Folge Nr: 23

B2P022 Florian Eberhard – Bio-Hühnermast

Knapp 20.000 Bio-Masthühner leben bei Florian Eberhard. Wir blicken in den Hühnerstall

Podcast

B2P Abonnieren:

0 / 500
+ Web

Über die Folge:

Florian Eberhart ist ruhig und wirkt vollkommen gelassen. Mit seinen 21 Jahren strahlt er eine Ruhe und Abgeklärtheit aus, die so gar nicht zu seinem Altern passen will. Schaden tut es aber auch nicht. Hat er doch sehr, sehr viel Geld in seinen Hühnerstall investiert, 100 % fremdfinanziert. Florian arbeitet mit Bio-Masthühnern, genauer gesagt mit der Rasse "Hubbard Color Yield 57 braun". Diese werden nach ca. 58 Tagen im Stall zu Brathendeln oder kommen zerteilt in den Supermarkt. In diesem Podcast erfahren wir viel über den Lebenszyklus von Masthühnern, den Unterschied zwischen biologischer und konventioneller Haltung und die Wertschöpfungskette bis zum fertigen Produkt. Es ist dies die Lebens- und Arbeitswelt einen jungen Landwirt, an der man "ohrnah" teilnehmen kann.


Bleib verbunden mit BauertothePeople! 

Membersheep werden:
Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.

Newsletter:
Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. 

B2P Shop:
Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. 

Podcast hören und sehen:
Apple Podcasts: Jetzt anhören
Spotify: Jetzt anhören
YouTube: Jetzt ansehen

Social Media:
Facebook: bauertothepeople.at
Instagram: @bauertothepeople
TikTok: @bauertothepeople
LinkedIn: BauertothePeople

Musik:
„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner

„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
 
… und ein bisserl selbst gesungen
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle 

Und Jetzt?
Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! 
Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

Transcript - B2P022 Florian Eberhard – Bio-Hühnermast

Leute, halt's zusammen, sonst dauert's nicht mehr recht lang.

Auf einmal tut's einen gescheiten Schäberer und dann kracht alles zusammen.

Power to the People, der Podcast für überhaupt und außerdem Nachhaltigkeit und EOS.

Weil nur durchs Reden kommen die Leute zusammen.

So, ich hab jetzt wieder auf Play gedrückt, auf ein Frecord, jedes Mal sage ich wieder Play.

Und ich muss mir die Schmähs begleifen, das ist auch recht unfair.

Ja, Power to the People, neue Folge, neues Glück, ein neuer Gast, neues Thema.

Heute geht's um Hühner.

Biogeflügel.

Biogeflügel.

Geflügelmast.

Grüß dich, wer bist du?

Ich bin der Florian Eberhardt, 21 Jahre alt, ich wohne in Kenton, Labermünd.

Da sind wir jetzt gerade, ne?

Im Labern-Tal, ja.

Labern-Tal, ja.

Paradies, Kentons, ne?

Ja, wunderschönen Kenton, gell?

Ja, ich hab mich entschieden für die Landwirtschaft, weil es mir halt von klein auf immer schon gefallen hat.

Und ich hab immer gesagt, ich will daheim bleiben.

Und wenn ich daheim bleibe, hab ich gesagt, naja, war so, dass es sich finanziell ausgeht.

Und halt niemals in den Nebenerwerb, weil da gehst du arbeiten und nimmst den Urlaub wieder fürs Arbeiten.

Es ist zum Dazusagen, der Florian ist 21 Jahre alt.

Hab er schon gesagt, ne?

Wahnsinn.

Er hat da einen Riesenbetrieb, für den du inzwischen schon hauptverantwortlich bist.

Über das werden wir dann gleich reden.

Vielleicht noch einmal kurz, wer sonst noch heute dabei ist.

Wir haben natürlich, wie fast immer schon, die Bianca Blasl, a.k.a.

Milanschengummistiefeln.

Dabei, ja.

Grüß dich.

Servus.

Servus.

Und ein Willi.

Wir haben da nebenbei noch die Stimme aus dem Off.

Das heißt, es kommt, passiert zwar gesagt, sie sagt jetzt eineinhalb Stunden nichts,

aber ich glaube ehrlich gesagt nicht.

Ich glaube auch nicht, dass das was wird.

Ja.

Also das heißt, es könnte passieren, dass eine Anna, so hin und wieder, wenn sie es nicht mehr hört,

so aus dem Off so quasi ins Mikrofon hinein.

Ja, sie tut sowas dazu nicht, aber wir werden es früher oder später, wenn wir die Anna dann noch hören, wahrscheinlich.

Ja, wir werden heute hoffentlich einiges lernen über Masthühner.

Wie man ... Bianca lacht schon.

Der Willi hat den Mast schon gesucht.

Wo ist denn der Mast?

Ja.

Okay.

Kleiner Schenkelklopfer zum Beginn.

Was ich jetzt aber spannend finde, abseits von den Händln, ist, wie kommt man als 21-jähriger junger Mensch dazu,

dass man in ein, das ist ein neu gebautes Haus, du erzählst nachher nicht vielleicht noch ein bisschen was,

wie kommt man dazu, dass man so früh, so groß, so groß in die Landwirtschaft einsteigt?

Und ist dir das nicht zu früh?

Und zu arg?

Zu früh sehe ich nicht so, es muss jeder seinen Weg für sich gehen.

Und ich habe noch gesagt, ich will irgendwann daheimbleiben.

Und die Chance hat sich mir eben damals geboten,

ich bin seit der dritten Klasse Landwirtschaftsschule, ich wollte schon vorher immer Bauer werden und daheimbleiben.

Und ich habe halt durch die Praktiken, was ich gemacht habe, verschiedene Sparten gesehen.

Und irgendwann bin ich zu dem Schluss gekommen, das hat mir gefallen.

Das geht sich wirtschaftlich auch aus.

Und die Chance habe ich damals oder in dem Fall nutzen müssen,

weil es begrenzte Aufnahmezahlen gibt beim Schlachthof.

Und wenn die Möglichkeit besteht, dann musst du sagen, ja oder nein.

Und für mich hat sich damals oder vor eineinhalb Jahren dann die Chance geboten.

Und ich habe gesagt, ja, ich will jetzt bauen und ich habe vorher alles schon gerichtet.

Also die ganzen Genehmigungen habe ich alles schon gehabt.

Und dann habe ich gesagt, ja, von mir aus kann es losgehen.

Erzähl mal ein bisschen biografisch, gehen wir zurück in die Kindheit.

Waren deine Großötern eigentlich Händelbauer?

Nein.

Oder was sind denn die richtigen Begriffe, was du jetzt machst?

Ja, Geflügelbauer oder Händelbauer, das kommt schon hin, das passt schon.

Und wer hat dich geprägt oder vor wem hast du das Landwirtschaftsgehen übergeben gekriegt?

Also ich sage mal zu 100% von Oma und Opa.

Opa und Opa.

Weil die haben 50 Jahre Kirchmülchen.

Sie haben komplett eine andere Sparte gehabt.

Die haben Milchkühe gehabt und Mastschweine.

Und die haben das halt von damals, wie sie übernommen haben,

mit der Zeit sind wir halt gewachsen.

Es war früher ein kleinerer Betrieb, der Opa hat es schon gehabt,

die Oma hat auch später eine Folge von ihren Eltern übergeben gekriegt.

Also das sind zwei Betriebe zusammengewachsen?

Das sind zwei Betriebe zusammengewachsen, kann man sagen.

Und jetzt ist es ein großer, ein mittlerer, sehr großes definierbarer.

Und die haben halt diese Sparte gehabt.

Und für den Opa ist ja alles, was kleiner ist als eine Kurve,

was kein Tier mehr ist, das bringt nichts.

Aber es muss halt jeder seine Einstellung.

Und einen Tag die Milchkurve, dann das Mastschwein,

dann ist es mehr für die Hände.

Und ich bin halt eher mehr für die Hände.

Wie bist du zu den Händen gekommen, wenn du sagst,

die Großeltern haben Kühe gehabt?

Und wo sind die Kühe?

Die sind ein bisschen weiter weg, so zwei Kilometer.

Die Großeltern, die Kühe machen sie nach wie vor?

Nach der Wahl, ja.

Aber die Schweine haben sich schon vor zehn Jahren aufgehört,

weil der Opa ist schon 80, die Oma ist 72.

Das mit den Kühen machen sie noch, weil sie es machen haben können.

Ja, jeden Tag acht Stunden.

Der Opa hat einen leichten Bandscheibenvorfall,

aber es geht noch, er tut noch.

Ist er leichter, kein schwerer oder so?

Nein, am Tag, da ist er wilder.

Und da räumen wir ihm nichts ein.

Aber ihn hat gesagt, auf die Dauer wird es nicht gehen,

weil ich die Zeit nicht zusammenbringe, also für die Kühe.

Also du hilfst dir schon mit?

Ich hilf mir ein bisschen mit, wenn ich kann und wenn sie brauchen.

Über den Sommer habe ich nebenan meinen Freunden Raphael unterstützt.

Zu dem fährt es glaube ich auch noch heute zum Lohnunternehmer.

Ein Zwei-Podcast.

Wenn man schon mal im Gehirn ist, muss man es gleich ausnutzen.

Zu den Händl selber bin ich gekommen.

Ich habe in der zweiten Klasse Landwirtschaftsschule eine Praktik gemacht in Atmund.

Die hatten ein paar Milchkühe, Biomilchkühe.

Und da war ich halt in mehreren Tagen im Stall.

Ich habe mir gesagt, das möchte ich nicht.

Das muss ja auch zwischendrin irgendwo ein bisschen Freizeit oder Einteilung ausgehen.

Wo du sagst, die Zeit kann ich für mich nutzen.

Oder ich kann mal wegfahren für einen halben Tag oder einen Tag.

Das muss irgendwo ausgehen.

War von Anfang an wichtig für dich, dass neben der Arbeit...

...dass ich auch noch Freizeit habe, ja.

Warum ist das so?

Normalerweise war man als Landwirtschaft sehr an Betrieb gebunden.

Wir haben das ein paar Mal schon gehört.

Speziell die jungen Landwirte.

Für die ist die Freizeit deutlich wichtig.

Oder sie reden zumindest viel mehr davon.

Dass sie neben der Arbeit auch noch Freizeit haben wollen.

Erzähl mal ein bisschen, warum ist das bei dir so?

Und ist das generell jetzt so bei deinen Branchen und Berufskollegen?

Oder ist das bei dir speziell ausgeprägt, das Bedürfnis nach Freizeit?

Ich sag halt, damals hat es weniger gegeben.

So bist du weniger um die Welt gekommen.

Wahrscheinlich zumindest als Landwirt sicher.

Weil du halt einfach die Möglichkeiten heute nicht gehabt hast.

Mit Computer, mit Technik.

Das war damals alles schwere Handarbeit.

Und heute wird es ja wohl vereinfacht dadurch.

Aber damals bist du halt als Landwirt geboren worden.

Und dann sind wir gesagt, der, der entweder ist der Älteste daheim...

...oder der, der ein Fähigsten ist.

Und der hat das dann weitermachen und fertig.

Da hat es nichts gegeben.

Wer wohin, wie was.

Da hat jeder das machen müssen, was von daheim aus so geworden ist.

Und heute hat das schon jeder eine Meinungsfreiheit.

Und jeder darf sich das selber aussuchen.

Oder in dem Sinne.

Und wenn keiner weitermacht, war bei uns auch keiner beleidigt gewesen.

Weil weiter?

Nein.

Sie sind stolz, dass einer weitermacht.

Und ein Frau.

Aber wenn keiner ist, dann ist keiner.

Das Gleiche ist, wenn du heute eine große Firma hast...

...und keinen Nachfolger hast, kannst du auch nicht...

...ihm keinen zwingen, weil er nicht will.

Und wenn es nicht passt.

Das war früher besser.

Man hat früher quasi die Familie eher zwingen können.

Das war eher alternativlos.

Das sagst du ihnen nicht, oder?

Ja, glaube ich eher.

Das ist heute sehr verantwortlich.

Weil halt jeder durch die Ausbildung...

...jeder hat einen anderen Weg.

Und die Einstellung von früher her ist sehr viel.

Wenn es möglich ist, dann schau, dass du was magst...

...und dass du eine Arbeit hast, wo du was verdienst...

...und was für dich passt.

Und umso höher die Ausbildung, umso besser ist es auch meistens.

Das muss jeder für sich entscheiden.

Der eine ist mit dem zufrieden, der andere mit dem.

Und ich hab gesagt, mir ist wurscht, ob ich um fünf in der Frau aufstehe...

...oder vier.

Das ist dir wurscht?

Das ist mir komplett wurscht.

Spannend.

Und ob ich bis zehn auf Nacht arbeiten muss.

Und das von Montag bis Sonntag ist mir auch wurscht.

Aber es muss sich zwischendrin...

...also wenn ich jetzt sage, zum Beispiel ich tue Mittag...

...mal eine Stunde nichts oder zwei...

...weil es für mich ist.

Aber es muss sich halt...

...es gibt Arbeitsspitzen und es gibt weniger Arbeitsspitzen.

Und so wie jetzt im Winter ist es halt ein bisschen ruhiger...

...dann kannst du deinen Tag einteilen...

...und wenn du mal...

Das bleibt für einen Podcast, ne?

Genau, oder?

Aber wenn du mal nachher sagst, du tust...

...so wie bei Weihnachten habe ich drei, vier Tage echt...

...gar nichts getan, muss man sagen.

Das ist nur das Notwendigste, das ich stolgemacht habe.

Ist das schon Luxus, drei, vier Tage gar nichts?

Naja...

...ich selber am vierten Tag, das war nachher jeder Sonntag...

...da bin ich gerne wieder rausgegangen.

Okay.

Weil da ist schon genug gewesen mit dem Leben.

Also so richtig mal zwei Wochen die Bordschirmen strecken...

...und gar nichts da?

Da ja, aber nicht daheim.

Weil daheim geht das sicher nicht.

Weil da...

Da müsstest du fuhren.

Da fällt dir das wieder ein...

...und das wirst du wieder machen...

...und hättest Corona bedingt, kommst du nicht so weg.

Was mir immer gefallen hat, war Südafrika mal ein Urlaub.

Der war...

...also mit Safari und so.

Das tat mir schon...

Aber geht sich das denn noch aus?

Hast du denn wen, der da dabei das tun kann?

Meine Mutter ist für mich zum Beispiel während des Bundesheers...

...wie ich Bundesheer war, da bin ich noch mittendrin.

Aber du bist noch?

Ja.

Also im Oktober war die Rundausbildung...

...und da ist sie für mich nachher schon gegangen.

Ich mein, zu den wichtigen Küken, wo es war...

...da bin ich schon heimgekommen.

Aber sonst eher weniger.

Okay, das heißt, das kann, aber...

...wie viele Händler hast du da?

Weil alles vollbelegt ist, sind wir auf 19.200 Stück.

Es ist Bio.

Da kann man nichts sagen.

Also es sind halt deutlich weniger Kilo pro Kilo...

...Lebendgewicht pro Quadratmeter, so muss ich sagen.

Wie viele Händler dürfen im Bio-Bereich pro Quadratmeter stehen?

Wir sind bei 21 Kilo pro Quadratmeter.

Das ist da die Einheit, mit der man da rechnet.

Ja, genau.

Pro Quadratmeter.

Müssen wir jetzt umrechnen.

Okay, spannend.

Ja, da kommen wir nachher eh noch im Detail drauf.

Ich wollte nur fragen, um knapp 20.000 Händlern...

...kann sich ein Mensch alleine kümmern?

Ja.

Ohne...

...und mit Freizeit.

Und mit Freizeit.

Es geht auch mehr.

So ist es auch für die Einteilung, sag ich.

Müssen wir nachher noch so einen Aufriss machen...

...weil das früher war und was sich da verändert hat...

...heut im Vergleich.

Bevor wir da ins wachliche dann reinkommen...

...was bei dir halt biografisch interessant ist...

...ich hab jetzt irgendwie eine Generation ausgelassen.

Ja.

Im Endeffekt direkt vor den Großeltern übernimmst du...

...den Betrieb jetzt, also 80 und 72...

...und sind noch jeden Tag im Stall.

Ja.

Ja, wieso?

Warum habt ihr da eine Generation ausgelassen?

Der Opa und die Oma, die haben drei Kinder gehabt.

Und der Älteste, der wollte überhaupt nie.

Das hat einem von klein auf nie so interessiert.

Der Ölteste war so der Erste, der gefragt wird wahrscheinlich.

Und der hat dann gesagt, nein, oder?

Ja, gefragt wurden es jeder.

Aber der war von Hause aus schon als Kind nie dafür.

Der, was hätte werden sollen, das ist der Mittlere.

Der wollte nachher auch nicht, aber der ist nachgegangen...

...hat sich nachher im Endeffekt selbstständig gemacht...

...und ist jetzt Steuerberater.

Für den hat der Weg besser gepasst.

Und meine Mutter war auch auf der BOKU.

Aber ein Jahr nachher ist meine Schwester dazwischen gekommen.

Und nachher hat sie die Zeit nicht mehr gehabt.

Und die wollte allein halt nicht.

Weil der Vater, der hat zugeheiratet.

Und er wollte das auch nicht, Landwirtschaft.

Im Endeffekt die Großeltern dann ohne Übernehmer da gestanden?

Da gestanden und mit 60 haben sie gesagt, jetzt ist Stopp.

Sie machen noch weiter, wo es geht.

Aber wenn keiner mehr nach ist als investieren, dann sind nichts mehr.

Es ist vielleicht zwischendrin mal eine Kleinigkeit.

Und dann kamst du quasi.

Dann bist du erst einmal auf die Welt gekommen.

Genau, 99 Jahre bin ich auf die Welt gekommen.

Die Lösung dann erst am Weg.

Das hat sich auch nicht gewusst.

Die Kinder hatten schon immer gesagt, ich will Bauer werden.

Wirklich?

Ja.

Du hast das wirklich damals schon gewusst?

Oder war es zwischendrin ein Astronaut?

Es war alles.

Es war zwischendrin alles von Superstar bis Rockstar und Koch.

Und da waren alle Varianten.

Ich glaube, dass man als Landwirt heute sehr wohl auch Superstar werden kann.

Ich glaube auch.

Da gibt es viel Platz, glaube ich noch.

Sagt nicht, es geht sich vielleicht alles noch aus.

Also, wie in den Kindergarten der Mitbringtag war,

da hat es immer ein Tag mit Spielsauen.

Dann hatte ich immer einen Traktor mitgebracht.

Für mich war halt immer das nahe.

In der Schule ist es egal, ob es um Zeichnen gegangen ist oder sonst irgendwas.

Irgendwo hat es mit der Landwirtschaft zu tun gehabt.

Für mich hat es immer den Weg gegeben.

Das war immer interessant.

Ich habe ein Jahr Kindergarten.

Das hatte ich das Freiwilligenjahr gegeben.

Das habe ich nachher noch drei Wochen aufgegeben.

Der Opa hat gemacht daheim und ich muss daheim mitfahren.

Wie alt warst du da?

Fünf Jahre.

Deine Großeltern haben in dem Sinne früh unter die Flügel genommen

und stark geprägt und die Liebe zur Landwirtschaft.

Das wuchs ja mit der Zeit.

Du kannst nicht sagen, wie das Land wird, weil es so schön ist.

Du musst schon für das sein.

Du musst dich irgendwann für die Schule entscheiden.

Hättest dir eine Hakur gehen können,

sondern deine schulische Laufbahn war wie?

Wie hat das bei dir jetzt ausgeschaut?

Ich war in der Volksschule, dann bin ich in die Hauptschule gegangen.

Dann war entweder der Weg Ramberg oder Landwirtschaft.

Das ist eine Landwirtschaftsschule mit Matura.

Ramberg-Kumpenstein.

Oder die landwirtschaftliche Fachschule Sankt André.

Zugereit haben sie mich in Ramberg.

Wegen der Matura?

Wegen der Matura.

Die haben gesagt, das kann ich nach drei Jahren Fachschule haben.

Du bist nach Sankt André gegangen.

Die haben gesagt, geh dorthin, du hast das Gegenteil gemacht.

Du tust das öfters einmal?

Oder wer sagt das?

Er.

Die anderen lachen.

Da hat sich während der Hauptschule schon immer mitgeholfen.

Dann habe ich zum Opa gesagt,

dass ich einmal den Opa sagen will,

ich will das düngen und das machen.

Zu dem Zeitpunkt.

Dann hat er gesagt, so darf es nicht, so kann es nicht.

Und ich habe es gemacht.

Hast du trotzdem gemacht?

Das hat auch funktioniert.

Das ist ein schlechter Ausgang.

Das hast du ausprobiert?

Genau. Du musst ein bisschen üben.

Du lernst ja jedes Jahr.

Du weißt, dass ich das machen darf.

Das hat gut funktioniert.

Das hast du mit jungen Jahren

schon ausprobieren können auf einem echten Viertel?

Ja.

Kleiner Bub, aber mit einem großen Viertel schon spielen dürfen.

Das ist der Traum.

Ich habe daheim ein Playmobil gehabt.

Das war eine grüne Plastikscheibe.

Das wollte ich wissen.

Das hast du auch gar nicht gespielt.

Das habe ich auch nicht gehabt.

Das hast du daheim zum Simulieren.

Genau.

Inwiefern hat dich die

landwirtschaftliche Schuld geprägt?

Du hast zwar die Landwirtschaft

vom Opa mitgekriegt,

macht jetzt aber etwas anderes.

Er hat dich nicht angefixt auf Milchkühe,

aber auf Landwirtschaft an sich.

Ist das wieder so eine Geschichte,

wenn der Opa das macht,

mache ich vielleicht etwas anderes?

Hat dich die Landwirtschaft schon so geprägt,

dass du sagst, Handeln wäre spannend?

Wie bist du da dann reingerutscht?

Wir haben in der Schule relativ wenig gehört.

Da hat es in der dritten Klasse

einen kurzen Anschnitt gegeben

von drei Wochen oder was.

Und das war es.

Die andere Zeit waren Rinder und Schweine,

Schafe, Ziegen.

Das ist die Alarmenlock.

Ich mache immer einen Test.

Also es ist ein Test.

Da hat es zu 90% Rinder oder Schweine gegeben.

Das war der Fokus da.

Das war der Fokus.

Das ist auch bei uns in Toll da.

Das entspricht von den Mengen

und den Dingen,

die in Österreich am meisten gemacht wurden.

Das ist zu 90% gelernt worden.

Bio hat sich überhaupt nichts gegeben.

Auch früher noch nichts gelernt?

Von Oka auch gar nichts.

Nix?

Das hängt in den Fachschulen

noch ein wenig nach.

Ich sage es

mit so freiwilligen Gegenständen,

dass du es ein wenig umkurbelst.

Es hat relativ in den letzten

5-6 Jahren hinter den Biobetriebe

gewachsen oder mehr geworden.

Das war früher deutlich weniger.

In der Schule haben wir da

relativ wenig.

Die Schwerpunkte waren

eher auf die Viecher?

Oka Bau, Landtechnik,

Waldwirtschaft.

Das war relativ viel.

Und Nutzerhaltung.

Und da eher speziell auf die Rinder

oder Schweine.

Und du machst wieder das, was du nicht gelernt hast?

Ich mache das, was ich nicht gelernt habe.

Es kristallisiert das auch Muster.

Ja, ein bekanntes Muster.

Wie alt warst du dann,

als du den Schulabschluss gemacht hast?

17 oder 18 Jahre.

Also noch nicht lange her in dem Fall,

weil du bist wirklich noch jung.

Was ist dann passiert?

Den Stoi hat es nicht gegeben.

Händeln war damals kein Thema in der Familie.

Wir haben jetzt die Zeit

von der Schulabschluss, 3 oder 4,

da steht ein Riesenstoi.

Das ist viel passiert in wenig Zeit.

Was ist da passiert,

dass das passiert ist?

Es hat sich während der Schule

gemacht, dass die Bio-Hühner

in Kommen sind.

Da wird mehr auf den Markt.

Wie hast du das gemerkt?

Es sind immer mehr Ställe gebaut worden.

So wie der Huber

in Niederösterreich.

Der hat relativ viele

Mastbetriebe bei uns in Kärnten.

Die Hühner fallen raus zum Schlachten.

Dadurch habe ich mir das

mal angelesst.

Da können wir zu Hause bleiben.

Das geht sich auch finanziell aus.

Das geht sich zeitlich mit der Arbeit aus.

Du hast zwar deine Spitzenzeiten

beim Liefern, aber

am liebsten, wo es intensiver ist,

aber die restliche Zeit

kommt mit einem relativ

wenig Aufwand über den Tag.

Du kannst sagen,

heute in der Früh brauche ich eine Stunde im Stall.

Ich kann aber auch in einer halben Stunde

fertig sein.

Den restlichen Tag bin ich auch draußen

auf dem Ocker im Wald

oder sonst in einer anderen Arbeit,

was mir noch anfällt.

Das heißt, du hast

eigentlich die Landwirtschaft

ein bisschen danach ausgesucht,

dass du die Zeit auch

einteilen kannst.

Es ist jetzt nicht so, dass du von

früher auf einen Händel auf dem Schreibtisch

oder nicht mehr ein Bett stehen kannst,

sondern ein Händel, das ist meine Vision.

Das schon.

Weil es mir einfach

wie ein Viechtaub ist.

Du kriegst immer Küchen,

es ist eine eigene Aufgabe

und jede Partie ist anders.

Es ist nie gleich.

Der Winter ist komplett anders

als der Sommer.

Im Sommer brauche ich beim Computer

meine Tabelle hineingeben

und nach der fahre und nicht viel,

was ich mit der Hand regeln muss.

Was heißt das, du sagst,

nach der Tabelle fahre?

Was heißt das, danach fahre?

Da gibt es die gewissen

Quik-Meter, die du pro Tier lüften musst.

Und da bist du im Sommer,

wenn es draußen warm ist

und drinnen warm ist,

ist da weniger Unterschied

oder weniger Temperaturschwankungen.

Du hast da schönere Luft drin,

das geht alles viel einfacher.

Da kann ich noch vor sagen,

ich schaue bei dir ein,

ich muss schon reingehen und das alles machen,

aber wenn ich bei dir schaue

und ich schmecke die Luft,

das passt nicht.

Das kann man recht gut erkennen.

An die Herne, wie sie liegen,

das ist leichter zu erkennen.

Im Winter ist es gescheiter,

da gehst du ein, zwei Mal öfter

reinschauen und bei den Küken

gehe ich sowieso drei Mal am Tag drin

und schaue mir alles an.

Weil sie halt kälteempfindlicher sind

und man da mehr tun muss, oder wie?

In der ersten Woche

ist es immer am kritischsten.

Da kannst du am meisten Ausfall haben.

Da wird am ehesten eine Infektion,

die schon mitgebracht wird,

oder es kann am Standort eine stattfinden.

Da musst du halt schauen.

Was ist am gefährlichsten?

Bei den Hernen ist es halt so,

umso schneller du reagierst,

umso schneller heult es.

Aber wenn ein Kuh einen Husten hat

oder einen Schnupfen,

dann habe ich da von mir aus

die ganze Tagzeit und

ist wahrscheinlich nicht so gravierend

wie bei den Hernen,

weil das Viech ist viel kleiner.

Das geht innerhalb von ein paar Stunden?

Genau.

Das heißt, das Viech taugt dir,

aber ein Händchen ist ja nicht gleich ein Händchen.

Da gibt es wahrscheinlich sehr viele ...

Da gibt es die Legehühne

und die Brathühne auch noch.

Jetzt überhaupt die Legehühne.

Auf Willi-Niveau erklärt.

Das mit den Eiern,

das mit dem Backen.

Es ist ein Mast-Hund-Betrieb da.

Wie viele verschiedene

Rassen hast du eigentlich,

wenn du mit so einem Betrieb startest?

Die Auswahl, wo du dann sagst,

ich gehe jetzt ...

Das ist wahrscheinlich eine der ersten Entscheidungen.

Welche Rasse nehme ich?

Das ist mir vorgeschrieben worden.

Das wird da vorgeschrieben?

Ja, genau. Du hast vorher gesagt,

es gibt dann begrenzte Aufnahmezahlen.

Erklär das einmal ein bisschen,

aber es ist auch wichtig dafür,

dass du auch gestartet hast, oder?

Weil da so ein Slot,

so ein Ding frei geworden ist, scheinbar, oder?

Es kommt relativ viel nach dem Ochen.

Aber es ist da durch die Regierung

oder durch die Auflagen,

die behördlichen, was du kriegst,

dass du nicht überall bauen kannst.

Das hast du aber auch bei den Schweinen,

an den Rinderstollen genauso.

Das muss der Standort auch passen, wo du hinbaust.

Und das mit den Nachbarn.

Heutzutage gibt es auf dem Land viel mehr

Streitereien mit den Bauern

als vor 50 Jahren.

Weil viel mehr Menschen dort wohnen.

Und die Ansprüche größer sind, glaube ich.

Genau. Und das will halt jeder

am Sonntag sein rüber haben.

Und es darf nichts mehr sterben.

Und es darf nicht stinken.

Das sind halt alles so Sachen,

wo alles begrenzt wird.

Auf der anderen Seite will

jeder Österreicher.

Am besten ist, wenn von Nachbarn

das Handel kommt oder die Milch kommt,

dann muss man ein bisschen

akzeptiert werden.

Oder sagen, es darf mal

am Sonntag stinken.

So wie im Frühjahr, wenn jetzt jeder jauchen

und Mist fährt, da stinkt es halt mal.

Das sind ein paar Tage.

Aber im Endeffekt habe ich auch ein paar Ruck,

das was in Österreich produziert wird

und in Österreich verarbeitet wird und

dann auch wieder gegessen wird.

Jeder ist so,

sehe ich das halt. Also muss jeder

ein bisschen akzeptiert werden.

Hat die Fläche oder Kontingent

in der Region dann frei geworden?

Oder wie stelle ich mir das da vor?

Der Schlachthof hat gesagt,

er braucht die und die Menge.

Und wenn ich jetzt

wühle, dann kann ich sagen,

da gibt es jetzt eine Warteliste

oder auf die Ortwarteliste.

Wenn du sagst, der und der

will bauen, dann haben sie den im Hinterkopf

und dann rufen sie halt an,

es wäre jetzt wieder frei.

Ja, nein, vielleicht. Und der,

der die Genehmigung hat, da sind ja

alle schon in Vorfeldgerichte gehabt.

Ich war ja schon komplett genehmigt, alles.

Also du hast dich quasi vorbereitet

mit Baugenehmigung etc., bis dann das

Kontingent frei geworden ist und dann hast du gesagt,

okay, jetzt ist meine Zeit.

Aber das heißt,

der Schlachthof braucht

ein gewisses Kontingent

an Händeln.

Was machst du, wenn der morgen zutritt?

Dann stehen wir da.

Aber kann man das planen,

weil dieser Stall, wir haben vorhin schon kurz geredet,

ist groß und war nicht günstig.

Wie kann man das planen?

Weil du hast das ja irgendwie geplant

und kalkuliert, weil du ja auch gesagt hast,

das muss sich wirtschaftlich ausgehen.

Wie planen wir da?

Ich sag,

die Wech gibt es schon relativ lange

bei uns in Laufenthal.

Wech ist ein großer Schlachtbetrieb.

Und es ist

kein Hernerbau

an schlecht gegangen,

und es ist auch noch keiner gestorben.

Außer,

es passt privat nicht,

der hat halt,

es gibt hygienische,

ich sag, eine Auswirkung von außen eher.

Aber es wird immer mehr weißes Fleisch

gegessen in Österreich, der Trend

geht dazu, dass der Markt sagt,

wir brauchen das Fleisch,

geschlachtet muss werden,

ob das der Wech ist, oder wenn es einen Wech nicht mehr gibt,

dann gibt es wahrscheinlich einen Weich.

Nein, das ist wahrscheinlich der Huber.

Wo sagst du immer Wech und Huber?

Das sind die zwei Gräser.

Da gibt es noch den Dietz

und den Lugitsch.

Die sind der Steiermark.

Aber die sind halt viel kleiner

in dem Ausmaß.

Und wie weit

hast du jetzt mit dem,

ich mein, du bist jetzt sehr jung und motiviert,

wie weit hast du mit dem in die Zukunft geplant?

Ich sag immer,

wenn ich in die Pension gehe und noch einen Herner habe,

dann passt es für mich.

Das wäre halt so ein Traum denken.

Aber es kann in 10 Jahren aus sein,

es kann in 20 Jahren aus sein,

dann musst du deinen eigenen Weg finden.

Aber wie lange hast du den Stallherd,

den du gebaut hast, wie lange war denn die Bauzeit?

6 Monate.

Und auf wie viele Jahre ist der jetzt

finanziert? Weil du wahrscheinlich

ganz normal über den Kredit?

Es ist zu 100% über den Kredit

finanziert, es war kein Eigenkapital

vorhanden. Ohne Eigenkapital?

Ja, ich hab mit 21 Jahren

das, was ich mir beim Lernen der Sport habe.

500 Euro? Nein, das war schon mehr.

Ich bin ja relativ

anspruchslos in den Sachen.

Aber

das Geld ist auch in den Stallbau reingegangen,

aber eher nachher was zur Arbeit da

oder Kleinigkeiten.

Aber sonst ist es auch immer gesagt,

das Projekt, wenn ich was mache,

muss er sich zu 100% von der Bank

finanzieren lassen.

Ich muss davon leben können, nebenher noch.

Und das muss eine Rückzahlung auch noch

sein, nicht, dass bei sonst was bleibt.

Und auf wie viele Jahre ist das jetzt?

Ich rechne es auf 15 Jahre.

Auf 15 Jahre?

Ich hab halt

einen Puffer eingerechnet von 5 Jahren.

Mit 10 Jahren müsste es sich ausgehen,

dass ich nach 10 Jahren

fertig sein muss.

Ich hab aber auch schon mitgelebt, aber

dadurch, dass ich relativ

wenig verbrauche für mich selber,

und ich für das Leben,

ist mir das ziemlich gleichgültig.

Aber wir haben jetzt schon relativ viel

erlebt und gesehen auf unserem Weg,

und dein Stall ist ganz neu

gerade gebaut.

Was tust du jetzt, wenn sich was

in den Richtlinien, in den Rahmenbedingungen

ändert, das heißt

Tierstandard, Hygienestandard oder was auch immer?

Tierwohl. Tierwohl, wo du dann investieren musst

oder sich irgendwelche Vorgaben

vom Abnehmen, also vom Schlachthof

ändern, wo du dann einfach

vielleicht wieder investieren müsstest

und dann investierst du und investierst du.

Ist das nicht ein Radl?

Aber das Radl gibt es in jeder Sparte.

Das ist bei den Schweinen irgendwo.

Zuerst haben sie den Spaltenboden

mit 19 Millimeter

und auf einmal von heute auf morgen

darfst du den nicht mehr haben, musst 17

Millimeter haben, weil es nicht mehr dir gerecht ist.

Ob da 2 Millimeter der Spalt brater ist

oder weniger ist, glaube ich,

ist nicht viel Unterschied.

Aber es ist so,

die Leute fordern das

und jeder sagt immer mehr

und mehr Tierwohl.

Irgendwann ist Stopp.

Der Preis wächst nicht mit.

Genau, weil es muss sich

finanzieller ausgehen

und es muss ja eine Sinnhaftigkeit dahinter haben.

Hast du bei der Planung vom Stall

im Detail kommt es jetzt nicht

zu sagen, was sich an den Tierwohlstandards

etc. an den Vorgaben

immer wieder ändert. Man hört immer nur,

es ändert sich immer wieder was.

Hast du versucht in der Planung

die nächsten 2, 3 Änderungen

mitzudenken?

Hast du da schon präventiv

gebaut und geplant?

Ich habe alles schon ein bisschen

größerdimensioniert.

Mit weniger Quadratmeter war ich auch

ausgekommen, aber dann haben sie gesagt,

das ist schon im Vorfeld geredet

geworden, es wird so und so in die Richtung gehen

und dann musst du

Sitzstangen einmachen

und erhöhte Ebenen und mehr

Spülmaterial oder Beschäftigungsmaterial

für die Hühner.

Ich habe gesagt, um die Sachen zu vermeiden,

dass auf engem Raum nachher so viel drin ist.

Genau.

Da habe ich gesagt, ich gehe gleich größer,

brauche von den anderen Sachen weniger

und muss dann die geringen

Aufwand betreiben,

bis das erfüllt ist.

Ich blampe dann schon ein bisschen

für die ersten, zweiten, dritten

Änderungen der nahen Zukunft.

Ich würde gerne von dir wissen,

weil wir haben jetzt

noch nichts gesehen, wir sitzen da jetzt einmal

und reden, ich würde gerne wissen,

was glaubst denn du, wie sich ein Mensch,

der dann im Supermarkt oder wo auch immer

sein Biohandel kauft,

wie sich der das vorstellt, wie das ausschaut.

Das kommt immer

davon nach,

in was für einer Region. Also ich sage,

in einer Großstadt, wo viele

Leute leben, Millionenstädte

und der, was null Plan

hat von der Landwirtschaft

und

auf der Verpackung sieht, wo fünf

Hühner drauf sind.

Oder auf einer Eierbackung,

wo fünf Herner drauf sind, die was auf der Wiese

laufen. Das wird es

nicht geben. Das ist für die

für den Hausgebrauch, aber

finanziell geht

sich das bei keinem Landwirt aus.

Mit fünf Herner kann halt keiner überleben.

Und es muss

halt irgendwo,

das Bild halt

von der rosa Landwirtschaft,

das kann man sagen so.

Das spielt der Handlern vor.

Aber das gibt es nicht.

Das ist auch nicht richtig,

finde ich. Weil es soll jeder wissen,

wie und was. Und es gibt auch heute Transparenz

und die Kontrollen und

die Auflagen, die wir haben, die müssen wir

erfüllen. Es gibt überall schwarze Schafe,

die gibt es in der Industrie und die gibt es auch

in der Landwirtschaft. Die wird es

überall geben, aber

zu einem geringen Teil sage ich. Weil

zu mir müssen wir alle die Auflagen

einhalten und wenn nicht, dann gibt es

auch Strafen.

Und eh, da ist jeder

für sich selber verantwortlich, ob er sich

dran hält oder nicht. Aber im Endeffekt

irgendwann merkt er,

ob das der richtige Weg war oder nicht.

Wie geht es dir damit,

weil wir gerade in dem Thema drinnen

sind, wie geht es dir

damit, was nicht,

von öffentlichen Meinungen,

von außen, Leute mit denen du

redest, weil gerade die Händln sind ja in den

Jahren, wenn du diese

Bühdln siehst, die was

auf und runter spielen, speziell vom VGT

und so weiter, wo sie dann in diese

Händelstelle reingehen und so an diese schrecklichen Bühdln,

was man da kennt,

da wird man dann wahrscheinlich,

wenn man dann hört,

ok, du hast 20.000 Händln,

warte, du bist sicher so ein Arger.

Wie geht

das? Merkst du das?

Wirst du mit diesen

Vorurteilen teilweise auch konfrontiert?

Und wenn ja, wie gehst du mit dem um?

Oder wie würdest du dem dann entgegentreten?

Bei uns sage ich

weniger da, also in der Region,

wo ich bin, weil wir da sind

noch eher, dass du sagst, die Leute haben noch

ein bisschen Ahnung von der Landwirtschaft

und sie haben noch ein bisschen Verbundenheit.

Aber

wenn mich jetzt direkt einer anspricht,

dass du Massentierhalter bist oder

das ist nicht dir gerecht, was du

da machst, kann ich

sagen, das ist ein kompletter Blödsinn.

Weil im Endeffekt, wenn wir die

Leute anschauen, da eine

fühlt sich wohler, wenn

er in der Stadt ist und viele Leute um

ihn sind oder da eine distanziert

sich aber nicht, der ist lieber in der Natur,

der geht wandern,

das muss halt für jeden passen. Und die

Hände, wenn ich eine

alleine habe, geht es in der sicher schlechter

als wenn ich eine 100 habe. Nur

muss die Richtlinie

gegeben sein. Also ich kann

100 Händler auf 5x5

halten oder weniger

und dort einen Tränker drin haben

und auch so ein Futter schalten, das geht

nicht. Es gibt die

Vorschriften, die müssen wir eh einhalten

und das ist alles so dimensioniert,

dass jede Hand sich wohlfühlen

kann. Es wird immer

irgendwo ein, wird es

auch was geben. Also die Natur

hat ja nicht jeden gleichgemacht, das ist

auch bei den Händlern so. Und

da wird es halt angegeben, der hat auch einen

Krumpenhack, ob er

durchkommt oder nicht durchkommt, das bringt

geht die Zeit. Also in der Mastperiode,

wo das Händel da ist bei mir, da

sieht man nachher, ob es überlebt

oder nicht, aber

es ist bei jedem Tier gleich, sage ich.

Jetzt habe ich Mast geschrieben

statt Mast.

Die Mastperiode.

Diana sagt was?

Diana, was sagst du?

Ja, meine kommen

ab dem 28.

Dienstag ins Freie Jahr.

Zuerst in einem Wintergarten.

Das ist spannend.

Wintergarten?

Wintergarten hört sich nicht schlecht an.

Die anderen hatten eine Panoramaterrasse

bei Markus Gruber.

Die Händlern haben einen Wintergarten.

Aber sag mal, wie ist denn so,

beschreib mal das Leben eines

Händels. Genau, wie ist da so eine Periode

bei dir? Ja, wo fängt es an?

Sie kommen ja zu dir, da sind sie

schon Küken, da sind sie quasi schon

Küken. Das Küken, wenn es zu mir kommt,

ist in der Nacht geschlupft.

Das ist keine 24 Stunden alt.

Aber die kaufst du? Du kaufst die

Küken zu? Die muss ich zukaufen.

Wie heißt der Betrieb, der Küken

liefert? Das sind die

Eiermacher.

Das ist der Name von deinem Betrieb?

Der heißt Eiermacher. Das ist die

Firma, wo ich die

Küken beziehe. Okay, und wie heißt

diese Art von Landwirtschaft,

die betrieben wird, die was Küken

gebrütet haben? Die Brüterei.

Ja, die Brüterei

ist der Betrieb,

wo die Küken gebrütet werden und

dann schlüpfen und wo sie auch

nachher zu mir kommen.

Vorher sind es aber viele andere

Betriebe, die die Broteier

produzieren und dort, wenn sie

auf eine Stunde zusammenfahren.

Okay, wir haben da eine kleine

Wertschöpfungskette, oder? Ja, das habe ich

angebracht. Wo fängt es an? Gehen wir

mal von deinem Betrieb zurück, nicht

von der Richtung weg, genau.

Wo fängt es eigentlich an?

Wir haben viele

hunderte Betriebe in Österreich,

die Bruteier produzieren.

Zuerst haben wir aber auch noch

den Betrieb, der

die Hühner,

genau, die Bruteierhändl

produziert. Okay.

Dann kommen die zu denen und danach

werden die Bruteier

auf einen Betrieb.

Das geht nachher weiter zur Brüterei.

Die haben 21 Tage noch.

Nach den 21 Tagen

kommt das Händl nachher

zu mir als Küken, als Glanz.

Das beginnt beim Bruteier-

Händlbetrieb. Es gibt eigene Betriebe,

die wirklich nur Händl haben, die Bruteier

legen. Elterntier-Betriebe

heißen die auf Saargans.

Elterntier. Danke, genau.

Diese Worte suchen wir. Elterntier-Betriebe

sind das, da fängt es an.

Die legen Eier.

Die sind befruchtet? Die sind befruchtet.

Wie wird ein Ei befruchtet? Wie erkenne denn das

beim Ei, ob es befruchtet ist oder nicht?

Das ist jetzt meine Frage.

Das gibt es mir.

Ich hoffe, ich erzähle es

keinen Scherz. Was ich weiß,

ist,

das Händl springt an.

Funktioniert ganz normal.

Bindchen, Blümchen.

Erkennen kann man es, indem man das Ei

durchleuchtet. Je nachdem,

wie der Dotter ausschaut,

das ist ein Fleck.

Das ist ein Samen.

Das sieht man am Dotter und dann weiß man,

das Ei ist befruchtet. Eisprung?

Nein. Im besten Fall nicht.

Also in dem Fall kein Eisprung.

Das heißt, das rennt dann über Bahn

und wird wahrscheinlich mit Laser inzwischen gemacht

und dann wird das entweder essen

oder brüten?

Was nicht befruchtet ist, wird wegtroschen.

Ich glaube nicht, dass das wieder in irgendeine...

Wieso kann ich das Ei nicht essen?

Wenn ich ein Ei lege,

ist das nicht binnen 10 Minuten

in den Supermarkt.

Das hat eine gewisse Lebensdauer,

hat so wie jedes Lebensmittel

und da wird einfach eine Zung gewartet,

damit die Wirtschaftlichkeit eingegeben ist.

Wenn einer 200...

Wartet mit jedem Ei extra.

Da wartet man schon ein bisschen zusammen.

Und das rentiert sich einfach

nicht in dem Fall.

Wenn ich mit jedem Ei extra fahren muss,

nein, nein.

Das heißt, die Eier

in den Eltern...

Elterntierbetrieben.

Die bebrüteten werden weiterverkauft,

die anderen sind...

Nein, die sind noch nicht bebrütet, die sind befruchtet.

Die befruchteten kommen in die Brüterei.

Ja, das ist der nächste Betrieb.

Gibst du einen anderen Namen oder ist das Brüterei?

Nein, das ist Brüterei.

Das heißt, kurz habe ich...

Wie funktioniert eine Brüterei?

Grob.

In der...

Da huckt kein Hähn drauf.

Nein, da huckt kein Hähn mehr drauf.

Eine konstante Temperatur

und die Luftfeuchtigkeit auch.

Die 21 Tage durchgehend

und danach schlupfend

wahrscheinlich zu 99, 97%

alle Küken

binnen ein paar Stunden.

Okay, das heißt, das ist eher

Wärme...

Es ist einfach Temperaturgefühlt.

Ein Brotapparat, kann man sagen.

Brotkasten.

Und dann schlupfende

und dann muss es schnell gehen, weil du hast gesagt,

wenn sie nach dir landen,

die sind noch keinen Tag alt.

Die sind noch keinen Tag alt.

Nein, also die haben schon

im Bio gibt es das

Männchen und Weibchen

oder Hahn und Henne.

Das ist glaube ich ein wichtiges Thema,

das Leute auch interessiert.

Ja, sicher, auf jeden Fall.

Aber die kriegen halt eine Impfung draußen.

Und danach,

wenn sie nachher kommen,

wenn sie sortiert

die werden gewogen alle.

Da gibt es noch ein Durchschnittsgewicht.

Dann weißt du, wie schwer die Küken sind,

kleinere Küken sind.

Am Anfang eher, dass sie

schlechter starten.

Oder dass sie halt nicht so vital sind

als größere Küken.

Das ist bei den Menschen wahrscheinlich ziemlich gleich.

Deshalb bin ich so klein,

und da würde ich so groß werden.

Gut, ihr habt viel Kraft,

der kriegt wahrscheinlich.

Und du kriegst einfach

eine gewisse Küken in einem gewissen

Gewichtskorridor.

Das kann ich mir aber nicht aussuchen.

Das Gewicht kann ich mir nicht aussuchen.

Die Menge schon.

Aber da kriegst du dann vorne ein Biss.

Also da kriegst du eine kleine und größere.

Das ist ein Durchschnittsgewicht.

Da haben wir wahrscheinlich kleinere und größere.

Und sind Männchen und Weibchen.

Das heißt, im Bio

hat man dann als Maßbetrieb

ein Biss, kriegt man Männchen und Weibchen

und wenn man vorne dann drüben steht,

in einem Nicht-Bio-Betrieb

hat man es

geschlechtsneutral gemacht.

Da gibt es auch Männchen und Weibchen.

Aber das ist eher das Thema,

das mit den Hähnen,

was sie nicht haben wollen,

bei den Legebetrieben.

Da schlupfen die nicht nur Weibchen

oder nicht nur Hähnen.

Da kennt man das Problem auch.

Genau, und das ist eher das, was ...

Also im Maßbereich ist das jetzt nicht so?

Da gibt es alles.

Und dann sind sie bei dir?

Und dann?

Dann ...

Dann werden sie mir alle begrüßt, oder?

Nein, das ist auch

eher in der Werbung.

Wie viele kommen da ungefähr pro ...

pro ...

9600 Stück.

Also immer gleich ein ganzer ...

Oder eine ganze ...

Eine ganze Stallung.

Das ist ein Vormastbereich

und ein Hauptmastbereich.

Und in den Vormastbereich

kommen sie halt als Tagesküken.

Keine 24 Stunden.

Da sind die Futtertasen

alle gefüllt. Die muss man alle aufschütteln,

dass das Huhn am besten

einsteigen kann und drin

umwühlen. Das ist ja das Korn.

Ein blindes Huhn findet auch

ein Korn. Das haben Sie immer, gell?

Nein, aber das ...

Wir haben immer so eine Folie

oder ein Papier. Das

wartet nachher. Das bleibt im Stall.

Und auf das tut man auch

Futter aufgestrahlt. Und man tut

die Küken. Also zwischen Futter bauen

und Futter bauen. Inzwischen ist noch

Tränke bauen. Da werden sie

ausgeleert.

Kann man das so sagen?

Ja, werden sie, oder?

Nein, das geht nicht, ja.

Aber tut Ihnen das was, oder ...

Nein, das ...

Schick gepolstert. Genau, ja.

Das sind wirklich ...

Du lernst ja Leute,

oder schüttelst sie sich auch

ein bisschen um.

Ja, das sind halt dann die Büdeln, die sagen

die Menge und

das Viech klaren, aber ...

Aber es tut ihnen nichts.

Ja, ja, ja.

Also ich finde nicht ...

Das heißt, das ist eine Futterbahn.

Das heißt, die haben jetzt keine Streuern oder so was?

Wohl gibt es auch. Also ich habe so

Sockspäne heißt das,

was bei den Sägewerken umfällt,

das tue ich einstrahlen.

Wenn man draußen Säge sagt, Spahn.

Spahn heißen die.

Alpenspan.

Alpenspan.

Das ist

bei mir die Einstreu.

So zwei bis drei Zentimeter.

Unterhalb ist eine Bodenheizung drin

unter dem Beton.

Die haben wir von unten auf.

Temperatur ist sehr, sehr wichtig, glaube ich.

Also die haben keine, wie man so ein bisschen

klassisch kennt, so Rotlichtwärmelampen.

Das ist ...

Nein, das gibt es ...

Das sind Betriebe oder ...

Das ist aber das Bündel, was man so kennt, oder?

Aus Hühnerstellen,

aus den Videos, das sind diese ...

Rotlicht.

Puffbeleuchtungen für Händler.

Das gibt es gar nicht, oder wie?

Und nimm mal so.

Es gibt grünes Licht, blaues Licht,

rotes Licht. Gibt es eine Stelle,

ist aber eher zur Beruhigung.

Also dass sich die Hände

erfüllt oder so. Das ist nah bei der Nacht.

Oder beim Fangen

gibt es auch so Lichter,

die was ...

Das machen wir auch inzwischen bei den Leuten.

Ja, also Lichttherapie ist jetzt nicht unbedingt

was Neues.

Es kommt im letzten Jahr immer mehr.

Lichttherapielampen, etc., wo es genau

gezielt mit dem ...

Also wenn es bei den Leuten funktioniert,

ist es bei den Viechern nicht funktioniert.

Das ist einfach eher zur Beruhigung.

Du hast das mit der Wärmelampe

bei Hühner heutzutage noch, ist eher ein ...

Wenn du sagst, du hast 20 Küken oder was

und die ziehst du für dich selber auf,

da ist das eher noch ...

Aber damit ist noch was schwierig.

Du hast gesagt, bei den Küken,

wenn sie kommen, in diesem Vormastbereich,

hast du eine Folie drin,

die verratet.

Ja, ein normales Papier.

Ja, ein normales Papier, da tust du das Futter drauf.

Wo ist jetzt das Streu? Ist das da auch da drauf?

Nein, das ist unterhalb.

Du könntest ja das Küken ...

Das ist das Futter nicht finden.

Das geht einfach darum, du legst über das Ding diese Folie drüber,

damit es am Anfang ...

Das ist das einzige, was sie finden, das Futter ist.

Sonst würden sie da wahrscheinlich verhungern.

Ja, sonst hätten sie das Holz mitfressen.

Das ist für die Arme nicht so gesund.

Genau.

Und das sie einfach von Anfang an wissen,

da ist der Futterbereich

und wenn ich hungrig bin, gehe ich da her.

Und wenn ich Durst habe, gehe ich in die Mieten,

da ist die rote Schalde.

Da ist ein Tränker und da ist eine rote Tropftasse.

Das heißt, dass der Boden nicht nass wird.

Dann gehe ich dort hin

und dort kann ich das Huhn nachher trinken.

Und was füttert man

so ein Tageskühlchen?

Das sind alles so kleine,

gepresste Pellets.

Da ist Mais drin, Weizen drin,

Soja drin, Rapschrot.

Müsli.

Genau.

Wo kommt das Müsli her?

Das wird in ganz Österreich

produziert.

Alles bio.

Das kommt dann auf Klagenfurt.

In Klagenfurt ist ein Futtermischwerk

von Lagerhaus.

Das ist das bei uns.

Dort beziehe ich

mein Futter.

Biofutter heißt,

dein Futter ist aus Österreich.

Das heißt,

Soja gibt es ja auch.

Wissen gerade, in Österreich gibt es

Donnersoja, glaube ich, in dem Bereich.

Wie viel teurer

ist so ein Biofutter

im Vergleich zu einem

konventionellen Futter?

Wie viel kann man das grob sagen?

30 Cent pro Kilo.

Das heißt im Prozent?

Also 30 Cent ist jetzt

eine absolute Frage.

Das heißt du zahlst fast?

Ich zahl fürs Küken

als Doppelte,

fürs Futter als Doppelte.

Kriegst du dann auch fürs Fleisch?

Also für das Endprodukt

Händel quasi als Doppelte?

Mehr als als Doppelte?

Es ist ein bisschen mehr als Doppelte.

Das heißt du kriegst

den Mehr-Einsatz?

Genau, ich habe ja auch in dem Fall

mehr Platz als ein konventioneller

Brauhändler. In dem Sinne ist alles

pro Hund teurer.

Okay, aber du bleibst nicht auf

den Kosten sitzen in dem Fall,

sondern du kannst diese Kosten im Prinzip

dann auch weit.

Die Zügelpreise von einem

konventionellen Handel

zum Biohandel, da reden wir

mal, glaube ich, wenn man jetzt nicht

alles täuscht, deutlich mehr wie Faktor 2.

Die sind dann um das 2-, 3-, 4-Fache

teurer.

Die würde man vorher schauen können.

Da können wir aber wahrscheinlich bei unserem Artikel

oder bei einem Podcast dann einmal so einen Vergleich hin tun,

was durchschnittlicher da im Handel

das Biohandel kostet.

Und da ist das Angebot sehr begrenzt

und es ist glaube ich das Lebensmittel,

was wir hier kennen, am wütendsten

zwischen konventionell und

Bio. Butter ist noch arg, aber die kriegst du

zum Teil gar nicht.

Bio-Butter ist ganz, ganz schwierig, da ist glaube ich

noch ein bisschen Ärger. Aber

immerhin bleibst du

nicht auf den Kosten von

Bio sitzen.

Das ist schon mal, glaube ich, ganz gut.

Apropos Kosten, du hast

vorher kurz gesagt, wenn du mit dem Stahl

fertig bist, dann gehst du am Acker

oder in den Wald. Kaufst du

das Futter für die Handel nur zu

oder machst du auch einen Teil selber?

Ich kaufe es zu 100% zu.

Weil mein eigenes Futter,

wenn ich das selber auf den Betrieb

verarbeiten und mischen muss,

ist es zu aufwendig von den Kosten her.

Und die Menge bringt auch nicht

um, was ich an Futter brauche

für die Anzahl, was ich habe.

Das, was du jetzt gesagt hast, was du

futterst, ist ein Mix aus

Mais, Soja etc.

Ist das Standard-Handelfutter

oder was würde ein Handel, das jetzt nicht

gemästet wird, du machst einen Massbetrieb,

da geht es halt darum, dass das wächst und dass das

dann einen gewissen Schlachtreif und ein

Schlaggewicht kriegt. Was würde ein

Handelfressen, das jetzt nicht

gemästet werden würde,

unterscheidet sich das Futter recht stark?

Du hast höchstens von

der Energieinhalte, dass du mehr

oder weniger hast. Das ist

zum Beispiel bei dem Legehühnerbetrieb,

der braucht zum Beispiel bei

den Eierschulden auch Kolk dabei,

dass die Schulden ein bisschen Festigkeit haben.

Und da sind andere Komponenten drin.

Also je nachdem, was ich brauche

vor dem Tier, ob es jetzt ein

Legehandel ist oder Masthandel.

Das sind die Unterschiede im Futter.

Gibt es zwischen den Mastbetrieben auch

Unterschiede oder ist das ein relativ

verstandentisiertes Futter für

die Handelmasse, die da verwendet wird?

Nein, da haben wir eigentlich eher

alles gleiche. Es gibt schon verschiedene

Futterproduzenten

und jeder hat seinen Sinn.

Der eine sagt, ich brauche mehr das für die Hühner

und der andere sagt, ich brauche auch mehr von denen.

Das kannst du dann auch zusammenstellen,

wie du willst. Also bei uns

beim Schlagbetrieb wehe ich nicht,

weil da wehe ich einfach gesagt, wir wollen...

Da gibt der Wecher vor, was zum Futter ist, oder?

Wir wollen das Futter haben, weil

du verkaufst ja die Hände

am leichtesten, weil alle gleich schwer sind

und alle die gleiche Farbe und alle identisch.

Das ist überall so.

Aber das kriegst du in der Natur nicht hin,

weil alles eben so ist, wie es ist.

Und dadurch...

Aber es wird halt daran gearbeitet, dass es

in die Richtung geht.

So wie die konventionellen Masthühner, da

ist nachher auch ein bisschen mehr Mais drin

oder was. Das ist einfach damit, dass das Huhn

nachher geschlachtet hat, ungefähr die Farbe hat.

Das heißt im Prinzip

gibt da viel der

Schlachthof vor,

weil der verkauft ist dann natürlich auch in den Supermarkt

etc. weiter dann an den Lebensmitteleinzelhandel.

Der muss natürlich schauen, dass

möglichst der gleiche Produkt das auch kriegt.

Also das wollte ich jetzt schon immer mal sagen,

wir haben gerade von der Anna aus der Regie

die Recherche bekommen und zwar kostet

das konventionelle Händel im Durchschnitt

4,99 Euro das Kilo.

Das Händel.

Das ganze Händel.

Das Kilo.

Das Kilo.

Das Kilo.

Das Kilo.

Das Kilo.

Das Kilo.

Pro Kilo. 4,99 Euro.

Und bio 8,99 Euro.

Also nicht einmal das Doppelte.

Nein.

Wo hast du geschaut?

Billa.

Und da reden wir vom ganzen Händel,

also nicht vom Edelteil, Brust oder so, sondern

das gesamte Händel.

Das hab ich gemeint.

Ja, ich hab da nichts mehr sagen getraut, weil es mich schon so

pehsam geschaut hat.

Jeder muss das können.

Ok, das heißt nur, es geht auch darum zu verstehen,

wie der Markt ein bisschen funktioniert.

Das heißt, bei euch ist einfach der Schlachthof

derjenige, der diesen ganzen

Markt managt,

weil der braucht halt einfach

ein möglichst standardisiertes Produkt,

mit dem man arbeiten kann, weil er hat wahrscheinlich auch

Maschinen etc. und so weiter.

Da ist noch

der Schlachtbetrieb zwischen.

Also bei uns, das was wir haben,

haben wir mehr mit dem Schlachtbetrieb zu tun.

Der Schlachtbetrieb sagt das und das und das,

aber er kriegt die Vorwaben vom Händel.

Ja, genau, der Welch ist der Schlachtbetrieb.

Genau. Und wenn der Händel

zum Beispiel, er braucht

die Menge und das Gewicht,

dann muss der Welch das irgendwie kombinieren,

dass er das irgendwo von Bauern

zu der und der zeigt. Genau, das heißt, der muss da

auch vermitteln, dass derjenige, der im Endeffekt

einkauft, und das ist in dem Fall wahrscheinlich

der Händel, dass der halt

das Produkt in der Art und Weise

kriegt. Und das steuert dann halt bis zu euch

wahrscheinlich sogar, vielleicht sogar vor euch hin

zu der

Auswahl der

Rasse, der Rasse,

des Brottermins, des

Einstalttermins, des

Verkaufstermins, alles das.

Zumindest hat der Schlachthof

jede Partie vier Monate

vorgeplant, mindestens vier Monate.

Ich muss dir jetzt eine Frage stellen,

mich würde das total stressen, weil du bist

irgendwie, also

eclore in so einer Wertschöpfungskette

oder in einem Kreislauf eingebunden

und irgendwie von sehr vielen

Faktoren oder Akteuren abhängig.

Was macht das mit dir?

Es kann dir die Arbeit

erleichtern, aber es kann sich ja auch

erschweren. Aber dadurch,

dass mir so ein sechs bis sieben Wochen

rücken muss, also alle sechs oder sieben

Wochen krieg ich Küken. Und ich weiß,

da hab ich die Arbeit,

da muss ich das machen, ich kann mir das

alles einteilen. Und das

hab ich beim Futter. Ich weiß,

ich krieg immer das Gleiche.

Und das einzige was,

es kann halt irgendwo bei einer

Körnung oder irgendwo bei der

Ballet-Spray ist, dass das nicht ganz richtig

funktioniert hat, dass sich da vielleicht

eine Unterschiede ergeben kann. Aber sonst

in groben hast du immer ziemlich

das gleiche Futter oder die gleichen

Inhaltsstoffe auch. Das heißt, du hast auf der einen

Seite eine hohe Planbarkeit von dem Prozess,

den du hast. Gleichzeitig halt aber

eine wenig Freiheitsgrade, dass du

den Prozess großartig was änderst.

Das heißt, der ist im Frosten und Ganzen relativ

automatisiert.

Automatisiert.

Wir waren vorhin noch bei den

Tageshändlern.

Tagesküken.

Die sind jetzt auch da bei dir.

Temperatur haben wir noch vergessen.

Was brauchen die für Temperatur? Da sind wir bei 32 Grad

Bodentemperatur.

Ordentlich, gemütlich.

Woher kommt die Energie?

Wie schafft man das?

Das ist eine Hochschnitzelheizung.

Ich produziere das Holz selber.

Das ist dein eigener Wald? Ja.

Da hilft dann der Wald etwas.

Da kommst du aus Selbstversorger.

Du bist energieautark.

Momentan kaufe ich alles zu, weil

ich die Zeit nicht gehabt habe, dass ich das

selber schaue oder manage.

Du bist so, dass dein Betrieb jetzt

einpendelt. Genau.

Das heißt, du kaufst noch viel zu, aber im Grunde

könntest du aus deiner Forstwirtschaft

die Wärme selber produzieren.

Du bist so regenerativ, dass das, was du

daraus nimmst, bei deiner Waldfläche nachwächst?

Ja, das bringe ich zusammen.

Theoretisch müsste dann

die CO2 neutral sein.

Wenn das nachwächst, was er verarbeitet,

sollte es unterm Strich ein

Nullsummenspiel sein.

Übern Daumen siehen.

Hast du schon mit gerechnet?

Nein, das nicht.

Aber es misst sich von der

Waldfläche her und von den Zuwachswerte,

die wir hier haben. Was habt ihr? Wie viele Hektar hast du?

Das sind so 21 Hektar Wald.

Das sind schon ein paar.

Ein paar Mal.

Nächstes Mal wieder ein paar Mal.

Das heißt, 31 Grad

hast du gesagt, 31, 32 Grad

vor der Fußbodenheizung.

Wie lange sind die Küken

in dieser Vormast?

Vormast.

28 Tage

in der Vormast sind sie

in der Vormast.

Also ein gutes Monat. Und danach

kommen sie

daneben in den Stoll rein.

Er hat dann die doppelte Fläche

im Stoll.

Und einen Wintergarten dabei.

Und einen Auslauf auch.

Wintergarten, Auslauf.

Hast du das jetzt, was du beschrieben hast?

Vormast, Stahl,

Wintergarten, Auslauf.

Ist das eine Einheit?

Das ist eine Einheit. Und das heißt mal zwei?

Ja.

Was kann ein

Händel-Wintergarten sein?

Ja, die Hände,

so wie

jeder Mensch, geht die dort hin,

wo es sich wohlfühlt.

Und wenn die Hände halt sagen, ich gehe

heute lieber in die frische Luft,

geht die Hände halt.

Zuerst kann sie frei gehen, aber sie kann auch im

Wintergarten bleiben.

Ist das eine Auflage von...

Das ist eine Auflage von Bio.

Was ist der Unterschied zwischen

ein Wintergarten ist quasi überdachtes draußen,

aber geschlossen.

Geschlossen, aber mit Licht?

Aber mit Licht von draußen auch.

Aber das ist kein Vogel

oder ein fremdes Viech.

Und klimatisch?

Die ist die gleiche Temperatur wie draußen.

Wie Außenklima.

Man kann es auch als Außenklima-Zone

bezeichnen oder als Kaltscharraum.

Da gibt es mehrere Varianten.

Aber nur das zum Verstehen.

Du hast jetzt 28 Tage

quasi in einem Raum

Vormast, da wachsen sie.

Wie groß sind die

am Anfang von dieser Vormast?

Und wie groß sind sie nach den 28 Tagen?

Die sind ungefähr

mit 37 oder 40 Gramm

kummern.

Echt so flauschige kleine

Küken halt.

Und nach den 28 Tagen

oder am 28. Tag

sind sie schon drüben, haben sie ungefähr

700 Gramm, 800.

Je nachdem.

Das variiert auch immer.

Also ungefähr als 20-Fache

von dem Körpergewicht.

Dann machst du da

ein Tor auf?

Ja, dann ist es einfach ein Tor.

Mehr oder weniger.

Dann haben sie Zeit,

dass sie ein paar Tage vorher schon aufsehen können

und selber umgehen

und sich drüben frei bewegen,

wie sie wollen.

Also dann ist das ein großer Raum?

Genau.

Dann wird wieder zugemacht.

Und dann die nächsten?

Ja, 2-3 Wochen später.

Der eine Raum steht dann noch ein bisschen klar.

Ja, wird ausgemisster gewaschen, desinfiziert

und aufgeratzt,

neig eingestrahlt

und dann wieder holt sich der Vorgang.

Ab Tag 29 sind sie dann in ihrem neuen...

Ab 28. Tag

sind sie dann quasi in der neuen Gasonea

mit Wintergarten und Auslauf.

Jetzt,

die Bütel, was man so kennt,

ich hab noch nie einen Wintergarten gesehen

für Händel, ich kenn eigentlich überhaupt keinen

Händelstall, ich war noch nie in einem Händelstall,

außer der, was die Leute hinter dem Haus haben

und der ist was anderes,

kann man sich mit der nicht vergleichen.

Ist das, weil du das so gebaut hast,

ist das eine Vorgabe generell

für Händelställe in Österreich

oder ist das jetzt speziell mit Wintergarten

und Auslauf

eine Bio-Thematik?

Ja, Bio. Also weil das mit dem Auslauf

gibt's noch in Bio,

Bio ist halt nur im Stall.

Also mit Wintergarten? Ohne Wintergarten.

Komplett ohne? Da gibt's keinen Wintergarten mehr.

Aber deswegen ist das ja nicht schlechter,

sag ich.

Das muss halt immer ein Mittel weg.

Jeder hat einen Tag das Beste und einen Tag das Beste.

Und für das muss sich halt jeder selber

entscheiden. Du sagst,

das ist gar nicht unbedingt besser.

Dieses Zusatzangebot von

Wintergarten und Auslauf

würde nicht unbedingt

jedes Händel in Anspruch nehmen. Wie ist denn das bei dir?

Glaub ich nicht, nein.

Also es verteilt sich jeden Tag.

In der Früh, wenn du die Klobmann aufmachst,

dann geht da mal

der halbe Stall raus

und dann ins Freiharbeiter raus, dann ist immer alles voll.

Und binnen einer halben Stunde

teilt sich das alles wieder auf.

Dann ist die Hände lieber im Wintergarten

oder lieber da drinnen und frisst und liegt dort.

Das ist dann so, wie es dahin passt.

Das heißt, die wandern da? Die wandern den ganzen Tag.

Also sie kann

von 8 Uhr in der Früh bis 6 Uhr auf Nacht

rausgehen, aber sie muss nicht.

Und wie tun sie es bei dir?

Sind sie gern draußen?

Sie sind im Winter

relativ wenig. Da gehen sie nicht zu Hause.

Eher hat es kalt.

Weil du hast ja im Stall auch 22 Grad

und draußen hat es 1, 2 Grad.

Ist halt doch unterschiedlich.

Und im Sommer

in der Früh strömt einmal alles

raus. Und binnen einer Stunde

sieht das irgendwo auf. Da sind halt einmal 300 draußen.

Vorher waren 2000 draußen.

Das heißt, auch sind die

Viecher selber sehr unterschiedlich?

Das heißt, es gibt manche, die sind lieber im Stall,

es gibt manche, die sind freiheitsliebend

und sind den ganzen Tag nur draußen?

Ja, den ganzen Tag nur draußen.

Von uns geht ja jeder irgendwann

Mittagessen oder Essen.

Zwölf gehen Mittagessen.

Das gibt es meistens drin.

Das macht jedes Hund gleich.

Und sind da

die einzelnen

Generationen, die du hast,

unterschiedlich oder verhalten sich die dann ähnlich?

Da ist jede Partie anders.

Da ist keine gleich.

Du kannst nicht sagen, das sind immer 30%

die gern wandern gehen und 30% die faul sind.

Es gibt Partien, da

machst du die auf

und die sind alle geschreckt.

Die schrecken sich.

Es gibt aber auch Partien,

da passiert gar nichts.

Wenn du die aufmachst,

die schauen dann mal

und dann geht es weiter.

Das heißt zwischen den einzelnen Dingen

totale Unterschiede.

Die eine Partie ist lieber im Wintergarten.

Die andere Partie

rückt mehr auf den Eck zusammen.

Das ist auch, je nachdem wie draußen das Klima ist

und wie sich das drin nachher

auf das drinnen auswirkt.

Wenn man sagt, da ist ein bisschen

mehr Luftzug, da sind vielleicht weniger

und dort ist es ein bisschen wärmer.

Oder ein Hund, der hat lieber

22 Grad, der hat lieber 18 Grad,

das geht aus.

Das heißt, du sagst,

das ganz Außenbereich

und der Wintergarten, wie heißt das auf

gescheit?

Da steht in der Bierverordnung Wintergarten drinnen.

Klimazone 2.

Klimazone 2.

Klimazone 2.

Klimazone 3.

Das heißt, Klimazonen plus

Außenbereich ist Teil der

Bierverordnung. Das heißt,

die Händler durch die

Bioverordnung

haben einfach mehr

Möglichkeiten, kann man so sagen.

Sich zu bewegen.

Jetzt hast du vorher gesagt,

Sie hätten oder haben

4 Hektar Auslauf

zur Verfügung.

Nutzen Sie das?

Vier Hektar.

Das sind 40.000 Quadratmeter.

Die Hektar ist jetzt nicht

ganz wenig. Aber ist das Vorschrift,

dass es so viel ist? Das ist

Vorgeben. Und

warum nutzen Sie das wenig?

Weil am Osten

ist kein Legehund.

Wir haben so wie

die Beschottungsmöglichkeiten,

das müssen wir in einem Jahr zur Verfügung stellen.

Auf dieser Fläche? Auf dieser Fläche verteilt

mit künstlicher Beschottung,

natürlicher Beschottung, Bäume.

Das Brothändle schon vorher?

Ja,

eher das Adlerhund,

das was wegfliegt.

Da geht es eher um die

Feinde, weniger um Schutz,

Verhitze oder so.

Da war das

für sich, was sich

wohl erfüllt.

Wenn kein Schutz

da ist, oder wenig Schutz

da ist, geht das Hund nicht so weit.

Wenn viel Schutz da ist, geht das Hund auch weit.

Aber dadurch, dass die

Mosten, die 28 Tage

noch einmal zur Verfügung hat,

oder 30 Tage, wo es ins Freie gehen kann,

sagt halt die eine

hin, ich gehe nur bis da hin,

die andere geht aber noch 10 Meter weiter.

Und die Legehörner sind aber

14 Monate alt,

oder wenn 14 Monate alt, und die

nutzen das eher, weil sie länger

auf den Sonntag...

Die haben mehr Zeit, dass die

4 Hektar erkunden.

Und?

Ja.

Tag 29,

ein Tag nach dem Umzug.

Ich bin das Handel, habe jetzt

800 Gramm.

Was passiert dann mit mir?

Dann kannst du

entscheiden, ob du

steil, Klimazone 2

oder frei.

Wie lange habe ich

dann noch?

Noch einmal die gleiche Zeit.

Also bei der Halbzeit komme ich ungefähr...

Was wird dann gefuttert?

Bleibt gleich?

Die Körnung verändert sich

ein bisschen.

Es wird ein bisschen grobkörniger.

Früher war es so klein, aber das Kühlknarr

braucht ja kleinere Futter.

Warum mache ich das grober, weil das kleinere Kunde das größere auch fressen?

Das ist schon, aber

die Nährstoffe sind

ein bisschen anders, da ist ein bisschen mehr Energie

drinnen.

Und das Huhn, umso

größer es wird, umso besser

kannst du auch das große Futter verwerten,

oder die größere Körnung.

Dass das halt zusammenpasst.

Schlochgewicht ist dann bei?

Durchschnittlich 1,50

pro Huhn.

1,5 Kilo.

Und wie läuft das dann ab?

Wie ist dann so, dann bin ich ein fertiges Huhn

und habe 1,5 Kilo.

Und dann?

Dann

ein Wochen vorher liefern.

Ich muss immer mein

Schlochgewicht bekannt geben.

Wie schätzt man das?

Ich habe in jedem Stall einen Bock.

Ich weiß jeden Tag auch, was ich zunahme.

Du willst jeden Sack Hühner wiegen?

Nein, da hupfen die Händler selber auf.

Ach so, das ist so durchschnittlich?

Der Stahlcomputer erkennt das

Durchschnittsgewicht.

Ja, aber die dicken Hähner hupfen

wahrscheinlich selten auf, oder?

Das ist ganz unterschiedlich, aber da gibt es

auch einen Rechenfaktor.

Das ist ein Rechenfaktor, oder?

Ja, bitte.

Ledgewicht und Schlochgewicht Unterschied.

Ja, aber was ist der Unterschied

zwischen denen? Danke, Anna.

Das war jetzt die Anna.

Lebend und geschlachtet.

Ja, aber was ist da der Unterschied?

Bei einem habe ich nur Fleisch

und bei anderen habe ich

das ganze Huhn zum

Knochenfedern innen rein.

Also Schlochgewicht ist das, was wir dann auch kriegen?

Das kann man was kaufen, oder?

Das ist eine 1,50 kg.

Das ist das Schlochgewicht.

Das heißt, das 1,50 kg ist das Schlochgewicht?

Ja.

Schlochgewicht 1,50 kg, vielen Dank, Anna.

Lebendgewicht?

Über 2 kg.

2,3 kg.

Je nachdem, aber durchschnittlich 2 kg

bis 2,3 kg.

Das heißt, über Viertel fällt eigentlich weg?

Ja.

Am Weg?

Ja.

Das heißt, wir machen das,

wenn wir 4-6 % sind.

Und das Leben dauert

ungefähr 56 Tage.

Das sind 2 Monate, oder?

Ja, 2 Monate.

2 Monate von der Geburt

bis zum Schlachten?

Vom Schlupf bis zum Schlachten.

Wie alt würde ein Händler

normalerweise werden?

Wenn die Bedingungen passen,

wahrscheinlich Jahre.

Wenn die Hände

5 Jahre vierten,

dann ist es nicht mehr gut.

Oder wenn sie ein Jahr vierten.

Dann ist es auch ein Suppenhändler?

Genau.

Die Wirtschaftlichkeit

muss gegeben sein.

Wenn ich sage,

die Hände sind 56 Tage alt,

dann haben sie ungefähr

das Durchschnittsgewicht von

2,3 kg um.

Und alles, was ich nachher

gehe,

wenn ich sage, 60, 70 Tage,

fressen die Hände mehr,

als was ich zunehm.

Dann wäre es unwirtschaftlich.

Dann wäre es für mich ein Defizit.

Ja, ist klar.

Darfst du grob

darüber reden, was so ein Händel kostet?

Und was so ein Händel wert ist?

Oder ist das eher so eine Geschichte,

über die man eine Branche gehen muss?

Was kostet ein Händel, wenn du es kaufst?

Und was kostet, wenn du es verkaufst?

Ungefähr.

Dass man eine Vorstellung hat,

was so eine Küken kostet,

kostet so eine Küken 2 Euro,

20 Cent.

Oder dass man eine gewisse Vorstellung hat,

was so eine Küken kostet,

bei der 78 Cent,

zwischen 70 und 78 Cent,

wo sind wir jetzt?

Bio-Küken.

Das haben wir jetzt nicht gekostet,

aber bei 40 Cent.

Das haben wir schon gelernt,

oder mal 2 rechnen auf dem Bio drauf.

Dann hast du quasi

deinen Prozess dazwischen,

der gute 2 Monate läuft,

d.h. du machst es auch 6 Mal im Jahr?

Oder hast du dann zwischendrin eine Pause?

Leerstehen tue ich nie.

Der Stall ist immer...

Der Stall muss durchhören?

Genau.

Und dann ist es fertig

nach den 58 Tagen.

Was kriegt man dann für so ein Händel?

Bei den 6,5 Euro.

Das ist quasi dein Spielraum,

den du hast,

für das ganze Händel.

Da muss ich zwischen

das Futter, die Einstreu,

Strom, Wasser,

Küken...

Und wenn du jetzt alles abziehst,

was du gerade aufgezählt hast,

wie viel bleibt dir dann über pro Händel?

Das ist unterschiedlich.

Das ist unterschiedlich.

Da ist jede Partie unterschiedlich,

aber von 2 Euro ungefähr 2 Euro.

So war es in die Richtung?

Aber es kann Plus Minus.

Und welche Faktoren sind dafür verantwortlich?

Was...

Was verursacht die Schwankungen?

Futterpreise oder Handelspreise?

Das ist relativ stabil.

Die...

Oder sie versuchen,

sich relativ stabil zu halten.

Das Ausschlag,

was ich gemerkt habe,

seitdem ich es mache,

ist die Futterverwertung von Huhn.

Futterverwertung von Huhn?

Was beeinflusst dich?

Wie die Bedingungen,

während du es machst,

periode da sind.

Wenn die Temperatur immer ziemlich passt,

wenn ich da wenig Schwankungen habe,

das Händel sich wohlfühlt,

dann wird es öfter fräsen gehen.

Dann wird es auch mehr zunehmen

von dem, was du frisst,

als wenn es daheim schlecht geht.

So wie bei jedem Menschen,

da wird es nicht mehr zunehmen.

Zum Beispiel,

wenn ich Hausnummer 5 verreiß,

dann den Futterverbrauch.

Das passt, aber wenn ich 45 dann

den Verbrauch für das Gleiche,

dann sind da 10 dann inzwischen...

Und wo geht das hin,

wenn es nicht ins Handel geht?

Das nimmt die Hände auf

und lässt sie gleich überfallen.

Das verwertet es einfach schlecht

oder gar nicht.

Was passiert eigentlich mit den Abfällen?

Das ist ein Hühnerquot.

Der wird bei mir auf die eigenen Flächen ausgebracht.

Das geht ja bei dir aus,

von den Mengen her.

Du musst es nicht entzogen lassen,

dann kannst du es ganz normal...

Das ist noch ein Kreislauf.

Ich würde gerne noch zum Ende

des Händellebens hier kommen.

Was ist denn jetzt,

wie kommt es,

wie endet eine Partie hier?

Wie schaut das aus?

Nachdem ich das Gewicht gemeldet habe,

wissen die ungefähr,

wie schwer

mein Durchschnitt ist.

Und der weiß nachher von dem Handel

irgendwann,

ich brauche am Mittwoch ca. eine Menge

oder ich brauche sie am Donnerstag.

Und dann kommt es auch immer davon,

ist die Partie besser oder schlechter?

Habe ich sie jetzt ein, zwei Tage länger

oder habe ich sie einen Tag kürzer?

Das kann auch vorkommen.

Es muss nicht sein,

dass sie bis zum 50. Tag weggehen.

Aber sie werden das nicht ganz abgeholt?

Sie werden nicht scharschenweise abgeholt?

Nein, sie werden lebend.

Alle helfen einmal.

Bei mir ist das so,

ich kriege zwei Tage vorher Bescheid,

wann das ist,

immer auf Nacht oder wenn es dunkel ist,

weil das Hund läuft weg.

Das wäre nachher ein mehr Aufwand,

kann man sagen.

Das muss der Fangen nachher,

weil es läuft ja weg vor dir.

Der muss dann wirklich

Anzeln einfangen?

Ja.

Wie läuft das?

Er ist Händel vorne und ich hinten.

Nein.

Das geht nicht mehr.

Das sind 9000 Händeln.

Das heißt, du musst jedes Händel

anzeln?

Nein, das sind 4-5 Leute.

Das ist nicht so,

und die laufen dann Richtung Transport?

Der Lkw kommt,

da sind überall so Transportkisten drauf,

die halten wir runter,

die stellen wir in den Stall rein

und dann werden die

nach der Reihe gefüllt.

Das ist so wie ein Nachttischlad,

da gibt es da auch so Ladler,

die sieht man auch aus,

da hat die Hühner rein,

und dann die Nächste und die Nächste,

es sind immer 4 Laden übereinander

und 33 Stück pro Lad.

Dann werden sie nachher wieder auf dem Lkw.

Ok, also das ist dann schon eng.

Stresst das rechte Händeln?

Ja.

Sonst hast du blaue Flecken überall

und Verlust bei der Fleischqualität.

So ist das, ja.

Du hast ja Bewertung

von Fußball,

Gewicht nach

Hautfarbe,

Gewicht nach Hautfarbe,

Fußball,

Kratzer und Fangschäden,

Konfiszierte,

Transporttote.

Das heißt,

das checkt dann

wie viele

offensichtliche

Schäden

beim Fangen

verursacht wurden

oder verursacht wurden.

Schäden, was wäre in der Partie,

weil zum Beispiel, es ist ja nicht

jetzt ungleich, wenn die Einstrahlung

nicht passt, ist es schlecht

für die Fußballer.

Zum Beispiel, wenn du in die Nase stehst,

fühlst du dich auch nicht wohl.

Deswegen musst du schauen, dass du da keine

Einstrahlung hast.

Aber es kann ja immer, wenn die Hände

aufgetapft werden auf den Kot,

sich da irgendwas

raudenbildet oder wie immer.

Das heißt, man ist aufgrund

der Vorgaben angehalten, möglichst

zärtlich mit den Tieren

umzugehen?

Genau, ja.

Du bist ja selber bestrebt dazu,

und das war nachher alles umsonst da.

Ja, klar, sicher, sicher.

Was wir jetzt noch nicht gefragt haben,

während der Zucht, ich glaube, was

oft da immer ist... Mast, nicht Zucht.

Entschuldigung, Mast.

Die Besatzdichten, die Unterschiede.

Wird da immer wieder gesagt,

ein Händel hat so und so viel Platz.

Bio ist besser

als konventionell, dann gibt es noch

irgendwie Freiland.

Ist das eine Kategorie, die es nur bei den Eiern gibt?

Ist bei der Mast da?

Ja, im Bio hat jedes Hund Freiland.

Und bei den

Legehühnen gibt es noch die Freilandeier

oder Bodenhaltung

oder Bio. Die Unterschiede gibt es in dem Fall

bei Masthühnern gibt es nur...

Bei Bio gibt es Mietauslauf

und bei

konventioneller Mast gibt es nur Stall.

Also es gibt nur Bio oder konventionell

bei den Masthühnern. Wie viel

Fläche darf oder muss

ein Hund bei dir haben?

Ich sag's noch einmal.

21 Quadratmeter.

21 Kilo.

Siehst du, das haben wir nebenbei

in meinem Kopf gesagt, da gehen wir noch genauer drauf ein.

Das heißt, ich habe

ein Quadratmeter Bodenfläche

und auf dieser Bodenfläche

dürfen maximal

auf den Steu gerechnet, auf das

Gewicht, das du ja über diese Waage schätzt,

mehr oder weniger, oder maximal,

das heißt am Tag 58 gerechnet wahrscheinlich,

am letzten Tag, 21 Kilo

pro Quadratmeter Bodenfläche,

rechnet die Gesamtfläche inklusive

Außenflächen, oder geht's da wirklich nur...

Nein, da geht's nur um die Stallfläche.

Ohne Wintergarten, ohne Auslauf.

21 Kilo.

Das sind dann ca. 10 Handeln, oder?

pro Quadratmeter.

10, 11 Handeln, ja.

Pro Quadratmeter.

Das hört sich viel an.

Das müssen wir dann einmal schauen,

wo so ein Quadratmeter ist.

Wie ist das in der konventionellen?

Da bist du bei 28 Kilo,

oder ein bisschen mehr, glaube ich,

sogar 28 Kilo.

Also 2, 3 Handeln mehr im Endeffekt.

Der Unterschied gehört

nicht so groß, wie man es

eventuell vorstellen würde.

Das nicht, aber dadurch,

dass du halt den Auslauf

und das dazu bietest,

ist es...

verteilt sich?

Ja, genau.

Das kommt dir dazu, genau.

Schau, gut, dass du das sagst.

Ein Drittel von der Stallfläche

ist die Klimazonie 2.

Und die 4 Hektar Auslauf

habe ich eben noch.

Ja, klar.

Das Ding in mir hat jetzt aufgeschrieben,

28, das ist ja nicht viel, und Bio,

das sind die paar Quadratmeter da,

wo du halt so mehr hast bei Bio.

Aber ja, natürlich.

Scheiße.

Das stellen wir nicht aus,

weil sonst...

Na klar.

Ja, genau.

Konto-Nummer bitte dann auf der Webseite.

Danke.

Na klar.

Da kommen dir noch die Außenflächen dazu.

Und dann hast du natürlich wieder deutlich

mehr. Herz auf zum Lachen.

Aber okay.

Dann ist natürlich viel, viel mehr Fläche

pro, was das Tier zur Verfügung hat.

Und das hat es ja auch permanent zur Verfügung.

Okay.

Aber das einzige, die 4 Hektar...

Anna, du bist ein bisschen zu mir.

Die 4 Hektar sind ja nicht

für alle Hühner,

die du da hast, sondern nur für einen

Hauptmastbereich, oder?

Oder sind das immer 2 und 2?

Die Partie, die im Hauptmaststall ist,

die kann ich immer eins fahre.

Und die im Formastbereich eben nicht.

Das meine ich jetzt nicht,

sondern die Hühner, wenn sie jetzt

im Hauptmastbereich sind,

dann hat, du hast die 2 Ställe.

Ja, aber es sind 9600 Hühner

auf 4 Hektar.

Danke.

Du hast 8 Hektar?

Nein, 4 Hektar.

Doch, alle Hühner.

Okay, gut, gut.

Es ist immer noch deutlich mehr

wie die, was hast du gesagt,

die 28 Kilo pro Quadratmeter

bei den konventionellen.

Und die sind nach oben hingedeckt.

Genau.

Bei den 21 Kilo hast du 21 plus

Winterkorten plus.

Aber dann kommt es wieder

mit dem Gewicht oben.

Okay.

58 Tage Hühnerreisen ab

in Transport.

Minigasoneers quasi,

um die Käfige dann zu nennen will.

Das ist jetzt schon eine Frage,

die da anstehen muss.

Welche Bindung

hast du

zu deinen Hühnern?

Ja.

Das ist auch, was man die Bauern

so fragen, ist eine andere Bindung

zwischen einem Bauern und einer Kuh

oder einem Bauern und einem Händler,

weil es kleiner sind und mehr.

Sag mal ein bisschen, wie ist das bei dir?

Eine direkte Bindung zu jedem Tier

kannst du nicht aufbauen.

Weil die Zeit hast du da nicht.

Und das wird da nicht funktionieren.

Kriegst du mal Besuch?

Klar, ja.

Du fährst dort zu, oder?

Aber das ist klar.

Nach außen.

Hier geht nach außen auf, genau.

Das Rind hat wahrscheinlich

fünf Jahre da.

Oder sieben Jahre.

Je nachdem, was für eine Leistungsklasse

und wie auch immer.

Und das Hühner aus dem Leute

56 Tage. Und für mich ist halt,

mir taugt das Viech, mir taugt die Arbeit

mit denen.

Ich muss ja, also,

ich kann nicht jeden Hund nach trauen.

Also für mich ist das

eine Einnahme wieder.

Und ich muss schauen, dass das irgendwo

weitergeht und dass alles läuft und alles passt.

Und bei einer Kuh ist halt,

ich hab die fünf, sechs Jahre

und du hast das gleiche. Die hat

eine super Leistung gebracht da. Und ich will

nicht hergeben. Aber im Endeffekt

irgendwann muss ich es ja hergeben.

Und das ist halt nachher

wieder die große Landwirtschaft.

Die Großeltern, da hast du wahrscheinlich

auch die eine oder andere Kuh

ein paar Jahre gekannt.

Und da hast du ja quasi den Vergleich eh.

Das heißt, die Bindung

an den Händen ist einfach

viel geringer.

Was heißt das?

Das muss jeder wieder

für sich sagen.

Der eine hat halt lieber

mehr Bindung, so wie bei dir.

Wenn du einen Rinder hast, hast du

wahrscheinlich eher mehr Bindung dazu.

Das ist ein bisschen weniger.

Aber für mich passt halt der Zweig

und die Arbeit mit dem Tier

und das macht mir so alles zusammen Spaß.

Das für mich passt.

Und ich mein, ich bin jetzt

nicht traurig, wenn sie

wegkommen. Aber ich war auch nicht

froh. Es ist halt einfach

so eine Arbeit.

Was ist am wichtigsten, dass

einem Händel gut geht? Was tust du für deine

Händel? Warum geht es gerade deine Händel

besonders gut? Oder geht es ihnen überhaupt besonders gut?

Ja,

wie erklärt man das am besten?

Du hast da

gewisse

Temperaturen oder

gewisse Vorgaben hast, wo du

mit denen kannst sagen, da

füllt sich das Hähn am wohlsten.

Und das versuchen wir einzuhalten.

So wie man da einstrahlt, dass das immer

alles trocken ist, dass die Hähn

drin wülden kann. Die machen direkt so

Leha und vergraben oder graben das

immer. Schaden.

Ist das was man dann als artgerecht

oder?

Ja, so bezeichnet man es.

Aber

ich muss die Perspektive von den

Kritikern immer ein bisschen mit reinbringen, damit

da auch...

Die eine landiert.

Die andere war wieder da.

Die Perspektive ein bisschen.

Wenn wir jetzt sagen artgerecht und Schaden, das sagt

man immer, das ist wichtig. Und auch in den Tierwohlstandern,

zum Bioverordnung etc.

Ist diese Menge,

die du jetzt hast, das sind pro Stau

knapp 10.000 Tiere, ist das

noch artgerecht? Sind das Rudeltiere

in der Menge? Oder ist das dann schon...

Ist das dann...

Was würdest du da drauf sagen

als Antwort?

Das ist halt ein großes Rudel,

sage ich. Und jedes

Hund, also

bei einem Schweinemachstall,

da gibt es auch

10 Stück pro Box oder

50 Stück pro Box. Und da wird es

immer irgendwo eine Rafferei geben.

Das gibt es aber da auch. Fetzende?

Also rauf?

Fetzen nicht, aber so,

dass sie sich gegenseitig so einmal anfliegen

und so einen Rangkampf oder was haben. Aber nicht, dass

jetzt einer deswegen stirbt oder so.

Das heißt ja,

bei den Rindern auch nicht, und bei den Schweinen auch weniger.

Aber

sie können sich ja gegenseitig

ausweichen. Das eine Hund sagt,

wenn eine Rafferei ist, sie geht zum Beispiel

in das Eck und liegt da und...

Mache ich meine Hühnersachen dort?

Genau.

Aber sag mal, du hast vorher von

Ausfallquoten gesprochen. Was heißt denn das?

Und wie hoch sind die?

Da sind wir ungefähr

bei einem Prozent bis eineinhalb

1,8 Prozent pro Durchgang.

Und was heißt Ausfallquote?

Das ist was, während

der 56, 58 Tage,

was die Hühner bei mir da sind,

was in der Zeit verstirbt.

Was sind also die Haupttodesursachen?

Es gibt zum Beispiel in der ersten Woche

gibt es die Nicht-Starter.

Die was, zum Beispiel

das Küken, das kann

drei Tage, kann es für einen Dottersack

noch leben. Aber ab dem

vierten Tag war halt recht, dass es

auch schon trinkt bei mir und frisst auch.

Aber da gibt es einfach das

Küken, das ein schwaches Küken ist.

Wo hat das einen

Dottersack? Wo

hat... Bauchräge an

da runter. Wo hängt der wie?

Nein, das ist im...

Das bezeichnet man so. Das ist im Hund drin.

Und da hat es vorher die Nährstoffe.

Das heißt, das hat da quasi einen Rucksack.

Dottersack.

Den hat es vorhin hängen, quasi.

Und da kann es aus dem, quasi aus sich selbst

heraus noch zähren.

Wie ein Kamel, quasi.

Okay. Und der ist unterschiedlich

gefüllt. Manche haben ein bisschen

Erdung. Ja, da gibt es die schwächeren Küken,

die stärkeren Küken. Und das

oder Vital, so kann man auch sagen.

Das vitale Küken wird eher

zuerst

anfangen zu fressen, als wenn es ganz schwach ist.

Oder wenn es zuerst kalt ist. Wer weiß das.

Das sind so diese Sachen, die wahrscheinlich

noch nah.

Ich habe das jetzt das erste Mal bewusst gehört,

dass das kleine Küken da was mitkriegt.

Und vor dem es noch

ein paar Tage nasscht. Wohl, ja. Aha, okay.

Okay. Und da gibt es halt welche,

die mit einem kleinen Rucksack, das sind die,

die eventuell nicht durchkommen. Die, was

weniger ist, können ja bei der Temperatur,

ein, zwei, ein Grad zu wenig ist.

Und das schon Auswirkungen

bringen nachher.

Ja, kein Lächeln.

Ich stelle mir gerade den

Rucksack am Küken vor.

Mit den Snacks.

Rucksack an, blaue Hauben.

Und dann noch? Also die

Frühstatter, die was ausfallen,

was gibt es sonst noch an

Kämpfe? Verlorene Kämpfe?

Nein, weniger.

Die Raubvögel im Wintergarten

oder im Wintergarten in der Auslaufzone.

Zum Beispiel Raubvögel oder ein Fuchs

oder irgendwas halt, was

ein Hund mitnehmen könnte

dadurch, dass er stirbt.

Es gibt aber auch während der Partie die Herztoten,

die haben einen Herzinfarkt.

Woher ist das?

Ja, weil die, so wie jeder

Mensch, der eine isst mehr

und bewegt sich wenig,

der andere, der weniger isst

und viel Sport betreibt,

der wird halt nicht eher so leicht

einen Herzinfarkt kriegen.

Ist jetzt aber blöd, weil bei der Maß

ging es ja darum, dass man dick wird, oder?

Das ist schon, aber das Verhältnis muss passen.

Also sportlich dick?

Sportlich dick.

Und der unsportlich Dicke

fliegt nachher um.

Es ist aber auch ein Zeichen,

dass die Hände einen guten Zuwachs haben.

Also es ist nichts Negatives

für mich gesehen

oder für die...

Also ich weiß nachher, dass

das halt in Handel passt.

Wir beenden das Gespräch jetzt.

Willi, es gibt noch Hoffnung.

Es gibt noch Hoffnung, definitiv.

Okay, aber das heißt so,

man kann statistisch sagen, so

1 bis 1,8 Prozent von so einer Population

sterben im Laufe

der zwei Monate

aus verschiedensten Gründen.

Aber ich habe auch schon 2,5 Prozent

gebracht. Es ist einmal gewesen,

da habe ich keinen mitgekriegt.

Da sind halt 100 Tote

in einer Woche gewesen.

Gut, dass du das sagst.

Was sind denn jetzt die Hühnerstelle?

Was hat man denn da für Hygienemaßnahmen?

Weil die anderen Hühnerstelle,

die was man jetzt, sage ich mal,

aus den Medien her,

die sind ja so hermetisch abgeriegelt,

dass man auf Hygiene schauen muss,

aber deine Hühner gehen man ja auch sehr eins frei.

Wie schaut da der Hygiene,

die wichtigsten Hygienemaßnahmen an?

Im Big-O-Bereich

ist halt so, dass die Rasse einfach

viel vitaler ist.

Was ist denn für eine Rasse?

Die Rasse heißt Hubja,

koloriell, 57 Braun.

57 Braun, yo!

Hubwa, Hubwa!

Und wie viel gibt es da?

Also 1 bis 57, oder?

Nein, nein, nein.

Da sind weiße und braune gemischt.

Das kann aber auch zwischendrin ein schwarzes ausschauen.

Oder hellbraun,

dunkelbraun, da ist halt

spülend alle Farben.

Und warum diese Rasse?

Weil die halt von der Gesundheit her

relativ gut

für die Biomasse passt.

Und weiß ich, bei den Zunahmen auch.

Irgendwo in dem Haushalt

oder irgendwo da liegst,

wo du sagst, das geht sich.

Haben wir ja gesagt.

Und wie viele Rassen gibt es da eigentlich?

Also du wählst ja nicht aus,

das ist ja auch eine Vorgabe wahrscheinlich

vom Schlachtbetrieb, aber

wechseln die dann auch die Rassen so nach Joa?

Oder sagen die, in der Region

passt das besser?

Weil dadurch, dass sie im Biobereich

auch rauskommen, gibt es ja Regionale.

Wahrscheinlich unterschiede auch ein bisschen

klimatisch etc., oder?

Das kann ich nicht sagen, ob

in der Steiermark andere Hühner haben

wie wir ihn kennen, aber

wahrscheinlich eher zu 90%, dass sie ziemlich

die gleichen haben.

Also nicht, dass da so gravierende Unterschiede sind.

Das heißt, da hat sich so

über die Jahre, Jahrzehnte, keine Ahnung, Zucht

und so weiter eine Standardrasse

herausentwickelt, die halt

zumindest in Österreich oder da in der Region

Haupt, die Hauptrasse ist.

Also nicht so, dass man sagt, ok,

du hast jetzt 20 verschiedene Rassen, du kannst das aussuchen,

die einen sind eine Menge Hächer,

da findest du ein Brot oder die anderen.

Ja, da gibt es halt nachher die, und das ist halt

so was für die Region

oder für die

Bio-Verordnungen, wie die

Ansprüche passen. Und was der

Konsument da, der Konsument spielt da

auch ein bisschen mit.

Inwiefern?

Ja, so wie bei den Kammern sind in den alten Hühnern,

da gibt es immer die Brathähnchen und nachher die,

wenn sie ja weiter gemästet, also

ein Teil, es kommt nur ein Teil weg vom Betrieb

zuerst. Das, was du hast am Brathändln?

Ja, von mir kannst du alles haben.

Da ist das, was

kleiner ist.

Brathändln sind die, die also ganz verkauft werden?

Ja, aber es gibt auch nachher

reines Brotstöckel, Flügel,

Keulen, das wird halt nachher aufgeteilt.

Die konventionelle

Rasse setzt ganz anderes Gewicht an?

Die ist sportlich

sportlich dick.

Sportlich sportlich dick, ok.

Die konventionellen sind sportlicher?

Oder

sagen wir wenig

sportlich dick.

Ok, nicht weniger.

Oder

wenn sportlich, sportlich dick.

Da haben wir jetzt eine komplett neue Klassifikation

gehalten.

Ich sage mal innovative Podcasts.

Ok.

Noch vielleicht einmal.

Deine

Händln kann ich jetzt verwenden, entweder

so, wie sie nach 58

Tage fertig sind, als Brathändl

werden sie verwendet, können aber auch

quasi in die Edelteilproduktion gehen,

wo einfach dann das Brüstel und

das Haxl ausgeschnitten wird.

Das ist

in dem Fall, die eignen sich für beides.

Oder weißt du, was mit der Händln passiert?

Du kannst ja von den konventionellen

alles machen.

Aber es gibt halt von dem Schlachthof, der sagt, soviel

Prozent gehen als Brathund, soviel

Keule, was der Händl nachher braucht.

Und so wie bei den

konventionellen, da hast du immer ein paar Tage

von Entliefern, heißt das bei dir,

dann haben sie halt 10.000 Stück

oder 9.000 Stück, das ist

nur Brathund,

weil die brauchen sie gerade heute, und die

an dem Moment hat nachher eher verarbeitet.

Das ist, weißt du, dicker, größer,

schwerer.

Und warst du eigentlich für deine Händln,

was mit deiner Händln passiert?

Ob sie Brathändl werden, oder in der

Charge, oder ob es jetzt...

Ja, das wird aufgeteilt. Also da gibt es noch

gewisse Prozentanteile.

Das eine ist halt mehr Brathund,

da wird wahrscheinlich eher mehr Brathund,

je nachdem, wo sie was

brauchen.

Und wo könnten wir denn deine

Händln kaufen?

Die kriegst du in Wien genauso.

Kann ich das irgendwie nachvollziehen,

ob das eins von deinen Händln ist?

Das steht auf jeder Verpackung drauf,

von was für Mäster die sind.

Das steht wo drauf? Auf der Verpackung

von Händln, wo es im Supermarkt liegt.

Händln. Also auf der

Händlverpackung.

Da steht dann drauf, da kann ich dann...

Stehst du da mit deiner Adresse drauf?

Der Name steht drauf, die Adresse direkt,

weiß ich nicht. Betriebsnummer.

Betriebsnummer, dass das alles nachvollziehbar ist.

Das heißt, das ist bis auf deinen Betrieb

zurück zu verfolgen.

Cool.

Hast du, weil wir jetzt auch viel geredet haben

von Kritikern et cetera, hast du

eigentlich irgendwelche Erfahrungen gemacht

in den wenigen, wenigen Zeit?

Wie lange steht das jetzt schon, der Stall?

Seit April hast du gesagt? Seit April, ja.

Seit sechs Monaten, wo ich schon Hühner habe.

Vorher war halt die Bauphase.

Hast du da schon irgendwie

Öffentlichkeits...

Hast du Besuch gehabt oder hast du da

schon mal mit

Umweltschutzagenten et cetera

diskutiert?

Nein, das weniger.

Aber es ist halt in der Region

mit den Leuten, die bei mir waren,

die haben sich ja alle dafür interessiert.

Was magst du, wie funktioniert das?

Also eher positiv.

Also gut erfahren.

Darf man bei dir beim Stall grundsätzlich...

Es ist jetzt wahrscheinlich nicht so wie

wenn es zu einem Milchhühnbetrieb ist

vielleicht leicht den Stall reinschauen.

Aber grundsätzlich

ist dein Stall einer, wo du sagst,

ok, grundsätzlich kann da

jeder reinschauen.

Oder ist das hygienisch nicht möglich?

Oder ist das...

Das ist immer, so wie jetzt haben wir momentan

mit der Geflügelgrippe rein.

Ja.

Schon eine, aber

sagen wir so,

ist momentan ein bisschen kritischer.

Aber...

Ja gut, das ist ja eher so ein Glasfenster,

wo du gesagt hast, wo man reinschauen kann.

Das wird man ja durchfotografieren.

Es gibt halt, du kannst

im Technikraum stehen und bei dir

reinschauen, nur das mit einigen

ist weniger.

Die Frage war ja eher so,

gerade die Händelstelle.

Das sind halt die, die man versteckt.

Die, die man irgendwo hindert, damit

jeder sieht.

Ganz schwer zu finden

und da wollen wir nicht, dass

wer reinschaut. Das ist so das Büdel,

das in den letzten 15 Jahren, glaube ich,

so entstanden ist bei vielen Leuten,

die was schauen.

Weil halt auch viele Anfeindungen kommen,

muss man ehrlich dazu sagen.

Ja, ist man da

vorsichtig oder wie...

Also grundsätzlich, allein

lasse ich keinen reinigen.

Aber ich mag es halt auch nicht,

wenn draußen irgendwo einer, ohne dass

ich halt nicht weiß, dass der da ist

und überall reinschaut. Das will ich nicht.

Aber wenn ich da bin,

kann ich ruhig reinschauen

überall. Also das...

Hast du ein Gefühl für die öffentliche Meinung?

Kriegst du das ein bisschen mit, wie sich da das

Stimmungsbild über die letzten Jahre entwickelt hat?

Ist das jetzt wieder positiver geworden,

besser geworden?

Es wird teilweise

besser.

Es kommt immer drauf an, mit was für einer

Sparte du reist.

Die einen haben

mehr die Einstellung und sagen, das ist

alles massend die Haltung, was wir haben.

Also völlig wurscht, ob was du tust.

Und dann gibt es halt ein paar,

ja, okay, der hat viel, aber

du hast deine

Auflagen und den musst du auch einhalten.

Kriegst du da interessierte Anfragen

auch mehr, wo du sagst, okay, die Leute

interessieren sich oder ist das eher so,

wie du gerade gesagt hast, ich habe eine Meinung

und entweder ich habe die Meinung von dir oder die andere

oder gibt es auch mehr

Leute, die jetzt mit dir auch darüber reden wollen?

Und die was ein bisschen mehr von denen verstehen wollen, was

du tust und sie dann mit dir, was sie sich kritisch

auseinander diskutieren oder ein bisschen

oder eher weniger?

Ein Teil geht halt eher

drauf ein und fragt, wie und wieviel und was.

Also so wie mir das heute besprochen

mal ist. Und der andere sagt,

aha, du so viel hast, aha,

ja, passt und aha, die

können ausgehen und passt und sagt, der ist mit denen zu reden.

Aber so diskutieren

oder Diskussionen, dass er

sagt, das andere sagt, es ist schlecht

oder was, eher weniger.

Aber du, du bist jetzt ein junger Mensch,

der tatsächlich

stolz ist auf das, was er tut.

Hast du Lust

oder siehst du es als deine Aufgabe,

irgendwie nach außen zu treten und zu

zeigen und zu erklären, was du machst?

Also ich

sehe das so, der eine

ist mehr für das, der andere ist weniger

für das. Und was bist du?

Wenn mich einer drauf anspricht,

bin ich gern bereit, aber

dass ich jetzt,

dass ich da, wie sagt man...

Du bist nicht die geborene Rampensau.

Genau. Ja, okay.

Ja, machen wir das, ne?

Genau, also

wir haben ja was zum Sagen, aber jetzt nicht die Rampensau

ist, hupfen wir, dem Rest

machen wir die Rampensau, weil die Information

hast du. Aber ich glaube, das, was du

fragen wolltest, Bianca,

oder in welcher Rechnung das geht, ist einfach das,

ob die Landwirtschaft,

jeder für sich selber,

ob das nicht wieder mehr zum Kommunizieren

wäre, was da passiert.

Ja, es ist zu dich in der Verantwortung

oder dafür zuständig, welches Bild

auch bei den Menschen

die Landwirtschaft hat und

was wir darüber wissen,

wie so ein Händel aufwächst,

das wir dann raten.

Und wenn es das nicht du bist, wer soll es dann machen?

Ja, wer sonst?

Da sind die Bauern.

So sagen sie es immer.

Es ist halt dadurch,

dass wir die ganzen Auflagen haben

und wir das alles erfüllen müssen,

dass ist jeder ziemlich eingebunden.

Es gibt schon

den Small Talks, dass du mit einem reist

und sagst ja und so und so.

Dass es nicht so ist,

wie es die Medien oft bringen.

Das muss schon jeder Landwirt für sich

selber und das Bild auch vermitteln.

Aber dass wir

das so aufwendig betreiben

und sagen, wir gehen jetzt auf die

Straßen und sagen,

das gibt es vielleicht in Deutschland,

wo sie sagen, hallo so und so schaut es aus.

Da haben sie eher das mit der

Demonstration.

Wo die Bauernproteste sind.

Die Demos sind das eine.

Das sind eher Preise.

Was du tust,

sei es

über klassische Medien

oder einen Social Media Kanal,

dass du einfach zeigst und erklärst,

was du machst.

Im schlechtesten Fall

kriegt man Verständnis,

im besten Fall kriegt man Wertschätzung.

Ist das irgendwie bei dir

oder ist das deine Aufgabe?

Und wenn nicht,

wer soll das machen?

Wer soll das Bild in der Öffentlichkeit

von Maßbetrieben kriegen?

Das kann nur der Landwirt

selber vermitteln.

Ich sage das am ehrlichsten.

Weil er hat es tagtäglich damit zu tun.

Und er kann wirklich sagen,

wie es ist.

Und nicht das, was

der andere nachher vorrät.

Könnte er, tun es aber noch relativ wenig,

glaube ich, oder?

Ich sage, jeder

ist für das, jeder ist weniger für das.

Aber siehst du auch,

dass in deiner Umgebung,

in deiner Branche, in der du bist,

dass grundsätzlich

die Leute tendenziell eher

über Social Media nach außen gehen,

das, was sie tun, kommunizieren.

Weil es war immer so ein bisschen

in der Landwirtschaft generell,

es ist eher so,

man hat es gemacht,

man hat es da, man ist defensiv,

man hat nicht viel drüber geredet,

man hat es da und nicht wirklich nach außen.

Man war nicht so nach außen getragen

und stolz auf das, was ich tue.

Das geben wir da

ein bisschen ab, merkt sie,

dass es nicht mehr ist.

Cool, ich bin Landwirtin,

ich gehe jetzt aus und zeige euch das,

genauso wie ein Innovationsmanager

stolz auf das, dass ein Innovationsmanager

oder ein Bäcker stolz darauf ist,

dass er Brot macht, beim Brot,

und so sieht man es ja gut.

Bäcker überall an jeder Ecke,

Hand gemacht und voll im Mehl.

Das ist eher das Marketing.

Ich bin eher einer,

der produziert für die Wech

und für mich macht die Wech die Werbung.

Genau, aber da kommuniziert er die Wech.

Also wurscht, wer da jetzt kopiert.

Der kommuniziert die Wech für mich.

Da gibts das ja ab.

Aber grundsätzlich wird das Bild

von Bauern nachher durch die Wech vermittelt,

also in meinem Fall.

Und wenn es einer sogar ist,

so wie die Anna, die Direktvermachterin,

die muss ihr Bild selber vermitteln.

Aber bist du zufrieden mit dem Bild,

was für dich vermittelt wird?

Weil du hast ja gesagt, im Prinzip am

gescheitesten, am authentischsten,

du wirst es eigentlich, wenn du es machst.

Auch wenn du jetzt keine Direktvermarkter bist.

Es geht nicht um Werbung, sondern eher darum

herzeigen.

Nicht so sehr produktorientiert um Verkaufen,

sondern eher so, das ist der Stand der Bäcker.

Aufklärungsarbeit.

Ja, das muss sicher

der Landwirt selber.

Deswegen, wenn du heute einigst,

er macht das toll.

Du machst das super.

Es werden jetzt wahrscheinlich jede Woche

Medienanfragen reinkommen.

Du musst jetzt wahrscheinlich dort ein kleines

Medienbüro einrichten, aber gerne.

Du kannst den William nicht knackwaschen verpassen.

Das kommt uns gleich hin.

Wenn es das du nicht tust, dann macht wahrscheinlich

er oder sie es immer noch die Anna da.

Das schaut auch schon so aus.

Wir haben jetzt unglaublich viel erfahren.

Ich habe alle Fragen gestellt,

die ich fragen könnte.

Bianca, du?

Ja, ich würde gerne noch wissen,

ist du deine Händel selber?

So, dass du sie dir dann da

rausfischst und selber schlachtest?

Oder kriegst du sie quasi dann über die Weiche wieder?

Bares.

Du bekommst das vom Piller.

Nein, das nicht.

Wir haben es so wie oft beim

Liefern, dass irgendwo eine abhaut zwischen

außen, dass die nach ein, zwei Tagen

wieder da ist auf einmal.

Die haben wir dann auch noch gekolten und nachher

selber für uns

angestochen und gegessen.

Und das ist halt auch, sag mal,

wenn die gefordrachten Lehrer da sind,

die dort wieder zum Liefern sind,

dann sagst du halt, und du...

Jetzt haben wir einen 9% Spund.

Nein, das nicht.

Ich frage mich auch den Nachbarn,

ich habe pro Partie

40, 50 Stück selber.

Die geh ich wieder holen.

Also die holst du dann von der Weiche, dort werden sie geschlachtet?

Also ich bezahle nachher

das Schlachten, das zahle ich alles.

Die kaufe ich halt zurück und

dann kaufe ich in Lenz in den Nachbarn arbeiten.

Beides aber.

Verarbeitest du selber noch, wie man einen Händl

wie sagt man, sticht eigentlich?

Ja, sticht.

Verarbeitet außen, das kannst du noch?

Ja, im groben und ganzen.

Im groben und ganzen?

Du tust das auch?

Ich habe immer mitgeholfen, wenn wir es gemacht haben.

Aber so, dass ich halt

das mit den Grauben rausreißen, das ist.

Ist nicht meins.

Ja, aber schon.

Aber die Verarbeitung hinten auch

über die Schweine, wir haben ja Schweine auch immer.

Also zwei, drei Stück für uns selber.

Und danach mit Salami machen

und und und.

Das mache ich schon.

Das Problem bei unseren Fragen

ist oft, speziell bei mir,

bei dir weniger, Bianca, dass ich oft

dann auch Sachen nicht frage, die für einen anderen

total interessant gewesen wären.

Deswegen jetzt mal die Frage auch an die Anna.

Haben wir irgendwas

wirklich wichtiges

inhaltlich, was jetzt mit Mast

Hühnern zum tun hat?

Nicht gefragt, wo wir nachher

aber jetzt am Ende vom Podcast dann auf den Deckel

kriegen, das hättest du jetzt eigentlich fragen

müssen. Inhaltliche, kritische,

ansonsten irgendwelche Fragen, was euch

oder speziell die in deiner Lebenswelt

betreffen, was immer wieder kommt.

Was wir jetzt aber noch nicht gefragt haben.

Also über die Wolke hat der ja

schon gesprochen, die Strohballen,

die Sitzstangen.

Im Detail noch explizit

nicht, oder? Wir haben es erwähnt

zu nebenbei. Wir haben es einmal erwähnt.

Was für Extras machst du für die Bibis?

Die Händel haben so Sitzstangen drin,

wo sie aufhucken können.

Strohballen, also das mit der

Beschäftigungsmaterial, das sind

zusätzliche Extras, die was ein Bio

auch noch hat.

Das Händel nutzen muss es aber nicht.

Kannst du für uns dann Fotos

machen, indem wir dann... Oder dürfen wir

Fotos machen? Fotos darfst du machen.

Gut, wir können nur das Glas durchfotografieren,

und der eine einsteu.

Gut, cool.

Also was noch? Also Stangel,

wo sie aufhören können.

Sitzstangen, ja.

Und halt die Strohballen

sind eben die Extras.

Okay, das sind dann zusätzliche

Maßnahmen.

Wie oft ändern sich diese Maßnahmen

eigentlich?

Ich bin ja noch nicht so lange dabei.

Seit April.

Das wird

eher das Mehrwert, ja.

Aber das ist halt nachher auf

jahreit gesehen eher.

Gut, da haben wir eh vorher auch gefragt, ob das

beim Stallball schon ein bisschen mitberücksichtigt.

Ich würde gerne noch was anbringen.

Also

es können ja Hühner auch krank werden.

Und es ist lustigerweise

oder spannenderweise die Geflügelbranche

gerade verschrieben, dass sie

einen hohen angebürtigen Einsatz hat.

Es ist aber

das Gegenteil der Fall. Die Geflügelbranche

ist in Österreich die

Fleischbranche mit dem niedrigsten Antibiotikereinsatz.

Frage gestellt und Antwort

gleich gegeben, oder?

Zu feststellen.

Was sagst du dazu?

Antibiotikereinsatz habe ich auch schon gehabt.

Wenn der ganze Tierbestand

gefährdet ist,

musst du ihn einsetzen. Oder dann ist das auch

notwendig. Und der Tierarzt

wird dir nie etwas verabreichen.

Ich würde nicht sagen, du musst das jetzt

von Haus aus machen,

weil es dann nur, wenn der ganze

Bestand gefährdet ist, dann setzt du das ein.

Zum Spaß tust du das ja nicht an.

Also nicht von Haus aus wird nicht

Antibiotika ...

Von den sechs bis sieben Partien,

die ich im Jahr habe, muss man ungefähr

rechnen, dass eine eine fallt,

wo die voll ist.

Und da gibt man auch eine Antibiotik, oder dann tut?

Das ist drei, vier Tage.

Und dann sollte es wieder ...

Genau.

Je nachdem, was dafür

ein Medikament ist.

Das eine muss drei Tage geben, das andere

fünf Tage.

Das gilt sowohl für Bio als auch für

kommensionell wahrscheinlich?

Das ist in dem Fall bio unkommensionell.

Auch im kommensionellen Bereich, da jeder

wie sauber der Betrieb arbeitet,

oder derjenige nachher,

hat mehr oder weniger.

Das ist ein bisschen ein Indikator dafür,

wie gut der Betrieber arbeitet.

Das ist ein Teil, muss man sagen.

So wie ein Kollege von mir, der hat

kommensionelle Hühner und der hat auch

so einen Daumen. Einmal im Jahr kann man

sagen, dass er was hat.

Das wird immer was, das heißt,

da ist es auch okay, wenn man

Antibiotika verwendet?

Aber das von Haus aus, das gibt es nicht.

Okay, weil das stimmt, das passiert auch.

Das wichtigste ist, glaube ich,

die Verdauung, aber da gibt es da nicht

Oregano-Tee und so was.

Oregano-Tee?

Sojurende, was den BH-Wert stabilisiert,

und dass die Darmflora

funktioniert, sagen wir so.

Also arbeiten wir sogar noch mit

Ritwimikreiteln und so.

Das ist Feutahuhn.

Das BH-neutrale Feutahuhn.

Wunderbar.

Ja, cool.

Haben wir jetzt noch so eine Frage?

Sonst kommen wir zu unserem Da-Da-Abschluss-Blog

mit unseren zwei Standardfragen.

Ich muss nachdenken, ich hatte noch was.

Nein, das tut dann nicht mehr.

Dann können wir nur noch nachreichen

als Reportage.

Anna, du noch was?

Nein. Wirklich nicht.

Da-da, Teil drei. Abschluss.

Frage eins.

Lieber Florian.

Wenn du könntest,

was würdest du,

wir sind jetzt in einer utopischen Welt,

was würdest du an

dieser Lebensmittel-Wertschöpfungskette

ändern, wenn du könntest?

Ja.

Lebensmittel-Wertschöpfung.

Ja.

Ich würde

schauen, dass ich irgendwo

einmal

dass es einen Stopp gibt, irgendwo.

Also nicht immer mehr

fordern und fordern und fordern,

sondern eher irgendwo, dass man mal sagt,

okay, das passt jetzt

und mit dem kann man produzieren,

mit den Richtlinien.

Nicht, dass sie sagen,

dauernd fort, du musst,

die Medien oder der Lebensmittelhandel

fordert immer mehr von dir.

Das ist irgendwann ein endloses Radli.

Dass sie da irgendwo sagen,

das ist jetzt Standard

und das bleibt jetzt einmal.

Und nicht, dass alle zwei, drei Jahre

es Änderungen gibt und immer mehr dazu.

Es muss ja

einen Sinn dahinter haben.

Und das ist so, wenn man

in den Stoll reinschaut, das geht ja

100 schlecht.

Und vielleicht, um diesen Wunsch

zu erfüllen,

könnte man ein bisschen

mehr mit den Menschen darüber reden,

was wir tun,

weil dann würden sie verstehen,

was passiert.

19.000 Handel sind 19.000 Handel

und du wirst immer Leute haben,

die dann sagen, das ist jetzt viel

und das geht nicht und maximal 10 Handel.

Ist aber super, wenn es die gibt,

weil dann sind sie sich dessen bewusst.

Das ist halt einfach ein Ding, aber

es geht darum,

dass, also,

es geht ein bisschen in Planungssicherheit auch, oder?

Dass du einfach

Sicherheit hast und du kannst

mit denen produzieren,

sonst so viele Jahre zum Beispiel.

Und nicht, dass...

Also geht es doch im Kern auch wieder in Richtung

Finanzierung, dass du deinen Betrieb auch absichern kannst

und dass du auch nicht 25 Jahre

oder bei dir halt nur 15 Jahre auf der einen Seite

einen Kreditrainer hast und auf der anderen Seite

auch dann die

Raumbedingungen erinnern und du dann wieder nachbauen kannst

und nachbauen durst du mit dem nächsten Kredit so auf die Art.

Genau.

Danke schön.

Frage 2.

Jetzt musst du mich einleiten.

Lieber Wilhelm, die Frage zum Sonntag.

Die Frage zum Sonntag.

Ist jetzt da auch ein bisschen schwer, weil das Haus ein bisschen

weiter weg ist. Würde ich euch da jetzt einsperren?

Ein Schlüssel wegschmeißen,

in mein Auto sitzen, wissen, wo du wohnst,

bei dir daheim hinfahren, einige bei dir

in die Küche und den Kühlschrank aufreißen.

Was finde ich dort?

Von Gemüse

bis zum Fleisch, Joghurt,

alles Mögliche.

Aber eher

viel hausgemachte Sachen.

So wie die Marmeladen selber.

Du hast selber Marmelade gekocht, oder?

Ich persönlich nicht, aber die Mutter.

Das ist so nah.

Und von

Gemüse eher gekauft.

Bis auf Karotten und so.

Wir bauen schon ein Hausgarten.

Das haben wir alles selber.

Das machen wir schon.

Und vom Fleisch auch eher zu

70% sicher.

Dass man das eigene

kocht zumindest.

Ganzes eigene.

Und wurscht geworden, wenn du

einen Schinken kaufst,

ist auch da.

Und Käse sowieso.

Aber

die Produkte, die du eher zum Kochen verwendest,

sind eher von eigenen.

Okay.

Kein Bier?

Nein, gibt es nicht.

Wo ist kein Bier? Nein. Warum?

Während

im Stohlbau

der Opa.

Während im Stohlbau habe ich das gehabt,

da habe ich von einem Bier Koffe gekriegt.

Von einem Bier?

Nein, ich kann es nicht trinken.

Und jetzt ist es halt so,

wenn ein, zwei in der Woche sind,

ja, und fertig.

Aber es gibt kein Bier im Kühlschrank.

Die letzten Kühlschränke haben alle ein Bier gehabt.

Genau. Danke.

Danke.

Magst du noch ein bisschen grüßen?

Ich grüße Christian's Mama.

Die wollte ich auch gerade grüßen.

Du kannst das immer.

Ich grüße Christian von Mama,

genau, die Mama von Christian

und meine eigene Mama natürlich.

Und, ja,

nein, du musst keinen grüßen.

Wir brauchen noch irgendein lässiges Schlusswort,

wenn du keinen grüßen willst.

Du musst jetzt noch irgendwas total Gescheites sagen.

Ja, sonst muss ich etwas reimen.

Sonst haben wir einen Reim vorbereitet von Bianca.

Aber das ist nur so ein Plan B,

wenn dir nichts einfällt.

Ich grüße alle, die mich kennen

und die, die das anrufen.

Alle zwei Millionen Hörerinnen und Hörer?

Ja, die auch.

Und die Nachbarn,

die jetzt studiert nämlich in Wien,

die Frau Monsberger,

Martina,

weil ich könnte mir vorstellen,

dass die eventuell das sucht auch.

Das fällt mir ein, weil Wien

und die anderen zwei Nachbarn,

die sind auch in Wien.

Die Mieschnack und die auch sonst.

Das sind alle nach Wien?

Ja.

Also, wir laden uns dort einfach mal ein.

Viel Spaß.

Ihr hört von uns.

Wir werden euch heimsuchen.

Ist die Anna weg?

Nein, jetzt kommt die Anna gerade nochmal.

Anna magst du noch irgendwas abschließen,

sagen irgendwas total Wichtiges.

Magst du noch einen grüßen?

Nein.

Keinen mehr grüßen?

Danke nein.

Also mit einem wunderschönen Danke nein

und vielen Dank an euch

Doch, habe ich heute wieder zwei Stunden

prall gefüllte Information.

Danke.

Bianca, danke für die wunderbare

Co-Moderation.

Ja, was noch?

Aus willi.

Jetzt gehen wir schauen. Tschüss.

Fiert euch.

Oder grüß euch. Baba.

Musst was sagen. Tschüss.

Hast du?

Fiert euch.

Fiert euch.

Weitere Folgen

⁠Fermentation: Vom Sauerkraut zum Bioreaktor – Martin Reich

Biologe Martin Reich über Mikroorganismen, Mykoprotein und die Frage, ob Braukessel Bauernhöfe ersetzen