Folge Nr: 195
Ahaa! – Bist du Bauer oder Landwirt?
… erklärt vom Hohenloher Bauern & Podcaster Michael Reber
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„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
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Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!
Transcript - Ahaa! – Bist du Bauer oder Landwirt?
Music: Music
Michael: Punkte, zumindest mal beantwortet und was du daraus machst, lieber Willi,
Michael: da bin ich sehr gespannt drauf. Da bin ich wirklich gespannt drauf.
Willy: Ja, grüße euch. Und ja, lieber Michael, Michel Reber, wir sind auch sehr gespannt
Willy: Auf die Aha-Momente, die du für uns vorbereitet hast.
Willy: In dieser Folge denkt der Michael darüber nach,
Willy: ob er sich eher als Bauer oder doch eher als Landwirt sieht und vor allem auch,
Willy: wie sich dieser Begriff im Laufe der Zeit verändert hat.
Willy: Und ihr kennt den Michael schon aus der Folge 92 unserer langen Episoden.
Willy: Da War ich nämlich zu Gast bei ihm und seiner Familie auf seinem Betrieb in der Nähe von Schwäbisch Hall.
Willy: Und jetzt möge der Aha-Moment mit euch sein.
Michael: Ich hoffe, dass die Tonqualität auch passt.
Willy: Lieber michel das hast du wunderbar hinbekommen. Top Tonqualität, los geht's.
Michael: was bedeutet es für mich bauer zu sein bzw landwirt zu sein sehe ich mich als
Michael: landwirt sehe ich mich als bauer wenn man die begriffs definition mal nimmt
Michael: also ich glaube bis vor 80 jahren hat niemand landwirt gesagt.
Michael: Da war jeder Bauer, der in der Landwirtschaft tätig war.
Michael: Und irgendwann kam dann der Begriff Landwirt. Ich bewirtschafte das Land.
Michael: Und bei mir war es so, dass ich nach dem Studium, war es für mich ganz wichtig,
Michael: dass auf dem ersten Stempel, als ich den Hof übernommen habe,
Michael: draufgestanden ist landwirtschaftlicher Unternehmer.
Michael: Das ist das, was ich im Studium für mich mitgenommen habe. Ich bin Unternehmer.
Michael: Es war mir dann noch viel wichtiger, als Landwirt oder Bauer genannt zu werden.
Michael: Und sagen wir mal, Bauer war zu meiner Zeit in der Schule, sage ich mal 80er Jahre ganz grob.
Michael: Ein Schimpfwort. Ja, du Bauer. Und ich glaube, das ist heute immer noch so.
Michael: Das ist so abwertend gemeint.
Michael: Vielleicht mit dem Bild im Hinterkopf, der mit den Gummistiefeln,
Michael: der nach Mist stinkt und was weiß ich was.
Michael: Und deswegen war es für mich ganz wichtig, dass ich, ich bin landwirtschaftlicher
Michael: Unternehmer und ich sehe das heute komplett anders.
Michael: Ich bezeichne mich heute wieder selbst als Bauer. Das hat mein Vater auch noch
Michael: immer mit Stolz gesagt, ich bin Bauer.
Michael: Und ich glaube, das müssen wir auch wieder lernen, stolz zu sagen,
Michael: wir sind Bauern. Wir bebauen das Land.
Michael: Kann man auch als Landwirt. Aber wenn man mal international schaut,
Michael: wie wird dort Landwirtschaft bezeichnet? Im englischen Agriculture,
Michael: im französischen Agriculture.
Michael: Und es ist was ganz anderes wie Landwirtschaft und hat auch mit Unternehmertum
Michael: erstmal direkt nichts zu tun. Am Ende natürlich. Natürlich.
Michael: Wir sind Unternehmer, wir treffen täglich Entscheidungen. Das müssen wir als Bauer sehr oft machen.
Michael: Also allein wenn es um den Pflanzenbau geht, müssen wir oft täglich verschiedene
Michael: Entscheidungen treffen, weil uns allein das Wetter zu Entscheidungen zwingt.
Michael: Und deswegen sind wir natürlich Unternehmer. Aber Bauer ist für mich das,
Michael: für was ich das mal gelernt habe.
Michael: Ich möchte in der Natur draußen arbeiten,
Michael: ich möchte mit der Natur arbeiten, ich möchte mit dem Boden arbeiten und deswegen
Michael: ist für mich Bauer eigentlich heute wieder der richtige Begriff.
Michael: Das Problem ist, dass wir oft selber, wenn der Betrieb eine gewisse Größe erreicht
Michael: hat, das ist bei uns auch so,
Michael: dass wir durch Bürokratie und so weiter dermaßen gezwungen werden,
Michael: natürlich auch, wenn man viel Fremdkapital im Betrieb hat, dass wir sehr viel im Büro sitzen.
Michael: Und das ist eigentlich nicht das, wofür ich den Beruf mal gelernt habe und für
Michael: den auch viele junge Bäuerinnen und Bauern heute noch den Beruf des Landwirts, des Bauern lernen.
Michael: Die haben alle die Vorstellung, dass sie das selbst machen, viel draußen arbeiten
Michael: und man merkt dann relativ schnell nach der Ausbildung, dass es vielleicht doch nicht mehr so ist.
Michael: Wir haben heute sehr kapitalintensive Betriebe, weil sehr viel Technik drin
Michael: ist, auch in den Ställen sehr viel Technik drin steckt.
Michael: Und damit sind wir gezwungen, hocheffizient zu arbeiten und vielleicht nicht
Michael: immer das zu tun, was richtig wäre, auch für den Boden, sondern dass wir Dinge tun müssen.
Michael: Wenn ich das Land gepachtet habe zu einem gewissen Preis, bin ich auf Gedeih
Michael: und Verderb dazu gezwungen, wirtschaftliche rentable Erträge runterzuholen.
Michael: Auch wenn es vielleicht manchmal besser wäre, ein bisschen weniger zu tun.
Michael: Und das ist dieser Zwiespalt, in dem man ständig denkt, und so geht es mir auch.
Michael: Zwischen Landwirt und Bauer sehe ich jetzt den Unterschied nicht so groß.
Michael: Aber ich sehe Bauer definitiv nicht mehr als Schimpfwort.
Michael: Und ich glaube, das hat sich auch in der Gesellschaft massiv geändert.
Michael: Das ist, dass Bauer kein Schimpfwort mehr ist, sondern dass man das schon auch
Michael: wieder mit stolz sagen kann ich bin bauer weil die wertschätzung der bevölkerung dafür ist da.
Willy: Das war's für
Willy: heute ich hoffe ihr hattet euren aha moment ja bauer to the people das lebt
Willy: auch von eurer unterstützung am besten checkt euch dafür eines unserer memberships
Willy: auf unserer website www.bauer-to-the-people.at und ganz egal auf welcher Plattform
Willy: ihr diese Folge gerade gehört habt.
Willy: Abonniert den Podcast und lasst uns gerne auch ein paar Sterne da,
Willy: wenn ihr gut findet, was und wie wir das machen.
Willy: Danke und Pfiat eich.
Music: Music
