Folge Nr: 6

B2P005 Herwig Ertl – Edelgreissler, Dickkopf, Botschafter

Genuss-Botschafter aus Leidenschaft

Podcast

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Über die Folge:

In diesem Gespräch versuchen wir der Person Herwig Ertl ein wenig auf die Schliche zu kommen. Der selbstbewusste Kärtner ist seit vielen Jahren ein extrem aktiver Botschafter seiner Region und hat in dieser Zeit auch viel erreicht. Der Kaufmann wurde ihm in die Wiege gelegt, obwohl er sich nicht als „Verkäufer“ sieht.

Wie es dann zur Faszination für Slow Food, hochwertige Lebensmittel und vor allem die Menschen hinter den Produkten gekommen ist, arbeiten wir im Podcast ein wenig heraus. Spannend ist auch die Erkenntnis, dass Herwig Ertl sich selbst nicht als Teamplayer, sondern als Umsetzer begreift, da Visionen selten auf Basis eines vorher ausdiskutierten Konsenses verwirklicht werden. Nicht von ungefähr bezeichnet er sich und seine Wegbegleiter dann auch liebevoll als „Dickköpfe“. 

Das Gespräch mit Herwig Ertl zeigt uns wieder eine völlig neue Perspektive rund um das Thema Essen, Genuss und (Land-) Wirtschaft rund um einen charismatischen Protagonisten. Die Hauptthemen sind wohl Kommunikation, Marketing und Pioniergeist. Was dann aber jede und jeder aus dem Interview mitnimmt, dass bleibt letztlich uns individuell vorbehalten.


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„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner

„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
 
… und ein bisserl selbst gesungen
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle 

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Transcript - B2P005 Herwig Ertl – Edelgreissler, Dickkopf, Botschafter

Leute, haltet's zusammen, sonst dauert's nimmer recht lang.

Auf einmal tut's einen kleinen schweben, und dann kracht alles zusammen.

Power to the People, der Podcast für überhaupt und außerdem Nachhaltigkeit und EOS.

Weil nur durchs Reden kommen die Leute zusammen.

So, ich weiß. Ich hab schon gestartet.

Lassst du das immer durchlaufen oder schneidst du auch?

Nein, ich schneid nix.

Außer wir fallen vom Sessel oder so was, oder dann schon.

Ansonsten, Folge 5, glaube ich, haben wir jetzt.

Ich bin heute beim Einmoderieren.

Ich bin heute beim Herve Gertl, dem Edelkreisler aus Kötschach.

Ja, servus.

Aber wir sind nicht bei ihm in der Edelkreislerei, weil da ist es eher zu laut jetzt wahrscheinlich für so ein Interview, gell?

Ja, bei uns weiß man nie, wann viel los ist.

Und deshalb hab ich es vorgezogen, bei meiner Frau im Bio-Hotel mit ihr zu plaudern.

Siehst du, das erste, was ich schon gelernt habe, das ist deine Frau?

Ja, genau.

Ah, okay.

Du hast Reden kommen, die Leute zusammen.

Genau, das heißt, wir sind im Bio-Hotel in St. Daniel.

St. Daniel, das Delach irgendwie, da steht, glaube ich, ja, das ist ein Ortteil von Delach.

Ja, es ist die Gemeinschaft Delach, aber St. Daniel gehört zum köstlichsten Eckkernens.

Und das köstlichste Eckkernens ist halt mehr als 20 Jahre Kötschach-Mauten, St. Daniel und Delach.

Warum das köstlichste Eckkernens?

Ja, weil wir ein besonderer Fleck Erde sind da, wo wir eigentlich energieautark wären und kulinarisch autark.

Vielleicht sind wir auch, wir sind fast Selbstversorger.

Wenn jeder das Angebot annehmen würde, was das köstlichste Eckkernens und Kulinarik und Energie bietet, von den heimischen Anbietern, dann wären wir autark.

Also energieautark und ernährungsautark.

Genau, energieautark, deshalb werden wir seit 130 Jahren von der gleichen Familie Alpen, Aare, Energie, Naturstrom geliefert kriegen.

Und wir haben auch 25.000 Kunden österreichweit und würde jetzt jeder Kötschacher oder Kötschach-Mautner, die Gemeinde,

nicht nur sagen wir sind Fahrzeugegemeinde und nicht nur die Infrastruktur des Einheimischen nutzen, sondern auch jeder Einheimische,

die Energie von dem kaufen würde oder beziehen würde, wir haben eine Energieautark.

Das waren wir die erste Gemeinde und da könnte man wirklich stolz sein und nicht nur sagen, der macht so viel Geschäft, weil der hat sich seit 130 Jahren immer mit Energie auseinandergesetzt.

Da fragen wir vielleicht, normalerweise frage ich ja immer, wer der Mensch ist, mit dem ich rede, aber jetzt fangen wir vielleicht mit der Region an.

Das Gesamtregion ist ja glaube ich das geile Teil, oder?

Ja, genau.

Und es war ja nicht immer so eine Fahrzeuge-Slow-Food-Region, die kulinarisch so positiv versetzt war, oder? Wie hat sich denn das über die letzten Jahre entwickelt?

Ja, man muss davon ausgehen, dass Kötschach-Mauten immer ein Marktplatz war, da ist ja damals schon viel Verkehr gewesen.

Wieso das?

Wir sind ja in 10 Minuten in Italien.

Da hat sich immer schon was getan und der Ruf als Tourismusort war auch immer schon sehr stark.

Und da haben uns halt andere dann eingeholt, weil wir da wirklich Pionierarbeit geleistet haben und wir waren immer so Vordenker, haben gezeigt, wie es gehen kann.

Und es ist uns dann da die Energie ausgegangen, wo die anderen dann aufgesprungen sind.

Und deshalb oftmals erreicht man etwas und dann das Erreichte zu erhalten, das ist immer schwierig, weil da braucht es dann noch zusätzliche Energie und da braucht man Leute mit tun und oftmals fallen in dem Moment die Leute.

Und so sind halt immer die Dickköpfe geblieben und die Dickköpfe, die wir da zuhauf haben, die haben praktisch das Tal geprägt.

Und weil der Großteil der Dickköpfe von Kötschach-Mauten, St. Daniel und Delach kommen, habe ich vor 20 Jahren angefangen zu kommunizieren, dass das das köstlichste Kerns ist.

Und deshalb, ich lebe ja nach dem Motto, wenn wir nicht neidig sind, haben wir alle genug.

Und das ist das Einfachste. Und wir haben es geschafft so einen Ruf aufzubauen, eben für das köstlichste Kerns.

Weil ich habe immer gesagt, wie ich die Geschäfts, die ich aufgemacht habe, geh zum Nachbar, der ist auch gut.

Und das hat nichts gekostet. Wir haben nie Förderungen gekriegt für unsere Projekte.

Weil ich immer gesagt habe, wir müssen uns das selber finanzieren.

Weil wenn wir uns das selber finanzieren, steckt da viel mehr Begeisterung drinnen, als man wartet auf eine Förderung.

Bis man dann irgendwann anfängt, irgendwas zu tun. Und wir waren halt da immer anders.

Und immer mehr ist praktisch das, ah in Kötschach-Mauten, ah als köstlichste Kerns, haben dann auch die Journalisten das verstanden und haben uns besucht.

Und vor vier oder fünf Jahren hat der Naturismuschef von Kärnten gesagt, er möchte die Slow Food Travel Region, die erste der Welt haben.

Und das soll in Kötschach-Mauten sein. Jetzt war natürlich die Region schon dahinter, dass wir sagen, du kannst nicht zwei Orte nehmen, oder das köstlichste Kerns, sondern nehmen wir die Region Gelten und Lesachtal dazu.

Und dann ist es soweit gekommen, dass man mit Slow Food International gemeinsam die erste Slow Food Travel Region gegründet hat.

Und man hat mit Slow Food International, praktisch unsere Slow Food Travel Region, die Kriterien auferlegt.

Ah, für andere, wir waren die allerersten. Slow Food Travel heißt ja, wie Slow Food in Verbindung mit Reisen.

Das heißt, wenn der Gast herkommt, dann kann er aktiv, zur Zeit bei 24 Workshops, das ganze Jahr hindurch, Workshops machen, wo man das, was man verlernt hat, wieder erlernen kann.

Also Brot machen, Butter machen, einlegen, Erdäpfel setzen, Mais ernten.

Und ich finde, wir sind auch von dem her die großzügigste Region vom Kopf aus.

Und da finden wir wieder das, wenn wir nicht neidisch sind, haben wir alle genug, nämlich das Wissen wiederzugeben.

Weil unsere Dickcap haben wir, wir sind wirklich 25, 30 Jahre lang arbeiten, bis sie auf den jetzigen Stand kommen.

Die haben den Kreislauf erlernen müssen, empfinden und dann machen.

Und jetzt kann man in ein, zwei, drei Stunden einmal die grobe Idee kennenlernen.

Und jeder, der heute sagt, er möchte sich verändern, ist wahrscheinlich unsere Region die wertvollste, wo er sagt, jetzt geh einmal hierher, schreib mich bei den Workshops ein und schau, was gefällt mir wirklich.

Das ist ja auch ein bisschen der Kern von dem, was wir da machen mit Bauer to the People, dass man dieses Empfinden von Landwirtschaft, was dahinter steckt, wir machen ja Brot, wir machen ja ein Kas, Käse, was ist eine Rohmilch, woher kommt das, was muss mit der Kurse, dass es Milch gibt.

Dieses verlernte Wissen, was man natürlich in einer Stadt auch nicht wissen muss, was interessiert mich in der Stadt, da kaufe ich mir Milch mehr oder weniger heute im Supermarkt.

Und verlehren halt dann über die Jahre, was das heißt, wo das herkommt, welche Leute dahinter stehen. Also von da an denke ich mir, ist das sehr, sehr ähnlich zu dem, was auch unsere Mission erwähnt ist.

Absolut. Und dann ist es ja so, dass nur wo eine Region, wo der Mensch noch was zu sagen hat in einer Region, lebt die Region. Das ist das Besondere.

Was heißt das? Wo der Mensch noch was zu sagen hat?

Wo der Mensch noch was sagt, lebt die Region. Weil wenn der Mensch halt nichts mehr erzählt, dann kann es die schönste Region der Welt sein. Über sich selber.

Weil ich bin auch auf dem Standpunkt, falsche Bescheidenheit darf es nicht geben. Und ich habe auch keine falsche Bescheidenheit, weil ich habe so viel Gutes getan.

Und das muss ich verkünden, weil wenn ich sage, ich habe so viel getan, aber eigentlich kapiert es keiner. Ich habe es auch gezackt.

Es gibt wahrscheinlich wenige, was den Satz, Power to the people so intensiv lebt, wie ich in den letzten 20 Jahren gelebt habe.

Dickkopf, ne?

Dickkopf, ja. Weil mir war immer der Mensch im Mittelpunkt. Und oft einmal habe ich sogar auf mein Geschäft vergessen.

Ich habe nur das Glück, unser Geschäft gibt es bereits seit 68 Jahren.

Genau. 86 Jahre.

Die Großeltern schon?

Meine Großeltern, mein Vater und die Mutter 60 Jahre, bereits arbeiten drin.

Und mittlerweile, wo ich vor 21 Jahren das Geschäft übernommen habe, arbeiteten meine Eltern täglich die ganzen 21 Jahre in der Pension,

täglich so viel, wie meine Mitarbeiter und ich nicht in der Lage sind zu leisten. Mit 81 Jahren.

Das ist Edelkreisler. Wenn man aufwächst, immer weiß, dass man gleich mit einem Löffel essen kann und immer dankbar ist, dass man den Menschen Gutes tut,

dass man schon sein eigener Herr ist, aber immer schaut, dass es dem Menschen, der bei dir kommt, gut geht.

Ja, und ich habe viele Projekte gemacht. Zum Beispiel habe ich vor 21 Jahren meine Genussfestspiele gemacht.

Ich habe so Fotos gesehen im Internet, wo du siehst und liest, glaube ich, mit so einer Hammer auf.

Ja, genau. Jedes Genussfestspiel hat eine Botschaft gehabt.

Und da haben wir immer, also 10, 15 Jahre, die Produzenten zu Köchen nach Italien, Slowenien, Österreich oder Kroatien eingeladen.

Und wir sind immer zum Koch gegangen. Nämlich zum Koch, weil der Kocht am besten seinen eigenen Kuchen.

Und ich halte nichts davon, dass man heute die besten Köche irgendwo hinzahlt, 10 Köche kochen am Menü und dann isst man es,

zahlt relativ viel, was ja auch viel kostet. Und dann hat man gut gegessen.

Man trifft die Köche nicht, weil die unterhalten sich dann untereinander.

Das wollte ich bei meinen Genussfestspielen seit 20 Jahren nie machen.

Ich wollte, dass die Leute den Menschen kennenlernen, den Produzenten beim Genussfestspiel.

Und dann auf die Suche gehen, den dort, wo er sein Handwerk lebt, um dort zu besuchen.

Die Person hat bei mir im Urlaub, weil die haben ja dort geschlafen, kennengelernt oder bei uns oder bei den Genussfestspielen.

Und dann war der entspannt. Der hat ja eine ganz andere Möglichkeit, auf den Kunden oder auf den Besucher einzugehen,

als daheim in seiner Werkstatt, wenn er nicht kennt.

Und jetzt war es so, dass er nachher gesagt hat, ich sage mal zum Zotas Sepp, weil der war vor 20 Jahren der Erste bei meinen Genussfestspielen.

Er hat gesagt, Sepp, wir haben dich ja kennengelernt beim Herwig vor 15 Jahren oder vor 20 Jahren beim Genussfestspiel.

Und jetzt hast du dich so entwickelt, jetzt hätten wir dich gern besucht bis daheim.

Und wenn der Sepp fünf Minuten Zeit hat und daheim ist in der Sternmark, dann kommt der Gast dorthin und freut sich.

Und der Kump als Sieg, als An und Fort, als Dufreund haben, das war immer das Wesentliche von meinen Genussfestspielen.

Da habe ich jetzt eine Frage dazu. Wenn du mit dem erfolgreich bist und du bist bis heute erfolgreich mit dem gewesen,

dann kommen mehr Leute, dann wollen das mehr Leute sehen.

Das ist aber Slow Food und es geht halt darum, die Leute kennenzulernen. Das braucht ja Zeit.

Wie funktioniert das speziell aus der Sicht von so einem Produzenten?

Wenn jetzt dann ständig jemand vor der Tür steht und sagt, ich möchte dich kennenlernen, dann ist das für dich nicht mehr Slow, oder?

Wie geht man denn da um? Du darfst nicht mehr kommen oder das reicht?

Mein Genussfestspiel war ja nie ein Event.

Mein Genussfestspiel war, früher habe ich drei, vier im Jahr gemacht, wo ich mich heute frage, wie habe ich das überhaupt geschafft?

Und ich habe immer kämpfen müssen, dass ich ausgebucht war.

Ich habe ja maximal 80 Leute gehabt und ich habe es aber immer so organisiert gehabt, dass mit dem Partner, mit dem ich es gemacht habe,

also bei dem Lokal, da hat der 50 Euro gekriegt oder 60 und ich 60 Euro als Organisator.

Ich habe die Produzenten organisiert und er hat die Zimmer verkauft und hat den Raum zur Verfügung gestellt.

Und somit haben wir das dann organisiert. Jeder hat die Hälfte gekriegt und das hat müssen passen.

Du hast 80 gleich gesagt, das waren quasi die Gäste?

Das waren 80 Personen. Das heißt du limitiert?

Ja, ich habe nicht mehr geschafft, weil bei mir war immer wichtig...

Das war die Frage ja auch ein bisschen, gibt es eine Grenze?

Ja, es war nie so heran, dass 200 Leute angefragt haben.

Aber ich habe immer 120 Euro verlangt, weil das einen Wert hat.

Bei mir ist der Mensch wertvoll und die Zeit, die er aufbringt, die ist auch wertvoll.

Er ist zwar doch nicht der Arm.

Und so haben wir eigentlich bei jedem Genussfestspiel eine Botschaft.

Und seit 20 oder vor 21 Jahren haben wir dann, also 1999,

haben wir die Köttcher-Mautner-Käse-Schokolade mit dem Zota Sepp beim ersten Genussfestspiel präsentiert.

Das ist die am meisten beschriebene Schokolade heute noch.

Die Käse-Schokolade?

Ja, die Köttcher-Mautner-Käse-Schokolade.

Und da war ja damals von Zota Sepp ein Dolmetsch in Turin auf der Terra Madre,

auf der Salone del Gusto, wo er ja nicht wusste, dass es Italienisch gibt.

Er hat auch die Etiketten schon auf Italienisch gehabt oder auf Englisch noch.

Aber wenn du am italienischen Markt Fuß fassen willst, ohne Italienisch gibt es gar nichts.

Und da habe ich mich halt als Zota verkleidet.

Du bist als Zota gegangen?

Ja, ich habe mich verkleidet als Sepp.

Ich habe heute noch seine Konditajacke daheim.

Ich habe seine Kochmütze, die habe ich mir selber organisiert, am Bauchladen auch,

weil er mich ja nicht mitgenommen hat.

Und dann habe ich mich dort verkleidet und dann hat er gesagt, was ist jetzt los?

Dann habe ich gesagt, Sepp, jetzt zeige ich dir, wie man verkauft.

Und da hat er Sepp dann das erste Mal gesehen, wie hart es eigentlich ist, verkaufen.

Und damals hat der Zota Schokolade 5.000 Lire gekostet,

wo die Italiener bei uns um 1.500 Lire die Milchaschokolade gekauft haben.

Also die Preisdifferenz.

Und jetzt muss man natürlich schon gut sein, sprachlich gut,

damit man in der Argumentation die Schokolade um 5.000 Lire an Italiener verkauft.

Aber das war meine Emotion, meine Begeisterung zum Produkt und zur Person, wie zum Beispiel der Zota Sepp.

Das ist jetzt ein guter Punkt, glaube ich, weil jetzt gehen wir vielleicht ein bisschen auf dich ein,

woher du herkommst oder vielleicht zwei Generationen zurück sogar.

Dieses Verkaufen, das Händler sein oder Marktmann, Marktfrau,

ist dir in die Wiege gelegt worden bisher, oder?

Das ist, ihr seid ja ein, kann man das so sagen, ein alteingesessenes Handelshaus da.

Ich habe auf deiner Webseite gelesen, 1932, glaube ich.

Genau, 1932, die Großmutter hat das gegründet, mein Großvater.

Und wir, damals in Kriak, da hat es ja die Essensmarken gegeben.

Und meine Oma, die war sehr großzügig, weil die hat genau gesehen,

wer braucht mehr, wer braucht weniger, wer hat Familie und so weiter.

Und deshalb haben wir eigentlich damals einen ganz guten Ruf gehabt,

Marder Erdl oder Moser hat es damals geheißen, wie großzügig, so eine edle Frau und so weiter.

Irgendwann war das alles vorbei und dann haben meine Eltern das übernommen.

Und dann war es so, immer mehr haben wir dann den Einheimischen verloren,

weil dann der Konsum gekommen ist und dann ist der Spar gekommen, die Supermärkte.

Und wir waren immer selbstständiges Unternehmen.

Und bei uns wohl auch der Spar und der Adek.

Ihr wart ja immer nur das Kaufhaus, ihr wart immer nur Ketten.

Nein, wir waren nur Ketten, weil, wie gesagt, du kannst nur mit einem Löffel essen.

Und wir möchten ein beseeltes Geschäft haben, wo der Mensch ankommt.

Das heißt, es war gar kein Thema für euch, dass ihr 5 Filialen macht?

Nein, aber der Spar und der Adek wollten halt zu uns.

Und wie wir da besprochen haben und verhandelt, dann hat der Vater gesagt,

meine Herren, unter diesen Voraussetzungen geht das gar nicht.

Und wir sind dann zu Meindl gegangen und haben ihn gefragt, ob der Meindl uns beliefert.

Also immer ein selbstständiges Unternehmen.

Und dann haben wir 18 Jahre zusammen gelebt oder zusammen gearbeitet.

Und wie der Meindl dann aufgehört hat, habe ich alles direkt eingekauft.

Da waren wir schon sehr gut.

Wann war das ungefähr?

Das war vor 25 Jahren.

Okay, aber ich habe mir aufgeschrieben, die Eltern haben quasi dann aus dem Kaufhaus Moser

das Haus der Mode und Spezialitäten gemacht.

Ja, das habe ich gehabt, das habe schon ich gemacht.

Ja, das warst du schon.

Aber eine gute Kombination.

Der Vater und die Mutter haben immer den Namen Kaufhaus Moser weitergetragen,

weil der Name war etwas.

Und die Großeltern haben auch gelebt und so weiter.

Und dann haben wir gesagt, und das hat ja immer Textil gegeben.

Mein Vater war der beste BA-Verkäufer, weil der hat gewusst,

der hat geschaut, was braucht die Dame und die Mutter auch.

Wir haben Ware gehabt, wir haben viel verkauft.

Damals hat jeder ein Dirndl gekauft.

Wir haben ja Hunderte Dirndl verkauft.

Das war ein Wahnsinn damals.

Gut, und dann ist der Tourismus gekommen.

Und mit dem Tourismus ist auch vieles abhanden gekommen.

Was ist der Tourismus damals?

Das war in den 70er Jahren.

Da haben wir ja jedes Bodezimmer verkauft.

Weil einfach, es war schön da.

Wir haben ein Schwimmbad gehabt.

Ist ja immer noch schön.

Ja, sicher.

Wir haben eine gute Struktur gehabt, die heute eine Stadt nicht hat.

Und wir haben ein paar gute Hotels gehabt.

Und die Saisonleiterin, die die Grand Dame in der Kulinarik in Österreich war,

für mich nach wie vor die wertvollste Köchin überhaupt.

Weil die hat vor 35 Jahren damals schon das gemacht,

was heute erst verstanden war.

Und heute hat sie halt zugesperrt, weil sie in Pension gegangen ist.

Aber das, was uns die auf die Reise mitgegeben hat, das wird heute verstanden.

Und das ist auch so eine Dickköpfigkeit und so ein Vordenken.

Auf das kommen wir uns jetzt ein bisschen zur Welt.

Und dann war halt so, dass der Tourismus gekommen ist.

Und dann sind die maschinellen Semmel gekommen.

Dann ist die Industrie Semmel gekommen.

Wir haben schon drei Bäcker noch.

Aber das Handwerk ist weggekommen.

Und das Sauerteigbrot, das, was halt selber geht, ohne Gerben, das ist alles weggekommen.

Das war der Tourismus auch.

Weil du hast mehr gebraucht.

Und dann hat man gesagt, das brauchen wir nicht mehr.

Das ist alles viel billiger geworden, viel leichter.

Und jetzt ist es wieder so, dass man sagt, wir brauchen ein gescheites Brot.

Jetzt fangen die Bäcker wieder an, probieren zumindest, ein gutes Brot zu braten.

Und es ist ja in unserer Region wichtig, dass man nicht sich auf den Lorbeeren jetzt ausruht,

sondern man muss immer an sich arbeiten.

Weil es ist schon so, dass der Gast oder der Kunde dann kommt,

und es kommen ja viele Leute von außen, die dann sagen,

ich gehe zu dem Bäcker, weil der hat ein gutes Brot, ein gutes Kaffee und ein gutes Bier.

Weil die waren vor 15, 16 Jahren die Ersten, die ein Kraftbier gemacht haben.

Und einer der ersten Kaffee-Röster in Österreich.

Und die haben wir alle da.

Und die müssen natürlich alle an sich arbeiten, damit sie besser werden,

weil die Konkurrenz schläft nicht.

Weil den Vorteil, was die Konkurrenz hat,

die braucht ja nur schauen, wie macht es der.

Und irgendwo ist immer was geschrieben worden.

Und dann macht das.

Und der wird besser, weil der hat die Energie, was der andere schon verbraucht hat.

Und das ist immer das.

Du erreichst etwas und das zu erhalten.

Und da braucht es halt noch einmal so einen Schnaufer.

Und jetzt gehen wir halt noch einmal.

Was ist der Schnaufer, die nächste Generation, die danach kommt?

Nein, nein.

Die eigene Lust, sich noch einmal zu verbessern und zu überleben.

Weil die Konkurrenz wird immer stärker.

Und wenn das Produkt immer schlechter wird, dann bist du einmal weg.

Und unser Ziel war es ja da.

Immer.

Meine Frau kenne ich ja zehn Jahre.

Ich meine, sie kenne ich schon länger.

Aber ich habe dann vor zehn Jahren gesagt,

wenn ich mit einer Frau mein Leben noch einmal verbringen möchte,

dann nur mit der.

Mit allen Konsequenzen.

Und da habe ich jetzt nicht viel gelernt.

Weil der Davare ja wie ein Bio-Hotel ist.

Seit 40 Jahren.

Und da ist es halt so, dass ich von der Maria des gelernt habe,

dass sie gesagt hat,

Herr Weg, wir müssen schauen, dass wir unsere Produzenten,

wenn wir die im Hotel anbieten, die Produkte anbieten wollen,

dass sie sich biozertifizieren lassen.

Weil Leute sagen, wir produzieren eh Bio.

Da gibt es irgendeinen Grund, warum es nicht zertifiziert ist.

Und mittlerweile hat sie es geschafft, dass sie gesagt hat,

Mann, lasst euch halt biozertifizieren.

Wir zahlen euch das, was ihr verlangt.

Und das ist das Schöne.

Es gibt jetzt den Köttchers & Schuster-Kaffee,

gibt es biozertifiziert.

Das Bier gibt es biozertifiziert.

Wir können es verkaufen.

Und wir sind ja ein großer Abnehmer.

Wir sind die beste Werbung praktisch für die Produzenten.

Und das ist es halt immer.

Und ich bin halt einer, der sagt,

das Wichtigste für jeden Mensch ist und für die Entwicklung ist,

dass man beginnt, bio bin in Ordnung zu sein.

Wie nochmal?

Bio bin in Ordnung.

Weil wenn nicht jeder Mensch beginnt, bio bin in Ordnung zu sein,

sind wir nicht fit für die Zukunft.

Wir können uns alle zertifizieren lassen, biozertifizieren.

Ich wollte gerade fragen, wie stehst du zu zertifizieren?

Biozertifizieren ist wunderbar.

Wer ist er notwendig?

Und Slow Food?

Slow Food heißt nicht biozertifiziert.

Biozertifiziert heißt,

sich konsequent an einer Weiterentwicklung zu betätigen.

Und das auch sichtbar zu machen.

Und bio geht für mich aber nur,

wenn der Mensch dahinter ab bin in Ordnung ist.

Wenn ich jetzt Industrie bin, kann ich auch biozertifiziert sein.

Nur das ist nicht das, was heute ein handwerklicher Produzent herstellt.

Das heißt, du stehst hinter der grundsätzlichen Philosophie von bio.

Ja, ich habe ja bio.

Aber für dich gehört bio ...

Bio ist für mich nur ...

... hat einen Teil.

Biozertifizierung ist für mich nur authentisch, ehrlich und gut,

wenn der Produzent dahinter bin in Ordnung ist.

Und das nicht nur aus einer Förderung ausmacht.

Wie viele Zertifizierungen braucht es denn eigentlich für Hotel,

für Kreislerei, für Produkt, damit das dann ...

Ja, eigentlich nur eine bin in Ordnung zu sein.

Also eigentlich der Mensch dahinter.

Der Mensch.

Und es ist ja auch so ...

Aber der geht immer mehr verloren hinter dem Produkt.

Zumindest im Supermarkt, im Lebensmittel-Einzelhandel,

der Mensch, das was hinter dem Produkt, kriegst du dann immer so mit.

Es geht deswegen fuck mir an mit Labels, mit diesem und jenen.

Aber so richtig sehen durfte man es noch nicht, die Leute dahinter.

Die Arbeiten gemacht wird, die Tradition, die damit verbunden ist,

was auch immer mit so einem Produkt in Wirklichkeit mal verbunden war.

Weil die Supermärkte ist halt eine Überschrift und ein Plakat.

Wobei man schon sagen muss, sie bemühen sich schon,

alles können sie sich nicht erlauben, sie bemühen sich schon.

Aber es geht halt nur in einen gewissen Bereich.

Das stimmt schon.

Aber es ist ja so ...

Weil ich zuerst gesagt habe, ich bin der,

der am meisten Bauer do the people lebt.

Weil ich habe zuerst die Genuss-Festspiele gemacht.

Dann habe ich vor zwölf Jahren ein Buch gemacht.

Einfach Genuss an sich nennt es kulinarischen Querdenkers.

Da haben wir alles vorgestellt in Zota.

In Hans Staud, in Erich Steckowitsch, in Fredi Bloder-Rosenberg.

Also wirklich die Bioniere Österreichs.

Und da haben wir, wie leben die?

Aber nicht nur die Bioniere Österreichs, auch Friauls und Slowenians.

Weil bei uns war Heimat immer ...

Also nicht nur mit einer Grenze.

Bei uns war Heimat immer Albertia.

Wenn du heute sagst, ich lebe am Wirbschen in Kärnten,

mir ist es wurscht, weil ich hab unten auch meine Freundin in Friaul und Slowenien.

Wahrscheinlich noch mehr Anerkennung als hier oben.

Weil da hab ich, wenn ich runterkomme, sagen sie,

weil die wissen alle, was ich eigentlich leiste für sie.

Weil ich bin ja für die Produzenten,

für die Bauern unten das Sprungbrett nach Deutschland.

Und nicht nur nach Österreich, sondern nach Deutschland.

Weil da durch unser Hotel haben wir ja viele Gäste da.

Die kommen aus Deutschland da, unter anderem.

Und die kaufen dann, lernen das kennen.

Dann fahren sie vielleicht runter.

Und somit ...

So hat der Zota ja das auch geschafft.

Meiner Meinung war der Dabara Gast verantwortlich,

dass der Zota in Deutschland so schnell Fuß gefasst hat.

Weil der Gast ist zu mir gekommen,

hat damals um 35 Schilling die Schokolade gekauft.

Um 35 Schilling damals, ja.

Also es war ein 5 Mark.

Und dann haben sie es draußen in Deutschland nachgefragt.

Und somit ist das gegangen.

Weil früher haben sie auch gesagt,

35 Euro verkauft der Schokolade, 35 Schilling damals,

verkauft der praktisch die Schokolade, den Huscher.

Wir haben das zelebriert.

So wie jedes Produkt haben wir zelebriert.

Danach habe ich dann, nach dem Buch, ein Jahr darauf habe ich,

habe ich dann gesagt,

ich mache jetzt ein Buch über das köstlichste Eck Kärntens.

Das ist so eine Bezeichnung, die du aus der Tour aufgebaut hast?

Kötscher, Mauten, St. Daniel und Teller, genau.

Das ist eine Marke. Nicht geschützt.

Irgendwann hast du gesagt, das ist das köstlichste Eck.

Und dann hat das angefangen.

Und wir haben immer nur das besprochen.

Wir sind das köstlichste Kärntens,

weil zack, zack, zack.

Mittlerweile kommt keiner drum herum, das nicht zu schreiben.

Und wenn jetzt ein paar Mannen, es ist vielleicht Mittelkärnten,

das köstlichste, es gibt überall gute Produkte.

Zum Nachbarn damit, die haben auch gute Sachen.

Die gibt es überall gute, aber die lassen wir.

Die wollen eh alle bei uns schauen, wie es geht.

Und dann haben sie gesagt, wie habt ihr das gemacht?

Dann habe ich gesagt, wir haben es ganz einfach gemacht.

Wir haben die Tür aufgemacht und haben gesagt,

der Nachbar ist auch gut.

Und wenn alle Regionen das nur annähernd zusammenbringen wie wir,

dann läuft es.

Und dann habe ich das Herzkraftbuch gemacht,

wo ich den Einheimischen die Augen aufgemacht habe,

in welchen Reichtum wir nämlich leben.

Weil alle sagen, bei uns ist nichts los.

Bei uns ist es genug los.

Nur das Halligalli haben wir nie gehabt.

Aber die Qualität haben wir gehabt.

Unsere Leute, die da wohnen,

die haben ein sehr hohes Qualitätsdenken.

Was macht die Qualität?

Die Qualität, dass einfach die Leute hergehen und sagen,

mir ist ein gutes Lebensmittel was wert.

Und das Kaffee ein.

Und das braucht schon sehr viel.

Und die hat die Qualität?

Wir haben die Qualität gehabt und wir haben auch den Qualitätsmensch,

der das akzeptiert und das dann auch ausgibt.

Und das Qualitätsdenken ist bei uns schon sehr ausgeprägt.

Das muss man sagen.

Weil wir sind ja durch den ganzen Luxus und das Wohlhabende

und das immer mehr, immer mehr sind wir ja blindet.

Und mein Ziel war es eigentlich immer,

den Leuten die Augen zu öffnen.

Es hat noch einen gegeben, der gesagt,

steh auf und geh.

Denen hat es auch gegeben.

Aber ich habe es geschafft,

dass mir den Einheimischen zumindest gesagt hat,

den gibt es ja und den sagen wir auch.

Jetzt hast du gesagt, es hat noch einen gegeben.

Jetzt wollen die Leute natürlich wissen,

wer war der andere?

Ja, wer genau gehört hat er.

Ich bin halt ganz weiß angezogen.

Ich bin ein Botschafter.

Denen meinst du.

Aber wie gesagt, wir sind jetzt nicht gleichgestellt.

Aber nur, der hat auch die Augen geöffnet.

Man muss wirklich zu Sehenden werden,

bevor man wieder alles verliert,

was man jetzt in der Lage ist zu kennen,

weil es ist so vieles beschrieben.

Du gehst in die Natur aus

und du siehst eigentlich,

dass die Natur die wertvollste Apotheke ist.

Wenn du weißt, was da wächst

und du nicht zu faul bist, die zu bucken,

dann hast du eigentlich das Medikament für dich gefunden

und du ersparst da viele Gänge in die Apotheke

oder vielleicht zum Arzt.

Gut, das war nachher das.

Und was schön ist bei meinen Projekten,

ich bin immer betteln gegangen.

Am Schluss waren es 200.000 Euro,

die ich mir bettelt habe.

Heute ist das Crowdfunding.

Aber ich war zu keinem irgendwas verpflichtet,

irgendwas zu tun.

Weil ich bin gegangen, bis ich es gehabt habe.

Und ich habe zu den Produzenten gesagt,

gib mir 100 Euro, ich mache was draus.

Und die Slowenen haben mir bei meinem Buch

das köstlichste Kernzelt unterstützt,

das Slowenische Tourismusverband.

Jetzt muss man sich einmal vorstellen,

wie würden die Leute denken,

wir sind ja nicht deppert,

dass wir den Erdl, der da oben ist,

ein Buch, wo er über seine Leute schreibt, unterstützen.

Nur die Slowenen haben gewusst,

dass in unserem Geschäft

wir einen massenslowenischen Fisch verkaufen,

die größte, spannendste slowenische Weinauswahl haben

und mit den Genussfischspielen

immer die Slowenen mit transportieren.

Und das haben sie als wertschätzend erachtet.

Weil sie gesagt haben, was nutzt das,

wenn wir heute ein schönes Logo haben,

wo drin steht, I love Slovenia.

Es ist doch viel wertvoller,

wenn man noch einen hat,

der im Ausland, als Ausländer,

unter Anführungszeichen,

unsere Mentalität, unsere Freude

und den Produkten

auch über der Grenze lebt.

Und die haben es gezahlt,

weil sie gewusst haben,

ein Logo allein ist zu wenig.

Man muss alles besellen.

Wie bist du beseelt worden?

Wir reden jetzt viel über,

man merkt so richtig,

du brennst für die Sache.

Was mich jetzt interessiert,

ist immer, wie wird der Mensch so?

Was ist mit dir passiert?

Wie bist du erzogen worden?

Oder was ist mit dir passiert,

dass du so für diese Sache brennst?

Dass du so engagiert bist?

Haben dir das die Eltern in die Wiege gelegt?

Waren es die Großeltern?

Ist was anderes passiert?

Den Kaufmann haben sie in die Wiege gelegt.

Ja, ich bin aber kein Verkäufer.

Von Verkaufen hast du schon viel geredet.

Ja, schon.

Verkaufst du ja gern.

Natürlich, das Geschäft,

mein Vater ist ein Verkäufer.

Weil der geht am Schluss noch um mich und sagt,

schau, aber den Schnaps würde ich mitnehmen.

Der ist deshalb so besonders.

Das würde ich nicht machen.

Oder zumindest Tati auch,

aber für mich ist das schon abgeschlossen.

Für mich ist es wichtiger,

für die anderen etwas zu tun,

für den Produzent oder für die Region.

Das muss ich noch lernen,

aber man lernt nie.

Du verkaufst schon Produkte in der Edelkreise?

Ja, natürlich.

Ich lerne auch.

Aber ich habe das Glück,

dass mein Vater und meine Mutter

in der Edelkreise sind.

Ich weiß nicht, wann das entstanden ist.

Nur eines war es,

als es angefangen hat,

alles, wie wir die Zota-Schokolade

damals gekauft haben,

wie wir gleich darauf angefangen haben

mit dem Gölles.

Da haben wir alle noch in der Garage,

der Essigproduzent,

den Gölles in der Steiermark.

War das die Zeit,

wo das immer stärker gekommen ist?

Ja, da war ja alles schon da.

Wir haben alle überlebt, die schon gestorben sind.

Der Meindl, den gibt es nicht mehr.

Den Konsum hätte man nie gedacht,

dass es den mal gibt.

Wir haben in Schleckau überlebt.

Wir haben irrsinnig viel überlebt,

wo wir im Ort gefragt haben,

wie lange wird der Edel noch leben?

Und ich sage heute,

wenn es den Edel nicht gab,

war das Ortszentrum

von Kötschach tot.

Es ist oft so,

dass mit dem letzten Kreisler

der Ort auch stirbt.

Ja, aber nicht nur

der, der irgendwas verkauft,

sondern der auch

das lebt, der die anderen

auch teilnehmen lässt.

Und auch die Freude.

Was ist da passiert, wie die Produkte kommen?

Du hast gesagt, das war so ein bisschen für dich ein Moment,

wo du dann angefangen hast,

dass du mit dem mehr beschäftigst

oder mit den Spezialprodukten.

Ja, wir haben ja nachher angefangen,

auf der einen Seite waren Lebensmittel

und auf der anderen Seite

im ersten Stock waren Textilien.

Und irgendwann haben wir

einen Tischel gebraucht.

Dann haben wir einen Tisch hergetan

und angefangen Öl und Essig zu verkosten.

Dann haben wir kombiniert,

welcher Essig passt zum Öl.

Dann haben wir Kombinationen zusammengestellt.

Dann haben wir Zutterschokolade.

Das ist dort angegangen?

Früher haben wir Textil verkauft.

Und ich war dann daheim.

Und das Lustige war ja,

die Leute sind dann gekommen.

Und dann waren halt so sechs, sieben Leute.

Die sind dann gekommen und haben uns ein bisschen verkostet.

Und niemanden waren gekauft quasi?

Ja.

Die Damen waren halt oben.

Und wie das Geschäft dann fertig war,

habe ich halt zu dem Mann gesagt,

okay, mir habe ich jetzt was zu trinken.

Ich lade ihn ein, verglasen.

Ja, und dann beim Zahlen hat dann eh das übernommen

für die Frau.

Das war so das Erlebnis.

Das ist alles so in der Eingang.

Und so ist das immer mehr gewachsen.

Und das ...

Wir sind dann immer bekannter geworden.

Und wir haben zum Beispiel Zutterschokolade

so ein kleines Stückchen aufgeschnitten.

Und dann haben wir gesagt,

ich nenne die Kötschermauten eine Käseschokolade.

Und dann ist immer wieder Kötschermauten,

Kötschermauten und oft einmal denke ich mir,

bist du deppert? Wie oft sagst du eigentlich

Kötschermauten, köstlichste Ecken?

Das habe ich schon nicht mehr gehört.

Nein, echt?

Und dann fragen mich die Leute,

ob ich der Bürgermeister bin oder Tourismusverein.

Ich bin Chef.

Ich sage, ich möchte das alles nicht sein,

weil das sind undankbare Geschäfte,

wo du immer den anderen

auch was kurz tun musst.

Und ich bin aber kein Teamplayer.

Ich bin ein Unternehmer

und ein Umsetzer.

Und wer mit mir mitgeht, den nehme ich mit.

Du bist kein Teamplayer?

Nein, ich bin überhaupt kein Teamplayer.

Das finde ich jetzt einen spannenden Punkt.

Ich bin kein Teamplayer.

Mein Team ist eigentlich

meine Redakteurin, die Barbara Hutter.

Der Grafiker, der Benny Mosler.

Redakteurin?

Ja, ich leiste meine Journalistin.

Der Benny Mosler als Grafiker

und der Ferdinand Neumüller als Fotograf.

Und das ist mein Team.

Ja, wir haben eine Idee.

Wir machen ein Projekt.

Also sehr kommunikationsintensiv.

Ja, genau. Schmeiß ich das in den Kern.

Machen wir das. Jeder gibt sein Bestes dazu

und dann machen wir das.

Aber so im Ort kenne ich das gar nicht.

Ich gehe zur Kirchenchorprobe

und gehe singen, aber mehr will ich nicht.

Ich habe auch nicht mehr Zeit.

Außer, wo ich mich sehr engagiere.

Ich bin Slow Food-Konvivium-Leiter,

Alpe Aria und...

Das reicht heute Zeit nicht.

Und da ist es halt so,

da muss man sich sehr einsetzen.

Aber...

Dann ist es halt weitergegangen

und wir haben dann zum Beispiel

den zelebrierten Genuss gemacht.

Das ist eine ganz besondere Art

der Kulinarik.

Das zelebrierte Genuss

ist der intelligente Genuss.

Und das heißt,

weil wir müssen ja weg

vom belegten Brot

und vom Buffet stürmen.

Weil das belegte Brot schaut immer gleich aus,

wird zwar immer gefordert

und bestellt,

aber im Endeffekt

ist es nicht nachhaltig,

weil man sagt, für eine Person

macht man fünf Brote.

Bei dir hängt halt der Schinken über der Wäscheleine,

was ich so gesehen habe.

Und der andere.

Aber deshalb müssen wir weg

vom belegten Brot,

weil dann essen die Leute vielleicht zwei Reihen

und den Rest schmeißen wir weg.

Jetzt bist du schon wieder ein bisschen rausgekommen.

Ich bin immer noch bei dem Punkt hängen geblieben,

dass du kein Teamplayer bist.

Was mich interessiert,

darf man eigentlich kein Teamplayer sein?

Muss man ein Stuhlschädel sein?

Ich kann nicht sagen,

Teamplayer nur insofern nicht,

dass ich mich jetzt zehnmal

umsetze mit zwanzig Leuten

und sage,

arbeite mir das Projekt jetzt aus.

Die Zeit habe ich nicht.

Und die will ich mir nicht nehmen,

weil dann wird mein Projekt nicht so, wie ich es will.

Weil die Leute, mit denen man dann diskutiert,

werden nicht so weit sein wie ich.

Und deshalb mache ich es, frage, ob ich dabei sein will.

Wenn ich mir 100 Euro gebe, ist das recht.

Wenn ich es mir nicht nehme, trotz dem nicht.

Weil ich bin auch einer,

der einfach sagt,

man muss heute die Leute zwangsbeglücken.

Und zwangsbeglücken heißt ja nicht,

zu überfahren,

oder eine zu legen,

sondern einfach

früher abzuholen,

bevor sie das kapieren, was eigentlich passiert ist.

Weil es wäre schade,

wenn sie am Schluss sagt,

hätte ich gewusst, dann wäre ich eh gerne dabei gewesen.

Mich interessiert es einfach,

was sind das für Persönlichkeiten,

so wie du, die Dinge voranbringen,

die Dinge weiterbringen.

Wenn du darauf wartest, dass jeder zustimmt

und der Kor ist,

dann hast du den Schwung versammt.

Meine positive Energie

mit

der Bauchidee

das zu machen,

geht der Anruf an meine Redakteurin

und wenn

der das gefällt, dann machen wir es.

So wie zum Beispiel,

das muss man unterbringen,

der intelligente Genuss,

weil ich ja gesagt habe, das Speckbrot

und das Buffet.

Bei dem Buffet ist es so,

es ist ein Kommunikationsstöderbuffet.

Zuerst hast du einen Vortrag

und stattdessen

das

miteinander aufzuarbeiten,

in einer kleinen Runde

stürmt man an zum Buffet,

man trifft sich nicht mehr,

sucht einen Platz und dann sind wir fertig

und den Rest schmeißen wir weg.

Meine Idee vom

zelebrierten Genuss ist, wie spannend

kann ich ein Produkt mit einem anderen kombinieren.

Das ist

so ein Geschmackserlebnis wert.

Das ist nur ein Happen.

Deshalb, um das

besser zu verstehen, habe ich

das kreativste Kochbuch

der Welt gemacht.

Der Mann spart nicht mit Superlative.

Das ist Superlative

und das gehört eigentlich

auf Harvard Unterrichtung.

Was ist das?

Das ist ein Kortenspiel.

Es gibt Kochbücher, da sind Rezepte drin,

die sind besser aufbereitet, weniger gut,

spannend, schöne Grafik.

Das ist alles okay.

Man kauft zusammen,

kocht, ladet die Freunde ein

und dann hat man

oft die Enttäuschung, dass es heißt,

man hat super was in der Aussage gekocht.

Das ist eigentlich nicht

motivierend für den Koch.

Man muss immer einer kochen

und der andere abwaschen und man kann nie

Kommunikation teilen am Tisch.

Ich habe das

Kortenspiel gemacht.

Das geht folgend.

Auf einer Karte

ist der Produzent und das Produkt.

Weil hinter jedem

wertvollen Produkt steht der wertvolle

Mensch, der Bauer

oder der Produzent. Viele sind nicht Bauern.

Und die zweite Karte

ist eine Idee, was kann ich

draus machen?

Mit dem Produkt, das ich gekauft habe.

Das heißt, ich kann

zu Hause gehen, den Käse nehmen,

ich suche für unseren Biohof

Zankl und dann esse ich ihn ab

und dann bin ich satt. Aber wenn

ich dem Produkt einen Wert gebe

oder den zelebriere, dann habe ich

zum Beispiel auf der Karte

einen Mostada drauf.

Und der Sinn soll sein, wenn ich eine Einladung habe,

zusätzlich zu der Kombination

auf der Karte,

mit dem Produkt Kombinationen

zu kreieren. Jetzt könnte ich sagen,

was passt da vielleicht auch noch drauf?

Vielleicht eine Sardelle, ein Mandarinen-Mostada

oder ein Traubenessig.

Dann habe ich ein Erlebnis.

Und dann stelle ich das ein.

Die Freunde reden,

unterhalten sich, und das heißt immer,

Wahnsinn, was dir da eingefallen ist.

Dann schmeckt das Produkt

und ab dem Moment,

wo der erste fragt, wo kommt das her,

wird das Kartenspiel

das kreativste Kochbuch der Welt zum

nachhaltigsten Reiseführer der Welt.

Weil in der Spieleanleitung wieder

Produzenten mit Adresse drin sind.

Und dann kann ich den anrufen und sagen,

du, ich habe das in

Herwig sein Kochbuch gesehen,

in seinem Kartenspiel.

Und ich wollte eh einmal, weil mir

der Kaso gut geschmeckt hat, sie besuchen.

Was kann ich denn bei ihnen

in der Region

erleben? Dann wird er dir immer den besten Nachbar

vorstellen. Und somit

kommst du bei dem Ausflug auch beim

Mensch an. Aber da lebst du auch wieder

davon, dass das nicht zu gut verkauft wird,

das Kartenspiel. Ich stelle dir vor, in Österreich

spielen jeden Tag 10.000 Leute das Kartenspiel.

Bei den Leuten pausenlost das Telefon.

Das ist

ein Widerspruch.

Das ist nicht einmal ein Widerspruch, weil das Kartenspiel

wird von so wenigen verstanden,

weil es einfach so einzigartig ist.

Das Kartenspiel

haben wir 3.000 Packen Karten

25.000 Euro gekostet.

Also 3.000 Sets hast du.

Und ich muss

bitte noch erklären, den Sinn von dem.

Und da ist es

noch das einzige Kartenspiel, wo jeder

gewinnt. Weil wer mich am Schluss

in der Hand hat, der hat gewonnen.

Man spielt das eigentlich wie Schwarzer Peter.

Nur der Ausgang ist anders.

Ich bin ein Gewinn.

Weil ich für alle

ein Gewinn bin. Zumindest für die 54

Produzenten in dem

Kartenspiel. Und gehen

dort bei dem Kartenspiel eigentlich nur

um den Luxus,

den der Nachbar produziert

und den wir nicht verschlafen dürfen.

Deshalb auch die Zipfel mit

der Pyjama auf der Karte.

Für nicht verschlafen.

Weil das

Produkt,

das produziert der Nachbar. Und wenn man den

nicht unterstützt, wenn es gut ist, wenn es nicht gut ist,

dann tun wir es eh nicht. Dann wird der nie

aufkommen als Produzent.

Und das ist eben das,

warum ich

immer einer bin, der sagt, der

ist gut. Jedes Projekt,

es gibt keine Leute dahinter, ich bin

ein Umsetzer und wenn ich da jetzt noch ansagen

muss. Das Wichtigste,

weil du jetzt immer hast

Klimaschutz, Tierschutz,

Etiketten, Herkunftsbezeichnungen.

Transparenz.

Und Aktivismus.

Aktivismus.

Meine Frau sagt immer, Herwig Herr mal auf zum

Schimpfen über die Aktivismus

Krätern. Da habe ich gesagt,

ich schimpfe nicht.

Nur ich überlege.

Ich sehe im Aktivismus

etwas anderes als nur zu fordern.

Was die anderen zu tun haben.

Ich sehe in Aktivismus zwei

Wörter. Und das

ist aktiv, ist ein Muss.

Das ist umzusetzen.

Und ein Beispiel sage ich dir jetzt.

Wir haben es geschafft

mit unserem Slow Food Konvivium,

dass wir zwischen Kützscher, Mauten und

Hermager am Geilbahn, am

Geildamm, also am Bankleis,

den Glyphosat spritzen heuer.

Und auch in Zukunft. Und dann gibt es nur

Alternative. Und das ist jeden.

Und dann haben wir einen Aufruf gemacht,

dass die Leute jeden gehen.

Damit wir nicht spritzen.

Damit unser Nachbar, der Biobauer

und auch der konventionelle Bauer

die Möglichkeit hat,

ein gescheites Produkt zu produzieren

ohne, dass wir ihn

in der Grenze,

dass wir einfach

den nicht zuspritzen. Mit dem Glyphosat.

So, jetzt haben wir einen Aufruf gemacht.

An die Region.

An alle.

Wir haben es geschafft.

Wir waren weltweit in den Medien.

Als einzige Region.

Und da habe ich

drei Kilometer gemacht. Da waren es vier.

Da fuhren andere Urlaub.

Aber ich habe es gemacht.

Weil ich einfach gesagt habe,

und wir müssen das.

Wir können nicht sagen, wir sind

Slow Food. Wir sind Slow Food Travel Region.

Und da nutzt man eigentlich nur eine Marke,

die bekannt ist. Und sonst gar nichts.

Und Slow Food ist keine Marke.

Slow Food ist eine Lebenseinstellung.

Und die muss man leben, dann wird die verstanden.

Und nicht überall drauf.

Und dahinter ist nichts.

Und da habe ich erst gemerkt, was es heißt,

wie wenig Bereitschaft eigentlich

in einer Region für einen Nachbar ist.

Sich für einen Nachbar

einzusetzen, dass der

ein gutes Produkt produzieren kann.

Aber nicht nur der Kunde,

der auf den Produzent schaut,

sondern auch der Bauer.

Weil, ich müsste das nicht machen.

Aber wie ich da jeden war,

da geht alles durch den Kopf. Und es gibt kein Buch,

das dir sagen kann,

wie du dein Ich am besten

entdecken kannst. Wenn du einmal unten

500 Meter am Gleis geht,

da kommt alles. Was sagt

der oben auf der Straße, was der Trottel da unten macht?

Warum

macht er das? Wem macht er das?

Oder du kannst einmal einen Berg oben zusammenbauen,

das ist auch so ein Thema, da kommt auch alles in den Kopf.

Ja, ja, aber gut.

Da oben ein Berg spritzt keiner.

Aber unten, da musst.

Und da

haben sich die Imker

bei den Bauern

war ich ein bisschen enttäuscht, dass sich da nicht mehr

gemeldet haben. Weil

es geht ja eigentlich um sein Produkt.

Und natürlich

haben sie im Sommer viel Arbeit. Aber ich habe auch viel Arbeit.

Und wenn ich heute 200

Meter gehe,

dann bin ich in einer halben Stunde fertig.

Und wenn man auf die 30 Kilometer das macht,

das ist nicht viel.

Aber das ist genau der Einsatz,

das ist genau der Schritt. Aktiv ist ein Muss.

Und dann brauche

ich nicht hergehen und Klimaschutz

unterschreiben, Tierschutz und dann noch

Herkunft bezeichnen. Weil wenn ich heute so

Laiwai Kötscher-Mauten einen guten Ruf habe,

ist alles gut, wenn man alles

zuspritzen am Bahn Gleis, zum Beispiel.

Und das ist genau das.

Das ist genau das,

wo wir einfach anfangen müssen, die

Leute an der Basis zu selbst zivilisieren.

Weil ich sage, der Hans,

der Biobauer in Zukunft kann nur überleben,

wenn der Gast, also der Produzent,

seine Ware kauft.

Nur dann kann er überleben. Weil

wenn heute der Lobbyist oben sagt,

wir brauchen euch Bios nicht,

dann sind sie weg.

Aber wenn die Basis kapiert, was sie

zu tun hat, aktiv zu sein,

den Schritt zu setzen. Aktiv

ist ein Muss und nicht nur unterschreiben,

damit die

Politik heute

über uns bestimmt. Weil die Politik

tut ja auch nur den, wo sie eine Kohle

kriegt. Weil die muss ja auch irgendwie überleben.

Und das ist das Schlimme. Deshalb muss die

Basis, muss sich so entwickeln und

muss so gut werden und so stark

werden, dass die Lobbyisten nichts mehr

zu fordern haben.

Jetzt habe ich eine zentrale Frage

für dich. Weil wir müssen auf die Zeit schon das

halbe öffnen. Wir haben jetzt noch 10 Minuten

und ich hätte so viele Fragen eigentlich.

Aber das wird ein Aktivismus, das habe ich

einbringen müssen. Biopin in Ordnung

ist das Gleiche. Ich werde dich ankündigen, das ist

Marketing-Genie.

Und wenn wir nicht neidig sind, haben wir

alle genug. Weil das sind drei Sätze.

Sag noch einmal.

Biopin in Ordnung. Wenn wir nicht

neidig sind, haben wir alle genug. Und aktiv

ist ein Muss. Aktivismus.

Wenn sich jeder

über die drei

Überschriften

einmal Gedanken macht,

dann habe ich das Gefühl erreicht, weil

diese Frage stellt keiner.

Das steht da in keinem Buch.

Was mich jetzt wirklich interessiert,

und ich habe vorher ein bisschen mit meinen

Kollegen geredet, das ist die Frage,

die ich jetzt habe.

Das ist die Frage, die ich jetzt habe.

Das ist die Frage, die ich jetzt habe.

Das ist die Frage, die ich jetzt habe.

Das ist die Frage, die ich jetzt habe.

Ich habe vorher ein bisschen mit meinen Kollegen geredet,

was wollen wir denn fragen

bei den Produkten

und so weiter.

Slow Food,

die Produkte, die du verkaufst, die

Gurdenprodukte, die Direktvermarktungsprodukte

aus der Region, die haben

oft einen Nachteil.

Sie sind sehr hochpreisig.

Es ist, sage ich mal,

es kann sich nicht jeder leisten. Es ist

eigentlich das natürliche Produkt, das was man

gerne hätte.

Man findet es dann aber oft nur

im Feinkostlagen.

Es ist eher was

für Menschen, die es leisten wollen

und leisten können,

diesen Genuss zu finden.

Ich störe das jetzt mal aus Behauptungen

Raum.

Was uns auch interessiert ist,

wie bringe ich diesen Genuss, dieses

traditionelle Handwerk nicht nur als

wichtiges und schönes Thema

an wenige,

wie komme ich damit wirklich in die Breite,

dass die anderen 80%

auch, weiß nicht,

Bier, Rohmulch, Butter essen, dass die wieder mal

Sauerteigbrote essen. Wie komme ich in die Masse

mit dem Thema?

Die Masse wird das ja nie verstehen.

Warum nicht?

Es ist ja für viele Slow Food schon

ein Problem, weil es ein englisches Wort ist.

Fast Food versteht jeder,

über Fast Food machen sich alle Gedanken, über Slow Food

wenige. Wenn es umgekehrt war,

war es natürlich toll, weil dann wissen sie,

was es da geht. Es ist natürlich schon so,

wir haben mittlerweile

das Glück, gerade in unserer Region,

dass es viele gute Produzenten gibt,

die ja selbstvermarkter sind.

Die haben alle Arbeit.

Und die Leute kaufen das Produkt.

Sie essen halt weniger,

weil es ja einfach viel

geschmacksintensiver ist. Deshalb brauchen sie nicht

so viel Essen. Der Sättigungsgrad

ist ja viel schneller da.

Und dann produzieren die kleinen

Produzenten ja das Lebensmittel

und keine Nahrungsmittel.

Ein Lebensmittel

ist ein

Rohmilchkäse.

Und ein Nahrungsmittel ist ein pasteurisierter

Käse. Der schmeckt immer gleich, schmeckt

noch fast nichts. Und der Rohmilch,

das entwickelt sich. Das ist aber das Handwerk,

das ist das Wissen. Und die Leute

wollen das. Das schmeckt natürlich auch.

Was aber

viel schwieriger ist,

da müssen die Bauern

noch lernen. Und ich schimpfe jetzt nicht über die Bauern,

weil ich habe schon gesagt, es gibt wenige,

die die Bauern so schätzen wie ich.

Und der so

viel für die Bauern redet wie ich.

Es ist das Problem,

dass der Bauern,

es gibt

viele Bauern,

die es geschafft haben, weil sie

anders tun als

das System.

Die sind ja zufrieden.

Die jammern auch nicht. Und dann gibt es viele,

die jammern.

Und jetzt ist es

aber nur so, dass die das Potential nicht nutzen.

Die jammern.

Weil man kann ja kreativ sein.

Und man kann sich dann fragen, reicht es mir,

die Milch zu liefern für die Markerei?

Oder mache ich aus einem Teil der Milch was?

Weil der

hat ja noch die Fähigkeit und das

Know-how, sich selbstständig

zu ernähren.

Ich, wenn

mir heute einen Fock gibt und ich muss ihn zerlegen,

dass der Speck fertig ist, ich kann das nicht.

Ich bin abhängig von dem. Aber der

Bauer kann das. Und dann hat er

halt das Problem, dass er

großteils zu die Supermärkte

geht, die halt Aktion

und dann kauft man die Aktion nach der anderen.

Und das nehmen wir auch noch mit, weil das ist jetzt eh noch

ja. Das Problem

ist das, dass der Bauer

sagt, er kriegt fürs Produkt nichts. Das ist ja Blödsinn.

Wenn er selber

für ein wertvolles Produkt bereit ist,

was auszugeben, dann wird er

in der Lage sein und bereit sein, für sein Produkt

das zu verlangen, was er braucht.

Und das ist das Problem. Und

noch ein Problem

ist nämlich, dass wenn ich heute

mit einem einheimischen Bauer zusammenarbeiten muss,

dass der mich nicht leben lässt.

Der sagt zum Beispiel,

ich tue mir mit einem Auswärtigen viel leichter,

weil der sagt,

ich möchte, dass mein

Kassel so viel kostet. Und

ich gebe da auf meinen Abhofpreis

10%. Und weißt du, was ich zu

dem Bauer sage? Danke, dass du

mich nicht einmal ein Stückchen Kass

von deinem kosten lässt.

Katis.

Für das, das ich

bei mir verkaufen will.

Das geht nicht.

Um, dass der Bauer in Zukunft

überlebt, muss er

einfach mit dem Handel, und Handel

ist ja nicht nur der Supermarkt,

eine Beziehung eingehen und sagen,

weißt du was, wenn du mir das verkaufst,

dann machen wir den

gemeinsamen Preis,

Mischkalkulation ist perfekt

für mich, und dann können wir gemeinsam

wachsen. Anders

kannst du das Bauer do the

People vergessen. Es muss schon auch der

Bauer mal verstehen, was er wert ist

und für den Wert und für die Arbeit, weil

es sagt ja, es kalkuliert ja kein Bauer

sein Joghurt und seinen Kass. Das sind ja

alles nur Preise, die angenommen sind,

weil wenn er mal seine Arbeit

reinkalkulieren würde, was er immer

da ist, für sein Produkt braucht,

dann darf er aufhören, weil er ja den Mut

nicht hat, das zu verlangen, was

er braucht. Ja, die Frage ist, kann er es

verlangen? Ja, schaas!

Wenn das Produkt gut

ist, dann ist es immer eine Frage,

und da muss ich ja kreativ sein.

Wenn ich dann heute auch ein

Produzent bin, das vermisse ich ein bisschen,

Kärtnernudeln gibt es zuhauf.

Auch Pioniere, da in Köstlichsneck,

die Grünwald, da haben wir die machen, zu zweit

50.000 Kärtnernudeln im

Jahr. Ja, weil sie es einfach

machen, 20 Jahre machen, und die holt keiner

ein, in der Menge vielleicht, aber

an der Qualität nicht, und an der

Regionverbundenheit, wo es drinnen ist.

Und es

ist einfach wichtig,

dass man ein bisschen wächst, weil Slow Food

heißt ja teilen. Slow Food heißt ja nicht,

ich habe ein Fackel, und das

baue ich,

das mäßt immer,

und dann habe ich zwölf Monate, und dann

lege ich das, sondern das heißt

teilen, den anderen Teil haben lassen,

und die Verpflichtung hat auch der Bauer,

weil der Bauer kriegt schon Förderungen auch,

damit er für uns produziert.

Und das ist, wie viel er verwenden

kann, und was er zahlt, das entscheidet

immer der Kunde, und nicht der Bauer.

Weil der Bauer würde ja,

also ich tue nicht

verallgemeinern, aber der Großteil ist

leider so. Da muss er einfach

lernen, und ich finde es eigentlich schon,

dass die Bauern nicht zu mir, zu meinem

zelebrierten Genuss ins Geschäft kommen,

um einmal zu sehen, was macht der

Erd überhaupt.

Kann ich von denen was lernen, weil von mir lernt er

viel mehr, als bei den ganzen Vorträgen,

was

versteht, weil ich einfach sage,

und dann ist es so, wenn jetzt einer

ein Eierbauer ist, und der hat viele Eier,

ja dann soll er anbieten, dass er

Eierspeis kocht.

In der Vielfalt Eierspeis zu kochen,

mit den Produkten, die man verarbeiten kann,

was man den Nachbarn verkauft oder was er ernten kann,

vom Berg oder vom Feld,

das ist ja ein Wahnsinn,

das ist halt nicht da.

Ja, aber noch einmal zurück zur Frage,

wie bringe ich das Thema,

dieses Bewusstsein für die Lebensmittel,

für das er Slow Food steht, für das er du

stehst, wie bringe ich das über diese

jetzt schon interessierten Menschen

hinaus in die

Basis, in den Kern von einer Gesellschaft,

dass das dort auch wieder ankommt,

angenommen wird und auch vielleicht

wieder leistbar ist. Wie schaffe ich das?

Oder ist das eigentlich ein Thema,

wo du sagst, da muss ich da bleiben, wo ich bin?

Nein, man muss sich einfach mehr

an der Basis,

die Basis muss man einfach besser

informieren, um was es geht.

Nicht immer die Globalisierung

in die Zeitungen bringen. Und wie mache ich das?

Die Medien,

teilweise,

da ist ja so eine Sensationsgeilheit drin,

natürlich müssen sie das bringen, weil sonst

liest man halt, lesen

es viele nicht, aber

die Medien, also die Tageszeitungen,

die machen ja einen tollen Job

und die bemühen sich ja. Aber

man muss natürlich als Konsument auch bereit

sein, sich auch was einzulassen,

nachzufragen,

nachzulesen. Aha, warum?

Und ich sage auch, will ich nicht.

Und das ist genau das.

Und deshalb,

wie

erreiche ich jetzt, ich sage jetzt plakativ,

die alleinerziehende Mutter mit drei

Kindern in Wien, die jetzt einfach

1500 Netto im Monat hat.

Das ist ein plakatives Beispiel.

Wie erreiche ich die Menschen, dass die

auch den Zugang haben zu diesen

Lebensmitteln,

zu diesem

Sauerteigproduzenten? Wie schaffe ich das?

Natürlich kommt es auf die Erziehung drauf an,

was hat man mitgekriegt.

Aber,

wenn du jetzt her, die ganzen Initiativen,

es ist ja immer leichter,

mittlerweile zu solchen Produkten,

dank Covid,

zu den Produkten zu kommen, weil es gibt ja

organisierte Verkaufsstellen,

die ja absolut, absolute

Qualität liefern, innerhalb von 24 Stunden.

Ein Salat in einer Qualität,

die du beim Supermarkt nicht kriegst,

weil du hast von dem Salat

von BioBauer ja viel mehr zweimal

oder dreimal zum Essen, als wie von einem

Halbkühlsalat im Supermarkt.

Den musst du essen, weil dann

ist er fertig. Und

Möglichkeiten gibt es, man muss nur bereit

sein. Und ich glaube, dass

finanziell, es kommt

immer drauf an, was will ich

ausgeben. Und wenn ich,

und ich finde ja, dass die Jugend

viel besser ist als

die Generation so zwischen

zwischen 40 und

60.

Also die Jugend ist ja

viel besser drauf,

weil die hat schon kapiert. Und die kaufen

auch nicht die Autos, sondern die

machen schon das Carsharing.

Die wollen nicht mehr besitzen, die teilen schon.

Und wir können ja von der Jugend lernen,

nur eins ist, wir müssen die Jugend

mit Wort kommen lassen.

Und dann kannst du jetzt

sagen, ich habe mehr an so einen jungen

Minister.

Ja gut, ist ja kreativer

Mensch. Aber wenn man

ist eine junge Regierung, was ja gut ist,

aber je jünger,

je innovativer, je kreativer

die Leute sind,

desto mehr kann die

Basis, wenn die

jungen Leute die Basis begeistert,

bewegen, damit

von oben runter der Druck

nicht von oben runter kommt, wie wir

tun müssen, sondern

von unten kommt, wie es sein muss.

Und dort müssen wir eigentlich hin.

Wir müssen die Basis so informieren und

so stärken und so unterstützen,

dass das

das Wissen breiter

wird. Und das fängt in Kindergarten

an, das fängt in der Schule an,

das fängt nicht an, dass man bei der Bildung

spart, weil ich aber

als Sekretärin in

die Direktion, also ich nehme einen Lehrer

auf, das kann nicht

sein. Und wenn man bei der Bildung

und in der Schule,

gerade am Anfang,

zu viel spart, dann kann ich

das in Zukunft nie mehr finanzieren.

Und du glaubst mit,

die These ist jetzt ein bisschen,

würde die Bildung oder das Wissen

und das Lebensmittel,

das Handwerk und das, was dahinter steht,

besser sein, würde ich auch

bei, wenn ich weniger Einkommen zur Verfügung

habe, jetzt gehe ich wieder die Mutter mit den drei Kindern,

mit dem sehr knappen Budget, dann

würde, würdest du jetzt sagen,

dann würde sich auch diese Person, diese

Mutter, eher dafür entscheiden,

das teurere, hochwertigere

Lebensmittel zu kaufen. Natürlich, sie wird

vielleicht sogar, wenn sie

drei Kinder hat, wird sie wahrscheinlich

schwer arbeiten gehen, wird sie vielleicht

sagen, ach, jetzt fange ich an,

Brot zu bohren. Du kostest Brot

wenig. Schon Arbeit, aber

sie fängt dann

wieder an. Sie macht daheim viel selber.

Schau mal, was

bei den

Wagelern drin ist.

Die fertigen Gerichte

und die kosten eine Mörderkohle.

Und so eine Fertigpizza, die kostet 5 Euro,

kann ich mir 6 Solat kaufen.

Du kannst aber

10 Tage Solat essen.

Und das ist es. Es ist immer die Frage,

was ist in Wagelern

und was ist in anderen, wenn ich bewusst

einkaufe.

Das sind die Sachen.

Die Basis,

und deshalb finde ich

unsere Region so klasse, weil du kannst so viel

lernen, eben das mit dem Brot machen. Und wenn du

einmal, ich habe auch erst bei meiner Frau

gelernt, wie das mit dem Sauerteig,

ich habe noch kein Selvang gesetzt, aber ich habe gesehen,

wie das ist und wie sie daheim

umerformt und wie sie ziert.

Wahnsinn, aber das Brot schmeckt.

Sie hat Freude, man beißt auch ganz andere Steine.

Und wenn die Kinder halt sehen, dass die Eltern

oder die Mutti oder der Papa das

auch so macht,

dann probieren sie es schon einmal.

Und das ist so was Schönes.

Früher zum Beispiel hat es den Tamagotchi

gegeben. Da hat man

immer geschaut,

dass er weiter lebt.

Und der Sauerteig ist auch so ein Tamagotchi.

Der lebt dann

immer weiter.

Mehr alt werden, so ein Sauerteig.

Und da habe ich natürlich

schon ein ganz großartiges Produkt,

wo ich auch einen Bezug

hatte. Jetzt kann ich noch nicht sagen,

und weil ich es selber mache,

kann ich mir das Biogetreide von dem

kaufen oder von dem,

weil dann habe ich

die beste Qualität auch noch,

weil das spare ich mir ein,

weil mir halt nicht das fertige

Brot, das eh schon im Supermarkt

wieder teuer ist und auch nicht schmeckt

oder halt schmeckt

eh jetzt Brot. Aber drin

ist halt wenig.

Ich schaue jetzt immer mal

auf die Uhr. Wir haben die Zeit,

die wir uns geben, erreicht.

Das Credo jetzt einmal auf die Frage ist

Vorbildwirkung und

Kommunikation.

Dass man die Masse auch erreicht,

dass man diese Philosophie,

die Produkte, das was dahinter

steht, quasi wieder

gesellschaftsfähig macht

und das Preis vertreite.

Das Beste, um das zu erlernen,

ist, wenn man einen zelebrierten Genuss

bei mir im Geschäft bucht.

Was gibt es bei dir im Geschäft?

www.heterweg-erdl.at

Da kann man den

zelebrierten Genuss buchen, den großen

zelebrierten Genuss. Und dann

die Jause beim zelebrierten Genuss,

der dauert eineinhalb, zwei Stunden.

Eineinhalb Stunden dauert es eh nicht,

weil es dauert immer zwei Stunden.

Da kriegt man 25 Kombinationen,

Weinbegleitung

und Saftbegleitung. Das kostet im Moment

halt 40 Euro, vielleicht mal heppig teurer.

Oder 50 Euro.

Das kostet ab Mittag 60 Euro,

weil die Leute ja nicht heimgehen, weil die immer einen

All-Inklusiv-Preis haben.

Das ist halt auch wieder schwierig, weil

ich habe da

meinschen vergarene Wein.

Das hat man nie angefressen.

Man ist nie angefressen.

Ich sage immer, weißt du was? Und wenn du nach einer Stunde

spazieren gehst, gehst du zum Nachbar,

zum Krirn, weil da wie eine Kerne eine Null ist.

Was kriegt man da bei dir?

Du kriegst 25 Kombinationen

und zu jeder Kombination, die wir hier

produziert haben, so wie man das halt im Kartenspiel

erklären, kriegst

einen Tropfen Öl, einen Tropfen Essig,

einen Tomatenextrakt oder so was

drauf. Das wird ein Erlebnis.

Das wird

kommuniziert und begleitet.

Das kann ich normal nicht

mal zahlen, wenn ich denke, zwei Stunden nie

exklusiv zu haben.

Das hat aber nichts mit falscher Bescheidenheit zu tun.

Das sind 40 Euro. Und wenn du

den Teller anschaust, was das für

ein Aufwand ist zum Herrichten, geht sich das nie

raus. Also diese Geschmacksvielfalt,

was wir bieten, das kann

kein Restaurant auf der ganzen Welt mit

meidischem Stern stören. Was willst du damit

anfangen? Nachhaltig,

wertvoll,

mit den Grundprodukten,

die sie beim

Produzent des Vertrauens oder im Chef

des Vertrauens oder beim Edelkreis Lackhafen

sich damit auseinandersetzen.

Wie kann ich das miteinander kommunizieren,

dass es zu einem Erlebnis wird? Wir müssen

nämlich, das ist der Aktivismus,

die Bühne zu bieten,

den Produzenten eine Bühne zu bieten.

Und das war ja der Aktivismus von mir.

Aktiv sein ist ein Muss.

Und ich habe immer den Produzent, den

wertvoll, der ein Vorgänger ist,

eine Bühne gegeben. Ich habe gesagt,

der ist es.

Und wir brauchen, wenn heute die

Leute sagen, der Zota,

jede Schokolade schmeckt man auch nicht.

Ja gut, aber er ist der nachhaltigste Schokoladeproduzent

der Welt. Und wenn der Zota,

wenn es den Zota nicht gabert, hätte sich Schokolade

zu bieten. Und anfänglich, es gibt vielleicht

drei Schokoladeproduzenten in Österreich,

die anderen sind für mich Konditoren,

weil die verarbeiten die Kakaobohne

selber, sondern kaufen halt Industrie-

Schokolade zu und machen irgendwas. Oder

vielleicht Edbio, aber Industrie ist ja bio.

Gut, das sind für mich Konditoren.

Und sind auch

Initiatoren oder was auch immer.

Aber der Nachhaltigste ist halt der Zota-Seg.

Und beim Steckowitsch hat man es gleich gesehen.

Beim Stauda, sag mal, wer eine bessere

Preis-Leistungs-Marillen-Marmelade macht,

der macht es 30 Jahre.

Und ich bin immer einer, der treu

war zu den Produzenten.

Nicht weil er nahe gekommen ist, habe ich ihn

in den Zota geschickt. Nein.

Der Zota ist immer da.

Und wenn ich ihn nahe kennengelernt habe,

habe ich es probiert. Und wenn das nicht gegangen ist,

habe ich es halt lassen müssen. Weil die

Gurt und die Pioniere haben sich immer weiter

entwickelt. Und wenn heute der Erich

Steckowitsch zum Beispiel schon

eine Größe erreicht hat, wo er

im Supermarkt sein Knoblauch liefern mag,

dann ist das ein Glück,

wenn er für eine

größere Menge an Menschen

ein Bierknoblauch oder

ein Knoblauch liefert. Das ist ein Glück.

Und da braucht es natürlich schon auch den

Supermarkt.

Aber

es ist halt so,

dass

nicht alle

das kaufen.

Oder für viele,

das wollen auch genug da rein.

Ja, also wie gesagt,

ich bin in Ordnung. Wenn wir nicht

neidig sind, haben wir alle genug. Und aktiv ist

ein Muss. Und fang bei dir selber

an, ich bin in Ordnung

zu sein. Und du bist fit für die Zukunft.

Mit diesen Worten.

Gertl, danke für das Gespräch.

Danke.

Das wird nicht das letzte Gewinn sein.

Das war's für heute.

Bis zum nächsten Mal.

Tschüss.

Tschüss.

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