Ist die länger, ist die kürzer?
Nadina: Oder ist es schon mit die 20-Kilometer-Radius von Produzenten jetzt komplett Geschichte.
Nadina: Also, für alle, die die dreieinhalb Stunden nicht gehört haben,
Nadina: wie ich angefangen habe...
Willy: Ich habe das jetzt gehört, diese Zeiten, diese Zeiten.
Nadina: Nein. Was ich gemacht habe, wie ich meinen Job hingeschmissen habe.
Nadina: Unabhängig davon, dass ich meiner Mama wahrscheinlich fünf Jahre das Leben gekoste
Nadina: habe, wie ich es ihr gesagt habe, habe ich aufgeschrieben, wie ich mir vegane
Nadina: Fleisch- und Wurstprodukte vorstelle.
Nadina: Und das in einem 17-Seiten-Konzept. Das habe ich damals auch beim Klima- und
Nadina: Energiefonds eingereicht als nachhaltige Business-Idee.
Nadina: Und damals bin ich ausgezeichnet worden und bin dann unter die zehn nachhaltigsten
Nadina: Startups mit dieser Idee gekommen.
Nadina: Diese 17 Seiten haben sich in der Realität nicht vollständig umsetzen lassen.
Nadina: Einfach aus dem Grund, weil allein das Thema Bio, was ich draufgehabt habe,
Nadina: im veganen Bereich die Nische der Nische ist. Du einerseits die Produzenten
Nadina: nicht findest, im Metzgerbereich, schon beim Handwerksbereich nicht und auch
Nadina: die Rohstoffe und der Preispunkt nochmal ganz woanders ist.
Nadina: Du hast jetzt gesagt, diese 20 Kilometer Distanz.
Nadina: Aktuell, und das hat sich eigentlich durch die Ukraine-Krise entwickelt,
Nadina: du musst froh sein, wenn du gewisse Rohstoffe kriegst in Europa,
Nadina: in Österreich, in umgrenzend Österreich.
Nadina: Es war vorher verhältnismäßig einfacher, weil ich im Metzger war in Nicht-Österreich,
Nadina: Die Verwandtschaft hat Erdäpfchen angebaut.
Nadina: Also das hast du irgendwie so abgebilden können. Einerseits durch die Menge,
Nadina: die dazukommen ist, aber andererseits durch genau Ukraine-Krieg,
Nadina: Inflation 5 bis 10 Prozent.
Nadina: Also hast du dich einfach nur viel erschwert.
Nadina: Was gleich geblieben ist, ist das Thema Handwerk, handwerkliche Betriebe zu
Nadina: nehmen, was für mich das Wichtigste war, nämlich das, dass du sagst,
Nadina: du arbeitest mit Metzgern, mittlerweile mit den ersten Bäckern,
Nadina: also mit der Bäckerbranche haben wir jetzt angefangen.
Willy: Mit der Bäckerbranche.
Nadina: Genau, mit der Bäckerbranche. Dann natürlich möglichst österreichische Zutaten.
Nadina: Da geht es darum, dass die Leute, jeder von uns kennt, Erdäpfeln,
Nadina: Zwiebel, Kaffee und das kennt man.
Nadina: Deswegen auch Begriffe, die man kennt, schauen, dass man nicht,
Nadina: weiß Gott, was für Allergene verwendet, damit es jeder essen kann.
Nadina: Auf der anderen Seite, Produkte, die frisch sind. Das heißt,
Nadina: meine Produkte halten zwölf Tage.
Nadina: Für einen Handel komplett uninteressant. Warum? Weil ich beispielsweise mit Zwiefel arbeite.
Nadina: Zwiefel in groben Sticken. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt,
Nadina: meine Oma. Die Fleischlauber-Geschichte war für mich als Kind immer alt dran,
Nadina: weil die Oma hat Fleischlauber gemacht und der Zwiefel war viel zu grob geschnitten.
Nadina: Jedes Mal waren diese Zwiefelsticken drin und jetzt gehasst das Kind.
Nadina: Wie ich öter geworden bin, war das das Allergeilste für mich, diese Zwiefelsticken.
Nadina: Ich habe in den Handel dieses Produkt reinverkauft. Haltbarkeit viel zu kurz.
Nadina: Natürlich ist die Haltbarkeit zu kurz, nur die Alternative ist,
Nadina: auf Pulver umzusteigen.
Nadina: Aber was hat das für einen Mehrwert, wenn ich österreichische Zwiebelbauern
Nadina: habe und dann einen Pulverkauf von irgendwo?
Nadina: Das heißt, ich habe immer geschaut, dass ich die Werte, die ich habe,
Nadina: auch durchbringe in die Produkte mit Abstrichen.
Nadina: Weil mittlerweile muss ich froh sein, wenn meine Rohstoffe aus Österreich kommen und lieferbar sind.
Willy: Welche sind das?
Nadina: Ja, die Erdbewegungen das ganze Jahr. Es geht auch Zwiebel das ganze Jahr.
Nadina: Kaffee, die müssen wir teilweise lagern. Rode Ruhm kriegst du auch die haltender
Nadina: Länge. Also du kommst über den Winter eigentlich drüber.
Nadina: Aber die Frage, Erbsen nicht. Erbsen kriegst du ausschließlich aus Frankreich
Nadina: in der gesamten EU. Also du hast in Österreich auf 5000 Hektar Erbse.
Nadina: Die ist aber die grüne Erbse. Auf wie viel? 5000 Hektar.
Willy: Gibt es andere auch noch?
Nadina: Ja, wir verwenden die gelbe Schälerbse. Im veganen Bereich verwendst du nie die grüne Erbse.
Willy: Händler gelbe Schälerbse?
Nadina: Genau. Du verwendst nicht die grüne. Die sind klassisch das,
Nadina: was der Handel schon einkauft, wenn es produziert wird.
Nadina: Also wenn der Bauer es anbaut in Österreich, ist das eigentlich schon im Handel
Nadina: drauf. Das ist dann die Markfelder Erbsen, die es irgendwo kriegt im Lebensmittelhandel.
Nadina: Du, im veganen Bereich arbeitest du mit der gelben Schälerbse.
Nadina: Wird in Österreich nicht angebaut, weil es keine Förderung seitens der Politik gibt?
Nadina: Im Unterschied zu Donausäu, die Landwirte damit unterstützt,
Nadina: dass sie die richtigen Sorten finden, dass sie sich anbauen können,
Nadina: dass sie den Abnehmer finden. Im Erbsenbereich gibt es das nicht.
Nadina: Das heißt, das Lokalste, wo du Erbsen kaufen kannst, die Gaube Schäle,
Nadina: ist in Frankreich. Dort wird sie angebaut und auch verarbeitet.
Nadina: Weil das Nächste ist, selbst wenn du sie in Österreich anbauen würdest,
Nadina: du kannst sie es nicht verarbeiten und müsstest trotzdem nach Frankreich.
Nadina: Und die Frage für mich ist dann halt immer, was ist mit dem CO2-Fußabdruck?
Nadina: So ehrlich muss man sein.
Nadina: Es ist hundertmal einfacher, die in Frankreich anbauen zu lassen,
Nadina: dort verarbeiten zu lassen und herzuholen.
Nadina: Wie gesagt, dann ist ja auch die Frage der Lagerung. Also wenn du das besser
Nadina: abrufen kannst, ist das die nachhaltige Variante.
Nadina: Aber auch da müsst ihr euch vorstellen, vor fünf Jahren habe ich ewig,
Nadina: also was Gott, ganz naiv, Landwirtschaftskammer, Bauernbund telefoniert,
Nadina: wie schaut es aus, ich brauche die Erbse.
Nadina: Überhaupt keine Diskussion. Ich glaube, sie haben mit dem Pflanzenschutz nach
Nadina: Oberösterreich verbunden. Niemand hat diskutiert mit mir.
Nadina: Also es ist das Interesse halt nicht da, ich sage einmal, des politischen Systems,
Nadina: auch wirklich die Landwirtschaft in meinen Augen zukunftsfähig zu machen.
Nadina: Wir reden von zukunftsfähig und machen,
Nadina: Wir haben eine Eiweißstrategie damals unter der Köstinger gehabt,
Nadina: es hat sich nichts geändert.
Willy: War eine Landwirtschaftsministerin.
Nadina: Genau, war eine frühere Landwirtschaftsministerin. Es hat sich nichts geändert.
Nadina: Die aktuelle, sage ich mal, landwirtschaftliche Position ist,
Nadina: wenn irgendjemand fälschlicherweise Sojamilch verwendet, haben wir leider Gottes
Nadina: politische Vertreter, die sich mehr über das Wort aufregen, wieder zu verstehen,
Nadina: dass das eigentlich das ist, wo der Markt wächst und wo wir eigentlich sein sollten.
Nadina: Also wir sind da in einem System drinnen, wo du eigentlich nach vorn gekonnt
Nadina: hast. Aber die eigene Landwirtschaft will ich nicht.
Nadina: Also das ist so das große Thema. Und ich sitze dann auf Pendels mit Vertretern,
Nadina: mit führenden Vertretern der Landwirtschaft, die mich maximal belächeln,
Nadina: obwohl ich in dem Bereich bin, wo ein Wachstum da ist.
Nadina: Wo man sagt, helfen wir doch die Landwirte, dass sie wegkommen von,
Nadina: wenn sie wollen, von einer Tierhaltung hin zu einem Protein,
Nadina: pflanzlichen Proteinsystem.
Nadina: Da ist die Nachfrage da. Und die Nachfrage wächst, die Nachfrage wächst nicht,
Nadina: dass die Leute mehr tierische Sachen wollen, sondern sie wollen mehr pflanzliche
Nadina: Sachen in die nächsten Generationen.
Willy: Diskutier einfach hart rein.
Nadina: Aber unser System ist ja leider Gottes, also,
Nadina: Schwierig. Herausfordernd. Woran glauben Sie, dass sich da nichts ändert?
Nadina: Wenn ein Wachstum eigentlich da ist, ist es das Geld? Ist es,
Nadina: weil zu wenig Information da ist?
Willy: Wo sind die Barrieren?
Nadina: Es sind Barrieren, zu wenig. In der Schweiz hast du Landwirte,
Nadina: die aussteigen wollen aus der Tierhaltung, haben die Möglichkeit,
Nadina: dass sie zu einem Verein gehen.
Nadina: Der unterstützt sie, wie man pflanzliche Proteine anbaut.
Nadina: Das heißt, wie scharf es von der tierischen Proteinproduktion zur pflanzlichen
Nadina: Proteinproduktion. Du hast in Österreich keinen.
Willy: So ein Verein in der Schweiz?
Nadina: In der Schweiz gibt es den ja. Weißt du, wie du hast? Nein, da muss man nur googeln.
Nadina: In Deutschland gibt es das auch. In Deutschland gibt es sowas auch so annähernd.
Nadina: Da hast du auch ein Landwirtschaftskammer, ein System, wo du einerseits Proteine
Nadina: tierisch und pflanzliche Proteine förderst. In Österreich gibt es das nicht.
Nadina: Es gibt in Österreich. Die Landwirtschaftsvertretung sorgt sich für tierische Produkte.
Nadina: Das muss man einfach ganz klar sagen.
Nadina: Österreich hat viel Grünfläche und die einzige Antwort, die du aus der Landwirtschaft
Nadina: kriegst, ist, stellst du dich hier drauf?
Nadina: Ja, aber weiß ich nicht, ob das die Zukunft ist. Der Milchbereich ist der,
Nadina: der am stärksten schrumpft.
Nadina: Also glaube ich nicht, dass das die Antwort ist. Nur du hast Landwirtschaftsvertreter,
Nadina: die ganz stark in einem Lobbysystem drin sind, Bauernbund, noch schlimmer.
Nadina: Und wie soll das, wie soll das sich ändern? Ich bin jedes Mal die Einzige,
Nadina: die aus einer pflanzlichen Perspektive teilweise da sitzt als Unternehmerin
Nadina: und das immer wieder fordert, weil ja die Nachfrage Sierk und Österreich, und das ist das Schöne,
Nadina: Zu uns kommen die Leute von überall her, damit sie Schnitzel essen, oder?
Nadina: Die kommen, sitzen sie auf die Berghütten und essen da um 20 Euro Schnitzel
Nadina: und einen Kaiserschmarrn.
Nadina: Warum sollte es nicht genauso aus der österreichischen Landwirtschaft mit dem
Nadina: Bild kommen, dass es pflanzlich ist?
Nadina: Wir konnten genauso wie die Schweiz, das muss ich nur sagen,
Nadina: weil ich das einfach als meine Mission sehe.
Nadina: Die Schweiz steht für hochwertige Schokolade. Warum können wir nicht für hochwertige
Nadina: Fleisch- und Wurstprodukte aus Pflanzen stehen? wo wir doch die Rohstoffe haben,
Nadina: die Produzenten hätten, das Bild haben, wo die Leute schon hinkommen.
Nadina: Das verstehe ich nicht. Und da wirst du mir nie dieses Bild.
Nadina: Die Lila Kuh, in Anführungszeichen, braucht man jetzt für vegane Produkte,
Nadina: dass die Leute wirklich Lust haben, österreichische Spezialitäten zu essen.
Nadina: Und warum dann nicht eine pflanzliche Schnitzel?
Nadina: Nur wenn wir uns in der Politik selber nicht einig sind, dann wird das nicht
Nadina: nach außen funktionieren.
Willy: Frau Ruedli, ich muss doch jetzt einen Punkt machen. Ich mache das jetzt wieder arm in Woll.
Nadina: Das ist so ein emotionales Thema für mich, weil ich vor zwei Wochen auf dem
Nadina: Pendel gesessen bin. bin wieder mit einem Vertreter von der Landwirtschaftskammer.
Nadina: Und es leider eine Katastrophe war.
Willy: Eine Frage hat sich ja zwischendurch gesagt, man soll immer auf die Wiesen stellen.
Willy: Was wäre dein Vorschlag für Regionen, wo wirklich Ackerbau etc.
Willy: Nicht möglich ist, wo einfach nur Wiesen und Weideflächen sind?
Willy: Was würdest du da machen für diesen Bereich der Landwirtschaft?
Nadina: Ich glaube, die Frage stellt sich nicht wirklich, weil es wird immer Menschen
Nadina: geben, die sie tierisch ernähren.
Nadina: Es wird immer wen geben, der Rohstoffe aus der Landwirtschaft braucht.
Nadina: Die Illusion habe ich nicht.
Nadina: Die Illusion, dass wir alle vegan werden, habe ich nicht. Ich diskutiere auch
Nadina: nicht mit einem Landwirtschaftsvertreter und sage, wir werden alle vegan.
Nadina: Das ist, wie gesagt, mein Osterhaus- und Weihnachtsvorstellung,
Nadina: wenn alles zusammenfällt. Aber das ist nicht die Realität. Irgendwo lebt man
Nadina: in der Realität, nicht? Wie alle.
Nadina: Und mir ist lieber, die Tiere werden mit dem gefudert oder schlängern nach außen,
Nadina: wo es bei uns sein können, in Anführungszeichen.
Nadina: Aber es heißt trotzdem, dass wenn Landwirte aufhören wollen,
Nadina: dass man ihnen helfen sollte beim Umsteigen. Um das geht es.
Nadina: Und nicht, dass man es dann noch best untereinander.
Willy: Da ist eine Frage. Also wenn ich das jetzt richtig verstehe,
Willy: das Problem, sage ich einmal,
Willy: in dem Ganzen ist, dass Österreich oder die Landwirtschaft in dem Fall zu sehr
Willy: an den Traditionen festhalten,
Willy: dass die Politik in dem Fall nicht progressiv ist, immer noch in den Händen
Willy: der traditionellen Parteien, sage ich jetzt mal ÖVP ist, Bauernbund, Landwirtschaft etc.
Willy: Und somit halt da eine Änderung von tierischen Proteinen auf pflanzliche Proteine
Willy: deswegen nicht möglich ist, wenn ich das jetzt richtig verstehe.
Nadina: Besser hätte ich es nicht zusammenfassen können. Das wäre ich gleich für mich verwenden.
Willy: Passt, man steht morgen auf der Website. Super.
Nadina: Ich hatte auch noch eine Frage, und zwar eigentlich dieser Herstellungsprozess.
Nadina: Also wie lange braucht das eigentlich, wenn du sagst, du hast eine Idee für
Nadina: ein neues Ersatzprodukt,
Nadina: bis da wirklich dann das entsteht, was dann auch so schmeckt,
Nadina: wie das, weil ich meine, das hat sich extrem kompliziert, welche Zutaten man
Nadina: alles braucht, also von Erdämpfeln, Erbsen, weiß ich nicht was,
Nadina: und woher du eigentlich auch dieses ganze Wissen ja angeeignet hast,
Nadina: wie das dann auch so am besten dann schmeckt.
Nadina: Also der Gustl zum Beispiel, der Leberkäse, die Entwicklung von dem Produkt
Nadina: hat vor ein paar Monaten aufgehört.
Nadina: Also wenn ich jetzt hergehe und sage, also wichtig ist einmal zu sagen,
Nadina: ich isse meine Sachen selber.
Nadina: Das heißt, wenn du eine Tonne, und das war der dritte Punkt,
Nadina: den ich zuerst vergessen habe, wir nehmen eine Tonne Lebensmittelmittel pro
Nadina: Jahr in uns auf, Essen und Trinken.
Nadina: Das muss uns einfach klar sein, was eine Tonne für unseren Körper macht.
Nadina: Und wenn ich sehe, es geht besser, dann wird die Rezeptur aufbrochen. Koste es, was es wolle.
Nadina: Sagen wir, es braucht Zusatzstoff weniger, dann wird diese Rezeptur nochmal
Nadina: neu gemacht. Und dann kostet es aber auch natürlich.
Nadina: Weil dann probieren wir wieder und dann machen wir wieder. Das heißt,
Nadina: du gehst immer weiter bei jedem Produkt.
Nadina: Das macht es auch so schwierig, in Anführungszeichen, wenn du viel Produkte
Nadina: hast, dass du immer schaust, wo ist irgendwas passiert, wo es besser geht.
Nadina: Darum ist auch, glaube ich, die große Unterscheidung zwischen der Pflanzerei
Nadina: und sehr vielen anderen, ich lebe halt auch vegan und ich will das selber.
Nadina: Und ich möchte mich gerne bei einer Tonne Lebensmittel gut ernähren.
Nadina: Und ich möchte Fleischersatz essen.
Nadina: Für mich ist Fleischersatz die einzige Lösung, damit ich nicht tierisches esse.
Nadina: So ehrlich muss ich sein. Also ich liebe meine Sachen selber.
Nadina: Gestern hat es Kasper es genehmig gegeben. Heute gibt es ein Schnitzel.
Nadina: Ich mag diese Sachen. Also ich liebe das.
Nadina: Und da geht es immer darum, dass du jetzt schaust, dass du die Sachen weiterentwickelst.
Nadina: Und je nach Komplexität, der Gustl der Leberkäs war das allerschwierigste Produkt,
Nadina: weil der Gemüseanteil so hoch ist.
Nadina: Das Ganze dauert beispielsweise ein halbes bis dreiviertel Jahr.
Nadina: Du machst Versuche, die teilweise schneller gehen, manchmal weniger.
Nadina: Da haben wir mit der Haut experimentiert. Da war die Haut das Riesenthema,
Nadina: weil wir nicht gewusst haben, was für Temperatur, wie bindet es,
Nadina: wie verbindet es sich, was ist die Haltbarkeit.
Nadina: Wenn du einmal weißt, wie es geht, haben wir dann ein Grillhändel draus gemacht.
Nadina: Das war wiederum sehr einfach, weil da bist du hergegangen und hast gesagt,
Nadina: das Ganze ist relativ trocken, das Grillhändl ist viel feuchter,
Nadina: es hat einen anderen Off-Flavor, da gehst du nur mehr mit ein paar Nachgeschmack.
Nadina: Ihr kennt das, wenn es ihr Erbsen ist, oder? In einem veganen Produkt,
Nadina: da hängt ab und zu sowas drinnen, oder?
Nadina: Das ist so das, was die Erbse eigentlich bringt. Also mitunter der Gustl,
Nadina: der Leberkäs, hat diese mitunter Zusatzstoffe auch, weil dieser Nachgeschmack
Nadina: da ist und weil du die Erbse neutralisieren musst. Soja und Weizen hat das zum Beispiel nicht.
Nadina: Soja und sich mit dem kannst du super gut in der Verarbeitung arbeiten.
Nadina: Auch Weizen hat es nicht.
Nadina: Aber du willst die Produkte, finde ich, im ersten Schritt nicht haben,
Nadina: weil du schrägst wieder Leute ab, obwohl nichts problematisch ist beim Soja,
Nadina: wenn du keine Allergie hast.
Nadina: Aber am Ende des Tages geht es halt immer darum, wie viel lernst du.
Nadina: Und ich komme, wie gesagt, nicht aus der Lebensmitteltechnologie und ich habe
Nadina: null Ahnung gehabt am Anfang.
Nadina: Aber ich habe einfach gewusst, das Zeug schmeckt mir nicht am Markt.
Nadina: Und das ist der Treiber eigentlich.
Nadina: Wenn du etwas findest, wo du echt selber viel brennst dafür,
Nadina: dann machst du es. Und dann sitzt du hier und dann machst du es sieben Tage.
Nadina: Und dann entscheidest du für Unternehmen, nicht für andere Sachen im Leben. Und du tust und machst.
Nadina: Also ich sitze jetzt nicht am Abend daheim und bin traurig, wenn ich mir am
Nadina: Abend nichts mache, sondern dann denke ich mir, hey, what's next,
Nadina: was machen wir jetzt? Und ich motiviere mich schon wieder zum Nächsten.
Nadina: Also die Sache ist, du musst einfach finden, für was brennt es.
Nadina: Und dann ist es dein eigenes Anliegen, dass diese Sachen immer besser werden.
Willy: Jetzt hast du das Unternehmertum ein bisschen gebracht.
Willy: Ich würde gerne im Fokus auch, wir müssen dann eher mal Richtung Zielgerade kommen.
Willy: Du bist jetzt seit wie vielen Jahren selbstständig?
Nadina: Ich habe angefangen am 1. Oktober 2021.
Willy: 2021, das heißt vier Jahre. Vier Jahre, ein bisschen mehr wie vier Jahre.
Willy: Was hast du in der Zeit gelernt für alle, die sich selbstständig machen wollen
Willy: irgendwann einmal? Du hast ja gesagt, du warst ja als Kind schon, drück zum Start.
Willy: Irgendwie so ein bisschen freiheitsliebend und ein bisschen unangepasst.
Willy: Es hat sich gestört, wenn da andere Leute was sagen, was da so ist.
Willy: Du bist dann aber trotzdem irgendwie das halbe Leben in Angestelltenverhältnissen unterwegs gewesen.
Willy: Jetzt bist du Unternehmerin, vier Jahre arbeit, sieben Tage die Woche,
Willy: wie man nachlesen kann und wie man jetzt vielleicht auch rausgehört hat ein
Willy: bisschen, zwischendrin einmal Party und sowas.
Willy: Aber was würdest du jetzt nach vier Jahren wirklich jemandem,
Willy: der Unternehmer wird, Unternehmerin wird, sagen, passt auf, das würde ich jetzt
Willy: anders machen und worauf muss man sich einstellen, wenn man das Leben als Unternehmerin will?
Nadina: Also, mein erster Ratschlag ist einfach, wenn ihr was machen wollt, fangt an.
Nadina: Wart nicht auf diesen perfekten Moment, wo alles passt.
Nadina: Fangt es an. Fangt es an mit dem, was habt ihr. Ganz wichtig.
Nadina: Wenn du die Fähigkeiten nicht hast, weil du keine Lebensmitteltechnologin bist,
Nadina: sucht da jemanden, der es hat.
Nadina: Wenn du die Kommunikation nicht hast, sucht da jemanden, der dir helfen kann.
Nadina: Sucht euch die Leute und lernt es. Und wenn ihr dann anfangt,
Nadina: seht diese Fehler, die ihr macht.
Nadina: Nicht als Dealbreaker, sondern lernt es aus denen.
Nadina: Sucht euch, so wie ihr, ein gewisses Spielgeld. Ich sage im Monat,
Nadina: also mein gesamtes Jahr, ich habe ein Budget von einer MBA-Ausbildung an der
Nadina: Donau-Uni, wo ich Fehler machen darf.
Nadina: Fehler machen im Sinn von, ich triff Entscheidungen bei Produkten,
Nadina: die nicht passen. Ich muss neue Tests, Mahaltbarkeit-Tests machen.
Nadina: Ich habe vielleicht Mitarbeiter, die nicht optimal passen, wo ich etwas koste.
Nadina: Ich habe Kunden, die vielleicht nicht unbedingt so zahlen, wie sie so zahlen sollen.
Nadina: Egal, einfach Erfahrungen, aus denen du lernst. und legt euch ein Budget für das auf die Seite.
Nadina: Das war für mich super wichtig, dass ich nicht ständig mich an diesen Fehlern gemessen habe.
Nadina: So wie bei mir, was ich so extrem gehabt habe, ist die Angst meiner Familie.
Nadina: Die Angst meiner Umgebung, die keine Unternehmerfamilie war.
Nadina: Diese Angst, mit der du kämpfen musst, die von außen kommt.
Nadina: Lasst euch von der nicht abhalten. Das ist super wichtig.
Willy: Wie macht man das?
Nadina: Das ist super schwierig. Das hat bei mir auch ewig gedauert,
Nadina: bis ich gesehen habe, hey, das Ganze, was jetzt da ist, das ist nicht meins.
Nadina: Weil du selber bist immer eher so in Aufbruchstimmung.
Nadina: Jetzt machen wir wieder, tun wir wieder Lösung.
Nadina: Lösungsfindung, nicht Problemzentrierung, aber jemand, der sein Leben lang nur
Nadina: gearbeitet hat, der wird sagen, oh mein Gott, die ist jetzt 35 und jetzt eigentlich,
Nadina: sie hat studiert und die kann, ich meine, die hat studiert und jetzt macht sie
Nadina: sich selbstständig und sie hat einen guten Job und dann hört sie auf mit dem
Nadina: Job und dann hat sie jetzt keine,
Nadina: Partnerschaft, oh Gott, und dann wird keine, was auch immer,
Nadina: Trauma den ganzen Kreis einmal querfällt ein, was natürlich mehr für Frauen wie für Männer ist, aber
Nadina: diese ganze Angst, sie von dem nicht abzuhalten lassen, wirklich sagen,
Nadina: ich will das und ich mache das und ich ziehe das jetzt durch und auch wirklich
Nadina: ganz klar sagen kann, das ist eiers und sage, ich will und darum tue ich es.
Nadina: Ja, ich habe gleich noch eine Frage dazu, und zwar ob das Studium,
Nadina: ob du sagen würdest, ob die das jetzt tatsächlich wirklich viel gebracht hat
Nadina: für Selbstständigkeit oder ob du sagst, das ist eigentlich wirklich fast nur Praxiserfahrung.
Nadina: Viele sagen ja, sie haben so Angst, diesen Schritt irgendwie auch. Fangen wir an.
Nadina: Also ich meine, ich muss jetzt auch sagen, ich habe von allem,
Nadina: und das solltet ihr am Ende des Studiums haben, von allem eine Ahnung.
Nadina: Ich habe genauso meine Logistik aufstellen können, wie ich Personalrecruiting-Prozesse
Nadina: machen kann, wie ich ein Kommunikationskonzept in die Realität umsetzen kann.
Willy: Eine gewisse Vermutung hast du davon, oder?
Nadina: Genau, oder halt auch eine Bilanz lesen kann. Das ist etwas,
Nadina: was ein klassisches Betriebswirtschaftsstudium gibt.
Nadina: Und das war das größte Glück, dass ich nie gewusst habe, was ich machen will.
Nadina: Ich habe so, wisst ihr, ich meine, ich kann viel, aber nicht gut,
Nadina: so ungefähr, das bin so ich.
Nadina: Aber ich lese mich ein. Das heißt, ein Studium ist dafür da,
Nadina: dass ihr von allem eine Ahnung habt und von allem zumindest was Grobes wisst.
Nadina: Das ist das Wichtige. Und dass ihr auch merkt, was interessiert mich.
Nadina: Ich kann euch jetzt tausend Sachen sagen und dann ist vielleicht das eine oder
Nadina: andere dabei und da lässt man sich ein.
Nadina: Fordert die Referenten, die da sind. Fordert sie es. Lasst es nicht einkommen
Nadina: in der Lehrveranstaltung und dass sie einen Quark runterbringen, sondern fordert sie es.
Nadina: Holt euch die Informationen aus der Praxis, die sie liefern müssen.
Nadina: Holst die Informationen aus Studien aus, die für euch relevant sind.
Nadina: Was ich gelernt habe, ist, Studien zu lesen auf Praxistauglichkeit hin. Wo ist der Gap?
Nadina: Und das ist die Spannende. Und das müssen euch andere liefern.
Nadina: Seid kritisch, seid fordernd.
Nadina: Ich habe jahrelang unterrichtet und ich habe es geliebt. Ich war jetzt vor zwei
Nadina: Wochen an der FH mit, ich glaube, es waren 100 berufsbegleitende Studierenden
Nadina: aus Innovation, Marketing und, ich glaube, Innovation, was haben Sie,
Nadina: Ingenieurwissenschaften.
Nadina: Hey, das war so cool. Wir haben eine Dreiviertelstunde, so wie bei euch jetzt.
Nadina: Über Unternehmertum geredet, über Fragen, über kritische, auch mich gechallenged,
Nadina: oder? Der Kollege da hinten, der jetzt aufs Handy schaut, aber ursprünglich
Nadina: einmal ein paar gute Fragen gestellt hat.
Nadina: Das bringt ja das bringt ja mich auch viel weiter, eure Fragen.
Nadina: Es bringt ja allein die Tatsache, dass er auf der Website gewisse Dinge nicht
Nadina: findet. Allein, dass er sagt, es sind extrem viele Dinge, tauscht es euch aus, fordert es.
Nadina: Also ich kann nicht sagen, ein Betriebswirtschaftsstudium ist es für mich,
Nadina: in meiner Meinung nach, wenn du ein bisschen was machen willst,
Nadina: das Beste, was da passieren kann.
Nadina: Also ich glaube, wenn du ein Spezialist bist, willst du Riesenprobleme haben.
Nadina: Wenn du nur Lebensmitteltechnologe bist, viel Spaß.
Nadina: Das ist für mich 5% Lebensmitteltechnologie und die kaufe ich mir zu.
Nadina: Aber zu verstehen, dass eine Organisation eine Struktur hat,
Nadina: dass ich Mitarbeiter brauche, dass ich Prozesse brauche und ich wärme mich eh
Nadina: gegen jeden Prozess, weil ich selber so ein Chaot bin.
Nadina: Also Mitarbeiter suchst, die dann nicht so sind wie ich, die die letzten 10
Nadina: Meter am Boden bringen, das ist relevant und das lernt ihr.
Nadina: Dieses Big Picture, das brauchst.
Nadina: Wie funktioniert ein Markt? wie funktioniert Nachfrage, wie positioniere ich
Nadina: mich, das ist super wichtig und das lernst du da und wenn du ein bisschen Ahnung
Nadina: hast von allem und aus sie gehst und ganz wichtig.
Nadina: Theoretischen Fachidioten. Ganz wichtig, lasst euch das nicht nehmen,
Nadina: dass es da draußen eine Realität gibt. Holt euch immer einen Realitätscheck.
Nadina: Ganz wichtig, schaut immer, ist das das, was der sagt, real oder war das für
Nadina: 20 Jahre, wie er studiert hat, real?
Nadina: Ist die Studie das, die er bringt, die aktuell ist und hat er die abglichen mit dem Markt?
Nadina: Und das sind die Fragen, die ihr, wenn ihr draußen arbeitet, mitkriegt.
Nadina: Weil dann checkt ihr es nämlich. Und das ist ein Riesenproblem an Vollzeitstudenten.
Nadina: Tut mir leid, das jetzt zu sagen. ist, müsst ihr euch das zuüberholen,
Nadina: weil sonst geht es ihr am Markt vorbei.
Nadina: Der Markt passiert da draußen, während wir jetzt da sitzen. Und das ist eigentlich
Nadina: eine Aufgabe von einem Referenten, der aus der Praxis kommt,
Nadina: weil ihr werdet nicht lauter Forscher werden, sondern ihr werdet Teil von diesem
Nadina: Markt werden oder ein Großteil von euch wahrscheinlich vermute.
Nadina: Also schaut, dass ihr euch das wirklich zuüberholst durch gute Praktiken,
Nadina: durch gute Jobs, die ihr nebenbei macht.
Nadina: Einfach dieses Hands-on, das hat mir am meisten gebracht mit meinen Mädchen,
Nadina: wie die gemerkt haben, hey, die zieht sich jetzt das Gewand da und geht in die Produktion.
Nadina: Das war der Grund, warum die mit mir geredet haben. Weil ich nicht nur im Besprechungsraum
Nadina: gesessen bin, sondern gesagt habe, nachdem wir zwei Stunden geredet haben,
Nadina: jetzt schauen wir uns die Produktion, jetzt schauen wir uns die Prozesse an,
Nadina: jetzt schauen wir uns an, wie wir die Verarbeitung machen, jetzt schauen wir
Nadina: uns an, wie wir, das ist das Relevante und dieses Hands-on müsst ihr kriegen.
Nadina: Weil das ist da draußen gefragt, wenn es sich selbstständig macht.
Nadina: Im letzten Mal gerade eine Sache noch, weil das war für mich so erschreckend,
Nadina: die heutige Start-up-Generation, die dann irgendwie sich darüber erkundigt,
Nadina: ob sie im ersten Bezirk eh die 12.000 Quadratmeter, die 12.000 Euro Büros kriegen.
Nadina: Irrelevant, die Frage. Das ist der erste Punkt, wo du insolvent gehst, wenn du dich fragst.
Nadina: Am Anfang bist du im Keller, am Anfang bist du in irgendeiner Garage und dort
Nadina: fangst an und dort hacklst am Anfang. Jahrelang umsonst.
Nadina: Und so funktioniert es eigentlich. Und dann lernst du, wie es funktioniert.
Nadina: Und irgendwann kriegst du die guten Kunden, irgendwann kriegst du das Vertrauen
Nadina: und irgendwann baust du es auf.
Nadina: Und irgendwann darfst du dann vor euch sitzen. Was ja auch ein großes Geschenk ist.
Willy: Und was ist die wichtigste Ressource, die man haben kann als Unternehmer?
Nadina: Begeisterung von dem, was man macht.
Willy: Begeisterung?
Nadina: Lasst euch nicht von irgendwem, geht es in keine Richtung, nur weil das Geld
Nadina: liegt. Geht es in die Richtung, was euch taugt. Nein, ohne Scherz.
Nadina: Ich glaube, ich bin nicht vegan geworden, weil ich da ein Business dahinter
Nadina: gesehen habe. Ich bin vegan geworden, weil ich den Lebensstil extrem gut finde.
Willy: Also ich bin im Journalismus nur wegen Geld.
Nadina: Du bist vielleicht nur wegen Geld. Du, man kann auch wegen Geld Dinge machen.
Nadina: Aber am Ende des Tages, wenn du am Abend heimkommst und du hast gern da was,
Nadina: was du tust und das von 365 Tag 300 finde, das ist ein großer Gewinn, wenn wir ehrlich sind.
Nadina: Und es ist nicht jeden Tag klasse, ich stehe nicht jeden Tag auf und denke mir,
Nadina: super, ich bin heute um halb vier ins Bett gegangen, weil ich gestern diese
Nadina: neuen Produkte, diese Wildlinie, ich es nicht geschafft habe,
Nadina: die Nährwertanalysen zu lesen, weil die in Englisch waren und ich es einfach
Nadina: nicht hingekriegt habe, das zu verstehen.
Nadina: Und ich habe da vier Stunden umeinander gedoktert, bis ich im Billa endlich
Nadina: diese Artikelstammblätter geschickt habe.
Nadina: Und irgendwann um halb vier habe ich mir dann gedacht, hey, ich sehe nur mehr
Nadina: Dopp, ich kann nicht mehr.
Nadina: Der Teil macht nicht Spaß, sage ich euch ehrlich. Aber der Teil jetzt gerade mit euch macht Spaß.
Willy: Das ist schön.
Willy: Mit Blick auf die Uhrzeit, die fortschreitet, blicke ich noch einmal in die
Willy: Runde. Gibt es jetzt noch irgendwie eine Frage?
Willy: Das Mikroholt schaucht einiges aus.
Willy: Gibt es noch eine Frage, die jetzt noch irgendwo unter den Nägeln brennt,
Willy: die wir jetzt noch stellen sollten? Gibt es noch irgendwas?
Nadina: Nur immer.
Willy: Noch eine schnelle Frage zum Sortiment. Und es ist noch geplant,
Willy: dass das Sortiment weiter ausgeweitet wird, zum Beispiel noch eine Billiglinie
Willy: kommt, weil du hast ja vorhin gesagt, dass es betriebswirtschaftlich Sinn machen würde.
Willy: Und wenn du besonders viele Leute erreichen willst und auch ökologisch und tierethisch
Willy: einen Unterschied machen willst, macht es nicht quasi Sinn, sich in eine Win-Win-Situation
Willy: eine Billiglinie einzuführen?
Nadina: Doch, macht definitiv Sinn. Der erste Schritt war, wie gesagt,
Nadina: jetzt dieses Premium Sortiment.
Nadina: Jetzt sind es 50 Produkte, muss man dazu sagen, 50.
Nadina: Regional-saisonale Produkte. Das heißt, jetzt ist eigentlich das Grundsortiment
Nadina: abgedeckt. Das hat jetzt vier Jahre dauert.
Nadina: Und man muss jetzt sagen, beschleinigt hat das Ganze natürlich jetzt die finanzielle
Nadina: angespannte Situation.
Nadina: Also ich muss sagen, ich bin schon dabei. Ich habe nur keinen Namen für diese Linie.
Nadina: Aber ich habe mich, wie gesagt, auch ein bisschen gesträubt,
Nadina: weil ich nicht wusste, wie ich positioniere.
Nadina: Wie kriege ich hin, dass ich meine Kernmarke nicht angreife?
Nadina: Das ist die einzige Fragestellung, wo ich jetzt gerade noch ein bisschen hin und her tue.
Nadina: Wie positioniere ich am Markt? mit wem arbeitet ich zusammen,
Nadina: weil bei dieser Billiglinie wird es genau einen Kunden geben.
Nadina: Das ist eine Realität. 100-prozentige Abhängigkeit. Das heißt,
Nadina: du musst dir gut überlegen, in Anführungszeichen, mit wem du dich da zusammenst.
Nadina: Das ist eine ganz andere Strategie, wie sie jetzt die Pflanzereiprodukte haben.
Willy: Du wirst dann industrielle quasi.
Nadina: Wir arbeiten noch immer. Man
Nadina: darf sich das jetzt nicht vorstellen wie eine Fabrik, wo kein Mensch ist.
Nadina: Es ist noch immer die gleiche Fabrik, aber es wird halt mehr über Formen ausgestochen.
Nadina: Es wird mehr über Fließbandl gearbeitet.
Nadina: Das wird passieren. Es wird genauso Fotos geben, wie es gemacht wird.
Nadina: Aber es wird nicht jemand dastehen, der die Schnitzel abpenselt.
Nadina: Das wird definitiv nicht der Fall sein bei dieser Linie.
Nadina: Also ja, das muss jetzt durch einfach das, dass du die Leute abholen möchtest,
Nadina: in der Masse der Fall sein. Schneller, als was ich wollte.
Willy: In einem Jahr, wenn ich dich wieder einladen zum Live-Podcast oder in drei Jahren.
Nadina: Das wird kein Jahr dauern, das wird Q1 sein.
Willy: Also die einladen, oder dass du dann quasi schon in dieser Linie existierst?
Willy: Also das ist wirklich schon am Horizont.
Nadina: Die Produkte gibt es, die Preise gibt es, es gibt nur die Kommunikationsstrategie
Nadina: noch nicht, wenn ich ehrlich bin, weil ich es, wie gesagt, mir nicht traue oder
Nadina: bis jetzt nicht vorstellen habe, wie ich es differenziere.
Nadina: Aber ich finde, ich habe das jetzt gut bei euch formuliert, jetzt werde ich
Nadina: das, was ich gesagt habe, auch niederschreiben, wie man es differenziert.
Nadina: Also danke für die Vorgestellung.
Willy: Da ist noch eine Frage.
Willy: Dann habe ich gleich noch eine Frage dazu, weil zum Beispiel jetzt die Supermarktketten
Willy: wie Spar oder Lidl oder so haben ja auch meistens einen Fleischersatz an und
Willy: auch einen veganen Fleischersatz.
Willy: Deswegen ist meine Frage, willst du dann diese Marken auch unterbieten von Preisen
Willy: oder trotzdem noch quasi ein Qualitätsmerkmal?
Nadina: Es gibt kein Stack in den Mitteln. Betriebswirtschaftlich, es gibt kein Stack in den Mitteln.
Nadina: Es gibt Preisführerschaft und es gibt Qualitätsführerschaft.
Nadina: Und das muss dir immer klar sein. Entweder du kannst der Billigste sein oder
Nadina: du kannst der Beste sein mit der Pflanzerei.
Willy: Aber der Billigste, das wirst du nicht schaffen.
Nadina: Das schaffe ich schon. Doch, das schaffe ich schon.
Willy: Das sind schon große Unternehmen, gegen die du da anstrahst,
Nadina: Oder? Das weiß ich, aber bei den Produkten, die ich habe, habe ich vernünftige
Nadina: Einkaufspreise, habe vernünftige Produktionsstrukturen und habe vernünftige
Nadina: Partner. Das ist ganz anders positioniert.
Nadina: Was der Handel daraus macht, ist natürlich eine andere Frage.
Nadina: Wie sie eine verkaufe und wie sie auch weiterverkauft, das ist eine andere Frage.
Nadina: Die kann ich natürlich heute nicht sagen. Es kann sein, dass ich der Günstigste
Nadina: bin, aber weil die Pflanzerei und sich schon so gut positioniert ist,
Nadina: dass sie mehr vom Kuchen wollen.
Nadina: Das kann ich nicht sagen, das weiß ich heute noch nicht. Aber von unserem Einkaufspreis
Nadina: wird das definitiv spannend.
Willy: Aber haben nicht eigentlich große Supermarktketten Vorteile,
Willy: also Economics of Scale, Economics of Scope?
Willy: Also wie schaffst du dann Wettbewerbsvorteile gegen diese großen Konzerne zu
Willy: behalten, wenn es um nur den Preis geht?
Nadina: Du hast die Frage, ob es inwiefern, du hast das White Labeln,
Nadina: wäre für mich schon mal die erste Frage. Ist es ein Pflanzereiprodukt, ist es ein Supermarkt?
Willy: Oder produzierst du es für dich selber?
Nadina: Genau, produzierst du es rein theoretisch als Eigenmarken für den Handel.
Nadina: Ich habe ja nicht gesagt, dass es über die Pflanzerei geht.
Nadina: Machst du Partnerschaften mit günstigen Marken? Die Frage ist,
Nadina: wie kriegst du es in den Markt?
Nadina: Das kann ich dir heute noch nicht beantworten. Da gibt es so viele Möglichkeiten,
Nadina: wie du dann am Ende des Tages aufschlagst. Ich habe noch nie etwas geweitlabelt.
Nadina: Also ich habe noch nie etwas für einen anderen produziert, wo nicht die Pflanzerei
Nadina: draufgestanden ist. Das ist ein Prozess, den kenne ich nicht.
Nadina: Also da bin ich jetzt eher so, das muss ich mir jetzt anschauen.
Nadina: Weil ich mich bisher dagegen entschieden habe.
Nadina: Und das für mich auch neu ist. Und ich halt auch sehe, dass es sehr viele Beispiele
Nadina: jetzt gibt, genau wie du sagst, dass es die Eigenmarken ja gibt, super günstig.
Nadina: Da müssen wir in einem Jahr reden, wie mir das gelungen ist.
Nadina: Also ich mache mir Gedanken dazu, ob gute Leute das besser wissen wie ich.
Willy: Da kommst du in einem Jahr wieder.
Nadina: Ich komme in einem Jahr wieder.
Willy: Okay, dann reden wir wieder. Ihr kommt dann in einem Jahr auch wieder,
Willy: müsst ihr dann quasi ohne Dinge wieder.
Willy: So, es ist 15 Minuten, haben wir noch Zeit, um alles wieder dorthin zu stellen, wo es vorher war.
Willy: Ich würde sagen, gibt es noch irgendwie allerletzte Chance für ein Statement oder sonst was? Passt.
Willy: Danke für die super tolle Diskussion, für die Fragen, für das Brainstorming.
Willy: Du hast offensichtlich, du hast ja auch gesagt, du hast quasi durch die Fragen
Willy: auch wieder ein paar neue Ideen entwickelt.
Willy: Vielen Dank, dass du heute da warst. Ich glaube, das war wieder sehr, sehr spannend.
Nadina: Also für alle nur, schreibt mir bitte ein E-Mail. für alle, die Lust und Laune
Nadina: haben, dann schicke ich euch natürlich einen Rabatt-Code auf die Produkte.
Nadina: Besonders dem Kollegen ganz hinten.
Willy: Der jetzt nicht mehr auf seine schaut.
Nadina: Der wieder zurück ist, aber jetzt ist ja schon die Pause gleich.
Nadina: Es ist wirklich wurscht.
Nadina: Aber schreibt es mir bitte, ich freue mich, wenn es irgendwas gibt, wo ich euch helfen kann.
Nadina: Wenn ich euch irgendwo helfen kann, sei es bei Masterarbeiten,
Nadina: sei es bei keine Ahnung, ihr habt es mir jetzt erlebt, ihr kriegt mal ehrliches und direktes Feedback.
Nadina: Also jederzeit gerne, ich freue mich von euch, zu hören, zu lesen.
Nadina: Wenn ich größer bin als Pflanzerei, freut es mich natürlich auch,
Nadina: wenn es Bewerbungen schickt.
Willy: Mit diesen Worten bedanke ich mich herzlich, bedanke mich bei euch für eure
Willy: Fragen und auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal. Pfiat euch.
