Folge Nr: 262

B2P131 – Vogel Oida! – Der Straußenhof Wallner

Vom Milchviehbetrieb zum Straußenhof

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Über die Folge:

Grias eich!

Ja, was erwartet euch in dieser Folge? Zwei sehr interessante und offene Frauen, Mutter und Tochter, mit einer sehr spannenden landwirtschaftlichen Geschichte  und einem, nein, vielen sehr sehr großen Vögeln. Mein bisher schlechtester bester Wortwitz, auf den ich eineinhalb Jahre habe warten müssen. Der musste raus, sonst hätte es mich zerrissen.

Für viele, inklusive mir, völliges landwirtschaftliches Neuland und daher ein Gespräch mit vielen Ahaa-Momenten rund um wirklich sehr sehr große Vögel, die zwar eindeutig sehr sehr große Vögel sind aber dennoch als Farmwild gelten.

Wie aus einem klassischen Milchviehbetrieb in der Obersteiermark über die Jahre mit viel Mut und Pioniergeist der Straußenhof Wallner wurde, was das eigentlich für Tiere sind und was man mit und aus ihnen alles machen kann, das erfahrt ihr in dieser Folge. Hab ich schon gesagt, dass das wirklich sehr sehr große Vögel sind?

Viel Freude bei Reinhören und Reinschauen!

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„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner

„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
 
… und ein bisserl selbst gesungen
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle 

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Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

Transcript - B2P131 – Vogel Oida! – Der Straußenhof Wallner

Daniela: Das Abwägen. Ich meine, jetzt haben wir die Kühe, was machen wir, wie machen wir das?

Daniela: Dann haben wir uns ein paar Betriebe angeschaut, sind wir herumgefahren,

Daniela: haben uns ein paar Betriebe angeschaut und das hat circa zwei Jahre gedauert,

Daniela: wo man wirklich gesagt hat, so und jetzt probieren wir es. Wir riskieren es einfach.

Daniela: Der Reinhard hat gesagt, das machen wir jetzt. Wurscht, wie es ausgeht.

Daniela: Wir tun es jetzt einfach nicht.

Daniela: Das Straußenfett ist relativ gelb. Gelb ist ein Zeichen dafür,

Daniela: dass es einen Hohenschutzfaktor hat. hat ganz viel, das ist der Omega-3 und

Daniela: Omega-6, diese ungefettigten Fettsäuren, die wirklich die Einzigartigkeit haben,

Daniela: dass sie durch alle Hautschichten eindringen und die Haut von innen heraus heilen.

Daniela: Das heißt, ich habe ganz viele Leute, die bei mir das pure Straußenfett kaufen,

Daniela: für Neurodermitis, Schuppenflechten, noch Operationen, Narben.

Daniela: Direkt schmieren. Direkt schmieren, ja.

Sabrina: Als Junge träumst du ein bisschen von, ja, da beliefern wir das groß zu Hause

Sabrina: und da gibt es dann Straußenwochen und das wird geil.

Sabrina: Aber das geht nicht, Weil einfach jedes Mal, wenn die Mama das ausschreibt,

Sabrina: es gibt Frischfleisch, ist das innerhalb von ein paar Tagen ausverkauft.

Daniela: Beim Strauß tust du sowieso nichts kochen. Weniger als mehr.

Willy: Also alles zum Braten?

Daniela: Strauß ist komplett eine schnelle Küche, wenn es schnell gehen muss und nicht

Daniela: zu heiß. Weil er kein Fett hat.

Willy: Ja, das hast du natürlich verkauft.

Daniela: Nicht? Ja genau, das habe ich schon ausgeschnitten. Er hat ja nicht viel Fett,

Daniela: das ist ja alles nichts. Er hat ja fast kein Fett.

Daniela: Das erste Ei, das war genau mein Geburtstag, am 17.

Daniela: März haben die das erste Ei gelegt und ich bin heimgekommen vom Arbeiten und

Daniela: der Reinhardt ist dann gekommen mit dem Straußenei und hat gesagt,

Daniela: alles gut zum Geburtstag, was ist das? Das ist das erste Straußenei.

Willy: Bauer to the People, der Podcast für Perspektiven rund um Essen,

Willy: Menschen und Landwirtschaft.

Willy: Weil nur durchs Reden kommen die Leute zusammen.

Willy: Grüß euch. Ja, was erwartet euch in dieser Folge?

Willy: Zwei sehr interessante und offene Frauen, Mutter und Tochter,

Willy: mit einer sehr spannenden landwirtschaftlichen Geschichte und einem,

Willy: nein, vielen sehr, sehr großen Vögeln.

Willy: Ja, mein bisher schlechtester, bester Wortwitz wartet auch auf euch und auf

Willy: den habe ich selbst eineinhalb Jahre warten müssen, dass ich ihn bringen kann.

Willy: Der hat einfach aussehen müssen, sonst hätte es mich vermutlich zerrissen.

Willy: Sorry, dafür schon einmal.

Willy: Für viele, inklusive mir, war es ein völliges landwirtschaftliches Neuland Und

Willy: daher ein Gespräch mit sehr, sehr vielen Aha-Momenten rund um wirklich sehr, sehr große Vögel,

Willy: die zwar eindeutig sehr, sehr große Vögel sind, aber dennoch als Farm-Wild gelten.

Willy: Wie aus einem klassischen Milchviehbetrieb in der Obersteiermark über die Jahre

Willy: mit viel Mut und auch Pioniergeist, der Straußenhof Wallner wurde.

Willy: Was das eigentlich für Tiere sind und was man mit und auch aus ihnen machen

Willy: kann, das erfährt sich in dieser Folge.

Willy: Und habe ich schon gesagt, dass das wirklich sehr, sehr große Vögel sind.

Willy: Ja, viel Freude beim Reinhören und wer bei uns auf YouTube vorbeischaut,

Willy: natürlich auch beim Reinschauen.

Willy: Dann würde ich sagen, wir starten mit dem BauertothePeople Podcast.

Willy: Die Technik funktioniert fast.

Daniela: Ja.

Willy: Aber wir haben uns jetzt entschlossen, wir machen das jetzt und wir hoffen einfach

Willy: das Beste. und ich bin echt schon gespannt, was ihr heute zum Erzählen habt.

Willy: Ich habe ja geglaubt, dass wir zwei heute miteinander reden,

Willy: aber jetzt haben wir quasi noch eine sympathische Verstärkung bekommen. Wer bist du?

Sabrina: Hallo, ich bin die Sabrina und ich bin die kleine Tochter.

Willy: Die kleine Tochter von Daniela Wallner, von Straußenhof Wallner. Da sind wir heute.

Willy: Ja, wir probieren nicht schon eine Zeit lang, dass wir zusammenkommen.

Daniela: Ja, endlich haben wir es geschafft.

Willy: Jetzt haben wir es endlich geschafft. Jetzt habe ich die und die Tochter bei mir.

Willy: Dein Mann, ihr seid heute bei den Straußen, der Mann hocht am Esel quasi,

Willy: am Brat-Esel. Der ist fahrt am Weg nach Italien.

Willy: Und ich bin echt schon gespannt, weil Straßen, ich habe einmal eine Straße eingesehen, die sind groß.

Willy: Das ist so ungefähr das, wo ich mir auskenne. Und dann hört es schon aus.

Daniela: Okay, dann wird es heute viel lernen.

Willy: Dann werden wir heute ein bisschen schauen, wie man Straßen halt in Österreich, wie man dazu kommt.

Willy: Weil ihr wart ja nicht immer quasi ein Straßenbetrieb. Ihr seid seit 2015, was ich gelesen habe.

Willy: Und bei Bauer to the Bible ist es immer so, wir schauen immer ein bisschen zurück.

Willy: Woher kommt sie? Wie seid ihr zu dem Ganzen gekommen? Und in eurem Fall würde

Willy: ich jetzt einfach mal sagen, erklär uns doch einmal bitte, wie ist der Hof?

Willy: Wie hat sich der Hof entwickelt? Was war das vorher für ein Hof?

Willy: Und bist du auf den Hof gekommen? Oder ist das der Hof von deinem Mann?

Willy: Erzähl ein bisschen für die Geschichte.

Daniela: Genau so ist es. Also im Grunde genommen, ich bin nicht vom Hof.

Daniela: Das heißt, ich bin zugereist. Ich habe meinen Mann vor 30 Jahren kennengelernt.

Daniela: und bin dann aber gleich einmal auf den Hof gezogen. Ich war ein typisches Wohnungskind.

Daniela: Ich habe meine ganze Kindheit und Jugendzeit in einer Wohnung verbracht.

Daniela: Das heißt, ich habe überhaupt keine Ahnung gehabt von Landwirtschaft,

Daniela: was das bedeutet oder was das ist oder wie auch immer.

Daniela: Das heißt, wie ich auf den Hof gekommen bin, war es so, dass ich Angst hatte vor den Kühen.

Willy: Ah, das ist top.

Daniela: Ja, wirklich. Also es waren super Voraussetzungen. Aber mein Mann hat

Daniela: Hat mir immer vertraut, hat mich da einfach eingeführt, ja. Das heißt,

Daniela: ich war immer berufstätig.

Daniela: Mein Mann, der Reinhard, hat immer gesagt, das ist dein Job, das ist mein Job.

Daniela: Also du musst mir nicht helfen, aber natürlich, wenn du mir hilfst, freue ich mich.

Daniela: Ja, damals waren auch noch die Schwiegereltern. Also ich habe eine Schwiegermutter

Daniela: gehabt, das war eine Perle, von der habe ich wirklich alles gelernt.

Daniela: Von der habe ich so viel mitgenommen und abgeschaut.

Willy: Also eine positive Schwiegermutter-Erfahrung.

Daniela: Eine herzensgute Schwiegermutter war das. Das muss ich wirklich sagen.

Daniela: Das heißt, ich bin dann immer weiter arbeiten gegangen. Mein Mann,

Daniela: der Reinhard, hat dann 1999 den Hof übernommen von seinen Eltern.

Daniela: Der Hof war damals ein reiner Milchwirtschaftsbetrieb.

Daniela: Wir haben dann umgestellt auf Bio. Wir waren bei dem Projekt zurück zum Ursprung mit der Heumilch.

Daniela: Wir haben immer so im Schnitt zwischen 15, 18 Kier gehabt, Milchkühl.

Daniela: den wir gemolken haben, wo wir die Milch geliefert haben. Und der Reinhard ist

Daniela: aber auch so ein Typ, der immer gesagt hat, ich möchte irgendwas probieren.

Daniela: Irgendwas müssen wir machen, was sonst keiner hat.

Willy: Warum das?

Daniela: Ja, weil er immer so ein bisschen auf der Suche war. Das hat er immer gesagt.

Daniela: Irgendwas möchte ich machen, was sonst keiner hat.

Daniela: Und dann hat er mal die Idee, da war einmal die Rede von Kamelen.

Daniela: Dann habe ich gedacht, ja, kannst du erinnern?

Willy: Ja.

Daniela: Ja, jedenfalls war es dann so, dass die Sabrina nach Raumberg gekommen ist in die Schule.

Daniela: Und die Sabrina hat einen Schulkollegen gehabt, denn seine Eltern haben eine

Daniela: Straßenwirtschaft gehabt.

Willy: Ach, na.

Daniela: Ja. Und das haben wir uns dann einmal angeschaut, weil wir einfach neugierig waren.

Daniela: Das heißt, wir sind aufs Motorrad gesessen, sind nach Moskirchen gefahren und

Daniela: haben uns dann diesen Straßenbetrieb angeschaut.

Daniela: Und die Monika Fötzsch war das damals, die war gerade am Hof und hat uns dort

Daniela: begrüßt und hat uns alle erzählt von den Fädeln.

Daniela: Also wir sind wirklich gestanden und dann haben wir geschaut und dann hat sie

Daniela: gesagt, geht's mit, hat sie gesagt, ich zeige euch, was wir alles haben.

Daniela: Und sie hat gehabt Eier, sie hat gehabt bemalte Eier, Eierlikör und ein bisschen

Daniela: eine Wurst hat sie gehabt.

Daniela: Und wir sind heimgefahren und irgendwie hat uns das nicht mehr losgelassen.

Daniela: Also das ist, das war einfach, die Kamele waren weg, ja.

Daniela: Und das hat halt einfach, es war einfach immer so, es ist immer so im Raum gestanden,

Daniela: aber es war halt dann immer, das abwiegen.

Daniela: Ich meine, jetzt haben wir die Kühe, was machen wir, wie machen wir das?

Daniela: Dann haben wir uns ein paar Betriebe angeschaut, sind wir herumgefahren,

Daniela: haben uns ein paar Betriebe angeschaut und das hat circa zwei Jahre gedauert,

Daniela: wo wir dann wirklich gesagt haben, so, und jetzt probieren wir es.

Daniela: Wir riskieren es einfach.

Daniela: Da rein hat es gesagt, das machen wir jetzt. Wurscht, wie es ausgeht.

Daniela: Wir tun es jetzt einfach, nicht?

Daniela: Ja. Und dann haben sie gesagt, okay, jetzt haben sie einen großen Fall.

Daniela: Jetzt haben sie einen großen Fall. Das war aufgelegt, oder? Ja,

Daniela: wirklich, das war aufgelegt,

Willy: Ja. Große Vogel. Jetzt darf ich bitte einwerfen, eine Frage, die ich euch stelle.

Willy: Ich bereite es jetzt seit zwei Jahren vor. Mir ist erst, wenn wir telefoniert

Willy: haben, ich würde mir das, ich muss das jetzt bringen. Ja.

Willy: Mit welchen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren denn eure Fegel durch die Gegend in der Steiermark?

Willy: Wir sind übrigens in der Steiermark, um das noch irgendwie anzumerken,

Willy: in der Obersteiermark im Bezirk Morau, das habe ich noch gar nicht gesagt.

Willy: Mit welchen öffentlichen Verkehrsmitteln würden Sie denn durch die Gegend fahren?

Daniela: Ja, mit dem Landesbahnbus.

Willy: Mit der Straußen bauen. Mit der Straußen bauen. Der ist gut. Der ist gut, super.

Daniela: Schaut, dass der Reinhard nicht da ist.

Willy: Er kann es nacharbeiten. Mit der Straßenbahn. Das funktioniert nur steirisch.

Daniela: Das ist cool.

Willy: Aber jetzt schauen wir noch einmal hinter. Es war ein Bio-Heimilch-Betrieb.

Daniela: Ja, genau so ist es.

Willy: Der Mann, ich muss jetzt aufsuchen, mit Namen. Der Reinhard.

Willy: Aber was die unterm Reden, ich vergiss das dann wieder. Ich bin furchtbar nervös

Willy: natürlich. Dann vergiss ich wieder. Gescheit war ich noch nie.

Willy: Man schreiben kann nicht, das ist gut.

Willy: Es war ein Bio-Heimisch-Betrieb, er wollte immer schon ein bisschen was anderes

Willy: machen, 15 bis 18 Kühe, oder hast du gesagt, es war ein Nebenerwerbsbetrieb

Willy: wahrscheinlich auch noch, oder?

Daniela: Nein, es ist so, dass der Reinhard hat den Betrieb übernommen im Haupterwerb,

Daniela: wir haben ein bisschen an Wald dabei, und der Reinhard ist zusätzlich in der

Daniela: Skischule auf der Krevenzen drinnen.

Daniela: Das heißt, er hat mit einem zweiten zusammen die Skischule im Winter.

Daniela: Und ich bin seit über 30 Jahre bei einem Naturinstallateur tätig. Zwar nur halb tags.

Willy: Zu dir kommen wir noch.

Daniela: Aber das heißt jetzt, wir haben

Daniela: das eigentlich jetzt nicht wirklich im Vollerwerb, sondern auch immer

Willy: Ja, das war immer schon so.

Daniela: Ja, was dazu gemacht.

Willy: Und habt ihr es dann irgendwo gemerkt, dass sich das einfach nicht mehr ausgeht mit der Milch?

Willy: Oder war es eher weg von der Milch, weil es nicht mehr geht?

Willy: Oder hin zu etwas, weil es was anderes sein soll?

Daniela: Wir haben, die Überlegung war einfach das, dass wir was machen, was sonst keiner hat.

Daniela: Wir haben ja deswegen nicht aufgehört zu melden. Wir haben ja weitergemolken.

Willy: Also in der ersten Zeit waren die...

Daniela: Ja, wir haben weitergemolken. Das heißt, es ist parallel gelaufen, ja.

Willy: Ah, okay.

Daniela: Wir haben ja klein angefangen. Das heißt, wie wir uns dann entschlossen haben,

Daniela: dass wir mit den Straßen anfangen, wir haben ja damals schon Kontakte geknüpft gehabt.

Daniela: Und dann haben wir ihn angerufen und dann haben wir gesagt, wir lassen euch

Daniela: jetzt 50 Küken bestellen.

Daniela: Aha, hat er gesagt, ja. Habt ihr eine Genehmigung? Was für eine Genehmigung?

Daniela: Dann sage ich, naja, ihr braucht eine Genehmigung. Hat er gesagt,

Daniela: ohne die Genehmigung kann ich euch keine Straßen verkaufen.

Daniela: Ja, dann haben wir natürlich geschaut. Was braucht man? Wir haben sich gesagt,

Daniela: ich meine, was ist mit euch?

Daniela: Ihr seid auf über 1000 Meter, die Fägel werden euch sterben.

Daniela: Ich meine, das Klima, sage ich jetzt, bei uns ist, weiß ich nicht,

Daniela: 5-6 Monate Winter. Ja, es ist wirklich der Ringe. Ja, es ist so.

Daniela: Und dann haben wir halt geschaut, dass wir diese ganzen Auflagen erfüllen.

Daniela: Das heißt, wir haben den Unterstand gebaut, wir haben das Gehege müssen bauen,

Daniela: ja, wir haben die Zäune errichtet, ja, dann kommt der Amtstürzt,

Daniela: der nimmt das ab, dann kriegt es ins Stempel und dann holst du die ersten Straßen.

Daniela: Und ich kann mich noch gut erinnern, wie die genau ziemlich vor zehn Jahren

Daniela: sind wirklich die ersten Straßen auf den Hof gekommen.

Willy: Wie war es denn bei dir, wie du mitgekriegt hast? Es war ja im Prinzip,

Willy: du hast ja das Ei gelegt, wenn man so will, über deinen Kontakt.

Willy: Wie war das für euch? Der Schwester wird nochmal? Die Natascha. Die Natascha.

Willy: Wie war das für euch, wie ihr das mitkriegt habt? Habt ihr euch doch frei,

Willy: habt ihr euch doch gedacht, jetzt hat es ja dann wirklich etwas ausgehagelt?

Willy: Oder wie war das aus deiner Sicht?

Sabrina: Ja, Mama und Papa waren ja nicht blöd.

Willy: Ja, gut, das war jetzt blöd. Mit Mama und Papa waren immer schon blöd. Ja, da waren nicht blöd.

Sabrina: Nein, die Mama hat damals, wie ich in die vierte Klasse Roundberg gegangen bin,

Sabrina: die klar reiche Idee gehabt. Sabrina, du kannst dir auf einem Strausenhof in

Sabrina: Niederösterreich ein Praktikum machen und kannst dir dort ein paar Tipps und

Sabrina: Tricks holen, wie dir das so machen und das eben mit heim nehmen. Ja.

Sabrina: Ich habe gesagt, getan. Die Mama hat das dann ein bisschen eingefadelt,

Sabrina: dass ich da nach Niederösterreich zu einem Straußenland gekommen bin mit über 600 Strauß.

Willy: 600?

Sabrina: Das ist Riesenbetrieb. Und die machen das jetzt seit dem 97er-Jahr.

Sabrina: Also sie haben damals Jubiläum gehabt, wo ich draußen war.

Sabrina: Und ich allein war den ganzen Tag nur für die Kükenaufzucht zuständig.

Willy: Ein cuter Job, oder?

Sabrina: Also mega süß, richtig anstrengend auch, weil am Anfang ist es ja wichtig,

Sabrina: dass du denen nur ein klar geschnittenes Futter gibst und das ist ja nicht verschlucken,

Sabrina: das ist ja nicht der gescheitste Problem.

Willy: Was hast du jetzt zu gesagt?

Sabrina: Ja, ich habe dann draußen vier Wochen Praktikum gemacht, habe Ideen gesammelt,

Sabrina: Erfahrungen gesammelt, geschaut, was die draußen ist, machen.

Sabrina: und ich habe mir um einiges mehr gemacht, wie damals mein Schulkolleg von Moskirchen,

Sabrina: der hat mir irrsinnig viele Sachen gehabt, coole Sachen gehabt und da haben

Sabrina: wir das halt alles abgeschaltet und ich würde sagen, mittlerweile ist es gleich

Sabrina: gut aufgebaut, wie es sich heute noch um die Fahne war.

Willy: Also ihr halt jetzt mal ungefähr bei 50 Vögel, ne?

Daniela: Ja, so um die 60 werden es sein mit den Küken, aber es ist eigentlich immer so der Stand 60, 70, 50.

Willy: Du bist schon Raumberg gegangen, du bist ja ganz anders, du bist ja ein Wohnungskind.

Daniela: Hast du gesagt. Ja, ich bin ein Wohnungskind.

Willy: Ich bin nur in der Wohnung aufgewachsen. Aber was hast du gelernt?

Willy: Du hast ja ganz was anderes gelernt, gell?

Daniela: Ich habe technische Verkäuferin für Heizung und Sanitär gemacht.

Daniela: Das heißt, ich verkaufe ein Boot.

Willy: Technische Verkäuferin, weil ich habe ja immer gelesen, eine Installateurin,

Willy: nicht Installateurin, aber technische Verkäuferin.

Daniela: Also wirklich komplett ganz,

Willy: Ganz was anderes.

Daniela: Komplett, ja. Aber ich habe durch diesen Beruf in Reinhard kennengelernt,

Daniela: weil der hat damals das Haus umgebaut und hat eine Heizung und ein Bodezimmer gebraucht.

Daniela: Und so haben wir uns kennengelernt. Das war eigentlich so, die Firma war auch das...

Willy: Wie war das für dich damals, das ist jetzt vielleicht auch für alle Menschen,

Willy: die zuhören, die einen Landwirt oder Landwirtin kennenlernen aus der Stadt kämen oder sowas.

Willy: Wie war das damals, wie du, also am Anfang natürlich große Liebe,

Willy: Daten und Dinge, aber irgendwann wird es dann im Kopf konkret,

Willy: das Alter ist ein Landwirt und wenn das jetzt was Fixes wird,

Willy: was wird das denn damals kommen?

Daniela: Ich bin mit

Daniela: vielen Jugendlichen in die Schule gegangen, die Landwirtschaft daheim gehabt

Daniela: haben, also die Bauernkinder waren. Und die haben mir gedacht,

Daniela: ich will alles nur keinen Bauern.

Daniela: Ich will sicher nie einen Bauern. Warum? Wenigstens steige und den angehängt sein.

Daniela: Und mir gedacht, nein. Und dann, wie das dann mit dem Reinhard,

Daniela: wie ich den kennengelernt habe, und das dann so ein bisschen konkreter geworden

Daniela: ist, hat er mir dann schon gesagt,

Daniela: ich muss jetzt aber schon sagen, also ich werde den Bauernhof übernehmen. Also ich bin der Bauer.

Daniela: Da habe ich das einmal so sacken lassen.

Daniela: Aber ja, es war damals kein Thema für mich, dass ich dann abhau.

Daniela: Ich bin eigentlich viel ins kalte Wasser gesprungen. Und ich muss ehrlich sagen,

Daniela: es war das Beste, was mir passiert ist.

Daniela: Weil ich denke mir, du bist in der Natur, mit den Viechern arbeiten ist so schön.

Daniela: Wir können uns da gut selber versorgen. Wir sind total unabhängig.

Daniela: Und natürlich sage ich jetzt einmal, ist es viel Arbeit, aber für mich ist es

Daniela: ganz gut, dass man sich die Arbeit

Daniela: oft einmal sehr gut einteilen kann. Und wenn man dann wirklich Zeit hat,

Daniela: dann kann man was unternehmen.

Willy: Ihr habt einen Milchbetrieb gehabt, oder? Das ist ja im Prinzip Milchbetrieb.

Willy: Was ich so gehört habe in den Gesprächen, da bist du halt am meisten angehängt. Oder extrem.

Willy: Und du hast vorher quasi einen 9-to-5-Montag-bis-Freitag-Job,

Willy: sage ich jetzt mal, einen klassischen Angestellten-Job gehabt.

Willy: Und dann warst du auf einmal in einer ganz anderen Welt.

Willy: Also Haus und Hof oder Arbeit und Ding ist eins.

Willy: Wie ist es denn da gegangen? Was waren denn auch die Herausforderungen?

Daniela: Man wächst einig, das ist es. Ich sage, das Scheune war immer das,

Daniela: der Reinhardt hat mich nie zu etwas zwungen.

Daniela: Er hat mich einfach tun lassen.

Daniela: Und ich glaube, dass das einfach das war. Ich habe nie müssen in den Stall gehen,

Daniela: sondern ich bin in den Stall gegangen, weil ich wollte.

Willy: Obwohl es von Anfang an oder ist das Wollen geworden?

Daniela: Am Anfang waren ja die Kinder und dann waren ja auch noch die Schwiegerlter im Hof.

Daniela: Ja, da waren noch die Schwiegereltern am Hof und die Schwiegereltern sind ja

Daniela: auch noch in den Stall gegangen. Und eine nette Schwiegermutter. Genau so ist es.

Daniela: Habe ich auch schon anders gehört. Und darum sage ich, ich habe ja nicht vom

Daniela: Anfang, aber ich bin dann halt einfach so reingewachsen.

Daniela: Und ich denke mir, ja. Es war einfach kein Zwang da. Es war kein Zwang nicht da.

Willy: Ihr hättet es auch weiter gemacht und du hättest parallel Arbeit,

Willy: also was war denn gewesen, wenn du es nicht gemacht hättest?

Daniela: Nein, das hätten, glaube ich, hättet es auch nicht gestört. Es war überhaupt kein Druck da.

Daniela: und das war eigentlich das Scheine und darum hat mich das jetzt eigentlich nicht gestört.

Willy: Okay. Und dann waren nochmal 15 bis 18 Milchkirchen, Heimmilchkirchen.

Willy: Was habt ihr da, was habt ihr mit der Milch gemacht? Direkt geliefert?

Daniela: Die Milch ist am Anfang, also am Anfang haben wir ja noch müssen mit dem Tank fahren, ja.

Daniela: Und wie der Reinhard dann übernommen hat, 1999 den Betrieb, dann hat er das

Daniela: alles ein bisschen modernisiert, ja.

Daniela: Das heißt, er hat einen Milchstand gebaut und dann ist der große Milchtank reingekommen

Daniela: und dann ist das Milchauto da am Hof hergekommen, hat die Milch geholt.

Daniela: Ich meine, das waren dann so Dinge, die der Reinhard nachher macht hat.

Willy: Das war eine turbulente Zeit, weil 99 kurz nach dem EU-Beitritt,

Willy: da war große Unsicherheit da.

Daniela: Der Reinhard hat ja bis 99 auch noch gearbeitet. Und hat dann aber parallel

Daniela: schon am Hof natürlich auch gearbeitet und 99 hat er den Hof dann übernommen

Daniela: und hat aufgehört zum Arbeiten.

Willy: Und dann war es aber eine Zeit lang Feuerwehr, der Skilift war da schon.

Daniela: Nein, der Skilift ist ein späteres Leben. Am Anfang war er noch Skilehrer in

Daniela: Wien. Also da war er Skilehrer?

Willy: Skilehrer, ja.

Daniela: Er war Skilehrer und dann hat sich da ihm was ergeben und dann hat er mit einem

Daniela: zweiten die Skischule übernommen, ja.

Willy: Ah, schön, schön. Und oben in der Firmbahn wird langsam schon mein Hirn schwach.

Willy: Das ist irgendein so ein Express-Württemberg.

Willy: In Wiener-Ski, da gibt es ein Super-Lehrer.

Daniela: Ja, ja, ja.

Willy: Okay. Und woher kommt dieser Drang? Ein bisschen was anderes. Ist das in der Region?

Willy: kommt das auch von dir oder war das Direktionär? Und woher hat er das,

Willy: er will was anderes? Oder was dazu?

Daniela: Er hat das immer im Kopf gehabt. Er hat immer gesagt, irgendwas müssen wir machen,

Daniela: was uns keiner hat. Das hat er immer gesagt.

Daniela: Keine Ahnung. Das war einfach so ein Drang. Und wie gesagt, also diese Entscheidung

Daniela: mit den Straußen, die haben mir ja dann auch gemeinsam gefällt.

Daniela: Weil wir haben die Milchkirchen noch gehabt, wir haben auch gemulchen.

Daniela: Wir haben auch die Mädels mit einbunden, weil wir gesagt haben,

Daniela: ich meine, allein schaffst du das nicht.

Daniela: Da zum Ruhmisch gegeben. Ja. Das haben wir alle gesessen. Und dann haben wir

Daniela: das besprochen. Und dann haben wir wirklich gesagt, okay, wir machen es. Beschreiben wir das.

Daniela: Ja, zusammengesessen sind wir beim Jaußen in der Kuhl. Und dann haben sie die Idee präsentiert.

Willy: Wirklich, haben sie es gepitcht? Ja, ja.

Daniela: Dann haben wir es eh,

Sabrina: Dass es bescheiden wird oder kommt. Zuerst wollen wir die Reifen kommen.

Daniela: Ja.

Sabrina: Ja, und jetzt sind wir froh, dass wir die Felgen haben.

Daniela: Und wir haben ja dann auch teilweise die Betriebe gemeinsam angeschaut,

Daniela: weil so wie bei den Dingen waren wir ja gemeinsam.

Daniela: Weil wir haben sie vorher schon gesehen gehabt, der Reinhard und ich,

Daniela: und zwar ist es aber auch wichtig, dass die Mädels das sehen,

Daniela: warum man sie an Strauß holt hat, sagen wir es so.

Willy: Nur, dass ich den Betrieb jetzt noch ein bisschen verstehe, wahrscheinlich hast

Willy: du es eh schon gesagt, es war dann ein kurzer Feuerwerbsbetrieb,

Willy: dann ist nebenbei noch die Skischuie dann so dazugekommen.

Willy: Du warst Mama und hast den Hof quasi mitgemacht.

Daniela: Und gearbeitet habe ich auch. Ja, ich habe immer gearbeitet.

Willy: Also du warst immer im Nebenerwerb?

Daniela: Immer.

Willy: Und dann hast du einen Job gehabt, die Kids?

Daniela: Ja.

Willy: Ohne einen Hof?

Daniela: Ja.

Willy: Wie geht sich das aus? Wie schafft man das?

Daniela: Ich muss ein bisschen schneller greifen.

Daniela: Ja, nein, das schafft man. Das schafft man. Nein, ich muss jetzt schon eins sagen.

Daniela: Wir haben eben das Glück gehabt, dass wir die Schwiegereltern im Haus gehabt haben.

Daniela: Wobei ja, der Opa ist vor 20 Jahren gestorben.

Daniela: und die Schwiegermutter haben wir noch länger gehabt. Die ist 2014 gestorben

Daniela: und wie gesagt, die Schwiegermutter hat mir ganz viel abgenommen.

Daniela: Wir haben ganz viel gemeinsam gemacht.

Willy: Also es war einfach wieder eine Hausgemeinschaft.

Daniela: Ich habe mich zum Beispiel nie kümmern oder Angst haben müssen,

Daniela: dass jetzt meine Kinder keine Essen kriegen, wenn ich jetzt arbeiten gehe.

Daniela: Oder der Reinhardt, weil das war einfach so. Wenn ich gearbeitet habe,

Daniela: hat die Oma gekauft, hat die Kinder versorgt.

Daniela: Wenn ich dann frei gehabt habe, dann habe ich die Dinge gemacht.

Daniela: Dann habe ich gesagt, was tue ich, kann ich auch. als die Oma in den Garten

Daniela: gegangen. Das war so ein bisschen eine Arbeitsaufteilung.

Daniela: Wir haben gut zusammengearbeitet. Und wie gesagt, da hätte ich das nicht geschafft,

Daniela: weil die Kinder klein waren.

Daniela: Und ich weiß nicht, ob das jetzt daher passt, aber ich sage es jetzt trotzdem,

Daniela: meine Schwiegermutter ist ja ganz tragisch ums Leben gekommen im Stall.

Daniela: Mitten in die Viecher, mit den Gummistiefeln. Da ist sie gestorben.

Daniela: Und das war dann schon schrecklich damals. Und damals war ich aber wirklich

Daniela: so auf einem Punkt, wo ich mir gedacht habe, ich weiß jetzt nicht, ob ich das schaffe.

Willy: Ich glaube, es ist schön, wenn du das hörst.

Daniela: Ob ich das jetzt schaffe, weil ich halt jetzt nicht mehr da war. Es war nicht mehr da.

Willy: Von einem Tag auf den nächsten und unter.

Daniela: Genau so ist es. Und du musst dein ganzes Leben organisieren, den ganzen Ablauf.

Daniela: Das war einfach selbstverständlich. Und das war dann halt wirklich von einer Sekunde auf die andere.

Daniela: Und dann haben wir aber auch gesagt, dann war ja die Überlegung,

Daniela: ob ich aufhört zum Arbeiten.

Daniela: Und der Reinhard hat aber dann gesagt, nein, wir machen uns jetzt keinen Druck.

Daniela: Wir probieren jetzt einfach, wie es weiterläuft, bevor wir jetzt irgendwelche

Daniela: Entscheidungen treffen.

Daniela: Wir geben uns jetzt einfach die Zeit und dann schauen wir, wie es läuft.

Willy: Also eine grundvernünftige Entscheidung in so einer Situation.

Daniela: Ja, aber es war ja so, weil es war ja für den Reinhard auch.

Daniela: Der Reinhard hat ja jetzt praktisch, jetzt nicht im Haus, aber nichts tun müssen,

Daniela: weil die Oma hat ihn schon behütet, weil der ist gesessen und sie hat ihm schon

Daniela: was zum Trinken hingestellt.

Daniela: Weil der Reinhard dann gesagt hat, ich kann mir eigentlich selber was.

Willy: Liebe Grüße an die Eltern, die ich jetzt gerade anspreche, schau dir was aus.

Daniela: Schon, schon, ja. Und das war halt dann auch so, dass das halt dann schon so

Daniela: war, dass ich zum Reinhard gesagt habe, du wärst halt müssen dann dein Geschirr

Daniela: selber abräumen und in Geschirrspüle tun. oder gewisse Dinge.

Willy: Sie feindeln mir den Kopf.

Daniela: Doch, das funktioniert. Doch, doch.

Willy: In der Nähe vom Geschirr. So wie immer in die Richtung.

Daniela: Aber das ist einfach das. Es geht nur miteinander.

Willy: Aber es ist schön, und tragisch natürlich, dass du es erzählst,

Willy: aber es geht vieler jetzt so.

Willy: Man hört immer wieder so Geschichten, gerade bei so Hoffichten,

Willy: wo auch immer ein Mensch weg ist. Und wie gehst du mit dem um?

Willy: Das ist eh gesagt, ihr habt euch ein bisschen,

Willy: durchgeschlafen ein bisschen oder ein bisschen Druck genommen und nicht den

Willy: Nerven reingekaut, oder?

Daniela: Ja, genau so ist es. So gut, dass es gegangen ist in der Situation.

Willy: Und was willst du sagen, es geht dann irgendwann vorbei, oder?

Daniela: Ja, natürlich. Es fängt dann halt wieder an zum Laufen.

Daniela: Es ist halt dann anders, aber es ist ja einfach, ich denke mir einfach,

Daniela: das sind so 100.000 Kleinigkeiten,

Daniela: die selbstverständlich waren und die dann keiner mehr macht und dann siehst

Daniela: du erst, was der aber gleich geleistet hat, ja, und was du jetzt auf einmal

Daniela: es aber machen muss, nicht?

Willy: Wo man dann vorher nicht so richtig vielleicht auch Danke gesagt hat.

Daniela: Oder es ist eh traurig. Es ist eh traurig.

Willy: Nein, nein, das ist überhaupt kein Vorwurf.

Daniela: Das ist so überall.

Willy: Es fällt alles, was selbstverständlich ist.

Daniela: Fällt dir nicht auf. Genau so ist es. Es sind hunderttausend kleine,

Daniela: also wirkt keine kleine Handgriffe, die halt dann nicht mehr machen.

Willy: Das Gefüge war aus dem Gleichgewicht geraten.

Daniela: Das ist jetzt nicht so wurscht. Ich denke mir jetzt ein Wäschflitschen.

Daniela: Das war die Oma. Ich mag nicht nähen.

Willy: Ja, mag ich nicht. Habe ich nie mehr ihn.

Daniela: Die Oma hat halt immer alles gepflegt. Wenn halt was kaputt war,

Daniela: dann hast du halt so hingelegt, dass es die Oma gesehen hat.

Daniela: Und die Oma hat halt, nein.

Willy: Und wer pflegt jetzt?

Daniela: Ja.

Willy: Kann schon mal pflegen. Kannst du jetzt pflegen?

Daniela: Nein, es wird nicht gesehen. Es wird nicht gesehen.

Willy: Es wird nicht gesehen.

Daniela: Jetzt passt jetzt einfach jeder auf, weil er hat mir da alles gepflegt.

Willy: Wir waren dann, das heißt, der Opa hat es dann, wie haben den in Baden geheißen? Albert.

Daniela: Albert und die Oma. Ja, und die Rosa. Die Rosa.

Willy: Haben die, der Albert wird es jetzt da, wie war denn die Übergabe an den Reinhardt?

Willy: Das ist ein Riesenthema deswegen frage ich jetzt Der.

Daniela: Reinhardt hat ja eine

Daniela: Fünf? Sechs Kinder sind es. Ja, fünf Geschwister. Reinhard hat fünf Geschwister.

Daniela: Und die Übergabe war super. Also die war wirklich super vorbereitet.

Daniela: Und das war wirklich sang- und klanglos, die Übergabe.

Daniela: Und der Hof ist ja auch sehr gut dagestanden. Das muss man auch sagen.

Daniela: Also der Opa und Oma waren super Wirtschaftler.

Daniela: Wirklich, die haben den Hof wirklich gut übergeben.

Willy: Also bei so gesehen ein Bilderbuch.

Daniela: Ja, genau so ist es. Genau so ist es.

Willy: Und von einem Tag auf den nächsten, und Sie waren dann noch,

Willy: das hat man ja sehr gemerkt, Sie waren dann da.

Daniela: Aber... Sie haben ja gewohnt, Sie haben ja praktisch die eigene Wohnen gehabt.

Daniela: Im Haus? Im Haus, ja, im Haus eine eigene Wohnung gehabt. Auch sieht es nicht aus.

Daniela: Ja, aber wir waren, ich kann mich noch erinnern, der Opa hat sich dann eingebildet,

Daniela: er will eine eigene Küche haben, da muss man jetzt eine Küche reinbauen vom

Daniela: Tischler und die Küche haben sie nie benutzt.

Daniela: Weil wir haben immer auch gemeinsame Küche gehabt. Es ist herüben,

Daniela: gekocht worden und gegessen worden.

Daniela: Und die Küche drüben bei einer in der Wohnung war nur ein Zierde.

Daniela: Aber sie ist da. Ja, aber er wohnt halt. Genau so ist es.

Willy: Ich bin ja nach Wien zurück, weil man so viel machen kann.

Daniela: Ich mache nichts, aber ich komme. Ja, genau so ist es.

Willy: Das macht es immer auch. Ihr habt das einfach gut gehabt. Aber ich habe es dann

Willy: vom ersten Tag an die Verantwortung gehabt.

Daniela: Ja, der Reinhard hat das natürlich viel übernommen.

Willy: Okay, das ist jetzt ein Bilderbuchübernahme.

Daniela: Ja, es ist nicht selbstverständlich. Und darum kann ich das auch so schätzen. Oder schätze das so.

Daniela: Weil ich mir denke, die haben das wirklich alles vorbereitet.

Willy: Wann ist das erste Mal so kein Möld durchs Hirn beim Reinhardt durchgeraschelt? Wann war denn das?

Daniela: Ja, das war kurz vor die Straßen. Also 2014 ist die Oma gestorben.

Daniela: Da haben wir aber schon ein bisschen das in Gedanken gehabt.

Willy: Ah, der Opa hat das alles nicht mitgekriegt.

Daniela: Die Oma hat es gewusst, aber es war zu dem Zeitpunkt noch nicht so ein Thema.

Willy: War noch nicht so ein Thema? Nein, nein. Man hat daran denken können.

Daniela: Genau, so ist es. Man hat geredet darüber. Aber sie hat es dann nicht mehr mit...

Daniela: Ja, und die Kamele, das waren 15 Sekunden, sage ich jetzt einmal, weil das war...

Willy: Das war schnell vorbeigene und dann war Vater Morgana.

Daniela: Ich weiß nicht, was er noch gehabt hat.

Willy: Okay. und ich springe jetzt wieder zu dem, was du vorher gesagt hast, zu den Straußenküken.

Willy: Es ist dann der Prozess gewesen, man macht es dann miteinander aus.

Willy: Und wie war das dann, wenn man sagt, okay, wir machen jetzt Strauß, bestellt haben wir es.

Daniela: Ja, bestellt haben wir es. Drei-Tages-Küken. Drei-Tages-Küken.

Willy: Was ist so ein Drei-Tages-Strauß?

Daniela: Ja, das ist so wie ein Straußenei mit zwei langen Füßen und einem langen Hals.

Willy: Ein kleines Händler. Und dann, da braucht es ja eine Genehmigung.

Daniela: Ja, genau.

Willy: Was braucht man jetzt, damit man in Österreich,

Willy: Plural von Strauß, Sträuße oder Hauptmann und Strauße?

Sabrina: Strauße. Straußen.

Willy: Auf die Leckstraßen.

Daniela: Ja, auf die Straußen. Auf die Straußen.

Willy: Was ist das für ein Ort von Landwirtschaft, wenn man Straßen hat?

Willy: Ich meine, ihr habt so ein Ding gehabt, was exotisch ist. Ich war jetzt einzigartig in der Region.

Willy: Und ich habe es jetzt beim Herfahren gesehen, sie stehen in der Wiesn.

Willy: Es war so lustig beim Umfahren.

Willy: Da sind so Fleck in der Wiesn gewesen. Da haben irgendwie die zwei Haxen gefällt.

Willy: Das waren noch zwei. Ah ja, stimmt, das sind nicht die Straßen.

Willy: Das sind wirklich hier auf der Wiesentrasse.

Daniela: Ja, genau.

Willy: Aber was sind das für Straßen? Wie viele Straßenorten gibt es denn überhaupt

Willy: und welche passen denn in die Steiermark?

Daniela: Naja, du musst sagen, welche passen auf die Grävenzen, die Naturparkgrävenzen

Daniela: auf über 1000 Meter Seehöhe.

Daniela: Ja, also wir sagen, das sind unsere Gebirgsstraßen. Also in Sagblosen gibt es Gebirgsstraßen.

Daniela: Die haben sich sicher gut aklimatisiert auch. Weil die Straßen wirklich praktisch

Daniela: bei uns am Hof auf die Welt kommen.

Daniela: Und die, die wir zukaufen, die sind drei Tage alt. Das heißt,

Daniela: die kennen nichts anderes.

Daniela: Bei uns war ja zuerst das Problem, dass sie gemeint haben, durch die Seehöhe

Daniela: und eben durch die Kälten im Winter, durch den Schnee im Winter,

Daniela: dass wir da Probleme kriegen werden.

Daniela: Das ist wirklich viel kalt, Herr Rennner. Ja, genau so ist es.

Daniela: Aber ich sage, die haben sich auch klimatisiert, die haben sich einfach angepasst.

Willy: Das sind das ganze Jahr draußen?

Daniela: Das sind das ganze Jahr draußen. Die lassen sich im Winter einschneiden.

Daniela: Das heißt, die liegen draußen in der Nacht und wenn es schneit,

Daniela: siehst du in der Früh nachher die weißen Haufen.

Willy: Und das tut einer?

Daniela: Nein, das tut einer nichts. Das meinen sie früh gerne. Das meinen sie früh gerne.

Daniela: Sie tanzen auch früh im Schnee.

Willy: Das ist so, wir sind afrikanische Strauß, oder?

Sabrina: Ursprünglich kommt der Strauß aus Asien.

Willy: Jetzt kommt die kleine Straußkunde.

Daniela: Jetzt fangen wir von vorne an.

Sabrina: Natürlich Straußen gibt es auch in Afrika, der Ursprung ist aber in Asien.

Sabrina: Dort wird es den Blauhalsstrauß und den Rundhalsstrauß. Das ist so wie das Blaugraut.

Willy: Ja, genau. Ja, sag's nochmal, ich bleibe mal.

Daniela: Ja. Ja, genau.

Sabrina: Damals hat es ja auch überall schon Leute gegeben, die einfach neue Sachen probieren

Sabrina: wollten und die haben sich halt dann die Strauseneier, zum Beispiel der Gärtner

Sabrina: hat seine ersten Eier aus Israel geholt.

Sabrina: Das heißt, der Strauß hat sich dann im Laufe der Jahre schon verbreitet.

Sabrina: Und durch das, dass der schon einige Jahre jetzt die Straußen hat,

Sabrina: kannst du sagen, dass der sich einfach immer weiter gezüchtet hat.

Willy: Also der hat sich angepasst an die Eier. Der hat verschiedene.

Sabrina: Eier gehabt immer und durch das sind immer neue Sorten entstanden.

Sabrina: Bei uns am Hof gibt es jetzt nicht den typischen Blauhals- und Rothalsstrauß,

Daniela: Sondern eine Mischung.

Sabrina: Das hat sich einfach durch das Züchten quasi ein Farmstrauß geworden.

Willy: Der steirische Gebirgsstrauß. Wir haben die Rassentyp jetzt einmal die besichtigen

Willy: steirische Gebirgsstrauß.

Sabrina: Das tragen wir gleich.

Willy: Schreib mir mal, was ist eine Strauß für ein Vogel? Was hat der für Eigenschaften?

Willy: Weil wir gerade so in einer kleinen Straußkuhne drinnen sind.

Willy: Wie alt wird der? Wie groß wird der? Wie schwer wird der?

Willy: Beschreibe mal den Vogeln, was so typisch ist. Wenn es zu einem Menschen wie

Willy: mir, der keine Ahnung hat von einem Strauß,

Willy: das Wichtigste rund um einen Strauß erklären müssen.

Sabrina: Was ich am verruchtendsten finde, ist einfach, der hat einfach nur zwei Zeichen.

Willy: Ja, gell?

Sabrina: Also der hat nur so zwei, ein Hauptding und ein Beiding.

Sabrina: Und so läuft der immer rum. Und der läuft halt auch ziemlich schnell.

Sabrina: Der kann ja auf der Krone bis zu 70 kmh laufen, auf seine...

Willy: Aha.

Willy: 70.

Sabrina: Ja, aber bei uns nicht. Das geht so nicht aus. Auf der Fluss.

Sabrina: Man muss abbremsen, wenn es bergab geht. Ja, so ist es.

Sabrina: Groß werden sie also da haben, wenn er sich aufplustert und so,

Sabrina: kann der schon über drei Meter kriegen.

Sabrina: Die Händen sind so im Schnitt zwischen 1,80 Meter, 2 Meter. Wir haben aber andere dabei.

Willy: So hat man Straßenhahn und Straßenhände.

Daniela: Hahn und Hänne.

Sabrina: Wie bei den Händen.

Willy: Ja, wie bei den Händen. Ist auch Geflügel, oder? So rein von der Landwirtschaft?

Daniela: Nein, ist auch nicht. Das Farmwild. Der Strauß fällt unter das Farmwild.

Willy: Was ist bitte Farmwild? Das habe ich jetzt überhaupt noch nicht gehört.

Daniela: So wie Hirsch, Dammwild.

Willy: Das ist Farmwild?

Daniela: Ja, Wild.

Willy: Aber wenn es ein Kreuzchen, der es nicht im Wild hat, dann ist es Farmwild.

Daniela: Farmwild. Ist ja gut so. Ist gut. Für uns ist es sehr gut.

Sabrina: Weil alle anderen haben Wilder auf.

Willy: Aha. Okay. Sagen wir nicht, dass sie jetzt sind. Okay.

Sabrina: Also es passt schon so.

Willy: Ja, ja. Okay, also 70 kmh schnell. Wie groß hast du das gesagt?

Sabrina: Ja, die Männchen, also die Hähne, können schon bis zu, wenn sie sich aufbreiten,

Sabrina: 3 Meter, 3,10 Meter, 20 Meter. Die sind schon riesig.

Willy: Die haben wir vorher schon auf die Hähne geschaut. Das waren noch nicht einmal die, okay.

Sabrina: Genau, und Hähne nehmen wir ein bisschen kleiner. Der Haun hat ein schwarzes

Sabrina: Gefieder und die Hähnen haben ein graues Tarngefieder.

Willy: Also so kommen wir auseinander. Genau. Wenn ein Schrauß irgendwo schwarz ist,

Willy: ist es ein Haun. Fix immer.

Sabrina: Ja, ja. Unter anderem auch zu erkennen, die haben einen roten Schnurbel.

Sabrina: Und bei den Fiers fuhren over, sind sie auch rot.

Willy: Aber du sagst einfach zwischendrin.

Daniela: Was denn?

Willy: Ja, genau.

Sabrina: Stimmt.

Daniela: Also von den schwarzen Straußen musst du dich halt ein bisschen in Acht nehmen.

Willy: Wie sind sie vom Charakter? Man hört nämlich immer so, don't mess with the Strauß,

Willy: weil die sind eher aggro.

Daniela: Er ist kein Kuscheltier, sage

Daniela: ich jetzt immer. Also er ist auf jeden Fall mit Vorsicht zum Genießen.

Daniela: Die Hennen, sage ich jetzt einmal, sind ein bisschen zahmer,

Daniela: ein bisschen gutmütiger, aber der Strauß ist halt einfach der Chef.

Daniela: Das heißt, es ist sein Gehege, es sind seine Hennen, es sind seine Eier.

Daniela: Und wenn du da einige gehst und der ist nicht sonderlich gut aufgelegt,

Daniela: dann ist es gescheiter, du gehst nicht ein. Weil dann hat er dich.

Willy: Grundsätzlich ist es einmal so, sagt jeder Landwirt, rennt bitte nicht einfach

Willy: in die Landwirtschaft ein.

Willy: Fragt vorher, rennt nicht auf ein Vödel, rennt nicht zu den Viechern hin. Was,

Willy: Das hat einen Grund immer. Erstens, weil man es nicht tut und zweitens,

Willy: weil es schön ins Auge gehen kann.

Daniela: Genau, so ist es.

Willy: Woran erkenne ich denn bei einem Strauß, ob er ich sage jetzt mal nicht gut

Willy: aufgelegt ist, aber weniger schlecht oder schlecht aufgelegt ist?

Daniela: Also wenn er schlecht, er ist nicht schlecht aufgelegt, er ist aggressiv.

Daniela: Und aggressiv ist dann einfach so dieses, da stellt er sich nach vorne auf.

Daniela: Das heißt, er geht mit dem Hintergestell runter, Brustkapp auf und dann macht

Daniela: er sich nachgereisen, als wie er schon ist.

Daniela: Und das ist so Angriff, ja, dann ist Gefahr in Verzug, ja.

Daniela: Also dann gehst du nicht rein. Wenn er jetzt so ganz normal,

Daniela: wenn er sich jetzt nicht so aufgelustert und so ganz normal herumspaziert oder

Daniela: so, dann ist das kein Problem.

Willy: Aber es ist big da oder sind es eher die Klauen, auf die man aufpassen muss?

Daniela: Die Klauen. Also das Becken ist eigentlich, sage ich jetzt einmal,

Daniela: es ist ein Neugrigg, das Becken ist eigentlich harmlos, das gefährliche ist der Fuß, ja.

Daniela: Das heißt, der Strauß hat ja das Gelenk, also das Knie, das Gelenk nach vorne,

Daniela: nicht so wie mir nach hinten, sondern nach vorne, er schlagt nach vorne aus,

Daniela: ja, und durch das, dass er so groß ist, ja,

Daniela: kommt er so vor, ja,

Daniela: Da wischt ich so

Daniela: in Gesichtsbrusthöhe und dann mit dem Kral, was er hat, schlitzt er die auf.

Daniela: Und er tritt so lange ein auf dich, bis du die neunerierst.

Daniela: Also wenn er die da wischt, dann musst du sofort zum Boden und dort stehen. Wie Ziegen.

Willy: So jetzt sind wir im Thriller-Milieu.

Daniela: Obwohl es ist jetzt nicht unfairlich, weil der Reinhardt hat schon einige Schutzengel

Daniela: gehabt. Ja, aber er hat halt einfach keine Angst.

Daniela: Weißt du, ich bin auch anders. Wenn ich jetzt eine Angst, oder wenn ich merke,

Daniela: okay, das passt jetzt nicht, dann geht er nicht rein. Der wird trotzdem rein.

Daniela: Und der Reinhardt geht trotzdem rein.

Sabrina: Mit einem Besen.

Daniela: Mit einem Besen, ja. Besen ist immer, ja, Besen ist, Besen ist,

Daniela: da steigen bei uns überall herum, ja.

Daniela: Warum der Besen? wenn du Besen nimmst verkehrt, dann klappt der Strauß, du bist größer wie er.

Daniela: Und dann weicht er automatisch ein bisschen zurück.

Daniela: Aber es ist dann auch ein bisschen so eine Sicherheit, dass du nicht rübergehst.

Willy: Und hin und wieder musst du einfach rein.

Daniela: Naja, man muss eigentlich im Sommer täglich rein ins Gehege,

Daniela: weil wir müssen die Eier aufklauen.

Sabrina: Und sie legen sich ja nicht immer dort, wo sie fressen, sondern auch mitten im Gehege.

Sabrina: Das heißt, da kannst du mit dem Quote reinfahren und dann holen wir halt die Eier.

Daniela: Schnee, Schnee.

Sabrina: Aber die Straußen sind auch Schnee.

Willy: Also es ist ein spannender Beruf.

Daniela: Ja, ja. Und darum haben wir in Reinhardt jetzt mit dem Radl nach Italien geschickt,

Daniela: damit er fit bleibt. Ja, ja, das muss ich auch.

Willy: Wahnsinn, Wahnsinn. Wenn ich so, jetzt ist ja gerade circa umgekehrte Straußen, ja, ich komme noch.

Willy: Warte mal, jetzt bin ich mit meinem Ding. Wir warten jetzt am Anfang,

Willy: wenn wir mit Straßen in Österreich anfangen.

Willy: Es gibt jetzt viel Erfahrung bei der Landwirtschaft, kann man wahrscheinlich

Willy: mit Kühen und Händen und so weiter.

Willy: Wenn wir mit Exoten, ich glaube, so spricht man immer von Exoten.

Willy: Ich weiß nicht, ob es ein Fachbegriff ist oder ob es eher so ist.

Willy: Wo kriegt man das Wissen her? Ich meine, sie werden jetzt nicht eine Abteilung

Willy: für Straßenhaber oder sowas, kann

Willy: ich mir nicht vorstellen. Und die Kamele wahrscheinlich jetzt auch nicht.

Daniela: Es ist learning by doing. Learning by doing. Es ist so. Also wir haben uns ja

Daniela: wirklich ein paar Betriebe angeschaut.

Daniela: Aber wie gesagt, das ist allein schon durch unsere Höhenlage,

Daniela: durch unser Klima ist das ja ganz anders als da in Niederösterreich draußen.

Daniela: Wir haben natürlich so wie uns die anderen das erklärt haben.

Daniela: Wir sind aber dann noch drauf gekommen, dass diese Sachen bei uns einfach nicht

Daniela: machbar sind, weil das einfach nicht geht.

Sabrina: Oder auch überflüssig sind.

Daniela: Überflüssig, genau. Weil wie wir die ersten 15 Küchen geholt haben, da haben wir ja

Sabrina: Und jeden Tag eine und streicheln und keine Ahnung, für die Kleinen,

Sabrina: aber die weinen sich ja an die und bauen zu dir eine Beziehung auf und wenn

Sabrina: du dann weg bist, dann reihen sie dann noch.

Willy: Ah, und das ist auch einfach nicht gescheit, dass du eine Beziehung dann noch aufbaust.

Daniela: Genau, ja.

Sabrina: Und es ist eine Wüte. Also ein Strauß ist und bleibt eine Wüte. Und je mehr

Willy: Dir Es macht aber Sinn.

Sabrina: Wir haben eingeliefert, haben in derer einer eigenen kleinen Welt,

Sabrina: desto weniger Glück haben wir gehabt.

Willy: Wir haben sehr viel gelernt.

Daniela: Ja, wir haben sehr viel gelernt. Gerade am Anfang. Gerade am Anfang. Wir haben 15 Küchen.

Sabrina: Jetzt heuer haben wir ja fast keine Ausfälle mehr. Wir holen die 20 Küchen und da...

Daniela: Die Küken sind ja eigentlich nicht leicht zum Durchkriegen.

Daniela: Aber das lernst halt mit den Jahren. Wir haben die ersten Straßen,

Daniela: die 15 Straßen, da sind sieben nicht überblieben.

Daniela: Und da rierst du zu jedem Küken zu, weil so ein Küken hat einen Wert,

Daniela: weißt du, von fast 100 Euro.

Daniela: Ein 3-Tages-Küken kostet 90 Euro, 95 inzwischen.

Daniela: Ich meine, das ist ja jetzt auch ein Wert.

Daniela: Und wie gesagt, das ist

Daniela: schwierig gewesen. Es war am Anfang wirklich schwierig, bis wir dann wirklich

Daniela: draufgekommen sind, okay, das machen wir, nehmen wir das, machen wir das, lassen wir weg.

Daniela: Und dann hat das erst angefangen zum Laufen. Und eins muss ich jetzt auch dazu

Daniela: sagen, also das klingt jetzt so schön, ich meine, da bestellen wir uns jetzt

Daniela: 15 Küken, und jetzt fangen wir mit den Straßen an.

Daniela: Und so hat das ja ein schönes Geld gekostet.

Daniela: Also es hat ja kein Mensch gewusst von uns, wie wird das funktionieren?

Willy: Und was hat alles Geld gekostet?

Daniela: Und vor allem bist du, naja, du, erstens einmal die ganzen Umbauarbeiten.

Willy: Es ist vor allem vielleicht auch Leute zu, die was nicht auf der Straße haben,

Willy: aber generell auf etwas Exotisches vielleicht umtreiben.

Daniela: Die ganzen Umbauarbeiten, die Unterstände haben wir gebaut, obwohl wir eigentlich

Daniela: fast alles in Eigenleistung, weil wir immer Gott sei Dank, das holen wir auch

Daniela: selber, und einen Zaun muss kaufen, den Maschendrauzaun, den zwei Meter da unten.

Willy: Muss auch ein bisschen größer sein.

Daniela: Genau so ist es. das ist halt alles und das Gehege muss dementsprechend groß

Daniela: sein und dann kaufst du die 15 Küchen, die kosten auch Schweinegeld und dann

Daniela: brauchst du das ganze Futter, das war auch nicht billig, ja.

Daniela: Und dann hast du aber nichts noch. Das heißt, du hast da die Küken und die ersten

Daniela: zwei Jahre hast du nichts.

Daniela: Da kostet dir das nur Geld, weil einfach noch nichts da ist.

Daniela: Dann war es halt wirklich so, dass die Küken, dann waren die ersten Straußen

Daniela: eben da und dann hat sich das ein bisschen herumgesprochen bei uns im Land und

Daniela: dann sind ja schon die ersten Leute gekommen.

Daniela: Stausen schauen, weißt du, und was sind denn das für eine Bibel?

Daniela: Und ja, und dann, wie gesagt, die haben schauen können, dann haben sie sich

Daniela: gefragt, naja, habt ihr schon irgendwo was oder so?

Daniela: Dann haben wir gesagt, nein, wir haben ja nichts, nur die Strausen,

Daniela: ja, und für was wir die jetzt da halten,

Daniela: und dass das wird, und hin und her, und haben gesagt, naja, wir haben eh halt

Daniela: mal vielleicht einmal, wenn wir Glück haben, wenn wir eine Eier haben,

Daniela: und halt ein Fleisch, also das war eigentlich so unser Grundgedanke, ja.

Daniela: Aber wie gesagt, das hat halt zwei Jahre gedauert, bis dann der erste Strauß

Daniela: das erste Ei gelegt hat, weil ein Hain, ja das dauert zwei Jahre.

Daniela: Das heißt, der Hain wird mit zwei Jahren geschlechtsreif und die Hennen fangen

Daniela: mit zwei Jahren an zum Eierlegen.

Daniela: Also die ersten zwei Jahre haben wir gar nichts gehabt, nichts.

Willy: Außer die Angst, dass du es durchbringst, dass ja was bleibt.

Daniela: Genau so ist es, genau so ist es, ja.

Willy: Wie oft wollte ich es hinschmeißen in der Zeit?

Daniela: Nein, hinschmeißen wollte man es eigentlich nie. Nein, das war eigentlich nie

Daniela: ein Thema. Es war eigentlich das Gegenteil.

Daniela: Ah, das Gegenteil. Noch zwei, wie gesagt, das erste Ei, das war genau auf meinem

Daniela: Geburtstag, das war genau mein Geburtstag. Wirklich? Am 17.

Daniela: März haben die das erste Ei gelegt. Und ich bin heimkommen vom Arbeiten und

Daniela: der Reinhardt ist dann gekommen mit dem Straußenein und hat gesagt,

Daniela: alles gut, jetzt am Geburtstag.

Daniela: Was ist das? Das ist das erste Straußenein. Ja, wirklich.

Daniela: Und das war wie Ostern und Weihnachten gleich. Da haben wir echt so eine Freude

Daniela: gekommen. Endlich das erste Straußenein.

Daniela: Weil es war ja ein Jahr davor, waren ja dann schon die ersten Leute gekommen.

Daniela: Und dann waren ja schon...

Willy: Was zum Schauen?

Daniela: Nein, nein, die sind gekommen und dann haben sie gefragt, ob wir da ein bisschen

Daniela: eine Führung haben oder so.

Daniela: und ob man schon was kosten kann oder was. Und dann haben wir gesagt,

Daniela: naja, wir haben ja nichts.

Daniela: Und dann haben wir die geistreiche Idee gehabt, haben gesagt,

Daniela: ja okay, jetzt sind die Leute schon da, jetzt müssen wir was machen.

Daniela: Jetzt müssen wir schon was machen.

Daniela: Und dann haben wir mal überlegt, wie wir es am Gescheitsten machen.

Daniela: Und dann haben wir Biertisch und Bierbänke haben wir aufgestellt, unten in der Wiese.

Daniela: Dann sind wir bitte nach Baldau gefahren, und haben wir Straußeneier gekauft. Mhm.

Daniela: Und dann habe ich mir so eine Elektropfung gekauft und dann haben wir bitte

Daniela: da unten in der Wiesn einen Eierspeis gekauft für die Leute.

Daniela: Eine Kiste Bier und eine Kiste Grahle. Und so hat das angefangen zu laufen.

Daniela: Und die Leute waren glücklich, weil sie was erfahren haben von den Straßen und

Daniela: weil sie Eierspeis gekriegt haben und weil sie was zum Trinken gekriegt haben.

Willy: Und da sind Leute gekommen?

Daniela: Ja, da haben sich so Gruppen gemeldet, da sind dann schon die ersten Gruppen

Daniela: gekommen. Einfach die Leute, du hast gemerkt, okay, die interessieren sich.

Willy: Und da ist schon ein Einkommen.

Daniela: Und da kann schon was werden. Und dann war halt, dann ist das immer mehr geworden

Daniela: und immer mehr geworden und dann war das immer so, hoffentlich heute das Wetter, weißt du?

Daniela: Weil wenn es regnet, wo gehen wir die Leute hin?

Daniela: Und dann haben wir gesagt, okay, das war dann jetzt die nächste Entscheidung.

Daniela: Was machen wir jetzt? Wir müssen was machen. Wir müssen schauen,

Daniela: dass wir die Leute wo hin kriegen.

Daniela: Weil auf die Dauer geht das nicht, da unten auf der Wiese. Die Bierbank mit

Daniela: den elektrischen Pfannen. Und da unten

Daniela: haben wir gesagt, okay, einen kleinen Hofladen, einen kleinen Hofladen und dann

Daniela: halt WC-Anlagen, Sanitäranlagen, das war ganz wichtig, weil da waren ja die

Daniela: Leute nachher da und dann sind sie praktisch ins Privathaus gegangen und da

Daniela: musst du ja wo hin, wenn sie aufs Klo müssen, ja, ist so.

Daniela: Es war wirklich Kreuz und Quer, es war so, ja.

Daniela: Und dann haben wir gesagt, naja, einen kleinen Hofladen, haben wir gesagt,

Daniela: war cool, und dann eine WC-Anlage, ja, wo machen wir das hin?

Daniela: Dann haben wir zuerst überlegt, unten eben in der Wohnung, wo die Schwiegereltern waren.

Daniela: Und dann haben wir aber gleich gesagt, nein, weg vom Privathaus.

Daniela: Also nicht ins Privathaus.

Daniela: Und da, wo wir jetzt sitzen, das war Wagenhütten.

Daniela: Das heißt, das Gebäude war da. Aber es war alles roh. Also da verinnern Sie

Daniela: an die ganzen Geräte gestanden, Traktor und Sämaschinen und Heiger.

Willy: Nicht pottersdauglich gewesen damals noch.

Daniela: Nein, absolut nicht. Kalt. Und dann haben wir eben da so ein bisschen angefangen,

Daniela: da zum Überlegen und nachdem die Nachfrage so groß war, ist das halt immer größer und größer geworden.

Daniela: Und dann haben die ersten Busse sich dann angemeldet und dann haben wir gesagt,

Daniela: naja, dann machen wir es so groß, dass wir einen Bus reinkriegen, dann reißt du den Bus.

Willy: Ah, auf den Bus optimiert.

Daniela: Ja, natürlich, ja, es ist so. Da sind die, da musst du das echt,

Daniela: und das war ja eigentlich so das Scheine, weil ja das praktisch im Thun gewachsen ist.

Willy: Beim Machen so waren.

Daniela: Sagt das der Säger. Genau so ist es, weil das ist

Willy: Aber das ist so ein klassisches Unternehmen.

Daniela: Es ist langsam gewachsen, ja. Und es sind einfach immer Ideen und Dinge dazukommen

Daniela: und dann haben wir gesagt, ja, okay, und das machen wir jetzt noch,

Daniela: und das machen wir jetzt noch.

Willy: Ich glaube, das ist halt wirklich eine Spezialfolge für Hofübernehmer,

Willy: für Leute, die sich verändern wollen oder die überlegen, was könnte ich denn

Willy: mit meinem Hof sonst noch etwas machen und wie tue ich es dann so,

Willy: weil das ist, glaube ich.

Daniela: Das war halt... Nutigen muss man, ja.

Willy: Nein, wie interessant ist. Ich habe nicht quasi den Businessplan da gehabt mit

Willy: Hofladen, aufladen, mit Kosmetik, glaube ich, oder?

Willy: Und die Federn und das und bla bla bla und das integrieren wir so und so.

Willy: Dann hole ich hoffentlich längst einmal ein Ei und dann mit der Pfanne in die

Willy: Wiesn gestellt und Eierspeise gekocht.

Willy: Da habe ich noch mit den gekauften Eiern und mit Kracherl und einem Bier.

Willy: Das ist Grundnahrungsmittel.

Daniela: Das war das Einfachste. Das war das Einfachste. Und das hat funktioniert.

Willy: Dann habe ich sehen, die Leitmängs. Da habt ihr euch weitergehandelt.

Daniela: Ja, genau so ist es. Wir haben einfach, dann sind wir wieder zusammen gesessen

Daniela: und haben gesagt, was machen wir?

Willy: Wieder so ein Rat.

Daniela: Ja, losen wir es. Oder machen wir was draus.

Willy: Also entschieden habt ihr eigentlich immer ihr, oder was?

Daniela: Ja, wir haben das immer gemeinsam entschieden. Also muss ich echt sagen,

Daniela: weil wir ja auch gesehen haben, jetzt als Eltern, ja, wir schaffen das ja alle auch nicht.

Daniela: Ich meine, sowas... Habt ihr das Gefühl gehabt,

Willy: Dass man sich jetzt sagt, jetzt wollen wir nicht?

Daniela: Wir haben eigentlich nie gesagt, dass wir... Nein, es waren immer alle damit für.

Willy: Das ist natürlich einfach, gell?

Sabrina: Nein, aber das tust du nicht. Du musst immer so denken, was du von daheim mitgekriegt

Sabrina: hast. Und je älter man wird, desto lieber hilft man daheim.

Sabrina: Außer man hat keine Zeit. Wenn sie nicht dreht, nur gefroren sind, ist es immer schön.

Willy: Jugend spricht.

Willy: Außer man hat keine Zeit.

Sabrina: Wir haben jetzt so einen super Familienkalender, wo sogar der Papa seine Termine

Sabrina: eintragen mittlerweile.

Willy: Ist es ein Papierkalender oder elektronischer Kalender?

Sabrina: Nein, elektronischer. Full cooler. Die Mama ist...

Daniela: Ja, jeder muss sofort einen Termin eintragen, wenn er was hat.

Sabrina: Und wenn er auch oft und eine Führung haben will, muss es jeder sofort eintragen.

Daniela: Muss jeder sofort schauen.

Willy: Ich lache gerade ein bisschen, aber horchthin, das sind so die Kleinigkeiten

Willy: wahrscheinlich, wo man sowas koordiniert, oder?

Sabrina: Vielleicht haben wir es auf den Papa gemacht, weil der hat einen kleinen Termin,

Sabrina: wo er telefoniert, gleich eintragt.

Sabrina: Und wir eigentlich auch, weil die reihen auch viele Leute an mich auch.

Willy: Ihr müsst euch verlassen aufeinander.

Daniela: Ja, genau so.

Sabrina: Den Kalender, der erleichtert halt viel, weil wir sind alle bei so vielen Vereinen

Sabrina: dabei. Du? Ja, die nagt ja ein bisschen.

Daniela: Ja, jeder hat halt seine Geschichte.

Sabrina: Und da muss man halt schauen, dass man sich das alles unter den Hut bringt.

Sabrina: und wenn du an der Farm in der Rollstrecke geholt hast, auf dem Wochenende kommt

Sabrina: ein 30er-Booster und teilst dir das halt anders ein.

Sabrina: Wenn du schon weißt, okay, die Mama kommt, eventuell Hilfe brauchen,

Sabrina: sag sie was, sag sie nichts.

Daniela: Kannst du sie übernehmen? Ich habe ein paar Telefon-Schocker.

Willy: Jetzt einen Schritt nochmal, jetzt hupfe ich nochmal zurück,

Willy: weil ich habe es dann parallel gehabt, also wir waren beim ersten Eier an deinem

Willy: Geburtstag. Da hat es aber noch eine Milch auch noch gegeben.

Daniela: Oder? Ja, natürlich, ja.

Willy: Wann ist dann klar geworden oder was war dann der Grund, dass mit der Milch dann aufhört?

Daniela: Ich muss jetzt ganz offen und ehrlich sagen, der Reinhard ist Bauer mit Leib

Daniela: und Seele. Also er ist ein Vollblut-Bauer.

Daniela: Und wie wir dann mit den Straßen angefangen haben und wie das dann mehr geworden

Daniela: ist, mit der Arbeit auch da, mit der Jäusenstation und so, dann hat der Reinhard immer gesagt,

Daniela: Wenn das mit den Straßen gut läuft, dann hören wir auf zu mögen.

Daniela: Dann hören wir auf zu mögen. Ja, okay. Ich habe immer gesagt,

Daniela: weißt du was habe ich gesagt?

Daniela: Das ist deine Entscheidung. Ich rede da nichts rein.

Willy: Weil er müsste eigentlich mehr da kommen, oder wie? Oder das mögen nicht, was er jetzt vorfällt.

Daniela: Nein, aber für mich, also ich muss dir ehrlich sagen, ich hätte nie gedacht,

Daniela: dass der Reiner zu mögen aufhört. Das hat keiner gedacht. Echt? Nein, wirklich.

Sabrina: Ich glaube, er hat es bis zum letzten Tag nicht gehört.

Daniela: Ich glaube, er hat es bis zum letzten Tag nicht. Und ich hätte es ihm aber auch,

Daniela: Obwohl es dann wirklich schon Hardcore war.

Daniela: Also es war schon wirklich viel Arbeit. Wir waren teilweise am Limit. Es ist parallel.

Daniela: Du gehst in der Früh mögen, dann hast du am Vormittag vorbereitet,

Daniela: dann hast du ab Mittag die Leute da, die Busse.

Willy: Jeden Tag?

Daniela: Nein, nicht jeden Tag, aber halt oft im Sommer.

Daniela: Dann muss einer herumbleiben, einer muss mögen. Das heißt, der ist schon wieder mal zwei Stunden weg,

Daniela: dann bist du herum allein für alles, dann kommt Und der Reinhardt in dem Fall

Daniela: wieder auf, arbeitet da herum weiter, dann läuft es, weiß ich nicht,

Daniela: bis 11, 12, bis zusammengekommen hast, bis ins Bett kommst, ist eins und um

Daniela: 5 in der Früh stehst du wieder auf, gehst wieder mögen,

Daniela: dann gehst du erst auf, da zusammenräumen, nach dem mögen.

Willy: Ach so, da steht dann einfach.

Daniela: Da hat keine Zeit. Naja, natürlich, weißt du, und das war, also wir waren am Limit.

Willy: Schraubens waren auch noch jung gewesen, oder?

Daniela: Ja, die waren ja nicht immer da. Das ist jung, die sind immer noch jung,

Daniela: natürlich. Ich meine, die sind berufstätig, die arbeiten.

Daniela: Die arbeiten, weißt du? Die waren ja nicht immer da.

Daniela: Und das war dann schon so, dass wir gesagt haben, ja, es war im Limit.

Daniela: Also es war, weißt du, wenn du dann selber keine Lebensqualität mehr hast oder

Daniela: wenn du jetzt vorgekommen sagst, jetzt ist einfach zu und es geht nicht mehr

Daniela: mehr und du bist ausgelaugt und fertig, dann musst du was überlegen.

Daniela: Und dann haben wir wirklich gesagt, ich meine, so geht es nicht weiter.

Daniela: Irgendwas müssen wir wegtun, ja. oder

Daniela: Wenn das gut läuft, mit den Straußern aufzumachen.

Willy: Aber es war dann...

Daniela: Es war dann... Eigentlich der ausschlaggebende Punkt, dass wir wirklich aufgehört

Daniela: haben zu mögen, war das, dass der Reinhard vor zwei Jahren eine

Daniela: sie verletzt hat und sie in den Fuß gebrochen hat. Und dann mit dem Liegegips umgelegen ist.

Daniela: Und dann war es halt wirklich. Weil dann waren die Straßen, dann waren sie zu mögen.

Daniela: Und er ist umgelegen und hat eigentlich nichts tun können.

Willy: Vor zwei Jahren? Vor zwei Jahren haben wir... Vor zwei Jahren?

Willy: Ihr habt das so lange durchgezogen?

Daniela: Ja, so lange haben wir das durchgezogen. Vor zwei Jahren haben wir aufgehört

Daniela: zu mögen. Und das aber auch nur, weil sie da rein hat, den Fuß gebraucht.

Sabrina: Im Herbst, das in Fuß brauchen wir im Jänner.

Daniela: Im Dezember haben wir aufgehört, oder? Im Jänner. Ah, im Jänner,

Daniela: ja, plötzlich. Hatst du Zeichen gebracht? Ja, es war Nein,

Sabrina: Es war schon ausgerichtet, glaube ich, dass wir aufhören.

Daniela: Nein, ja, aber es war noch kein Zeitpunkt. Kein Zeitpunkt. Es war kein Zeitpunkt.

Willy: Noch keine Zeit zum aufhören gewesen.

Daniela: Ne? Es war einfach, der Zeitpunkt war nie richtig.

Sabrina: Da haben wir echt gut zusammengehalten in der Zeit. Das war wütend.

Willy: Aber das passiert andere auch. Wie habt ihr das, also ich sage immer,

Willy: weil ihr redet jetzt gerade drüber, Ich habe es überstanden,

Willy: es war eine schwere Zeit.

Willy: Man denkt vielleicht einfach, da ist er nicht gern zurück, aber irgendwie hat

Willy: man es dann auch geschafft.

Willy: Und interessant, und was ich ja immer gern vermitteln möchte,

Willy: mit dem, was wir da dann und mit dem reden, ist, wie kommt man dann wieder raus?

Willy: Oder was war denn das Wichtigste aus eurer Sicht, dass man solche Zeiten,

Willy: die jeder irgendwann einmal hat, weil der Druck ist ja da.

Willy: Es ist ja Angst wahrscheinlich da, oder wenn ich jetzt aufhört zu mögen,

Willy: ist dann noch nur Götter, schaffen wir es dann noch? oder? Das ist eine klasse

Willy: Verantwortung für die Möckeln.

Daniela: Das war natürlich eine finanzielle Geschichte.

Daniela: Da braucht man nicht reden, weil das Milchgeld, das ist praktisch der monatliche Lohn für den Bauern.

Daniela: Obwohl man ja unter dem Strich eh nicht viel überblieben ist.

Daniela: Aber es war einfach ein fixes Einkommen. Das war es.

Daniela: Aber das war halt einfach durch das, dass es jetzt mit den Straußen schon so

Daniela: gelaufen ist. Habt ihr das Vertrauen inzwischen gehabt?

Willy: Ja, natürlich.

Daniela: Nein, das ist mit den Straßen. Das läuft gut.

Daniela: Und zu dem Zeitpunkt haben wir das schon gewusst, dass das mit den Straußen super läuft.

Daniela: Und wir haben ja die Kühe auch nicht hergegeben, sondern wir haben umgestellt auf Mutterkuh.

Daniela: Das heißt, wir haben aufgehört zum Möbeln. Wir haben die Kühe,

Daniela: die abgeholmen lassen. Keibel, trinken die Milch.

Willy: Erklär ganz bitte kurz, nein, erklär du bitte kurz, du machst immer das selte Ding.

Willy: Was ist Mutterkuhhaltung? Für Leute, die das jetzt vielleicht heute das erste

Willy: Mal hören, weil uns hören ja ganz viele Konsumenten so, man hört das immer,

Willy: dieses Wort, und dann, was ist Mutterkuhhaltung? Mutterkuh. Was warst du das eigentlich?

Sabrina: Ja, bei der Mutterkuhhaltung ist es so, dass im schönsten Fall du einen Stier

Sabrina: in der Herde der besammt die Kuh.

Willy: Das schaffst du nicht so.

Sabrina: Ja, ist so. Und die Keibel bleiben halt die ganze Zeit bei der Kuh dabei.

Willy: Möchen wird nicht.

Sabrina: Möchen wird nicht mehr. War für uns eine Arbeitserleichterung. War nicht ohne.

Sabrina: Zwischendurch Mutterkuhhaltung. weil Tiere und Bücher auf Mutterkuchen gestellt

Sabrina: und da sagt ja nicht jeder, wie du da richtig tun musst und wie das funktioniert.

Willy: Das war der Schritt davor, also Mutterkuchen.

Sabrina: Du musst die Kinder davor schon darauf vorbereiten und wie sie sagen,

Sabrina: werden halt einfach nicht erwähnt, wenn du das machst oder hast dich zu wenig

Sabrina: erkundigt, weißt du ja nicht, keine Ahnung, glaubst du ja nicht,

Sabrina: dass das so kompliziert ist, aber da haben wir am Anfang schon wieder Probleme

Sabrina: gehabt auch mit den Kyrel.

Willy: Und das ist etwas, was in Österreich viel machen, wo die Erfahrung da ist,

Willy: und das war auch schon eine Herausforderung. Jetzt kann man sich dann denken,

Willy: wie es mit der Strauß ist, wo es nicht viele Referenzen gibt.

Sabrina: Oder ein Stier, wo wir das Bech gehabt haben. Das ist echt.

Daniela: Ich habe ja gesagt zum Reinhardt, wenn ein Stier ins Stall kommt,

Daniela: gehe ich nicht mehr ins Stall.

Daniela: Das geht nicht, oder? Ja, wirklich. Es ist schon so viel passiert.

Daniela: Und ich habe gesagt, ich gehe nicht mehr ins Stall. Wenn ein Stier ins Stall

Daniela: ist, gehe ich nicht mehr ins Stall. Aber wir haben echt einen guten S.

Willy: Bei euch läuft es irgendwie.

Daniela: Nein, ich schlafe.

Willy: Aber Mutterkuh jetzt noch einmal singt. Die Kuh kölbert, die Kölber bleiben

Willy: bei der Kuh und verkaufen tut man dann die Kaibeln mit 10 Monats.

Daniela: Weil dann ja die Kuh schon wieder besamt sein soll und dann ist es schon wieder

Daniela: vorbereitet aufs nächste Paar.

Willy: Genau, und die gehen dann in die Aufzucht quasi. Bis sie dann Müche oder wieder Mutterkuh werden.

Willy: Nur, dass wir das gesagt haben, Fokus heute Strauß, aber erstens ist es wichtig,

Willy: ihr macht es nicht nur Strauß, sondern ihr habt es quasi nebenbei noch eine

Willy: Form der Landwirtschaft.

Willy: Und jetzt wieder zurück zum Strauß. Jetzt wissen wir noch immer nicht so genau,

Willy: und das ist ja das, was wahrscheinlich auch ganz viele Leute interessiert,

Willy: das Eierl war dann da, dann hat es funktioniert.

Willy: Dann ist es langsam ins Laufen gekommen. Was mir jetzt sehr,

Willy: sehr gefällt, ist das, wie es ist so, jetzt kommt ein Bus, da müssen wir dann was machen.

Willy: Dann machen wir das. Das war jetzt vollkommen regelmäßig ein Bus.

Willy: Jetzt müssen wir schauen, dass wir irgendwo was hindern. Das hat sich so peu

Willy: a peu, wie wir gesagt haben, beim Machen so waren.

Willy: Was kann man denn jetzt mit so einem Strauß alles machen, wenn man die Eier

Willy: nicht zukauft, sondern wenn dann selber genug Eier da sind.

Willy: Was kann ich denn jetzt aus einem Straß so ökonomisch, landwirtschaftlich alles machen?

Willy: Und vielleicht machen wir es chronologisch zum Zeitpunkt, wie es jetzt draufgekommen

Willy: ist, dass man aus dem auch noch Geld machen kann.

Willy: Eier waren klar wahrscheinlich, Fleisch war klar.

Daniela: Fleisch war klar, ja. Das nächste war eben auch mit den Bussen, Führungen, Einnahme.

Daniela: Führungen werden verkauft. Ähm,

Daniela: Dann natürlich, es ist so, je mehr du da antust, desto mehr kriegst du außer.

Daniela: Federn. Federn werden einzeln verkauft.

Willy: Vertriebstipp übrigens. Je mehr du da antust, desto mehr.

Daniela: Genau so ist es. Staubwählen werden gepruten. Nichts kommt nichts.

Daniela: Federn. Leder. Die Haut wird abgezogen.

Willy: Daumfädeln.

Daniela: Staubwählen, ja. Und das sind Straßenfedern, bitte.

Willy: Zum Straßenkern.

Daniela: Nein, zum Staubwischen.

Willy: Zum Staubwischen.

Daniela: Zum Staubwischen, ja.

Willy: Okay.

Daniela: Das sind die Federn. Dann das Leder. Das Leder wird gegerbt.

Daniela: Wir lassen das Leder geben. Wir haben Gott sei Dank einen Gerber gefunden.

Willy: Draußenleder.

Daniela: Draußenleder, ja. Und dann gehst du mal in Wien draußen in den Maria-Hilfen-Straußen

Daniela: und schaust, was die Straußenleder-Schuhe kosten.

Daniela: Wir haben halt leider das Pech, dass wir keinen so hochwertigen Schuster haben.

Daniela: Aber dieses Straußenleder, das gegerbte Straußenleder, wird gehandelt mit 300 bis 350 Euro.

Willy: Der Kolokat mit, oder was sagt man, ein Kilo? Ein Strauß.

Daniela: Ein Strauß.

Willy: Ein Strauß. Ein Stück.

Daniela: Und das ist auch, da gibt es auch eine Geschichte dazu, das heißt,

Daniela: da Reinhard und ich waren mit dem Radl am Wörthersee und da war das Harley-Treffen.

Daniela: Und dann haben wir die geistreiche Idee gehabt, jetzt fahren wir da auf und

Daniela: schauen uns das Harley-Treffen an und dann gehen wir so durch,

Daniela: da sind ja so diese Shops, ja.

Daniela: Und dann war einer, der hat eben diese Taschen und diese Satteltaschen für die

Daniela: Harlis genäht, ja. Und das war Straußendelehrer.

Daniela: Und dann sind wir dazugegangen und dann haben wir gesagt, ist das Strausenleder?

Daniela: Ich sage ja. Und dann sage ich, ah, wo hast du denn das her? War ein Kärntner.

Daniela: Ich sage ja, bestellt aus Afrika. Und man hat gesagt, das kannst du günstiger haben.

Daniela: Setz dich ins Auto, fährst du eine Stunde nach so geblasen.

Willy: Durchs Reden kommen die Leute zusammen.

Daniela: Du sagst, der Strausenleder, ja. Und dann ist es wirklich so,

Daniela: dass der bei uns das Strausenleder genommen hat.

Daniela: Und im Zuge dessen, ja, näht er uns Hüte, Taschen, ja, damit wir auch was zu verkaufen haben.

Daniela: Das ist unser Straßenleder, ja.

Willy: Straßenleder, ich habe wirklich viel aufgeschrieben, was ihr euch machen könnt,

Willy: aber Leder habe ich jetzt nicht auf der...

Daniela: Ja, Straßenleder, also das ist jetzt das Leder.

Daniela: Dann ist natürlich das Straßenfett, da kommen wir jetzt ein bisschen zur Kosmetik.

Willy: Eierfleisch machen wir nachher noch, die Obvious, aber jetzt sind wir schon

Willy: bei der Spitze. Ja, das machen wir nachher.

Daniela: Dann das mit dem Fettisat, da gibt es auch eine Geschichte.

Daniela: Das war ganz am Anfang, da waren eben so, haben wir die Straußen noch nicht?

Daniela: Ich glaube, die waren noch kein Jahr. Haben wir viel Fett?

Daniela: Jedenfalls hat eine Frau geklingelt, hat sie gesagt, Entschuldigung,

Daniela: hat sie gesagt, sind das Straußen? Ja?

Daniela: Dann sage ich, ja. Dann sagt sie, haben Sie Straußenfett zum Verkaufen?

Daniela: Sag ich, nein. Für was? Sag sie, ja, weil das ist so hochwertig.

Willy: Was hast du mit dem gemacht mit dem?

Daniela: Ich habe noch keine Straußenfett gehabt, weil wir haben ja keinen Vogelgeschlachter

Daniela: gekommen. Das war der Pfarr.

Willy: Die Leute sind alle schon mit der Nachfrage gekommen.

Daniela: Bevor ihr das Angebot gehabt habt. Das war der Pfarr, ja. Und dann sage ich,

Daniela: für was ich das Straßenfeld brauche.

Daniela: Dann sage ich, naja, das ist so hochwertig, hat sie gesagt, für Kosmetikherstellung.

Daniela: Für Salben, hat sie gesagt, für Salben. Okay, dann habe ich googelt,

Daniela: Straßenfeld, dann haben wir unseren Amtstierarzt, den Armin Deutz angerufen,

Daniela: habe ich gesagt, ich brauche eine Auswertung vom Straßenfeld.

Daniela: Sag er, ja, hat er gesagt, er hat in Wien draußen eine Vogeldokterin,

Daniela: die werde ich auch fragen.

Daniela: Dann hat er gesagt, nein, hat er gesagt, sie hat auch nichts,

Daniela: aber ich sollte es auf Englisch eingeben, ja, und dann habe ich es wirklich

Daniela: auf Englisch eingeben und bin

Daniela: auf einen israelischen Arzt gestoßen, der mir dann die Auswertung vom Straßenfeld

Daniela: geschickt hat. wie wertvoll das ist.

Daniela: Das heißt, das Straußenfett ist relativ gelb. Gelb ist immer ein Zeichen dafür,

Daniela: dass es einen Hoden-Sonnenschutz-Faktor hat.

Daniela: Hat ganz viel, das ist der Omega-3 und Omega-6, diese ungefettigten Fettsäuren,

Daniela: die wirklich die Einzigartigkeit haben, dass sie durch alle Hautschichten eindringen

Daniela: und die Haut von innen heraus heilen.

Daniela: Das heißt, ich habe ganz viele Leute, die bei mir das pure Straußenfett kaufen,

Daniela: für Neurodermitis, Schuppenflechten, nach Operationen, Narben, direkt schmieren.

Daniela: Unverarbeitet. Und dann habe ich mir gedacht, okay, jetzt habe ich dieses wertvolle Straußenfett.

Daniela: Also dann haben wir ja geschlagen, und dann habe ich natürlich das Straußenfett schon für mich.

Daniela: Dann habe ich das Auslassen, so wie Schweinefetten, also das heißt,

Daniela: es wird grob geschnitten, bei geringer Hitze wird es am Herd auslassen,

Daniela: bis es flüssig wird, abgesäut und fertig.

Daniela: So, und jetzt habe ich das wertvolle Straußenfett und gedacht,

Daniela: okay, bei uns da sind so viele Bayerinnen, die ja alle Salmen wehren und so.

Daniela: Dann habe ich gesagt, sie sollen mal Salmen machen. Dann habe ich gesagt,

Daniela: ja, sie können schon Salmen machen, aber verkaufen darf ich es nicht.

Daniela: Ja, das ist für mich uninteressant. Ich will es ja verkaufen.

Daniela: Ich will ja Produkte für den Hofladen.

Willy: Warum haben Sie das nicht dürfen?

Daniela: Nein, weil es ja nicht zugelassen ist. Du musst ja zertifizieren.

Daniela: Du musst ja eine Ausbildung haben.

Daniela: Zur Herstellung. Und dann habe ich mir gedacht, super, jetzt machen wir es jetzt.

Daniela: Und dann hat die Sabrina zu der Zeit noch bei der Landjugend.

Daniela: und da hat in Graz unten ein Büro am Steiermarkhof gehabt.

Daniela: Steiermarkhof sind ja diese ganzen Schulungen vom LFI aus.

Daniela: Und dann ruft mir die Sabrina und sagt Mama, ich habe da was.

Daniela: Da gibt es eine Ausbildung grüne Kosmetik.

Daniela: Dann habe ich mir das durchgelesen, Zertifikatslehrgang, wurde es aufwendig,

Daniela: wurde es teuer. Ich habe mir gedacht, nein.

Daniela: Ich habe gedacht, ja, ist ja wurscht, ich möge mich auch, ich mache das jetzt,

Daniela: weil ich will was machen mit meinem Straßenfeld.

Daniela: Und dann habe ich diesen Zertifikatslehrgang gemacht, obwohl ich am ersten Tag

Daniela: habe mir gedacht, okay, vielleicht stehst du jetzt einfach auf und gehst wieder.

Willy: War nicht dein Wölbewürfen.

Daniela: Ja, wirklich.

Daniela: Aber ja, ich habe es dann durchgezogen, habe diesen Zertifikatslehrgang mit

Daniela: Abschluss gemacht mit einer Präsentation

Daniela: und es war ja auch so witzig, weil jeder hat sich ja müssen vorstellen,

Daniela: warum man das macht und ich habe mir kein Mensch gewusst, wo Strausenfelt ist.

Daniela: Das ist ja Strausenfelt,

Willy: Wieder kein Wagen da gewesen.

Daniela: Naja, natürlich und dann waren sie und dann habe ich Strausenfelt geliefert ohne Ende,

Daniela: weil alle das Strausenfelt haben wollten und weil ja wirklich nachher schon

Daniela: ganz tolle Rückmeldungen gekommen sind und das ist auch das,

Daniela: das ist einfach das Scheine, weil du das auch verwerten kannst.

Daniela: Und ich habe dann diese Ausbildung gemacht. Ich mache da...

Daniela: Das hat sich alles ergeben.

Willy: Mit welchem Businessplan hast du bitte in diesen Straußending reingegangen?

Daniela: Genau so ist es. Mit deinem Vogel.

Willy: Mit riesigen Eiern und einem riesigen Vogel.

Daniela: Und jetzt ist es so schön, weil ich denke mir, ich mache ja Workshops.

Daniela: Ich verkaufe jetzt nicht nur das Straßenfeld, sondern ich mache auch Workshops mit Kindern.

Daniela: Naturparkschule, weiß ich nicht, da werden wir eine Apfelstrudelsalbe machen

Daniela: und dann essen wir einen Apfelstrudel und gut gegangen. Und die sind glücklich. Ja.

Daniela: Fett. Und dann, was ich nicht gemacht habe, ist eben diese Seife.

Willy: Hast du nicht gemacht?

Daniela: Nein, weil du musst zertifizieren. Und ich habe mir gedacht,

Daniela: ich kann jetzt nicht noch einmal so einen Zertifikatslehrgang machen. Noch einmal angelegt?

Daniela: Naja, die Ausbildung hat sich über zwei Jahre gezogen. Okay.

Willy: Und hat ein bisschen was vorst, wahrscheinlich auch.

Daniela: Ja, natürlich. Und dann habe ich mir gedacht, okay.

Daniela: Dann habe ich mir einfach ein bisschen herumtelefoniert. Und dann habe ich wirklich

Daniela: eine Seifensiederin gefunden, die dann gesagt hat, nein, sie macht mir die Seife.

Daniela: Also wir werden, ich sollte ihr einmal Straußenfett bringen,

Daniela: sie probiert das einmal, ja, dann hat sie gesagt, macht sie,

Daniela: machen wir zwei Sorten, dann werden wir die zertifizieren und dann kannst du die verkaufen.

Daniela: Das heißt, die Seife mache ich nicht selber. Ich liefere das Straußenfett und

Daniela: die Sabine siedert mir die Seife und ja.

Willy: Sorfen.

Daniela: Sorfen, ja. Und das ist auch das Straußenfett. Wenn du da mit der Seife die

Daniela: Hände waschst, brauchst du die Hände nicht mehr einschmieren,

Daniela: weil das so rückfettend ist.

Willy: Das ist Händewaschen und Einschmieren in einem. Du kannst die Duschen alles.

Daniela: Ja, genau. Genau so ist es.

Willy: Ich faszinierde noch immer, dass jetzt immer noch nicht am Ende der Listen,

Willy: aber dass sich das alles am Anfang so gar nicht am Radar kauft.

Daniela: Das haben wir alles nicht. Also wir haben das ja auch nicht gesehen bei den Betrieben.

Willy: Das haben die anderen auch gar nicht gemacht?

Daniela: Nein, also so wie mir jetzt das mit Seife und Träume und so,

Daniela: das macht nicht einmal der Gärtner.

Sabrina: Nein, wir haben viel selber probiert.

Daniela: Wir haben viel gekriegt.

Sabrina: Weil am Anfang haben wir ja zum Beispiel die Eier wir haben ja so schöne Eierlampen,

Sabrina: wo wahrscheinlich eine gekriegt ist, die haben wir ja früher auch gekauft.

Sabrina: Mittlerweile haben wir einen gefunden, der uns das macht.

Sabrina: Das baut sich halt einfach, du darfst halt keinen Stress haben dabei.

Daniela: Es ergibt sich. Jeder kennt wen bei uns. Jeder kennt wen, der wen kennt.

Sabrina: Vielleicht findet man ja noch einen Schuster,

Daniela: Der hat die Schuhe machen.

Willy: Blick in die Kamera, bitte, an die Schuster. In die Region einwandern wollen, oder?

Daniela: Ja, genau, so ist es. Und das ist einfach das Scheine, weil du nichts wegschmeißt,

Daniela: kannst du alles verwerten.

Daniela: Also es wird wirklich, ich denke mir, wenn wir jetzt schlachten zum Beispiel,

Daniela: hole ich jetzt ein bisschen aus. Also so wie die Knochen nicht.

Willy: Das habe ich da auf der Listen gestellt.

Daniela: Ja, das Knochen. Hunde.

Willy: Genau, ich habe schon überlegt, was gibt es denn jetzt noch,

Willy: was ihr noch nicht verwertet habt. Knochen.

Daniela: Knochen. Wir haben Sehnen, ja, die Sehnen, die werden getrocknet.

Daniela: Das sind auch für die Hunde.

Daniela: Weißt du, was der Strauß für eine Sehnen hat, nicht? Weißt du,

Daniela: bei den Haxen habe ich nicht.

Willy: Wahrscheinlich Storke.

Daniela: Storke, ja. Und die dürfen wir schön herabschneiden und die werden getrocknet.

Daniela: kriegt auch die Hundebesitzer, werden verkauft das Hundvater.

Willy: Alles jetzt dann hier ab Hof oder habt ihr inzwischen so einen Versammlungslager?

Daniela: Nein, wir machen nichts. Alles am Hof.

Willy: Wir haben jetzt ein bisschen ein Schmerz rausgekriegt, oder?

Daniela: Nein, kein Schmerz, weil wir wollen wir, wir sind jetzt in einer Größe, wie es für uns passt.

Daniela: Für uns passt das jetzt, so wie es jetzt läuft.

Daniela: Für uns passt es und wir wollen nicht größer werden.

Daniela: Weißt du warum? weil wenn das noch größer wird, dann ist es noch mehr und noch

Daniela: mehr und dann schaffen wir das allein nicht mehr.

Daniela: Und ich glaube, wenn das dann so in Stress ausartet, dann macht es auch kein...

Daniela: Aber bockt dich nicht dann irgendwann

Willy: Die Kieger ab? Nein. Du denkst dann, jetzt kann ich das noch so...

Daniela: Nein, wieso? Ich gehe ja noch immer arbeiten und der Reinhard hat ja noch immer die Skischule.

Willy: Da gehst du noch immer arbeiten?

Daniela: Ja, ja, natürlich. Ja, ich habe nie aufgehört zu arbeiten.

Willy: Du machst immer noch das von technischer Vertrieb?

Daniela: Ja, ich bin drei Tage in der Woche.

Willy: Sanitär? Also man kann, wenn man Straßenfett...

Daniela: Ja, also die Firma, wo ich arbeite, ist der wilderste Umschlagplatz für sämtliche Straßenprodukte.

Sabrina: Ich glaube, das ist jede...

Daniela: Ich habe gerade heute wieder Straßen mitgenommen.

Willy: Straßenverkauf.

Daniela: Arbeitest du morgen, bringst mir bitte was mit.

Willy: Das ist eh klar. Wenn man die Connections hat. Ja. Jetzt sind wir bei den Spezialprodukten

Willy: gewesen. Das heißt, nach und nach hat dieser Vogel, den sie ja...

Willy: Aber habt ihr am Anfang den Vogel einmal kalkuliert und habt gesagt,

Willy: okay, mit so viel Eier und so viel Fleisch, mal den Preis, kommt man das und

Willy: das verdienen? Also so eine Grundkalkulation habt ihr schon gehabt, oder?

Daniela: Ja, aber wir haben uns ja da nicht halten können, weil wir ja nicht gewusst

Daniela: haben, wie viel Eier legt er bei uns wirklich.

Daniela: Weil in Niederösterreich draußen, wo es wärmer ist, legen die ja mehr.

Daniela: In Niederösterreich draußen fangen die im Jänner Fäber zum Eierlängen.

Daniela: Wir freuen uns, wenn wir im März einmal ein haben.

Willy: Okay, jetzt haben wir so viel von diesen Eiern geredet.

Willy: Wie viel Eier legt ein Strauß? Wie oft legt so ein Strauß ein Ei?

Willy: Weil es jeden Tag ein Ei ist bei den Händln, ungefähr.

Willy: Ich wusste, dass das Liedl stimmt. Die legen wirklich jeden.

Willy: Aber das habe ich erst gelernt durch den Podcast. Wie? Acht?

Daniela: Ein braver Heim legt bis zu 30 Eier im Jahr.

Willy: Wir reden jetzt von einer Strauß, Hänne und Strössin.

Daniela: Bis zu 30. Bis zu 30 Eier im Jahr. 30 im Jahr? Also ein bis zwei Eier in der Woche.

Willy: Bei Eich da?

Daniela: Ja, aber nur... In Niederösterreich mehr? In Niederösterreich mehr, ja. Ja, okay.

Daniela: Aber nur, wenn das Wetter schön ist, wenn es warm ist.

Daniela: Es gibt ja dann auch im Sommer oft so, weißt du, wenn es bei uns einmal umschlägt,

Daniela: wenn es ein paar Tage regnet, dann ist es gleich einmal kalt dazu und es merkt

Daniela: sofort, dann legt es weniger.

Daniela: Jetzt hören sie auf. Jetzt zum Beispiel hören sie auf. Jetzt ist es vorbei. Ja, jetzt ist es vorbei.

Willy: Und dann ist Winterboden.

Daniela: Es war jetzt letzte Woche, waren zwei Eier. Zwei Eier haben wir auf den Weg, aber...

Willy: Und das heißt, wenn Sie das einstellen.

Daniela: Also Stallhaltung machen, draus ist ein Fluchttier.

Willy: Ein Fluchttier?

Daniela: Ja, er muss laufen können.

Willy: Also er muss flüchten können.

Daniela: Die Flucht ist notwendig.

Sabrina: Jetzt muss man sich vorstellen, wir haben im Winter Schnee da.

Sabrina: Such einmal ein Ei im Schnee.

Daniela: Gratuliere.

Sabrina: Die wissen ja genau, wenn es weiß wird.

Willy: Du hast vorher gesagt, sie sind blöd. Ich habe immer gemerkt. Was jetzt?

Daniela: Wir finden die Eier im Schnee einfach nicht rum. haben wir gesagt,

Daniela: im Winter sollen sie nichts lenken.

Willy: Also bis zu 30 Eier im Jahr.

Willy: Wie viel Gewicht hat so ein Ei? Im Vergleich zum Hühnerei kannst du sicher den vergleichen, oder?

Daniela: Wir haben, also du musst sagen, ein Straußenei sind 24 Hühnerei.

Willy: 24 Hühnerei.

Daniela: Und der Schnitt ist so 1,50 kg herum. Also das schwerste Ei,

Daniela: was wir gehabt haben, war 1,90 kg. Ja?

Willy: 1,90 kg.

Daniela: 1,90 kg war das schwerste Ei. Also wenn man jetzt ein Ei, es ist am Anfang,

Daniela: wenn sie anfangen zu legen, sind sie relativ klein und dann werden sie gräser.

Daniela: Also ein Kilo 50, ein Kilo 60, ein Kilo 70, so herum.

Willy: Also sie wachsen mit dem Strauß auch mit ein bisschen.

Daniela: Ja, es ist jetzt, was dir jetzt, ein Ei ist anders.

Willy: Vor allem ist es bei den Hennen wahrscheinlich auch so.

Daniela: Und es ist auch von der Struktur her bei den Eiern. Das heißt,

Daniela: die Farbe und die Struktur von den Eiern sind auch verschieden.

Daniela: Und wenn du jetzt zum Beispiel die Hennen markieren darfst, dann kann es genau

Daniela: sagen, okay, das Ei hat die Hennen gelegt.

Daniela: Weil es legt immer jede Henne das gleiche Ei.

Daniela: Ist ein bisschen kompliziert,

Willy: Gell? Nein, ist nicht kompliziert. Ich überlege jetzt gerade,

Willy: ob das bei den Händlern auch so ist, nur weil die Eier so groß ist,

Willy: falls bei denen mehr aussieht, oder mehr.

Willy: Ob das bei den Händlern vielleicht eh.

Willy: Aber das ist eine Forschungsfrage, das kann man dann in der Diplomarbeit drüber machen.

Willy: Also, 24 Händleier, mal aufgerechnet, mal 30 im Jahr.

Willy: Ein bisschen mehr wie Händleier, sozusagen. sagen.

Daniela: Ja, und wir verkaufen die Eier ja noch Gewicht, weil zuerst haben wir es noch

Daniela: Stück Preis gehabt und dann haben wir gesagt, naja, eigentlich ist es ungerecht.

Willy: Die einen kriegen die Gressen.

Daniela: Die anderen die Chana. Genau so ist es.

Willy: Wie mit dem Kürbis.

Daniela: Genau. Nein, wir haben gesagt, wir sind gerecht. Bei uns werden die Eier abmogen.

Willy: Sie haben sich für die Gerechtigkeit entschieden.

Daniela: Genau so ist es. Und es ist, wie gesagt, weich gekocht.

Daniela: Ja, du kannst ein Straußenei weich kochen, ja.

Willy: Ja.

Daniela: 60 Minuten.

Willy: 60 Minuten?

Daniela: Ja, und hart gekocht 90 Minuten. Geil.

Sabrina: Ich würde es nicht probieren.

Willy: Die Frage ist, kochen ist kein Problem. Die Frage ist, wir haben das einmal

Willy: gemacht und es gibt sogar noch Videos.

Willy: Liebe Bianca, du warst doch, ist auch immer dabei. Bianca hat das Eichhäuten,

Willy: der Christian am Bergerhof gepflegt.

Daniela: Das haben wir gesehen. Das haben wir gesehen? Ja, und wir haben gesagt,

Daniela: vielleicht sieht man einem unseren Bohrer auf, übrigens.

Willy: Aber ich will sagen, dieses Ei ist verdammt schwer zu knacken.

Willy: Wie mache ich denn das? Wenn du sagst, weichgekocht, das sagt man nur,

Willy: wer kocht da auf Straßen? Aber tut man das?

Daniela: Ja, tun sie schon. Wie kann ich das denn aus? Mit der Flex. Du schneidest mit der Flex.

Willy: Also doch, wirklich mit der Flex. Ja, mit der Flex. Das war das Richtige.

Sabrina: Ja, komm an, meißen.

Daniela: Du kannst es auch mit dem Spitzhammer, aber es ist halt schade,

Daniela: weil du das Ei dann so beschädigst. Weil die Leute wollen ja die leeren Eier

Daniela: auch noch haben. Ich denke jetzt einmal,

Willy: Bei der Weiterführende, Lampenschirme, weil ich gerade auf die Lampen aufhöre,

Willy: aber ich kann ja in dem Fall aber trotzdem.

Willy: Du kannst ja unglaublich viel mit diesen Eierscheinen machen. Dekomäßig.

Daniela: Und wir verkaufen auch ganz viel Eier, nur die lernen Eier als Deko.

Daniela: Also Ostern. Ostern ist das beste Geschäft.

Daniela: Wirklich? Die lernen Straußeneier kaufen, ja. Die lernen Straußeneier als Seekochen.

Sabrina: Sowjetentechnik.

Willy: Haben die Eier irgendwie jetzt vom Kulinarischen, wenn ich ein Hühnerei kenne

Willy: und ich ein Straußenei gegessen habe, kein Unterschied?

Daniela: Ich kann es dir jetzt nur sagen, aus unserer Erfahrung, die Leute da eine Eierspeise

Daniela: essen, die sagen, das Straußenei ist viel besser, viel besser.

Willy: Das ist auch der Vertrieb.

Daniela: Also ich persönlich finde jetzt geschmacklich nicht wirklich einen Unterschied.

Willy: Irgendwelche anderen Backeigenschaften oder sonst was?

Daniela: Es ist so, wenn du das Straußenei öffnest, dann habe ich, weißt du,

Daniela: ich habe jetzt nicht Eierlok, sondern ich habe immer ein offenes Ei im Kühlschrank.

Willy: Und immer ein offenes Ei. Ein offenes Ei, ja.

Daniela: Also ich habe halt 24 Eier aufgeschlagen, so wie im Kühlschrank.

Daniela: Und dann tue ich das immer verquirlen.

Willy: Das wollte ich gerade fragen.

Daniela: Zum Kochen und zum Backen, für alles eigentlich. Das heißt, ich muss das Ei

Daniela: jetzt nicht zur Pfurt verbrauchen, sondern wenn ich das in der Schießen tue

Daniela: und den Deckel drauf tue, halte das zwei, drei Wochen offen im Kühlschrank. Da passiert gar nichts.

Willy: Der Deckel auf Seite tut was auf. Und du brauchst so ein Straußeneinfach im Kühlschrank.

Willy: Und das machst du dann auch mit der Flex? Man braucht halt ein Flex,

Willy: wenn man das machen will.

Daniela: Nein, wir bohren es auf. Wir bohren es auf mit der Bohrmaschine.

Daniela: Und dann werden wir das ausblasen. Das kommt in eine Schüssel.

Daniela: Und ich habe immer so ein offenes Straußenein im Kühlschrank.

Daniela: Und das nehme ich halt her zum Bohren und zum Kochen. Sehr geil.

Daniela: Oder wenn jemand daheim ist und da rein hat er schnelles Essen gebraucht, macht das ja auch Spaß.

Willy: Kennst du ja noch Eierspeis essen?

Daniela: Ja, können wir schon. Naja, Eierspeis essen, ja, wir können wir schon.

Willy: Aber irgendwann hat man doch wahrscheinlich einen Schnauze voll.

Willy: Nein, das passt. Kennst du das noch? Das geht mir.

Daniela: Und es ist ja eigentlich ein bisschen bekömmlicher, es hat weniger Cholesterin. Wie ein Hühner.

Willy: Okay, also ernährungsphysiologisch.

Daniela: Ja, genau.

Willy: Okay, okay. Gut, Ei. Das heißt, bei 50...

Daniela: Wir haben ja nicht 50 Legehennen. Wir haben ja zwei Zuchtgruppen.

Daniela: Und diese Zuchtgruppen sind rein für die Eierproduktion zuständig,

Daniela: weil alle anderen sind Jungtiere, sind praktisch Schlachttiere, die wir schlachten.

Willy: Also das sind nicht die gleichen?

Daniela: Wir haben für die Eierproduktion eigene Gruppen. Ah, jetzt?

Willy: Die Eiergruppe?

Daniela: Da haben wir den Hahn dabei, der Hahn, der die ehrenvolle Aufgabe hat,

Daniela: die Hennen zu beglücken, damit wir auch befruchtete Eier haben.

Daniela: Weil es gibt ja Straußenbauern, die haben keinen Hahn dabei,

Daniela: weil es ja nur einfach zu gefährlich ist.

Daniela: Die haben zwar die Hennen, die legen die Eier nicht, aber die haben keinen Hahn

Daniela: dabei. Aber wir brüten ja teilweise die Eier auch selbst aus.

Willy: Kann man das irgendwie feststellen? Wie stellt man fest, ob eine Eier befruchtet

Willy: ist oder nicht? Durchleuchten. Durchleuchten.

Daniela: Starke durchleuchten. Das heißt, der Reinhard ist dann immer ganz,

Daniela: der schaut dann immer, weißt du, wenn der Home schön fleißig ist,

Daniela: die Eier werden dann gleich einmal wegkrampen und wenn wir dann genug benannt

Daniela: haben, dann kommen die in einen Brutschrank.

Daniela: Da kommen die ja Wochen rein und nach einer Woche wird jedes Ei durchleuchtet,

Daniela: weil da kannst du dann sehen, was ist befruchtet und was.

Willy: Wie wird es durchleuchtet?

Daniela: Mit einem UV-Licht.

Willy: Und da siehst du selber, hast du dann auch vergrößert?

Daniela: Nein, nein, da muss es finster sein, da muss es ganz finster sein.

Daniela: Und Reinhard hat sich da so ein eigenes Gestell gebaut und da leuchtet er rein

Daniela: und dann siehst du wahrscheinlich ein Eibefruchtet. Ja, sieht man.

Daniela: Und dann kommen die Unbefruchteten weg, mit denen kann ich noch Eierlika machen.

Daniela: und die Befruchteten werden weiter brotert.

Willy: Zwar genug. Zwar genug, bis später.

Willy: Okay, das heißt Gruppe, nur reine Eierlektruppe mit einem Hau dabei.

Daniela: Wie viel sind das? Die sind nur für die Eierproduktion zuständig.

Daniela: Das heißt, auf einen Hau kommen fünf, sechs, sieben Hennen.

Willy: Auf einen Hau, das heißt, und ihr habt einen Hau, das heißt, ihr habt sieben.

Daniela: Wir haben zwei Gruppen gehabt, zwei Gruppen mit zwei Haugen,

Daniela: wobei wir einen Haugen heuer haben müssen wegtun.

Daniela: Das heißt? Wir sind leider verletzt und mit denen haben wir müssen abfahren.

Daniela: Okay. Und jetzt müssen wir schauen, dass wir da einen guten,

Daniela: starken Haugen, jetzt vor die Jungen schon.

Willy: Den holt sich aber wieder als eigene Produktion.

Daniela: Genau, genau.

Sabrina: Aber du kannst ihn erst dazu da eben, wenn er zuchtreif ist.

Daniela: Ja.

Sabrina: Weil sonst, da habe ich sie damit. Ja. Weil die Haugen auch.

Willy: Okay.

Sabrina: Der ist dann ganz...

Willy: Was habt ihr jetzt mit der zweiten Gruppe dann, die, was jetzt kein Haar hat?

Daniela: Nein, die haben wir jetzt zusammen. Wir haben jetzt praktisch die zwei Gruppen

Daniela: zusammen. Da muss ich es überstanden machen. Da ist jetzt nur der eine Haar.

Willy: Da hat jetzt ein bisschen mehr zu tun.

Daniela: Genau, so ist es. Jetzt ist es nicht. Ja, jetzt ist es erwähnt, jetzt ist es ruhiger.

Willy: Ein Faktor, was ich früher auch nicht gewusst habe, ich habe auch nicht wirklich

Willy: drüber nachgedacht, dass die Hähner ja trotzdem ihre Eier lenkt,

Willy: aber auch nicht befruchtet sind.

Daniela: Genau, so ist es.

Willy: Das ist für mich so als Konsumenten, ich sage, ich bin nicht der Hellste,

Willy: ich mache es durch Humor und durch Attraktivität weg, was man natürlich im Radio

Willy: nicht sieht, weil ich das Gesicht habe.

Willy: Aber das habe ich echt nicht gewusst. Das war für mich kein Zusammenhang.

Willy: Es gibt befruchtete Eier, unbefruchtete Eier, die Eier hast du sowieso.

Willy: Aber die Befruchteten, wo sie dann schaut, die kannst du nur mehr unter Anführungszeichen

Willy: für Eierlikör verwenden, oder?

Daniela: Die Unbefruchteten. Die waren ja schon eine Woche im Brotschrank.

Willy: Genau, deswegen kannst du es auch so nicht mehr verwenden.

Daniela: Genau, so ist es, weil das Eiklar nicht mehr gut ist. Aber der Totter ist in

Daniela: Ordnung. Und aus diesem Totter mache ich dann eben auch den Eierliklar.

Willy: Das war das, was ich gemeint habe. Das ist aber dann Wissen von euch wieder,

Willy: was ihr dann aufbaut habt, welche Eier nehme ich aus, welche nicht, oder?

Daniela: Aber das ist jetzt nur in dem Fall, wo wir praktisch brüten.

Daniela: Weil das restliche Jahr ist das dann wurscht, weil da werden die Eier hergenommen,

Daniela: wie wir sie brauchen. Weil wir verkaufen ja ganz viele Eier ab Hof.

Willy: Ja, jetzt ist schon wieder was, was ich nicht verstanden habe.

Willy: Es wird nur in einer gewissen Zeit vom Ohr gebrütet und dann dauert es aus und

Willy: sonst wird einfach kleckt.

Daniela: Und sonst wird kleckt und die Eier werden eingekühlt und verkauft und da verkauft und...

Daniela: Ah, okay. Das ist eben immer so spannend, darum sind wir dann immer froh,

Daniela: wenn das Wetter ein bisschen frierer, ein bisschen wärmer wird,

Daniela: weil dann fangen sie frierer an zum Eierlegen und dann kriegen wir mehr frierer

Daniela: im Brustschrank vor und können wir anfangen zum Brüten.

Willy: Eifig. Okay, also zwei Gruppen, zwei Eiergruppen mit nur noch einem Hohen dabei

Willy: einmal und der Rest geht in die, ist eigentlich Masthähne.

Daniela: Ja, genau, so ist es.

Willy: Masthühner oder Hähne. Ja, so. Straßen. Ah, Hühner sage ich jetzt. Hennen habt ihr es.

Willy: Hennen, oder? Aber nicht Hühner.

Sabrina: Hähne.

Willy: Ich schau gerade immer in den Kopf rein. Okay, und das andere sind quasi die

Willy: Fleischgruppen sozusagen.

Sabrina: Und die Jungen.

Willy: Okay, wie viele sind in der Fleischgruppe? Was habt ihr da?

Daniela: Wie dauert das? Über 20 sind.

Daniela: Ja, sind über 20 sind jetzt, ja, ich glaube 23 sogar.

Daniela: Obwohl, da sind zwei oder drei Hennen dabei, weil die sind umgeschlafen.

Daniela: Da müssen wir jetzt ein bisschen aufpassen.

Willy: Beim letzten Mal waren es ungefähr 20. Ja, ja.

Sabrina: 20 Küken.

Willy: Ja, aber das schlupft. Das Ei braucht, noch einmal für mich zur Erinnerung, braucht wie lange?

Daniela: 42 Tage das Broten.

Willy: Dann schlupft es. Dann wie lange dauert dann, bis wir schlachtreif sind? Mit 1, 1,5 Jahr.

Daniela: Wir schlachten jetzt, die Tiere sind voriges Jahr vom Juni. Die werden jetzt geschlachtet.

Daniela: Mit 1, 1,5 Jahr. Also mit eineinhalb Jahren ist es ziemlich ausgewachsen.

Willy: Schlachtgewicht ist dann?

Daniela: Um circa 120 Kilo.

Willy: 120, also das ganze Tier?

Daniela: Ja, das ganze Tier. Ausbeutet 40. Ja, wenn überhaupt. 30, 35 Kilo hast du Fleisch.

Willy: Kommt drauf an, was...

Daniela: Ja, was ist verwertet? Ja.

Willy: 35 Kilo Fleisch. Gut, aber ihr könnt inzwischen alles andere auch verwerten.

Willy: Also von dem her ist es ja... Es gibt schon Fleisch halt auch.

Daniela: Ja, es reicht. Es ist super.

Willy: Was, was, was, gehen wir geschwinden, was futtern? Was futtert ihr die?

Willy: Ist es ein anderes Futter, also für die Maustähne.

Daniela: Für die Maustähne, Gehen wir geschrottetes Getreide und ein bisschen Erbsen,

Daniela: also eigentlich eh fast so wie ein Pärnerfutter.

Daniela: Das kriegen sie zusätzlich, aber hauptsächlich fressen sie groß.

Daniela: Gras und im Winter kriegen sie heil.

Willy: Die fressen Gras? Also die stehen ja nicht umsonst draußen auf der Weide?

Daniela: Nein.

Willy: Ich glaube, das ist für mich wieder so ein Argument. Das habe ich nicht recherchiert.

Daniela: Die fressen Gras? Ja, natürlich.

Willy: Sind zwar keine Wiederkäuer, aber fressen Gras?

Daniela: Nein, sie fressen Gras und im Winter kriegen sie heil. Also das ist vor die...

Willy: Das ist jetzt eben schräg. Wer frisst denn Gras und ist keine Wiederkäuer?

Willy: Also was mich das jetzt gefragt hat, ist komisch, weil es gibt es nicht, oder?

Sabrina: Das ist lustig, aber die Hörner, die fressen ja auch Gras, Salat und alles.

Sabrina: Und was fressen Hühner noch? Steine.

Daniela: Ja, und die Straußen auch.

Sabrina: Die Straßen fressen auch Steine.

Willy: Ja, aber wenn man so einen Hühnermagen aufmacht, wie heißt das,

Willy: wie nennt man das auf Gescheit, diesen Magen?

Daniela: Gescheit, Muskel? Ein Muskelmagen, ja.

Daniela: Muskelmagen, ja. Ja, genau. Die brauchen ja praktisch die Steine,

Daniela: damit sie die Nahrung zermahlen.

Willy: Genau, und der Muskelmagen, deswegen Muskel, der reibt mit den Steinen, zerreimt das.

Daniela: Genau, der reibt das zusammen und die scheiden auch die Steine wieder aus.

Daniela: Und darum macht er das, wo es halt überbleibt.

Daniela: Aber die Steine sind ja jetzt nicht vertaulich.

Sabrina: Nein, aber die

Daniela: Reiben sie ja durch den Muskel. Und die scheinen sie dann wieder aus und wenn

Daniela: das trocken ist, packen sie die Steine da wieder raus.

Willy: Ah, und die Steine von den Dings sind Fößen?

Daniela: Nein, nein, das ist Kalkstein.

Willy: Wie groß, aber beim Händel ist das ungefähr so eine räubere Faust.

Willy: Nein, weniger. Ganz, ganz klar ist das.

Willy: Wie groß ist so ein, wie stellen wir das beim Strauß vor?

Daniela: Nein, der Strauß frisst so diese Kieselstange groß.

Willy: Nein, nicht die Stahnen, sondern der Magen selber.

Daniela: Nein, der Magen ist relativ groß. Also der ist sicher größer. Also das ist schon.

Willy: Ja, und beim Schlachten, man hat das richtig voller Stahnen dann.

Daniela: Oder? Ja, genau so ist es, ja.

Willy: Das wollen wir nämlich auch. Und da geht das durch und durch das wird das quasi aufgesprägt.

Daniela: Und so weit. Genau so ist es, ja.

Willy: Es ist echt faszinierend.

Daniela: Gell? Es ist wirklich, ja.

Willy: Ich habe das damals auch nicht gewusst und vielleicht ist es jetzt auch für

Willy: Leute, die zureichen, interessant. Das heißt, die fressen Gras,

Willy: sie werden zugefuttert, also Kraftfutter, wenn man so will.

Willy: Kriegen aber alles gleiche, die für die Eier, ich wollte schon sagen,

Willy: die für die Milch, die für die Eier und die fürs Fleisch. Gleiche Futter, gleiche Weiden.

Daniela: Gleiches Ding. Genau, so ist es.

Willy: Passt. Jetzt kommen wir zu dem Tag X.

Willy: Wie funktioniert Straußenschlachtung? Wie werden Strauße geschlachtet?

Willy: Und auf was muss man da schauen? Oder wie ich bei Rinder sage,

Willy: je nachdem, wo ich geschlachtet und wie geschlachtet wird, schaut man,

Willy: dass man möglichst wenig Stress hat.

Willy: Da gibt es unterschiedliche Methoden. Wie macht man das beim Straßen? Wie funktioniert das?

Daniela: Es ist so, das war ja eigentlich auch ein Punkt, wo man gesagt hat,

Daniela: wir machen das da am Hof. Weil...

Daniela: man einen Strauß fast nicht verlohnen kann. Ja, du kennst ihn zwar verlohnen,

Daniela: dann darf er noch reingehen und irgendwo hinführen, das wollen wir aber nicht,

Daniela: weil das nur Stress ist. Erstens für uns und fürs Viech.

Daniela: Das heißt, die nächste Überlegung war das, wir bauen einen Schlachtraum.

Daniela: Ja, und das haben wir dann gemacht.

Daniela: Und das ist jetzt auch, was uns zugutekommen ist, weil du eben gesagt hast, dieses Farmwild.

Daniela: Wir haben so ein bisschen gelockertere Auflagen. Das heißt, Farmwild darfst du im Gehege schießen.

Willy: Ah, eine Schlachtung.

Daniela: Genau, genau so ist es.

Willy: Und das ist da...

Daniela: Stressfrei.

Willy: Ja, da ist eine Riefendiskussion.

Daniela: Die Straußen, also der Reinhardt, die Tiere werden natürlich ausgesucht,

Daniela: die geschlachtet werden. Wir schlachten immer vier auf einmal.

Daniela: Und die kommen dann schon in den Stall ein.

Daniela: Und ich sage, das ist total stressfrei. Also die wissen gar nicht,

Daniela: was ihnen passiert. Die kriegen einen Kopfschuss, werden betäubt ein Herzstich.

Willy: Also Bolzen oder? Genau, also Bolzenschuss.

Daniela: Ja, genau. Herzstich. Tod durch Entbluten. Durch Entbluten.

Willy: Also nicht durch den Bolzenschuss.

Daniela: Das passiert alles im Gehege. Und dann wird das Im Gehege? Im Gehege, ja. Im Unterstand.

Daniela: Und dann fahren wir mit dem Traktor, mit dem Fraundler da rein und dann wird

Daniela: der ausfaxiert. Genau unter uns ist der Schlachtraum und da wird dann der Rest.

Willy: Ich sehe eben gleich im Haus.

Daniela: Ja, genau. Das tun wir doch halt.

Willy: Und das macht sich alles selber?

Daniela: Machen wir es selber. Ja, wir haben einen Fleischhocker dabei.

Daniela: Wir haben einen guten Freund dabei, der ist gelernter Fleischhocker,

Daniela: aber der war ja am Anfang auch fast ein bisschen, der hat gesagt,

Daniela: ja, schon alles geschlagen, aber Straßen nicht.

Daniela: Aber inzwischen läuft das super.

Willy: Ich habe halt dann sogar einen relativ bewanderten Tier jetzt da angerufen und

Willy: gefragt, was kannst du mir nicht du sagen zur Straßen?

Willy: Keine Ahnung, ich habe selber noch nie keine Fragen.

Daniela: Und dann kommt ja da einer in den Schlachtraum, ja.

Daniela: Und dann wird er gerupft. Die Federn werden gerupft, nicht? Das stelle ich mir

Daniela: relativ... Ja, das geht einfach.

Daniela: Das ist eine Arbeit, der Spaß ist in 10 Minuten gar nichts.

Daniela: Wir haben ja da so einen Seilzug, der Vogel wird aufgehängt und dann du hast

Daniela: ihm stehen, rupst ihm die Federn raus.

Daniela: Das ist eine Arbeit, zu zweit, zu dritt fahren nicht einmal 10 Minuten. Ist der Knockout.

Daniela: Und dann wird das Leder, praktisch die Haut, die wird schein aufgeschnitten.

Willy: Du müsstest schauen, dass du beim Zupfen das Leder himmacht.

Daniela: Nein, da passiert nichts beim Zupfen, aber eher, weißt du, wenn du es oben schneust.

Daniela: Wenn es ein Brackstisch da ist.

Willy: Also das ist wirklich, aber in Strauß du es nicht halten.

Daniela: Und da musst du eben aufpassen, dass du nicht einschneust ins Leder,

Daniela: weil das ist Wertminderung.

Daniela: Wir haben einige Lächeln im Leder, das da.

Willy: Und wie hast du das gelernt? Weil ich kenne einen Bauern, der ist ein iPhone,

Willy: der hat das über YouTube damals gelernt, wie er das mit der Scheu mit der Sau macht.

Daniela: Auch learning by doing. Wir haben ja zuerst einmal gemeint, wir wollten uns

Daniela: selber einladen, in Niederösterreich, bei unserem Partnerbetrieb,

Daniela: haben wir uns gedacht, da fahren wir raus hier, schauen wir uns einmal an, wie das geht.

Daniela: Aber der Reinhard hat das dann mit deinem Telefonisch, also der hat ihm das

Daniela: Telefonisch und dann probiert er es einmal und fertig.

Daniela: Und dann haben wir aber einen gehabt, der war in Kärnten drin und der hat Strauß den Kopf selber.

Daniela: Und dann haben wir ihn rausgeholt und der hat uns das dann eigentlich gezeigt.

Daniela: Ja, und dann ist das, ja, ist auch so, weißt du, du lernst, weißt du,

Daniela: nach jedem, am Anfang war es so sehr mühsam, aber jetzt läuft das super,

Daniela: muss ich sagen, es ist überhaupt kein Stress mehr.

Willy: Aber ist es schlau?

Daniela: Das Fleisch wird dann auch beschaut, das heißt, weil wir verkaufen ja das Frischfleisch,

Daniela: das heißt, der kommt, ja, Schlachtung wird angemeldet, dann kommt der ja auf

Daniela: Nacht, schaut die Arane an, schaut das Fleisch an und dann Stempel drauf und fertig.

Willy: Kann ich mir jetzt, ich meine, das ist jetzt vielleicht eine dumme Frage,

Willy: aber hin und wieder kriegt man auf dumme Fragen überraschende Antworten.

Willy: Muss ich mir einen Strauß jetzt vorstellen von den Innereien und von der Aufbau

Willy: wie ein Händel, nur ein Grässer oder ist der ein bisschen anders aufgebaut?

Daniela: Er ist schon ein bisschen anders aufgebaut, weil er ja, ich sage jetzt einmal,

Daniela: vom Brustkorb her und so, ist der ja ein bisschen anders gebaut.

Daniela: Und die Leute, das war immer so lieb, weil die Leute haben gesagt,

Daniela: sie wollen ein Brustfleisch. Und dann sagt der Strauß, hat kein Brustfleisch.

Willy: Eben, das war ja Haxeln, Brüsteln.

Daniela: Genau, er hat die schönen Fleischstücke am Rücken.

Daniela: Hat er am Rücken.

Willy: Also doch, keine blöde Frage.

Daniela: Ja, er hat die am Rücken, ja. Weil das ist mir so für die Händeln,

Daniela: oder Keulen zum Beispiel, nicht Hühnerkeule.

Daniela: Kannst du beim Strauß nicht nehmen, weil da sind die ganzen Sehnen und das,

Daniela: was überbleibt, diese Fleischfetzen nimmst du halt dann für Gulasch und für Würst.

Daniela: Das ist ganz anders aufgebaut. Das ist eigentlich anders aufgebaut.

Willy: Welche Fleischställe, also es ist jetzt nicht eine Brüstungbitte und eine Haxel oder eine Flügelung?

Daniela: Ja, er hat das Filet, Das Filet ist ja Wurst, der Lungenbraten.

Daniela: Das heißt, das Schrausenseek ist tatsächlich ein Steak?

Daniela: Ja, genau. Es ist das Filet. Dann gibt es das Funfilet. Das Funfilet hat ein... Funfilet.

Daniela: Das ist ein dreieckiger Fleischteil. Das ist ein dreieckiger Fetzen.

Willy: Wie schreibt man das?

Daniela: Fun. So wie Fun. Spaß.

Willy: Wirklich? Mit U? Ja, Spaßfilet.

Daniela: Ja, Funfilet. Ja, nein. Und das ist so dieses 1A Steakfleisch.

Daniela: Ah, das Funfilet. Also das ist das Funfilet. da schneidest du dann wirklich

Daniela: so diese Steaks aber, da haben wir schon Leute die sagen, ja schon,

Daniela: mit so 4 cm gell Ist man dann ein Medium Ja, das tut es so wie ein Steak wie man es mag.

Willy: Ja, aber Hähnerfleisch normalerweise so.

Daniela: Wenn wir natürlich durchgeworden sind Pass auf, der Strauß ist kein Hähner Nein,

Daniela: es ist Rotfleisch Strauß ist vergleichbar mit Wild Ganz dunkelrot und hat kein

Daniela: Fett und kein Cholesterin

Willy: Also ist es kein Vogel vom Fleisch?

Daniela: Nein, nein. Die Leute glauben immer, es ist Butten oder Händl.

Daniela: In einem Fleisch ist es nicht. Es ist wie ein Wild.

Willy: Aber es ist ein Vogel?

Daniela: Ja, es ist ein Vogel. Ja, natürlich. Es ist der größte Vogel.

Daniela: Der größte Lauffogel. Ja, aber Fleisch ist...

Willy: Also Fleisch dürfen Sie beim Strauß einfach gar nichts, gar nicht an Händl denken?

Daniela: Nein, überhaupt nicht. Absolut nicht. Sondern eher an Wild.

Willy: An Wild denken?

Daniela: Ja.

Willy: Okay, und von den Fleischteilen hat es auch wirklich aus dem...

Daniela: Ja, genau so ist es.

Willy: Das Pfandsteak, hast du gesagt, der Lungenbraten, was haben wir noch?

Daniela: Also, wie gesagt, das Filet, das Pfandfilet, ja. Dann haben wir natürlich diese Bratenstücke, ja.

Daniela: Also das sind so Fleischstücke, wo man dann wirklich so wie einen Rindsbraten oder...

Daniela: Ja, und da sind halt viele kleine Fleischteile, eben durch das,

Daniela: dass er so viel Sehnen hat.

Daniela: Aber das nimmt man dann halt her für Ragout oder Faschiertes oder Gulasch.

Willy: Aber ist es wie beim Rind oder sowas, dass gewisse Sachen eher zum Kochen sind

Willy: und weniger zum Kurzbraten? Oder kannst du beim Strauß...

Daniela: Beim Strauß tust du sowieso nichts kochen. Weniger ist mehr.

Willy: Also alles zum Braten?

Daniela: Strauß ist eine schnelle Küche,

Daniela: wenn es schnell gehen muss, und nicht zu heiß. weil er kein Fett hat.

Willy: Ja, das hast du schon verkauft.

Daniela: Nicht? Ja, genau, das habe ich schon rausgeschnitten. Er hat ja nicht viel Fett,

Daniela: das ist ja alles nichts. Er hat ja fast kein Fett.

Willy: Er hat ja noch ganz wenig Fett.

Daniela: Ja.

Willy: Okay, deswegen, war gut.

Daniela: Ich bin dann immer ganz traurig, wenn es nicht viel Fett ist.

Willy: Ja gut, aber wenn das Angebot knapp ist.

Daniela: Das ist die Anfrage. Aber er hat ja jetzt das Fleisch, das Fleisch ist ja absolut

Daniela: nicht mit Fett überzogen, oder durchzogen, sondern das Fett hat er auch am Rücken.

Daniela: Das ist praktisch unter der Haut.

Daniela: Es kommt mit dem Fleisch, was gar nicht in Berührung ist.

Willy: Und brauche ich da eine Zeit, dass es abhängt? Ja, drei Wochen.

Daniela: Das heißt, der Strauß wird, wenn wir ihn schlachten, dann wird das grob zerteilt.

Daniela: Das heißt, die Fleischstücke werden grob zerteilt, werden vakuumiert und kommen

Daniela: ins Kühlhaus und da reifen die drei Wochen.

Daniela: Und nach den drei Wochen kommen die vom Vakuum raus und dann wird das erst weiterverarbeitet.

Willy: Ah, okay. Also das ist wirklich gedanklich vom Vogel weg.

Daniela: Ja, und wir haben inzwischen ganz viele Stammkunden, die schon wieder hart warten

Daniela: aufs Fleisch, weil wir schlachten ja nur im Winter, weil im Sommer haben wir keine Zeit.

Daniela: Und außerdem mag ich das im Sommer nicht, wenn es so heiß ist,

Daniela: was denn mit dem Fleisch, mit dem Frischfleisch, das ist immer so ein bisschen, ja.

Daniela: Macht sie mir schon alles andere? Ja, das machen wir, aber das ist Winterarbeit,

Daniela: das machen wir ja alles jetzt im Winter.

Willy: Das macht sie alles jetzt?

Daniela: Ja. Jetzt werden wir zuerst einmal unsere Frischfleischkunden beglücken,

Daniela: weil die warten schon wieder hart. und dann werden eben Würstchen produziert,

Daniela: Rowschenken, Rowschenken wird auch im Winter super.

Willy: Macht aber alles der Metzger in dem Feuer?

Daniela: Nein, das ist teils, teils. Wir machen viel selber. Also alles,

Daniela: was wir selber machen, machen wir selber.

Willy: Wie funktioniert der, jetzt frage ich dich einmal, wie funktioniert der Vertrieb?

Willy: Wo verkauft sie das?

Sabrina: Mundpropaganda.

Willy: Hat sie ausverkauft, wann habt ihr kein Nachfrageproblem?

Sabrina: Nein, also ganz im Gegenteil. Am Anfang haben wir sogar gedacht,

Sabrina: als Junge träumst du ein bisschen von, ja, da beliefern wir das Großtaus und

Sabrina: da gibt es dann Straußenwochen und das wird geil.

Sabrina: Aber das geht nicht, weil einfach, wenn die Mama das ausschreibt,

Sabrina: es gibt Frischfleisch, ist das innerhalb von ein paar Tagen ausverkauft.

Sabrina: Und das ist ja so, ich habe in Graz gearbeitet, jetzt arbeite ich auf der Stuhlzeit

Sabrina: und die fragen jetzt schon alle, gibt es Straßenfleisch, meine Schwester nimmt

Sabrina: es Fleisch und die Firma, die Mama nimmt es mit.

Willy: In die Firma, das hätte der Umgang geplant.

Sabrina: Die nimmt es mit.

Willy: Ich nehme auch was mit.

Sabrina: Also es ist immer, wir haben Stammkunden, Stammgäste, die schon jahrelang das

Sabrina: beziehen bei uns und das läuft einfach.

Daniela: Und dann natürlich auch durch die Jausenstation, die Leute, die da im Sommer

Daniela: herkommen, die wollen dann auch immer, sagen sie, wenn es gibt es Frischfleisch.

Willy: Da kannst du nicht nichts haben. Das wäre ja auch nicht.

Daniela: Ja, aber was ich dort sage, dann schreiben wir wirklich immer die Adressen und

Daniela: die Telefonnummern auf und dann sagen wir, okay, wir mögen uns,

Daniela: wenn wir schlachten, dann werden die angeschrieben und die meisten kommen.

Willy: Also ich habe keine Vertriebspartner, was ist, irgendwelche Plattformen,

Willy: die das verkaufen oder sonst was.

Daniela: Da sind wir wieder bei den Themen. Da müsste man größer werden.

Daniela: Da müsste man mehr Straßen haben, dann müssen wir mehr schlachten.

Willy: Ich kann eh schon quasi das Zeug aus der Hand. Okay, dann mache ich halt, verdoppel das.

Daniela: Du kannst auch verkaufen. Es muss nicht immer alles geben.

Daniela: Zu jeder Zeit.

Willy: Du bist die Tante ja alles.

Daniela: Nein, es ist so.

Willy: Oder ein wenig zu wenig.

Daniela: Weil ich denke, die Leute müssen nicht immer alles sofort kriegen.

Daniela: Und wenn es aus ist, ist es aus.

Willy: Ja, aber es geht nicht um, wer verdient.

Daniela: Für uns passt das so. Also für uns passt das so.

Willy: Ich bleibe auf dem Punkt, weil es eine ungewöhnliche Aussage ist.

Daniela: Für unsere Verhältnisse passt das. Wir verdienen gut. Ja.

Daniela: Wir könnten mehr verdienen, Aber nur wenn wir dann keine Lebensqualität mehr

Daniela: haben und keine Freude mehr haben, dann hilft das Ganze gut nichts.

Willy: Eine Aussage, die man heutzutage, glaube ich, selten hört, wo es viel um Wachstum

Willy: geht und bla bla bla. Wie siehst du das?

Willy: Oder du und deine Schwester? Oder wie sagt das, deine Generation? Und du warst Person.

Sabrina: Ich glaube, es passt wirklich so, wie es ist zurzeit. Weil Mama und Papa schaffen

Sabrina: das einfach, den Hof jetzt so zu managen und geben mir und meiner Schwester

Sabrina: quasi Zeit, um uns Erfahrungen zu sammeln.

Sabrina: Weil irgendwann werden wir daheim, sei es zusammen oder einer von uns oder ich

Sabrina: oder sie, irgendwann wird wer von uns daheim arbeiten.

Sabrina: Und ich denke mir, der Papa hat sich genauso ausgelebt bis zu seinem 30.

Sabrina: Lebensjahr. Natürlich, wir können halt schon neben einsteigen, aber das ist klar.

Willy: Das ist eure Entscheidung jetzt und wenn sie dann sagen, sie möchten verdoppeln,

Willy: wenn sie es übernehmen, ist es eine Entscheidung.

Daniela: Dann ist das eine Entscheidung und dann werden wir auch sagen,

Daniela: okay, wir unterstützen euch, so gut wir können, aber es ist eine Entscheidung.

Willy: Aber es ist jetzt eure Entscheidung.

Daniela: Unsere Entscheidung ist jetzt das, dass wir nicht größer werden,

Daniela: dass das jetzt für uns passt.

Daniela: Aber eins muss ich, was man halt natürlich auch nicht außer Acht lassen darf,

Daniela: das ist das Finanzielle.

Daniela: Ich sage jetzt einmal, wir haben alles, was wir brauchen.

Willy: Kann man nicht immer ein bisschen mehr haben?

Daniela: Nein, aber wir sind finanziell gut da gewesen, das sage ich jetzt einmal.

Willy: Das reicht, das passt schon.

Daniela: Ja, das passt schon.

Willy: Bin zufrieden.

Daniela: Weil es ist ein Unterschied, wenn ich heute einen Hof übernehme mit einem Haufen

Daniela: Schulen oder weiß ich nicht, wenn ich weiß nicht, was für einen Stall herbaue.

Daniela: Natürlich, dann sage ich, okay, ich brauche das Geld. Ja, ja.

Daniela: Ich meine, wir brauchen das Geld auch, aber jetzt nicht so diese Maße.

Daniela: Und du musst dir sagen, wir haben ja da auch einen Haufen investiert.

Daniela: Ich meine, das hat ja auch alles Geld gekostet.

Willy: Und vor zwei Jahren ist es mit der Kirche. Es ist ja nicht so,

Willy: dass es langsam veratmet, sondern wir sind ja gerade in der Erholphase.

Willy: Genau so ist es. Nach dem letzten großen Schritt eigentlich.

Willy: Ich frage den fünf Jahren noch einmal. Was ist denn, wo sagt ihr denn den Hof

Willy: in fünf Jahren? Also wo geht es denn jetzt?

Willy: War das, was ihr gemacht habt, auch so ein bisschen so eine Reaktion?

Willy: Jetzt schaue ich so ein bisschen die Metaperspektive auf die Landwirtschaft,

Willy: weil es ist ja gerade, ich habe es letztens ausgerechnet, weil es immer heißt,

Willy: es sind noch 101.000 Betriebe oder sowas.

Willy: Es gibt inzwischen nicht unter 100.000. Das erste Mal Ende 2023, 22.

Willy: August 2023 dürfte der 100.000 den Betrieb zugesperrt haben oder sowas.

Willy: Das ist ja mal ausgerechnet.

Willy: Die Betriebe werden immer weniger. Es ist ein Strukturwandel in der Landwirtschaft drinnen.

Willy: Ist das eine Antwort auch von euch gewesen?

Willy: Wenn ich in die Zukunft schaue, ich merke, die Landwirtschaft verändert sich.

Willy: Wir müssen uns ein bisschen anders aufstellen, weil mit einem Müffelbetrieb,

Willy: mit der ist irgendwann vorbei.

Willy: Habt ihr das bewusst gemacht?

Daniela: Ja, schon. Das war sicher eine Entscheidung, dass wir einen Zusatz,

Daniela: ein zweites Standbein aufstellen. Weil wir einfach mit der Milchwirtschaft keine Zukunft gesehen haben.

Sabrina: Weil wir auch gesehen haben, bei den Straußen hat es sich halt schneller auserkristallisiert,

Sabrina: dass es wirklich was trinkt. Da ist was da.

Sabrina: Und die Milch hier war halt irgendwann einfach Bio war damals nicht mehr möglich.

Sabrina: Weil wir ja die Straußen dann auch biologisch füttern hätten sollen.

Daniela: Ja.

Willy: Das habe ich noch mal gehabt, also es ist nicht Bio.

Daniela: Ja, nein.

Sabrina: Die haben uns ja dann...

Daniela: Es hat... Oder auch gefressen.

Sabrina: Wir haben ja noch nichts von den Strauß gehabt damals. Und dann haben wir umgestellt auf konventionell.

Sabrina: Und dann, ja, wie die Mama schon gesagt hat, das hat immer irgendwer steuern müssen.

Sabrina: Der war halt dann weg und hat nicht in der Hausenstation gearbeitet.

Willy: Ich muss gerade lachen, weil ich gesagt habe, unkonventionelle,

Willy: weil mir welche gefragt haben, weil sie auch nicht Bio sind.

Willy: Aber ich habe gesagt, sie sind unkonventionell. Ach so.

Daniela: Ja, aber wir bewirtschaften haben viele

Willy: Grüße nach Varnberg.

Daniela: Trotzdem, wir bewirtschaften eigentlich trotzdem biologisch.

Daniela: Aber es hat sich halt dann mit den Straußen gemeinsam Probleme gehabt. Es hat sich einfach...

Willy: Aber gab es eine Biozertifizierung der Straußen oder scheitert es da quasi schon

Willy: wieder an der Verfügbarkeit von einer Norm oder sonst?

Daniela: Ja, das ist ein bisschen Spaß. Also ich wüsste es jetzt auch nicht mehr.

Daniela: Aber wir haben uns jetzt auch über das keinen Kopf mehr gemacht. so oder so.

Sabrina: Es kommt ja immer,

Willy: Ich finde, interessiert die Kunden überhaupt?

Sabrina: Es ist uns scheißegal, ob der Bier ansteht oder nicht, wenn ich den Bauern kenne

Sabrina: und ich weiß, wie er es macht.

Willy: Deswegen wollte ich gerade fragen, ob es den Kunden... Wer sind eure Kunden?

Willy: Beschreibe mal so, Personas heißt das jetzt, wir machen jetzt ein bis zwei Personas.

Willy: Wer sind eure Kunden, die typischen? Eine Persona, du und du. Jetzt warte.

Sabrina: Durchschnittsmurau.

Willy: Durchschnittsmurau, okay.

Sabrina: Gern was Neues probiert und sich in die Schiene so verliebt hat,

Sabrina: dass er sich jetzt mal gefreut, wenn es frisches Fleisch gibt.

Willy: Und die Kaufgraf ist da?

Sabrina: Ja. Und er kauft aber dann geil, voll geil sein.

Willy: Okay, also, weil die haben einen gefriert rufen noch, oder können einen ein

Willy: bisschen auf Vorrat kaufen wahrscheinlich, oder? Braucht man,

Willy: wenn man Fleisch kaufen will, gescheit.

Willy: Also regional, ein bisschen kaufkräftig. Ja, und wenn der halt zu Wien herkommt und da Urlaub gemacht.

Sabrina: Ist das ja für den trotzdem was scheinbar, wenn er von dir was mitnehmen kann.

Willy: Das ist wieder eine andere Gruppe, aber das ist so eine Leute,

Willy: die was einfach bewusst in der Region einkaufen hat.

Willy: Die was da drinnen an Werther sehen.

Daniela: Oder? Wir haben einen Stammkunden, der ist in der Schweiz. Die haben am Kreisberg ein Ferienhaus.

Daniela: Die melden sich regelmäßig. Der bestellt nicht einen Steck, der bestellt 30 Stecks.

Willy: Ja, der ist auch nicht so oft da.

Daniela: Nein, der nimmt das in die Schweiz mit. Der nimmt das, der sagt früher, der sei.

Daniela: Und wenn ich komme, dann komme ich mit der großen Kühtasche und hole das.

Daniela: Und dann komme ich wieder ein halbes Jahr aus.

Willy: Das liegt so ein bisschen auf der Tourismusroute, wenn man so will,

Willy: Richtung Greisberg oder sowas.

Daniela: Ja, ja. Obwohl es ist dann, wenn Frischfleisch ist, wir haben,

Daniela: wie gesagt, ich sage jetzt einmal 70 Prozent Stammkunden, ja,

Daniela: die wirklich schon warten drauf.

Willy: Aber die meisten sind von da wirklich?

Daniela: Ja, schon. Ja, es sind ein paar Kärntner und dann vom Mutterlauf herkommen einige, weil in St.

Daniela: Marien bei Knittelfeld hat es einen gegeben, In Margretten hat es ihn gegeben.

Daniela: Der hat auch Straußenfleisch verkauft und der hat aufgehört und da haben wir

Daniela: jetzt ein paar Leute, die da aufgekommen.

Willy: Die Straußen, die Süchtigen auf der Straußen, die sind jetzt quasi alle zu euch.

Daniela: Ich sage jetzt einmal, eher so die Leute, die Wert legen auf gute Qualität und

Daniela: die sich auch gesund ernähren wollen. Das ist das Nächste.

Daniela: Wir haben eine Hausärztin, die sagt zu den Leuten, wenn sie Zahn- und Cholesterin

Daniela: haben, geht es zum Wallen und kauft sie Straußenfleisch, das dürft sie essen.

Willy: Das geht dann?

Daniela: Ja.

Willy: Gesund. Also ich belegt dann alles. Gesund, ja. Okay. Okay, spannend.

Willy: Also das heißt, ihr könnt jetzt eigentlich noch so viel mehr verkaufen.

Willy: Ihr habt es meist in der Region. Also sozusagen, okay, kein mehr aus.

Willy: Noch einmal zurück zu dem, was ich vorher sagen wollte. Das ist das,

Willy: was ich nämlich irgendwo am wichtigsten finde, oder am wichtigsten,

Willy: sehr, sehr wichtig finde, und das wollen mich auch viele Leute fragen,

Willy: mit diesem Strukturwandel in der Landwirtschaft. Ist das ein Modell, was ihr da habt?

Willy: Und das wird wahrscheinlich in der Zukunft viel betreffen. ist mich auch schon viel gefragt worden.

Willy: Was braucht ein Betrieb in Österreich mit dem, was jetzt so daherkommt,

Willy: mit der Struktur, das müsst ihr beurteilen, was ihr da seht am Wandel.

Willy: Was muss so ein kleiner, klar strukturierter Betrieb machen,

Willy: damit es mal in 10, 20 Jahren auch gibt?

Sabrina: Mut zur Veränderung.

Daniela: Auf jeden Fall, ja.

Sabrina: Es gibt ja so viel Spaten schon, was du probieren kannst. Aber was ist ein kleiner

Sabrina: Betrieb für die 12 Mütter?

Willy: Ich sage jetzt mal, Die gibt den Begriff der kleinstrukturierten Landwirtschaft.

Willy: Ich sage ja und habe ein anderes Büdchen im Schädel, aber ihr seid aus dem Fach,

Willy: ich könnte es damit mehr anfangen. Ich schätze, wenn ich jetzt etwas sage, ist es sicher falsch.

Willy: Aber natürlich, was ihr gesagt habt, 20 Möchchen.

Willy: Ist kein Feuerwerbsbetrieb oder sowas?

Daniela: Naja, weißt du was? Für mich ist es einfach das, wo ich mir denke,

Daniela: das sind kleine Betriebe, die einfach die Möglichkeiten nicht haben.

Daniela: Das heißt, das hilft nichts, der kann nicht 20 Kiefer einstellen,

Daniela: wenn er im Stall nur für 10 Platz hat und wenn er die Flächen nicht hat.

Daniela: Das heißt, wenn er keinen gescheiten Auslauf hat, wenn er zwei nicht heil hat,

Daniela: wenn er alles zukaufen muss.

Daniela: Und dann denke ich mir, da gibt es so kleine Betriebe, die sind ein

Daniela: Die arbeiten, die tun, die machen und die müssen aber arbeiten gehen,

Daniela: damit sie den Betrieb erhalten.

Willy: Ja.

Daniela: Ja, das ist ja für mich eigentlich, und ich finde halt einfach,

Daniela: solche Betriebe gehören ein bisschen mehr gefördert.

Daniela: Weißt du, jetzt nicht auf die Masse, sondern wirklich die, die,

Daniela: die sich was antun, die, die das weiter bewirtschaften, die,

Daniela: weiß ich nicht, die räumen an und, und.

Daniela: Weil ich denke mir, die großen Betriebe mit den ebenen Flecken,

Daniela: die fahren da mit dem Traktor, die sitzen nicht einmal mehr oben,

Daniela: oder? dem Masse über Masse.

Daniela: Ich meine, der hat, weiß ich nicht, 80 Kür, hat einen Melchroboter,

Daniela: braucht nicht einmal mehr einiger in den Stall, oder?

Daniela: Das ist, das... Ja, aber nur, ich meine, was tust du wirklich mit solchen Betrieben,

Daniela: die mit diesen Kleinstrukturen reden?

Daniela: Es ist, die sind nicht so...

Willy: Was wart ihr für Betriebe? Ihr wart ja selber kein großer Betrieb,

Willy: oder? Ihr habt Flächen, ihr habt auch rotierte Flächen, glaube ich,

Willy: ihr könnt es direkt austreiben.

Daniela: Ja, wir haben alles im Hofbereich.

Willy: Barodiert hast du direkt quasi, ihr müsst nicht über die Straße und dann wegfahren,

Willy: was ein Riesenvorteil ist natürlich.

Daniela: Ja, natürlich.

Willy: Aber es trifft halt jeden Betrieb irgendein anderes Ding und die provokante

Willy: Frage im Kern ist, braucht es diese kleinen Betriebe überhaupt?

Daniela: Viel schon, natürlich. Das ist bewusst provokant formuliert,

Daniela: das sagst du dazu. Ja, das ist unsere ganze Kulturlandschaft.

Sabrina: Der große Bauer wird die Alme nicht pflegen.

Daniela: Weil er keine Zeit nicht hat. Oder weil er nicht will.

Sabrina: Der treibt sich sicher.

Willy: Ja, aber was tut der Kleine dann?

Willy: Fördern ist das eine. Wir geben ihm so viel Geld, dass er das weiter tut,

Willy: dass er bleibt, dass er es halt ökonomisch oder sowas ist.

Willy: Aber mir hat das ein bisschen inspiriert. Ich habe gesagt, das ist diversifizierend.

Willy: Dann brauchen wir das noch und dann kommen wir drauf, wir brauchen eine Jassenstation.

Willy: Und dann können wir vielleicht noch BV haben.

Sabrina: Vielleicht wird er dann genau sowas machen.

Willy: Probieren.

Sabrina: Nein, probieren, was für seinen Betrieb passt. Erkundigen mit Leitreien, was machen andere.

Willy: Hättet ihr euch ein Scheitern leisten können? Hä? Weil du sagst, probieren.

Willy: Entschuldige, dass ich dazu Dinge... Aber hättet ihr euch ein Scheitern leisten

Willy: können, wenn das nicht aufgekommen wäre?

Daniela: Naja, drum haben ja wir... Dann würden wir noch immer gehen müssen.

Daniela: Das ist es. Wir haben es parallel laufen lassen, weil wir ja nicht gewusst haben, wie es wird.

Sabrina: Die Mama würde vielleicht wieder 40 Stunden arbeiten und Papa wäre im Sommer Ruhlehrer.

Daniela: Genau.

Willy: Ruhlehrer.

Daniela: Nein.

Willy: Geschenkt wirkst das nicht. Es war ein Risiko dabei und du hättest einfach den

Willy: sauren Apfel beißen müssen, alle miteinander, wenn das nicht funktioniert hat.

Daniela: Wir sind auch viel belächelt worden. Also es war...

Willy: Was tut man mit dem Belächeln?

Daniela: Weiter. Belächeln, das war... Das gibt einem was. Es ist so. Du musst der Typ sein,

Willy: Der sich von sowas...

Daniela: Ja, genau so ist es. Genau so ist es.

Sabrina: So wie beim Hoffest, wenn es die Leute...

Daniela: Wenn die Leute

Sabrina: Dann draußen sitzen und vielleicht einen Straußenburger auch noch essen und

Sabrina: du denkst dann so, was ihr damals gesagt habt über uns.

Willy: Das ist doch auch so. Oder die Kritiker zu verantworten.

Daniela: Das ist die beste Werbung.

Daniela: Das ist die beste Werbung. Ehrlich. Weil alle, die zuerst da waren und geschaut

Daniela: haben und gesagt haben, nein, jetzt spinnen sie komplett. Ehrlich.

Daniela: Da haben wir uns oft gedacht, naja, jetzt hat er wirklich den Christenvogel.

Willy: Im wahrsten Sinne.

Daniela: So geht immer. Aber das ist dann eigentlich so der schönste Lohn,

Daniela: wenn so wie unser Hoffest, was wir gehabt haben heuer.

Daniela: Also es war irre. Und die Leute waren alle da und auch die ganzen Nachbarn waren da.

Daniela: Und die haben uns wirklich von Herzen gratuliert und gesagt,

Daniela: es ist eigentlich super.

Willy: Aber eine Zeit lang war es die Huschies.

Daniela: Naja, natürlich. Hätten sie sich nicht getan.

Willy: Hat euch das imponiert eigentlich, dir und deine Schwester?

Sabrina: Also das hoffe ich, es hat auf jeden Fall noch ein Schiebrett draufgegeben,

Sabrina: dass es es wert ist, dran zu bleiben. Weil das war schon...

Willy: Da waren wir so emotional.

Daniela: Ja, es war wirklich... Es hat keiner gewusst, wie es wird.

Sabrina: Es war einfach nur da gekommen,

Sabrina: 450 Leute oder 500 Leute zu dir am Hof und feiern mit dir, dass du das machst.

Sabrina: Und wir haben mit 200, 300 Leute gerechnet und haben für 200, 300 Leute Essen gehabt.

Sabrina: Und wir haben uns den ganzen Tag so elegant durchgewurstelt,

Sabrina: dass das keiner gecheckt hat. Wir waren so ein geiles Team.

Sabrina: Das war einfach eine gaure Arbeit.

Daniela: Wirklich gut.

Sabrina: Da haben Freunde gehirfen, da haben die Familie gehirfen, die Tanten sind gekommen

Sabrina: mit den Kuchen und haben sogar Kuchen aufgeschnitten, weil wir zwischendrin

Sabrina: einfach zu wenig Leute waren zu arbeiten.

Daniela: Das war irre. Ja, wir waren eigentlich, wir haben nicht gerechnet damit,

Daniela: muss man jetzt ganz ehrlich sagen.

Daniela: Und das war eigentlich, das ist so der schönste Lohn, dass du weg warst,

Daniela: dass die Entscheidung richtig war.

Daniela: Ich meine, dass die Entscheidung die richtige war, das wissen wir schon weit früher.

Willy: Zu welchem Zeitpunkt hast du das gewusst?

Daniela: Wie die kleinen, die aus der Leid. Ja, ja. Nein, eigentlich dann,

Daniela: das haben wir ja zu Corona-Zeiten gebaut dann, ja, weil da haben wir Zeit gehabt

Daniela: und da waren die Baumaterialien recht günstig und dann haben wir gesagt,

Daniela: dann ist Corona gekommen und haben gesagt, jetzt bauen wir das da aus.

Daniela: Und das war dann schon noch einmal, wie das dann wirklich fertig war und wie

Daniela: wir nachher da aufgesperrt haben, das war schon, ja.

Willy: Ja, ich war schon.

Daniela: Ja. Und das hat sich keiner was vorstellen können, weißt du?

Daniela: Das hat sich keiner vorstellen können, wie das ausschaut da,

Daniela: nicht? Und es ist auch heute noch, wenn Leute kommen und so, boah,

Sabrina: Der Papa hat alles selber gemacht.

Daniela: Ja, das haben wir wirklich alles selber gemacht.

Willy: Geschickt auch noch?

Daniela: Ja, der Reinheit kann eigentlich alles. Es ist alles selbst gemacht,

Daniela: bis auf die Stühle und die Lampenschirme.

Daniela: Sonst haben wir alles selber gemacht, wir haben das selber tapeziert und alles.

Willy: Kannst du sowas nicht machen?

Daniela: Die Tische sind aus dem eigenen Holz, das ist ein Zirmtisch,

Daniela: den man da hat, alles selber gemacht.

Daniela: Ja, es ist alles selbst gemacht.

Willy: Ich kann es immer nur faszinierend zur Kenntnis nehmen und einfach zu nicken.

Willy: Keine Ahnung, wie sowas geht, aber das Halt, das ist da.

Daniela: Funktioniert als Murp. Und das Altholz da, also das war ja...

Willy: Wir schauen zur Bar hinüber vielleicht und was jetzt das hat.

Daniela: Genau, das ist jetzt das Altholz, und das war ja ursprünglich ein Meier Gasthaus. Und darum heißt es ja...

Daniela: Unser Vulgo-Namen ist ja Wirt am Bichl. Danke.

Willy: Vulgo, ich trottel fünfmal auf, ich bin nie gefragt. Wirt am Bichl. Am Bichl.

Daniela: Bichl, ja genau, so ist es.

Willy: Eine Erhebung in der Landschaft, topografisch, ne? Ja.

Daniela: Und das war ja da diese Römerstraße, ja, die ist da durchgegangen, ja.

Daniela: Und das Wirt am Bichl, da war eine Pferdewechselstation, ja.

Daniela: Und da sind die Leute dann zugekehrt und dann sind sie eben weiter gekreist,

Daniela: nicht, Richtung Salzburg.

Willy: Ja.

Daniela: Und wie in Sankt-Landrecht drinnen die Pest war, ja, da sind die Patris da außer

Daniela: zum Wirt am Bichl und haben sich da verschanzt, ja.

Daniela: Und dann war da in St. Blasen, hat es dann noch ein Gasthaus gegeben,

Daniela: das war das Dofner draußen und das Wirt am Bichl, das war halt einfach größer

Daniela: und schöner und besser, ja.

Daniela: Und wenn halt Hochzeiten und Feste waren, die sind immer da beim Wirt am Bichl abgeholt worden.

Daniela: Und der Wirt draußen, der Dofner, den hat man dann immer einladen müssen, ja.

Daniela: Der hat gratis geessen und gratis getrunken für Dienstentgang war das damals, ja.

Daniela: und dann ist das Gasthaus aber zugesperrt worden und dann haben das,

Daniela: dann haben immer irgendwelche Leute herinnen gewohnt, also es gehen heute oft

Daniela: noch Leute vorbei, die sagen, da bin ich, da habe ich mich gewohnt.

Daniela: Ja, und wir haben ja da unten noch die originale Haustür, vom alten Haus, ja,

Daniela: und wir haben das damals dann weggerissen und das eben neu geherbaut und umso

Daniela: schöner ist es jetzt eigentlich wieder, dass es jetzt eigentlich wieder so zu zu den Wurzeln.

Daniela: Also es war mal ein Gasthaus und jetzt ist es halt eine Jahresstation.

Willy: Ja, schön, dass man sich so einfach was vom alten in den.

Daniela: Neugeln drinnen hat. Und das ist eben so dieses Altholz, ja,

Daniela: das ist noch vom alten Haus.

Willy: Ja, ist ja gut, wenn man Geschichte zu erzählen kann.

Daniela: Ja, nein, es ist schon toll. Überhaupt, die Hoffgeschichte da, ja.

Willy: Ja, wenn man weit in die Vergangenheit schaut, wenn man jetzt weit in die Zukunft

Willy: sagt, wenn du mal alt bist.

Daniela: Ja, ich denke mir das auch bei meiner Schwiegermutter oder beim Reinhard seine

Daniela: Eltern, denke ich mir, wenn die das jetzt mitkriegen, dass da wieder Wirtschaft

Daniela: hieß es nicht, es ist wie der Gasthaus hieß eigentlich nicht.

Willy: Ja, wer weiß, es ist ja wie der Gasthaus im Endeffekt. Hast du Hoffnung?

Willy: Du bist ja dann in der Zukunft vielleicht Bäuerin.

Willy: Oder du und der Schwester oder der Schwester, aber schaust du aus heutiger Sicht

Willy: der Jugend positiv eigentlich in die Zukunft?

Willy: Da beim Betrieb und generell bei der Landwirtschaft jetzt in Österreich. Wie ist denn da so dein.

Daniela: Puh.

Willy: Und das Rügehrlichste.

Sabrina: Harzbrot. Ich glaube,

Sabrina: wir haben da was Gescheites aufgebaut, was einem hilft, dass man selbstständig

Sabrina: bleibt, dass man viel daheim macht, dass man unabhängig ist vom Markt.

Sabrina: Aber ja, die ganzen Sagen, was die Landwirtschaft betreffen,

Sabrina: die Blauzungenkrankheit, die Maul- und Klaun-Suche war ein Thema heute,

Sabrina: das war ja eigentlich, da haben wir sogar diskutiert.

Sabrina: Ich meine, wir haben die Kühe, das sind irgendwo, aber was ist,

Sabrina: wenn wir da jetzt, wir haben ja auch an unsere Kühe denken müssen,

Sabrina: die was wir haben, was ist, wenn da jetzt die Gäste kommen, fünf oberösterreichische

Sabrina: Busse haben heute wegen der Maul- und Klaun-Suche.

Sabrina: Und was das für andere, für Eingüsten heißt.

Daniela: Ja, das war für uns auch eigentlich. Ja, wir.

Sabrina: Und das ist aber jetzt nicht nur uns gegangen, wir haben es leichter weggeschickt als manche andere.

Sabrina: Und alle Sachen, die jetzt reinkommen und daherfliegen, sei es von der EU wieder irgendwas.

Sabrina: Oder so einfach Krankheiten, also wirtschaftliche Schäden, die du halt einfach

Sabrina: nicht aufhalten kannst.

Daniela: Klima.

Sabrina: Trockenheit.

Daniela: Wie ist ein Thema bei uns?

Willy: Ist ein Thema. Wie spürt das hier?

Daniela: Trockenheit. Weniger Futter. Heuer war sehr super.

Daniela: Und darum haben wir auch gesagt, das ist auch, die Straußen brauchen nicht viel.

Daniela: Brauchen wir nicht so viel Heu.

Daniela: Wie die Kühe. Wie die Windviecher. Ja, natürlich. Das ist auch wieder gescheit.

Sabrina: Dann bräunen eine und dann fräsen sie fast den ganzen Winter. Ein Heibäun.

Willy: Aha. Also auch gescheit. Ja. Also du bist positiv jetzt für den Betrieb,

Willy: weil ihr euch gut adaptiert habt, aber sonst ein bisschen gemischt. Skeptisch.

Daniela: Eigentlich ist das Schott. Es ist richtig Schott. Es ist eigentlich Schott,

Daniela: weil eigentlich keiner so, wenn es jetzt mehr Möglichkeiten hier ist,

Daniela: keiner selbstständig arbeitet.

Daniela: Wir sind so viel.

Sabrina: Du musst halt ein Aumtun. Wir sind viel mehr dann, weil die sehen,

Sabrina: was tue ich jetzt auf dem Hof und dann gehe ich meine 40 Stunden in der Woche

Sabrina: arbeiten und kriege es keine Geld.

Sabrina: Landwirtschaft muss gerade einfach wieder attraktiver gemacht werden.

Daniela: Und eine Herzensgeschichte.

Sabrina: Mut zur Veränderung.

Willy: Nicht Landwirtschaft sexy again.

Daniela: Yes.

Willy: Aber was braucht es? Aufruf an ein Ding. Was braucht es?

Willy: Braucht es einfach nur eine andere Einstellung der Konsumenten?

Willy: Braucht es eine andere Förderpolitik?

Willy: Braucht es überhaupt eine andere Sichtweise auf Landwirtschaft seitens der Gesellschaft?

Willy: Was braucht es denn damit dieses, ich weiß nicht, ob es ein negatives Bild ist,

Willy: diese negative Zukunftsprognose oder sowas, damit das ein bisschen positiver wieder wird.

Willy: Ich weiß jetzt nicht, wie negativ das ist, aber was braucht es denn einfach,

Willy: dass aus eurer Sicht das...

Daniela: Einfach wieder mehr Wertschätzung für alle. Vom Konsumenten sage ich jetzt von

Daniela: der Politik her, dass das einfach wertgeschätzt wird, was ein landwirtschaftlicher

Daniela: Betrieb leistet und macht.

Willy: Und warum haben wir das vergessen? Warum haben wir das vergessen?

Daniela: Weil, weil, weil... Weil es natürlich Farceinkauf wird. erstens einmal das.

Daniela: Wir haben ja weit zu viel im

Sabrina: Kühlregal in die Geschäfte, es wird viel zu viel angeboten. Du wirst ja deppert,

Sabrina: du vergisst ja, was ist wichtig,

Daniela: Was ist echt, was ist ein Bauer,

Sabrina: Wo kommen meine Sachen her, heizutocken, lebst so schnell, du kaufst.

Sabrina: Ich war auch in Rollen, wo ich nicht viel Geld gehabt habe, wo ich daheim nicht

Sabrina: fragen wollte oder keine Ahnung was, du kaufst halt auch viel Ligal

Sabrina: in der Wohnung oder wenn ich auf zwei Monate in Katzen und nicht heimgekommen

Sabrina: bin und von der Mama frisches Fleisch mitgekriegt habe, du kaufst,

Sabrina: Dass du halt schaust, dass du um die Runden kommst.

Willy: Ja.

Sabrina: Und einfach das Bewusstsein, das Bewusstwerden, jetzt haut es relativ,

Sabrina: es ist gerade in die... Ja, nein, das darf ich jetzt nicht sagen.

Willy: Was? Einfach so.

Sabrina: Manche bemühen sich wirklich schon im Sinne der Lebensmittelverschwendung.

Willy: Mhm.

Sabrina: Da gibt es Leute, die leisten noch wirklich guten Beitrag.

Willy: Du meinst einfach, dass die Wertschätzung dem Lebensmittel gegenüber das Bewusstsein

Willy: nicht da ist, dass da ein Wert dahintersteht, weil es auch so was selbstständig ist.

Sabrina: Hat es kein Vokado zu einem Kaufen gegeben, wie ein Kind war oder irgendwas,

Daniela: Keine Ahnung. Naja, hat es schon gegeben, aber wir haben es gekauft.

Daniela: Okay, dann wird es schon gegeben. Und das haben wir wieder bei dem Thema.

Daniela: Es muss nicht immer alles geben.

Willy: Und das ist im Prinzip, warum auch nicht mehr sein wird.

Sabrina: Und vielleicht die Aufnahme ein bisschen für die Bauern. weniger Gesetze oder

Sabrina: und einfach die Sogen nicht erschweren und vielleicht auch Hofschlachtungen ermöglichen.

Daniela: Das lädt es die ganze Zeit ums Tierwohl zum Beispiel.

Willy: Ja, genau.

Daniela: Ja, Tierwohl.

Willy: Was ist das aus eurer Sicht?

Daniela: Wenn ich die Werbung sehe, wie das verkauft wird, dann wird es mir schlecht.

Daniela: Dann wird es mir schlecht, muss ich echt sagen. Weil ich denke mir,

Daniela: so wie bei uns, die sind alle draußen, können sich frei bewegen.

Daniela: und dann müssen wir da, weiß ich nicht, dann dürfen wir die Viecher nicht am

Daniela: Hof schlachten, weil dann müssen wir nachher die gestressten Tiere auf den Hänger verführen, oder?

Daniela: Obwohl es daheim die Möglichkeiten hat, und das werden da eigentlich nur in Stau im Weg gelegt.

Sabrina: Und was halt auch so schade ist, eben auch zum Thema zurückgenommen,

Sabrina: dass die viele Betriebe aufhören, viele Betriebe haben nicht die Möglichkeit,

Sabrina: dass sie größer werden, wie die Mama vorhin gesagt hat.

Sabrina: Die haben halt nur Platz für zehn Kühe, sind ein Anbindebetrieb und wohnen vielleicht

Sabrina: mitten in einem Dorf und dann ist es halt nicht so leicht, dass sie die Viecher jeden Tag austreiben.

Sabrina: Denen geht es halt nicht schlechter. Die können nur zum Fressen,

Sabrina: die können eh tagsüber rausgehen, ob die da jetzt in der Nacht einmal hängen

Sabrina: oder wenn es regnet, was das für schon für die Wiesen ist, wenn die Viecher

Sabrina: durchtrampeln, wächst ja auch nichts.

Sabrina: Dann bleiben sie halt einmal, denen geht es ja durch das nicht schlechter.

Sabrina: Die haben eben stark genug Platz zum Liegen.

Sabrina: Und das sind einfach die Sachen, was halt nicht aus den Augen vergessen darfst,

Sabrina: dass das, was wir schon haben, ist ja nicht schlecht.

Sabrina: Aber es gehört halt auch unterstützt, dass wir das weiterhin noch haben.

Sabrina: Und darum ist das auch mit den kleinen strukturierten Betrieben so wichtig.

Willy: Dass die auch bleiben.

Willy: Ich schaue jetzt ein bisschen in Richtung Ende zu jetzt.

Willy: Wenn Sie euch etwas wünschen können, in einer utopischen Welt,

Willy: könnt ihr jetzt irgendwas ändern, quasi an unserem Lebensmittelsystem.

Willy: Was wäre das? Was würdest du ändern? Was würdest du ändern? Was wären das für

Willy: Sachen? Utopische Welte, könnt ihr euch wirklich austoben?

Sabrina: Mehr Bauernmärkte.

Willy: Ach schon. Mehr Bauernmärkte.

Sabrina: Ich weiß, natürlich, ich kenne das jetzt auch ein bisschen.

Sabrina: Bauernmärkte bedeutet viel Arbeit. Aber Bauernmärkte sind so müde, du triffst so leid.

Sabrina: Aber die sind halt echt so blöden Zeiten teilweise, wo ich halt arbeite als Junge.

Sabrina: Junge Leute arbeiten meistens noch. Ja, so irgendwas.

Sabrina: Ich meine, ja, ich weiß, der Bauer arbeitet den Tag nicht einander und da gar

Sabrina: nicht, weil die könnten sich ein bisschen abstimmen und vielleicht

Daniela: Die lange Nacht der Bauernmärkte.

Sabrina: Nein,

Sabrina: ich gehe eh auf Bauernmärkte, darf ich nicht sagen.

Willy: Night Markets.

Sabrina: Aber ich war in Graz eigentlich auch dumm. Tausend Bauernmärkte mit geiles Sagen.

Willy: Die Graz ist wirklich gut versorgt mit Bauernmärkten.

Daniela: Und wenn meine

Sabrina: Arbeitskollegen nicht immer einen Vorgangsalat mitgebracht hätten,

Sabrina: die hätte auch nichts kommen.

Daniela: Und der auch nicht so.

Willy: Ja,

Willy: also Bauernmärkte, Nachtbauernmärkte.

Daniela: Und Einfuhrverbote für gewisse Sachen. Also ich denke mir, es ist egal,

Daniela: die ganzen chemisch hergestellten Lebensmitteln, das brauchen wir alles nicht.

Willy: Also die heimischen Produkte schützen.

Daniela: Wirklich, die heimischen Produkte schützen.

Sabrina: Und auch wenn man mal zu wenig, ja okay, zu wenig, aber Sachen,

Sabrina: die nicht lebensnotwendig sind, wenn die ausgehen, ist nicht so tragisch.

Sabrina: Zum Beispiel, Avocado ist jetzt nicht lebensnotwendig oder der Thunfisch.

Daniela: Wir haben Forellen, wir haben

Sabrina: Alles vom Fisch angefangen.

Daniela: Das sind die Leute. Das sind einfach die Leute, die das wollen.

Daniela: Weil ich meine, wenn es den Markt anbietet, weil wenn es keiner kauft,

Daniela: dann lernen sie es eh weg.

Willy: Da ist immer die große Frage, wer muss, sind es die Leute, die es kaufen?

Daniela: Ich weiß nicht, ich finde, dass es in eine komplett falsche Richtung geht.

Daniela: Wenn wir dann diskutieren müssen, über die vegane Wurst mhm

Willy: Jetzt habe ich eine Frage, ich muss jetzt ganz schön sagen, was kostet ein Straßenfleisch?

Willy: Im Schnitt? Ja, und ein Ei.

Daniela: Wie, ein Ei?

Willy: Ein Ei und ein Fleisch.

Daniela: Ein Straußenei kostet so im Schnitt so zwischen 32, 35 Euro.

Daniela: Ja? Ja? Ja, je nachdem wie schwer.

Daniela: Und beim Fleisch sind wir dann auch so zwischen 38 und 40 Euro. Das Kilopreis.

Willy: Je nachdem.

Daniela: Nein, es gibt keine Mischpakete. Bei uns bestellen die Leute.

Daniela: Keine Mischpakete? Nein, wir machen keine.

Daniela: Bei uns bestellen die Leute. Ja, wir haben die Leute verwöhnt.

Willy: Ihr könnt es nicht mehr verkaufen, die Mischpakete.

Daniela: Bei uns bestellst du zum Beispiel zweimal drei Straßensteaks und dann tue ich

Daniela: da das genauso vakuumieren.

Willy: Das habt ihr so geigt, dass ihr das jetzt am Anfang alle macht.

Willy: Wenn ich das gehört habe, du bleibst halt, es bleibt nichts über.

Willy: Bei uns bleibt nichts lieber.

Daniela: Weil der Strauß hat gerne...

Sabrina: Windvieh machen.

Daniela: Ja.

Sabrina: Oder bei einem sauberen Mischpaket. Eben.

Daniela: Und auch das sind jetzt diese Masse. Das ist diese große Masse auch vom Fleisch.

Daniela: Da musst du dann schauen, dass du alles... Aber beim Strauß habe ich die Masse

Daniela: nicht. Beim Strauß habe ich 30, 35 Kilo.

Willy: Aber mehr Arbeit hast. Das könnt ihr jetzt noch dagegen halten, oder?

Daniela: Aber das tue ich ja gern.

Willy: Da kannst du es wieder entwaffnen.

Daniela: Ja, das ist ja jetzt kein Stress für mich. Weil ich muss ja das Fleisch sowieso

Daniela: in die Hand nehmen und verpacken. ob ich es jetzt gleich so verbauche,

Daniela: wie du es haben willst, oder ob du es wieder aufreißt und neu verbauchst.

Daniela: Du gefreust dich, weil du nimmst die Stöckchen und haust sie in die Gefriertogen.

Daniela: Und so haben wir eigentlich angefangen und das läuft super so.

Sabrina: Ja, vielleicht muss man eh, wenn wir größer werden,

Daniela: Wenn wir 600 raus haben,

Sabrina: Dann schaut die Wirtschaft wieder anders aus.

Daniela: Ja, dann tun wir das nicht mehr. Dann machen wir Mischpakete.

Willy: Ihr seid sehr flexibel. Wir haben es ja schon gehört, man muss situationselastisch

Willy: bleiben, das passt schon. Wenn ich Mercosur sage, sagt sie ja.

Daniela: Wie?

Willy: Mercosur. Das Mercosur-Abkommen, was jetzt in Groß diskutiert wird.

Daniela: Ich kann da, ich will da gar nicht viel dazu sagen.

Willy: Ich kann mir die Antwort ungefähr denken. Ich glaube, das kann man jetzt zwischen

Willy: den Zeilen herauslesen.

Willy: Es geht nur in Richtung, wenn wir da richtig auch was machen,

Willy: dazu ein bisschen schauen, was da kommt. Bei dir?

Willy: Okay.

Willy: Wenn du, das frage ich jetzt, du kannst das auch beantworten,

Willy: du musst dann wirklich noch viel weiter schauen, sagen wir so.

Willy: Wenn du irgendwann eines Tages diesen Welt mal ganz eingültig hinter dir lässt.

Willy: Was soll ich bleiben? Für was wollen sich die Leute erinnern?

Daniela: An was sich die Leute erinnern sollen?

Willy: An die.

Daniela: An mich. An uns, sagen wir so. Nein, an uns. Also wir sind, ich glaube,

Daniela: wir haben Gott sei Dank so eine Gabe, der Reinhard und ich, dass die Leute uns

Daniela: eigentlich relativ schnell und gern mögen, weil sie einfach sagen,

Daniela: wir haben so eine positive Ausstrahlung, wir sind wir so lieb,

Daniela: wir sind wir so innovativ.

Daniela: Innovativ und Ja, und sie sagen halt einfach, es kommt einfach,

Daniela: du spürst einfach das ganze Herbstblut für das Ganze.

Willy: Und das ist das.

Daniela: Was bleiben soll. Das ist einfach, dass man das macht, was man macht,

Daniela: gern macht und mit Herzblut macht und dass man noch die positiven Rückmeldungen kriegt.

Daniela: Dass sich die Leute sagen, okay, da ist es lässig, da gehe ich noch mal hin.

Daniela: Weil die machen das super.

Daniela: Ich kann das unterschreiben,

Sabrina: Weil die offene Art, ich weiß nicht, ob es das blöd ist, aber ich höre das jetzt

Sabrina: gerade beim Jobwechsel immer wieder.

Sabrina: Ich bin unkompliziert, bin offen, ich regle, ich grüße, ich sage bitte und danke.

Willy: Bitte und danke.

Sabrina: Und grüße dich, servus, grüße Gott, pfüße dich, schön war es.

Willy: Schön war es.

Daniela: Und was halt auch ein großer Ding ist. Ja, es ist so schade,

Daniela: es ist so schade, dass der Reinhard nicht alles,

Willy: Weil... Wir machen ein Interview noch zu einem Thema, wir finden ein Thema.

Daniela: Nein, du brauchst kein Thema, nicht für den Reinhard, weil...

Willy: Wir machen einen Hörgericht.

Daniela: Ja, aber wirklich.

Willy: Das ist gut.

Daniela: Weil der ist so geschlagen.

Willy: Gut, dann jetzt zum Schluss, ich könnte noch viel fragen, aber ihr müsst ja

Willy: irgendwie, ich habe übrigens im ganzen Tag gearbeitet, seit 5 in der Framund,

Willy: da ist es halt halb 6, halb 7, was für mich sehr ist wie für euch 5, sage ich nur.

Willy: Das ist mein Kryptonit. Früher Aufstehen ist mein Kryptonit. Macht mich kaputt.

Willy: Gibt es irgendein Schmäh, ein Zitat oder irgendein Sprücherl,

Willy: mit dem ihr mich uns jetzt heimschicken wollt?

Daniela: Heimschicken? Na, du kannst gerne noch da bleiben.

Sabrina: Ja, wir trinken noch einen Eiliker. Eiliker?

Willy: Ah, ja.

Daniela: Nein. Komme als Gast und gehe als Freund. Nein.

Willy: Jetzt musst du noch irgendwas gar schon zeichnen. Du darfst nicht gar so schön

Willy: abgehen, oder? Du, sag, außer! Für die Ewigkeit.

Sabrina: Ja, ein Spruch, ein Zitat,

Sabrina: geht nicht, gibt es nicht.

Sabrina: Und so weiter und so fort. Jetzt weißt du, sonst habe ich immer irgendeinen Schlaß.

Willy: Du hängst jetzt gerade, Dann lassen wir es genüsslich.

Daniela: Pfiat euch. Danke. Pfiat euch. Schön, dass du da warst. Ja, schön,

Daniela: dass du da warst. Ehrlich.

Daniela: Es war eine große Freude. Ja.

Willy: Sagt jetzt, weil die Kamera nur rennt.

Sabrina: Nein, es war. Pfiat mich nicht.

Willy: Pfiat euch. Ciao. Danke.

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