Folge Nr: 211
B2P111 Herr Wolle und die Weltmaschine die Socken strickt
Der Weg vom Schafspelz bis zum Socken
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Über die Folge:
Ja, die letzten 400 Meter von der Bushaltestelle wäre ich fast erfroren. Also die Art von Erfrieren und gefühltem Nahtotzustand, die man als Städter am winterlichen Land so haben kann. Und ja, die Gegend rund um Mariapfarr im Lungau ist schon auch berüchtigt für ihre "Negativrekorde". Es hatte tatsächlich -15 Grad, als ich mich die letzten Meter zum heutigen Podcast-Gast rettete. Dort war ich dann aber safe. Ich war der eiskalten Klaue von Frau Holle entronnen und stand nun mitten im Reich des Herrn Wolle. Und der heißt Franz und ist gerade 50 Jahre alt geworden. Seit 1949 wird an diesem Standort Schafwolle zu Garn und weiter zu vielfältigen Produkten verarbeitet. Mit eigenem Strom und mit Maschinen, die teilweise seit über 100 Jahren im Einsatz sind. Und ja, wenn man vor den raumgroßen Maschinen steht, an, auf und in denen sich alles dreht, muss man fast zwangsläufig an die Gsellmanns Weltmaschine denken. Nur dass bei dieser hinten ein Socken rauskommt. Und beide Besitzer dieser Weltmaschinen hießen bzw. heißen Franz. Ich hab das Gefühl, ich bin da was auf der Spur :) Für den Franz ist es natürlich keine Wundermaschine, denn der weiß, was er tut. Und ja, Wunder liegen meist im Auge des Betrachters. Jo.
Ich war mir das gesamte Gespräch über nicht sicher, ob ich eher in einer Innovationswerkstatt für resiliente Wirtschaftssysteme oder in einem Freilichtmuseum für alte Handwerkskunst bin. Und ganz schlüssig bin ich bis heute nicht. Sein Papa Willi hat 1957 ein eigenes Kleinkraftwerk gebaut, das den Betrieb bis heute energieautark macht. Die Wolle bezieht man inzwischen nur mehr von heimischen Betrieben und in der gesamten Produktion steht kein einziger Computer.
Für mich ist es faszinierend, wie aus den zerzausten Wollflocken, die da am Anfang in einem über 100 Jahre alten Holzkasten liegen, über Arbeitsgänge wie Wolfen, Mischen oder Krempeln am Ende ein Garn rauskommt und der dann noch zum Socken wird. Für alle konstruktiv-ahnungslosen Nicht-Experten jedenfalls eine Folge mit vielen lauernden Aha!-Momenten. Und wieder eine Folge, bei der unweigerlich die volle Bedeutung einer Tätigkeit nur durch den Menschen verstanden werden kann, der sie ausführt. Und das braucht Zeit und die nehmen wir uns auch. Und wenn sich da jetzt wer entsetzt denkt: Das kann man ja nicht auf einmal durchhören, viel zu lang! Dann hörst es halt auf zweimal. Oder dreimal.
Liebe Zuhörerinnen im Podcast und Zuseher auf unserem YouTube-Kanal. Ich wünsch euch jetzt viel Spaß mit Herrn Wolle und seiner sockenstrickenden Weltmaschine. Los geht's.
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Huber Wolle
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Transcript - B2P111 Herr Wolle und die Weltmaschine die Socken strickt
Franz:
[0:00] Ein Bewusstsein kommt da schon langsam rein, in den ganzen Kreislauf, weil wenn du das so siehst, dass das sozusagen um die halbe Welt herumgekarrt wird und billigst, billigst gegratet wird und die Leute, die dort sind, zum Beispiel, sie niemals am Tag einen Handelreis leisten können, dass sie überhaupt überleben.
Franz:
[0:18] Ich habe vielleicht das Glück, weil ich einer von den Orten bin, der das noch so macht und manche Kundschaften sucht. Genau das. Einige sind die, die sagen, Gott sei Dank gibst du dir, dass du das nur so magst, weil sonst gibt es kaum mehr. Von dem Ausland kommt die Wolle so billig rein, dass der Weltmarktpreis ja weit unter dem ist, was ich jetzt mit den 3,50.
Willy:
[0:39] Euro sozusagen Was ist jetzt der Weltmarktpreis?
Franz:
[0:41] Ich habe gesagt, es ist ungefähr bei 2 Euro als Kilo gewaschene Wolle. Das Ganze ist ausgelagert worden in den 80er und 90er Jahren, die ganze Textilindustrie. Die ganzen Lehrberufe, ist alles weg. Das verschwindet nachher und dann kennt sich keiner mehr aus. Im Endeffekt werden wir abhängig gemacht von denen. Wir haben nichts mehr anderes. Und wir können uns aber nirgends mehr selber zum Beispiel ein paar Socken stecken. Ich war gelungen auf, was auch ich, mit drei, vier Jahren schon mit in der Werkstatt gewesen und das alles. Ich habe so schwarze Fingerler gehabt vor den Schrauben und das und das alles.
Willy:
[1:15] Bist du eine Rarität?
Franz:
[1:17] Ja, das kann ich nicht sagen, aber auch möglich ist es vielleicht, ja.
Music:
[1:21] Music
Willy:
[1:29] Bauer to the People, der Podcast für Perspektiven rund um Essen, Menschen und Landwirtschaft. Weil nur durchs Reden kommen die Leute zu.
Music:
[1:38] Music
Willy:
[1:44] Grüß euch. Ja, die letzten 400 Meter von der Bushältestelle, da wäre ich fast erfreuen. Also die Art von Erfrieren und gefüllten NATO-Zustand, die man als Städter am winterlichen Land heute so haben kann. Und ja, die Gegend rund um Maria Pfarr im Lungau, die ist schon auch ein bisschen berüchtigt für ihre Negativrekorde. Und wirklich, es hat minus 15 Grad gehabt, als ich mich die letzten Meter zum heutigen Podcast-Gast gerettet habe. Dort war ich dann aber safe, ich war der eiskalten Klaue von der Frau Holle entronnen und stand nun mitten im Reich des Herrn Wolle. Und dieser Herr Wolle, der heißt Franz und ist gerade 50 Jahre alt geworden.
Willy:
[2:31] Seit 1949 wird an diesem Standort Schafswolle zu Garn und dann weiter zu vielfältigen Produkten verarbeitet. Mit eigenem Strom und mit Maschinen, die teilweise seit über 100 Jahren im Einsatz sind. Und ja, wenn man vor diesen raumgroßen Maschinen steht, an, auf und in denen sich irgendwie alles dreht und bewegt, dann muss man fast zwangsläufig an Gsellmanns Weltmaschine denken. Nur dass bei dieser Weltmaschine hinten ein Socken rauskommt.
Willy:
[3:05] Und beide Besitzer dieser Weltmaschinen, die heißen Franz und ich habe jetzt langsam das Gefühl, ich bin da was Großen auf der Spur. Und für den Franz ist es natürlich keine Weltmaschine und auch keine Wundermaschine, denn der weiß, was er tut und was die Maschine tut. Und ja, Wunder liegen ja meist auch im Auge des Betrachters.
Willy:
[3:29] Ich war mir während des gesamten Gesprächs über irgendwie nicht ganz sicher, ob ich jetzt in einer Innovationswerkstatt für resiliente Wirtschaftssysteme bin oder eher in einem Freilichtmuseum für alte Handwerkskunst. Und irgendwie ganz schlüssig bin ich bis heute nicht. Der Franzi Papa, der Willi, der hat 1957 ein eigenes Kraftwerk gebaut und dieses macht den Betrieb bis heute energieautark. Die ganze Wolle bezieht man inzwischen nur mehr von heimischen Betrieben und in der gesamten Produktion steht kein einziger Computer. Für mich ist das Ganze faszinierend, wie aus den zerzausten Wollflocken, die am Anfang in einem über 100 Jahre alten Holzkasten liegen, über Arbeitsgänge wie Wolfen, Mischen oder Krempeln am Ende ein Garn rauskommt und der dann noch zu Socken verarbeitet wird. Für alle konstruktiv ahnungslosen Nicht-Expertinnen und Experten da draußen jedenfalls eine Folge mit vielen lauernden Aha-Momenten, das kann ich versprechen. Und wieder eine Folge, bei der unweigerlich die volle Bedeutung einer Tätigkeit nur durch den Menschen verstanden werden kann,
Willy:
[4:48] Der sie ausführt.
Willy:
[4:51] Und es braucht Zeit und diese Zeit, die nehmen wir uns auch. Und wenn sich jetzt wer entsetzt denkt, das kann man ja nicht alles auf einmal durchhören, viel zu lang, naja, dann hört man es halt auf zweimal oder sogar auf dreimal. Liebe Zuhörerinnen im Podcast und Zuseher auf unserem YouTube-Kanal, Ich wünsche euch jetzt viel Spaß mit Herrn Wolle und seiner sockengestrickenden Weltmaschine. Los geht's. Noch einmal, draußen hat es minus 15 Grad. Es ist noch nicht einmal der kälteste Tag wahrscheinlich vom Winter. Und ich habe einmal gehört, Kälte konserviert. Das lassen sich manche Leute ja auch wirklich eingefrieren, so in der Hoffnung, dass sie irgendwann wieder aufgedauert werden. Ihr braucht es gar nicht machen, weil ihr freert es regelmäßig. Was hältst du vor dem Starten mit dem im Podcast? Quasi mit einem der Mann, der aus dem Eis kam. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie eine Wolle macht, weil es bei euch immer so kalt wird.
Franz:
[6:03] Wieso, dass wir wollen machen?
Willy:
[6:04] Nein, das war noch nicht die Frage. Das war eher so ein bisschen ein rhetorischer Einstieg. Ich hole einmal die Zuhörerinnen und Zuhörer. Uns horchen ja wöchentlich so circa drei bis vier Millionen Menschen zu.
Franz:
[6:16] Naja, gewaltig.
Willy:
[6:19] Man schaut ihm in die Augen, man weiß genau, er glaubt es mir nicht. Aber ich sage jetzt mal, grüß euch bei einem Bauer.
Franz:
[6:26] Gut für acht Milliarden Leute vielleicht sein, dass drei Millionen zuschauen.
Willy:
[6:29] Ja, aber ich sage dir jetzt, zwischen drei Millionen und acht Milliarden ist jetzt auch kein Riesenunterschied mehr.
Franz:
[6:34] Nein, weil man sich das ja nicht vorstellen kann, gell?
Willy:
[6:36] Ja, da. Oder?
Franz:
[6:38] Gar nicht. Ja, vorhin her gesehen. Ich muss das ja gar nicht vorstellen, das war bei einem Geburtstag 100 Leute, wenn es fast 100 Leute sind.
Willy:
[6:43] 100 Leute, ja. 100.000, ich habe den Überblick, bei 10 habe ich den Überblick verloren und dann war es wurscht. Genau, wir sind da bei einem jungen und jung gebliebenen Luhmgauer. Und damit ich mir jetzt meine Einleitung nicht verhau, grüßt euch an den Bildschirmen, Grüß euch an den Kopfhörern zum neuen Podcast mit Bauer to the People. Ich bin der Willy von Bauer to the People und ich bin heute der einzige Willy hier. Denn der Willi von Willi Huber Schafwollerzeugung, der heißt Franz.
Willy:
[7:16] Genau, richtig. Genau.
Willy:
[7:18] Und das nicht, weil er sich, so wie ich, mit seinem Vornamen lange nicht hat abfinden können, weil Wilhelm, ich habe immer glitten drunter, und dann beschlossen hat, Franz zu werden, sondern weil sein Vater so ist. Der Papa hat Willi geheißen.
Franz:
[7:30] Genau, der Papa hat Willi geheißen. Willi Bald hat er genau geheißen.
Willy:
[7:32] Willi Bald?
Franz:
[7:33] Ja, Willi Bald hat er geheißen.
Willy:
[7:34] Und wie ist er zu seinem Namen gestanden?
Franz:
[7:37] Ganz da los, steht in der Firma um. Willi Huber.
Willy:
[7:41] Aber nicht Willi Bald,
Franz:
[7:42] Oder? Nein, Willi Bald ist er, Willi Huber steht da um.
Willy:
[7:44] Ich heiße Wilhelm, ich schreibe auch immer Willy. Ich finde, Wilhelm, glaube ich, bin noch zu jung.
Franz:
[7:49] Und dazu gekommen ist, dass ich Willi Huber lassen habe, Schaf oder eine Zöhnung. Ich habe bei den Leuten schneller gelernt, in Mandeling, und dann habe ich halt, Berufsschule gemüßen. Das war der erste, der durte, wo man überhaupt berufsgegungen ist. Und dann... Ja, wo ist jetzt Schrems in Niedösterreich. Da haben wir ja die Karten gesucht. Es ist ja ganz oben. Haben wir kurz vier? Ja, da dann. Ja, wo kommen wir jetzt da hin? Jetzt bin ich da, das erste Mal, ich komme mir genau erinnern, das war 1980 am Königdorf war das, also an Heiligen Drei Königdorf. Bin ich da mit einem Dachsler, also mit Langsmar Brunner auf Wernhobe gefahren. Da hat man nach unten am Westbarnhof einen Dachsler eingesetzt. und der hat mich nachher auf den Franz-Josef-Bahnhof gefährt. Und der hat mich noch in den Zug hineingesetzt, da war ich gerade 15 Jahre alt, und dann aufhiel da bis auf Schrems. Und dann beim Zug ausgestiegen, ich bin beim ersten Waggon ausgestiegen, ganz hinten ist auch noch einer ausgestiegen, und wir zwei sind nachher zwei, fünf Teilnehmer gegegangen von der ersten Klasse Weber. Bei mir war es noch so, der Lehrberuf Weber ist sozusagen stückgelegt worden.
Willy:
[9:05] Ist das das gleiche wie Spinner?
Franz:
[9:07] Nein.
Willy:
[9:08] Wird aber anders?
Franz:
[9:09] Das fällt sozusagen in den ganzen Dingen rein. Da gibt es die Spinner, Stricker, Sticker, Possumentierer, Seiler. Das fällt alles in den Textilbereich rein. Und Weber ist halt ein Beruf davon. Und den habe ich bei den Lodensteiner erlernt.
Willy:
[9:28] Das hast du beim Lodensteiner. Jetzt sind wir schon quasi mitten im Thema. Damit ich unsere Hörerinnen und Hörer reinhole, wir sind jetzt in Maria Pfarr.
Geschichte des Lungau und seiner Menschen
Willy:
[9:36] genauer gesehen im Bruckdorf, im Lungau. Und der Lungau ist der
Willy:
[9:42] Jetzt bitte.
Franz:
[9:43] Der Lungau ist eigentlich der Geldepul von Österreich. Mittlerweile fast nicht mehr, weil in Rottstadt ist gestern wieder um zwei Grad kälter gewesen als wir in Lungau. Das ist öfter schon in Rottstadt ein bisschen kälter als wir in Lungau. Aber früher ist es richtig, hat es geheißen, das ist das Sibirien von Österreich.
Willy:
[10:00] Der Lungau. Das Sibirien von Österreich. Ich kann es bestätigen, also meine Hand haben eine halbe Stunde braucht zum Auftauen, wie ich heute bei euch quasi bei der Tierrein gegangen bin. Und ich war froh, dass drinnen warme 15 Grad gehabt hat. Das war wirklich wie in der Sauna.
Franz:
[10:13] Ja, so ein 30 Grad Unterschied. Ja, brutal. So gesehen.
Willy:
[10:18] Und was du schon noch gesagt hast, das ist ja quasi, du hast ja gesagt, das ist nicht hinterm Dauern, wie die Leute von drüben immer sagen, sondern ihr seid ja eigentlich vorm Dauern, oder?
Franz:
[10:30] Ja, wenn wir jetzt sozusagen die ganze weiter, weiter Geschichte zurückgehen, dass man sagt, die Welt ist sozusagen von Afrika aus besiedelt worden, ist ja das für Süden.
Willy:
[10:41] Ausgesehen der Dauern-Fuhren.
Franz:
[10:42] Ist ja der Dauern-Fuhren, weil Lachen kommt bei Stolzburg. Also sind wir der südlichste Gau eigentlich. Da sind wir vor dem Dauern.
Willy:
[10:50] Also für alle, die sagen, der Lunga ist hinter dem Dauern, bitte, das ist jetzt mal die Erklärung, die Klare, warum der Lunga eigentlich vor dem Dauern ist.
Einblick in die Schafwollerzeugung
Willy:
[10:57] Starten wir vielleicht. Bevor wir jetzt so schauen in der Geschichte und vor dem Dauern anfangen, wirst du auch zu diesem Beruf kommen, bis zur Schafwollerzeugung, was ja extrem spannend ist. Wenn man da nochmal ein bisschen reinschaut. Das Erste, was mich interessiert, weil ich bin ja selber Lungau, meine Großeltern waren ja nicht unweit von da. Wenn du jetzt den Lungau beschreiben möchtest und seine Leute, was macht den Lungau so besonders?
Franz:
[11:23] Den Lungau so besonders?
Willy:
[11:25] Oder auch gar nichts.
Franz:
[11:27] Ich sage, das ist ein kleines Paradies. Es sind 15 kleine Gemeinden, wo es noch klein strukturiert ist und wo das halt noch richtig so läuft, dass du sagst, ja, überhaupt in den kleinen Ortschaften und Tälern, da kann es ja fast jeder noch gehen. Und da funktioniert das halt noch, als wenn man jetzt so anonym unterwegs ist, dann ist das halt nicht mehr so, was in den Städten passiert. Und der Lunger ist halt so, wie gesagt, es ist alles über 1.000 Meter.
Willy:
[11:56] Es ist wirklich, Gell, Damsweg ist auf über 1.000 Meter.
Franz:
[12:00] Und wir sind da genau auf 1.121 Meter. und Maltendorf, die nächste Gemeinde, ist auf 1.212.
Willy:
[12:08] Wo andere schon Skiurlaub machen, da sind in Lunga drin noch die Häuser. Ganz normal.
Franz:
[12:13] Ja, so kann man das sagen. Eigentlich ist es eine Hoche, wenn ich die einzige Gemeinde, die es ist, ist Rammengstein. Die, was halt auf 995 Meter ist.
Willy:
[12:22] Deswegen kommen wahrscheinlich auch so viele gute Sportler aus in Lunga, weil die einfach viele rote Blutkörperchen haben. Im Höhentraining von Geburtenern quasi. Was macht den Lunga aus deiner Sicht aus? was zeichnet denn kannst du das sagen
Franz:
[12:37] Naja, es ist noch nicht die Zeit so stressig, da dann vor allem her gesehen. Man geht es jetzt noch ein bisschen gemütlich an und wie gesagt, das Kleinstruck der Erde. Wir haben auch zum Beispiel in Ungarn, wo man halt sagt, Österreich sind noch acht Spinnereien, sieben oder acht Spinnereien. Davon sind im kleinsten Gau eigentlich von Österreich noch zwei Spinnereien. Das ist einmal sozusagen die Fernerwolle und einmal die Huberwolle. Meine Spinnererei ist noch ein bisschen kleiner als die Fernerwolle, ist ein bisschen größer. Aber ich verarbeite eigentlich nur eine reine Schafwolle aus Österreich und mache das halt noch einen zu verspinde vor Ort.
Willy:
[13:16] Das nimmt wirklich mal die Wolle auch. Auf das kommen wir noch nicht, noch zu sprechen. Das heißt, 25% aller Spinnereien sind im Lungau erinnern.
Franz:
[13:25] Kann man fast sagen, von einem her gesehen.
Willy:
[13:27] Was mich immer so fasziniert hat, wie ich früher ein gefahren bin in Lungau, was ich aber immer, wenn sie rausgefahren sind aus dem Lungauer, die Lungauer, sind sie alle nicht durch den Tunnel gefahren?
Franz:
[13:38] Sondern über den Dauern?
Willy:
[13:40] Entweder über den Dauern oder sie sind eben nicht durch den Tunnel, sondern sie sind durchs Loch gefahren.
Franz:
[13:44] Ja, passt auch. Da muss man ja durchs Loch fahren, weil ich muss ja mal wieder das Loch putzen.
Willy:
[13:50] Das ist immer so lustig. Das ist nicht der Tunnel, das ist das Loch.
Franz:
[13:53] Das Loch im Berg.
Willy:
[13:54] Da fahre ich durch.
Franz:
[13:55] Da fahre ich durch, dass man so jetzt rauskommt. Oder auf Kärnten.
Willy:
[14:00] Oder auf Kärnten. Genau, das ist ja auch so, ihr seid ja nicht weit weg von Kärnten und uns wird ja teilweise ja Kärnten angedichtet.
Franz:
[14:07] Ja, wir haben ein bisschen einen Kärntner-Slam sozusagen Einschlag drinnen.
Willy:
[14:11] Einen Leichen?
Franz:
[14:12] Einen Leichen, ja.
Willy:
[14:13] Ja, aber nur ganz ein Leichen.
Franz:
[14:15] Ganz leicht, ja. Ein paar Wörter, die so Kärntnerisch sind. Die Slam haben wir nicht drinnen, aber ein paar so Töne kommen schon raus ab und zu.
Willy:
[14:26] Ja, ich weiß auch nicht, wo sie es rausgehen, aber das passiert mir Aber ständig, dass wir gefragt haben, bist du das Geburtstag?
Willy:
[14:31] Ja, genau. Ein Lunggau.
Willy:
[14:34] Nach deiner kurzen Geschichte zum Lungo oder ein bisschen zu den Einstieg ist eine Frage zu dir.
Franz’ familiäre Wurzeln und Einfluss
Willy:
[14:40] In welcher Familie bist du damals, jetzt wissen wir es ja, vor 50 Jahren, nachträglich alles Gute zum Geburtstag. Danke. In welcher Familie bist du damals reingeboren worden? Was war denn das? War das in Maria Pfarr, oder?
Franz:
[14:53] Das war da in Maria Pfarr, in dem Haus nicht, sondern ich bin im Krankenhaus geboren.
Willy:
[14:57] Ah, bist du? Nicht direkt.
Franz:
[15:00] Ich kann sagen, die ersten Weihnachten habe ich im Krankenhaus verbracht mit meiner Mutter. Und ja, ich bin 74 Jahre geboren und ist mir eigentlich das Ganze, kann man sagen, in die Wiege gelegt worden, kann man sagen.
Willy:
[15:15] Ja?
Franz:
[15:15] Dass ich das angefangen habe nachher. Das hat sich so im Prinzip so ergeben, ich muss da ein bisschen weiter aushalten, Herr Zahn. Gerne. Also wie ich geboren worden bin, ist mein Vater schon 57 Jahre alt gewesen.
Willy:
[15:29] Nein, 57? Ja. Okay.
Franz:
[15:32] Meine Mutter war ganz jung, die war halt 19 dort und es ist der Zufall so gewesen, eigentlich kann man sagen, der Vater von meinem Vater, die erste Frau, die war da in Rumänien auf den Urlaub und da war der Autounfall und da ist seine Frau verstorben und dadurch, das war 71 und dann hat eigentlich meine Mutter da 72 angefangen zu arbeiten da, hat gestrickt und das alles und dann, wie es halt der Zufall so ergibt, ist es passiert, dass es sich halt... Ich kann mal sagen, verspannen. Und so ist das halt nachher. Und ich habe noch zwei Bräder, nachher noch.
Willy:
[16:22] Nachher noch?
Franz:
[16:23] Ja, also mein Vater war beim Jüngsten war 60. Wie er war es.
Willy:
[16:30] Ja? Ja.
Willy:
[16:32] Okay. Also das ist ja schon fast eine komplett moderne Story, also dass man quasi dann noch später älter wird und so. Gut, Mama. Ja. Ja.
Willy:
[16:40] Okay.
Willy:
[16:41] Bist du der Jüngste?
Franz:
[16:42] Ja, ich bin der Jüngste. Nein, eigentlich von der zweiten Garde, das hat mein, was war das, mein Großonkel von Vater seiner Seite, glaube ich, auch, der hat immer gesagt, das ist die zweite Garde. Die erste Garde waren die ersten drei Kinder von Vater.
Willy:
[16:58] Da waren auch schon drei?
Franz:
[17:00] Da waren schon drei Kinder, ja. Und dann beim zweiten Mal sind auch noch einmal drei Kinder gingen. Also mein Vater hat insgesamt sechs Kinder gehabt.
Willy:
[17:07] Okay, und nebenbei das Unternehmen dann ist… Ja,
Franz:
[17:09] Das Unternehmen hat er da aufgebaut. Also er ist im Prinzip kein Lungauer gewesen, sondern er ist von der Steiermark gekommen, von Enstall und hat auch in der damaligen Zeit Weber gelernt und hat dann da 1949 angefangen.
Willy:
[17:27] Da hat er angefangen, 1949.
Franz:
[17:29] Er ist um Dauern rumgekommen.
Willy:
[17:31] Ja, um Dauern, ja.
Franz:
[17:33] Weil du kommst ja um Dauern. Und hat da in 1949 im September angefangen. Das heißt, das ist genau 75 Jahre her, wo er angefangen hat.
Willy:
[17:44] Dann sag einmal, bei Eichstätt gegründet ist es und Willi-Huber Schafwollerzeugung gegründet 1949. Hat er dann den Betrieb da gekauft?
Franz:
[17:55] War das schon ein Betrieb? Das war gar nichts, das war eigentlich alles ein Wiesn.
Willy:
[17:58] Okay.
Franz:
[17:59] Da war nichts, da war ein Wiesn. Das ist da, wo wir da 300 Meter sozusagen nördlich gefangen oder gönnen. Da ist dann das Obermühne, nennt sich das. Da war damals eine alte Mühle, das ist 100 Jahre alt und da hat man vorhin angefangen zu wollen verarbeiten. Da ist dann nach dem Krieg rumgekommen und wenn wir noch ein bisschen weiter ausschweiften, dann war er 1935 schon mal das erste Mal im Lungau da.
Willy:
[18:28] War er schon mal?
Franz:
[18:29] Ja, mit 17 Jahren war er schon im Lungau da.
Willy:
[18:32] Und da hat er sich erinnert später dran, oder wie?
Franz:
[18:34] Ja, das weiß er ganz genau, aus der Zehlinge weiß ich ja das. Und da hat er ganz klar angefangen und die Wiesen hat da von Nachbarn ein warm und hat das Haus einmal gebaut und dann den ersten Teil von der Werkstatt, Und sukzessive ist es dann gewachsen und wieder etwas dazu hat,
Der Weg zum eigenen Unternehmen
Franz:
[18:54] bis zu der heutigen Größe gekommen.
Willy:
[18:57] Wie ist denn dein Papa, gut der Papa hat dann alles mitgemacht, er war ja im ersten Weltkrieg voll dabei.
Franz:
[19:03] Ja, voll dabei.
Willy:
[19:04] Ah, im ersten, Entschuldige, im ersten, im zweiten habe ich gemeint. Ja. Voll dabei.
Franz:
[19:09] Er ist sozusagen 1918 geboren, da dann, eigentlich noch in Justerwild in der Kaiserzeit ist er geboren, Weil bis zum 20. November sowas ist ja alles noch Kaiserreich gewesen und dann ist es ja Republik geworden. Das ist mein Vater noch in Kaiserreich geboren worden und hat halt da in den zweiten Weltkrieg komplett mitgemacht. Und 1941 ist er da ins Lungau gekommen und hat eigentlich da dann angefangen.
Willy:
[19:38] Hat da dann angefangen, hat da dann auch die Familie gegründet, die erste von da auch Nein,
Franz:
[19:47] Ich war auch von drüben herum. Erst meine Mutter, die ist von da. Sind sie ausgewandert?
Willy:
[19:53] Also sind beide ausgewandert? Sind beide ausgewandert. Waren die Brunnenkrieg schon beieinander?
Franz:
[19:56] Ja, die waren Vater. Schaubel.
Willy:
[19:58] Was hat denn der Papa gesagt, weil seine Frau dann verlieren mit drei Kindern allein da im Unternehmen?
Franz:
[20:05] Ja, das ist alles nicht so einfach. Glaub ich, geht das in der Zeit. Er hat noch gar nicht mehr so viel geredet über das. Das hat er eh alles ein bisschen verdrängt, sondern er hat dann eigentlich uns drei Jungen wieder gehabt und die Mutter. Und ich glaube, das hat er mal….
Willy:
[20:23] Also mit dir hat er uns auch gar nicht viel darüber geredet?
Franz:
[20:26] Nein, er hat da nie so richtig geredet über das. Ich glaube, durch das hat er nachher wieder den Auftrieb gehabt, dass er da wieder viel Gas gegeben hat, bis zum Schluss hat er, kann man sagen, gearbeitet. er ist fast 95 geworden und hat eigentlich bis zum letzten Monat 95? Ja, 95 ist er fast wann 2013 2013.
Willy:
[20:50] Das ist jetzt auch schon ein paar Jahre her.
Franz:
[20:52] Ja, das ist auch schon wieder ein paar Jahre her.
Willy:
[20:54] Was war denn der Papa für ein Typ? Weil das klingt alles wie eine zweite Familie, eine zweite Garde, wie er gesagt hat. Ja. 95 Jahre im Kaiserreich geboren, über den Goldkrieg, noch drüber über den zweiten. Beschreibe mir Papa, was war das für ein Typ? Weil es wird ein bisschen was vom Papa in ein Tier stecken, verstehen Sie mal, oder?
Franz:
[21:11] Ja, ja, weil so einiges schon mitgegeben haben.
Willy:
[21:13] Ja.
Franz:
[21:14] Von da her gesagt, ja, ich kann da gar nicht so. Wie soll ich das sagen?
Willy:
[21:17] Was war er, Abenteurer? War er Abenteurer?
Franz:
[21:19] Aber er hat sozusagen, wie soll ich jetzt sagen, von in der Früh bis auf den Abendbäufer gewerkt, dass das so entstanden ist und hat auch Abenteuerlust gehabt, weil er alle Jahre mal eine Reise gemacht hat, weiß gerade wohin. Wir haben das Glück gehabt, dass wir auch ein paar Mal mit haben fahren dürfen. Ich war das erste Mal mit, sozusagen mit zehn Jahren waren wir in Schweden, da sind wir am Königsweg, haben wir so eine Tour gemacht, da waren wir gute drei Wochen unterwegs.
Willy:
[21:48] Im Königsweg?
Franz:
[21:49] Ja.
Willy:
[21:49] Den kennen wir den Jakobsweg,
Franz:
[21:51] Aber den Königsweg sagt man nichts. Ja, der Königsweg ist da in ganz Nordschweden oben sozusagen.
Willy:
[21:55] Ganz oben?
Franz:
[21:56] Ja, nach oben. Das zweite Mal war ich gerade 13 Jahre alt und habe mir gesagt, da habe ich fünf Wochen Schule freigekriegt und da bin ich mit meinem Vater nach Pakistan gefahren, eigentlich geflogen sind wir mit so einer Reisegruppe, wir waren die zwei einzigen Österreicher, da waren noch sechs Deutsche mit und wir sind bis zum Basislager von K2 noch angekommen.
Willy:
[22:26] Das war Anfang der 80er Jahre?
Franz:
[22:28] Das war 1988.
Willy:
[22:29] 88, Ende der 80er, ja.
Franz:
[22:31] Also 88 war das genau, ja.
Willy:
[22:33] Das war untypisch eigentlich, oder? 1988, Pakistan, K2, Basislager,
Willy:
[22:38] K2.
Franz:
[22:39] Ja, ich war 13 Jahre alt dort, gell. Also ich war der Jüngste mit 13 Jahren als Teilnehmer, mein Vater war der Älteste mit 70 Jahren als Teilnehmer.
Willy:
[22:47] Da war der Messner gerade mal in der Zeit da drüber, oder? Das war doch die Zeit.
Franz:
[22:50] Ja, der hat dort in der Zeit die ganzen 8000er bestiegen, kann man sagen.
Willy:
[22:54] Und das hat Sie ja ins Basislager vom K2 gefahren? Wer kommt denn denn auf sowas?
Franz:
[22:59] Ja, der Vater ist immer so bereist, hat die Menschen gehen.
Willy:
[23:03] Warum?
Willy:
[23:04] Weißt du das? Woher kommt das?
Franz:
[23:05] Er hat mir das einmal erzählt, er wollte eigentlich auswandern, nach dem Krieg. Weil nach dem Krieg ist ja alles nichts mehr gewesen, alles verloren. Und wollte eigentlich auf Südamerika auswandern, hat er mir auch erzählt. Seine Mutter hat gesagt, solange sie lebt, darf er nicht weg daran. Er darf nicht weg, sozusagen auswanderen.
Willy:
[23:32] Auswanderung, ganz weg.
Franz:
[23:34] Ganz weg, weil er ist ja weg, dann kommt er nicht mehr. Und so ist das noch so gewesen, dass er eigentlich da ins Lungen rum ist. Ist er im Prinzip auch ausgewandert von der Steiermark in Salzburgerische. Ins Lungen ist er auch ausgewandert.
Willy:
[23:46] Auswanderung leid.
Franz:
[23:49] Und seine Mutter ist er nachher auch auf der Tag gewesen. Von dem her gesehen. und das ist eigentlich meine Großmutter, die ist noch 1957 dann verstorben. Also die habe ich ja nie gekannt, weil das war ja 17 Jahre später, bin ich erst auf den Wirt gekommen.
Willy:
[24:12] Ich habe ja gerade gerechnet, geht es in die ganze Zeit.
Franz:
[24:15] So ist die Geschichte.
Willy:
[24:16] Und dieses Reisen, das war dann so quasi Auswandern auf Zeit?
Franz’ Abenteuerlust und Reisen
Franz:
[24:20] Ja, die Reisen hat er halt nach der Reise immer gemacht, Alle Jahre ist halt einmal oder oft zweimal wo hingefahren und da bin ich ein paar Mal mitgefahren und mein Bruder ist ein paar Mal mitgefahren und da ist es auch so gewesen zum Beispiel, dass er mit seinem 85. Lebensjahr mit meinem Bruder noch gefahren, da sind sie ins Basislager von Mount Everest gefahren. Mit 85? Ja. Mit 85. Da ist mein Bruder weg gewesen damals, von denen her gesehen.
Willy:
[24:49] Ich versuche gerade irgendwie zu verstehen, was der Papa für ein Typ war. Also, ich weiß jetzt nicht, wie viele Leute das gibt, die mit 85 noch mit einem jungen Buben ins Basislager vom Mount Everest fahren. Da musst du mal zu weg kommen auch nicht? Ja, sicher.
Franz:
[25:06] Von denen her gesehen. Aber es hat ihm halt, du schätze ich, ihm damals so einen Auftrieb gegeben, weil er halt die erste Frau verloren hat auf dem Auto und dann das zweite Mal noch einmal geheiratet hat und drei Kinder noch einmal waren sind. Innerlich hat glaube ich bei ihm das Leben ein zweites Mal noch einmal angefangen. Und da hat er den Auftrieb also gehabt, dass er halt mit uns dort hingefahren ist und da hingefahren ist.
Willy:
[25:33] War er ein bekannter Papa, jetzt kommen wir dann nicht gleich zu dir, aber das ist bei der Geschichte irgendwann so ein bisschen, war er ein Punkt dahinter oder?
Franz:
[25:40] Ich muss sagen, er ist rundherum in Lungau sicher bekannt gewesen, von dem her gesehen. Ja. Allerdings durch seine Reisen, wo er hingefahren ist, in der damaligen Zeit war das eine Seltenheit, dass er so eine Reise gemacht hat.
Willy:
[25:52] Eben, ja. Das war ja was Besonderes.
Franz:
[25:53] Weil in der heutigen Zeit, wo man sagt, jetzt sind wir in 25 Jahren schon bald, da ist ja das, wenn du heute nirgends mehr hinfährst.
Willy:
[25:59] Dann… Nein, ich war ja gerade am Wochenende im Basis-Camp und so, nächste Woche fliege ich dann auf Mount Everest.
Franz:
[26:04] Das und das, hin und her.
Willy:
[26:06] Genau, unter der Woche habe ich noch nichts vor.
Franz:
[26:08] Ja. Aber ich kann mich nur erinnern, mein Vater hat gesagt, wie er in Südamerika war, bei den Fitzroy und bei den Uschweiler, beim Gletscher, bei den Großen. Wie er das erste Mal dort war, das war schon in den 70er Jahren, glaube ich. War das halt noch viel schöner, weil das nicht der Tourismus so, das alles im Forst hat. Als wir nachher mit meinem Bruder waren, und da ist das schon überlaufen gehen, mehr oder weniger. In der damaligen Zeit, da hast du richtig noch gesehen, dass es fast jede Einzigen waren, oder halt noch nicht so viel, aber halt das ist alles überlaufen. Das haben wir ja alle. Wenn man halt sagt, bei Mont Everest will es bringen, dass sie fast anstehen, der Tourismus, dass sie über Baufick rein können und heute ist die Besteigung vom Montereur, ist ja nicht mehr unter Anführungszeichen ein Klacks. Es kommt ja eh da rauf, so gesehen, weil rauf geführt wird.
Willy:
[27:03] Ja, fixseile durch bis ganz oben und muss viel trägt, ergibt eh.
Franz:
[27:08] Und ich weiß nicht, welchen Sinn das das eigentlich hat, dass man da rauf muss, dass man ohne Anstrengung rauf kommt, weil irgendwo ist halt der Reiz daran, dass man rauf kommt.
Willy:
[27:18] Ja, das Schöne, es ist halt nicht gleich schön, wenn es dann einfach raufgeführt wie man es alle auch schaust.
Franz:
[27:22] Es ist schon klar, dass man einen Bergführer hat oder irgendwas, in einer Reisegruppe, wie es jetzt ist, aber man muss es eh nicht so fabrizieren wie der Reinhardt Messner.
Willy:
[27:32] Es gibt zwischen Reinhardt Messner und einem geführten Berg, da gibt es nur ein paar Graubereiche.
Franz:
[27:38] Aber der Messner sagt, ja, das ist nicht mehr normal, das ist keine Bergsteigerei mehr, sondern das ist nicht mehr Massentourismus.
Willy:
[27:46] Seid ihr da als ganze Familie eigentlich damals gefahren oder immer nur der Papa mit irgendeinem von den Burmen?
Franz:
[27:51] Ja, es ist eigentlich einfach so aufgeteilt. Meine Mutter ist Urlaub gefahren, die hat aber lieber einen Strand gehabt und das alles. Und mein Vater hat eigentlich das Bergwandern eigentlich so gemacht.
Willy:
[28:00] Bergwandern, also von der Köder in Nohköder und die Mama wollte es hin und wieder mal warm haben.
Franz:
[28:04] Ja, genau. Ich kann mich noch erinnern, wir sind in Pakistan, ich sah, wir gewesen, da auf 5.000, 6.000 Meter. In der Nacht hat es ungefähr so 26, 27 Grad Minus gehabt, auf der Erhöhung. Und ein paar Tage, als der Sonne gescheit hat, wir haben das Glück gehabt. Da hat der Reiseleiter gesagt, Wir haben keine Songs an Lothar 6 gemacht, aber wir haben das erlebt, dass wir, Einzige Wolken im Himmel gehabt haben. Jetzt haben wir in Kreuz war sozusagen ein Bilderbuchformat von uns gehabt. Weil es ist so gewöhnliche Reisegruppen, vor uns gehen eine Woche genau, da haben sie nie gesehen. Einmal ganz kurz in Spitzung haben sie gesehen, ein Gipfel heute. Aber wir haben es so schön gesehen, wir haben da x Fotos gemacht. Von denen her gesehen.
Willy:
[28:50] Hättest du auch noch auf den Rennen kennen, oder?
Franz:
[28:52] Ja, vor dem Wetter.
Willy:
[28:53] Papa war schon unterwegs gewesen,
Franz:
[28:55] Oder? Ja, schon war schon. Hat nur auf dich aufpassen müssen. Nein, da hat er gesagt, das tut er sich nicht mehr an. Das hat er gesehen, oder? Einer passt es schon von ihm her gesehen.
Willy:
[29:03] Wie ist denn dein Papa zum Spinnen gekommen eigentlich? War das sein Wunschberuf?
Franz:
[29:07] Ja, ich kann es jetzt gar nicht so genau sagen.
Willy:
[29:12] Aber… Stört dich das Licht, oder was du im Gesicht hast?
Willy:
[29:15] Nein.
Willy:
[29:15] Ich nicht, okay.
Franz:
[29:16] Dann blendst du ein bisschen rein, gell? Ja, macht ja nichts.
Willy:
[29:18] Den langst du nicht geblendet?
Franz:
[29:19] Ja. Und das kann ich jetzt nicht genau sagen, aber er hat in der damaligen Zeit auch einen Lehrberuf gebracht und ja, da wird halt das freig gewesen sein und er hat in Bruggern in Enstall drüben gelernt, hat auch Weber gelernt, da dann.
Willy:
[29:40] Hat es noch eine Weberei gegeben?
Franz:
[29:41] Ja. Und ich glaube noch ein halbes Jahr in Halle in der Weberei hat er gerade zu viel dass ich weiß. Und dann ist er...
Willy:
[29:50] In Halle, in der?
Franz:
[29:51] Dann ist er damals der Krieg gekommen und ist er da eingeguckt und den ganzen Krieg mitgemacht. Während der Kriegszeit hat er noch ein Auge verloren. Das rechte Auge hat er noch verloren.
Willy:
[30:02] Ach so? Ja.
Franz:
[30:03] Oder war es das linke? Ich weiß gar nicht genau. Nein, das linke war es das da. Hat er verloren in 49 Jahren.
Franz:
[30:13] In Finnland war das glaube ich, hat er das verleiden. das auch. Und er hat halt gesagt, vor allem hat er noch schon erzählt, ein bisschen. Wenn er ihn irgendwo anders erwischt hätte, am Fuß oder wo, dass er nicht mehr gehen hätte, wäre er nicht mehr zurückgekommen, weil er ihn bei einem Auge erwischt hätte, den ganzen Weg zurückmaschieren könnte, mit denen, die verletzt waren. Sonst wäre er irgendwo weggeblieben und wäre es halt nichts gewesen. Das hat er schon erzählt. Sonst hat er auch nicht viel von ihm erzählt, Aber in den Situationen, wo ich bin, wo ich mich nicht gut war, wo ich versucht habe, war ich so gut dör. Da haben sie einmal ein Rost gemacht, dann haben sie geäußert und die einen Zwei sind auf der einen Seite von dem Stein gesessen, hat ein krasser Stein gehen und er hat sich gedacht, da ist ein gescheit geplatzt, da ist ein bisschen gefährlich, weil er auf der einen Seite duscht sowieso, hat er sich auf der einen Seite von dem Stein gesessen und clever, wie er halt fast gesessen ist, hat sie auf der anderen Seite von dem Stein, ist eine Kronate eingeschlagen, genau, bei den Zwei haben ihn umgeschaltet und sind beide weggegangen. nichts mehr zu tragen. Das hat einmal verziert. Da hat er gesagt, in der Sekunde hat er die richtige Entscheidung getroffen, dass er auf der einen Seite von dem Stein gesessen ist, dumm geguckt ist.
Über das Handwerk und die Technik
Willy:
[31:37] Er hat eine bewusste Entscheidung getroffen damals, weil er schon gemerkt hat,
Franz:
[31:40] Dass die Seite kommt. Ja, weil er irgendwie geschaut hat, weil er denkt, von einer Seite ist das Ding, da ist er ein bisschen geschützt.
Willy:
[31:48] Ja, da war er ungefähr 30 ungefähr.
Franz:
[31:52] Ja, das war so in 40, war er 45.
Willy:
[31:54] War er jetzt 95, oder mit der Entscheidung hat er sich 65 Jahre gekauft.
Franz:
[31:58] Ja, ja. Und drei, sechs Kinder. Oder eine andere Situation, ich sage mir, hat er erzählt, da haben sie so einen Marsch gehabt, wo sie halt, keine Ahnung, wieder eine Verlegung gehabt haben, da sind sie halt, keine Ahnung, so einen 60, 70 Kilometer Marsch haben sie gehabt, und dann schießt er zu den Einserreiben und dann hat er sich gedacht, jetzt ist seine Feldflaschen leer, und da hinten gerollt ein Graben runter. Jetzt ist halt da schnell die Fettflasche nachgefügt gegangen und wie er nachher wieder nachgerannt ist, vier, dass es wieder gepasst hat, die Reihenfolge, ist der Vorderen und der Hinteren nicht mehr da gehen.
Willy:
[32:39] Das glaubt man halt,
Franz:
[32:40] Das kann man sich nicht verstehen. Aber die waren nicht mehr da. Also was genau in der Situation vielleicht passiert, hat Alkoholot reingeschlagen. Das sind so gewisse Sachen, ich habe ja viel erlebt, wo sie sagen, eher nachher wie er zum Schluss älter geworden ist, dann hat er ein bisschen was verzöhnt.
Willy:
[32:58] Da will man dann auch wieder drüber reden. Merkt man auch. Und ich glaube, dass die Geschichten sind die heutzutage wieder wichtig sind.
Franz:
[33:04] Ja, die verzöhnen von die alten Sachen, von denen her gesehen. Das, was jetzt das Neue ist, das haben sie eigentlich schon wieder vergessen.
Willy:
[33:10] Das Gedächtnis ist blöd, aber das Lange bleibt da halt.
Franz:
[33:13] Weil ich sage jetzt, zum Beispiel mein Vater ist mit meiner Mutter die letzte Reise, haben sie gemacht, eine Schiffsreise haben sie gemacht, Mittelmeerkreuzfahrt. Da ist der Vater 94 gewesen.
Willy:
[33:26] Grandios, also wirklich cool.
Franz:
[33:28] Ist ein 94 gewesen. Und da ist auch noch so eine Situation gewesen, da kann ich mich noch ganz genau erinnern, damals in Venedig haben wir es abgekühlt.
Willy:
[33:37] Mit 94? Und Bauer war? Also ein Thüringer. 60?
Franz:
[33:42] 57. Kannst du sagen, war 37 Jahre inger. Lecker. 37 Jahre alt. Ja. Ja. Ich kann mich erinnern, in Venedig sind wir mit dem Auto gefahren, weil wir gesagt haben mit seinen Eltern, ist es gescheiter als mit dem Bus, weil du bist flexibel, kannst du stehen bleiben und dann mal ein Rost machen willst, dann bleibst du stehen und dann fährst du nicht weiter im Bus, kannst du das nicht machen. Und jetzt hat die Mutter gesagt, dass die Venedig weggefahren geht, weil es nicht so weit ist, weil das ist fast ungefähr drei Stunden vor der Abwechung. Und nachher, wenn wir es wieder geholt haben, nachher in Venedig unten, wo das Schiff ist, schon reingekommen. Und dann habe ich mir gedacht, ich weiß auch nicht, wie lange das sie brauchen, dass sie runterkommen, weil das dauert oft länger. Dauert oft zwei, drei Stunden, bis die Leute alle, die 2000 oder 3000 Leute, wo es oben sind, dass alle runterkommen. Ich gehe auf, in den Hof und Gebäude. Die Hofengebäude? Ja, wo sie da sind.
Franz:
[34:48] Die großen Scheiben sind zugegeben und auf der Seite ist so ein 2 cm breiter Spalt geworden. Ich spreche da raus, wie sie von Schiff übergegangen sind, und da wie die Treppen summen und auch, genau wie in dem Moment wenn ich raus schaue, durch den Sport da dann wie so raus gespeich, geht gleich der Vater aus und die Mutter. Ich habe gesagt, da brauchen wir gleich runtergehen, dann sind sie gleich da. Auf das kann ich mich auch noch genau erinnern. Das sind halt so Momente, was man nie vergisst. Die laufen halt noch wie ein Film, wie man uns das am Film aufgenommen hat. So sieht man das halt nicht mehr. Man vergisst halt. So gewisse Sachen vergisst man und das andere läuft halt wie bei den Arschleinchen und bei den anderen wieder raus.
Willy:
[35:37] Irgendwann hin und wieder bleibt das Hänger dazwischen.
Franz:
[35:39] Das bleibt hänger, ja. So Eindrücke oder Momente.
Willy:
[35:41] Das nennen wir dann Wissen und Erinnerung.
Franz:
[35:43] Ja, genau.
Willy:
[35:46] Der Betrieb war von Anfang an ein Schafwollbetrieb?
Franz:
[35:49] Ja, von Anfang an ein Schafwollbetrieb. Mein Vater hat das hier aufgebaut. Abgefangen hat er sozusagen mein Haus zuerst gebaut, in 52 Jahren, nach 54, 55 Jahren die Werkstatt einmal nur ehemalig gebaut worden. Das hat 12 x 20 Meter ehemalig gebaut. Und da haben sie, wie sie sozusagen die Decken betoniert haben, da ist es so gewesen, die hat in einem fertig betoniert werden müssen. Damals hat es ja keine Mischwagen gegeben und das und das. Da haben sie mit zwei Mischmaschinen einen Beton gemacht. Und da haben sie so eine Rampen gehabt, da haben sie es aufgegradelt mit der Scheibe drücken. Und da hat es vorne eingehängt, da hat es vorne gezogen und da hat es hinten nach oben geschoben. und so haben sie nachher bis drei in der Früh haben sie noch einen Decken betoniert. Den ganzen Tag um sechs in der Früh angefangen zu betonieren.
Willy:
[36:46] In einem Tuch?
Franz:
[36:46] In einem Tuch, weil du da nicht unterbrechen kannst, weil sonst hast du da so einen Stoß rein und dann halt die Decken betoniert. Und so haben sie in einem Tuch noch die Decken betoniert. Bis halbe drei, drei in der Früh. Bis es fertig war. Und so war das, bis der erste Teil fertig war.
Willy:
[37:04] Aber das heißt, ihr habt quasi alles, die ganze Fabrik oder das ganze Unternehmen nach und nach hergestellt, Maschinen gekauft. Mit welchem Geld damals? Wie hat er das gemacht?
Franz:
[37:14] Ja, mein Vater hat halt, wie soll ich sagen, von Anfang an halt sukzessiv immer gearbeitet und hat sicher, weiß auch nicht, von seiner Mutter ein bisschen was gekriegt.
Willy:
[37:26] Ein bisschen Startkapital haben sie gehabt, dass du mal was hinstellst?
Franz:
[37:29] Genau, und dann ist halt durch die Arbeit sukzessiv immer mehr geworden.
Willy:
[37:32] Und immer wieder reinvestiert, wie es so schön heißt.
Franz:
[37:34] Ja, genau. Und schön langsam ist halt das dazugekommen und ein paar Jahre später ist die Werkstätte mal aufgestockt worden.
Willy:
[37:42] Ist gut gelaufen gleich am Anfang, oder?
Franz:
[37:43] Ja, ist gleich mit gelaufen. Und dann sind halt die einzelnen Teile dazugekommen und der letzte Teil war eigentlich 96, die Halle nach, wo der Krempe-Satz, den wir da vor CFÖ noch halt gekauft haben damals.
Willy:
[38:00] Von denen, die dann aufgehört haben,
Franz:
[38:01] Auch immer zu kaufen? Haben wir heute gebraucht, Maschinen zum gekauft und, So ist das halt durchgegangen, bis zur heutigen Zeit.
Willy:
[38:10] Und wie war es bei dir, damit wir zu dir auch kommen, endlich?
Franz:
[38:13] Ja, ja.
Willy:
[38:14] Du hast von Anfang an gewusst, du wirst Spinner oder Weber oder?
Franz:
[38:19] Ja, von Anfang an. Ja, ich bin halt schon mit Verklangen auf, was auch ich, mit drei, vier Jahren habe ich schon mit in der Werkstatt gewesen und das alles. Habe so schwarze Fingerler gehabt vor den Schrauben und das und das alles. Ich kann mich noch erinnern, da haben wir, wie wir die Spinnmaschinen bekommen haben, das war 1979, 80 ist die Spinnerei dazugekommen, wo wir die Spinnmaschinen entstehen. Da hat mein Vater in den 80er Jahren eine Spinnmaschine von Lodensteiner gekauft und da haben wir die Halle dazugebaut. da war es auch so eine Sache, das war, ja, im Frühjahr 80 war das, da bin ich in die Vorschule noch gegangen, zuerst in den Kindergarten, in die Vorschule, da war ich so sechs Jahre alt, gell, da dann, und dann habe ich gesagt zu meiner Mutter, die ist meistens im Mai mit uns Kinder, da war Lanzarote, Teneriffa, wo wir gefahren, auf die Insel, gell, und mein Vater ist eigentlich halb wieder heim geblieben, also die haben sich den Urlaub noch dabei aufgeteilt, einmal ist die Mutter gefahren, und einmal ist der Vater gefahren, gell, Bei einem Unternehmen hat er ja erst da sein müssen, in der Firma, gell?
Willy:
[39:29] Ja, klar.
Franz:
[39:30] Und so haben sie sich das aufgeteilt und dann ist es gewählt, ja, jetzt habe ich dann gesagt, ich fahre nicht mehr mit in den Urlaub, gell? Da war ich sechs Jahre alt, in der Vorschule, gell?
Willy:
[39:41] Hast du gesagt, du fährst nicht mehr mit? Ja, klar.
Franz:
[39:42] Da fahre ich nicht mehr mit.
Willy:
[39:43] Weil… Warst du überdrüssig, des Urlaubs, oder was?
Franz:
[39:45] Ja, weil da haben wir nachher die Halle dazu gebaut, die Spielreihe dazu gebaut, gell? Und da ist dann nachher der Barger gekommen und das alles und da war ja das interessanter, Der Urlaub, das ist ein Urlaub, gell. So erzählt man es heute noch.
Willy:
[39:59] Der Bagger, okay, mit sechs Jahren Bagger, oder? Das ist ein Trauer,
Franz:
[40:04] Der große Bagger kommt in den Hausgrab und das ist schon mal so.
Willy:
[40:07] Scheiß auf deiner Riffe oder sonst irgendwas und der Bagger daheim steht.
Franz:
[40:10] Ja, da dann. Ja, vor allem gesehen, oder?
Willy:
[40:13] Schaut es mir in die Augen, die volle Überzeugung. Und heute noch, oder?
Franz:
[40:17] Ja.
Willy:
[40:18] Heute noch der Bagger,
Franz:
[40:19] Oder? Was wissen Sie heute noch von dem Urlaub, wo sich damals so sechs Jahre, gell, mit den keine Ahnung, Schwimmflügel am Strand unterwegs gehen, nichts mehr, außer für die Fotos.
Willy:
[40:29] Aber das heißt, das Schrauberei, das Technische, die Baustellen, alles was dieses Unternehmen, wenn man es dann anschaut, unglaublich viele Maschinen,
Der Einfluss von Tradition auf Nachhaltigkeit
Willy:
[40:38] ganz kleinteilig, also viel Feinmechanik wahrscheinlich dabei. Das hat das immer schon fasziniert, da war inzwischen eine Phase, wo du gesagt hast, nein, ich will was anderes sehen, ich will nach Wien, ich will Soziologie studieren.
Franz:
[40:55] Nein, in Endeffekt gar nicht. Sicher sind da mal Phasen drin, wo du sagst, ja, gefällt mir das nicht unbedingt oder das gefällt mir nicht. Das hat jeder von dann her gesehen. Und nachher tut man halt, wie es gut so lange bei mir so ist, dass man nicht immer im gleichen Monatonen-Arbeitsstil weiter tut sozusagen, dass man nicht auf der gleichen Maschine arbeitet. Weil ich kann nur sagen, wie bei den Lodensteiner, ich weiß wie es einer geht, der hat 45 Jahre auf der gleichen Maschine gearbeitet, vorher noch früher bis auf den Oben. Und ich jetzt sage, immer bei der gleichen Spinnmaschine dabei.
Willy:
[41:29] Die Frage klingt jetzt besser, aber hast du ihm das auch angehöhnt?
Franz:
[41:33] Ja.
Willy:
[41:34] Entschuldige, hat dir das irgendwie ausgeklammert?
Franz:
[41:37] Ja, ich habe immer gleich davor gearbeitet. Das war seine Ritter.
Willy:
[41:40] Aber das macht doch was mit dir, wenn du das 45 Jahre machst,
Franz:
[41:42] Oder? Ja, der hat immer das gleiche Ding drin. Und, Dadurch, dass ich daheim eigentlich allein bin, so gesehen, jetzt habe ich einmal mit dir gearbeitet und einmal das zu tun, und einmal das zu tun, jetzt ist das eigentlich halbwegs Abwechslungsreich.
Willy:
[41:56] Zur Abwechslung, dann mit der Fruchhaltung,
Franz:
[41:59] Zum Oberkummer. Ja, das muss man auch machen, dass man wieder sieht, was ausschaut, was man von der Inhalt sieht.
Willy:
[42:05] Rechnungen schreiben.
Franz:
[42:06] Rechnungen schreiben und dann wieder die ganzen Bilanzen rausgeben, hin und her. Und da muss ich eh, das sage ich immer, also das sage ich immer, am 15. muss ich nachher wieder die Schuldigkeit geben auf den Vaterstaat. Und der Vaterstaat sind wir in Endeffekt alle miteinander, weil wir leben ja wieder mit dem, was wir reingezahlt haben, ein bisschen was grömerieren worden, wieder mal raus.
Willy:
[42:26] Mit 94 geht es so, wenn du beißt 100 an, da kriegst du wieder was retour.
Franz:
[42:33] Und ich sogar, weil so am 15. gebe ich nachher mein, zinsenfreies Darleht wieder zurück.
Willy:
[42:41] Du hast gern steuern?
Franz:
[42:44] Ja, die am 15. nicht, weil die habe ich jetzt erst schon kassiert. Durch die Mehrwertsteuer.
Willy:
[42:48] Untersteufe-Aanmeldung. Vorauszahlung.
Franz:
[42:51] Durch die Mehrwertsteuer kassierst du eh schon und musst zwei Monate verwalten. Von denen her gesehen und dann gibst du es wieder ab. Von denen her gesehen. Also habe ich zwei Monate zinsenfreies Darlehen.
Willy:
[43:03] Also in Finanzierung auch aufpassen?
Franz:
[43:05] Nein, meistens so bei mir. Ich bin einer, der was auf die Bank gefährt. Mein Zoll schon.
Willy:
[43:10] Das ist das persönlich so?
Franz:
[43:11] Persönlich, ja. Dass man reden kann und das und das. Da braucht man ein bisschen einen Kundenkontakt. Nicht so, wie heute überall ist, dass du einen Termin brauchst, dass du irgendwo hinkommst, wie es heute überall bei den Behörden so ist.
Willy:
[43:23] Du hast die Hauptsache Filiale sogar im Ordner.
Franz:
[43:25] Ja, wir haben noch eine gesehen. Nur ist es auch schon ein bisschen kleiner geworden, als wir da oben sind.
Willy:
[43:32] Da führen wir Automaten.
Franz:
[43:33] Es ist ja, genau. Ich meide die Automaten, weil da gibt ein Handwort, der Automat.
Willy:
[43:41] Inzwischen geben sie eine andere Tasche. Ich kann schon mit meinem Handy reden.
Franz:
[43:45] Du redest schon richtig kurz zurück. Aber es ist auch du, wenn du auf der Bank bist, der Smalltalk ist auch wieder eine interessante Option.
Willy:
[43:54] Das heißt, dir ist nie etwas angegangen und du hast auch nie hinterfragt. Ihr wart ja auch zu dritt. Was machen denn die anderen zwei? Geht es auch darum, Hofnachfolge oder Spinnereienachfolge?
Franz:
[44:06] Ich bin eigentlich heute schon gewinnter, was die erste Nachfolge ist. Weil? Du warst der ölteste? Weil ich bin der ölteste, der ging von der zweiten gerade aus.
Willy:
[44:13] Ja, zweite gerade, erste.
Franz:
[44:15] Mein mittlerer Bruder, der ist, leider 2001 verstorben.
Willy:
[44:21] Oh weh.
Franz:
[44:22] Ja, Da sage ich, wer hat sich nicht zurecht gefunden auf der Kugel.
Willy:
[44:28] Ja, auch. Ja, ich weiss, was du sagen möchtest.
Franz:
[44:30] Genau, und mein jüngerer Bruder, der ist eher in Lungaro, ist auch in Lässach. Und der hat dann, ist ja der, der hat gelernt und der hat gar nicht so Interesse gehabt auf den ganzen Sofa. Sondern eher mir ist das alles so in die Wege gelegt geworden, kann ich sagen. Und ja, mit dem Vater bin ich auch mit und das und das alles. und habe gesehen, dass er das und das alles tut. Und dann war ja da, kann ich eine Geschichte erzählen.
Willy:
[44:58] Ja, das bin ich da.
Franz:
[45:01] Da ist es auch mit Wien, haben wir also, die jetzt warte mal. Ja, war es auch Urlaub fahren. Flughafen gefahren, meine Mutter mit meinen zwei Brüdern, glaube ich. Ich weiß nicht, dass sie da auf den Riffrei gefahren sind. Und der Vater und ich sind dann nach Hause gekommen. um, keine Ahnung, Mitternacht oder was, finster, weiß ich, gell. Hohen gekommen und jetzt brennt kein Licht, nix, alles finster, kein Strom da, fertig, dadurch, dass wir selber ein Kraftwerk haben, das hat mein Vater da 1957 eingebaut, und ja, da sind wir heimgekommen, alles finster, was hat es jetzt, gell.
Willy:
[45:46] Tschack,
Franz:
[45:48] Ja, müssen wir aufgehen zum Kraftwerk. Das ist da 300 Meter auf. Und schaut, es läuft alles, es läuft alles. Da war es das gehen. Beim Generator, da sind die Kuhnen drinnen. Und da sind die Kuhnen gebrochen. Und jetzt hat es sozusagen keinen Strom mehr produziert. Heute ist das eh nicht mehr so. Heute gibt es ja die Kuhnfreien, Generatoren. Da braucht es gar nichts mehr dran. Aber damals war das ja so. Jetzt hat er da die Kuhn nachsetzen müssen. Und ich bin da mitgewinnt. mit der Tasche nahm den Gleicht, dass er aber was gesehen hat. Und da nehme ich Gleicht und er hat sich dann alles gewechselt. Und ich war durch das so ein Bub mit 6-7 Jahren so miteinander. Und so hat man die Erlebnisse und so lebt man nach hinein in das Ganze.
Willy:
[46:33] Also ich fasse zusammen, Bagger, Kraftwerk, ganz viel Technik daheim. Du hast örtest ein Spinnereinachfolger.
Franz:
[46:43] Kann man sagen, ja.
Willy:
[46:44] Quasi. Und du hast nie hinterfragt, du hast die Schule und alles schon mit der Gewissheit gemacht.
Franz:
[46:52] Ja, eigentlich schon. Lehrberuf, dass ich es gelernt habe.
Willy:
[46:56] Hast du nie Bedenken gehabt, ob du das auch schaffst? Wir kennen uns ja über den Christian Bachler. Der hat sich bei dir quasi die gewaschene Wolle.
Franz:
[47:08] Das Vlies, ja. Das Vlies und mit dem.
Willy:
[47:12] Das nimmt er zu viel Verpackung her, zum Verzendung von den Lebensmitteln und über ihm kennen wir uns und was wollt ihr jetzt sagen?
Franz:
[47:28] Ja, dass ich nie zweifelt habe auf dem, was ich da tue sozusagen, dass ich da eigentlich einen anderen Beruf oder irgendwas haben will.
Willy:
[47:36] Ja genau, das war ich gerade, ich wollte nur das ausführen, jetzt habe ich mir gedacht, jetzt muss ich irgendwie den Ding zum Christen wieder schaffen, bin ein Depp. Du hast nie wirklich daran zweifelt, also das ist, und wenn man da raus schaut, das war es ja, so viele Geräte, Maschinen, das wollte ich sagen, jetzt habe ich einen Foden wieder, Foden verloren und das in der Spinnerei. Überall hängen Fäden, aber der Willy verliert den Faden. Super, wird klasse.
Franz:
[48:02] Kannst du ja noch einen Kreuz spielen, wenn du nicht 2.000 Meter.
Willy:
[48:04] Da, wenn ich einen brauche, ich brauche einen umgegreifen.
Willy:
[48:06] Ja, so einen 2.000
Franz:
[48:07] Meter Foden umgegreifen, dann findest du ihn schon.
Willy:
[48:11] Wird klasse. Ich war einfach fasziniert von den Geräten, die da sind, das, was man da wissen muss. Und die ganz viel Mechanik und so. War da nie irgendwann mal das Bedenken hat. Ja, verstehe ich das überhaupt, was da passiert? Kann ich das überhaupt übernehmen? Das ist ja eine riesen Aufgabe, weil ich nicht nur ein Kraftwerk betreibe und und und.
Franz:
[48:32] Nein, war ich noch nie, weil ich einfach mit denen reingeliebt, mit denen aufgewachsen bin. Ich habe das vom Vortrag gesehen, der hat auch immer ameinander geschraubt und das und alles. Und wie gesagt, haben wir eine Spinnmaschine zulegt, den Self-Actor damals, Wenn wir die anderen aufgestellt haben, da haben wir dann das Leck, das haben wir alles, da haben wir wie gesagt, da habe ich schwarze Finger schon gehabt. Die Spielmaschine, wie wir es aufgebaut haben, kann ich mich auch erinnern, da habe ich die Eisenweißer am Brunnen hingelegt und der Vater hat halt mit der Rennstange hinten noch angeschoben und dann sind wir wieder ein paar Zentimeter weitergekommen und so haben wir das aufgestellt alles.
Willy:
[49:09] Also du hast jedes Teil der Rennen schon mindestens zwei Mal in der Hand gehabt, oder?
Franz:
[49:13] Ja, kann man fast sagen. Es sind Situationen vielleicht drin, wo ich mir heute noch denke ab und zu, aha, schau, das hat mein Vater da so zusammengebaut. Keine Ahnung, wo er selber einen Schrauben sozusagen zugeschliffen hat, dass der wieder passt hat und das alles. Wo ich sage, aha, das hat er selber gemacht.
Willy:
[49:36] Ja, welche Ausbildung hast du erst dann gemacht?
Franz:
[49:38] Weberei habe ich gelernt. Also Textilweber habe ich gelernt.
Willy:
[49:42] Drüben, das, aber sonst der Technische oder lernt man da Technik mit? Nein, gar nichts.
Franz:
[49:46] Das lernt man, ich habe es nicht vor langem dazugelernt.
Willy:
[49:48] Das ist ja im Prinzip nur Technik darin, also Mechanik.
Franz:
[49:51] Ja, ich habe es nicht vor langem dazugelernt, von denen her gesehen.
Willy:
[49:53] Das lernt man halt so, oder?
Franz:
[49:55] Learning by doing heißt das, oder nicht? Learning by doing. Man lernt ja nie alles. Man lernt ja im Prinzip immer, seit Lüben durchlaufen. Sogar bis zum letzten Tag. Man muss es ja nachher wieder lernen oder zu akzeptieren, dass man wieder geht. Das ist ja auch irgendwo ein Lernprozess.
Willy:
[50:12] Du bist einfach für mich, da muss man einfach mich erkennen, Menschen wie du, die Maschinen haben, die so komische Sachen, da mit ganz vielen Teilen und dann so mit Fäden noch tun. Ich bin der grobmotorischste Mensch, den Österreich zu bieten hat. Für mich ist das einfach ein Faszinosum, dass das Ding funktioniert.
Franz:
[50:27] Aber man muss nicht sagen, das ist ja drei linke Hände.
Willy:
[50:30] Mit drei linke Hände? Mehr als noch wahrscheinlich. Deswegen ist es einfach faszinierend, dass sowas funktionieren kann.
Franz:
[50:37] Nein, man muss selber nur ein bisschen reinfüllen in die Maschine und nachher schauen, das ist ja das, weil sie so sozusagen noch keine die grobe Mechanik ist, sozusagen. Das ist halt mit dem Computer und das alles, wo das alles so fein ist. Und da sieht man jeden Schritt, wie es läuft. Und nachher muss man das anschauen und probieren. und wenn eine Strickknudel sozusagen nicht ganz hundertprozentig läuft, muss man sich anschauen, warum ist diese so?
Willy:
[51:05] Warum ist das so?
Franz:
[51:07] Wenn man den Fehler findet, wenn man den Fehler noch findet, dann kann man sagen, darum ist das nicht richtig gelaufen. Das kann ich mir nachher noch erklären draußen bei den Strickautomaten. Da habe ich eine Strickknudel draußen, da kann ich dir noch erklären, warum, wieso das nicht richtig eingestrickt hat. Brauchst du auch Zeit, bis man draufkommt, wieso das so ist. Aber wenn man es nachher weiß, macht es sozusagen Glück, dann weiß man beim nächsten Mal, warum das so ist. Und so, wenn ich gleich einen neuen Strichnull rein tue und suche den Fehler sozusagen nicht, wo sozusagen der Teufel begraben ist, dann weiß man es nicht. Und so weiß man es, dann kann man das eher sagen.
Willy:
[51:51] Und es ist dein Unternehmer, wenn du das nicht tust, du bist gezwungen quasi zu tun, wenn du das nicht tust, fällt es dir am Schädel.
Franz:
[51:57] Ja, genau, süße Sachen.
Willy:
[51:59] Da kommst du eh nicht aus.
Franz:
[52:02] Und ich bin auch einer, der sagt, bevor ich jetzt die Stricknodelle fast wegschmeiße, versuche ich es ja nur zu verwenden, dass die Nachhaltigkeit da drinnen ist. Nicht einfach alles neue, neue, neue, sondern dass man sagt, man tut ein bisschen ressourcenschonend arbeiten, dann läuft das auch weiter. Darum sind ja die Maschinen, wenn man jetzt sagt, wie bei einem Strickautomat oder bei einem Kartatschen. Das ist ein Kartatschen? 100 Jahre alt. Das ist das, wo das Flies entsteht, oder? Ein Kartatschen? Ja, wo das Flies entsteht, die Kartatschen. Sagen wir einen Lunger dazu. Sonst ist es eine Krempel, oder eine Kartiermaschine, wo die Fasern sozusagen ausgerichtet werden und wo das Flies entsteht, das, was zum Beispiel der Christian hernimmt, zum Füllen vor seine Fakten.
Willy:
[52:51] Das ist schon das Flies, oder?
Franz:
[52:52] Ja, das ist das Flies manchmal, ja.
Willy:
[52:53] Über das reden wir langsam, was das alles ist. Das dröselt mir dann alles quasi auf. Jetzt noch ein bisschen zu dir. Wann hast du den Betrieb dann von Papa übernommen? Wieso? Oder war das so ein fließender Übergang?
Franz:
[53:06] Ja, das war eigentlich alles ein fließender Übergang. Ich habe gelernt, von 90 bis 93 habe ich gelernt bei den Lodensteiner. Dann habe ich noch ein halbes Jahr, bis ich zum Bundesheer geguckt bin, habe ich so halb und halb bei den Lodensteiner daheim gearbeitet. Dann haben wir das aufteilt. Und dann war ich beim Bundesheer. und dann habe ich mit Anfang November daheim zur Nachrat angefangen. Dann hat mich damals schon meine Mutter angestellt, weil meine Mutter das Gewerbe gehabt hat. Die hat mich dann angestellt. Dann war ich angestellt bis 2000 Ölfe und ab 2000 Ölfe habe ich nachher ein Zewerbe als Gewerbe.
Willy:
[53:43] Und da hast du dann schon quasi über 2011, wo der Papa schon...
Franz:
[53:46] Ja, da war mein Vater schon...
Willy:
[53:48] Über 70, 72, 72?
Franz:
[53:50] Nein, da war mein Vater schon 92.
Willy:
[53:53] Was ist das? Ah ja, 2013, ja, wenn falsche Richter gerechnet,
Franz:
[53:59] Ja. Ja, da war schon 1992, da habe ich das Gewerbe übernommen, aber vorhin habe ich das.
Willy:
[54:04] Von der Mama
Franz:
[54:04] Übernommen. Und meine Mutter hat es in 85 Jahren von meiner Vorderung übernommen, wie nachher in die Pension gegangen ist. Und mein Vater ist ungefähr mit 66 die Renten gegangen.
Willy:
[54:16] Also ganz jung noch, ne?
Franz:
[54:17] Ja, ganz jung. Und dann hat meine Mutter das Gewerbe gekriegt, weil sie die Ehefrau war. ist es eher leichter gegangen, dass er das Gewerbe gekriegt hat. Und ich habe dann 2011 das immer noch an.
Willy:
[54:32] Bist du da drin, warst du angestet? Hat
Franz:
[54:34] Es die zweite.
Willy:
[54:34] Mama oder hat es dich recht geschwunden?
Franz:
[54:37] Ja, bei mir ist es so gewesen, wie hat es immer gesagt, die Mutter hat ihr einen Brutto für den Nettolohn gekriegt. Das, was ich gearbeitet habe, habe ich gekriegt. Und das andere ist eh das, was ich daheim gelebt habe. Da habe ich auch wieder, was braucht ihr fährt.
Willy:
[54:53] Also du bist durchgekommen?
Franz:
[54:54] Ja, ich bin über die Runden gekommen. Mehr braucht man im Endeffekt nicht, dass man über die Runden kommt.
Willy:
[55:01] Und das ist ja so,
Franz:
[55:01] Umso mehr dass ich da habe, umso mehr habe ich gehabt. Wenn ich immer nichts mehr gehabt habe, dann habe ich wieder ein bisschen mehr getan gewesen.
Willy:
[55:10] Das ist jetzt eigentlich schon wieder eine Frage an den Papa, aber dann auch vielleicht auch an die, warum habt ihr euch damals gerade für Schafswolle entschieden und warum hast du das auch mit Schafwolle weiter gemacht? Ist das irgendeine spezielle, weil es so viel Schafen gegeben hat, oder weil das euer Lieblingswerkstoff war, oder warum?
Franz:
[55:27] Meine Frau hat das angefangen, damals zu lernen, in den Mitte der 30er Jahre hat er das gelernt.
Willy:
[55:34] Da hat es noch viel Schafen gegeben, war das damals?
Franz:
[55:36] Ja, da war ja das noch eine Ressource bei uns da, wo man das viel mehr verwertet hat. Das heißt, nach dem Krieg ist das erst so gekommen, so richtig gekommen ist es eigentlich so in den 70er Jahren. 70er, 80er Jahre, da ist eigentlich die Textilindustrie alles ausgelobet worden, so Richtung Südostasien, wo billigst, billigst gearbeitet worden ist. Dann ist bei uns da die Schofen liegen geblieben, die ist ja teilweise alles weggeschmissen worden.
Willy:
[56:02] Damals schon?
Franz:
[56:03] Ja, da vor allem gesehen, weil es ja noch keiner mehr verarbeitet hat. Und in der heutigen Zeit ist es halt so, dass das im Prinzip von den billiglohnen Löhnen, billiglohnen Löhnen das ist ja zu uns ja billigst kommt, weil du kommt bei dir das T-Shirt um drei Euro her und alles Mögliche, was ich mal habe. Es gibt ja hinten die, die Fast-Fashion-Mode, wo man das Mund nur einmal umhat und dann schmeißt man es wieder weg, braucht man nicht mehr waschen und das alles. Wo bleibt da die Nachhaltigkeit?
Willy:
[56:33] Man spart Wasser.
Franz:
[56:34] Ja, man spart das Wasser. Das Wasser spart man in dem Sinne ja nicht von denen her gesehen, weil das Wasser reinigt sich ja immer wieder selber. Und dann, dass es im Endeffekt verdunst und dann kommst du wieder runter. Jaja, aber es ist ja so. Von denen her gesehen.
Willy:
[56:51] Das kann man objektiv eher sehen.
Franz:
[56:53] Das ist im Prinzip nur eine Werbemaßnahme, dass uns das so entrichtet wird, da sparen wir Wasser. Oder wir sparen das. Das ist das Gleiche, wenn Sie nicht sagen, bei den neuen Waschmaschinen sparen wir uns das und das, so einen Strom und hin und her. Die alte Waschmaschine ist gleich eine Stunde gelaufen, die neuen Waschmaschinen laufen zwei Stunden. Was ist da der Unterschied? Von Rennen her gesehen. Bei einer neuen Maschine mehr Zeit, als wir bei der Welt, so gesehen. Nur weil die neue Waschmaschine schneller kaputt ist, wie die alte. Aber man darf nicht zu weit ausschweifen.
Willy:
[57:28] Weil das ja gegen die Räder schafft. Ich glaube, das ist insofern wie dein Ausschweifen, finde ich, weil deine Geräte, die du da hast im Betrieb, sind ja teilweise über 60 Jahre alt.
Franz:
[57:38] Ja, die waren ja schon fast 100 Jahre, als du 1925 gebaut hast.
Willy:
[57:41] Du hast ja auch gesagt vorher, die Nadel, du schaust bevor du sie wegschmeißt, wieder. Von dem her ist das kein Ausschweifen, sondern erklärt eher ein bisschen...
Franz:
[57:49] Dass man ein bisschen nachhaltig macht, das Ganze. Und eine Mal einmal da, zum Beispiel bei dem Krempedaler, bei einer Kartatsch, was er so alt ist, hat er mir das einmal auch gesagt. Was ich gesagt habe, ja, damals ist eigentlich, In 25 Jahren ist einmal die ganze Energie aufgewendet worden, die Maschinen zu bauen. Und jetzt brauchst du eigentlich nur die Maschinen, damit sie läuft. Gehört die Energie dazu.
Willy:
[58:15] Fixkosten sind drinnen.
Franz:
[58:17] Ja, die meiste Energie brauchst du dazu, dass das gebaut wird. Da braucht man die meisten Energie dazu, dass das überhaupt gebaut wird. Das ist eigentlich fast überall so. Wenn man heute ein Familienhaus nimmt, brauchst du auch die meisten Energie, dass das Haus gebaut wird.
Nachhaltigkeit im Handwerk und Konsum
Franz:
[58:32] du kannst heute noch 100 Jahre harzen, hast du die ganze Energie noch gar nicht verbraucht die du nur zum Bauen hast gebracht von dem her gesehen ja wenn du es umrechnst, kostet das Haus keine Ahnung, 500.000 Euro kostet das Haus so gesehen dann kostet du so lange harzen, bis du sozusagen die ganzen Dinge verbraucht hast, kostet 100 Jahre harzen mit denen.
Willy:
[59:00] Sag, weil du jetzt den Begriff ein paar Mal verwendet hast, was heißt denn Nachhaltigkeit für dich? Nachhaltig. Das ist ein Modewort, eh schon länger, aber was heißt es für dich?
Franz:
[59:12] Für mich.
Willy:
[59:12] Weil du es jetzt auch schon ein paar Mal verwendet hast.
Franz:
[59:14] Ja, weil wir das ja von Anfang an schon machen zum Beispiel. Wenn ich jetzt bei der Strickerei da dann, wenn wir die Jagd stricken und die Strickfessen machen, da habe ich nachher, wir Stücke und die Teile einzeln runter, die werden nachher sozusagen so ausgefertigt alles, was alles zusammengekommen ist. Und dann bleiben von den Garn, wo es halt wegfällt, bleiben halt vier, fünf Meter Rest Garn übrig, das was abfällt. Und heute bei den, Bei den anderen Maschinen, bei den computergesteuerten Maschinen, da fällt dann schon ein Fünftel von Material weg. Allein, dass die Randleisten eingehalten werden und das alles, und das wird dann auch weggeschnitten. Oder wenn halt dann die fertige Ware ankommt, Meterware, und das wird dann zugeschneidert, dann kann man das auch nicht genau die Formen so ausschneiden, da bleibt auch immer Rest über. Man schaut schon, dass sie zusammenlegen, aber da bleibt auch mehr über. und dann ist die nächste Nachhaltigkeit ist, wenn ich jetzt eine Jacke, zum Beispiel so wie es bei mir ist, der Wolchröcker, 20 Jahre oder 25 oder 30 Jahre halt wenn du nicht.
Willy:
[1:00:22] In die Waschmaschine hast zwischendrin
Franz:
[1:00:23] Ja kannst du schon in die Waschmaschine weil sie halt die neuen Programme haben mit dem Wollsiegelprogramm da schwenkt der nicht mehr, da kann man das machen oder sonst mit Handwäsche, aber wenn ich eine Jacke habe zwischen 20 und 30 Jahre, dann bin ich ja selber schon nachhaltig unterwegs, weil ich nicht alle Jahre einen neuen Anrack oder irgendwas brauche, eine andere Jacken. Das, was uns die Mode vorschreibt. Die Mode schreibt uns ja vor, alle Jahre ein neues, den neuen Stil. Das ist jetzt Stil, das ist die neue Farbe und das und das ist. Wenn ja heute dann so etwas bei uns ist, Vor 60er oder 70er mittlerweile sind, naja, 60er sind es ungefähr, und immer nur den gleichen Schnitt und Stil haben und heute aber noch im Prinzip modern sind.
Willy:
[1:01:14] Werden noch gekauft?
Franz:
[1:01:16] Zwar nicht mehr so viel, als wie da oben ist. Aber sie werden wieder mittlerweile, wenn man es halt mit der Nachhaltigkeit sagt, dass der Jan gerade 20 Jahre alt und schön warm ist.
Willy:
[1:01:28] Dann kommen sie ja,
Franz:
[1:01:31] Von denen her gesehen.
Willy:
[1:01:31] Also gekippt war, immer mit dem Ding da, ich glaube, ich muss dich dazu ein bisschen weiterführen. Das heißt, das war ein bisschen eine Flaute und jetzt kommt das wieder mehr, oder wie?
Franz:
[1:01:41] Ja, jetzt kommt das wieder ein bisschen mehr, weil du durch die, wie soll ich das eigentlich sagen, ein bisschen aufzeigt wird, was eigentlich passiert auf der Welt mit den globalen, Wandererführerreihen, dass es nicht nur um die halbe Kugel vier und das und das ist. Bei uns da wird sozusagen fast vorgeschrieben, ich sollte nicht so viel mit dem Auto fahren, weil es vergaßt die ganze Umwelt. Aber wenn du nicht schaust, wie viele Tonnen mit den Schiffe hin und her transportiert werden oder Zeug hin und her transportiert werden, wo ein Haufen Diesel oder Sprit verbraucht wird. Und der kleine Autofahrer sollte sparen, von dem her gesehen. Der war alle Tags an jeden selber, wenn er zu Fuß geht, weil es ja für den Körper auch was tut.
Willy:
[1:02:28] Also wie ich heute hergegangen bin, zu Fuß, weil ich was da fahren habe, das Thema haben wir schon gehabt.
Franz:
[1:02:32] Ja, aber das ist ja genau das, was dich aufricht. Was meinst du? Was du das jeden Tag tust?
Willy:
[1:02:36] Ja, ja, Eisbaden ist modern oder einfach in der Lunggäuerin spazieren gehen.
Franz:
[1:02:39] Das ist ganz was anderes.
Willy:
[1:02:40] Von dem her gesehen.
Franz:
[1:02:42] Und so braucht man nicht das Zeug um die halbe die Kugel transportieren, sondern wenn man es von da nimmt, wenn man es gleich von der Wiese draußen rausnehmen sozusagen, von Schafe direkt da, weil die wollen und verarbeiten die nach unserem Produkt, braucht keine langen Wege haben und das und das alles. Nur ist das halt alles in den Hintergrund gerückt, weil halt das Problem, was wir haben, Die Gier. Die Gier?
Willy:
[1:03:06] Okay.
Franz:
[1:03:07] Die Gier nach dem Geld, die soll ja noch größer werden. Wo können wir noch ein bisschen was rausholen? Wo können wir noch was rausholen und so, oder?
Willy:
[1:03:15] Und wie verwehrt ihr euch gegen diese Gier?
Franz:
[1:03:18] Ja, das ist das, weil wir keinem Familienbetrieb sind. Jetzt bin ich eigentlich durch das, dass mein Vater das Kraftwerk gebaut hat, eigentlich autark, bin ich nicht abhängig von irgendjemandem anderen, sondern kann auch selber bestimmen, wie das mache, und wie ich es tue, und habe einige Kundschaften, die was halt wieder zurückkommen und ihre eigene wollen, wo sie nachher verspinnen und verstrickt, und das was nachher selber die Kundschaften sagen, ja, das ist jetzt von meinen Schafe, die Socken oder die Frästling sind von meinen Schafe, oder die Strickwästen, und das ist wieder der Mehrwert, was immer wieder ein bisschen mehr wert ist.
Willy:
[1:03:56] Der Mehrwert, der immer wieder ein bisschen mehr wert ist?
Willy:
[1:03:58] Ja.
Willy:
[1:03:59] Schöner Spruch, das, ich habe es eh aufbrannt. Du, jetzt war ich schon beim Rohmaterial. Du hast gesagt, ihr habt nur Wollen da von der Region, von den Bauern oder von wo kommt ihr ein Wollen?
Franz:
[1:04:16] Ja, österreichweit kann man sagen. Früher haben wir auch bis ungefähr 2000 die Übersee-Wolle von Neuseeland und Südamerika beigemischt, dass die Wollen ein bisschen feiner werden und das alles. Und ab 2000 habe ich mich eigentlich entschieden, nachher so, hauptsächlich sozusagen die heimische Wolle zu fahren. Warum? Ja, weil ich damals schon auf den Gedanken bin gewesen, wieso müssen wir das alles von weiß gut wo her haben und nicht unser eigenes Produkt zu verwenden.
Willy:
[1:04:47] Ja, du hast es selber schon gesagt, die heimische Wolle, vielleicht kannst du es ja erklären, wieso. Ja, weil es ist ja ein bisschen fester, ein bisschen gröber, gröber,
Franz:
[1:04:56] Gröber und das alles, ja, und da, ah, das ist nicht so gut und das und so weiter und sofort. Und das ist das, was in der damaligen Zeit gezählt hat. Es muss alles schön weich sein, es darf nicht kratzen und das alles.
Willy:
[1:05:08] Aber ist das nicht verständlich?
Franz:
[1:05:09] Das alles von denen her gesehen.
Willy:
[1:05:10] Dass der Konsument hergeht und sagt, ich kann mich erinnern, als Kind, als ein Wohlbullo gekommen ist, der kratzte. Wird ich den wieder auszogen und verschwinden lassen können, war ich ja froh. Und der Weiche war super. Also als Kind, wo ich nicht dran dachte, an globale Zusammenhänge.
Willy:
[1:05:25] Also
Franz:
[1:05:26] Das ist das, weil es vielleicht nicht so vorgeknüpft geworden ist. Wenn deine Eltern sozusagen einen Wohlpullober auch gehabt hätten, dann hast du das gesehen auf einem kleinen Aufhang, die tragen den Wohlpullober immer und dann siehst du nichts anderes und dann siehst du das auch.
Willy:
[1:05:41] Wie tragt man denn den Wohlpullober richtig, dass er nicht kratzt?
Franz:
[1:05:44] Wenn man ihn richtig tragt? Ja, dass er nicht kratzt. Ja, den muss man oft nur tragen, dann wird er ein bisschen weicher. Wenn man öfter tragt, das ist bei den Wolken genauso, So öfter, dass man tragt, umso weicher wird dann nachher, dann gespürt man das nicht mehr. Darum hat meine Mutter gesagt, das war immer so, bei uns drei Kinder, ich war der Erste, der alles in Wolchen gekriegt hat, und dann hat er der Nächste nachgetragen und der Nächste nachgetragen. Und bei meinem hingsten Bruder, der ist um dreieinhalb Jahre hingegen, der hat ja den Janker noch nachgetragen, in den letzten halben, und da war der Walchenker schon nicht so kreuzig, als wenn man den ganzen Neunutzung hat, sondern der war schon ausgeruht, so gesehen. Und jetzt war der dann schon wach, vor dem her gesehen, das hast du nicht gespürt, dass der kreuzigt, sozusagen. Du kannst dir dann mal meinen anziehen, der war schon 20 Jahre alt, du spürst gar nicht, dass das, wenn du den einen Neunutzung ziehst, das juckt wieder ein bisschen. Aber das Jucken ist auch nicht schlecht, weil das regt den Blutkreislauf und ist gesund, Ist gesund und dann wird es auch nicht mehr so kalt, von denen her gesehen. Das ist das Positive.
Willy:
[1:06:53] Das Jucken ist eigentlich gut.
Franz:
[1:06:55] Ja, es gibt manche, die eine Wollallergie haben.
Willy:
[1:06:59] Die kommt das Sonsten. Das ist wieder was anderes.
Franz:
[1:07:01] Aber von denen her gesehen ist das so.
Willy:
[1:07:03] Welche Schafe sind es jetzt, wo ihr die Wolle habt?
Franz:
[1:07:07] Ja, das sind jetzt sozusagen die reinen Bergschafe, die wir hier haben. Dann ist ein Schaf dabei, Milchschaf sind dabei. dann auch die ja.
Willy:
[1:07:18] Was ich noch
Franz:
[1:07:20] Mittlerweile vorworte ich auch das Steinschaf vorworte, da gibt es das Steinschaf das alpine Steinschaf, das greine Steinschaf.
Willy:
[1:07:29] Aber alles separat?
Franz:
[1:07:31] Das ist noch alles separat was ich noch so vorworte ob man so die von Dörsteinwolle das ist, nennen sie die anderen dann wieder Bomberwolle das ist also dunkelbraune Wolle gibt es auch Jura Wolle wieder je nachdem Okay.
Willy:
[1:07:45] Das heißt aber, die Wolle wird nicht gemischt, sondern wird separat verarbeitet oder wie ist das?
Franz:
[1:07:49] Das wird jetzt dann sozusagen, wenn ihr es für die Kundschaften habt, das kommt dann separat, oder? Die wird in der Rührung gewaschen beim Regensburger.
Verarbeitung der regionalen Wolle
Franz:
[1:07:57] Und kommt dann zu mir her, die verspinne ich nachher, da habe ich nachher die verschiedenen Ballen, was ihr seht, zwischen 50, 100 und 150 Kilo. Und das verarbeite ich nachher da, das ist nachher die eigene Wolle, wo es nachher da raus, nachher, nachher, wenn ich es verschwunden habe, entweder kriegst du das fertige Garten zurück, oder ich stricke nachher die Socke und die Fäßchen nachher.
Willy:
[1:08:18] Aber muss man die Sorte reinverspinnen oder du kannst dich auch mischen?
Franz:
[1:08:21] Ich kann das alles mischen, ja, ich kann das alles mischen, vor dem Ding her gesehen, vor dem Woll her. da vor allem hergesehen. Wenn ich jetzt für meinen, die eigene sozusagen, mische ich die Wolle zusammen, nur für die Kundschaft, wenn es extra ist, dann ist das die eigene Wolle. Die 50 Kilo spinne ich nachher und die kriegst du nachher wieder die eigene Wolle zurück.
Willy:
[1:08:42] Habt ihr nur Schafwolle oder habt ihr so Alpaka und andere?
Franz:
[1:08:48] Nein, es sind nur alles Schafwolle.
Willy:
[1:08:49] Alles Schafwolle.
Franz:
[1:08:49] Also die Alpaka-Wolle, die kann ich nicht verarbeiten, weil dieses so ein glattes Haar ist und das fällt dann durch die Maschine durch.
Willy:
[1:08:55] Das ist eine andere Maschine,
Franz:
[1:08:58] Das läuft ein bisschen anders da erst, und wenn man sich vorstellt in Südamerika, wo die Alpaka so alles ist, da wird ja zu 99% alles mit der Hand verarbeitet, von denen her gesehen. Es gibt zwar Maschinen dazu, die da verarbeitet wird, aber das funktioniert halt nicht so gut, von denen her gesehen. Also bei mir funktioniert es halt bei meinen Maschinen nicht, weil das ausgelegt ist auf die Schafwolle. Ganz spezialisierter Betrieb. Was.
Willy:
[1:09:30] Haben wir gerade Besuch?
Franz:
[1:09:31] Ja.
Willy:
[1:09:33] Hi. Ich gehe jetzt kurz zusammen und fahre nochmal auf.
Willy:
[1:09:37] Ja. Nur, dass du weißt,
Franz:
[1:09:39] Ich bin das nachher noch da. Wir brauchen ja noch ein bissel. Wir sind ja schnell niemals bei der ersten Drittel, glaube ich.
Willy:
[1:09:45] Wir fangen jetzt gerade erst mit der Wohne an. Ja, das ist ja kein Problem, aber nicht, dass er mich sucht.
Franz:
[1:09:51] Grüß dich, Martina.
Willy:
[1:09:52] Servus, Willy.
Willy:
[1:09:53] Grüß dich.
Willy:
[1:09:55] Ja.
Willy:
[1:09:55] Ich lasse das nochmal anschauen. Nicht, dass wir was rein können.
Franz:
[1:09:58] Aber sie schaut da nicht so laut aus, oder?
Willy:
[1:10:00] Nein, aber die hat so ein Schmerz mit dem. Das muss mit dem. Ja. Und das noch.
Franz:
[1:10:05] Ja, sie sieht so aussehen und dann passt das schon.
Willy:
[1:10:07] Gell?
Willy:
[1:10:08] Katzele. Ja, die hat wahrscheinlich einen Tritt gekriegt.
Franz:
[1:10:10] Irgendwas hat sie, ja. Und die hat einen Gaumen. Riss oder was?
Willy:
[1:10:14] Oder Spalt. Nein, da.
Willy:
[1:10:16] Da rein. Aube.
Willy:
[1:10:18] Ja.
Willy:
[1:10:19] Und die ist am Samstag so weit, sie hat nicht mehr schnaufen gekriegt, weil da waren sie in Gaumen was haben gekriegt, wo alles durch die Nasentuch. Ja.
Willy:
[1:10:25] Und jetzt ist da alles verklebt worden. Nein.
Willy:
[1:10:28] Jetzt haben sie die Nase nur und jetzt kriegt sie Antibiotikum und Schmerztabletten. Eh alles, das volle Bucke. Was man nicht alles tut wie seine Fücherl, gell? Ja, weil wenn das eine Entzündung reinkommt, dann geht das in den ganzen Körper und dann geht es ja mies zugrunde. Das können wir auch da haben.
Franz:
[1:10:48] Mittlerweile. Sie ist ja wieder flot unterwegs und fressen.
Willy:
[1:10:52] Oder sie jammert auch nicht so, gell?
Franz:
[1:10:54] Einfach nur mich anschauen lassen, dann wird es schon passen. Eine Katze hat ja sieben Katzen leben, gell. Jetzt hat sie eine halbe hat verbracht.
Willy:
[1:11:02] Also von dem her sechs hat sie noch.
Willy:
[1:11:06] Nein, aber einem weiß ich halt 20 Sekunden. Ob sie es da nicht gehatzt, da drin?
Franz:
[1:11:11] Wohin, da oben läuft der da. Der ist eingeschalten.
Willy:
[1:11:14] Ist dir kalt? Du schaust ein bisschen da vorne aus, ja?
Franz:
[1:11:16] Ja, der Willi, wenn ich noch früh komme, hat er gesagt, boah, super, es ist ein Lungau, du hast schön gefrisch, oder?
Willy:
[1:11:21] Du hast total meine Finger, glaube ich, eine halbe Stunde nicht gespielt, wie ich da rein bin. Dann haben sie pumpt, bum, bum, bum, sind sie wieder aufgetaut. Ich bin eh ein halber von Salzburg, aber ich bin zu lange in der Stadt schon, ein bisschen verweichlicht inzwischen. Schön, dass dir das auch passiert, obwohl du von da bist. Nächste, die angeregt ist. Ich bin auch schon angeregt. Ja, das tut ja nichts.
Franz:
[1:11:43] So schaut das aus.
Willy:
[1:11:44] Wenn du das nicht ausholt, nachher. Dann bist du falsch. Ja, und jetzt versuche ich halt da ein bisschen das Geheimnis der Schafwolle zu lüften. Wo siehst du das dann? Oder wie ist das? Auf meinem Kanal. Bauer to the people. Aber da schicke ich euch dann, sobald das dann fertig ist und so, seid ihr die Ersten, die das wissen. Mit Video, Audio. Ist das so, wie der Christian auf Facebook die Videos postet, oder? Bisschen, ja. Also auf Facebook wird es dann auch sein, mit Ausschnitten und so.
Franz:
[1:12:17] Ja, ich tue das ja mit dem Christian zusammen.
Willy:
[1:12:19] Das ist auch rein von mir. Ja, und Christian ziehe ich ihn nur auf Facebook, wenn er so ein Video sendet. Ja, ja, ja. Das schaue ich an.
Franz:
[1:12:28] Ja, wenn er das und das wieder macht.
Willy:
[1:12:31] Ich schaue ja nicht so viel Zeit,
Franz:
[1:12:35] Dass ich so schaue und das und das.
Willy:
[1:12:37] Du musst immer arbeiten. Nein, ich beschäftige mich mit dem und dem Respekt.
Franz:
[1:12:44] Ich habe mein digitale Sendy sozusagen, ich habe lange nur eine Tastentelefonfrau. An Nokia 6210.
Willy:
[1:12:51] Ein Prägeln angeboten?
Franz:
[1:12:52] Ja, so ein Ding, super gegangen. Bis auf Forex, schreibt er ja das Finanzamt vor, du musst das ID-Nummer eingeben und das und das, dass du da reinkommst, das Finanzamt und Krankenkreis.
Willy:
[1:13:09] Und das geht miteinander nimmer. Dass du keine App hast zum Freischalten.
Franz:
[1:13:13] Ja, weil du es nicht freischalten kannst und dann musst du da reinkommen und jetzt musst du mit dem Finger das da rein und her, dass ich da reinkomme.
Willy:
[1:13:22] Jetzt hast du umsteigen müssen auf eine Wichterleitung.
Franz:
[1:13:24] Ja, und ich habe immer noch beim Finanzamt die Steuerfahreinmeldung auch noch schriftlich gemacht. Die ganzen Bücher ausgeführt und geschrieben und reingeschrieben, was das ist, Schaf, Waren, Erzeugung, so lange, jeden Buchstaben, wenn du jetzt krass reingeschrieben kannst, die Zettel von damals, habe ich noch geschrieben, nach dem Krach kommen die Briefe von mir rauf. Ich habe das nicht abgegeben. Der Post stimmt bezüglich. Jetzt geht das ja mit der Post auf Damsig runter. Und bis das in Damsig unten bei dem Finanzamt, das haben wir eingegeben, haben gehabt mit dem Computer, hat das ja auch ein Zeitel da. Und dann ist der Brief gekommen. Was du hast, mit dem Brief, bei dem Finanzamt Damsig, ich habe das da abgegeben. Da ist der Stempel, da habe ich den Brief abgegeben, fertig. Ja, das dauert seine Zeit, bis das das in Damsig eingeben wird, bis das das auf Wien runterkommt.
Willy:
[1:14:17] In der Zwischenzeit nein,
Franz:
[1:14:20] Straf nicht, sondern in der Zwischenzeit sozusagen haut der Computer schon die Zettel aus, das wird kompetiert und das geht einfach raus gehen. Dann kriegst du so einen Brief für das alles, gell.
Willy:
[1:14:32] Da werden sie unten hucken in Wern und der Huber hat es schon wieder schriftlich angegeben.
Franz:
[1:14:38] Das wollen sie ja nicht mehr. Bis zum Schluss, bis zum Schluss.
Willy:
[1:14:42] Er nimmt seine ganzen Feuerwehr-App alles bei mir auf dem Handy. Du hast alles du am Handy,
Franz:
[1:14:47] Ja. Und dann ist es gehen. Der Finanzler, was da bei Ihnen ist, ruft an. Ich habe ja niemals eine Finanzseite online.
Willy:
[1:14:57] Das habe ich ja nicht.
Franz:
[1:14:58] Das ist alles eingereicht. Alles erstellt und das und das. Wer hat das gemacht? Das habe ich ja nie gemacht. Das ist alles schon fertig. Ich brauche nur mehr abgeben und das alles. Meine Daten und alles drin. Hat er das schon gemacht? Keine Ahnung. Jetzt tue ich das halt so. Dann habe ich jetzt ihm gesagt, aber daheim die Buchhaltung, die darf ich ja noch mit der Hand schreiben, oder? Da brauche ich das eh noch nicht nach, das alles hin und her. Nein, das darf ich nicht noch. Noch? Dann habe ich gesagt, dann passt das.
Willy:
[1:15:26] Ja, wer weiß, das wäre sicher.
Franz:
[1:15:28] Das wäre immer toll, weil das kann ich mir nicht verbieten. Weil wenn ich das mit der Hand schreibe, und wenn ich das mit der Hand schreibe, dann weiß ich, was ich schreibe. Wenn du das nicht eintippst, irgendwann weiß ich das nicht. Aber du weißt, ungefähr die Zolle, da habe ich einen Fehler gemacht, zurück, fertig, fertig, fertig.
Willy:
[1:15:47] Magst du noch einen?
Franz:
[1:15:48] So gesehen.
Willy:
[1:15:50] Lass noch einen runter.
Franz:
[1:15:51] Ja, bringst du noch einen raus. Ich brauche keinen mehr.
Willy:
[1:15:55] Nicht?
Willy:
[1:15:55] Ich kann mit 7 Kaffee erleben, gut. Das ist lieb.
Franz:
[1:16:04] Ja, so schaut das aus.
Willy:
[1:16:07] Ja, und was sagen dann, also wir sind jetzt wieder da, wir haben kurz Besuch gehabt, wir sind jetzt wieder mittendrin und wir waren ein bisschen auch bei der Walle, was sagen denn deine Kunden, dass du zum Beispiel nur auf regionale Walle setzt, der Mitbewerber, da hat kein Leute drinnen, der Ferner, glaube ich, oder? die verarbeiten ja eine naseeländische Wolle was sagen da die Kunden auf was legen die Wert oder warum kaufen deine Kunden?
Franz:
[1:16:35] Das sind Kunden die wissen was sie kaufen wollen der was jetzt da kommt der kommt bewusst eigentlich und sagt das ist schön dass es das noch regional so gibt, und wie gesagt nicht von was geht wo her kommt und besonders die was sich die eigene Wolle Fahrrad zum Beispiel, wenn ich jetzt die 50, 60 Kilo verspinne, ist halt immer wieder, dass sie sagen, sind wir froh, dass es sich noch so einen gibt, der das so macht. Weil überall anderen Stand machen sie halt sozusagen, wo sie die eigene wollen, verspinnen, wollen sie keine Ahnung, ob 1000 Kilo nur mehr die wollen verarbeiten. Keine 50 Kilo, sondern 1000 Kilo sollte die Partie haben. Und ich mache halt das mit 50 Kilo auch.
Willy:
[1:17:23] Aber gewaschen.
Franz:
[1:17:24] Gewaschen die Wolle, ja.
Willy:
[1:17:26] Auf das kommt man nachher noch waschen, ist ganz ein wichtiger Faktor. Wenn sich die Wolle kauft, zukauft es auch und generell, worauf achtet man, wenn man Wolle einkauft, auf was schaut man da?
Franz:
[1:17:39] Wo ich da schaue, ja, ob sie jetzt, wie gesagt, dass sie gewaschen ist, dann schaue ich es wie lang das ist, nicht zu lang ist, die Wolllänge. Die Wolllänge sollte halt nicht, wenn es jetzt sozusagen nur 2 cm lang ist, die Faser, dann lässt es sich auch nicht gut verarbeiten, weil sie zu kurz ist.
Willy:
[1:18:03] Entschuldigung, dass ich dir das Ding jetzt mache, ich sage dir jetzt, du sprichst mit mir, meine große Stärke ist die konstruktive Ahnungslosigkeit, das heißt, die Frau blöd, bin sehr interessiert, aber keine Ahnung, worüber du redest. Erklär es mir. Wolle, du hast gesagt, die Faser. Die Faser ist das einzelne Wollhaar.
Franz:
[1:18:20] Das Wollhaar, ja.
Willy:
[1:18:21] Und das ist halt gekräuselt und wenn du das in die Länge ziehst, dann hat das eine gewisse Länge.
Willy:
[1:18:25] Eine gewisse Länge, ja.
Willy:
[1:18:26] Ja, nur dass man es mal so versteht. Genau.
Franz:
[1:18:28] Und da ist halt am besten, wenn es so zwischen 4 und 6 cm die Länge hat.
Willy:
[1:18:34] Aha, länger ist auch schlecht wieder, oder?
Franz:
[1:18:36] Ja, wenn es länger ist, kann man es auch nicht zu gut verarbeiten, weil nachher wickelt es das bei den Maschinen an. Bei den einzelnen Wurzeln, ja.
Willy:
[1:18:42] Okay, das heißt, du fährst da rein, prüfst dann einzeln die Länge?
Franz:
[1:18:45] Ja, das schaue ich an. schau alles aneinander, dann passt das.
Willy:
[1:18:48] Ja, das geht für dich so.
Franz:
[1:18:50] Wie es bei uns ist, wird ja scharf eh einmal in Frühjahr und dann haben wir in Herbst geschaut und dann hat die meistens, die wollen die Länge so fahren. 4 bis 6 oder 8 cm, dann passt das. Aber wenn es jetzt 15 cm lang ist, ist es höher. Dann wickelt sich das bei die Walzen um.
Willy:
[1:19:04] Dann passt die Maschine wieder nicht mehr ganz.
Franz:
[1:19:06] Ja, das ist auch nicht gut. Dann gehört sozusagen die Faser vorbei wieder nur ein bisschen durchgeschnitten.
Willy:
[1:19:13] Schaut man das sonst noch auf jeden Fall aus bei der Wolle, wenn sie kommt? Also die Länge der Faser,
Franz:
[1:19:17] Die Waschen? Ja, die Länge, dass sie schön gewaschen ist, von dem her gesehen. Und dann wird es halt sortiert in die Naturweiße und dann die Gemischte, wo es halt grau, braun und so ist, reine braune Wolle oder es ist eine mittelbraune Wolle.
Willy:
[1:19:32] Das Schafe für Vorbrot.
Franz:
[1:19:35] Da dann von dem her gesehen.
Willy:
[1:19:37] Merkt man eigentlich bei der Wolle auch, ob die Schafe viel draußen war, ob es gut gefuttert worden ist oder was gefuttert worden ist? Merkt man das in der Wolle auch?
Franz:
[1:19:47] Von dem her gesehen, durch das Futter, wo es heute ist, kriege ich auch ein bisschen Kraftfutter dazu, die Schafen, ist die Wäden ein bisschen feiner geworden, als wie sie früher gewesen ist. Früher war es ja viel gröber, nur die Wäden. Noch ein bisschen mehr gekrotzt. Und man kennt sogar auch das, dass es sozusagen ein bisschen wärmer wird. Jetzt werden die Wäden auch ein bisschen feiner. Von denen her gesehen. Aber das heißt, was man die letzten Jahre so beobachten hat.
Willy:
[1:20:17] Aber das heißt im Endeffekt, die Wolle bei uns, wenn ich jetzt nehme, ein neuseeländisches, schau meine Finger schon ganz blau, ein neuseeländisches Merino Schafe, und ein Merino Schafe, das bei uns ist, wenn man es dort vergleicht oder sowas, warum ist das die Wollen von unseren Schafen, was ist da der Unterschied, warum ist die feiner und die andere rauer?
Franz:
[1:20:40] Ja, weil es auf der Südhalbkugel ist, die ist ein bisschen anders, die ganze, Natur sozusagen kann man sagen, bei uns ist der Hohenunterschied schon wieder da und auf der Nordhalbkugel glaube ich, da kann man halt feststellen, dass das Klima ein bisschen rauer ist da bei uns und da wird die Merino Wolle auch, wenn man es von da drüben rumtut, wird von Zeit zu Zeit aber ein bisschen gröber.
Willy:
[1:21:07] Was heißt gröber? Dicker oder?
Franz:
[1:21:08] Die einzelne Phase wird wieder dicker.
Willy:
[1:21:10] Also dick, also es geht da wirklich, die Phasen sind einfach dünner und dicker.
Franz:
[1:21:14] Genau. Das ist die Unterschiede. Sozusagen, wenn man jetzt so eine Australwolle hernimmt, die ist ganz fein, die einzelne Faser, ja. Und bei uns wird sie nachher auch, wenn man sagt, das Land Merino nennt man es bei uns dort, da wird die Merino-Wolle auch schon wieder, wenn man es vergleicht, die Sähe dann schon wieder ein bisschen gröber. Und das wird halt vor der Generation, vor den Schafen her gesehen, auch immer ein bisschen.
Willy:
[1:21:36] Aber nur für Leute wie mich, die sich jetzt fragen, warum eigentlich Merino-Schafen und so, ist einfach die Faser, das Haar ist quasi ein bisschen dicker.
Franz:
[1:21:43] Ja, ist ein bisschen dicker.
Willy:
[1:21:44] Ja. Dicke bei uns, bei einfach härtere Bedingungen.
Franz:
[1:21:46] Man kommt auch drauf an, eine Jungschafe sozusagen, eine Lampe, eine Jungschafe, hat eine feine Wolle und umso älter, dass die Schafe werden, umso gröber werden die Wolle auch.
Willy:
[1:21:55] Vorarbeitest du Schafe oder Lammwolle oder beides?
Franz:
[1:21:57] Ein paar, das ist eigentlich zusammen gemischt.
Willy:
[1:21:59] Wie gemischt?
Franz:
[1:22:00] Ja, das ist früher, als Zeiten ist das gewesen, wie alles mit der Hand gearbeitet worden ist, wie alles mit der Hand gespunen worden ist, ist das schön sortiert worden, da hat man was, was ich sehe, fünf, zehn Schafe gehabt auf einem Hof und da ist das nachher mit der Hand der ist nicht geschoren worden und das ist gleich mal aussortiert worden. Zuerst einmal die ganze Dreck und die ist einmal weg und nachher ist das noch sortiert worden in die einzelnen Wollschichten sozusagen, in der Bauchwolle, Rückenwolle und das alles. Und dann die ganz feinere Wolle sozusagen für die jungen Schafe, für die Lampen und das alles, ist halt früher auch für die Kinder hergenommen worden und für die Babys zu verarbeiten und nachher die grobe Wolle ist im Prinzip dann für die Socken und so Sachen hergenommen worden. Was man halt dann die überbeteiligungen gemacht, oder? Nein, das ist die Zeit nicht, dass man das genau so studiert, von denen her gesehen, ja. Aber früher ist das halt so gewesen. Und wo man hat ungefähr so, von einem Schafe ist ungefähr, Da kommt es um 2-2,50 Kilo an ungewaschener Wollen. Also Schweißwolle kann man sagen.
Willy:
[1:23:03] Wie?
Franz:
[1:23:04] Schweißwolle, das ist sozusagen direkt von den Schafen runter die Wolle.
Willy:
[1:23:07] Warum heißt das Schweißwolle?
Franz:
[1:23:09] Ja, weil man es halt so nennt.
Willy:
[1:23:13] Der Dreh im Club. Die heißt so, weil es so heißt, weil es so heißt, weil es so heißt.
Franz:
[1:23:18] Weil im Prinzip das Wollfett noch drinnen ist und ein bisschen Schmutz drin ist, jetzt ist das die Schweißwolle.
Willy:
[1:23:25] Okay, das ist das, was dann rausgewaschen wird.
Franz:
[1:23:27] Das wird dann rausgewaschen, das Wohlfett, das ungefähr noch, bei uns sind ungefähr noch 20% von Wohlfett drinnen.
Willy:
[1:23:33] Linol?
Franz:
[1:23:34] Nein, das ist Lanolin.
Willy:
[1:23:35] Lanolin, ja, ich glaube, das ist das Wohlfett.
Franz:
[1:23:39] Und das ist ja genau das, was dann das Wasser abweisend ist, wo man von dem Wohlfett noch 20% in Janka drinnen hat, dann perlt das ein bisschen ab. Und wenn man jetzt an den Wohlfett gekommen hat und es triepfelt ein bisschen oder schneit, dann saug sich das ein bisschen an, aber dir wird es in der Jacke drinnen nicht kalt. Weil einfach die Schafwolle die Luftigkeit sozusagen drin hat und das dann auch noch wärmt. Und wenn du aber jetzt eine Kunstfaser drinnen hast und das alles, sobald da eine Kunstfaser drin ist, wird das alles kalt.
Willy:
[1:24:19] Warum ist das bei der Schafwolle so,
Franz:
[1:24:22] Ja, weil die Luft drinnen ist und das Tunum ein bisschen gekräuselt ist, oder? Ja, und auch, wenn man jetzt unter dem Mikroskop anschaut, die Schafwolle, hat es eine schubmatige Außenseite, und da hält es dann die Feuchtigkeit drinnen.
Willy:
[1:24:39] Okay, und das Fett verhindert, dass es direkt… Und das Fett,
Franz:
[1:24:41] Wenn mehr Fett drinnen ist, dann ist es genauso, als wir bei den ganzen, See, Wasserabweisungen, bei den Viechern zum Beispiel, wenn wir jetzt auch Enten hernehmen, wenn die Schwimmbäne im Wasser drin jetzt zum Beispiel bei minus 14 Grad siehst du eine Ente auch im Wasser drinnen, taucht sogar unter wenn sie wieder auftaucht ist sie trocken da siehst du nur das Wasser ab und.
Willy:
[1:25:02] Die ist nicht nano beschichtet
Franz:
[1:25:04] Gar nichts das ist ein natürlicher Fett was die Ente selber hat die schmiert sich jeden Tag schön mit den ganzen Federn und im Endeffekt ist bei der Wien auch so das Lanolin was drinnen ist ungefähr 20% sind, circa im Schnitt drinnen was ich habe. Weil wenn das Ganze draußen ist, ist das auch nicht gut. Da kann man es nicht mehr so gut vorarbeiten. Da muss man es wieder dazugeben, mit den chemischen Mitteln und so ist eigentlich das Natürliche drinnen. Nur wird es auch ein Schaf in die Karte wenn es jetzt ein minus 20 Grad hat.
Wolle und ihre Verarbeitung
Willy:
[1:25:40] Heute habe ich wieder gemerkt, dass ich keine Schafe bin. Aber wenn du jetzt die Wolle, du sagst, jetzt kommen wir dann zum Waschen ein bisschen. Ich habe vor vielen, vor 2,5 Jahren, 2,5 Jahren waren wir mal zu einem Podcast bei der Familie Bichler, die haben ein Lohnunternehmen und die haben Schafe auch gehabt, Merino Schafe, die haben das Problem gehabt, die haben, ich 100, 200 Schafeln gehabt und einen Haufen Wollen eigentlich, die haben die Wollen nicht weitergebracht. Wir haben damals sogar einen Aufruf gestartet, ob irgendwer die Wollen braucht oder sowas. Die haben die Wollen nicht weitergebracht. Du weißt, glaube ich, von was ich rede oder was da das Problem ist. Erklär uns das einmal ein bisschen.
Franz:
[1:26:20] Ja, es ist das. Wollen waschen ist eigentlich das größte Problem von der ganzen Sache. Früher aus Zeiten, da, wie sie halt damals das gemacht haben, haben sie im Prinzip die Schafe einfach aus dem ganzen Boot.
Willy:
[1:26:33] Das habe ich auch schon. Wolle am Schaf gewaschen.
Franz:
[1:26:37] Ja, genau. Da ist sozusagen die Schafe reingekommen im Boot, die reine, wo du in die Fremden reingekommen, das Wasser, eine.
Willy:
[1:26:43] Ja, gern saufen, oder?
Franz:
[1:26:45] Ja, gern saufen, eine. Und da hat er nachher die Schafe gewaschen worden. Da hat man nachher zu zweit, zu dritt sein müssen.
Willy:
[1:26:54] Wieso?
Franz:
[1:26:54] Da hat vorne die Ding gehalten, die Füße, da hinten und da hat man gewaschen. gescheit abgeschrubbelt, gewaschen, rein, schau, dann ist das Schaf wieder rausgekommen worden, dann haben sie es einmal abgespült, mit zwei, drei, ein paar Wasser drüber geschütt, geschert, und dann hat sie es eh ausgebeutelt, dann ist meistens vormittag gewaschen worden und am Nachmittag haben sie es dann geschert.
Willy:
[1:27:15] Also dann haben sie noch Luft getrocknet quasi?
Franz:
[1:27:17] Dann haben sie es noch Luft getrocknet, schönes Wetter hat sein müssen, und dann haben sie es geschoren und passt jetzt, das war die... Wenn sie es nachher gewaschen haben, muss man es dann sozusagen auch in den Bottich rein geben. Dann muss man eine Zeit einwarken, dass sich das Wohlfett löst und dann Schmutz. Und vor allem muss man die Wohlwollen schon ausklauben. Dass man den ganzen Dreck, was dabei ist, die Perl und das alles, dass das weg ist. Dass man nicht schon alles zusammenmischt und reinschmeißt, sondern dass das schon ausklaubt ist. Dass das dann schon einmal die bessere Wohlwollen ist und die Fußwollen wegtut und das Zeug so. Und dann ist das nichts dabei, das Wohlwollen von denen her gesehen. Nur das einzige Problem ist, in der heutigen Zeit, was haben wir, es ist eben zu viel Arbeit, dass ihr das tut selber.
Willy:
[1:28:02] Ja.
Franz:
[1:28:04] Hören ist es zu viel Arbeit. Es war am besten, wir tun heute nichts mehr und kriegen trotzdem was.
Willy:
[1:28:09] Ist es zu viel Arbeit im Sinne, weil die Leute faul geworden sind, oder ist es zu viel Arbeit, weil sie das umgerechnet auf das, was du dafür kriegst, einfach nicht auszahlt?
Franz:
[1:28:17] Ja, das ist das Problem, weil man heute nicht auszahlt. Wenn ich zum Beispiel, hör ich mir noch, von meinem Vater, wie er Haus gebaut hat, zum Beispiel. Das hat er immer gesagt. Da hat er ein Kilo Rohwolle, die gewaschene Rohwolle, hat er damals um 55 Schilling gekauft. Das Kilo Rohwolle.
Willy:
[1:28:37] Schafe 55 Schilling.
Franz:
[1:28:39] Wenn ich heute in der Zeit zahle, für das, Kilo, wenn sie schön gewaschen ist, 3,50 Euro. Du musst da wieder hin. Das sind wir am gleichen Preis ungefähr, als wir damals, von denen her gesehen. Aber nur muss man die ganzen anderen Seiten sehen. Und damals für die 55 Schilling, wie er da ein Haus gebaut hat, ist der Unterschied gegeben, bei dem Maurer, der was unter dem Meister gelaufen ist, der Polias ist gegangen, der hat in einer Stunde 15 Schilling gekostet, unter dem Meister. Und wenn man in der Heitingzeit schaut, kostet also eine Maurerstunde, Bei uns in Lungenarbeiter wird es nicht so schlimm sein, aber du kostest zwischen 60 und 80 Euro, schätze ich. Und umso weiter, dass du in die Stadt näher kommst, kostest du halt mehr. Du kostest schon fast einen Hunderter.
Willy:
[1:29:32] Das heißt, du kannst da um das, was da da kommt, eigentlich überhaupt nichts mehr kaufen. Scheiß, kommt nur ein Kaffee. Ja, das ist doch. Dankeschön. Eine Milch auch noch?
Willy:
[1:29:40] Ja.
Franz:
[1:29:41] Frische Bauermilch, gell?
Willy:
[1:29:42] Frische Bauermilch, danke natürlich, mir halt seine Milch. Frische Bauermilch, ja.
Franz:
[1:29:46] Gestern extra kalt.
Willy:
[1:29:48] Gestern extra kalt.
Franz:
[1:29:49] Ja. Ja, danke. Ja, aber es ist gar, wenn ich es mir noch frische Milch hole.
Willy:
[1:29:53] Holt das nicht direkt beim Nachbarn oder was?
Franz:
[1:29:55] Direkt beim Bauern, ja.
Willy:
[1:29:56] Also eine Rohmilch auch noch?
Franz:
[1:29:58] Rohmilch, ja. Ah, ich bin so, da, da, da.
Willy:
[1:30:00] Ich stelle das einmal da oben.
Franz:
[1:30:01] Ja.
Willy:
[1:30:02] Dankeschön.
Franz:
[1:30:03] Von deinem her gesehen.
Willy:
[1:30:04] Das heißt, du kriegst einfach für die Wohl nichts mehr?
Franz:
[1:30:06] Ja, das ist das Problem. Das Urproblem ist das, gell? Von deinem her gesehen.
Willy:
[1:30:11] Ja.
Franz:
[1:30:11] So gesehen. In der Romulingzeit ist halt die Arbeit noch nicht so hoch bewertet worden, als wir heute.
Willy:
[1:30:17] Ja.
Franz:
[1:30:17] Wenn man sagt, der Mauer ist schon zwischen 60 und 80 Euro, wenn man jetzt sagt, je nachdem, wo du jetzt bist. Wie viele Kilo brauchst du, dass du eine Stunde zahlst? Früher hast du sozusagen, den Maurer einen halben Tag da gehabt.
Willy:
[1:30:29] Für ein Kilo?
Franz:
[1:30:30] Für ein Kilo.
Willy:
[1:30:32] Und jetzt eine halbe Stunde?
Franz:
[1:30:34] Niemals.
Willy:
[1:30:35] Ah, das ist ein.
Franz:
[1:30:36] Niemals, ein paar Minuten. Da brauchst du, was ich sehe, 50 Kilo wollen, dass du nicht mehr eine Stunde zahlst. So gesehen. Da passt das Verhältnis nicht mehr so richtig zusammen.
Willy:
[1:30:46] Ich kenne auch das Ding, wenn du willst du früher hast, für zwei Stier hast du einen Traktor oder für drei Stier hast du einen Traktor kaufen können und jetzt kriegst du einen Stier ein Klack der Reifen.
Franz:
[1:30:55] Ja, so ist es. In dem Endeffekt ist es gleich geblieben. Und alles, was von den Bauern ist, das Ganze ist egal. Ob es jetzt das Holz ist bei einem Festmeter, der Preis ist immer noch der gleiche, als vor 50, 60 Jahren. Aber das andere hat sich alles fast 10 Mal verteilt.
Willy:
[1:31:16] Woran liegt das aus deiner Sicht?
Franz:
[1:31:18] Wo das liegt?
Willy:
[1:31:19] Woran das liegt?
Franz:
[1:31:20] Woran das liegt? Eine ganz einfache Erklärung ist das.
Willy:
[1:31:25] Wir lieben einfache Erklärungen.
Franz:
[1:31:27] Wir haben auch so einen hohen Verwaltungsaufwand, der war so viel verschluckt von dem Ganzen. Weil eine ganz kleine Arbeit da unten muss für den Verwaltungsaufwand auch mitzahlen, von der Arbeitsstunde her gesehen. Und wenn man heute Firmen anschaut, Verwaltung, Verwaltung, Verwaltung, wir werden bürokratisieren und das und das so ist und das kostet uns und ein Haufen geht, von denen her gesehen. Und das verschlingt kein Haufen, von denen her gesehen.
Willy:
[1:31:56] Ist viel, findest du Bürokratie so gesehen an sich unnütz oder einfach nur zu viel oder?
Franz:
[1:32:01] Nein, es ist ja nicht schlecht, dass alles ein bisschen in Bahnen geleitet ist, von denen her gesehen. Aber wir haben heute ja aufgelogen und da muss man da schreiben und da müssen wir wieder das schreiben und da ist das wieder. Von denen her gesehen hat es geheißen, keine Ahnung, wenn ich da auf unseren Uhrmacher denke, der hat gesagt, im Jahr 2000 kommt bei dem Computer, dann braucht man kein Papier mehr. Aber seitdem der Computer da ist, nein, nicht das jetzt.
Willy:
[1:32:28] Zeig dir mal mein iPad.
Franz:
[1:32:30] Aber seitdem der Computer da ist, schaut es aus, es wird nur mehr Papier gebraucht. Jeder hat einen Drucker daheim, jedes Platte wird ausgedruckt. Und wenn man schaut nachher, früher hat man nicht so viele Zettel gehabt. So gesehen.
Willy:
[1:32:45] Jetzt verändert sich viel.
Franz:
[1:32:48] Wenn man heute schaut, die Verwaltung, die Computersoftware und das.
Willy:
[1:32:51] Aber ich glaube, das ist unsere Übergangsgeneration, die noch gewohnt worden sind, dass man Sachen ausdruckt, die man einfach im Computer rausdruckt. Ja.
Franz:
[1:32:59] Ich drücke auch manche Sachen aus, wo sie wichtig sind. Und wenn ich eine Bestellung reingekriege bei E-Mail, das wäre nicht so oft, dann gehe ich halt hin und schreibe die Adresse von den Kastler. Das drücke ich nicht den Zettel aus und gehe dann raus. Schreibe die Adresse und schreibe das richtig. Außer so viel drauf, dass ich den Zettel ausdrucke. Da muss man auch ein bisschen sparen, weil jeder Vorgang von Drucker braucht man auch was. So gesagt. Überall. und heute denkt keiner mehr nach, sag ich einmal, wo das Zeug eigentlich im Endeffekt herkommt. Früher, mein Vater, wie er das Ganze im Endeffekt aufgebaut hat, der hat ja jeden Schilling ja zweimal oder dreimal übertragt, bevor er es nicht mehr wieder ausgegeben hat. Heute wird ja gar nicht mehr nachgedacht. Heute wird alles so, Kraft, Kraft, Kraft und hin und her und nachher wundern sie sich, wenn sie nicht mehr so viel haben.
Willy:
[1:33:54] Ja, ich wundere mich täglich, quasi, wo das alles hingeht.
Franz:
[1:33:59] Da braucht man das und das auch wieder.
Willy:
[1:34:01] Kommen wir nochmal zurück zum Waschen. Warum? Du hast es gesagt, unter dem Berger, oder? Der Betrieb Regensburger.
Franz:
[1:34:10] Der Regensburger, also die wollen. Die wollen so in kleinen Mengen waschen, so, was der mit 50 Kilo bis 200, 300 Kilo wascht er so. Es gibt ja die Riesenwäschereien, wie in Belgien.
Willy:
[1:34:23] In Österreich gibt es den Regensburger.
Franz:
[1:34:25] Wie viel noch? Ja, was weiß ich, jetzt ist der Regensburger, der, was die wollen waschen, und dann ist es in Kärnten drin, ist auch eine kleine, die was einmal angefangen hat, jetzt wollen waschen, das ist eine kleine Anlage, die wascht auch ein paar Kilo daran, die fangt da erst an und die macht das auch, das tue ich ja noch und die wollen Kartatschen da auch. Ja, das große Problem, wenn es jetzt jeder selber waschen tut, sein Bad, was er hat, oder, gell? Und das Problem fängt ja nachher schon wieder an, es hat halt heute jeder mehr Schafen als früher. Früher haben sie etwa 10 bis 30 Schafen gehabt, so eine kleine Herde, so gesehen, da hat man die Wunnen ja selber bald einmal gewaschen gehabt und vor Ort, von denen gesehen. Aber wenn ich heute, sage ich jetzt, 200 bis 500 Schafen habe, habe ich wieder so einen Haufen da, dass das erstens das Scheren sich selber nehmen. Dann so eine Schere her, das und das, das kostet sich pro Schafe 5, 6 Euro die Scheren von Schafe.
Willy:
[1:35:23] Bei 3,50 Euro pro Kilo Wohl, das du zahlst und bei 2 Kilo kostet eine Schere das, was du wohl wert ist. Aber noch nicht waschen.
Franz:
[1:35:32] Und das größte Problem ist ja das, weil man halt von dem Ausland kommt, die Wohle so billig erinnert, dass der Weltmarkt Preis ja weit unter den ist, was ich jetzt dann da mit den 3,50.
Willy:
[1:35:43] Euro dazu sage. Was ist jetzt der Weltmarktpreis?
Franz:
[1:35:46] Ja, was ich gesagt habe, jetzt ist es ungefähr bei 2 Euro als Kilo gewaschene Wolle.
Willy:
[1:35:49] 2 Euro Kilo gewaschene Wolle und das ist dann die Wolle, die die Konsumenten eigentlich lieber haben, weil es die Wärchene Wolle ist.
Franz:
[1:35:54] Ja, weil es ein bisschen Wärcher ist und das und das und das und dann geht das halt nicht.
Willy:
[1:35:59] Aber da fragt man sich dann schon, du setzt quasi auf das regionale Produkt, wo du die Glide erst finden musst, es ist sag ich mal, für den verwöhnten Konsumenten das erklärbedürftigere Produkt, weil es halt großartig ist. Und das kostet 3,50 Euro und du kriegst aber das weichere Produkt für 2 Euro haben und so eigentlich leicht machen. Warum machst du es nicht leicht? Oder warum ist das vielleicht für mich eine Fehlannahme?
Franz:
[1:36:29] Ja, weil wir ja da bei uns in der Region sozusagen die Wertschätzung wieder, dass das wieder einen Wert kriegt oder bei uns, die wollen, dass ich wieder einen Wert kriege. Aber wenn man das da verarbeitet noch und bleibt, ist ja regional da und wir haben keine weiten Weg.
Willy:
[1:36:43] Glaubst du, dass das bleibt? Also, dass die Wertschätzung für das heimische Produkt, das teurer ist, wo wir über teurer müssen nur reden, wenn man euch einen Webshop anschaut und die Preise, also finde ich jetzt nicht, dass es teurer ist, ehrlich gesagt. Du glaubst, dass das bleibt? Also, für das Regionale, also, dass du mit der heimischen, teureren wolle?
Franz:
[1:37:05] Ich habe vielleicht das Glück, weil ich einer von den Orten bin, der, was das noch so macht und manche Kundschaften suchen. Genau das, die was wir finden und ich verarbeite dann nachher, die wollen verändern.
Willy:
[1:37:16] Bist du eine Rarität?
Franz:
[1:37:19] Das kann ich nicht sagen, aber möglich ist es vielleicht, ja. Weil einige sind die, die sagen, gut so lange gibst du die, dass du das nur so machst, weil sonst gibst du es keinen mehr.
Willy:
[1:37:29] Wie viel gibt es in Österreich, wo du wirklich so auf dem Level gehst?
Franz:
[1:37:33] Ja, weil es die kleinen Mengen mit 50 Kilo keiner mehr verarbeitet so gesehen. Weil ich mir gesagt habe, die meisten wollen halt 500 oder 1000 Kilo vor einer Charge haben, vor einer Partie, dass ich es auszahlt und ich arbeite das selber und mache das halt von der Picke bis zum letzten Produkt, was ich noch ausstrecke, in Socken und Freistling.
Vom Waschen zum Spinnen
Willy:
[1:37:59] Aber das heißt zurück zum Waschen, wenn du die Wolle kaufst, die muss schon gewaschen sein. Das heißt, entweder kostet es der Bauer selber am Schafel, was immer weniger dann, weil es sich nicht auszahlt, oder sie schicken es zum Regensburger. Regensburger, und der schickt es wieder retour.
Franz:
[1:38:16] Der schickt es wieder retour, kommt dann zu mir her, und ich verspinne die nachher, wie sie es haben wollen, mache es dann zwei oder drei fertig, und gehe es dann zurück, oder ich strecke nachher die Socken oder Feusteln noch, was ich ihnen anbiete, und kriege es dann alles zurück.
Willy:
[1:38:33] Letzte Frage zum Waschen, da wieder die große Kritik beim Waschen ist ja erstens mal ein Haufen Wasser wird eingesetzt, Energie und Chemie, dass die den Dreck und das Fett aus erwascht. Wie siehst du diese Kritik?
Franz:
[1:38:49] Ja, das ist das Problem wieder, weil alles auch zusammenkommt, auf einen Haufen, in einer Wäscherei zum Beispiel. Wenn das jetzt jeder Kleine selber dauert, dann macht das ja nicht viel aus, von denen her gesehen. Und dann sind die 20, 30 Schafen selber, die wollen waschen, die da hat sich eine Bauer zugesehen. Nachher fällt das dann ins Gewicht. aber wenn das zentriert wird sozusagen in einer großen Fabrik dann ist das wieder fällt da viel mehr ab als wenn das in einem kleinen Stil gemacht wird so gesehen früher.
Willy:
[1:39:24] Haben Sie das mit Kernsaufen glaube ich gewaschen
Franz:
[1:39:26] Ja mit Kernsaufen oder kannst ja normale Saufen rein nehmen aber Kernsaufen sind relativ gut oder Soda geht auch zum Waschen Soda? ja Soda geht auch ok darum sage ich Darum bin ich auch noch eine kleine Firma, ein Familienbetrieb. Das läuft halt so. Und man muss halt genügsam sein. Ich muss halt nicht den großen Gewinn machen, von denen her gesehen.
Willy:
[1:39:53] Wo steht der Porsche?
Willy:
[1:39:54] Wo steht der Porsche?
Franz:
[1:39:57] Der steht in einem Aufsichts-Kassel drin. Erstens kann ich mit der Porsche gar nicht fahren, weil ich bin einmal mit der Porsche mitgefahren, da kriegst du ein Kreuzweh. Erstens breitelst du das so durch. und dann drückt sie es rein und das ist ungesund, wenn sie es rein drückt. Oder? Das taugt dem Körper auch nicht.
Willy:
[1:40:17] Wir lernen, Borscht ist ungesund.
Franz:
[1:40:22] Und ich gehe von einem Standpunkt an, wie mein Vater, der hat gesagt, ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand. Der muss gehen, wenn ich einsteige, muss laufen und der bringt mich von A nach B, aber es ist nicht die Hauptsache ins Auto. Dann habe ich einfach, dass ich wohin komme, Nun fährt dich. Wenn du dir... Ich weiß nicht, dass du es tun. In den 20er-Jahren, wie das angefangen hat, mit der Pandemie. Das war genau in den 20er-Jahren. Das war ja im März Saison gegangen. In dem Jahr habe ich mit meinem Auto zweimal gedankt.
Willy:
[1:41:03] Zweimal?
Franz:
[1:41:03] Einmal im März habe ich gedankt, und das zweite war in September. Bin das ganze Jahr mit dem zwei Dank rausgekommen. Weil ich nirgends hin mir ist da ab, nicht viel. Und das, ich bin ein bisschen postfahren auf dem Marriott vorführen, und das bin leicht umgekommen. Dann sage ich, was, zwei Mal in einem Jahr nur tanken, das ist ja ein Wahnsinn sozusagen. Ja, man braucht nicht, wenn Sie eben keine Möglichkeit irgendwo hinfahren.
Willy:
[1:41:26] Bei euch war Ihr Elektroauto noch besser angesagt eigentlich, oder? Weil ihr habt ja auch Ihr eigenes Kraftwerk, du hast das ja schon gesagt. Ihr seid komplett energieautark, oder? Ob ihr mehr, wie es braucht, sollt ihr einspeisen auch?
Franz:
[1:41:38] Nein, einspeisen nicht, sondern ich verbrauche den Strom eh im Winter. Also ich brauche eh alles selber, seinen Harzen und das alles. Und für die Maschinen, das war höchstens ein Sommer, so Juni, Juli, August sind die drei Monate, wo mehr vorhanden wäre, als wir es selber braucht.
Willy:
[1:41:55] Also du hast wirklich das ganze Haus mit allen Maschinen?
Franz:
[1:41:58] Aber da muss ich dann das ganze kleine Kraftwerk sozusagen synchronisieren und das heißt, dass das passt mit deinem ganzen Ding zusammen. Und dann muss man da wieder aufinvestieren, bis du das wieder rauskriegst. Das ist schwer, der macht das so. Wenn ich da ein Ding drin habe, einen Regler, einen Fliehkraftregler, das ist Baujahr 1922 und der läuft hierzu nicht mehr.
Willy:
[1:42:19] 1922?
Franz:
[1:42:20] Ja, ist der Baujahr. Der läuft hierzu nicht mehr. Der weiß sozusagen, das regelt, dass die die Umdrehungszahl von der Turbine stimmt. Und der regelt das, dass das genau so passt.
Willy:
[1:42:33] Das funktioniert noch immer.
Franz:
[1:42:34] Funktioniert noch immer. Wieso sollte ich das da nennen?
Willy:
[1:42:37] Ich glaube, das ist, das trifft ja viel von deinen Maschinen zu. die einfach funktionieren.
Franz:
[1:42:41] Von dahin her gesehen.
Willy:
[1:42:42] So immer, schon ewig.
Franz:
[1:42:44] Ja, genau.
Willy:
[1:42:45] Schauen wir da nicht die Kamera noch ein bisschen drauf. Und jetzt, jetzt langsam werden wir berüchtigt dafür, aber jetzt verstehen wir, glaube ich, warum du da sitzt, warum du da heute sitzt. Also jetzt quasi, jetzt verstehen wir dich. Und jetzt reden wir über das, was du eigentlich tust und lernen ein bisschen das Thema Wolle und was man damit machen kann, auch kennen. Also ich habe diesen Abschnitt jetzt genannt von der Rolle bis zum Socken. Und ich möchte jetzt einfach mit dir die einzelnen Schritte, wenn die wollen, bei dir, bei dir einer kommt. Was dann damit passiert, bis zum Schluss ein Walker, ein Walkjanker oder ein
Der Weg zur fertigen Wolle
Willy:
[1:43:26] Vlies oder was auch ich rauskommt. Was sind da für Arbeitsschritte? Was passiert da? Was müssen wir sagen? Die würde ich jetzt gerne mit dir so ein bisschen systematisch durchgehen. Eine Frage zuvor nach. Ich habe gestern einen Ah-Moment gehabt. Seit meiner frühesten Kindheit kenne ich den Namen Schurwolle, habe nie wirklich darüber nachgedacht, wo es das eigentlich ist. Und jetzt habe ich eine Frage an dich, kommt Schur von Scheren und ist das geschorene Wolle?
Franz:
[1:43:52] Ich denke schon, dass das kommt von der Schur, weil es ja geschoren wird, drübergefahren, weil es auch geschoren wird.
Willy:
[1:43:58] Kommt halt die Schurwolle,
Franz:
[1:44:00] Die frisch geschorene Wolle. Schafwolle.
Willy:
[1:44:05] Schafwolle wird das sein.
Franz:
[1:44:06] Ich hätte nie gedacht.
Willy:
[1:44:07] Das ist irgendein eigener Ort von Wollen oder so. Da wäre es von den Schuhen. Das andere ist halt von Baum. Das ist Baumwolle.
Franz:
[1:44:17] Das ist niemals von Baum, sondern von Strauch.
Willy:
[1:44:19] Und der Baum ist ein Strauch?
Franz:
[1:44:21] Ja, der Baum ist ein Strauch.
Willy:
[1:44:23] Strauchwolle klingt wahrscheinlich blöd. Ja, das klingt ein bisschen blöd. Deswegen haben sie das Baumwolle.
Franz:
[1:44:28] Es klingt besser. Ein Baum kann man sich etwas vorstellen. Ein Strauch, das können wir uns nicht vorstellen. Kann man so ein Strauch sein oder ist er aufstaunt?
Willy:
[1:44:37] Das heißt, der Betrieb könnte eigentlich heißen Schafschuhwollenerzeugnisse.
Franz:
[1:44:42] Ja, weißt du, Schafwollwadenerzeugung.
Willy:
[1:44:44] Ja, der Schuh kommt bei den Einbahn und es würde sich nicht widersprechen, weil sämtliche in deiner Wolle ist geschoren, oder?
Franz:
[1:44:49] Ja, ja.
Willy:
[1:44:50] So gesehen.
Franz:
[1:44:50] Muss ja geschoren werden.
Willy:
[1:44:51] Sonst kriege ich das ja von Schafen. Irgendwie muss es aber von Schafen.
Franz:
[1:44:54] Da kann ich nicht ausreißen.
Willy:
[1:44:57] Eben, genau. Jetzt kommt ihr bei dir bei der Tier ein, in Sacken, oder Dann habe ich die Wolle da,
Franz:
[1:45:08] Dann wägen wir sie mal ab, dann schauen wir sie an, wenn sie gewaschen ist, passt und wenn sie umgewaschen ist, dann ist es nicht gut, dann muss sie wieder mitnehmen.
Willy:
[1:45:17] Wie oft passiert das?
Franz:
[1:45:18] Ist auch ab und zu so, vor allem her gesehen. Passiert halt, weil sie wieder eine Säcke haben, das haben sie nicht gewaschen können und das und das alles.
Willy:
[1:45:27] Dann kommt das und was passiert als erster Schritt?
Franz:
[1:45:30] Den ersten Schritt, was ich mache, ich wichse mich ab und schaue mir so an, ob sie sauber ist, ob sie nicht noch ein bisschen feucht ist oder so, dass sie jetzt schön trocken ist. Dass sie nachsiehen, weil sonst zu ihr ist wassachbarer umtauschen.
Willy:
[1:45:44] Das ist ein Gewicht, ja?
Franz:
[1:45:45] Ja, das ist auch ein Gewicht.
Willy:
[1:45:46] Ein Liter, ein Kilo.
Franz:
[1:45:47] Ja, vor allem hat es gesehen. Ja, und dann ist es so, dass ich es, wenn ich es Kartatschen tue.
Willy:
[1:45:57] Kartatschen.
Franz:
[1:45:57] Das ist der erste Schritt, oder was? Ja, das ist der erste Schritt, so gesehen.
Willy:
[1:46:00] Irgendwann haben wir Wolfen aufgeschrieben.
Franz:
[1:46:02] Ja, Wolfen ist das Vorbereiten sozusagen. Das Wolfen ist das Vorbereiten, dass die Faser nachher, wenn sie ein paar Knädel drin sind, dass sie aufgelockert ist, dass sie dann leicht durch die Maschine durchgeht.
Willy:
[1:46:12] Das musst du auch noch machen.
Franz:
[1:46:12] Durch die Kartatschen, ja, das tue ich vorbein noch.
Willy:
[1:46:14] Ah ja, schaut, hätte man schon vergessen, das Wolf.
Franz:
[1:46:16] Das tue ich vorbein noch als Wolf und bei den Wolf kann man die Wohlen dann mischen auch noch. Jetzt, wenn es das Naturweiß ist, das bleibt eh weiß alles. Aber wenn es jetzt zum Beispiel ein Grauton wird, so hellgrau oder mittelgrau, zum Beispiel beim hellgrauen ist bei Naturweiß ungefähr 10% dunkler Wohlanteil dabei, so 10-12%.
Willy:
[1:46:37] Das ist wie ein Farb mischen,
Franz:
[1:46:38] Oder? Ja, wie ein Farb mischen sozusagen. Läuft durch den Wolf durch und du mischt es dann auch so durch, dass schon mal vorgemischt ist und aufgelockert ist. Es sind im Prinzip so Zähne drinnen, die was hintereinander so durchstreifen.
Willy:
[1:46:50] Und das so zusammenwachsen.
Franz:
[1:46:52] Nicht zusammenwachsen, sondern auseinanderzieht. Das heißt, dass das schön locker ist. Das ist alles sozusagen schön fluffig.
Willy:
[1:46:58] Okay.
Franz:
[1:46:59] Nicht, dass es zusammen ist, sondern schön locker wird. Und wie wird es dann gemischt? Das mischt sich nachher durch.
Willy:
[1:47:05] Durchs Auseinanderziehen.
Franz:
[1:47:05] Durchs Auseinanderziehen. und das Walzensystem, was drinnen ist. Und richtig gemischt wird es eigentlich nachher auf der Kartatschiene oder auf dem Krempesatz.
Willy:
[1:47:13] Und das kommt dann quasi aus der Wolfermaschine als eigene Maschine?
Franz:
[1:47:15] Ja, als eigene Maschine. Schauen wir uns da nicht an. Und wenn es dann in den Krempesatz oder in die Kartatschiene kommt, das ist dann das Walzensystem, wo nachher ineinander die Walzen so fahren, dass sie unterschiedlich schnell gehen. Also die ganz große laufen dann, relativ schnell und dann die anderen Arbeiter und Wände laufen ein bisschen längsamer und so arbeitet das dann durch, damit die ganzen Fasern sozusagen immer wieder unterschiedlich, in der Geschwindigkeit sozusagen auf die Haupttrommel kommen und so vermischt sich das dann, wenn es ein grauer Ton ist, dass dann eigentlich das schön gleichmäßig rauskommt.
Willy:
[1:47:52] Das ist dann wie so ein Teppich, oder?
Franz:
[1:47:54] Das kommt raus wie ein Fließ, ja wie ein Teppich, ganz feiner Teppich, ganz fein kommt das raus.
Willy:
[1:47:58] Ganz dünn kommt es raus. Und das von der Wolf-Maschine geht direkt weiter in die Kartaschen oder nimmt man es da raus?
Franz:
[1:48:03] Nein, das nimmt man dann raus und dann gebe ich das rein und da läuft es dann weiter.
Willy:
[1:48:08] Läuft es dann weiter. Und das ist dann das Fleece, oder?
Franz:
[1:48:12] Das ist dann das Fleece, das ist dann das Fleece, das so schön weich ist. Zum Beispiel das, was man an der Christian hernimmt, zum Verpacken.
Willy:
[1:48:22] Das Dämmaterial.
Franz:
[1:48:23] Ja, das Dämmaterial kann man es hernehmen oder was man viel nehmen zum Fützen. Das sind Botschenfützen oder Hirtfützen und in den Schulen machen sie lauter verschiedene Sachen.
Willy:
[1:48:35] Das ist das Grundmaterial, weil das ist ja so fluffig und das Ding ist ja dann so fest.
Franz:
[1:48:38] Das Fützen, das geht dann mit Wasser und Seife, mit der Bewegung, Wasser und Seife und Bewegung, fängt das dann zu den Fützen an, weil die ganze Faser hat ja so schubmatige Außenseiten und durch die Feuchtigkeit und die Wärme sozusagen, mit ungefähr 40 Grad war mit dem Wasser. Und die Bewegung hakeln die ganzen Hakel also zusammen und nachher wird das dicht.
Willy:
[1:49:02] Also wenn man wirklich mit dem Mikroskop drauf steht auf dieses Vlies, dann ist das Vlies, die hadeln und die hadeln haben alle diese Schuppen.
Franz:
[1:49:09] Und wenn das jetzt noch ein bisschen feucht wird, dann können die auf, kann man sich ungefähr so vorstellen.
Willy:
[1:49:13] Dann können die ein bisschen auf und dann können sie dann auch noch verhackeln.
Franz:
[1:49:15] Ja, genau. Dann verhackelt sie das und dann wird das selber dichter. Und so entsteht dann sozusagen der Filz, der Dichte noch.
Willy:
[1:49:22] Wasser und Zorfen braucht durchs Wasser das aufgehört und Zorfen.
Franz:
[1:49:25] Und das Arfen ist dann so ein bisschen geschmeidiger, das ganze Luft, gell? Von den her gesehen, ein schöner Luft. Ein Schmiermittel? Ja, so kann man das sagen.
Willy:
[1:49:33] Und aus dem und dem Prozess, dem mechanischen Prozess, entsteht dann nach und nach der Fütz? Der Fütz.
Franz:
[1:49:38] Und da kann man nachher so, weiß ich, Sitzkissen machen, Fützpatschen, alles mögliche kann man dann machen. Man kann dann ganz kreativ werden. Man kann nachher, gibt es dann das weitere nachher mit einer Filznadel, gell? wo man nachher Figuren pfützen kann und Bilder machen kann.
Willy:
[1:49:56] Aber immer das Ausgangsmaterial ist da das Flieh.
Franz:
[1:49:59] Ist das wohl Flieh. Das war es zuerst sozusagen. Die Fasern, im Endeffekt kann man sagen, bei der Kartatschen werden die Fasern sozusagen in einen Richtung gelegt. Die werden parallelisiert.
Willy:
[1:50:09] Parallelisiert?
Franz:
[1:50:10] Ja, in einen Richtung gelegt. Damit das dann auch weiter zum Verspinnen.
Willy:
[1:50:20] Okay, das heißt, Wolle kommt, Wolfen, Kartatschen, auf Deutsch,
Franz:
[1:50:26] Kartieren, ach so, Kartatschen oder Kartieren auf Deutsch. Oder Krempe, Krempe heißt die ganze Maschine eigentlich.
Willy:
[1:50:34] Und dann hat man im Prinzip schon das erste Produkt.
Franz:
[1:50:37] Das ist eigentlich das Wolfen, was man sozusagen zu den Füßen hernimmt. Wenn es aber dann weitergeht, ist es im Prinzip der gleiche Schritt, das Kartatschen, das Krempln, wo dann schon ein Vorgrün vorne entsteht, das ist dann schon das Vorspinnen im Prinzip. Das ist das nächste noch ein Spinner.
Willy:
[1:50:55] Ja, ja, aber das heißt, wir haben da quasi das erste Produkt, Wolfen, Kartatschen, Vlies, und dann können sie da fützen, und dann kann ich da filzen.
Franz:
[1:51:02] Ja, das Filzen, ja.
Willy:
[1:51:03] Genau. Und jetzt sind wir in der Kartatschen, musst du mal, wo?
Franz:
[1:51:07] Was?
Willy:
[1:51:08] Wo ist noch hin?
Willy:
[1:51:08] Nein. Nein, ich nicht. Wolfen, Kartatschen, und dann haben wir dieses Vlies. Entweder mache ich jetzt einen Filz draus, oder, was ist dann der nächste Schritt?
Franz:
[1:51:18] Man kann aus dem Vlies noch ein Steppdecken füllen und das und das ist noch verschieden. Die Wolldecken, die es jetzt gibt, kann man noch machen.
Willy:
[1:51:25] Mischen haben wir noch dabei gehabt, krempeln.
Franz:
[1:51:28] Und das Krempeln ist noch das, wo im Endeffekt noch ein Vorden entsteht. Aus dem Vlies. Aus dem Vlies. Das passiert noch, kommt auf der Seite sozusagen die Rohwolle rein, wie die Flocke noch so ist, wo die Fasern alle kreis und quer liegen. läuft auch die ganze Anlage durch und am anderen Ende kommt dann schon ein Vorgang von der Hälfte raus, also ein halbfertiger Foden, der nicht verdraht ist.
Willy:
[1:51:53] Aber es wird zwischendrin so Vlies, oder?
Franz:
[1:51:56] Zwischendrin auf der Maschine ist ein Vlies und nachher wird das Vlies so ein Foden gemacht.
Willy:
[1:51:59] Ist aber eine andere Maschine in dem Fall. Ja, es ist sozusagen die Hälfte ist,
Franz:
[1:52:07] Wo das Vlies rauskommt und wenn es durch die zweite Hälfte von der Maschine durchläuft, entsteht der Foden.
Willy:
[1:52:11] Okay, das ist mehr oder weniger so ein flächiges, weiches Ding. Und aus dem wird dann quasi in einem nächsten Schritt der Foden abgemacht. Wie kann ich mir das ungefähr vorstellen, was passiert da in der Maschine? Dass ich quasi aus der Fläche den Foden entschätzung. Den Foden kriege, ja. Wird das ein Christ geschnitten oder?
Franz:
[1:52:28] Ja, nein, das wird sozusagen direkt geschnitten, wird es auch nicht, sondern es wird auseinanderzogen. Das heißt, es wird, wenn wir jetzt die Breite hernehmen von dem, was ich jetzt habe, das ist eine Arbeitsbreite von zwei Metern. den stellen wir noch an 144 Vorgangsfäden.
Willy:
[1:52:44] 144?
Franz:
[1:52:46] Das heißt, du hast, Da läuft ein Lederräumen drinnen. Da läuft ein Lederräumen sozusagen von oben runter und der andere kommt von unten runter. Und dort sozusagen genau in der Mitte dreht sich das nachher. Da reißt du es auseinander quasi.
Willy:
[1:53:02] Das Fließ?
Willy:
[1:53:03] Oder?
Franz:
[1:53:04] Zieht es auseinander, ja. Zieht es auseinander?
Willy:
[1:53:06] Nein, das ist nicht so brutal.
Franz:
[1:53:08] Wo wir jetzt das so hernehmen. Das eine Lederräume fährt runter und das eine auffüllen genau in der Mitte dreht sich das auseinander. das fließt und teilt sich sozusagen in die einzelnen Fäden, läuft dann durch ein Nitschelwerk durch, damit das da vorne eine Rundung kriegt, das heißt, das Nitschelwerk läuft sich gegengesetzt hin und her, kutzelt, damit das das noch aufgelauft und dann aufwickelt wird auf die Spulen und die Spulen gehen dann erst weiter zur Spinnmaschine.
Willy:
[1:53:40] Das ist aber der Vorgang dann?
Franz:
[1:53:41] Das ist das Vorgang, ja.
Willy:
[1:53:42] Dieser Vorgang heißt Vorgang?
Franz:
[1:53:44] Ja, also wir sagen Vorgänger dazu, gell?
Willy:
[1:53:47] Vorgänger? Vorgänger. Das heißt, 144 Vorgangfäden hast du 288 so Lederriemen?
Franz:
[1:53:54] Nein, 144 Lederriemen. Achso, der eine Lederriemen ist für die nächste? Ja, genau. Das schauen wir uns dann an. Da läuft der eine runter, der eine rauf.
Willy:
[1:54:02] Das ist nicht einfach, sondern das ist so in Serie geschalten. Okay, und das kommt dann auf einen Spindel drauf, oder wie? Das ist dann schon erst… Nein,
Franz:
[1:54:09] Das kommt zuerst auf die Spulen rauf, auf die Vorgangspulen, wo das ganz locker Und dann bei der Spinnmaschine kommt die zuerst auf die Spindel rauf, sozusagen auf die Kopse. Da läuft das mit der Spindel, wird das verdraht.
Willy:
[1:54:21] Die Vorgangsspille ist so eine Brote, große Spur.
Franz:
[1:54:23] Das ist eine Brote, die Spur, die was da draußen hängt.
Willy:
[1:54:25] Das sind wie so ein Bobrollen aussehen, oder?
Franz:
[1:54:27] Nein, das sind die anderen. Das sind wieder andere.
Willy:
[1:54:30] Wurscht. Aber das wird da aufgerollt.
Franz:
[1:54:31] Ja, das wird da aufgerollt. Und da sind nachher, je nach Größe, sind dann auf einen Faden sind nachher 2.000 oder 3.000 Meter rum. Je nachdem wie groß der Spuh noch nicht ist.
Willy:
[1:54:44] 144 Fäden? Ja.
Franz:
[1:54:46] Auf einem Faden sind ungefähr zwischen 2.000 und 3.000 Meter um.
Willy:
[1:54:50] Okay.
Willy:
[1:54:51] Das war jetzt das Krempeln.
Franz:
[1:54:52] Das ist das Krempeln, ja.
Willy:
[1:54:54] Und das heißt, du nimmst diese Rollen runter und gehst zur nächsten Maschine?
Franz:
[1:54:58] Genau, zur nächsten Maschine und da wird das wieder eingelegt und dann wird der Faden verdreht in sich, dass er eine Festigkeit kriegt. Der Vorgang. und dann wird er aufgewickelt auf die Kopse und dann ist sozusagen der einzelne Foden dann fertig.
Willy:
[1:55:14] Das heißt, ich gehe jetzt hin mit diesem Vorgangfaden und der wird dann verdraht?
Franz:
[1:55:19] Verdraht, ja, sozusagen in sich. Das heißt ungefähr, kann man sagen, auf Meter, wenn man das genau auszuzählen würde, auf Meter sind ungefähr, wie es bei mir ist, bei dem Streichgaden, 240 bis 260 Umdrehungen drauf.
Willy:
[1:55:34] Also, wenn ich das daheim mache mit meinen Karben und so, die drehen sich dann aber, wenn ich es loslasse, wieder auf.
Franz:
[1:55:40] Ja, das ist das, weil sozusagen das Verdrahen kommt bei Spannung auf den Pfaden.
Willy:
[1:55:46] Ja, das kennt man ja. Wenn man es verdraht, dann dreht sich das wieder auf.
Franz:
[1:55:49] Dann dreht sich das wieder auf. Das war doch auch so. Aber es wird auf die Kopse aufgewickelt und dann müssen die Kopse ungefähr, sag ich jetzt an….
Willy:
[1:55:57] Das sind so Spulen wieder, oder?
Franz:
[1:55:58] Die Spuhlen, ja. Die Spuhlen müssen dann ungefähr so vier bis sechs Wochen abliegen und dann entspannt sich der Foden.
Willy:
[1:56:05] Das ist ja gut beim Fleisch oder sowas.
Franz:
[1:56:08] Ja, das muss auch abliegen, damit das besser wird. Ja. Das ist beim Foden auch schon. Weil durch die Verdrehung kommt ein, sozusagen eine Spannung hoch. Und wenn das nach sechs bis acht Wochen abliegt, in dieser Zeit, oder vier bis acht Wochen, dann entspannt sich der Faden und wenn man den Faden dann hernimmt, dann springt er nicht mehr zusammen. Wenn man einen frisch gespannenden Faden so hernimmt, dann hält man ihn so und dann springt er zusammen und hüpft er zusammen.
Willy:
[1:56:39] Ja und was passiert da drinnen? Die 240 Drehungen sind ja noch da?
Franz:
[1:56:46] Ja, die sind da, aber weil das abliegt, entspannt sich das einfach. Da entspannt sich die einzelne Faser und hält dann. Spannend. Man kann sich ein bisschen abholfen.
Willy:
[1:56:56] Das ist faszinierend.
Franz:
[1:56:58] Bei den Steinen haben wir einen Dämpfer dazu, da sind die Kopse alleine gekommen, ist noch ein Unterwasserdampf, ist das noch gelaufen um eine Viertelstunde, 20 Minuten oder was. Gedämpft worden. Gedämpft worden und dann entspannt sich der Faden schneller.
Willy:
[1:57:13] Wie in der Sauna.
Franz:
[1:57:15] Ja, so oft.
Willy:
[1:57:16] Da würde ich entspannen mehr.
Franz:
[1:57:18] Ja, genau. Insofern, das spannend ist.
Willy:
[1:57:22] Auf das kommst du ja in 100 Jahren nicht drauf, dass das einfach 6 Wochen ablegen muss.
Franz:
[1:57:27] Ja, das ist umso länger das liegt, umso besser ist es jetzt so gesehen.
Willy:
[1:57:30] Okay, und das Vorgang, also ich versuche, dass ich da jetzt ein bisschen dabei bleibe. Du hast diese Vorgangfäden.
Franz:
[1:57:34] Ja, das Vorgang.
Willy:
[1:57:35] Und ich habe irgendwas gelesen, da sind wir jetzt beim Zwirnen quasi.
Zwirnen und Garn
Franz:
[1:57:40] Ja, das Zwirnchen ist sozusagen das zusammenlassen, das heißt, da werden die einzelnen Fäden, wo sie jetzt gespunden sind, die Kupse, die einzelnen Fäden, auf zwei Fäden oder drei Fäden oder fünf Fäden zusammenlassen.
Willy:
[1:57:51] Aha, das passiert immer einzeln quasi. Also die Fäden, das ist immer...
Franz:
[1:57:55] Ja, da werden die einzelnen Fäden dann aufgesteckt, also die Kupse aufgesteckt, laufen dann auf zwei oder drei Fäden dann zusammen.
Willy:
[1:58:01] Okay, aber das...
Franz:
[1:58:02] Und werden wieder verdraht.
Willy:
[1:58:03] Und werden wieder verdraht und wieder liegen gelassen.
Franz:
[1:58:07] Ja, muss auch ein bisschen liegen lassen, weil wenn man es ganz frisch runter lasst, dann dreht sich auch nicht alles so zusammen. Wenn es aber ein paar Tage da ist, nehmen wir es so schlimm, weil da nehmen wir so eine scharfe Verdrehung auf. Und dann ist es noch so, beim Spinnen, da haben wir sozusagen eine Rechtsdrehung drauf. Das heißt, da wird es im Uhrzeigersinn verspinnen, dreht sich die Spindel so. Und das nennt sich nachher in den Fachjargon die Z-Drehung. Eine Z-Drehung ist das, weil man nachher in den Foden das Z so reingeschreiben kann, wie es verdraht ist. Und der mittlere Teil ist Z, wenn man den Foden anschaut, genau wie das Z schäumt. Und beim Zwirnen nachher wird die andere Seite gedraht, wird es auf links verdraht und da kann man nachher das S reingedraht. Und da wird auch wieder das, was da mittendrin ist, das S.
Willy:
[1:58:59] Ich gratuliere all unseren Zuseherinnen und Zuseher und Hörerinnen, die jetzt noch dabei sind, aber es gibt die Z-Drehung.
Franz:
[1:59:04] Das haben wir in einer Büro schon, haben wir das gelernt.
Willy:
[1:59:08] Was da auch schon kompliziert klingt, schaut draußen noch viel komplizierter aus, wenn man diese Maschinen dann sieht. Das ist nämlich echt ein Wahnsinn. Das heißt, Vorgang, Garn ist, wenn er dann quasi 240 Quadrat ist und ein paar Wochen liegen lässt, ist der Garn.
Franz:
[1:59:22] Ist ein Garn, ja.
Willy:
[1:59:23] Und das ist auch immer noch ein Faden. Ist ein Faden, ja. Und den Garn, wenn ich den dann mit zwei, drei Federl nehme und zusammentraue, ist er zwirn.
Franz:
[1:59:31] Ist noch ein Verzwirn, ja. Das ist ein Zwirn. Ja, Zwirn. Es ist zwei oder drei Federig verzwirnt auch. Aber ist auch noch ein Garn. Nur ist er dicker.
Willy:
[1:59:39] Ja, aber das nennt man dann zwirn, oder? Nein, das ist nicht zwirn.
Franz:
[1:59:42] Zwirn wird das halt nochmal, das was so ganz fein festverdraht ist.
Willy:
[1:59:46] Ja, ja, ja. zum Nahen.
Franz:
[1:59:47] Ja, genau.
Willy:
[1:59:48] Ja, ja, ein Zwirn.
Franz:
[1:59:49] Ja, wo habe ich denn sowas?
Willy:
[1:59:50] Ach so, was machst du auch?
Franz:
[1:59:51] Nein, das mache ich nicht, so wie der Weiße da, was da drin ist. Ja, das ist ein Zwirn sozusagen, das ist so stark verdraht. Das ist ein Zwirn, und was jetzt nicht bei den Orangen da oder den Braunen hernimmst, oder? Den da. Ja, das ist Garn. Das sind jetzt zwei oder drei Fäden verzwirnt.
Willy:
[2:00:07] Ah, da sieht man auch die zwei, drei Fäden, sieht man da auch noch.
Franz:
[2:00:10] Ja, da sind jetzt drei Fäden verzwirnt.
Willy:
[2:00:11] Das ist der Garn, der Küchengarn, mit dem man viel verbindet, oder mit dem kannst du die US-Garn.
Franz:
[2:00:15] Ja, mit dem kannst du Den Janker stricken.
Willy:
[2:00:17] Das ist wie ein Garverband, nur zum Binken.
Franz:
[2:00:19] Ja.
Willy:
[2:00:20] Und der Zwirn, was ist jetzt der Unterschied zwischen dem Garn und dem Zwirn?
Franz:
[2:00:24] Der Unterschied zwischen Garn und Zwirn?
Willy:
[2:00:26] Wie machst du den Zwirn und wie machst du den Garn?
Franz:
[2:00:28] Ja, den Zwirn, also den fertigen Zwirn, den, was man sozusagen für die Nähmaschine hat, das machen, das wird ja noch viel schärfer verdraht.
Willy:
[2:00:35] Ist aber im Prinzip das gleiche Verfahren?
Franz:
[2:00:37] Ist das gleiche Verfahren, ja, weil da verdraht, nur halt noch viel schärfer verdraht, dass das enger wird.
Willy:
[2:00:42] Fester, feiner.
Franz:
[2:00:44] Weil in einer Streichgarnspinnerei, da kommen ja auf den Meter nur 240 Umdrehungen auf, und da weiß ich nicht, wie viele Panswiren oben sind, weil es dann halt vielleicht ist doppelt oder erst dreifach getraut.
Willy:
[2:00:54] Aber wir können nur vom Verständnis für Menschen, wir würden das gar nie gehört haben, es ist im Prinzip der gleiche Prozess, nur mit einem Zieren, damit er dünner wird, es einfach mehr vertraut, also enger, dünner und... Und den kaufst du aber zu und den Garn machst du selber?
Franz:
[2:01:11] Ja, genau. Das Zwirn kauf ich zu und das andere mache ich selber.
Willy:
[2:01:15] Okay, das heißt, wir haben jetzt ein Krempeln, Vorgarn, Garn, dann das Verzwirnen auf einen Garn zusammen. Jetzt habe ich da diesen Garn. Was machst du? Ist das so die Ausgangsbasis?
Franz:
[2:01:28] Das ist jetzt die Ausgangsbasis, wo ich nachher da, wie ich da auf die Maschinen da mache, das verstrickt. Das wird dann da aufgestrickt und dann werden die Teile runtergestrickt.
Willy:
[2:01:37] Blöde Frage, wenn ich jetzt eine Strickwolle habe, ist das auch Garn?
Franz:
[2:01:42] Das ist auch Garn, ja, die Strickwolle.
Willy:
[2:01:45] Ah, legt mich am Arsch.
Franz:
[2:01:47] Strickwolle auch, wo ich das Ding, bei uns ist das auch die Strickwolle. Wir sagen halt Garn dazu.
Willy:
[2:01:53] Ja, aber ich denke jetzt an die Wolkenrollen von der Oma, mit der Oma wirkt.
Franz:
[2:01:57] Das ist Strickwolle, das ist die Handstrickwolle. Da haben wir auch sozusagen bei uns so gesehen, das was jetzt so auf die Spuren ist, Das ist bei uns die Strickmaschinen fertig gemacht, die Strickwolle oder alles Garn. Und das andere ist das, was dann auf die Strähne raufkommt, auf die Strangen sozusagen, das ist dann die Handstrickwolle. Das ist das Gleiche, ja.
Willy:
[2:02:23] Nur weniger fest Draht, weil das ist ja viel dick.
Franz:
[2:02:25] Nein, das ist gleich Draht. Ja, es gibt aber unterschiedliche Drehungen.
Willy:
[2:02:31] Ja, da sind so dicke Fäden, so dicke, weiche Fäden. Ja, das ist ganz dicke,
Franz:
[2:02:35] Dann gibt es das, was weniger verdraht ist, ist aber unterschiedlich. Ich kann das unterschiedlich verdrahten, ich kann die Maschine einstellen, dass ich jetzt sage, bei mir sind jetzt 240 bis 260 Umdrehungen auf den Meter sind, das, was ich aber mache, so gesehen.
Willy:
[2:02:55] Zwirn, Hartkarttünn, 500?
Franz:
[2:02:56] Ja, zum Beispiel.
Willy:
[2:02:57] Garn?
Franz:
[2:02:58] Ja, in dem Fall 240. Ich kann es aber auch mit 120 Umdrehungen genauso machen, dann wird das ein bisschen stärker.
Willy:
[2:03:05] Ist das eine 120er Wolle oder so? Da gibt es auch so einen Namen bei Wolle,
Franz:
[2:03:09] Oder? Nein, das kann es sein, dass Sie es aufgeschreiben. Bei mir ist das jetzt ein zweifädiges und dreifädiges Garn, wo ich die Strickwolle habe. Nur ist das, wenn das schwächer verdraht wird, sozusagen, man ist jetzt mit 120 Umdrehungen verdreht auf den Meter, dann reißt das leichter ab.
Willy:
[2:03:27] Ja, ja, das ist...
Franz:
[2:03:28] Das reißt relativ leicht ab.
Willy:
[2:03:31] Ist aber dafür dicker, nicht? Ist aber dafür dicker, weil es nicht viel zusammenklappt.
Franz:
[2:03:35] Das ist Volumen.
Willy:
[2:03:35] Ich verstehe gerade diese Wolle, aber die Wolle ist alles verdrahter...
Franz:
[2:03:39] Ist alles verdraht, ja. Bis auf das Vorgang, das ist noch nicht verdraht, das ist nur genitzelt, also gemurzelt. Genitzelt, ja.
Willy:
[2:03:47] Kann man mit deinem Maschinen arbeiten?
Franz:
[2:03:48] Ich habe auch eine Kundschaft, die da Teppichweben draus macht, so eine fingerticke Lunte macht sie, nennt sie das. Da macht sie nachher die Fäden ungefähr 50 bis 60 Fäden noch zusammen, dass das noch so dick wird. Und dann tut sie das verweben und dann sind das so schöne, weiche Teppiche, was sie da macht.
Willy:
[2:04:14] Ah, okay.
Franz:
[2:04:16] Vorhin gesehen. Habe ich auch so eine Kundschaft.
Willy:
[2:04:19] Was das produziert. Das heißt, du hast dann im Prinzip, das ist das Zwischenprodukt, mit dem du dann anfängst, eure fertigen Produkte zu strecken.
Franz:
[2:04:27] Mit den zwei nicht zu strecken.
Willy:
[2:04:29] Entschuldigung, mit dem falschen Ja,
Franz:
[2:04:31] Mit dem oder ja.
Willy:
[2:04:33] Ja, mit dem nicht zu strecken.
Franz:
[2:04:36] Das ist der Zwischen. Dann haben wir nur noch für den falschen.
Willy:
[2:04:41] Und dann geht es in deine Produkte und das sind Wiedermaschinen bei euch, nicht?
Franz:
[2:04:45] Ja, wenn das fertig ist, dann kommen die Strickmaschinen. Da wird es noch an die Flachstrickmaschinen. Das heißt, da werden nachher die Janka gestrickt, die einzelnen Teile oben gestrickt. Da haben wir noch an die verschiedensten Aufzeichnungen, wie man die Teile genau oben strickt, wie viele Maschen und Touren und wie er auf- und abgenommen wird, sozusagen, werden die einzelnen Teile genau gestrickt. Und dann wird das händisch alles ausgefertigt. Das heißt, es wird zusammengenaut, die Knopffläche reingemacht, die Knöpfe und das alles, bis das alles fertig ist.
Willy:
[2:05:18] Aber das ist alles mit der Hand dann, oder wie?
Franz:
[2:05:19] Das ist alles noch mit der Handarbeit, ja. Im Prinzip ist das auch Handarbeit mit den Maschinen da jetzt heute schon. Vor 50 Jahren ist es Maschinenstricken gegeben, weil man eine Maschine, das ist zwar eine Maschine, die man hat, aber im Endeffekt sage ich, oder wie es heute ist, heute ist ja eine Maschinenarbeit, das ist ja sozusagen, wenn man einen Motor unterstützt ist. Aber da ist ja kein Motor dabei bei den Flachstrickmaschinen. Da muss man mit dem Schlitten jede Reihe stricken. Geht schon viel schneller, als wenn man es mit der Hand strickt.
Willy:
[2:05:49] Das heißt, diese Maschine, die wir da in dem Raum, also ihr seht es jetzt wahrscheinlich nicht so gut, aber es ist alles im Einsatz.
Franz:
[2:05:55] Nein, alle sind nie im Einsatz. Ich habe nur mit den zwei jetzt im Einsatz. Es sind vor 40 Jahren, also in den 70, 80 Jahren, sechs Strickmaschinen im Einsatz gewesen. Heute ist es so, dass wir zwei Maschinen haben.
Willy:
[2:06:09] Weil?
Franz:
[2:06:09] Weil halt alles so zurückgegangen ist. Also weil die Nachfrage einfach nicht mehr da ist. Nachfrage nicht mehr so da ist. von denen her gesehen. Aber es läuft, das passt und man muss halt genügsam sein, dass man halt das und das macht.
Willy:
[2:06:23] Ja, aber ihr habt draußen Strickmaschinen, die sind so groß wie ein Raum und die machen Socken.
Franz:
[2:06:28] Das sind dann die Sockenstrickmaschinen, sozusagen die Grundstrickautomaten. Da werfe ich ein Stück. Das sind zwei, was die gröberen Socken machen, also die gewolchten Socken draus machen und die anderen zwei, was die feineren sind.
Willy:
[2:06:41] Jetzt hast du es wieder gesagt, ein Wort geht uns noch ab, zumindest Walk Was ist ein Walk?
Franz:
[2:06:49] Also ja, Walk ist sozusagen im Endeffekt das gleiche, wie wenn es gefilzt ist, nur das gewalkte ist das, weil es gestrickt worden ist das gestrickte wird dann auch mit Wasser und Seife sozusagen mit der drehenden Bewegung in der Waschmaschine mit 55, 60 Grad gewaschen und dann entsteht der Filz, dann walkt das das ist, wann Und heute dann zum Beispiel, wenn du jetzt hergehst und einen Wohlpullover hast und den waschst du jetzt mit 60 Grad.
Willy:
[2:07:19] Dann ist er gewalkt.
Walk und seine Bedeutung
Franz:
[2:07:20] Was ist er dann? Dann passt er dann. Ist eingegangen, genau.
Willy:
[2:07:23] Ich habe mich selber schon gewalkt.
Franz:
[2:07:24] Ja. Super. Oder was jetzt zum Beispiel?
Willy:
[2:07:28] Immer das falsche Zeug,
Franz:
[2:07:29] Was? Was jetzt zum Beispiel, wenn du in 43er Socken waschst, selber waschst du sozusagen mit 60 Grad, dann kommt gleich mal eine 38 raus und dann wird er dann auch nicht mehr passen. Genau, das ist der Vorgang. Denn was ich sozusagen absichtlich mache, dass ich das absichtlich mit 60 Grad wasche, damit das das klingelt hat. Circa mit 60 Grad.
Willy:
[2:07:52] Und warum tut man das?
Franz:
[2:07:54] Ja, weil das Material nachher verdichtet durch die Bewegung und das alles, weil so die Schuppen aufgehen und die verhackeln sich dann nachher, dann wird das Material nachher dichter.
Willy:
[2:08:04] Ich habe ja schon eine Jacke quasi, oder einen Janker. Und den wasche ich dann, weil Welche Eigenschaften bin ich da durch?
Franz:
[2:08:10] Ja, durch das Wolken wird es noch fester. Und dann auch sozusagen ein, Passabweisend, luftdicht, wenn es gescheit gewolkt ist und wärmer ist es nachher, als wie es gestrickte.
Willy:
[2:08:26] Ist das was typisch Ungarisches, oder?
Franz:
[2:08:29] Nein, das machen sie überall.
Willy:
[2:08:30] Ich kenne nur von Erinnern, weil der Opa immer sagt, wir kommen jetzt von früher die Begriffe der Janker oder ein Wolker, haben sie glaube ich auch gesagt.
Franz:
[2:08:40] Es hat selber die Wolker gegeben, hat sie gesagt, der Wolker, ja.
Willy:
[2:08:43] Wo ist denn mein Waldkirch ab? In der Zucht, glaube ich, und das ist halt ein traditionelles Band, oder ein Tracht? Teil der Lungauer Tracht, oder?
Franz:
[2:08:50] Nein, nicht mehr als Tracht, sondern das ist einfach der Waldkirch. Der hat es halt damals in den Zeiten so durchgesetzt, dass halt...
Willy:
[2:08:59] Arbeitsgewand abgelöst, oder?
Franz:
[2:09:00] Arbeitsgewand genauso. Und, ja, wie soll ich das sagen? Die Kunstfaser, Daniel Rack hat das alles abgelöst.
Willy:
[2:09:09] Zu Recht oder zu Unrecht?
Franz:
[2:09:11] Ja, weil in jedem meistens das zuerst Bissen hat, so ein bisschen graues gehend, gejuckt hat dann hin und her.
Willy:
[2:09:17] Das scheiß heißt, der Reimund-Denis war, gell?
Franz:
[2:09:19] Wo es einen Anorak hinschlöst, ist das ja echt schon klar da. Da war ich zu Röbel in den Wolken gegangen.
Willy:
[2:09:24] Ja, weil du schon ein Röbeln hast, der nicht mehr so juckt.
Franz:
[2:09:26] Ich habe niemals einen Anorak, außer zum Skifahren habe ich ja noch. Sonst nie.
Willy:
[2:09:31] Den müssen wir eigentlich vorgetragen, wie hast du gesagt, weitergeben.
Franz:
[2:09:36] Ich muss nie öfter tragen.
Willy:
[2:09:36] Auftragen, verkaufen schon, gell? Gibt es nicht eine Maschine, die den aufrauen kann?
Franz:
[2:09:41] Nein, nein, nein, nein, nein, nein, da brauchst du nur Trogenhüft genug, dann ist ja, ich werde ja wächer.
Willy:
[2:09:49] Okay, das heißt, bei euch kommt bei dir die Wolle rein, ihr habt alle Maschinen da, alle mechanisch.
Franz:
[2:09:56] Ja, alles mechanisch bis zum fertigen Produkt, alles machen wir, ja.
Willy:
[2:10:00] Bis zum fertigen Produkt,
Franz:
[2:10:01] Weil was ich mir überlegt habe.
Willy:
[2:10:03] Ist ja, wann in Österreich, weil jetzt gibt es ja immer mehr die Angst vor dem Blackout, also dass einfach alles ausfällt.
Willy:
[2:10:11] Wenn in Österreich ein Blackout ist, Stromnetz fällt zusammen, Internet fällt aus, mein iPad kann ich mir sonst wo hinschmieren, Willy ist in Panik, Podcasts gibt es kein mehr, aber bei dir wird immer noch gestrickt, oder?
Franz:
[2:10:25] Auf der Strickmaschine kann ich ohne Strom ausstricken.
Willy:
[2:10:28] Weil du hast ja deinen eigenen Strom, oder?
Franz:
[2:10:30] Den habe ich schon, aber da auf der Strickmaschine kann ich ohne Strom ausstricken, weil alles mit der Hand passiert.
Willy:
[2:10:35] Ja.
Franz:
[2:10:36] Aber die Spritkartomaten ist halt der Motor dabei und bei den anderen Maschinen, da dann, aber zur Not konnte ich ein paar Socken mit der Hand auch was stricken, du musst halt treiben, so gesehen, da dann.
Willy:
[2:10:47] Das ging auch so auch nicht.
Franz:
[2:10:48] Das ging auch so auch nicht, ich kann es auch noch anschauen, dann kannst du selber treiben einmal, dass du ein paar Reihen gestrickt hast, dann kannst du sagen, du hast ein paar Reihen mit der Hand gestrickt, wenn du das treibst, so gesehen, da dann.
Willy:
[2:11:00] Ich sehe bei dir, im Betrieb, du hast das eh vorher schon ein bisschen angedeutet, da ich sehe bei dir extrem viel Mechanik. Ich sehe aber keine Computer.
Franz:
[2:11:09] Nö, ich habe einen Computer in meinem Büro drin, da schaue ich auch nicht so oft rein, weil es nicht so wichtig ist.
Willy:
[2:11:17] Wie gibst du das? Du bist auf der einen Seite komplett innovativ und kannst quasi aus einem Rohprodukt, was jetzt total viele Leute faszinieren, speziell mir Städter finden das toll, das Handwerk und so. Aber irgendwie ist diese technologische Entwicklung, obwohl du ein kompletter technischer finner Mensch bist, ne? Von Anfang an Bagger und das und jemals. Ist diese Entwicklung in deinem Betrieb überhaupt nicht einzogen,
Willy:
[2:11:47] Oder?
Willy:
[2:11:47] Oder kommt mir das so vor?
Franz:
[2:11:48] Nein, gar nichts. Warum? Warum? Ja, weil der Computer im Endeffekt anfällig ist. Und hätte du also eine computergestellte Maschine gehabt, dann kenne ich mich selber nicht mehr aus. Und so Ballereienmechanik Du kannst im Prinzip einen Fehler, wie ich es erst schon gesagt habe, findest du ihn selber, reparierst selber, kannst du ihn selber machen. Das ist ungefähr das gleiche wie beim Auto. Früher, in den 80er Jahren, ist das Auto auch so weit wie möglich gegangen, ist es selber repariert, oder? Und heute muss man wegen sehrem Teil in die Werkstatt fahren, kannst du nicht mehr es selber in den Reifen wechseln, weil die Reifensensoren dabei sind, weil wenn man es selber wechselt, dann stimmt das nicht mehr zusammen.
Maschinen und Unabhängigkeit
Franz:
[2:12:30] Geht auch nicht mehr. Du bist sozusagen abhängig gemacht worden.
Willy:
[2:12:34] Deswegen auch kein Porsche.
Franz:
[2:12:35] Und ich bin halt unabhängig.
Willy:
[2:12:37] Ja.
Franz:
[2:12:38] Ja. Ich habe einen Porsche in einer Werkstatt draußen. Das ist der Kinder-Parsch.
Willy:
[2:12:45] So ein. Ja.
Franz:
[2:12:46] Ein Baby-Parschi.
Willy:
[2:12:47] Ja, aber der funktioniert auch noch mechanisch.
Franz:
[2:12:49] Der funktioniert auch mechanisch, wenn wir sie anschieben. Sonst geht da auch nichts.
Willy:
[2:12:54] Du warst gerade bei der Maschine,
Franz:
[2:12:55] Was du da mit dir. Ja. Genau. Und da fahre ich auch mit der Hand in den Schlitten hin und her. Und wenn was kaputt ist, dann kann ich jede einzelne Sache selber machen.
Willy:
[2:13:04] Du kannst da alles reparieren da.
Franz:
[2:13:05] Ja, wenn es so weit ist, dass ich irgendwo was mehr machen muss. In Mautendorf, in Burkerbeck, wo man die Metallteile macht, wo man das zuschleift und das und das, dann kann man das wieder hernehmen.
Willy:
[2:13:24] Ich bin gerade so hin- und hergerissen, weil ich live denke,
Willy:
[2:13:30] Wie zukunftsfähig ist diese Art des Wirtschaftens? Auf der einen Seite kommt man vor, absolut, weil es einfach mega, wie sagt man, resilient ist, weil du einfach gegen Anfälle relativ unabhängig bist. Auf der anderen Seite findet man so Unternehmen sehr, sehr selten. Also es ist irgendwie so eine Mischung zwischen Zukunftshotel und Freilichtmuseum. Wo siehst du dich eher?
Franz:
[2:13:55] Ja, was will ich sagen? In dem Endeffekt hat man gesagt, das ist ein lebendes Museum.
Willy:
[2:14:01] Ja, es ist ja ein Museum, oder?
Franz:
[2:14:03] Ja, da sieht man wenigstens, wie das gearbeitet wird und das alles. Und wie gehe ich mit den Führungen, was ich mache, oder wo ich Leute durchgehe, von ungefähr, so wie jetzt in den letzten Jahren sind fast tausend Leute durchgegangen, so gesehen, was ich habe, wo halt die Busse sind und das alles. Und ich sage ja, wie es bei den Busse ist, für die Führung verlange ich nichts, gell? da dann.
Willy:
[2:14:26] Wenn sie was kaufen,
Franz:
[2:14:29] Ist recht. Wenn sie nichts kaufen, kann ich auch nichts tun. Dann habe ich eine Information weitergegeben. Und wenn sie was hängen, bleibt dann gefreut es mich. Und wenn die, die was kaufen, vielleicht das wieder weiter sagen und reden, das ist gar nicht so schlecht, was jeder macht. Und das und das alles. Redet ihr da rum, kommt wieder ein anderer dazu. Oder sie kommen weder.
Franz:
[2:14:49] Und so ist eigentlich die Werbung über Mundpropaganda.
Willy:
[2:14:53] Und über Podcasts?
Franz:
[2:14:55] Das auch noch, ja, was wir jetzt machen.
Willy:
[2:14:59] Du bist ja kein Museumsdirektor, du bist ja Unternehmer, also du willst ja nicht Führungen machen, du glaubst ja an das, wie du das machst.
Franz:
[2:15:08] Ja, ich mache das so, dass das passt.
Willy:
[2:15:10] Du machst das eh so.
Franz:
[2:15:11] Warum immer, weil die Zeit zum Beispiel, wo die jetzt ab und zu auch sind, weil sie ab und zu sagen, du hast ja keine Zeit und das und das heißt, das habe ich ja Zeit genug, weil wir haben ja 144 Stunden in der Woche Zeit. Du hast der Sonntag noch gar nicht rechnet, weil sonst hätten wir 108 die erste Stunde.
Willy:
[2:15:30] Netflix hast du keinen wahrscheinlich, oder?
Franz:
[2:15:32] Nein, habe ich nicht.
Willy:
[2:15:34] Wir haben wieder 10 Stunden gespart in der Woche.
Franz:
[2:15:37] Wenn Sie ehrlich gesagt haben, drei bis vier Stunden sind die Kinder dabei, bei den Handys und so zu sagen, wenn das und was ist. Man sieht es schon ab und zu auf dem Computer, schaut sich das an oder was an das und so, aber nicht, dass du jetzt sagst, stundenlang. Von denen her gesehen. Abgesehen von ihnen.
Willy:
[2:15:55] Aber glaubst du, dass du das beschaut mit Kindern aus?
Franz:
[2:16:02] Ja, jetzt habe ich eine Tochter. Die wird jetzt ein 8. Februar. Dann habe ich einen Sohn im Mann. Der ist jetzt ein 1,5 Jahr gegangen. Zwei Tage nach meinem Geburtstag.
Willy:
[2:16:17] Schon schwarze Fingerbeute?
Franz:
[2:16:19] Ah, schon. Greift schon ein bisschen zu, wie ich da oder so. Aber sie sind schon so gut, dass sie, wenn die Maschinen laufen, da auch einen Ropfstand halten.
Willy:
[2:16:25] Gell.
Franz:
[2:16:26] Das ist eines von den Wichtigsten, gell.
Willy:
[2:16:28] Du bist sicher eine Sicherheitsvertrauensperson quasi im Betrieb, weil du machst deine Sicherheitsunterweisungen.
Franz:
[2:16:32] Ja, muss ich auch machen, alles rund um und um, was du jetzt schon ist, gell. Von denen her gesehen.
Willy:
[2:16:37] Wieder ein paar Zetteln zum Ausfüllen, gell.
Franz:
[2:16:38] Ja, wieder ein paar Zettel zum Ausfüllen, gell.
Willy:
[2:16:41] Ja, aber glaubst du, das, auf was ich hinausfülle, ist, in dem auch Zukunft für deine Kinder, dass das was ist,
Franz:
[2:16:49] Was Warum auch nicht? Warum auch nicht? Wenn man jetzt sozusagen die Zeitung aufschlagt oder die Nachrichten anschaut, überall geht es eh zu und das und das alles und momentan läuft es einmal die Kurven bergab, überall und wer weiß, sind sie froh, dass sie so was Kleines da oben haben und selber was machen können.
Willy:
[2:17:17] Ja, weil du hast, wenn deine Kinder dann irgendwann sagen, ja gut, das ist jetzt noch ein leichter hin, Papa, ich würde die eine Maschine durch eine voll elektronisch gesteuerte, mit künstlicher Intelligenz, durch keine Ahnung was die Maschinen machen. Ist dir das dann?
Franz:
[2:17:43] Das wird halt nicht relevant sein weil das ja nicht geht so gesehen, wenn er das haben will weil erstens, wenn ich jetzt so ein neuer Krempesot zum Beispiel, Wurde ungefähr kosten 1,5 Millionen Euro. Was? Ja. 1,5 Millionen Euro kostet so eine neue Maschine.
Willy:
[2:18:06] Aha.
Franz:
[2:18:07] Dann muss man arbeiten, wie lange muss man da noch arbeiten? Seit ich lebt, da gelang, dass die Maschine abzahlt ist.
Willy:
[2:18:12] Bei den Preisen, was du gesagt hast, ja.
Franz:
[2:18:14] Oder?
Willy:
[2:18:15] Eher länger, oder?
Franz:
[2:18:16] Oder noch länger. Und die Maschinen, die sich 100 Jahre alt sind und laufen nur 100 Jahre nach einem...
Willy:
[2:18:24] Was kostet, wenn du jetzt eine Standaufnahme machst, die Maschinen, und ich meine jetzt nicht den antiken Wert, weil die Dinger sind ja zum Teil schon 100 Jahre alt, oder?
Franz:
[2:18:33] Ja.
Willy:
[2:18:34] Das hat ja schon wieder einen Sammlerwert.
Franz:
[2:18:36] Hat ja noch einen Wert.
Willy:
[2:18:38] Aber wenn du das jetzt zusammenrechnest.
Franz:
[2:18:40] Für mich hat es einen Wert. Für einen anderen habe ich gesagt, das ist ja nur Eisen.
Willy:
[2:18:44] Für mich ist Eisen, weil ich nichts machen kann damit, ich stehe davor und…
Franz:
[2:18:46] Für mich ist schon jetzt mal, wenn etwas durchgelaufen ist, ja.
Willy:
[2:18:50] Kreise.
Franz:
[2:18:51] Sicher, ist ja klar, weil erstens hat mein Vater das so gemacht, dass er gewusst hat in 57 Jahren, wie er das eingebaut hat, dass er einen Strom erzeugt hat. Hat er vor der ersten Minute noch gewusst, das bringt ihm das.
Willy:
[2:19:07] 1957 war das?
Franz:
[2:19:08] 1957 hat das eingebaut.
Willy:
[2:19:09] Warum denkt man 1957, wo Energie nichts kostet, wo die Preise gut sind, wo die Wirtschaft gerade wieder beim sich erholen und beim Aufbauen ist. Kein Mensch hat doch in der Zeit an sowas gedacht, weil es nicht dortwendig war.
Franz:
[2:19:23] Weil jeder das rausgerissen hat, die Mühradler weg und das in meinem Vater hat es einmal eingebaut, weil er eine Vision gehabt hat.
Willy:
[2:19:32] Ja, welche Vision?
Franz:
[2:19:34] Das, was da rauskommt, die Energie. Mit der Energie kann man weiterarbeiten, Maschinen betreiben, wo ich nachher das Produkt, das Vlies, die Janka gemacht habe. Das war damals da drin.
Willy:
[2:19:51] Ja, aber hat er damals schon gewusst, dass 2020 die Energiepreise dann irgendwann einmal komplett in die Hochhech gehen? Oder Siemen, das war der Ölkrise.
Franz:
[2:20:01] Ja, das...
Willy:
[2:20:01] Hat er das alles schon gewusst?
Franz:
[2:20:04] Gewusst nicht, aber...
Willy:
[2:20:06] Es war damals nicht wichtig.
Franz:
[2:20:09] Das hat er nichts gewusst, weil der Strom kommt ja aus der Steckdosen.
Willy:
[2:20:12] Ja, eben. Aber warum hat er gewusst?
Franz:
[2:20:15] Wieso, dass er es gewusst hat?
Willy:
[2:20:16] Es war ja so eine Zeit, Man betrachtet ja immer quasi die Vergangenheit mit den Augen der Gegenwart. Aber aus der damaligen Sicht, warum soll mich das interessieren? Da habe ich auch Landwirtschaft nicht anders gedacht.
Franz:
[2:20:28] Weil es ihn interessiert hat, weil er durch die Arbeit gelernt hat, ist nebenbei so ein kleines Wasserkraftwerk gelaufen. Und da hat er gesehen, aha, da gewinne ich die Energie. Und mit dieser Energie kann ich dann weiterhauen.
Willy:
[2:20:40] Aber wenn ich es leichter kriege, wenn ich nicht drum kümmern muss.
Franz:
[2:20:43] Ja, aber aus der Steckdose muss ich nicht zahlen. Und da brauche ich es aber nicht zahlen, sondern nur die erstmalige Anschaffung muss ich zahlen. Bauen und das alles hat er zahlen müssen. Das ist schon klar, das Ganze. Dass er das Wasserrecht drauf ist, dass etwas besteht und das und das, da hat er das alles ja machen müssen.
Willy:
[2:21:01] Also Eigentum hat er es ja eigentlich auch geschaffen, oder?
Franz:
[2:21:03] Eigentum. Und von der ersten Minuten an sage ich, in meiner Meinung. Von der ersten Minuten an, wie er das gemacht hat, hat er genau gewusst, das ist das, was er machen will.
Willy:
[2:21:13] Was hat er ihm da getrieben?
Franz:
[2:21:16] Dass ihm die Energie nichts kostet.
Willy:
[2:21:18] Ja, aber was ist das Gefühl dahinter? War es Unabhängigkeit?
Franz:
[2:21:22] Ja, es ist unabhängig gefallen. Weil er kann zum Beispiel das Licht auftragen, wenn er will. Er kann den Ofen einschalten, wenn er will. Es kostet nichts.
Willy:
[2:21:31] Ja, das hört bei dir ja aus, oder? Oder? Ja. Mir kommt keine Maschine rein, die ich nicht verstehe. Weil dann mache ich mich von der wieder ab.
Franz:
[2:21:40] Abhängig.
Willy:
[2:21:41] Das treibt die dann quasi auch extrem.
Franz:
[2:21:43] Wenn ich heute da so ein Ding dabei habe, wo wieder eine Technik oder was kommen muss, dann kostet das wieder was. Und alles, was mir nichts kostet, bleibt mir ja.
Franz:
[2:21:55] Das hat mein Vater immer schon gesagt.
Willy:
[2:21:56] Alles, was mir nichts kostet, bleibt mir.
Franz:
[2:21:58] An jedem Handgriff, was ich selber tue, sozusagen, wenn ich jetzt an die selber oben spinne, die Socken selber strecke und das alles. Jeden Handgriff, was ich selber tue, der bleibt mir.
Willy:
[2:22:09] Warum glaubst du, hat er das gehabt? Also mich interessiert schon so, weil er alles schon mal verloren hat?
Franz:
[2:22:16] Ja, das ist die Kriegsgeneration. Die hat bei dem Zweiten Weltkrieg eine Sache mitgemacht, wo es passiert ist, wo er gesagt hat, ja, da hat er jetzt gesagt, da hat er Glück gehabt. So gesehen. Und die haben sicher hungern müssen, tagelang. Dass sie aus dem Moment, wo sie ein Trinken gehabt haben, und die haben hungern müssen. Da haben sie ja anders gelitten. Was wir ja gar nicht mehr können, weil wir können ja rund um die Uhr können wir einkaufen gehen und das und das alles.
Kriegsgeneration und Lebensweisheiten
Willy:
[2:22:48] Ja, das sind Geschichten, die wir leider vergessen haben. Ein bisschen, gell?
Franz:
[2:22:51] Wie gesagt, er hat in seiner Zeit den Schilling nicht gleich einmal umdreht, sondern zwei, drei Mal, bevor er es dann ausgeben hat. Ob es notwendig ist.
Willy:
[2:22:59] Aber ausgeben hat er dann schon, nicht?
Franz:
[2:23:01] Er hat ihn ausgegeben und ja, wusste, was er das macht. Und genauso, als wir das Kraftwerk reingebaut haben in der damaligen Zeit, wo er gesagt hat, das bringt mir sozusagen die Energie, mit der Energie kann ich noch weiterarbeiten. Von dem her gesehen.
Willy:
[2:23:20] Und das Kraftwerk hat es inzwischen amortisiert, nicht?
Franz:
[2:23:23] Ja, sicher, das hat sich jetzt schon… 70.
Willy:
[2:23:26] Jahre enthält das jetzt schon, oder? Und der Wechselrichter drinnen ist immer noch da?
Franz:
[2:23:30] Ja, Wechselrichter ist gar keiner drinnen.
Willy:
[2:23:32] Sondern das ist… Oder was hast du gesagt, das ist das Ding, was schon eh schon Baujahr 1922…
Franz:
[2:23:38] Das ist der Fliehkraftregler, ja. Der regelt sozusagen...
Willy:
[2:23:41] Der hängt ja auch beim Kraftwerk dran.
Franz:
[2:23:42] Der hängt beim Kraftwerk dran, wird sozusagen untrieben.
Willy:
[2:23:44] Ihm und ich nicht was?
Franz:
[2:23:45] Ja, der wird untrieben, mit einem Flachrähn wird er untrieben. Und der steuert sozusagen die Wasserklappe an. Das heißt jetzt sozusagen, wenn ich jetzt eine Maschine eingeschalte, dann brauche ich Kraft. Und dann übermittelt das sozusagen das, dass die Turbine nachher mehr Wasser braucht. und mach dann die Klappen auf und so kriegst du noch mehr Wasser rein, damit der Motor nachher läuft.
Willy:
[2:24:14] Das ist die technische Erklärung, die psychologische Erklärung?
Franz:
[2:24:18] Das heißt, ausgerechnet wird das alles von der Umdrehung der Turbinenwelle. Die Turbinenwelle hat eine Umfangsgeschwindigkeit von 120 Umdrehungen in den Minuten. Das ist durch den Bach.
Willy:
[2:24:32] Oder? Durch das Wasser?
Franz:
[2:24:33] Was sie dreht, wenn sie normal bei mir auf die 220 und 380 geht läuft. Und wenn jetzt einen Motor einschaltet, braucht sie eine Kraft, dann läuft die Turbinenwelle ein bisschen längsamer, weil sie momentan Kraft rauszieht und dann steuert sozusagen der Fliehkraftregler. Weil Widerstand ist. Und dann steuert sozusagen der Fliehkraftregler die klappen muss, damit es mehr Wasser gibt. Und dann greift es das wieder aus und dann steuert es das wieder auf 120 im Dreh. Und das dauert halt noch ein paar Sekunden, bis das das nachregt.
Willy:
[2:25:11] Und der ist, weil Baujahr 1922 nicht mit KI gesteuert, sondern rein mechanisch.
Franz:
[2:25:16] Rein mechanisch, ja. Von dem her gesehen. Da kann man sich jeden Teil genauestens anschauen und fertig. Kann man es liegen, wieder zusammenbauen. Da ist es so, da habe ich eine Schmiervorschrift sozusagen, Ich weiß auch nicht genau, ob das Kleiner auch drin steht, aber bei einem steht es drinnen, das ist eine Schmiervorschrift von 1101, da steht drinnen sozusagen das Öl, was da drinnen läuft, da sind ungefähr 7-8 Liter Öl drin, da muss aber schön im Kreis laufen. dass man das Öl braucht man ja nicht, wenn man das Öl wechselt, entsorgen. Sondern man tut das Öl durchfiltrieren, durch Küchenpapier einfach. Da hat man eine Zeit, dass das alles durchkommt. Da hast du so einen Schlaz drauf, das ganze Zeugwasser drehst, durch die Luft und das alles. Und das Öl, was übergeblieben ist, nimmt man wieder her und man füllt den Rest wieder auf. Und so tut man auch wieder nachhaltig sparen. Also nimmt das Öl wieder her. und so braucht es.
Willy:
[2:26:17] Und die Sachen halt ewig nutzen, wir sagen 1922, 1957, also gibt es eigentlich irgendwas Neues bei dir im Betrieb? Was ist das neueste Gerät,
Willy:
[2:26:27] Das du hast?
Willy:
[2:26:29] Sag jetzt nicht, es fängt mit 1900 irgendwas an.
Franz:
[2:26:32] Das neueste Gerät, das ist mein Handy. Das haben wir schon gekriegt, weil das brauche ich ja, dass ich die digitalen...
Willy:
[2:26:40] Genau, damit du beim digitalen Amt die freigeben kannst, Sonst brauchst du einfach ein Touchscreen-Handy, sonst bist du heute noch mit dem Nokia, wo du die Batterie wechseln kannst, by the way.
Franz:
[2:26:49] Du kannst wechseln, ja, bei den Nokia ist es so gegangen.
Willy:
[2:26:52] Aber sie machen jetzt eh wieder neue Richtlinien, dass man die Batterie wieder leichter wechseln kann. Aber Batterie hat da eh auch nichts sonst, aber für deine Produktionsgeräte, was ist da das Neueste?
Franz:
[2:27:03] Für die Produktionsgeräte das Neueste? Vielleicht, pass auf, muss ich mir überlegen.
Willy:
[2:27:11] Mäcktenhundert.
Franz:
[2:27:15] Kann ich jetzt gar nicht sagen. Jetzt muss ich da durchgehen. Vom Baujahr her, musst du jetzt ein...
Willy:
[2:27:21] Ja, ja, nein, nicht von mir, ob du es gebraucht irgendwo kaufst, oder?
Franz:
[2:27:25] Ja, ja, ja, das Neue ist der. Das ist schon sehr, ist uralt, was er draußen hat. 50 Jahre, 50 Jahre.
Willy:
[2:27:34] Also wirklich, gell?
Franz:
[2:27:36] Ja, das sind alles so alte Geräte. da ist ja fast, jetzt warte mal, fast die Strickmaschine da da, die ist ja fast die neuerste, fast die Strickmaschine, die sind 80 Jahre alt und kauft worden.
Willy:
[2:27:48] Aha, echt.
Willy:
[2:27:50] Ja, ich glaube, das ist, mehr brauchst du dazu, glaube ich, gar nicht zu sagen, ich glaube, das drückt jetzt hin,
Franz:
[2:27:54] Weil der Computer zählt ja nicht, der Computer zählt ja nicht, von einem her gesehen, was ich habe.
Willy:
[2:27:59] Ja, wenn du den auch noch aus den 80er Jahren hast,
Franz:
[2:28:00] Dann braucht der wahrscheinlich einen Raum. Nein, nein, weil du brauchst nicht die Halle, weil sonst kannst du das nicht fahren, ja. Aber ja, schauen wir doch noch, bei der Strickautomat ist ja im Prinzip der Ur-Computer vorhanden.
Willy:
[2:28:13] Ja, der mechanische, der Klick-Clack, der von der Touring-Maschine.
Franz:
[2:28:18] Ja, genau, das alles.
Willy:
[2:28:19] Ich habe ja irgendwann gesagt, das, was du da machst, das ist wie die Weltmaschine, nur dass hinten eine Socke rauskommt. Ja, genau. Irgendwie so ein bisschen. Wenn man sich das drüben anschaut, ich glaube, so werde ich die Folge nennen. Weltmaschine nur mit Socken.
Franz:
[2:28:33] Ja.
Willy:
[2:28:33] Die Sockenweltmaschine.
Franz:
[2:28:35] Ja, die ist passiert.
Willy:
[2:28:36] Ha, machen wir das? Ja, das passt.
Franz:
[2:28:39] Die Sockenweltmaschine.
Willy:
[2:28:40] Was uns eine unglaubliche Überleitung. Was uns zu dem Thema Preise jetzt bringt, wie kalkuliert ihr die Preise? Ich habe mir das angeschaut, vergleichbar ist das Produkt, was ihr habt, Socken. Ihr habt die Sockenpreise, ihr habt dünne Socken, dicke Socken und Stutzen, also ein bisschen mehr Socken. Preise, was ich sympathisch finde, die kleinen Socken kosten weniger als die großen, weil da braucht ihr mehr Wolle. Schätze ich einmal, weil das ist wichtig, was da mehr ist, Zeit und Energie. Und ihr startet bei den dünnen Socken, klar, bei 8 Euro, es geht auch bis zu den dicken Stutzen groß, oder Stutzen schon immer dick, bis 14 Euro. Wenn ich jetzt bewusst auf Amazon gehe, wo ihr wahrscheinlich eure Produkte nicht verkauft.
Franz:
[2:29:31] Nein, dann verkaufen ich es nicht, weil ich arbeite nicht für die anderen. Ich arbeite für mich selber, weißt du.
Willy:
[2:29:35] Ja, und dort aber nach Sockensucht, dann bin ich in dem Preissegment, beziehungsweise teilweise noch viel, viel teurer. Für so einen klassischen, was ist so ein Premium-Socken, den man so kennt, der Burlington, bin ich bei 14 Euro als Badel oder sowas, ist eigentlich ganz normal.
Franz:
[2:29:51] Ich habe mir gar nicht geschaut.
Willy:
[2:29:53] 8 Euro, also ihr seid mit groß, ihr verkauft eure Produkte zu Preisen, die ich eigentlich gewohnt bin, dass ich es bei Amazon kriege und nicht das, wo ich mir denke, das kauf ich jetzt beim Handwerksbetrieb aus dem Lungau, der quasi nebenbei noch ein Freilichtmuseum und sonst wo es ist. Warum seid ihr jetzt relativ gesehen, würde ich sagen, künstig? Oder siehst du das ganz anders?
Franz:
[2:30:24] Nein, wie soll ich jetzt sagen? Wir sind im Lungen auch da ein bisschen versteckt, oder?
Willy:
[2:30:29] Das ist, ich bin gerade dabei, euch zu entdecken.
Franz:
[2:30:33] Aber wenn ich jetzt zum Beispiel in Socken, in Wollsocken und das Doppelte, so gehört es, wenn man hört, die 14 Euro, 28 Euro da verkauft wird, dann wird da relativ schwierig zum Verkaufen sein.
Willy:
[2:30:46] Im Lunger? Im Lunger, ja.
Preisgestaltung und Marktstrategien
Franz:
[2:30:48] Wenn aber hier zu den Kundschaften sind, sind ja einige, die von mir die Waren beziehen. Dann schlage ich noch was auf, dass sie es verkaufen. Das ist noch nicht mein Ding, wie viel sie dann aufschlagen. Schlagen sie noch 10 Euro dazu. Du bist Großhändler quasi. Nein, bin ich nicht ein Großhändler. Ich mache das.
Willy:
[2:31:07] Ja, der war wieder erschaufen. Gott, dass er nicht über dich umkommt. Sie verkaufen es weiter.
Franz:
[2:31:16] Ja, sie verkaufen es weiter. Es sind so kleine, was die es weiterverkaufen. Meine Argumentation dazu ist so, dass ich sage, ich habe alle Erzeugerpreise. Der Socken ist ein Erzeugerpreis und ich habe keinen Wiederverkaufspreis. Ich habe mein Geschäft, kostet er Socken, wenn du zu den Socken kaufen kommst, dann kostet er genauso 12 Euro oder 14 Euro. Kostet er, und wenn der von mir die Socken abnimmt, nimmst du mir jetzt 20 Euro oder was, dann kostet er auch 12 Euro. Also es gibt keine Mengenrabatte bei dir? gibt es nicht.
Willy:
[2:31:54] Was wiegt das Haut?
Franz:
[2:31:55] Genau. Weil jeder Schritt nachvollziehbar ist, wie er entsteht.
Willy:
[2:32:00] Ja.
Franz:
[2:32:00] So gesehen. Tatsächlich, ja. Aber das ist jetzt ein Durchrechnung. Dann brauche ich da die Zeit, da brauche ich die Zeit, die Arbeit dazu und das und die wollen dazu. Also das Garten, sozusagen das Material, dann kommt die ganze Steuer dazu und das und das alles. Dann komme ich auf den Preis und die Kundschaft noch, was mir die Socken abnimmt, was wieder verkraftet, kann ich noch was aufschlagen. Und hat noch einen Preis, so wie halt die anderen Geschäfte verkraftet.
Willy:
[2:32:32] Du hast deinen Online-Shop auch?
Franz:
[2:32:35] Online-Shop habe ich nicht, sondern eine kleine Homepage, wo das drinnen ist. Und sie können das halt noch bestellen. Entweder per E-Mail oder telefonisch.
Willy:
[2:32:44] Achso, Warenkorb gibt es gar keinen Sinn?
Franz:
[2:32:46] Nein, da ist nichts drin, weil das kostet ja wieder mehr. Das finanziert sie ja gar nicht bei mir, so wie ich das brauche zum Beispiel. Würdest du das Geld jetzt finanzieren? Oder bei mir? Mir ist lieber, ich rufe ihn an, das bestehnt sich, dann kann ich sagen, da kann ich mal passieren, dass ich mal keine Socken so viel da habe, dass ich sagen kann, ich kann jetzt nicht 20 Paar Socken jetzt liefern für deine Größe, sondern geht einmal nur 10 Paar, dann muss ich erst machen und dann geht das auch, so gesehen.
Willy:
[2:33:21] Dann machst du mich fertig. Kein Online-Shop? Nein. Ab Werkverkauf quasi, ab Hof. Ja, ab Hof. So ein Werklohn.
Franz:
[2:33:28] Hoflohn oder Werklohn, ja. Schauen wir uns eh noch ein und das ist ein Werklohn.
Willy:
[2:33:31] Ja, gell?
Franz:
[2:33:31] Das haben wir schon gesehen.
Willy:
[2:33:32] Ja, ja, super.
Franz:
[2:33:34] Und so läuft das halt nachher. Schön klein, fein.
Willy:
[2:33:39] Möchtest du wachsen? Möchtest du mehr machen?
Franz:
[2:33:42] Nein, will ich gar nicht machen mehr. Umso mehr, dass du wachst, umso mehr arbeitest nicht mehr für dich selber, sondern für den anderen.
Willy:
[2:33:49] Also das heißt, du bist quasi auf der Kapazität, wo du gerade arbeitest, ausgelastet?
Franz:
[2:33:53] Ja, genau.
Willy:
[2:33:55] Mehr soll es gar nicht sein, nicht einmal im bestehenden Bild.
Franz:
[2:33:57] Wenn ein bisschen mehr ist sozusagen, wenn jetzt mehr zu tun ist, dann wollen wir halt einmal mehr tun sozusagen. Das ist ein altes Sprichwort einfach, du musst die Kuh machen, wenn es eine Milch gibt. Wenn es keine mehr gibt, dann hilft es auch nichts. Also so ist es bei mir auch. Wenn es jetzt im Herbst sozusagen, wenn die ganzen Märkte sind, dann ist es jetzt eine Hackeln sozusagen zu nahmen.
Willy:
[2:34:16] Weil dort deine ganzen Kunden im Prinzip für ihre Standeln...
Franz:
[2:34:19] Von dem her gesehen. Da muss man dies und dies machen und dann ist es wieder ein bisschen eine leichtere Zeit.
Willy:
[2:34:25] Okay, das heißt, so richtig Endkundengeschäft hast du eher weniger?
Franz:
[2:34:31] Endkundengeschäft? Also direkt an den... Sehr gut. Schon auch das, was bei mir.
Willy:
[2:34:35] Im Laden geht,
Franz:
[2:34:37] Und was halt sozusagen bestellt wird, was ich dann per Post versende.
Willy:
[2:34:42] Bis wohin versendest du? Wo sind deine Kunden?
Franz:
[2:34:46] Ja, hauptsächlich in Österreich und Deutschland. In Amerika habe ich ja zwei Kundschaften drin, die alle paar Jahre was brauchen.
Willy:
[2:34:56] Alle paar Jahre?
Franz:
[2:34:57] Ja, der bestellt halt nachher 25, 30 paar Socken.
Willy:
[2:35:01] Achso, da kommt er aus dann.
Franz:
[2:35:02] Ja, da kommt wieder ein Zeitel aus. Von dem her gesehen. Es sind ab und zu ein paar, von Ungarn sind ein paar Bestellungen da.
Willy:
[2:35:09] Was ist mit Salzburg, Japan, die ganzen Touristen, die müssen doch auffahren auf das Zeug, oder?
Franz:
[2:35:15] Die sind ja nachher fast die Kundschaften, die, die bei mir am Markt ist, kaufen sozusagen. Die, die das nicht kaufen und selber vertreiben am Markt, oder wo selber daheim ein kleines Geschäft haben. die, die Socken kaufen und vertreiben die nachher in ihren Geschäften dann selber, gell? Okay.
Willy:
[2:35:31] Also du findest deine Preise angemessen, sie passen für dich?
Franz:
[2:35:35] Ja, ich sag, das, was sie nachher aufschlagen auf die Socken, das ist ja nicht mehr ein Problem, das ist ja eine Sache nachher. Wenn sie da raus was machen, passt ja. Okay. Ich bin drin mit denen, was ich verkaufen, da dann, und wenn sie das auch noch weiter verkaufen.
Willy:
[2:35:49] Steht da dann dein Name noch drauf oder kennen sie das dann, wie heißt das auf G'scheit, White Label?
Franz:
[2:35:54] Ja, das können sie selber machen, wie sie wollen, wenn sie das weckten, dann werden sie es weg. Bei den Socken habe ich gar nichts drauf. Die kriegen sie von mir in die Größen. Und da steht das bei mir gar nicht drauf. Nein, aber was soll ich denn davon haben? Ja, das ist jeder.
Willy:
[2:36:12] Ich könnte mir vorstellen, dass es andere Positionen gibt, die man genau anders sehen will.
Franz:
[2:36:16] Ich könnte genauso, jetzt steht da oben Willi Huber Schaf-Ollerweisen, sagen. Ich könnte genauso aufschreiben Franz Huber Schaf oder eine Zeugung, weil ich der Franz bin. Das brauche ich ja nie. Von dem her gesehen. Manche sagen zu mir Willi auch und dann denke ich mir, passt der? Ich sage ja, ich bin der Franz und da hin und her, passt der?
Willy:
[2:36:37] Ich glaube auch, du bist der Willi.
Franz:
[2:36:39] Ja, du hast gesagt, du triffst den Willi.
Willy:
[2:36:42] Hallo Willi. Ich habe gesagt, hallo Willi, aber ich meine, die hallo Willi
Franz:
[2:36:47] Und du sagst.
Willy:
[2:36:47] Hallo Franz. und dann hat er geschwäht, da hat er geschnallt, ah, okay, das stimmt.
Franz:
[2:36:53] Und käme als das, dass Willi-Huber bleibt auch, das war Berufsschüge. Wie ich schon gesagt habe, in Schremsum, im Waldviertel, ganz oben da da, wo sie Hund und Katz gerade die Nacht sagen, wo du zuerst einmal auf der Karte suchen musst, wo das überhaupt ist.
Willy:
[2:37:06] Ist schon auf der Karte.
Franz:
[2:37:07] Ja, ist schon auf der Karte. Und dann halt, Ich bin, was du in die Schule kommst. Es ging in der ersten Stunde, was tut mir? Was sagt der Lehrer? Bitte vorstellen. Wo wir hin sind. Da stehst du dich mal auf. Ich habe gesagt, ich lerne bei den Lodensteiner. Da haben wir Willi-Huber, Schaf, Maria Pfarrer, Brugdorf. Dann sagte der Lehrer dort, diese Firma kenne ich. Dann habe ich mir gedacht, na gut, und der ist da oben. die ersten Waldviertel umkennt, der Lehrer, da war ein so Klassenvorstand damals, und der das kennt noch und heißt das was. Und so haben eigentlich einen Namen gleich lassen, das kennt ja jeder, von denen her gesehen, und nur, den Niedelhauern geändert.
Willy:
[2:38:01] Ich mach da nichts, ob er jetzt die Willi nennt oder Franz sagt, hauptsache er kauft und socken und gefeiert wurde.
Franz:
[2:38:08] So ist es. Bei meiner Mutter ist R dabei gestanden, dass die rosa ist, es hat gestanden R-Huber und jetzt steht dort F-Huber dort. Und passt. Mehr braucht man nicht. Ich brauche auch die ganzen Sachen, die Länder nachher. Sonst musst du die Visiten gerade alle rausgehauen und die Briefkämpfe und das und das, was du da hast. Und alles ändern. Und so brauchst du nicht das eine Buchstum ändern und dann ist das krass gegessen.
Willy:
[2:38:31] Was hast du für eine Marketingstrategie?
Franz:
[2:38:38] Ist gut. Weißt du, was die Marketingstrategie ist? Dass ich selber zu mir so ehrlich bin, die eigene Wolle verarbeitet, wenn eine Kundschaft kommt, dass ich die eigene Wolle verarbeitet, dass ich die eigene wieder zurückkriege und die Kundschaft noch eine Freude hat, wie schön, dass das kein oder das fertige Produkt wird. Und man sieht nachher, wie sich die Leute selber gefreut, dass sie das nachher so haben. Und das ist noch das Wichtige. Was habe ich davon, weil wir heute da ausgerechnet so und so viel Cent überbleiben und da könnte man da noch etwas rausholen. Da habe ich ja nichts davon im Endeffekt. So gesehen.
Willy:
[2:39:26] Da haben wir nichts davon. Kann man sicher anders auch sehen, aber ich sehe, dass du das so siehst und ich kann dem was abgewinnen. Wann hättest du draußen Schafbauern sein und nicht wissen, wohin wir dir wollen? Bist du ein guter Ansprechpartner, dass du ihm da eventuell auch weiterhelfen kannst?
Franz:
[2:39:44] Ja, da sind wir jetzt wieder bei.
Willy:
[2:39:46] Dass der zum Beispiel sagt, bringst du ein Titel?
Franz:
[2:39:48] Ja, ich bringe es zum Waschen und das alles dann halt gewaschen wollen, kann ich nehmen. Aber was ungewaschen ist, das Problem.
Willy:
[2:39:55] Aber du kannst denen auch sagen, wo sie es waschen können.
Franz:
[2:39:57] Oder wie sie es waschen können, dass sie es selber waschen. Es sind einige, die was halt schön langsam wieder kommen, die was halt das selber waschen wollen.
Willy:
[2:40:05] Aber man darf dir was fragen in die Richtung. Also ich denke jetzt wirklich, dass vielleicht der Barschaufbauern da draußen so geht, dass sie jetzt eigentlich ahnungslos sind. Du bist so ein kleiner, so eine kleine helle Kerze am Ende des Dunkels, die da leuchtet und vielleicht eine Antwort hat, oder? Habe ich es schon gesagt? Möchtest du diese Kerze sein? Das wird jetzt langsamer.
Franz:
[2:40:26] Ist aber eh so, im Endeffekt.
Willy:
[2:40:28] Ja, eh, meine ich.
Franz:
[2:40:29] Weil es ja keiner mehr macht.
Willy:
[2:40:30] Ja, du bist einer von den Letzten. Und das bringt mich zu dem Lehrberuf. Es gibt den Beruf, Spinner gibt es immer, Weber, das gibt es ja nicht mehr als Lehrberuf, oder? In Österreich.
Franz:
[2:40:41] Ich weiß jetzt nicht, wie es beim Weber ist.
Willy:
[2:40:43] Spinner gibt es nicht mehr.
Franz:
[2:40:45] Ja, das gibt es schon nicht mehr. Aber Weber ist ja so, ich habe bei 90 angefangen zu lernen bei den Steiner, wie ich gesagt habe und da ist es gewesen, dass ich seit langem haben sie ja keinen Lehrling mehr gehabt, den Steiner, Und dann hat der Chef extra einen Kurs machen müssen in den Steirisch in Graz unten. Das war damals der Junior-Chef, der Junior Herbert, der zum 10-Jährigen. Ja, genau, der hat er 14 Tage zu den Wifi fahren müssen. Und hat das machen müssen. Und ich bin erst später drauf gekommen, dass eigentlich der Steiner Herbert Junior meine Lehrherr war. Ich bin da auf den Ausgang, der Steiner Herbert, also der Vater davor, war mein Lehrherr, weil es drei Stunden ist, ich habe nie genau geschaut, dass da Junior auch dabei steht. Da sind wir erst später mit draufgekommen, dass das so ein...
Willy:
[2:41:35] Bildest du Lehrlinge aus?
Lehrberufe und Handwerksausbildung
Franz:
[2:41:37] Nein, ich habe auch keinen Lehrling.
Willy:
[2:41:38] Hast du welche nehmen wir? Ja, es ist fast interessant,
Franz:
[2:41:42] Dass sie werden gelernt. Weil ich habe sie auch nur gelernt, weil ich es von Heim her gebraucht habe, dass ich den Betrieb immer nehmen kann. Darum habe ich das gelernt. Vor dem her gesehen.
Willy:
[2:41:50] Ich habe dich jetzt gar nicht gefragt, wie wir arbeiten eigentlich bei dir im Betrieb. Wie viele Leute? Oder machst du das da rüben hauptsächlich?
Franz:
[2:41:56] Ja, das ist jetzt ein... die war halt halbtags arbeit bei mir also.
Willy:
[2:42:03] Ist aber nicht bei der
Franz:
[2:42:04] Familie externe externe also eine ja und dann die martina ist jetzt momentan ist in karenz und meine mutter ist auch nicht dabei die arbeitet auch nicht mit.
Willy:
[2:42:18] Was ist die jetzt mit der 60
Franz:
[2:42:20] Die ist 70 wird sie jetzt, Bei meiner Mutter ist es so, dass der Freireit hat sich gesagt, dass sie arbeiten müssen. Und jetzt soll sie in der Pension hängen.
Willy:
[2:42:29] Das ist ein Können.
Franz:
[2:42:30] Und jetzt darf sie arbeiten, sagt sie.
Willy:
[2:42:32] Ja, das ist auch,
Franz:
[2:42:33] Wenn der Druck weg ist. Mein Vorteil ist auch, dass bis zum Schluss was tun. Das weiß ich. Aber bei meinem Vater ist sogar noch ein bisschen anders dagegen, weil er gewartet hat auf mich. Weil ich ja nachher, wie ich ausgelandet bin, gewesen und vom Bundesheil zurückgekommen bin, das ist gewesen, 1994, war mein Vater ja auch schon 76 Jahre dort.
Willy:
[2:42:57] Der war immer schon alt. Wie hast du ihn du kennst?
Franz:
[2:43:00] Ja, von dem her gesehen. Für mich war er einfach nicht alt, weil er einfach mein Vater genießt. Jetzt habe ich ihn nie als alten Mensch gesehen. Wirklich?
Willy:
[2:43:08] Auch mit 90?
Franz:
[2:43:08] Noch nicht so richtig, weil das einfach der Vater ist. Das siehst du anders.
Willy:
[2:43:13] Sieht man es anders?
Franz:
[2:43:15] Also wie man es dir heute sagt, der ist jetzt 90, das ist eigentlich ein schönes Alter. Ich habe mich mit dem Vater nie so gesehen, wie du es dir heute sagst, an alten Menschen. Wenn man heute so zurückdenkt, sagt man, ja, damals, wie man, was ich sehe, 15, 16 Jahre alt ist, ist ein alter Mensch mit fast 30 Jahren schon alt. Ja, da waren wir schon drüber. Da hast du gesehen. Wo du sagst, ah, oder jetzt bin ich 50, da habe ich damals mit 15 Jahren gesagt, das ist ein alter Mensch schon. Du bist zum Sterben schon. Ja, aber ich habe meinen Vater nie als alt angeschaut, weil es auch mein Vater ist.
Willy:
[2:43:48] Da gibst du mir Hoffnung, weil ich bin 44 und noch Kinderlose, das heißt mir 44, ist es noch nicht spät, dass ich Vater werde. Das nehme ich heute so.
Franz:
[2:43:55] Nein, absolut nicht. Schau, ich bin ja selber. Schau, ich bin ja selber. Hättest du mir der Viktoria erwählt, die wäre jetzt noch 8, jetzt bin ich 15, 42 geworden. Bis ich mit 44 nicht so alt war, jetzt schau, mein Vater war 57, wie ich war. Und selbst bei meinem Bruder.
Willy:
[2:44:13] Ja, das ist auch was war.
Franz:
[2:44:17] Und vielleicht ist das auch gewesen, zum Beispiel, dass wir uns in da, im Betrieb so, dadurch, dass mein Vater die Söder gehabt hat, dass er um das älter gewesen ist als wir, dass wir uns im Prinzip, Vielleicht ganz selten einmal über das Kreuz gekommen sind. Dass ich gesagt habe, nein, das interessiert mich nicht, was da ist und das und das ist. Sondern einfach, er hat sicher seine Sache genauso getan, wie er selber getan hat. Und ich habe halt nachher durch das Lernen, habe ich auch zum Beispiel bei der Ingrimpe, wo wir nachher 96 Jahre die Halle dazu gebaut haben und 97 Jahre angefangen haben, hat mein Vater auf der Maschine auch nicht mehr gearbeitet.
Franz:
[2:44:59] weil das war ihm ein bisschen zu neu schon, weil das wie der andere war als wie der andere. Bei der anderen hat er genau gewusst, wo er einschalt, ja, das und das ist alles Zentrum und das alles, und bei der Spinnmaschine war es auch ins Gleiche, das kann ich dann draußen nicht sagen, bei der alten Spinnmaschine war es drüber gespunen, aber bei der neuen hat das noch ein, nein, 71er Baujahr, aber ich war halt neuer.
Willy:
[2:45:20] Er war selber Baujahr 1918,
Franz:
[2:45:22] Hast du gesagt, ja, genau, und das war halt auch schon wieder ein bisschen anders als bei der anderen, und das hat danach auch nicht mehr auf der Erde gearbeitet oder gewerkt.
Willy:
[2:45:32] Du warst dann Junge auf den Leichengeräten.
Franz:
[2:45:35] Fertig aus. Oder ein Beispiel.
Franz:
[2:45:42] Wenn man das Garten rausspielen. Da sind die Spielen und die Vorgangsspielen und wie ich von Steiner gelernt habe oder gesehen habe, tut man die Vorgangsspielen alle gleichzeitig wechseln. Es bleibt zwar ein bisschen was um, das kommt halt wieder runter, kommt bei der nächsten Partie wieder dazu. Und mein Vater hat halt das so weit runtergespunen, dass es fast bis auf den letzten Meter runtergespunen war. Und dann sind die Spulen halt alle unterschiedlich gebraucht worden. Er hat halt alle wieder abstellen müssen, wieder neue Spulen raufhängen und wieder abgestillt, ist eine Zeit gefahren und wieder abgestillt und so ist es halt da hingegangen. Und ich habe aber nie im Prinzip zu ihm gesagt, du musst jetzt das anders machen, sondern ich habe ihn einfach gelassen, und er sollte es so tun, wie er es selber getan hat. Und immer noch dringt, wenn er nicht mehr kann, dann tue ich halt anders da. Ich habe mich da nicht reingepfuscht sozusagen, sondern er hat das so getan. Und dann ist die Zeit gekommen, wo er noch ein bisschen, glaube ich, eine oder zwei, eineinzig Jahre ist er schon. Hat er immer noch gespunen auf der Spinnmaschine. Und die ist ja doppelseitig, die Spinnmaschine, die läuft auf beide Seiten gleichzeitig. Und dann ist es halt nicht mehr zusammengekommen mit dem Andrahen, das ist ganz klar, mit den Hüttern, da trägst du den Faden nicht mehr so und du bist nicht mehr so husig, so flink.
Willy:
[2:47:06] Schön übersetzt.
Franz:
[2:47:08] Und dann ist es halt nicht mehr gegangen, jetzt habe ich wieder abstehen müssen, wieder Andrahen, jetzt sind wir vorne nur mit einer Seite, mit den Spindeln, da kommst du schön hin und her, dann ist es halt nur mit einer Seite gefahren. und ja, bis das halt nicht mehr gewesen ist und dann habe ich erst wieder die zweite Seite halt aktiviert.
Willy:
[2:47:30] So gesehen. Also ich habe zur harmonischen Werksübergabe auch gehabt und so.
Franz:
[2:47:33] Er hat halt so lange gewerkt, bis das halt fast hat. Und so sind wir uns halt nie überwuchsgekommen, weil er mal ab und zu ein bisschen auseinanderkommt. Ganz normal und das war ja nicht normal, dass man ein bisschen auseinandergesetzt hat.
Willy:
[2:47:44] Schön, dass es bei euch auch gibt, sonst war es zu harmonisch jetzt gewesen.
Franz:
[2:47:47] Das ist einmal so, von denen her gesehen.
Zukunftsvisionen im Handwerk
Willy:
[2:47:50] Wahnsinn. Schauen wir noch kurz in die Zukunft.
Franz:
[2:47:53] Ja, das sage ich jetzt gleich, das Prinzip sozusagen in Zukunft so gesehen. Man muss sich selber bei der Nase nehmen, gell. Und selber so bleiben, dass man sagt, man darf sich nicht aufringen wie die anderen, dass sie anderen studieren, sondern selber sollte man so werden, dass man sich später, wenn man alt wird, nicht den gleichen Fehler macht, als wir unsere Vorgänger sozusagen. Wenn sie so die Alten und so sind so stur und dies und das. Ich denke mir, das ist so. Man darf nur selber nicht werden. Manche sagen, wie werden wir denn selber? Man muss sich einfach selber bei der Nase nehmen und sagen, probieren wir es vielleicht jetzt, dass man da drüber schaut und nicht jetzt Kleinigkeit nachher auf die sozusagen auf die Wage legt.
Willy:
[2:48:43] Es ist halt vielleicht schwierig nachher,
Franz:
[2:48:46] Aber vielleicht kann man es da rausholen.
Willy:
[2:48:48] Es ist bei den Jungen oft so ein Aufbegehren gegen die Alten, also wenn es nicht was Gräbers hat, aber es ist so ein Aufbegehren von den Jungen und dann später, wenn die Jungen alt werden, die Jungen sind alt geworden und die Alten sind gestohlen, das ist vom Gehlsern des Littles gefallen. Dann kommen aber die Jungen drauf, dass die Alten in viel doch recht gehabt haben und dann werden sie selber alt. Ich höre diesen Satz jetzt, weil jetzt kommen die ganzen Jungen.
Franz:
[2:49:11] Ja, aber wann kommt der Zeit? Wann sie nicht mehr sind, die oft?
Willy:
[2:49:17] Meistens. Teilweise, sehr oft, oft, wenn sie nicht mehr sind.
Franz:
[2:49:20] Na, denken Sie nach, weil nachher fehlt was, weil, warum fehlt was, weil man nimmt, man hat so eine Frage, wie funktioniert das?
Willy:
[2:49:27] Ja, und das Fragen hat man aber gar nicht gesehen, dass das was wert ist, ne?
Franz:
[2:49:30] Ja, genau. Jetzt sind wir genau bei dem Punkt, wo ich auch ab und zu verzöhe, stützt man sogar die ganze Leute auf, wenn ich jetzt verzöhe das, wo es noch selber geht, bei einem Strickautomat so. Wenn man eine Führung macht, verzöhe ich es ab und zu. Wo ich im Prinzip am meisten gelernt habe. Damals, wenn ich einen Vorderfragung habe, wo ein Automat stecken geblieben ist, irgendeine Nadel gebrochen ist, eine Platine, was hat es jetzt, das ist ein Stecken, schaust da hin, kommst nicht zu fahren. dann gehst du fragen, Chuck, Kemp, Macht, da, da, Chuck, aber du weißt das nicht genau, wo es ist.
Franz:
[2:50:07] Läuft wieder, ja super, dann rennt es wieder hin und her. Beim nächsten Mal, wenn es wieder ist und dann ist die Zeit aber da, wo es nicht mehr zu fragen ist, dann musst du selber drauf kommen. Dann ist man halt stundenlang dabei, sucht den Fehler, und dann kommt man drauf.
Franz:
[2:50:26] Und dann beim nächsten Mal weißt du es, weil es selber gefunden hast, den Fehler. Und genau das ist das, was du sagst, ja, die haben ja doch recht gehabt, damals. Von denen her gesehen. Genau das ist, was ich nehme, heißt, erst dann fällt es das so richtig auf. Wie der Hubert eigentlich singt, gell? Der macht ja das. Gleich als wenn er sagt, den Warzen, Frau Warzen, ja, ist ja auch im Endeffekt so. Das gute die, was wir eigentlich selber zum Essen brauchen, wird verharzt und dann will man nichts mehr Gescheites am Tisch kriegen, oder? Ja. Man weiß gut woher, das zeigt euch, weil jeder hat einmal das und einmal das und darum hat dann mein Vater immer gesagt, man sollte eigentlich das von der Region da rund um zu essen, dann bist du auch nicht so anfällig, dass du krank wirst. Weißt du, dass du in dein Leben drin bist, so gesehen, du bist in dein Leben drin, so und dann ist, weil, was passiert denn meistens, oder sehr oft, wenn sie Urlaub fahren? Wenn sie heimkommen, werden sie krank. Oder sind ja schon in Urlaub krank, weil sie das und das nicht vertragen, weil sie es ja nicht gewohnt sind.
Willy:
[2:51:39] Das ist, da habe ich einen Podcast gehabt mit Martin Grasberger, Mikrobion, wo du sagst, du nimmst halt aus deiner Umgebung das auf. Bei den Kaiwen sieht man so oft, die was exportieren, was halt tut, einen Milchaustausch oder wie das heißt, kriegen, oder die zanggemixte Milch von überall, wo halt die vertragst du dann oft nicht, also das hat schon viel mit der Region zu tun, wo da auch Wert drinnen liegt, der jetzt nicht rein ideologisch oder sonst was ist, also aber dem werden wir uns, sag ich mal, über die nächsten Folgen im Podcast vielleicht auch ein bisschen näher.
Franz:
[2:52:10] Da ist ja Heimilch drin, keine Silomilch, sondern Heimilch ist da drin.
Willy:
[2:52:15] Ja, aber ich bin seit 20 Jahren in Wien, weißt du, ob ich dem vertrage?
Franz:
[2:52:19] Naja, du warst ein bisschen.
Willy:
[2:52:20] Aber ein bisschen Lungau ist in mir schon noch drinnen. Also von dem her war es schon.
Franz:
[2:52:25] Vor allem muss man es wieder gewohnt werden. Das ist schon richtig, von dem her war es schon. Wir sind ja sozusagen, wenn man heute sagt, in der Lebensmittelindustrie sind wir ja sozusagen, der Geschmacksinn ist im Prinzip vereinheitlicht worden. Es schmeckt in dem Fall alles gleich.
Willy:
[2:52:41] Homogenisiert wie die Milch.
Franz:
[2:52:42] Ja, es schmeckt alles gleich, von dem her war es schon. Warum? Wenn wir jetzt bei der Milch bleiben. Warum? Die Milch sozusagen zu liegen werden in die Molkereien und nachher wieder zusammengefüllt werden, dass da, was ich sehe, da sind 3,5 Prozent und dort ist, wo es uns eh die Kuh macht. Die Kuh produziert sie für uns. Wir nehmen die Milch so. Die macht das so aus dem ganzen Vorgang. Die macht das sozusagen aus dem Gras oder den Winter aus dem Hai, wo es sozusagen ins Gras so ein Hai wird. Im Endeffekt produziert sie es um zu der Milch.
Willy:
[2:53:21] So wie Schafe, die wollen.
Franz:
[2:53:23] Die wollen, ja. Also der tut dann wieder Socken.
Willy:
[2:53:26] Die müssen eigentlich niemand Socken bei euch.
Franz:
[2:53:28] Ja, wieso müssen wir das alles verändern? Wir müssen das alles verändern. Dabei ist alles wertvollste Drehend von dir.
Willy:
[2:53:35] Es ist bei viel so Sachen drauf, dass man dann irgendwann sagt, man muss es technologisch leichter finden und kommt dann drauf, dass die Natur schon viel besser gemacht hat. Aber das ist wie mit den Alten. Dein Umweg muss gehen, damit du dann quasi irgendwann dann quasi erkennst, was der Mann an Hausdorf. Genau. Das ist so, glaube ich, kommt das. Glaubst du, dass jetzt, weil wir gesagt haben, Zukunft, glaubst du, wo ist dein Betrieb in 20 Jahren?
Franz:
[2:54:02] Wo der Betrieb in 20 Jahren ist.
Willy:
[2:54:04] Ja.
Franz:
[2:54:05] Ich werde da immer noch stehen, wo ich jetzt steht. Braucht er noch. Ich werde sicher noch laufen, wenn ich jetzt die letzten paar Jahre so anschaue, so durchschaue das Ganze, es ist in den letzten paar Jahren ein bisschen mehr geworden, das ich brauche. Wenn ich jetzt das letzte Jahr wieder anschaue, bei den Adventmärkten, die Leute sind ja ein bisschen mehr begeistert vom Handwerk, das, was da bei uns gemacht wird. und ich weiß gerade wo. Und in 20 Jahren, wenn das ein bisschen weiterläuft, die Jungen kommen ja herzulich wieder ein bisschen mehr auf das zurück. Das, was da bei uns passiert, von denen her gesehen. Da dann. Und dann läuft das schon ein bisschen weiter. Man darf halt nicht größer wahnsinnig werden, dass man halt sagt, wenn man ein kleiner Familienbetrieb ist, läuft das.
Willy:
[2:54:55] Wenn man zu, dann wirst du nicht werden.
Franz:
[2:54:57] Nein, das braucht man nicht werden, weil was tust du dann? Hast du ja auch nichts davon. oder? Man weiß ja im Endeffekt nicht mehr, wohin mit dem ganzen Zeug, wo es ausgekommen ist. Oder? Man muss ja wieder was erfinden, damit dass man aus dem, was man einen Gewinn
Franz:
[2:55:12] gemacht hat, wieder einen Gewinn macht, oder nicht? Von dem her gesehen. Und wenn man genügend sein muss, dann sagt man, ja, ich bin ja zufrieden mit dem, was ich habe, ich komme mit dem schön leben, von dem her gesehen. Ich habe mir zum Beispiel die letzten fünf Jahre keine Gedanken machen müssen über die Energiepreise, weil mein Vater hat das so gerichtet. Und du bist unabhängig.
Willy:
[2:55:35] Nicht?
Franz:
[2:55:35] Genau. Und ich habe keinen Kopfzerbrechen gehabt, weil jetzt, wenn ich das Licht aufgetragen habe und das und das alles, dass das jetzt so massiv teuer war.
Willy:
[2:55:43] Das heißt, das Thema Kredite und Bank kann ich mir ungefähr gleich vorstellen bei dir, oder? Das ist wahrscheinlich dann genauso, das ist ja auch eine Form von Abhängigkeit oder sowas.
Franz:
[2:55:52] Ja, das ist in der Firma, man muss ein bisschen, ein bisschen, ja, aber halt so wenig als möglich. Dann passt das.
Willy:
[2:56:00] Ein Euro, zwei, drei Mal umtraben, bevor man ihn rausgibt, oder?
Franz:
[2:56:04] Ja, muss man auch ab und zu überlegen, muss ich das jetzt unbedingt kaufen oder nicht, oder, investiere sozusagen, heuer in dem Jahr noch, oder nächstes Jahr, oder sage, das mache ich erst in fünf Jahren zum Beispiel. Man muss ja nicht alles auf einmal machen.
Willy:
[2:56:22] Ich habe schon ein bisschen gehört, nicht, Porsche brauchst du es nicht, aus Gesundheitsgründen natürlich auch, Auto muss eher funktional sein, aber was ist für dich wertvoll?
Franz:
[2:56:37] Was für mich wertvoll ist, das ist, dass man im Prinzip die Zeit hat, Dass man mit Freunden, so wie jetzt zum Beispiel.
Willy:
[2:56:58] Die 100 oder was da draufkommt,
Franz:
[2:56:59] Dass man die Zeit selber auch noch hat, wo noch Freunde kommen, wo du sagst, einfach wo man noch ein paar Lohnen sitzt, egal, wenn es von.
Willy:
[2:57:12] 500 Uhr bis 12 Uhr ist es ungefähr,
Franz:
[2:57:14] Dass man ein paar Lohnen sitzt, der Gaudi hat, und auch das noch mit den Freunden wieder zurückgibt. Ich sage jetzt, wir haben jetzt, Bewerbsgruppen, wo es bei der Feuerwehr ist. Da sind wir teilweise schon bei London fast über 30 Jahre mit den Kameraden. Wo es sind. Wir sind auch... 30er? Ja.
Willy:
[2:57:37] Weißweiß ist stabil, gell?
Franz:
[2:57:38] Ja.
Willy:
[2:57:42] Das ist der Lunger.
Franz:
[2:57:43] Ich muss ja auch sagen, wir haben auch viel gearbeitet sozusagen. Wir haben noch das Glück gehabt, dass wir 2017 internationalen Weltkämpfe voransagen, ja. Und da wird das noch bei der Freiwilligen, Freiwilligen aufgeteilt. Und da haben wir das Glück gehabt, dass wir mit dem 14. Plötz nur die Goldmedaille erreicht haben.
Willy:
[2:58:04] Mit dem 14. Plötz die Goldmedaille? Ja.
Franz:
[2:58:07] Das wird sozusagen aufgerittelt.
Willy:
[2:58:09] Hat jeder Goldmedaille gekriegt?
Franz:
[2:58:10] Ja, das sind sozusagen, ja.
Willy:
[2:58:13] Und ja, die kommen alle die Goldmedaille.
Franz:
[2:58:15] Das sind gute 80 Gruppen. Und das ist so, weil alles freiwillig ist. Das erste Drittel hat die Goldmedaille, das zweite Drittel noch die Silbermedaille und das letzte Drittel hat noch die Bronzene.
Wertschätzung heimischer Produkte
Willy:
[2:58:26] Also jeder Medaille?
Franz:
[2:58:27] So wird das aufteilt, ja. Und dort noch jeder Ding und die sind sozusagen bei der Feuerwehr sind das so wie ein, sozusagen die Weltmeisterschaften, also die Olympischen Spiele sind jetzt bei der Feuerwehr. Die gibt es alle vier Jahre.
Willy:
[2:58:42] Wann waren die letzten jetzt?
Franz:
[2:58:46] Die letzten waren, pass auf einmal, 2017, 1922 waren die letzten in Slowenien. Wir waren in Villach, oder? Und jetzt kommen die nächsten wieder.
Willy:
[2:58:54] Bist du wieder dabei?
Franz:
[2:58:55] Nein, sind wir nicht mehr dabei, weil wir sind nicht mehr auf der Bocken. Da sind wir auch schon ein bisschen öfter geworden jetzt.
Willy:
[2:59:00] Jetzt tut er wieder so ein paar Reihen.
Franz:
[2:59:02] Da sind wir nicht mehr so huseig, weißt?
Willy:
[2:59:04] Aha.
Willy:
[2:59:05] Ich sage nur, der Papa war beim K2 Basecamp und war wirwann und dann mit 94 auf der Ding,
Franz:
[2:59:10] Also wir machen das schon, aber da ist man ja irgendwo eine Grenze, weißt du, bei so, bei den Sportlern ist es auch so, siehst du, der Hirsch hat es auch nicht so gemacht, dass er es gemacht hat.
Willy:
[2:59:21] Na gut, der hat es mir gehabt.
Franz:
[2:59:22] Ja, sicher, ja. Von daher gesehen.
Willy:
[2:59:25] Warum glaubst du, weil du jetzt vorher gesagt hast, ist dieses auch diese Wertschätzung oder zumindest kaufen wieder mehr Leute bei dir die Produkte. Woran liegt das und wird das noch mehr in der Zukunft? Glaubst du?
Franz:
[2:59:40] Ja, weil das Produkt da vor Ort sozusagen die Wolle wieder einen Wert gibt. Ja, woher?
Willy:
[2:59:45] Warum glauben die Leute das? Oder warum geben die Leute dem wieder einen Wert? Was war da der Auslöser aus deiner Sicht? War es Corona, die Direktvermarktung?
Franz:
[2:59:53] Ja, Corona hat mitgespielt auch. Wollen heute das Produkt oder in Südostrasien, in die billigen Länder hergestellt wird und billiges, billiges Preis, wo einer nur mehr verdient, was er sieht, zwei, drei Euro am Tag und macht die Arbeit für uns, damit wir sozusagen in Luxus leben können, oder? Das muss ja auch nicht unbedingt sein.
Willy:
[3:00:20] Ja, aber was ist das denn so? Dass uns das bewusst wird und dass man dann quasi aus guter Bürgerpflicht... Ja, wie gesagt,
Franz:
[3:00:26] Ein Bewusstsein kommt da schon langsam rein. In den ganzen Kreislauf. Weil wenn du halt dann das so siehst, dass das sozusagen um die halbe Welt rumgekarrt wird und billigst, billigst geahnt wird. Und wenn du dann so eine Dokumentation siehst, wo keine Ahnung jetzt sind, das so billig, billig produziert wird und die Leute, die dort sind, zum Beispiel, sie niemals am Tag einen Handelreis leisten können, dass sie überhaupt überleben, und in den Baracken und Slums leben und die meinen dann, wenn sie bei uns die Kleidungsstücke vertreiben, dass bei uns das nur mit den reichen Leuten sind. Von denen her gesehen. Das ist das.
Willy:
[3:01:13] Dass man es weniger oder mehr betrifft, dass man wieder ein bisschen mehr Empathie kriegt.
Franz:
[3:01:18] Ja, ob das mehr oder weniger ist, aber die Leute, die davon überzeugt sind, die lernen das.
Willy:
[3:01:25] Und du merkst, dass sie nicht verkauft sollen.
Franz:
[3:01:27] Und die anderen, ja, bei mir muss
Handwerk und Gesellschaft
Franz:
[3:01:29] ich sagen, man merkt es in den letzten Jahren, dass sie nicht anzieht.
Willy:
[3:01:32] Ja gut, die Ursachen-Suche ist sowieso immer total schwierig, aber was braucht es aus deiner Sicht, damit man das heimische Handwerk wieder ein bisschen aus der Kategorie Freilichtmuseum wieder ein bisschen mehr in Richtung, Unternehmen und also dass auch wieder vielleicht eine zweite Spinnerei wieder aufmacht und dass es wieder einen Lehrberuf gibt. Was braucht es dafür?
Franz:
[3:01:52] Das Problem ist das, im Endeffekt, das Ganze ist ausgelagert worden in den 80er und 90er Jahren, die ganze Textilindustrie. Und das nächste Problem ist das, dass im Endeffekt das Wissen, wo es früher dreigen ist, die ganzen Lehrberufe, ist alles weg. Und das verschwindet nachher. und da kennt sich keiner mehr aus. Und jeder wird durch den ganzen Wandel sozusagen, wo es dort produziert wird, wird zu uns geliefert, da dann im Endeffekt werden wir abhängig gemacht von denen. Wir haben nichts mehr anders. Und dann bleibt da irgendeine Kette hängen, eine Lieferkette oder was, dann haben wir gar nichts mehr da. Und wir können aber uns niemals mehr selber zum Beispiel ein paar Socken strecken. Und das ist das Problem im Endeffekt.
Willy:
[3:02:41] Es kann nicht mehr was wie man Schocken strickt und selbst wenn es noch stricken können es wahrscheinlich noch aber es weiß keiner mehr wie man die Wolle macht ja
Franz:
[3:02:46] Das ist ja das nächste.
Willy:
[3:02:47] Nachher die Wolle
Franz:
[3:02:49] Machen ja von denen her gesehen und wir haben es ja eh jeden Tag, in den viergarten Kastl drin, sage ich.
Willy:
[3:02:58] Er spricht vom Handy.
Franz:
[3:03:00] Ja. Das Wissen, das im Prinzip über 200, 300 oder 1000 Jahre aufgebaut worden ist, das was alles da drin ist. Das ganze Lernen, die Schulungen und das alles, was man die ganze Feinmotorik durch Schulungen allein, wenn man schreiben lernt in der Schule, lernt man ja das Ganze, dass das da läuft, wo man halt nicht mehr tippen tut, dann weiß man ja niemals mehr mit dem Buchstaben schreibt.
Willy:
[3:03:28] Ich merke es bei mir oft, dass ich vor lauter Dingen schreibe.
Franz:
[3:03:31] Und im Endeffekt, was verlernt man alles? Alles verlernt man gar nicht. Man kann selber niemals meinen eigenen Namen schreiben und wenn das Kreischen nicht funktioniert, dann weiß man nichts mehr. Geht es dir nie auch so? Mir geht es schon so.
Willy:
[3:03:44] Ich habe es eh vorher gesagt,
Franz:
[3:03:45] Mir geht es. Alles, was ich aufschreibe, wenn ich das halt schreibe, dann weiß ich, was ich geschrieben habe. Dann merke ich mir das. Das ist ungefähr so, wie ich bei Neinkaufen gehe, wenn du deinen Zettel selber schreibst und du liest Du lässt den Zettel daheim liegen und weißt genau, was du nicht kaufen musst. Da kann es sein, dass es vielleicht ein oder zwei Produkte sind, was du vergisst. Ja. Da dann. Aber wenn du das in Kassel drin hast und du musst noch im Geschäft schauen, was ich brauche, irgendwann hast du alles vergessen. Und so verkümmert im Endeffekt unser Gehirn, Gehirnwindungen, dann wissen wir gar nichts mehr. Darum sind sie ja heute schon in Skandinavien so viel, dass sozusagen die Handys und das alles aus den Schulen wieder rausgekommen, dass sie wieder umfangen zum Schreiben lernen und nicht alles aus der Natur. Ich habe es noch gelernt.
Willy:
[3:04:32] Zum Glück, aber ich merke es jetzt auch beim Schreiben, ich kann mein Schrift teilweise schon, ich habe früher auch nicht lesen können, aber es ist schlimmer geworden. Und auch Schreiber, das war nicht Schreiben.
Franz:
[3:04:41] Ich sage gleich, in der Berufsschule habe ich das so getan, weil da haben wir genug Zeit gehabt, weil da waren ja die zwei Monate in der Schule, im Wochenende auch dabei gehabt. Da haben wir eine Frage bekommen und dann haben wir die Antworten zu schreiben müssen. Und unter einer Stunde haben wir das schnell geschrieben. Und dann in der freigen Stunde und so, auf den Abend und so hin und her, bin halt hergegangen und eben die Frage habe ich mit Rot geschrieben und die Antwort habe ich dann wieder mit Blau dazugeschrieben. Da habe ich das noch in Schirr geschrieben, so hin und her.
Willy:
[3:05:15] War der Bedürfnis?
Franz:
[3:05:16] Und ich muss dir sagen, bei den Dingen war das halt nachher, bei den Prüfungen hin und her, ich habe das genau gewusst, was ich da geschrieben habe.
Willy:
[3:05:24] Das war ja fast. Wie war das quasi Zädel gleichzeitig ins Hirn schreiben?
Franz:
[3:05:28] Ja, so ungefähr. Das habe ich mir gemerkt. Das, was ich aufschreibe, das merke ich mir. Und es geht mir heute noch immer so, wenn ich das aufschreibe, dann weiß ich das. Da brauche ich gar nicht hinschauen, dann weiß ich das. Aber wenn du es so merkst, dann vergisst du es eher schneller. Und wenn du es in den Computer reingeschreibst, dann vergisst du es so und so.
Willy:
[3:05:43] Aber hast du irgendwie so einen Wunsch an die Politik oder an wen auch immer, wo du sagst, Taz fürs Handwerk müsste es eigentlich genau das, was ich viel sagen steuern habe. Faktor Arbeit entlasten, sonst irgendwas. Gibt es irgendwas, wo du sagst, Leute, vergesst es nicht, das müsste kalten, eine Maßnahme. Gibt es da irgendwas?
Franz:
[3:06:01] Was drüber? Es gibt eine Systemänderung, die müssen es machen.
Willy:
[3:06:05] Okay, eine totale Systemänderung ist immer so, ich habe Change the System.
Franz:
[3:06:09] Nein, es gehört dazu, ein bisschen sogar, Ich bin eigentlich ein Privatunternehmer, weil ich mit dem Betrieb reingehe und hoffe ich mit meinem ganzen Privatvermögen, was ich habe.
Willy:
[3:06:22] Du bist eine EU-Private, ja genau. Keine GmbH.
Franz:
[3:06:25] Nein, gar nichts von dem gesehen. Wenn ich eine GmbH oder irgendwas habe, dann hoffe ich mit dem, was meine Einlage ist in die Firma. Was ich auf Privat habe, greifen sie nicht mehr zurück. oder?
Willy:
[3:06:40] Außer du hast beim Kredit unterschrieben, dass sie es doch kennen, was ihr Standard ist. Also sie hemen die GmbH eh überall aus, wo es geht, aber ja.
Franz:
[3:06:48] Und im Endeffekt sage ich, eigentlich so die ganzen Firmenkonstruktionen, was es heute so gibt und hin und her, ist ja im Endeffekt dadurch, dass du das ins private Umbaar schier, also außen dann kommst, sind ja das im Prinzip alles Vollkasko-Versicherungen.
Willy:
[3:07:04] Also, ja.
Franz:
[3:07:05] Es müssen sozusagen GSMBH und das alles ein bisschen mehr Steuern zahlen, als wenn einer, der was mit seinem ganzen Vermögen hofft hat. Im Endeffekt ist es ja fast umgekehrt.
Willy:
[3:07:18] Es ist fast umgekehrt, wenn du das gescheit machst.
Franz:
[3:07:21] Weil, wenn ich halt schaue, das und das alles, von denen her gesehen, die können da was sie wollen, heißt es halt, es sind so viele Arbeitsplätze, wenn wir jetzt gewisse Firmen hinnehmen. Und da gibt es irgendwie auch einen Zuschuss von Staat und das und das alles.
Willy:
[3:07:34] Also so als Unternehmer sagst du, quasi Sicherheit aus dem System rausnehmen, damit man wieder mehr ins Tor kommt und wenn man die Sicherheit haben will, dann soll es dafür zahlen.
Willy:
[3:07:44] Ja.
Systemänderungen und Verantwortung
Franz:
[3:07:45] Und es gehört auch viel mehr an die ganzen Förderungen, die es heute gibt. Wenn eine Firma einen Gewinn macht, dann gehört die Förderung wieder zurückzahlt. Nicht abschöpfen, abschöpfen.
Willy:
[3:07:56] Und dann macht man Gewinne, Gewinne. Aber nicht auf einmal, dass dann wieder pleite bis in dem Jahr.
Franz:
[3:07:58] Ja, nicht in einem Jahr, sondern langsam geht das wieder zurück, von denen her gesehen.
Willy:
[3:08:04] Alle Quote halt so,
Franz:
[3:08:04] Dass es quasi… Ja, dass das, was du rausgenommen hast, was du zugeschossen kriegst sozusagen, dass das dann schon wieder langsam zurückzahlst. Wenn du dann einen Gewinn magst, dann ist das ja so.
Willy:
[3:08:16] Ja, aber dann optimiere ich halt den Gewinn so, dass ich nichts zum Zugzeugen habe.
Franz:
[3:08:19] Ja, das ist ja die ganzen Schlupflöcher und das und das, was halt immer gemacht werden. Das Steuersystem ist ja so kompliziert aufgebaut, damit das ja alles passiert. Und der Kleine kann es jetzt aber nicht leisten, dass er durchkommt durch das ganze System. Und der Große tut es ja im Endeffekt.
Willy:
[3:08:35] Also du hast nicht vor, deinen Unternehmenssitz irgendwie ins Ausland zu verlagern?
Franz:
[3:08:39] Nein, weil ich gar nicht kann, weil ich kann den Strom nicht mitnehmen, oder?
Willy:
[3:08:44] Stimmt, der Kraftwerk ist da.
Franz:
[3:08:45] Das ist da. Und da, im Endeffekt.
Willy:
[3:08:49] Aber du kannst das in Strom quasi ins Ausland verkaufen, dann tut dein Unternehmen, das tut verstanden.
Franz:
[3:08:53] Das ist wieder das Ding, dann hin und her, dann bin ich wieder abhängig.
Willy:
[3:08:55] Okay, nein, das darf ich jetzt nicht aufs Sehnern, das machen wir da.
Franz:
[3:08:57] Das bin ich wieder abhängig.
Willy:
[3:08:59] Ich kann noch wenn. Abschluss. In einer utopischen Welt, in der du dir alles wünschen könntest, was würdest du, normalerweise ist die Frage für das Lebensmittelsystem, aber ich würde jetzt einmal sagen für das Handwerk, oder auch fürs Lebensmittelsteam. Was würdest du dir wünschen, wenn du etwas ändern könntest? Was würdest du dort nicht wünschen, sondern ändern? Du bist der Chef, der große Chef, du bist Gott. Du kannst das ändern. Was würdest du machen?
Franz:
[3:09:31] Was ändern wird?
Willy:
[3:09:32] Ja, was kommst. Ja.
Franz:
[3:09:38] Ja, im Prinzip, was soll ich jetzt denn sagen? Wir können es ja gar nicht schätzen, im Endeffekt, wie gut es uns alle geht, so gesehen. Wir haben halt die Systeme, wo du sagst, ja, der eine zahlt mehr und der andere zahlt weniger für das System. Aber ich bin da über der Meinung, lieber zahlen das System ein bisschen was rein. Muss es aber nicht unbedingt nutzen, schon gar nicht ausnutzen. und bin aber gesund, ohne dass mir was fehlt.
Gesundheit und Lebensqualität
Franz:
[3:10:12] So gesehen. Weißt du, was ich meine? So wie es bei der Krankenversicherung ist oder so Sachen.
Willy:
[3:10:18] Ich habe ganz am Anfang gefragt, ob du gerne Steuern zahlst. Also die Antwort ist?
Franz:
[3:10:22] Ja, die Steuern, was ich habe, die zahl ich eh, weil ich ja eh das einnehme.
Willy:
[3:10:27] Ja, ja, aber...
Franz:
[3:10:29] Und das andere zahl ich mir auch, weil wenn ich heute nichts mehr zahlen will, dann was tue ich nachher, dann mache ich eine linke Tür, oder? Und im Endeffekt habe ich auch nichts davon. Irgendwann sage ich mir, so gesehen, das schwirrt ja durch den Kopf, oder nicht? Das habe ich nicht real hingenommen, so gesehen, sondern das habe ich irgendwo abgezweckt und habe auch nichts gemacht.
Willy:
[3:10:57] Was war die Änderung jetzt? Ich habe es noch nicht ganz klar, aber ich habe es noch nicht verstanden. Was wäre die mehr Ehrlichkeit? oder mehr?
Franz:
[3:11:04] Ja. Jetzt müssen jeder selber mehr ehrlich sein.
Willy:
[3:11:09] Selbstverantwortung.
Franz:
[3:11:10] Selbstverantwortung und Hausverstand mehr schreiben, so gesehen. Und da hat man es alle leichter.
Willy:
[3:11:15] Hausverstand haben sie doch vor ein paar Jahren abgeschafft, oder?
Franz:
[3:11:17] Ja, beim Pillar. Beim Pillar haben sie den Hausverstand abgeschafft, weil die Leute nicht gescheit waren.
Willy:
[3:11:26] Also du plädierst für mehr Hausverstand und mehr Selbstverantwortung.
Willy:
[3:11:31] Ja.
Willy:
[3:11:31] Und wie erreiche ich das?
Franz:
[3:11:35] Und dann, dass wir wieder selber zum Denken mehr anfangen.
Willy:
[3:11:37] Mehr Podcasts machen.
Franz:
[3:11:41] Wie hat da ein Ding gesagt, der Gerald sagt, ich will nicht so viel betreutes Denken machen. Sozusagen das, was die ganz oben anschaffen, alles dran. So einfach überlegen, ist das richtig, was die tun, und so weiter und so fort. Muss überall in jedem Strom mitschwimmen. So einfach ein bisschen dagegen.
Willy:
[3:12:03] Schwierig halt nicht. anstrengend auch bringen.
Franz:
[3:12:09] Ja, anstrengend.
Willy:
[3:12:10] Ja, es ist schon anstrengend.
Franz:
[3:12:11] Bei mir ist es vielleicht so, ich bin ja vielleicht in einer Glückwunschlage, weil ich das alles zum Glück so habe, wie ich es habe. Den Betrieb habe ich da so. Das da habe ich, wo jetzt das alles explodiert ist, habe ich keinen Gedanken gehabt, weil das teurer geworden ist. Das hat mir im Prinzip nicht weil es einfach der Vater so gekriegt hat, so gesehen, und es werden ja, wenn jetzt ein Ausschweif da durch Bukdorf, durch das kleine Dürfet, sind in der damaligen Zeit sieben oder acht Wasserrechter gewesen, das einzige was noch ist aktiv, das ist meins, das Wasserrecht, du brauchst ja Wasserrecht, dass du das nützen darfst, das geht über den Stadt und das alles.
Franz:
[3:12:59] Und da sind ja sieben so kleine Ausradler geredet, von denen her gesehen. Und keiner hat es in dem Endeffekt genutzt, außer wenn einer, der was in dem Endeffekt dazugereist gewesen ist, von dem da immer, der hat das halt noch ausgebaut auf dem Kraftwerk und läuft dort hinten rüber. Und wie es jetzt gewesen ist, die letzten paar Jahre, jeder hat halt geschaut auf das von hin und her. Und dann haben wir vor zwei Jahren mal eine Feuerübung gemacht und dann haben wir das umgeschaut und da sind halt die Kameraden auch alle dabei, die wir mehr haben. Und dann sagt der Mann, ja, da weißt du jetzt halt die anderen alle auslachen. Dann sage ich, nein, auslachen tue ich es eigentlich nicht, weil irgendwo hätten ja in Brugdorf da mehr die Möglichkeit gehabt, dass sie es in der Atomlinienzeit genutzt hätten.
Willy:
[3:13:47] Jetzt geht es nicht mehr, gell?
Franz:
[3:13:49] Wenn das Wasserrecht weg ist, dann kriegst du es nicht mehr. Also, keine Ahnung, ob es möglich war. weiß ich nicht, ob es ging. Aber es war in einer doppeligen Zeit, was da ist, der Strom da ging und das ist das, der Strom kommt aus der Steckdose und die Milch kommt aus dem Park. Und so haben sie den Leuten in den 60er, 70er Jahren das so getrichtet. Und so ist das passiert. Und mein Vater hat im Prinzip als Visionär damals, Pionier, kannst du sagen, dagegen gearbeitet. Der hat schon gesagt, das baue ich mal ein. Das mache.
Willy:
[3:14:28] Selber gedacht.
Franz:
[3:14:29] Ja, wo andere auch gesagt kommen.
Willy:
[3:14:31] Wer selber denken, wer selbst verantwortet.
Franz:
[3:14:33] Ja, da dann. Von denen her gesehen.
Willy:
[3:14:35] Aber halt in einer guten, nicht ideologischen Art und Weise.
Willy:
[3:14:38] Einfach so eine gesunde Selbstverantwortung.
Franz:
[3:14:40] Ja, von denen her gesehen.
Willy:
[3:14:41] Was immer das ist dann.
Franz:
[3:14:42] Ich brauche auch nicht leben. Das ist wie ein größeres zum Beispiel, das ich hätte. Darum braucht man auch keinen Porsche. Ein Porsche oder so ein Auto zum Beispiel. Für was habe ich das?
Willy:
[3:14:55] Ja, so ein Auto, das man von A nach B bringt, hätte ich schon gern.
Franz:
[3:14:58] Ja, aber einen Porsche habe ich im Endeffekt, für was habe ich das? Für mich selber habe ich den Status. Das ist sozusagen gegenüber den anderen, wenn ich da verlehrere.
Willy:
[3:15:09] Ja, und Komfort. Und da sind wir wieder, der Porsche ist ja nichts anderes sinnbildlich für die australische Merino-Wolle. Die ist halt weicher, sie hat mehr Komfort. Ja, siehst du es. Also es ist halt, man sieht halt überall die Tendenz hin zum Komfort, hin zum sicheres, so ein Ledersesel, ein Bruder wie eine Holzbank.
Franz:
[3:15:33] Woher sind sie in eine Holzbank hergefahren?
Willy:
[3:15:35] Eben, eben hat einer auch nicht umgebracht. Aber eine Bucketlist, was steht auf deiner To-Do-Liste von Dingen, die du in deinem Leben unbedingt noch machen willst und du warst schon im Basecamp von Everest und so, was steht da ganz oben?
Franz:
[3:15:52] Was ich noch da will.
Willy:
[3:15:53] Ja, mit den Sachen, ich meine, du hast ja noch 50 Jahre einfach gesagt.
Franz:
[3:15:56] Jetzt habe ich gerade die ersten 50 Jahre überstanden.
Willy:
[3:15:58] Ja, die nächsten 50 Jahre stehen da oben ganz.
Franz:
[3:16:01] Die nächsten 50, nein, 50 Jahre nicht, aber das nächste halbe Jahrhundert angefangen. Ja. Am wichtigsten ist die Gesundheit. Ja. Schauen auf sich selber. Und dann läuft das alles.
Willy:
[3:16:18] Ja, aber gibt es irgendwas, was du unbedingt noch machen willst? Also Porsche wissen wir es keiner. Reisen, wo das Ding vom Vater ist, von dir auch so?
Franz:
[3:16:25] Ja, Reisen, das kommt wieder.
Willy:
[3:16:27] Willst du auf dem Everest auf dem Rokka 2, willst du noch kein Schallschirmspringer oder was das Teufel was? Gibt es nicht so irgendeinen Traum, wo du immer so wieder sagst, das war schon geil?
Franz:
[3:16:39] Was?
Willy:
[3:16:40] Gibt es so etwas nicht? So einen Traum, wo du sagst, in Weltraum.
Franz:
[3:16:43] In Weltraum, also wie der Mars.
Willy:
[3:16:46] Keine Ahnung. Aber wenn dir jetzt nichts einfällt,
Franz:
[3:16:50] Dann übergehen wir den Punkt. Bei mir ist es genau so, der Kleine ist jetzt so eineinhalb Jahre, aber es gibt Schönes. Also das zu miterleben, weil Tag für Tag direkt da ist.
Willy:
[3:17:04] Wachst er noch jeden Tag jetzt.
Franz:
[3:17:06] Und das zu beobachten, wie er dazulernt. Dass er das beobachtet, was du tust.
Willy:
[3:17:12] Schwarzen Fingerschlag.
Franz:
[3:17:13] Um acht nachher, ja, um acht nachher fast identisch ist, was du auch tust.
Willy:
[3:17:17] Ja.
Willy:
[3:17:19] Ein Minimi, sagt man so.
Franz:
[3:17:20] Genau das ist die Schiene, was du erleben darfst, direkt. Finde ich. Momentan habe ich das gar nicht, dass ich jetzt sage, ich muss da jetzt da hin und da hin reisen, das kommt schon wieder, dass man irgendwo eine größere Reise macht und das alles. Aber ich habe es vielleicht gar nicht so drinnen, das so weit reisen,
Franz:
[3:17:40] weil vielleicht, als Kindheit, die ich schon gemacht habe und das und das habe ich gesehen.
Willy:
[3:17:48] Hackl, finde ich doch schön. Wenn du dann irgendwann einmal, wir reden da wahrscheinlich von einer Ewigkeit, aber irgendwann einmal dann dich endgültig verabschiedest, wofür soll man sich an dich erinnern?
Franz:
[3:18:06] Gute Frage.
Willy:
[3:18:08] Ah, okay.
Franz:
[3:18:19] Naja, das ist vielleicht, was die Kinder sagen, ja, der Vater hat, von meinen Kindern zuerst gedacht, den Opa seine Sache so weitergemacht, wie es er angefangen hat, hat das alles schön aufrechterhalten, es läuft weiter und sie können dann auch wieder weiterleben davon. das ist eigentlich ein wichtiges Ziel was du sagst, vielleicht hat mein Vater wie er das eingebaut hat, da war ich noch lange nicht da für der Welt weil da hat es 57 oder 74 schon noch ein bisschen was gewonnen, da hat er vielleicht noch gar nicht gewusst, dass das alles dazwischen kommt und das alles und ich glaube wie er das eingebaut hat, wenn wir wieder beim Kraftwerk bleiben und das, das eingebaut dass er gesagt hat, vielleicht das ist ja nicht nur für ihn, dass er es eingebaut hat, nicht sogar für seine Kinder, sondern vielleicht für die Kindeskinder schon eingebaut hat, dass die auch noch was haben davon. Und wenn man das weitergibt, dann erinnern sich die Kinder auf das und die nächsten Nachhinein, wo sie da rauskommen, dann auf das nächste Jahr oder Saison.
Willy:
[3:19:41] Also erinnern sich, dass du das erhalten hast und weitergegeben hast?
Franz:
[3:19:44] Ja, weil, wenn man sagt, wie wir schon gesagt haben, die sieben Wasserrechte, die da drin sind, alle haben es eigentlich weggetan. Mein Vater hat es eigentlich gegensätzlich eingebaut, hat da draußen Strom bezogen, weil es halt die letzten paar Jahre so aktuell ist, weil das alles so gestiegen ist, sozusagen ist das wertvoll geworden, noch wertvoller, als wie es vorhin schon gewesen ist. Obwohl das mein Vater von der ersten Minute noch gesagt hat, das ist wertvoll, weil da gewinne ich die Energie und mit der Energie kann ich das andere weiter betreiben. Und brauche aber nicht nachdenken, wo kommt das her? Sondern ich habe das. Unabhängig zu sein.
Willy:
[3:20:22] Du bist ein Bewahrer,
Willy:
[3:20:23] Quasi.
Franz:
[3:20:24] Ja. man muss sozusagen den Schatz, was man hat, muss man aufrechterhalten. Ich sage aber, das ist, im Endeffekt ist ja das weiße Gold, was da durchrennt.
Willy:
[3:20:40] Also Erinnerung als Bewahrer, Weitergeber und aus jemandem, der eine Party daheim mit 100 Leuten über dem Borsche gestellt hat.
Franz:
[3:20:49] Ja, genau, so kann man das sagen. Es werden ungefähr so was gehen sein. Ich kann es gar nicht sagen. Ja, das war so viel, dass ich gar nicht gesehen habe.
Willy:
[3:21:00] Ja, ich habe gar nicht mehr gesehen, wer da ist, weil so viel da war.
Franz:
[3:21:04] Und sie sind in den Märern da gesessen. Das ist das Wichtigste.
Willy:
[3:21:07] Das sind nicht gegangen.
Franz:
[3:21:09] Vor fünf Wochen nach früher, oder sehr viele sind von fünf Wochen nach früher bis...
Willy:
[3:21:13] Lang das Bier nicht aus war?
Franz:
[3:21:14] Ja, dann passt das schon.
Willy:
[3:21:15] Dann hat das schon gepasst. Zum Abschluss einen Witz, ein Zitat oder eine Lebensweisheit, die dir besonders wichtig ist? Zitat ist Jetzt wird aus.
Lebensweisheiten und Genügsamkeit
Franz:
[3:21:41] Genügsamkeit ist der natürliche Reichtum. Luxus ist in moderne Armut. Oder? Ist im Endeffekt so. Wenn ich mit dem zufrieden bin, so wird auch, wenn ich die gewissen Kilo im Jahr verarbeitet in meinem Betrieb und das mache, dann bin ich eigentlich zufrieden, genügsam und dann reicht es, dass ich mit denen leben kann. Und wenn es heute mal besser geht, muss man halt die Kuh machen.
Willy:
[3:22:18] Das ist langsam wichtig.
Franz:
[3:22:20] Ja.
Willy:
[3:22:24] Ich glaube, dann passt es. Dann passt es. Dann passt es.
Franz:
[3:22:28] Danke. Bitte, mich freut es auch, Willi, dass wir das gemacht haben.
Willy:
[3:22:32] Ja, mir auch.
Willy:
[3:22:34] Franz, für dich.
Franz:
[3:22:35] Für dich, servus, danke.
Music:
[3:22:36] Music
